Aktuelles / Entwicklungen - Rohstoffe / Mischungen / Halbzeuge

07.10.2019
Multilayer dichten Spezialfahrzeuge ab

Für einen kommunalen Sonderfahrzeughersteller stellt Tec-Joint eine Folie her, die hohen Drücken und gleichzeitig hohen Temperaturen standhalten muss, um die definierte Einsatzdauer unter schwersten Bedingungen zu gewährleisten.
 

An Einsätze von Maschinen und Fahrzeugen im kommunalen Bereich, aber auch im Baubereich, werden höchste Anforderungen gestellt. Durch starke klimatische Schwankungen, besonders jedoch durch die sehr hohen Medientemperaturen muss der Dichtungswerkstoff in diesem Fall ein Temperaturspektrum von -50 °C bis zu ca. +150 °C zuverlässig abdecken.  Weitere Anforderungen sind eine gute Witterungs- und Ozonbeständigkeit und die Erfüllung der Werksnormen.
 Durch die massive Beanspruchung der Fahrzeuge und durch die z.T. sehr hohen Drücke innerhalb der Aggregate war schnell ersichtlich, dass eine reine Elastomerfolie dem Einsatz nicht standhalten würde. Dank jahrzehntelanger Erfahrung und hohem Produktions-Know-how bei Multilayern konnte Tec-Joint eine Lösung bereitstellen, die aus der Kombination einer 1,5 mm HNBR-Folie mit einem 0,12 mm starken Aramid-Gewebe besteht. Diese Kombination war der Schlüssel zur Lösung dieser Herausforderung.

Tec-Joint AG Mulitlayer (iStock-506063112)
Tec-Joint AG Mulitlayer (iStock-506063112)
07.10.2019
Kunststoffverarbeiter unter Druck

Auf der Jahrestagung des GKV/TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V. – wurden die Trends in der Kunststoffverarbeitung diskutiert. Klimakrise, Negativimage von Kunststoffprodukten und die derzeit schwer vorhersehbare wirtschaftliche Entwicklung der Branche standen dabei im Fokus.

GKV/TecPart-Geschäftsführer Michael Weigelt lobte in seiner Begrüßung das gestiegene Umweltbewusstsein in Politik und vor allem in der Gesellschaft. Der GKV/TecPart habe nach dem Abschluss des Pariser Klimaschutzabkommens bereits seit 2015 darauf verwiesen, dass Kunststoff mit seinen Eigenschaften ein wesentlicher Teil der Lösung sein könne, um CO2  einzusparen. Ganz gleich, ob als Konstruktionswerkstoff für Leichtbaulösungen oder im Einsatz für Verpackungen – wichtig sei in beiden Fällen die sachgerechte Entsorgung, die in Deutschland und in weiten Teilen von Europa sichergestellt sei. „Populistischen“ Initiativen, wie die vom Bamberger Bürgermeister Andreas Starke ausgerufene plastikfreie Stadt, wurde eine Absage erteilt. Solche Maßnahmen seien populistisch, wenig überlegt und würden bei konsequenter[Office1]  Umsetzung dazu führen, das kein Kabel in dieser Stadt mehr isoliert wäre und sprichwörtlich die Lichter dort ausgingen. Eine Mobilität ohne „Plastik“ sei ebenso wenig denkbar wie kunststofffreie moderne Gebäudeisolierungen oder Produkte für die Medizin. In der Recyclingtechnologie ist Deutschland führend und die im TecPart organisierten Compoundierer und Recycler können aus Kunststoffabfällen hochwertige Rohstoffe erzeugen. Wesentlich für eine robuste Entwicklung der Branche sei, dass die Rahmenbedingungen nicht weiter beschädigt werden. So müssen bei allem Verständnis für die Klimadiskussion die Energiepreise für die Industrie kalkulierbar bleiben und dürfen durch EEG-Umlage oder Zertifikatspreise nicht verteuert werden, so der TecPart Geschäftsführer. Die schädliche und undifferenzierte Diskussion über Kunststoffe zeige bereits Auswirkungen sowohl auf die Berufswahl als auch im Bereich der Lehre, wo entsprechende Studiengänge an den Hochschulen bereits markante Rückgänge verzeichneten. Die konjunkturellen Prognosen sieht der Verband verhalten, der Anschluss an die Wachstumswerte des Vorjahres werde kaum gelingen. Zum Halbjahr lag die Branche rund 1% unter den Vorjahresumsätzen. Für das Jahr 2019 ist derzeit bestenfalls mit einem 1%igen Wachstum zu rechnen, für den Bereich der technischen Teile wird  ein Rückgang der Umsätze um 3% erwartet. Die Diskussion über die Verwertung von Kunststoffen dürfte allerdings einen Nachfrageschub für die Compoundier und Recycler mitsichbringen. Wird das Thema in der deutschen und europäischen Öffentlichkeit richtig aufbereitet, haben die Kunststoffprodukte eine sehr gute Chance, wieder aus der gesellschaftlichen „Schmuddelecke“ herauszutreten. Auch die K 2019 wird zeigen, wie weit die Kunststoffindustrie in Verwertungsfragen ist. Auf der Sondershow werden etablierte Nachhaltigkeitslösungen vorgestellt. Die zunehmende Vernetzung, Digitalisierung und Automatisierung eröffnen den Unternehmen neue Möglichkeiten. Insbesondere im Kontext mit der voranschreitenden Globalisierung versprechen sie Innovationen, Wettbewerbsfähigkeit, Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung. Dementsprechend treiben Unternehmen diese Entwicklungen voran. Mit den neuen Chancen sind aber auch neue Risiken verbunden. Die Wertschöpfungskette ist zunehmend von IT-gestützten Prozessen abhängig. Systemausfälle  - gleich welcher Art - haben weitreichende Folgen für die betroffenen Unternehmen, gegen die es sich zu wappnen gilt.

24.09.2019
PTFE-Alternative für technische Polymere

Das UHMW-PE der DREYPLAS GmbH in Granulatform lässt sich als Tribo-Modifikator allen gängigen technischen Kunststoffen beimischen. Durch die Verwendung des von Mitsui Chemicals entwickelten Additivs kann auf den Einsatz von PTFE verzichtet werden.

Die Europäische Kommission hat mit der Verordnung 2017/1000 als Ergänzung zu bestehenden REACH-Regelungen neue Grenzwerte für den Anteil an PFOA (Perfluoroctansäure) sowie deren Salzen in verschiedenen Substanzen festgelegt. Ab Juli 2020 liegt der zulässige Wert bei < 25 ppb. Davon sind auch PTFE-Verbindungen betroffen, bei deren Produktion PFOA anfallen kann. Aufgrund dieser Begrenzung können viele dieser Polymere nicht mehr als Tribo-Additiv verwendet werden, da ihr PFOA-Gehalt über dem Grenzwert liegt. Daher bietet die DREYPLAS GmbH bereits jetzt ein UHMW-PE in Granulatform an, das sich als Tribo-Modifikator gängigen technischen Kunststoffen beimischen lässt. Die UHMW-PE-Variante kann als Additiv allen gängigen technischen Kunstoffen wie PA6/66, POM PBT, PC sowie einigen PPAs zugesetzt werden. Die Verbindung ist ein Granulat, sodass es einfach hinzugegeben werden kann. Dabei erfolgt die Dosierung über eine Vormischung mit dem Basispolymer oder das Additiv wird direkt am Extruder seitlich zugeführt. Da die Verbindung vollständig aufgeschmolzen wird, ist eine optimale Verteilung im Basispolymer gewährleistet. Zudem kann das Additiv sehr sparsam eingesetzt werden, denn bereits eine Zugabe von 5% verbessert die Abrieb- und Gleiteigenschaften des Basispolymers signifikant. Eine leichte Einfärbbarkeit ist aufgrund der weißen Eigenfarbe gegeben. Bereits seit 2017 ist die Dreyplas GmbH mit spritzguss- und extrusionsfähigen UHMW-PE – Markenname LUBMER - der Mitsui Chemicals am Markt vertreten. LUBMER erlaubt UHMW-PE-Kunststoffteile direkt und kostengünstig im Spritzguss oder per Extrusion zu fertigen. Die aufwändige Herstellung über die mechanische Bearbeitung aus Halbzeugen entfällt.

DREYPLAS GmbH, UHMW-PE.
DREYPLAS GmbH, UHMW-PE.
23.09.2019
Erweitertes PEEK- und PAEK-Angebot

Unter dem Motto „The Element of Invention“ stellt Victrex seine neusten Lösungen mit Hochleistungspolymeren  auf der K 2019 vor: Das PEEK- und PAEK-Portfolio umfasst Typen für die Lebensmittel verarbeitende Industrie, additive Fertigung (3D-Druck), Verbundwerkstoffe, Folien etc.

Auf der K 2019 zeigt Victrex neue PAEK-Materialien, darunter Produkte, die für den 3D-Druck entwickelt wurden: z.B. ein Filament für filamentbasierte Verfahren und feines Pulver für das Lasersintern. Die neuen Lösungen zeichnen sich – im Vergleich zu 3D-Druckversuchen mit PEEK – durch verbesserte mechanische Eigenschaften von gedruckten Teilen und einfacheres Drucken aus. Um die Verfügbarkeit von 3D-gedruckten PAEK-Teilen zu beschleunigen, investiert Victrex in diese neuen optimierten Materialien und kombiniert sie mit aktueller Fertigungstechnologie, um integrierte Lösungen zu schaffen. Um ein entsprechendes Ökosystem rund um die additive Fertigung von PAEK aufzubauen, arbeitet das Unternehmen direkt mit wichtigen Industriepartnern und Kunden zusammen. Zu den kosteneffizienten Polymeren, Formen und Teilen für die Automobilindustrie zählen das tribologisch optimierte VICTREX™ PEEK-Polymer, dünne APTIV™-Folien und robuste VICTREX HPG™-Hochpräzisionszahnräder. Zusammengenommen können sie zu einer verbesserten CO2 -Effizienz und Lebensdauer sowie zu einer potenziellen Reduzierung der Gesamtsystemkosten von konventionellen, Hybrid- und Elektroantrieben beitragen. Bei elektrischen Antrieben kann eine auf PEEK-Folie basierende elektrische Isolierung dazu beitragen, das Wärmemanagement und den zuverlässigen Betrieb zu verbessern sowie die Gesamtsystemkosten zu senken. Mit der Umstellung der Automobilindustrie auf Elektrofahrzeuge geht die Suche nach effizienteren Elektromotoren mit hoher Leistungsdichte und geringeren Kosten weiter. Die meisten Hersteller von E-Motoren haben sich für die Permanentmagnet-Synchronmaschine (PMSM) entschieden, bei der das Design des Isolationssystems maßgeblich ist. Computersimulationen renommierter, unabhängiger Experten an einem gängigen 80-kW-E-Motor für Elektrofahrzeuge haben gezeigt, dass potenziell eine 5%ige Steigerung der Drehmomentleistung bei einem E-Motor der gleichen Größe möglich ist. Erreicht wird das durch eine 40% dünnere APTIV™-Nutisolation, die einen um 2% höheren Kupfergehalt ermöglicht (Nutfüllfaktor). Zusätzliche Simulationen lassen erkennen, dass die hervorragende Wärmeleitfähigkeit der APTIV™-Folie zu einem verbesserten Wärmemanagement und einer Verringerung der Wicklungstemperaturspitzen um 2 bis 3 °C im Vergleich zu herkömmlichen Laminaten führt. VICTREX AE™ 250-Composites für den Flugzeugbau weisen mechanische, physikalische und chemische Beständigkeitseigenschaften auf, die für Mitglieder der Polyaryletherketon-Polymerfamilie (PAEK) wie PEEK typisch sind; dabei ist ihre kristalline Schmelztemperatur von nur 305 °C um 40 °C niedriger als diejenige von PEEK, was deutliche Vorteile in der Verarbeitung mit sich bringt. Das einzigartige Material bietet eine Kombination aus Kostenreduzierung, geringem Gewicht, Gestaltungsfreiheit, Festigkeit und höherer Produktionsgeschwindigkeit für Bauteile der nächsten Generation. Zum Beispiel ist es bis zu 6,5-mal schneller für die In-situ-Verarbeitung bei lasergeschweißter AFP-Fertigung, bringt bis zu 40%  Kostenersparnis gegenüber Metallen und ist bis zu 70% leichter als Metalle bei gleicher Festigkeit und Steifigkeit. Bei Hightech-Elektronikgeräten geht der Trend weiter zu besserer Leistung und Zuverlässigkeit, gleichzeitig werden sie mit zahlreichen Funktionen vollgepackt. APTIV-Folien bieten alle Vorteile von PEEK-Hochleistungspolymeren in einem dünnen Format und somit die erforderliche Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit, um die komplexen Anforderungen der Hersteller in einem breiten Spektrum von Geräten auf diesem schnelllebigen Markt zu erfüllen. Zu den Vorteilen der APTIV-Folie zählen mechanische Festigkeit, Beständigkeit gegen Verschleiß, hohe Temperaturen und aggressive Chemikalien sowie elektrische Stabilität und geringe Feuchtigkeitsaufnahme. Aufgrund dieser herausragenden Eigenschaften kann die APTIV-Folie in einer Vielzahl von Produkten wie Mikrolautsprecher, 5G-HF-Antennensubstrate und Batterie-Isolierungen sowie bei der Herstellung von Chips und Displays eingesetzt werden. 2018 hat Victrex sein neues VICTREX CT™ 200 für Anwendungen bei kryogenen Temperaturen (-150 °C bis -200 °C) vorgestellt. Als jüngster Vertreter der VICTREX CT PEEK-Polymere bietet die 200er-Serie im Vergleich zu üblicherweise verwendeten Materialien wie PCTFE eine verbesserte Dichtleistung über einen breiteren Temperaturbereich. Ermöglicht wird das einerseits durch höhere Zähigkeit bei niedrigen Temperaturen und andererseits durch überlegene Kriechfestigkeit bei hohen Temperaturen. Zudem konnte aufgrund eines niedrigeren Wärmeausdehnungskoeffizienten im Vergleich zu vorhandenen Materialien für VICTREX CT-Polymere eine bessere Dimensionsstabilität aufgezeigt werden. Die höhere Wärmeleitfähigkeit dieser Polymere ermöglicht eine schnelle Reaktion auf Temperaturänderungen und stellt sicher, dass das Material jederzeit Kontakt zur Dichtfläche hält. Außerdem deuten Labortests an, dass weniger Drehmoment zur Betätigung nötig sein könnte, da die Materialien im Vergleich zu PCTFE einen niedrigeren statischen und dynamischen Reibungskoeffizienten aufweisen. Dies führt zu weniger Verschleiß, höherer Leistung und größerem Kosteneinsparungspotenzial.

K 2019:  5 Stand, B09

13.09.2019
Neue Beschichtung zur Trockenschmierung für Silikondichtungen

Mit der neuen APO-W3 bietet APO eine zuverlässige Beschichtungslösung für Silikondichtungen, um deren Reibeigenschaften zu optimieren und die Dichtungsmontage zu erleichtern.

Der auf die Dichtungen aufgebrachte Gleitlack haftet optimal auf Silikonen und eliminiert deren typische Klebeneigung und hohe Reibkräfte. Dadurch erleichtert er die Montage der Dichtelemente und reduziert effektiv die Reibkräfte und den Abrieb, die bei einem dynamischen Einsatz der Dichtungen entstehen. Die neue Funktionsbeschichtung ist speziell für den Einsatz auf technischen Silikonprodukten bestimmt. Durch die Aufhebung der silikontypischen Klebneigung und der hohen Reibkräfte  erleichtert sie das Handling, die Montage und den dynamischen Einsatz der Dichtungen. Der hochelastische, transparente Gleitlack wird mit einer modernen Trommellackierung auf die Dichtungen aufgebracht. APO bereitet die Dichtungen mit speziell auf Silikonwerkstoffe eingestellten, umweltneutralen Reinigungs- und Plasma-Prozessen für das Beschichten vor. Der Gleitlack verteilt sich dadurch während des Beschichtungsprozesses gleichmäßig auf den Dichtungsoberflächen und haftet optimal und dauerhaft auf den Silikondichtungen. Funktionsbeschichtungen werden für Elastomerdichtungen bereits breit eingesetzt, um deren Reibung im Einsatz zu reduzieren und Montagevorgänge zu erleichtern. Doch gerade Silikondichtungen, die stark zum Verkleben neigen und für die sich Anwender daher eine Verbesserung der Oberflächeneigenschaften wünschen, lassen sich mit den bisher verfügbaren Gleitlacken und Prozessen oft nur schwer oder gar nicht beschichten. Häufig haften die Gleitlacke trotz intensiver Vorbehandlung nicht zuverlässig auf den Bauteilen. Oder die Silikondichtungen lassen sich einem Beschichtungsprozess erst gar nicht zuführen, weil sie bereits bei der notwendigen Vorreinigung und Plasmavorbehandlung zusammenkleben. Mit eigens für Silikonwerkstoffe optimierten Vorbehandlungsprozessen und dem neuen APO-W3 Gleitlack löst APO nun auch die Reibproblematik für Silikondichtungen. Dichtungshersteller und Anwender können mit dieser Dienstleistung ihre Dichtungen funktionell verbessern. Die beschichteten Dichtungen kleben nicht aneinander und lassen sich leicht montieren, das Risiko, die Dichtungen dabei zu beschädigen, wird auf ein Minimum reduziert. Sofern die Dichtungen dynamisch eingesetzt werden, sorgt die trockene Beschichtung für eine permanente Schmierung und geringe Reibkräfte. Die Vorteile einer Funktionsbeschichtung sind damit auch für anspruchsvolle Silikonkomponenten, ob im Standard oder in kundenspezifischem Design, verfügbar.

(seals’n’finishing)
(seals’n’finishing)
12.09.2019
Ausgebautes Produktportfolio für Kautschuk-Anwendungen

Die Krahn Chemie Gruppe hat ihr Portfolio mit dem Vertrieb der Verarbeitungshilfsmittel und Spezialweichmacher von Eigenmann & Veronelli S.p.A. erweitert.

Die Spezialweichmacher aus der Lincol-Produktreihe werden vor allem in Kombination mit Synthesekautschuken wie ACM, AEM, CR, BR, SBR und EPDM verwendet. Die Lincol-Produkte zeigen sowohl bei hohen als auch bei niedrigen Temperaturen eine ausgezeichnete Leistung und wirken sich zudem positiv auf den Druckverformungsrest aus. Die Polyplastol-Produkte sind Verarbeitungshilfsmittel für Kautschukmischungen, mit denen vielfältige Effekte erzielt werden können. Sie dienen z.B. der Verbesserung der Fließeigenschaften und Trenneffekte, erleichtern das Extrudieren, Kalandrieren sowie Spritzgießen und können auch zur Oberflächenveredelung von Kautschukartikeln eingesetzt werden. Die Vertriebskooperation erstreckt sich über die Regionen Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Rumänien.

K 2019: Halle 8b, Stand A61

10.09.2019
Neue Silikonlösungen

Auf der K stellt Momentive Performance Materials Inc. eine Reihe neuer Silikontechnologien vor, darunter Silikonelastomere, Spezialsilane und Beschichtungen.

Erstmals gezeigt wird eine 2K-Formierungszelle zur Herstellung eines Smartphone-Halter-Prototyps "Butterfly". Diese Zelle wird einen Kunststoffrahmen auf Basis des Polycarbonats Apec® 1745 von Covestro mit dem neuen Silopren LSR 2759 von Momentive in einem zweiten Schritt umspritzen. Das Ergebnis ist ein Smartphone-Halter mit ausgezeichneter primerloser Haftung zwischen PC und Silikonkautschuk, der zur Befestigung an einer car´s Lüftungsklappe bereit ist. Mit einer Zykluszeit von nur 40 s können die Besucher ein Teil frisch aus der Maschine holen. Das gesamte Demo-Design, die Einrichtung und Implementierung erfolgt durch Elmet, das auch das 2K-Werkzeug-, Automatisierungs- und LSR-Dosiersystem TOP 5000 P baute. Das Setup wird auf einer 2K-Spritzgießmaschine SmartPower 120" mit Roboter von Wittmann-Battenfeld durchgeführt. Mit dem selbstklebenden LSR von Momentive können nun zahlreiche Funktionserweiterungen für eine Reihe neuer Produktdesigns vorgenommen werden. Die neue Silopren LSR 27x9-Familie von Momentive bietet primerlose Haftung auf vielen PC-, PBT- und Copolyester-Substraten in kommerziellen Hart-Weich-Kombinationen. Die Spezialsilane von Momentive bieten Schlüsselrezepturen, darunter TOSPEARL* 120 FL Kugelperlen, die eine hohe thermische Stabilität und niedrige Oberflächenenergieeigenschaften bieten können, was sie für den Einsatz in BOPP-Folien prädestiniert, bei denen Gleit- und Antiblockier-Eigenschaften erforderlich sind. TSR 9000 sphärische Silikonkugeln sind ein vielseitiges Additiv, das zur Verbesserung der optischen Lichtstreuung beitragen kann.  Weitere Vorteile sind die Hitzestabilität und ein niedriger Brechungsindex. PEarlene* SiPC MB01 ist ein Silicongummi-Masterbatch, angereichert mit einem Polycarbonat, das bei der Extrusion von Kunststoffcopolymeren und Elastomerformulierungen eingesetzt wird. Insgesamt bieten die Masterbatches eine verbesserte Verarbeitbarkeit sowie Kratz- und Kratzfestigkeit bei der Compoundierung oder Extrusion bestimmter Kunststoffe. Mit den SilFORT*-Beschichtungen können Kunststoffe und Polymere Glas und Metall in anspruchsvollen Außen- und Innenanwendungen ersetzen, einschließlich Automobil-, Architektur- und Touchscreen-Displays. SilFORT-Beschichtungen bieten einen sehr guten UV-Schutz und eine hervorragende Abriebfestigkeit, Chemikalien- und Lösungsmittelbeständigkeit sowie Unterstützung von Kunststoffen bei der Aufrechterhaltung von Farbe, Glanz und Lichtdurchlässigkeit für eine langlebige Leistung und Haltbarkeit.  Die Beschichtungen ermöglichen den verstärkten Einsatz von Kunststoffen für Anwendungen, die Designflexibilität und Gewichtseinsparungen erfordern. Der SILFORT AS4700 Hartbeschichtung kombiniert hervorragende Abriebfestigkeit und verlängerte Witterungsbeständigkeit mit einer Lichtdurchlässigkeitsraten von bis zu 93%. Diese neue Beschichtung ist ideal für Anwendungen mit hoher Übertragungsrate, wie z.B. autonome Antriebssensoren und LIDAR-Empfänger.

K 2019: Halle 6, Stand B15

Momentive Performance, K2019.
Momentive Performance, K2019.
02.09.2019
VMQ-Werkstoffe nach chinesischem GB-Standard

Die bewährten VMQ-Werkstoffe 70 VMQ 117055 und 60 VMQ 117117 von Freudenberg wurden erfolgreich auf ihre Konformität mit den chinesischen Regularien getestet.

Damit wir Lebensmittel wirklich genießen können, wollen wir sicher sein, dass diese frei von schädlichen Stoffen sind. Um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten, müssen nicht nur die Lebensmittel selbst, sondern auch die Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, besonders strengen Kriterien genügen. Dies gilt auch für Dichtungswerkstoffe. In China wurden im Jahr 2016 mit den beiden Normen GB 4806 und GB 9685 spezifische Standards geschaffen, die von den bestehenden maßgeblichen amerikanischen und europäischen Regelungen abweichen. In einer Positivliste der chinesischen Norm GB 9685 ist festgelegt, welche Inhaltsstoffe Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, enthalten dürfen. Eine Vielzahl dichtungsrelevanter Inhaltsstoffe, die konform nach 21 CFR 177.2600 der U.S. Food & Drug Administration (FDA) und nach europäischer EU (VO) 1935/2004 sind, ist hier nicht gelistet. Dies betrifft vor allem den Bereich der Elastomere. Für eine globale Lebensmittelfreigabe müssen daher neue Materialmischungen entwickelt bzw. bewährte Materialien auf ihre Konformität mit den Vorgaben geprüft werden. Die grundlegenden Anforderungen an Dichtungswerkstoffe sowie die sensorischen Prüfungen und Migrationstests definiert die Norm GB 4806. Nachdem zuvor schon die beiden neu entwickelten EPDM-Werkstoffe 75 EPDM 386 und 85 EPDM 387 die Tests erfolgreich durchlaufen haben, zeigen sich nach umfangreichen Prüfungen jetzt auch die beiden VMQ-Werkstoffe den Anforderungen der chinesischen Standards gewachsen. So liegen die Silikone z.B. bei der Migrationsmessung in mg/dm2  mit einem Ergebnis von < 1 weit unter dem vorgegebenen Limit von ≤10. Neben den EPDM-Werkstoffen, die sich durch Medienbeständigkeit, ein gutes Verarbeitungsverhalten und eine hohe Lebensdauer auszeichnen, steht für den chinesischen Markt jetzt auch eine fettbeständige Werkstoffauswahl für den Einsatz im Kontakt mit Lebensmitteln zur Verfügung.

02.09.2019
Multilayer löst Dichtungsproblem in der Chemie

Für einen Chemieanlagenbetreiber erfüllte Tec-Joint umfangreiche Anforderungen mit einer maßgeschneiderten Multilayer-Dichtung aus FKM und PTFE und trägt so zu erhöhter Wirtschaftlichkeit und dem Schutz der Umwelt bei.

Dass der Teufel oft im Detail steckt, zeigt sich bei vielen Anwendungen. Nur mit dem richtigen Sachverstand lassen sich heute viele Aufgabenstellungen mit einfachen Mitteln lösen. Chemieanlagen sind aufgrund der zahlreichen Gesetze und Normen und klaren Vorgaben bei der Montage der Dichtungen ein solcher Anwendungsbereich. Zudem kann jeder ermessen, welches Schadenspotenzial eine chemische Anlage in Ballungsräumen hat, wenn Dichtungen versagen. Hier ist Expertenwissen und Erfahrung unabdingbar. Bei einem Projekt für eine Chemieanlage lag deshalb ein umfangreiches Anforderungsprofil vor. Das Material musste einem breiten Spektrum an Chemikalien standhalten, bis ca. 180 °C temperaturbeständig sein und eine hohe Witterungs- und Alterungsbeständigkeit sowie Flammwidrigkeit haben. Deshalb wurde zunächst ein FKM-Werkstoff gewählt. Im Verlauf der Projekt-Gespräche stellte sich allerdings heraus, dass die Anlagen von Zeit zu Zeit mit Heißwasserdampf gereinigt werden, was eine abbauende Wirkung auf die gewählte FKM-Dichtung hat und somit ein Risiko darstellt. Dank jahrzehntelanger Erfahrung und hohem Produktions-Know-how von Multilayern wurde eine Lösung entwickelt, die aus der Kombination der FKM-Dichtung mit zwei Lagen PTFE-Folien besteht. Ein weiterer Vorteil ist dabei die Anti-Haftungswirkung des PTFE, sodass die Dichtungen im Fall der Revision unproblematisch vom Flansch zu lösen sind und die Oberflächen bei der Demontage nicht beschädigt werden.
 

Tec-Joint AG, Multilayer für Chemie. (iStock_Traimak_Ivan)
Tec-Joint AG, Multilayer für Chemie. (iStock_Traimak_Ivan)
02.09.2019
Nachhaltige Materialien im Fokus

Auf der K 2019 zeigt Kuraray das recycelbare Barriereharz Eval, die biobasierten TPE-Rohstoffe Septon Bio sowie sein breites Materialspektrum.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind ein zentrales Thema für die Kunststoff- und Kautschukindustrie. Moderne Werkstoffe müssen sich nachhaltig produzieren und biologisch abbauen lassen oder recycelbar sein. Gleichzeitig müssen die Materialien den hohen Ansprüchen der Industrie gerecht werden – etwa zur mechanischen Belastbarkeit. Die Septon Bio-Series umfassen eine Reihe hochelastischer biologischer TPE-Rohstoffe mit sehr guter Fließ- und Haftfähigkeit, hoher Grip-Performance sowie einem im Vergleich zu herkömmlichen HSBC-Materialien verbesserten Dämpfungsverhalten. Die neuen Materialtypen des EVOH-Copolymers Eval lassen sich dank niedrigem Ethylengehalt einfach recyceln, ermöglichen geringere Schichtdicken und schützen Lebensmittel als Verpackungsmaterial optimal vor Luftsauerstoff. Das Biopolymer Plantic wird zu 80% aus Maisstärke hergestellt. Mit seiner hohen Sauerstoffbarriere ermöglicht es leistungsfähige Verpackungen, die komplett biologisch abbaubar sind. Die PVA-Folie Monosol ist biologisch abbaubar und löst sich komplett in Wasser auf. Das Material kann Einweg-Kunststoffverpackungen in vielen Bereichen ersetzen und Plastikmüll vermeiden. Die wasserlöslichen Polyvinylalkohole Mowiflex bauen sich in kürzester Zeit in Frischwasser ab - bestätigt vom TÜV Austria  - und sind für umweltschonende Anwendungen vom 3D-Druck bis zum Lost-Core-Verfahren geeignet. Darüber hinaus informieren die Kuraray-Experten auf der K 2019 auch zu ihrem breiten Programm an weiteren leistungsfähigen Materialien – etwa zu dem Elastomer Hybrar mit seinen außergewöhnlichen schall- und schwingungsdämpfenden Eigenschaften oder zum Acryl-Block-Copolymer Kurarity, das sich mit seiner Reinheit besonders für Lichtleiteranwendungen eignet. Zudem können sich Besucher von der außergewöhnlichen Belastbarkeit des Polyamidharzes Genestar überzeugen, das sich mit seiner Hitzebeständigkeit hervorragend für KFZ-Steckverbindungen eignet.

K 2019: Halle 7a, Stand D06

Kuraray Europe GmbH, Septon Bio/ Eval.
Kuraray Europe GmbH, Septon Bio/ Eval.
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