Neue Möglichkeiten bei der Entwicklung von Membranen aus PTFE

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Bärbel Schäfer

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Weitere Fachartikel aus DICHTUNGSTECHNIK JAHRBUCH 2007:

Rohstoffe, Werkstoffe, Schmierstoffe :

In der letzten Zeit werden vor allem im Bereich des Ingenieur- und Rohrleitungsbaus vermehrt quellfähige Materialien eingesetzt. Die am Markt etablierten Materialien können in die vier Werkstoff gruppen Bentonit, Acrylat, additiviertes Polyurethan und additiviertes Gummi eingeteilt werden. Die allgemein auch als »Quellgummi« bezeichneten Materialien dienen beispielsweise im Bereich des Ortbetonbaus zur Abdichtung von Wand/SohleVerbindungen. [...]

Dipl.-Ing. Holger Wack, Dipl.-Ing. Damian Hintemann, Dipl.-Ing. Uwe Großmann, Dipl.-Ing. Jürgen Bertling (Fraunhofer UMSICHT)

Wirtschaftlich und leistungsfähig - Das robuste EVM-Elastomer kann seine Vorteile nun auch in spritzgegossenen Artikeln voll ausspielen.

Dichtelemente aus elastomeren Werkstoff en müssen im Einsatz erhebliche Belastungen überstehen – durch hohe Anpressdrücke und Betriebstemperaturen, meist sogar in Gegenwart aggressiver Medien. Daher ist der Dichtungssektor ein ideales „Spielfeld“ für  Hochleistungskautschuke – sofern sie sich im Spritzgussverfahren verarbeiten lassen. Durch aufwendige Versuche konnte gezeigt werden, wie auch das bewährte EVM-Elastomer Levapren® mit exzellenten Ergebnissen für dieses effektive Fertigungsverfahren herangezogen werden kann.

Dr. Hans Magg (Lanxess Deutschland GmbH)

Keimfreiheit ist eine grundlegende Voraussetzung für Anlagen der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie. Diese Produktionsanlagen bestehen jedoch nicht nur aus ideal geeignetem Edelstahl, eingesetzt werden auch Kunststoffe und Betriebsstoffe wie Schmierfette. Nach der europäischen Maschinenrichtlinie 98/37 dürfen Lebensmittel nicht mit Betriebsstoffen in Berührung kommen. Dafür sorgen Dichtungen und trennen zuverlässig Lebensmittel von Betriebsstoffen bzw. dichten die Anlage nach außen hin ab. [...]

Nicole Schneider, Christian Geubert (Freudenberg Process Seals GmbH & Co. KG)

Die wahre Leistungsfähigkeit von Werkstoffen zeigt sich erst in der alltäglichen Anwendung. Dabei kann es auch positive Überraschungen geben: TFM™ PTFE, ein modifiziertes PTFE, erreicht in immer mehr Disziplinen neue Bestmarken. Das gilt insbesondere für die Reduzierung des Kaltflusses (Deformation unter Last) genauso wie für die Verringerung der Kriechneigung unter Zugbelastung. Diese optimierten Eigenschaften kommen in immer mehr maßgeschneiderten Werkstofftypen zum Einsatz und eröffnen den Anwendern so eine breite Palette an neuen Einsatzmöglichkeiten. [...]

Dipl.-Ing. Erik Peters, Dipl.-Lab.-Chem. Erich Kipping (Dyneon GmbH & Co. KG)

Ausgehend von einer breiten Palette von Basiskunststoffen können heute Polymerschäume hergestellt werden, die sich aufgrund ihrer niedrigen Dichte in Verbindung mit guten mechanischen Eigenschaft en einer wachsenden Beliebtheit erfreuen. [...]

Dr. Jürgen Weidinger (Wacker Chemie AG)

Silicon-Elastomere lösen Dichtungsprobleme imTemperaturbereich von -40 °C bis +180 °C. Neue Entwicklungen im Bereich derMischungstechnologie erlauben es mit speziellen Hitzestabilisatoren in bisherkritische Anwendungsgebiete vorzustoßen. Der Konstrukteur ist somit in der LageSilicon-Kautschuk als idealen Werkstoff für Lösungen im Temperaturbereich von-80 °C bis zu +300 °C einzusetzen. [...]

Ralf Stoffels (BIW Isolierstoffe GmbH)

Rohrleitungen und Behälter kommen üblicherweise nicht ohne lösbare Verbindungen aus. Solche Flanschverbindungen werden mittels Schrauben und Muttern verspannt, hierbei wird die eingelegte Dichtung verpresst. Die Flanschverbindung muss einfach und schnell verschraubt und gelöst werden können, aber vor allem mit hoher Sicherheit und auf Dauer technisch dicht sein. Dabei haben die drei Komponenten Flansche, Schrauben/Muttern und Dichtung für die zuverlässige Funktion den gleichen Stellenwert. Die Dichtung macht hierbei zumeist nur einen sehr geringen Teil der Kosten aus. Die kostengünstigste Möglichkeit zur Steigerung der Qualität des Systems Flanschverbindung ist daher die Spezifikation einer hochwertigen Dichtung, und damit ist sicher nicht nur hochwertig im Sinne der TA Luft gemeint. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Rainer Zeuß (SGL Technologies GmbH)

Zellige Stoffe wie Kork, Balsaholz oder Zellulose sind seit jeher wichtige Werkstoffe. Gute thermische und akustische Isolierung, hohes Dämpfungsvermögen und geringes Gewicht führen zu zahlreichen technischen Entwicklungen – so auch in der Gummiindustrie zu Moosgummi. [...]

Dr. Ulrich Zrunek (Zrunek Gummiwaren Gesellschaft mbH)

Welchen Einfluss hat der dynamische Lasteintrag beim Einbau mineralischer Dichtungen auf die Durchlässigkeitsbeiwerte? Dieser Frage wurde speziell für das inzwischen in der Praxis bewährte Dichtungsmaterial „Trisoplast“ nachgegangen. Das Ergebnis: Nach den in Versuchen aufgebrachten dynamischen Belastungen liegen die Durchlässigkeitsbeiwerte in dem für das Material üblichen Bereich. Allerdings hat die Einbaudichte einen Einfluss auf die Durchlässigkeit. [...]

Dipl.-Ing. (TU) Wolfgang Behrens (TD Umwelttechnik GmbH & Co. KG), Dipl.-Ing. Rainer Haschke (G.U.B. Lausitz GmbH), Dr.-Ing.Dietmar Grießl (G.U.B. Ingenieurgesellschaft mbH)

Für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb bedürfen Hochdruckgleitringdichtungen der Bildung eines Flüssigkeitsfilms im Dichtspalt, der durch einen hydrostatischen Druck aufgebaut wird. Der Ausfall des Flüssigkeitsfilms führt über den Mischreibungszustand zum Trockenlauf, wodurch das Dichtungssystem innerhalb kürzester Zeit versagt. Im Folgenden werden Möglichkeiten zur Vermeidung des Trockenlaufs bzw. Optimierung des Mischreibungszustandes aufgeführt. Als Lösungsansätze werden Gefügeoptimierung durch gröberes Gefüge, Eintrag von Poren (Schmiertaschen), Verstärkung durch Sekundärpartikel als Festschmierstoff  sowie Laserstrukturierung der tribologischen Wirkfläche und Beschichtungen aufgeführt. [...]

Dr. Rasim Yarim, Josef Kracker, Dr. Christoph Lesniak, Sven M. Schweizer (ESK Ceramics GmbH & Co. KG)

Grob vereinfacht ausgedrückt, lassen sich die Aspekte der  Schmierstoff Elastomer-Kompatibilität in zwei Klassen einteilen. Die erste Klasse definiert sich durch die physikalischen oder chemischen Wechselwirkungen zwischen dem Schmierstoff  und dem Elastomer, die unter statischen oder nahezu statischen Bedingungen auftreten. In diese Klasse würde etwa der unmittelbare chemische Angriff  der Schmierstoffbestandteile auf die Elastomermatrix fallen, der zum Verlust der Leistung der Verschlüsse, Dichtungen oder Schutzkappen führt, die aus dem Elastomer hergestellt werden. Die zweite Klasse wird durch die kombinierten Effekte der Schmierstoff -Elastomer-Wechselwirkungen und der angewendeten dynamischen Beanspruchung definiert. [...]

Simon M. N. Peal (Lubrizol Deutschland GmbH)

Bei der Entwicklung von Schmierstoff en ist eine Vielzahl von Anforderungen zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen dabei zunächst die augenscheinlichen Primärfunktionen, die der  Schmierstoff  übernehmen muss, wie Schmierung von Zahnrädern, Kolben und Lagerstellen, Verschleißschutz, Korrosionsschutz, Übertragen hoher Drücke, Ableiten von Wärme und Abriebpartikeln, Gewährleistung einer möglichst langen Lebensdauer sowie die Abdichtung des Systems (Schmierspalte). Diese Funktionen werden durch aufwendige mechanisch-dynamische Prüfstandstests sowie chemisch-physikalische Untersuchungen bei der Entwicklung berücksichtigt. [...]

Dr. Jürgen Braun (FUCHS EUROPE Schmierstoffe GmbH)

Es sind auf dem Elastomergebiet einfache Bestimmungsmöglichkeiten bekannt, welche ein ganz bestimmtes Elastomer erkennen lassen, wie z.B. der Funkentest bei den Metallen. Die nachfolgenden Ausführungen sollen dem Anwender von Elastomeren erlauben, mit einfachen Mitteln eine grobe Elastomererkennung durchzuführen. [...]

Christian Krebs ( Dätwyler Schweiz AG)
Membrantechnologie :

Homogener Aufbau mit High-End-PTFE führt zu langlebigen Bauteilen. Traditionell werden vom Konstrukteur Membranaufgaben mit Gummi-Gewebe-Konstruktionen gelöst. Doch fast alle Verbundbauteile lassen sich durch homogene PTFE-Membranen ersetzen. Optimierte Geometrien lassen sich  spanabhebend herstellen. Bestehende Vorurteile hinsichtlich Beweglichkeit und Einsatzgrenzen können getrost über Bord geworfen werden. Bisherige Nachteile wie Ablösung, Faserrisse oder Weißbruch werden vermieden, Entwicklungszeiten und -kosten deutlich gesenkt. Der Einsatz der neuesten Werkstoff e schraubt die Biegewechselfestigkeit in atemberaubende Höhen. [...]

Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Stefan Bock (ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH)

Elastomermembrane sind spezielle Dichtelemente, welche zwei Räume mittels einer elastisch beweglichen Trennwand gegeneinander abdichten. Elastomermembrane vereinen somit verschiedene Dichtfunktionen in einem Bauteil:

  • dynamische Abdichtung der zwei zu trennenden Räume
  • statische Abdichtung im Einspannbereich [...]
Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Abt (Helsacomp GmbH)

Membranventile werden aufgrund ihrer Totraumfreiheit in immer mehr Gebieten der Pharma-, Food- und Biotechindustrie eingesetzt. Die steigenden zu erreichenden Schaltzahlen von Membranen erlauben es immer häufiger solche Ventile auch in  Abfüllanlagen einzusetzen.

Immer häufiger werden solche Ventile eingesetzt, um Säfte, Pharmaka oder andere Produkte in hohen Stückzahlen abzufüllen. Dabei erreichen die Ventile Schaltzahlen von bis zu 500.000 pro Monat. Umso wichtiger ist es die Schaltzahlen verlässlich auf ein hohes Niveau zu bringen. [...]

Dr.-Ing. Gregor Gaida (Freudenberg Process Seals GmbH & Co. KG)
Statische Dichtsysteme:

Maximale Sicherheit bei optimaler Flexibilität. Das neue System zeichnet sich neben höchster Flexibilität und Sicherheitsleistung durch extrem schonende Abdichtung und verkürzte Montagezeiten aus.

Das Herzstück ist das  „Double Profi le System“ DPS. Durch diese beidseitige, asymmetrische Profilierung der Stahlringe auf der Innenseite des Dichtungseinsatzes kommt es zu einer wesentlich effizienteren Gummiverformung. [...]

Petra Worsch (DOYMA GmbH & Co.)

In der Dichtungswelt wurde kaum eine Thematik in den letzten Jahren mehr strapaziert als die Einhaltung der von der TA Luft  geforderten Leckage. Mittlerweile ist dem gesamten Markt recht gut bekannt, dass es sich bei den „zertifizierten Leckagen“ um zwar interessante, jedoch kaum auf die Praxis übertragbare Laborergebnisse handelt. Die in der VDI 2440 konkret genannten 10-4 mbar*l/(s*m) stellen eine Leckagegrenze dar, die bei einem bar Differenzdruck nicht überschritten werden darf. Sowohl das Prüfgas Helium als auch die geringen Messwerte machen bei der Detektion der Leckagemenge den Einsatz eines Massenspektrometers notwendig. Damit erschöpfen sich die Unterschiede zur Praxis noch lange nicht. Die in der rauen Welt der Rohrleitung angewendeten Montagemethoden weichen extrem weit von denen im Labor ab. [...]

Dipl.-Ing. Marco Schildknecht (Frenzelit-Werke GmbH & Co. KG)

Dichtungen müssen heute Alleskönner sein. Sie müssen Druck- und Temperaturwechsel mitmachen, sollen nach Möglichkeit gegen alle Chemikalien beständig sein und dürfen keine Leckage über die gesamte Lebensdauer des abzudichtenden Bauteils zulassen. [...]

Dipl.-Ing. Reinhold Seemann (Garlock GmbH)

Lebensmittel, pharmazeutische und milchverarbeitende Industrien setzen seit vielen Jahren Edelstahl-Clamp-Verbindungen ein. Diese bestehen aus zwei Flanschen mit eingedrehter Nut einer Elastomer-Formdichtung, sowie einer einstellbaren zwei- oder dreiteiligen Klemm-Keilringverschraubung. [...]

Dipl.-Ing. Friedrich Güldenberg (Garlock GmbH)

Kontaktelemente bilden einen sehr entscheidenden Anteil im Transport und in der Verteilung von Elektrizität. Für die Kontakterstellung muss an allen Verbindungspunkten ein Kontaktelement vorhanden sein, um die notwendige Stromübertragung zwischen zwei Kontaktflächen zu gewährleisten. [...]

Maria Honsel (Bal Seal Engineering in Deutschland)

Teflon®  FEP ummantelte O-Ringe – die Abkürzung Teflon® FEP steht für Tetrafluorethylen Hexafluorpropylen. Die Eigenschaften der Teflon® FEP ummantelten O-Ringe ähneln denen der PTFE ummantelten. Der wesentliche Vorteil der neuen Ausführung ist die Elastizität der O-Ringe. So können die Teflon® FEP ummantelten O-Ringe in den unterschiedlichsten Situationen im Bereich der Chemie-, Pharma-, Lebensmittelindustrie sowie der Medizintechnik eingesetzt werden. Die Elastizität erlaubt den Gebrauch auch für Anforderungen in anspruchsvollen Einsatzbereichen. [...]

Richard Döllinger (Reiff GmbH Technische Produkte)

Abdichtungen in Kabelschächten und Mauerdurchführungen gleich welcher Art sollen grundsätzlich das Eindringen von Feuchtigkeit durch die auf Dauer schädigende Wirkung auf Bauwerke und Innenräume verhindern. Dabei bedient man sich zweckmäßig hinsichtlich Planung, Dimensionierung und Ausführung der Baumaßnahme der in den technischen Regelwerken aufgeführten Methoden. Hier beanspruchen die Abdichtungsarbeiten bei der Bauwerksumsetzung in der Regel einen verschwindend geringen Anteil an den Gesamtkosten des Bauprojektes. Der sich für eine Abdichtung und deren anschließende Nutzung ergebende Gebrauchswert lässt sich häufig erst im Schadenfall mit den damit verbundenen Kosten ermessen. [...]

Dipl.-Ing. Christian Mühlhause (Dipl.-Ing. Dr. E. Vogelsang Kunststoff - und Korrosionsschutzwerk GmbH & Co. KG)

Wenn Heizungen nicht optimal gedämmt sind, erzeugen sie störende Geräusche und verlieren Wärme.

Mit einer fachgerechten Dämmung erreicht man, dass der Wärmeaustritt minimiert und die Geräusche so reduziert werden, dass die Heizgeräte in Wohnbereichen installiert werden können. Zur Verminderung der Dröhngeräusche von Heizgeräten können Schwerschichtfolien außen auf den Stahlgehäusen der Geräte eingesetzt werden. [...]

Georg Butzküben, James Dieg, Stefanie Weber (Ten Cate Enbi GmbH)

Oft müssen Kabel in einen Prozessraum geführt werden. Die Durchtrittsstellen am Gehäuse sind hermetisch abzudichten, damit kein Prozessfluid ein- oder ausströmen kann. Ein Beispiel ist eine Kabeldurchführung von einer Messelektronikplatine in einem geschlossenen Gehäuse zu einem Temperatursensor im Prozessraum. Wird die Durchtrittsstelle unter widrigen Bedingungen betrieben und beispielsweise wechselweise mit Vakuum bzw. stoßweise mit Sattdampf und Wasser unter Druck gesetzt, versagen herkömmliche Kabeldurchführungen. [...]

Dipl.-Ing. Claus Gerald Pflüger, Prof. Dr.-Ing. habil. Werner Haas (Universität Stuttgart Institut für Maschinenelemente)

Die neuen Hybrid-Dichtungen eignen sich hervorragend für statische oder gering dynamische Anwendungen. Durch die Kombination und den Verbund von FKM als Füllstoff  innen und FFKM als äußere Hülle wurde eine flexible und sehr beständige Dichtung geschaffen. Das Diffundieren eines Mediums ist nicht möglich, außer die ca. 0,5 mm Außenschicht aus FFKM wurde verletzt bzw. das FFKM ist gegen das Medium nur bedingt beständig. Die Temperaturen werden durch den FKM Kern auf max. +240°C eingeschränkt. [...]

Ewald Klausberger (CIMAKA International GmbH)
Dynamische Dichtsysteme:

Mit der im Jahre 2002 verfassten technischen Anleitung (TA) Luft wurden die Anforderungen an Dichtungssysteme für umweltbelastende Medien erhöht. Im Jahre 2007 endet eine Frist, in der nachgewiesen werden muss, dass auch Altanlagen diesem Standard entsprechen. Kritisch sind diese Regelungen vor allem für dynamische Dichtstellen wie die Wellenabdichtungen von Pumpen. [...]

Andreas Bachmann (Maag Pump System Textron AG)

Die Dichtflächen von Gleitringdichtungen werden von der abzudichtenden Flüssigkeit geschmiert. Befinden sich abrasive Partikel in der Flüssigkeit oder kommt es zum Trockenlauf, verschleißen selbst extrem harte Dichtflächen aus Siliziumkarbid. Eine etwa 5 μm dicke Schicht aus Diamantkristallen, die fest auf der Dichtfläche haftet, schützt die Dichtflächen zuverlässig vor Verschleiß. [...]

Dr. Günter S. Müller (Hecker Werke GmbH & Co. KG)

In vielen Bereichen des Fahrzeug- und Maschinenbaus ist es notwendig, Flüssigkeiten unter hohem Druck abzudichten. Eine Anwendung hierfür ist die Einführung von Hydrauliköl für Spannsysteme in Rundtische von Werkzeugmaschinen.

Bild 1 zeigt schematisch den Aufbau eines Drehübertragers an einem Rundschalttisch. Charakteristisch hierfür ist ein eng begrenzter Bauraum, sehr hohe Drücke, wenig Leckage und lange Laufzeiten im Dreischichtbetrieb. [...]

Dipl.-Ing. Markus Henzler, Prof. Dr.-Ing. habil. Werner Haas (Universität Stuttgart Institut für Maschinenelemente (IMA))

Der patentierte umflochtene Elastomerschlauchkern gibt der Dichtung Flexibilität und Rückstellvermögen in dynamischen und statischen Anwendungen. Die Haupteinsatzgebiete als dynamische Abdichtung sind in Mischern, Rührwerken, Autoklaven, Filtern, Refinern, Knetern und Schaufeltrocknern zu finden. [...]

Peter Wicklmayr (ProPack Dichtungen & Packungen GmbH)

Ein gutes und sicheres Führungssystem in Hydraulikzylindern entlastet die Dichtungen und Abstreifer von Führungsfunktionen und gibt dem Gesamtsystem Sicherheit, Stabilität und Zuverlässigkeit. Kunststoff-Führungen haben sich dabei weitestgehend gegen metallische Führungen in Zylindern durchgesetzt, da sie eine Vielzahl von Vorteilen aufweisen. Zur Gruppe der Kunststoff-Führungen zählen die Gewebeverbundwerkstoffe, oft auch als Composites bezeichnet. Die fachgerechte Auswahl und Verwendung schützt den Anwender vor Fehlern, die Funktionsstörungen oder Ausfall des Dichtsystems zur Folge haben können. Als wichtiges Element des tribologischen Systems „Dichten-Führen-Abstreifen“ muss den Führungen daher die gleiche Aufmerksamkeit bei der Auswahl und Anwendung wie den Dichtungen gewidmet werden. [...]

Dipl.-Ing. VDI Helmut Weiß (Fluid Sealing Consult)

Steigende Umweltauflagen und die Forderung nach Senkung der Betriebskosten machen das Betreiben von Prozessanlagen immer komplexer. Gleichzeitig zeigen Umgebungsmessungen, dass Emissionen schuld an unnötig hohen Prozess- und Wartungskosten, sowie Umweltbelastungen sind. Hauptursache dafür sind undichte Armaturen und Flansche, die primäre Quellen von Emissionenflüchtiger organischer Verbindungen (VOC) in Prozessanlagen darstellen. Aktuelle und zukünftige Gesetze, wie z.B. die Richtlinie TA Luft  sollen daher die Verringerung dieser VOC-Belastung überwachen und durchsetzen. [...]

Stefan Danner, Dipl.-Ing. (FH) Beatrix Isermann (Burgmann Industries GmbH & Co. KG)

In der vorliegenden Arbeit werden Untersuchungen an innovativen Dichtelementen vorgestellt, deren Einsatz es ermöglicht, die Reibleistung und das Reibmoment von PTFE-Manschettendichtungen erheblich zu reduzieren. Die hierfür notwendigen experimentellen Untersuchungen konzentrierten sich auf Ansätze zur  Reduktion von Reibung, Verschleiß und Verkokung, durch die kontinuierliche Benetzung der Dichtstelle mit einem Schmierfilm. Dies wird durch Überlagerung von Rückförder- und Förderstrukturen ermöglicht. In den Tests wurden Reibmomente konventioneller und mit Förderstrukturen präparierter PTFE-Dichtungen für Öltemperaturen von 80 °C und 130 °C verglichen. [...]

Dr.-Ing. Thomas Kletschkowski (Helmut-Schmidt-Universität Universität d. Bundeswehr Hamburg)
Kleb- und Flüssigdichtsysteme :

Die stetig steigende Leistungsdichte im Antriebsstrang, hohe Materialausnutzung und Zuverlässigkeitserwartungen, sowie der Druck zur Wirtschaftlichkeit und Automatisierung zwingen zu vermehrtem Einsatz der Klebtechnologie auch im Bereich der mechanischen Antriebstechnik. Die Anwendung von Kleb- und Flüssigdichtmitteln zur zuverlässigen und wirtschaftlichen Abdichtung von tragenden Strukturen und Anbauteilen (Getriebe-, Motorengehäuse) hat sich wegen der hohen konstruktiven Flexibilität, des enormen Rationalisierungspotentials und der Integrationsfähigkeit im modernen Automatisierungsumfeld durchgesetzt.

Der Beitrag vermittelt einen Überblick über die Technologie und die konstruktiven Anforderungen und fasst wesentliche Konstruktionshinweise sowie Ansätze zur Auslegung und Dimensionierung von Dichtverbindungen und zur Beurteilung ihrer Zuverlässigkeit unter Betriebsbedingungen zusammen. [...]

Dipl.-Ing. Renate Kreuzer, Dr.-Ing. Georges Romanos (HENKEL KGaA)

Im Mittelpunkt stehen die Anwender von Flüssigdichtungen aus den verschiedensten Branchen - von der Automobilindustrie bis zur Elektroindustrie. Ihre Anforderungen an Dichtsysteme sind hoch. Die Lösungen am Markt erweisen sich als vielseitig und komplex. Aber welches System ist das Richtige? An dieser Stelle setzt der Beitrag von Franz-Josef Giesen an. Mit einem eigens entwickelten Schema erleichtert er dem Anwender die richtige, direkte Dichtungsauswahl. [...]

Franz-Josef Giesen (Rampf Giessharze GmbH & Co. KG)

Seit rund 50 Jahren sind elastische, chemisch vernetzende Dichtstoffsysteme auf der Basis von Siliconen, Polysulfiden und Polyurethanen im Markt. Während Silicone und Polysulfiddichtstoffe ursprünglich für Bauanwendungen entwickelt wurden, konnten sich die seit den 60iger Jahren bekannt gewordenen Polyurethane relativ frühzeitig auch andere Anwendungen, z.B. in der Transportmittelindustrie und der Allgemeinen Industrie erobern. In den 70er Jahren erkannte man, dass die luftfeuchtigkeitshärtenden Polyurethane auch als elastische, halbfeste Klebstoffe hervorragende Dienste taten, z.B. bei dem heutzutage standardmäßigen Verkleben von Windschutzscheiben für Automobile. [...]

Dr. Manfred Pröbster (Henkel KGaA)

Aufgabe von Sensoren ist es, physikalische oder chemische Kennwerte aufzunehmen und in elektrische Signale umzuwandeln. In einem modernen PKW werden heute bis zu 90 Sensoren verbaut. Sie sind wesentliche Komponenten zur Erreichung der heutigen Standards in Bezug auf Sicherheit und Komfort und ermöglichen die Optimierung des Ressourcenverbrauchs. [...]

Dipl.-Ing. Rainer Dörfler (DELO Industrie Klebstoffe)

Um effektiver zu produzieren und dabei gleichzeitig die Qualität zu erhöhen suchte die MAN Nutzfahrzeuge AG Nürnberg nach neuen Lösungen zum Auftragen von Dichtraupen.

Im Nürnberger Motorenwerk sollte der Montageschritt, die Abdichtung zwischen Motorblock und Schwungradgehäuse, optimiert werden. Anlagenplaner Manfred Singer beschreibt das so: „Die Dichtmasse Silikon wurde klassisch von einem Arbeiter mit einer Pistole auf den Motor aufgetragen.“ [...]

Dipl.-Betrw. Susi Stadler (Stadler GmbH)

Für die prozesssichere Dosierung von hochviskosen Strukturkleb- und Dichtstoffen ist die Reproduzierbarkeit aller Verfahrensparameter entscheidend für das Gesamtergebnis. Das perfekte Applikationssystem muss zudem Änderungen des Fließverhaltens der Produkte tolerieren bzw. die Möglichkeit der einfachen Anpassung an vernetzte Steuerungssysteme bieten. Die Lösung hierfür ist eine exakt volumetrisch dosierende Dispenserpumpe. Diese setzt eine Drehbewegung in einen konstanten, geschwindigkeitsproportionalen Dosierstrom um. Das Regel- und Dosierverhalten ist mit dem eines sich endlos bewegenden Dosierkolbens vergleichbar, wobei als Besonderheit die Möglichkeit der Reversierung der Förderrichtung zusätzliche Anwendungsvorteile eröffnet. [...]

Dipl.-Ing. Georg Senftl (ViscoTec Pumpen-u. Dosiertechnik GmbH)

Die zunehmende  Miniaturisierung industrieller Produkte ist eine Tendenz, die vor allem im Bereich der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik immer deutlicher wird. Dieser Trend setzt sich stetig zu kleineren Bauteilen fort. Beispielsweise müssen kleinste Chips in Fertigungsprozessen transportiert und miteinander verbunden bzw. kontaktiert werden. Fertigungstechnologisch führt dies insbesondere bei der vollautomatischen Herstellung von Komponenten zu völlig neuen Herausforderungen. Dies gilt besonders für das Auftragen von Flüssigkeiten, zum Beispiel von Klebstoff en in kleinsten Mengen, während des Fertigungsprozesses. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Rainer Möst, Dr.-Ing. Stefan Grünwald (PICODOSTEC GmbH)

Foam-In-Place-Dichtungen versprechen gegenüber vorgeformten Dichtungselementen große Kosteneinsparungen. Der Markt bietet verschiedene Verfahren und Materialien, so dass die unterschiedlichsten Aufgabenstellungen gelöst werden können. Eine erste Entscheidungshilfe für die Auswahl des jeweils richtigen Systems soll der folgende Beitrag liefern. [...]

Peter Fischer (Sonderhof GmbH)

Das Lernen von der Natur macht auch im Bereich der Klebstoffe nicht halt. Material- und Werkstoffbionik gewinnen in unserer modernen Zeit immer mehr an Bedeutung, mit dem Ziel der Ressourceneinsparung und dem Lernen von der Natur und Ihrer Lösungen. [...]

Ansgar van Halteren (Industrieverband Klebstofe e.V)
Produktion und Weiterverarbeitung:

Bei der Herstellung von Kunststoffkomponenten ist es von zentraler Bedeutung durch die Einhaltung wesentlicher Produktionsparameter eine gute Produktqualität zu erzielen. Werden z.B. O-Ringe bei der Temperung „bewegt“ ergeben sich unschlagbare Produktionsvorteile – eine Ausschussrate, die gegen Null geht, eine Verkürzung der Prozesszeiten und eine Erhöhung des Durchsatzes. Eine gleichmäßige räumliche Temperaturverteilung während des Tempervorgangs ist eine weitere Voraussetzung. Zusätzlich ist beim Tempern von Siliconprodukten eine definierte Zuluftmenge erforderlich. Freiwerdende Spaltprodukte müssen während des Temperns aus dem Temperofen entfernt werden, um Ablagerungen und Kondensatbildung zu vermeiden. [...]

Dipl.-Ing. Reiner Wiesehöfer (DOYMA GmbH & Co.)

Das Umspritzen von Metallteilen mit thermoplastischen Kunststoffen ist eine etablierte Technik. Der Trend geht jedoch zu immer komplexeren Bauteilen gepaart mit steigenden Anforderungen, wie beispielsweise das dichte Umspritzen von Einlegeteilen. [...]

Dipl.-Ing. Marius Fedler (Kunststof -Institut Lüdenscheid K.I.M.W. NRW GmbH)

Die Anwendung von Kunststoffen als tribologisch beanspruchtes Bauteil gewinnt zunehmend an Bedeutung, zum Beispiel in der Automobilindustrie. Damit steigen auch die Anforderungen an das Reibungs- und Verschleißverhalten dieser Kunststoffe. Eine Möglichkeit der Funktionsoptimierung ist die Einarbeitung schmierwirksamer Substanzen im Kunststoff selbst. Auch die traditionelle Schmierung mit Fetten oder Ölen hat sicherlich in einer Vielzahl von Anwendungen ihre Berechtigung. Eine alternative Methode ist die Beschichtung des Kunststoffbauteils mit reibungs- und verschleißminimierenden Gleitlacken. Die Vorteile und Möglichkeiten, die dem Anwender durch eine Gleitlackbeschichtung geboten werden, sollen nachfolgend aufgezeigt werden. [...]

Marion Karden-Ott (Klüber Lubrication München KG)
Auslegung, Montage und Prüfung von Dichtungen:

Die Industrie wird in den nächsten Jahren ihre Umweltbelastungen weiterhin reduzieren, damit unsere Umwelt für künftige Generationen erhalten bleibt. Neue und überarbeitete Richtlinien wie die EN 1591 und die VDI 2200 geben hierzu die Ziele vor.

Und diese Ziele sind klar definiert: bei allen Arbeiten Verletzungen und Unfälle eliminieren, die negative Beeinflussung von Gesundheit und Umwelt verhindern, Abfälle und Emissionen reduzieren sowie die Ressourcen schonen. Die Dichtungsindustrie hat bereits mit neuen, teils innovativen Produkten auf diese Richtlinien reagiert. Es sind Lösungen, die die Forderungen nach minimalen bzw. Null-Leckagen erfüllen. [...]

Jörg Lindemann (devotec GmbH)

Zur Schadensanalyse einer undichten Flanschverbindung eignet sich die Europäische Norm DIN EN 1591 hervorragend. Sie gestattet, alle Einflüsse auf das Verhalten der Verbindung zu untersuchen. Insbesondere die Verfolgung der Veränderung der auf die Dichtung einwirkenden Flächenpressung von der Montage bis zu den verschiedenen Betriebszuständen ist ein wichtiger Vorteil, den diese Norm erstmalig bietet. Da sich eine Vielzahl von Flanschformen und angeschlossenen zylindrischen, konischen oder kugelförmigen Schalen oder von Blinddeckeln berechnen lassen, können mit dieser Norm nicht nur Rohrleitungsflansche und Blinddeckel, sondern auch die unterschiedlichsten Apparateflansche mit zylindrischen, konischen oder kugelförmigen Schalen behandelt werden. [...]

Dipl.-Ing. Hans J. Tückmantel (TMT Technik Methode Training)

Stand der Technik bei automatischer O-Ring Inspektion mittels Hochleistungs-Computer und Kameratechnologie. Vorstellung eines neuartigen Inspektionsverfahrens.

O-Ringe werden heute sowohl durch Inspektionsautomaten als auch manuell auf ihre Fehlerfreiheit überprüft. Die manuelle Überprüfung ist nach wie vor im großen Umfang notwendig, weil die maschinelle Kontrolle den gehobenen Qualitätsansprüchen, wie beispielsweise bei der Automobilindustrie, nicht genügt. [...]

Dipl.-Ing. Michael Horst (miho Inspektionssysteme GmbH)

Für bestimmte Anwendungen muss der Werkstoff Gummi mit Metall verstärkt und in Form gehalten werden. Solche Bauteile aus Gummi und Metall werden beispielsweise im Fahrzeugbau für alle schwingungsdämpfenden Bauteile (Motoraufhängung, Stoßdämpfer, Lager, usw.) verwendet. Sie werden hergestellt, indem vorbehandelte Formteile aus Metall und die Gummimischung unter vulkanisierenden Bedingungen (d.h. unter Anwendung von Druck und Temperatur) mit einem Bindemittel (Cement) oder einem Bindemittelsystem (Primer und Cover) verklebt werden. So entstehen äußerst feste und alterungsbeständige Gummi/Metall-Verbunde. [...]

Dr. Michael Ballhorn (Freudenberg Forschungsdienste KG)
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