3D-Druck ist nicht nur nachhaltig

PolyJet Drucker im Einsatz (Bild: NT K+D AG)

24.11.2021 3D-Druck ist nicht nur nachhaltig

Potenziale für Formteile und den Formenbau konsequent nutzen

von Stefan Ziörjen (NT K+D AG)

Wie groß das Potenzial des 3D-Drucks für die Industrie ist, erschließt sich potenziellen Anwendenden selten auf Anhieb. Einmal mit dieser Technologie in Berührung gekommen, folgen zunächst auf zögerliche Versuche meist Begeisterung und Enthusiasmus für die neue und nachhaltige Art der Produktion.

Bauteile aus Formen, die bis dato nicht möglich waren, werden von 3D-Druckern heute in Rekordzeit hergestellt (Bild 1). Dabei können sie hinsichtlich Gewicht und Stabilität genau auf die Applikation angepasst werden. Galt dies vor ein paar Jahren nur für Prototypen aus wenigen bekannten Materialien, werden heute Klein-und Großserien aus vielen Kunststoffen und Metallen hergestellt. Parallel dazu hat die Möglichkeit, aus einer CAD-Zeichnung im Handumdrehen ein Bauteil zu realisieren, die Time-to-Market in Forschung und Entwicklung extrem verkürzt. Die gefertigten Teile können schnell auf ihre Maßhaltigkeit und Funktionalität überprüft und bei notwendigen Anpassungen einfach nochmals gedruckt werden.

Gussformen für den Spritzguss

All diese Vorteile machen sich auch im Formenbau bemerkbar. So werden heute z.B. Formen für den Silikonguss über Nacht gedruckt und am nächsten Tag Silikonbauteile gegossen (Bild 2). Der Entwicklungsprozess solcher Bauteile verkürzt sich damit i.d.R. von zwölf auf eine Woche.