Die „Chemie“ muss stimmen

Diesen Prozess durchläuft man beim agilen Entwickeln, inkl. aller Hürden, gemeinsam – da hilft es, wenn die „Chemie“ zwischen den Partnern stimmt (Bild: istock_BeeBrigth)

18.11.2021 Die „Chemie“ muss stimmen

Bei der Entwicklung von Multilayern und Formteillösungen betritt Tec-Joint in Entwicklungspartnerschaften immer wieder Neuland. Damit solche Projekte zum Erfolg führen, sind neben Material- und Fertigungskompetenz verschiedene weitere Skills gefragt.

Bei Dichtungs- und Formteil-Projekten werden heute standardmäßig verschiedene Lösungsansätze verifiziert. Begannen früher viele Projekte mit Lastenheften bzw. Zeichnungen und/oder genauen Beschreibungen der benötigten Teile, fehlen diese heute, wenn produktseitig Neuland betreten wird. Dann kann man weniger auf Erfahrungen und Erkenntnisse aus bereits realisierten Lösungen zurückgreifen und entwickelt zunehmend agil. Das ist zwar noch kein Standard, nimmt aber im Zuge technischer Trends, wie z.B. der New-Mobility, zu. Lieferanten, wie die Tec-Joint AG, werden dabei früher als bisher als Entwicklungspartner in den Prozess eingebunden. Der gemeinsame Weg von der Idee zum Produkt stellt verschiedenste Anforderungen an alle Beteiligten. Dabei sind Material- und Fertigungskompetenz sowie umfangreiche Testmöglichkeiten natürlich Kriterien bei der Auswahl des Entwicklungspartners. Genauso wichtig ist es aber, dass die „Chemie“ zwischen alle Projektbeteiligten stimmt. Wenn gemeinsam eine Lösung – meist über mehrere Iterationsstufen – entwickelt wird, sind unerwartete Probleme zu lösen und auch mal Rückschläge zu verkraften. Parallel dazu definieren Budgets, Time-to-Market-Anforderungen, einzuhaltende Normen und Gesetze etc. meist enge Grenzen. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass neue Produktanforderungen während des Entwicklungsprozesses gerade gefundene Lösungsansätze infrage stellen. Solche Hürden lassen sich in Projekten in der Praxis aber vertrauensvoll überwinden, wenn die Chemie in jeglicher Hinsicht stimmt.

Ein Beispiel: Bei einem Projekt für die thermomanagementgerechte Ausstattung von Batterie-Stacks musste es – wie üblich – schnell gehen und die Budgets waren begrenzt. Aus verschiedenen Gründen gab man einer geklebten Multilayerlösung den Vorzug vor dem flüssigen Auftrag eines Thermomaterials. Im Zuge verschiedener Leistungstests und durch Konstruktionsanpassungen wurden die Materialzusammensetzungen mehrmals geändert. Gleiches galt für die Form des Multilayer. Relativ spät wurden die Anforderungen an den Brandschutz, z.B. gegen Thermal Runaway, so verändert, dass materialseitig noch mal „nachgelegt“ werden musste. Das Multilayerkonzept von Tec-Joint spielte hier seine Vorteile hinsichtlich Flexibilität und Kombinierbarkeit verschiedener Materialien aus. Und da man immer die spätere Serienproduktion im Blick hatte, gab es dann weder technische noch qualitative oder preisliche Überraschungen. Die Chemie stimmte nicht nur beim Multilayer, sondern auch im gesamten partnerschaftlichen Projektverlauf, mit dem alle Anforderungen agil erfüllt wurden.