03.12.2019, 09:00 bis 04.12.2019, 17:00 Uhr

FORUM: WERKSTOFFE - Den richtigen Werkstoff finden erfordert Wissen und Sorgfalt

ISGATEC Forum

Viele der Anforderungen an Dichtungen, die im Rahmen neuer Produkte entstehen, lassen sich nur mit den richtigen Werkstoffen und Mischungen und weniger durch konstruktive Veränderungen erfüllen. Wie man den richtigen Werkstoff in dem Dickicht der Möglichkeiten findet und wo die Stärken und Grenzen der einzelnen Werkstoffe liegen, erfahren Sie unserem Forum. Hier informieren Experten über den Stand der Technik bei Werkstoffen, Mischungen und Multilayern für Dichtungen, Formteile und Profile und geben Empfehlungen, wie man in der Praxis schnell die richtige Auswahl trifft und sich nicht im Dickicht der Werkstoffe verirrt.

Bei diesem Forum partizipieren Sie an dem fundierten Fachwissen der Referenten. Im Rahmen der Veranstaltung wird dem Informationsaustausch bewusst viel Raum gegeben. So können Sie Ihr Netzwerk erweitern und in den vertieften Dialog mit potenziellen Lösungspartnern einsteigen.

Fachwissen. Impulse. Lösungspartner.

Wolfgang Abt | KLINGER GmbH

Heiko Bayerl | Momentive Performance Materials GmbH

René de Beer | F. W. Breidenbach GmbH & Co. KG

Simone Frick |  seals’n‘finishing

Christof Gebhardt | Cadfem GmbH

Richard Gisler | Tec-Joint AG

Dr. Matthias Jaunich | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Uwe Koch-Reuss | Victrex Europe GmbH

Dr. Peter Kögler | copaltec GmbH

Michael Krüger | C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG

Dr. Marc Langela | Stasskol GmbH

Bernhard Richter | O-Ring Rüflabor Richter GmbH

Dr. Daniel Schiefer | ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH

Marco Schildknecht | Frenzelit GmbH

Dr. Michael Schlipf | FPS GmbH

Peter Thomsen | Lannewehr + Thomsen GmbH & Co. KG

Dirk Werrmann | Schaumaplast Nossen GmbH

Christian Wimmer | W. L. Gore & Associates GmbH

Stand: 14.10.2019

Werkstoffauswahl – Wie geht man am besten vor?

Keynote, Bedeutung der Werkstoffe und Umfrageergebnisse
09:30-09:45 Uhr -> Karl-Friedrich Berger | ISGATEC GmbH

Schadensfälle bei Dichtungen und wie man sich bei der Werkstoffauswahl schützen kann
09:45-10:30 Uhr -> Bernhard Richter | O-Ring Prüflabor Richter GmbH  
Wie eine vom O-Ring Prüflabor Richter durchgeführte Auswertung von über zweitausend durchgeführten Schadensanalysen an elastomeren Dichtungen gezeigt hat, gehen über ein Drittel aller Ausfälle auf eine unzureichende Temperatur bzw. Alterungs- und Medienbeständigkeit der eingesetzten Werkstoffe zurück. Der Vortrag soll Hilfestellung bei der richtigen Werkstoffauswahl geben, insbesondere auch auf das Leistungsspektrum neuer Werkstoffe eingehen, und darüber hinaus auch den Stand der Technik bisher verwendeter Werkstoffe darstellen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist eine angemessene Spezifikation wichtiger Rezeptur- und  Fertigteileigenschaften. Es handelt sich um einen praxisorientierten Vortrag zur Vermeidung von Ausfällen, vorgetragen von einem unabhängigen Prüfinstitut. Beides zusammen stellt einen für Anwender wertvollen Beitrag dar.

Dichtungsverhalten bei niedrigen Temperaturen  Untersuchung der unteren Temperatureinsatzgrenze von Elastomerdichtungen
10:30-11:00 Uhr -> Dr. Matthias Jaunich | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Elastomere werden vielfach in Produkten eingesetzt, die bei verschiedenen Temperaturen verwendet werden. O-Ringe sind kostengünstige Dichtelemente, die allerdings für die Funktionsfähigkeit und Sicherheit eines Produkts entscheidend sein können. Die untere Temperatureinsatzgrenze ist dabei relevant und aus wissenschaftlicher Sicht nicht allgemeingültig zu definieren, da diese einerseits durch die Änderungen der Materialeigenschaften im Zuge des Gummi-Glas-Übergangs definiert werden, die Temperaturlage dieses Übergangs jedoch sehr stark von den jeweiligen Einsatzbedingungen (z.B. Frequenz) abhängt. Dadurch ergeben sich große Unterschiede zwischen statischen und dynamischen Anwendungen. Verschiedene Untersuchungen sollen vorgestellt und interpretiert werden, um das Auditorium auf verschiedene Herausforderungen aufmerksam zu machen und Lösungsansätze vorzustellen.

Schraubenverbindungen an Druckgeräten  Stand der Technik für Berechnung und Werkstoffe
11:30-12:00 Uhr -> Peter Thomsen | Lannewehr + Thomsen GmbH & Co. KG
Der rechnerische Nachweis geflanschter Verbindungen erfolgt mittels analytischer Berechnungen. Diese können das Verhalten geflanschter Dichtverbindungen nicht darstellen, weil das System hierfür zu komplex ist. Viele Einflüsse auf das Verhalten der Dichtverbindung werden nicht beachtet. Der Stand der Technik sind Finite Elemente Analysen. Der Vortrag zeigt den Unterschied und gibt einen Ausblick für die Zukunft. Die aktuelle Normung im Sinne der europäischen Richtlinien (Direktiven) hat zu deutlichen Veränderungen geführt. Die Richtlinien, Gesetze und Verordnungen verlangen die Einhaltung vom Stand der Technik, bzw. beste verfügbare Technik (best available technology - BAT). Für Schrauben und Muttern gibt es harmonisierte Normen. Neben Änderungen für Werkstoffe sind erhöhte Anforderungen an die Hersteller und gesteigerte Anforderungen an die Abnahmeprüfzeugnisse gestellt. Zusätzlich gibt es eine technisch deutlich verbesserte Schraubengeometrie, die die Änderung der Form von Schraube und Mutter gerade für geschraubte Dichtverbindungen, z. B. Normflansche verlangt.

Hochleistungswerkstoffe vs. Standard

Bedeutung der EU-Verordnung 1935/2004 und Hygienic Design DIN 11864 / DIN 11853 für die Dichtungstechnik
12:00-12:30 Uhr -> Michael Krüger | C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG
Die EU-Verordnung 1935/2004  sorgt in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie immer wieder für z. T. große Irritationen in der Anwendbarkeit auf Elastomerdichtungen. Eine Nichtbeachtung der Verordnung kann drastische Konsequenzen wie z. B. kostspielige Produktionsstopps und Strafzahlungen nach sich ziehen. Um Gefahren zu vermeiden, müssen Anwender die geltenden Regularien, wie die EU-Rahmenverordnung 1935/2004 oder die Hygienic Design Normen, zwingend kennen und berücksichtigen. Referent Thomas Lucht vermittelt in diesem Vortrag wichtiges Fachwissen zur Bedeutung und zum praktikablen Umgang mit der EU-Verordnung 1935/2004 in der Dichtungspraxis. Zusätzlich wird in einem Exkurs die  Hygienic Design DIN 11864/DIN 11853 thematisiert.

TPE: Das neue Normal: Stand der Technik von Thermoplastischen Elastomeren in der Dichtungstechnik – Anwendungsbeispiele u.a. aus dem Trinkwasserbereich
12:30-13:00 Uhr -> René de Beer | F. W. Breidenbach GmbH & Co. KG
Thermoplastische Elastomere (TPE) haben sich technologisch soweit entwickelt, dass man heutzutage TPE als Ausgangpunkt in der Entwicklung von Dichtungen nehmen soll, und erst wenn TPE nicht funktioniert, kann man auf ein Elastomer ausweichen. Anhand von Beispielen aus der Praxis, wird gezeigt, welche Möglichkeiten moderne TPEs bieten, welche Vorteile damit verbunden sind und was man bei der Konstruktion von Bauteilen aus TPE berücksichtigen soll. So entwickelt sich TPE zum Beispiel im Bereich der Trinkwasserversorgung zu einer echten Alternative für Elastomere, weil es eine saubere und (planungs-)sichere Lösung bietet, für die, durch die Elastomer-Leitlinie unter Druck geratenen bekannten Werkstoffe wie EPDM oder NBR.

Altes Problem, endlich an der Wurzel gepackt  Neues, aktives Dichtsystem bekommt auch GFK-Flanschverbindungen zuverlässig in den Griff
14:00-14:30 Uhr -> Marco Schildknecht | Frenzelit GmbH
Das neue Dichtsystem kann mit Fug und Recht als „multifunktionale Dichtung für extreme Anforderungen“ beschrieben werden. Für aggressive Chemikalien wie z. B. konzentrierte Salzsäure werden häufig Rohrleitungssysteme aus GFK eingesetzt. Diese sind leicht, flexibel zu verlegen, günstig und ohne große Herausforderungen in Sachen Rohrstatik einzusetzen. Lediglich die Dichtverbindungen stellen eine Herausforderung dar, weil GFK-Flansche selbst bei nur geringen Anwendungstemperaturen die Tendenz zum Fließen haben und somit extreme Ansprüche an die Dichtung stellen, die herkömmliche Werkstoffe nicht erfüllen können. Die Folge: Die Schrauben der Flanschverbindung müssen mehr oder weniger häufig nachgezogen werden. Das neue, aktive Dichtsystem stößt in neue Leistungsregionen vor. Innerhalb des Vortrags werden darüber hinaus hochinteressante Informationen über das Rückfederungsverhalten von Dichtungen präsentiert, die weit verbreitete, fälschliche Annahmen richtig stellen.

Dauerhaft Reibungsreduktion von dynamischen Dichtungen - Neuartiger, abriebsfester EPTFE Werkstoff zur Anbindung an Elastomerbauteil
14:30-15:00 Uhr Christian Wimmer | W. L. Gore & Associates GmbH
Geschältes PTFE im Verbund mit Elastomerwerkstoffen wird verwendet, um dynamische Dichtungselemente mit geringer Reibung zu erzeugen. Diese weisen jedoch häufig erheblichen Verschleiß auf oder haben wegen der vergleichsweise geringen Anpassungsfähigkeit von geschältem PTFE mit Dichtungsproblematiken zu kämpfen. Ein neuer Werkstoff auf ePTFE -Basis wird in diesem Vortrag vorgestellt, der die Anforderungen an Verschleißfestigkeit, Abdichtfähigkeit und Reibungsarmut besser erfüllen kann. Das Material wird rein mechanisch im Vulkanisierungsprozess - etwa beim Spritzgießen - fest mit dem Elastomer verbunden. Es ist deutlich formbarer als konventionelles PTFE und erlaubt somit eine größere Formenvielfalt, einschließlich Hinterschnitten. Mögliche Anwendungsfelder sind Wellendichtungen, Ventilspindeldichtungen und Hydraulikdichtungen.

Veredlungen erhöhen die Performance von Werkstoffen und Dichtungen  Was bei der Auswahl zu beachten ist
15:00-15:30 Uhr -> Simone Frick | seals’n‘finishing 
Die Entwicklungen im Werkstoffbereich bringen immer neue Möglichkeiten für die Dichtungstechnik. Doch längst nicht alles, was von Dichtungen gefordert wird, kann mit den Werkstoffen oder der Konstruktion gelöst werden. Zusätzliche Anforderungen an Dichtungen wachsen stetig an, der Fortschritt in anderen Industriebereichen macht vor der Dichtungstechnik keinen Halt. Ob vor, während oder nach der Montage, eine Dichtung muss weit mehr können als abzudichten und standzuhalten. Was wird gefordert, wie kann dem begegnet werden und vor allem, was ist bei der Methodenauswahl zur Veredelung von Dichtungen zu beachten? Dieser Vortrag gibt einen Einblick in die Welt der Dichtungsveredelung.

Elastomerplatten, Folien, Multilayer  wenn Standard keine Lösung ist
16:00-16:30 Uhr -> Richard Gisler | Tec-Joint AG
Die technischen Anforderungen bezüglich der Druck-, Medien- und Temperaturbeständigkeit steigen permanent. Neue Trends und Entwicklungen, wie z.B. die E-Mobility erfordern Innovationen und in den meisten Fällen kommt der Konstrukteur und Entwickler mit Standards schnell an Grenzen der Machbarkeit. Immer dann, wenn Standards keine Lösung ermöglichen, entwickelt das Unternehmen auf der Grundlage seiner  umfangreiche Werkstoff-, Verarbeitungserfahrung und vielseitigen Maschinentechnologie kundenindividuelle Produkte.  Dabei ergeben sich Kombinationen von Thermoplasten, Elastomeren mit Textilgeweben (z.B. PP, Aramid), Metallgeweben (Stahl-, Aluminium)oder Beschichtungen z.B. mit PEEK oder PTFE. Im Vortrag soll ein Einblick in die Spezialitäten für die unterschiedlichen Branchen geben und was mit Dichtungen heute möglich ist. 

 

Stand: 23.09.2019

 

Werkstoffauswahl – Wie geht man am besten vor?

Keynote, Bedeutung der Werkstoffe und Umfrageergebnisse
09:30-09:45 Uhr -> Karl-Friedrich Berger | ISGATEC GmbH

Werkstoffwissen für prädiktive Wartung. Digitaler Zwilling von Dichtungen sichert die Verfügbarkeit und optimiert den Anlagenbetrieb
09:45-10:15 Uhr -> Christof Gebhardt | Cadfem GmbH
Der digitale Zwilling ist das virtuelle Abbild eines spezifischen Produktes oder Anlage, das sein physisches Pendant ein Leben lang begleitet. Er kann auf Basis geeigneter Werkstoffmodelle die Bewertung der Degradation von Anlagen ermöglichen, die messtechnisch kaum zugänglich sind. Die Integration digitaler Zwillinge in eine einfach nutzbare IT Infrastruktur macht ihren Einsatz für Anlagenbetreiber und Hersteller attraktiv: Für Betreiber steht ein optimaler Betrieb an erster Stelle, für Hersteller von Anlagen und Komponenten sind neue Geschäftsmodelle auf Basis der erweiterten Nutzungsprofile möglich. An dem Beispiel einer Dichtung in der Prozessindustrie wird gezeigt, wie Simulationstechnologie, IT-Infrastruktur und Geschäftsmodelle einen Mehrwert für Hersteller und Betreiber schaffen können.

Hochleistungswerkstoffe vs. Standard

Flanschberechnung nach EN 1591-1 bis 650 °C – jetzt möglich mit Glimmerdichtungen mit zusätzlichem metallischem Innenbördel
10:15-10:45 Uhr -> Wolfgang Abt | KLINGER GmbH
Bei Einsatztemperaturen oberhalb von maximal 550°C ist die zur Verfügung stehende Auswahl an Dichtungswerkstoffen stark eingeschränkt. Es besteht nur die Möglichkeit rein metallisch abzudichten oder aber Dichtungen auf Glimmer-Basis einzusetzen. Diese unterscheiden sich von den Metall-Dichtungen deutlich in ihren Eigenschaften. So weisen Dichtungen auf Glimmer-Basis aufgrund ihrer lamellaren Struktur eine erhöhte Gasdurchlässigkeit auf. Dies lässt sich durch die Verwendung eines metallischen Innenbördels wirksam vermeiden. Der Vortrag zeigt die technischen Möglichkeiten solcher Dichtungen am Beispiel einer konkreten Anwendung, in der Kammprofildichtungen mit Graphitauflage versagt hatten, auf. Obwohl die VDI Richtlinie 2290, und damit auch die zukünftige TA-Luft, nur Flanschberechnungen nur bis zu einer maximalen Betriebstemperatur bis 400°C vorsieht, werden zunehmend auch Berechnungen für höhere Temperaturen nachgefragt. Mit den vorliegenden Dichtungskennwerten nach EN 13555 sind nun auch Berechnungen bis 650°C möglich.

Fluorpolymere: Entwicklungen von Märkten und Produkten – Ist die Phase der Knappheit überwunden? Wie könnten Perspektiven der Zukunft aussehen
10:45-11:15 Uhr -> Dr. Michael Schlipf | FPS GmbH
Fluorpolymere sind als eine tragende Säule der Hochleistungspolymere nicht mehr aus dem täglichen Leben wegzudenken. Die neueste sozio-ökonomische Studie der Europäischen Fluorpolymerindustrie beschreibt es klar: Wir finden sie insbesondere in den Bereichen Mobilität, Digitalisierung, Chemie und Pharma, Kochutensilien, Elektro- und Elektronikanwendungen, Lebensmittel, Textilien und Architektur sowie der Medizin und den erneuerbaren Energien. Einzelne Produkte sind seit 2018 knapp und müssen in den europäischen Markt eingeführt werden. Ihre Verfügbarkeit wird sich auch 2019 nicht sofort wesentlich erholen. Wie sehen insgesamt die Zukunftsperspektiven von Fluorpolymeren aus und welche zusätzlichen Anwendungen kommen auf uns zu? 

Werkstoffe für steigende Anforderungen

Silikonelastomere  ein Hochleistungswerkstoff nicht nur für Anwendungen in der Automobilindustrie
11:45-12:15 Uhr -> Heiko Bayerl | Momentive Performance Materials GmbH
Silikonelastomere ermöglichen seit Jahren Innovationen in der Automobilindustrie. Doch nicht nur hier überzeugen diese Werkstoffe durch ihre einzigartigen Produkt- und Verarbeitungseigenschaften. So werden sie beispielsweise auch für Anwendungen in der Medizintechnik, der Konsum- und Unterhaltungsindustrie sowie der Energieversorgung eingesetzt. Flexibilität, zuverlässige Dichtungseigenschaften, über einen großen Temperaturbereich stabile mechanische und elektrische Eigenschaften sowie exzellente Alterungs- und Strahlungsbeständigkeit charakterisieren die Vorteile von Silikonen. Die vielfältigen Verarbeitungseigenschaften ermöglichen Gestaltungsfreiheit in der Konstruktion und das platinkatalysierte Vernetzungssystem von Flüssigsilikonen (LSR) erlaubt Automatisierung, kurze Zykluszeiten und Präzision im Spritzgießprozess  - auch bei  äußerst komplizierten Geometrien. Dem Konstrukteur steht heute eine vielfältige Produktpalette zur Verfügung, zugeschnitten auf den jeweiligen Anwendungszweck, während neue Produktentwicklungen für zukünftige Einsatzgebiete unterwegs sind. Der Vortrag beschreibt anhand Anwendungsbeispielen die Basiseigenschaften von Silikonen und stellt anhand von Technologietrends neue Werkstoffentwicklungen vor.

Zuverlässiges Dichten mit strukturfestem PEEK  Effizienzsteigerung durch Nutzen des Eigenschaftsportfolios für mehr als nur dichten
12:15-12:45 Uhr -> Uwe Koch-Reuss | Victrex Europe GmbH
Steigende wie auch komplexere Anforderungen in der Dichtungstechnik führen zu Herausforderungen für Material und Konstruktion - sowohl im Hinblick auf Standzeit und Zuverlässigkeit als auch auf Kosten- und Energieeffizienz. Oft werden thermoplastische Teile eingesetzt, die aufgrund ihrer hocheffizienzten Herstellung selbst bei komplexer Geometrie kostengünstig sind. Allerdings sind viele Thermoplaste unter Einsatz von aggressiven Medien, erhöhten Temperaturen sowie reibenden Dichtpaarungen überfordert. Mit ihrer hohen Festigkeit sowie Thermal-, Verschleiß- und Medienbeständigkeit haben sich VICTREXTM PEEK Hochleistungspolymere dagegen auch hier bewährt. Durch Berücksichtigung anderer differenzierter Eigenschaften erschließen sich PEEK viele Anwendungen, die nicht nur zuverlässig dichten, sondern auch zur Kosten- und Energieeffizienz beitragen können.

Dichtmaterialien für Kompressoren  Auf der Suche nach der maximalen Standzeit
12:45-13:15 Uhr -> Dr. Marc Langela | Stasskol GmbH 
In Kolbenkompressoren werden Dichtelemente aus Polytetrafluorethylen (PTFE) mit speziellen Füllstoffen eingesetzt. Gerade bei industriellen Anwendungen kann die Lebensdauer der Dichtelemente stark durch die Gaszusammensetzung und den Taupunkt bzw. den Feuchtegehalt des Gases beeinflusst werden. Um die Performance der Materialien zu optimieren, werden zahlreiche Charakterisierungen zur Bestimmung der Verschleißfestigkeit an Mischungen unter Variation von Füll- und Schmierstoffgehalten durchgeführt. Aber auch die mechanischen Eigenschaften besitzen einen großen Einfluss auf die Zuverlässigkeit der Dichtelemente im Betrieb von Kolbenkompressoren. Der Vortrag zeigt, wie die Verschleißfestigkeit und die mechanischen Eigenschaften von PTFE-Werkstoffen optimiert werden, um maximale Standzeiten zu erreichen.

Thermoplastische Fluorpolymer-Dichtungen  Perfluorierte Moldflon-Werkstoffe als beständige und effiziente Dichtungslösung
14:15-14:45 Uhr -> Dr. Daniel Schiefer | ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH
Klassische PTFE Dichtungen überzeugen durch ihre hervorragende chemische und thermische Beständigkeit sowie ihre sehr guten Gleiteigenschaften in anspruchsvollsten Anwendungen. Aufgrund der hohen Schmelzviskosität scheiden herkömmliche thermoplastische Verarbeitungsverfahren für PTFE jedoch aus und erschweren den Einsatz, insbesondere in komplexen Geometrien und hohen Stückzahlen. Durch die Verwendung von thermoplastischen vollfluorierten Moldflon-Werkstoffen gelingt es, die Vorteile von PTFE mit wirtschaftlichen Verarbeitungsprozessen zu kombinieren.

Wärmeleitende PUs für die Zukunft  Effizientes Thermomanagement öffnet neue Möglichkeiten in der E-Mobilität und Akkutechnologie
14:45-15:15 Uhr -> Dr. Peter Kögler | copaltec GmbH
Die vielfältigen Möglichkeiten von Polyurethanen in verschiedenen Bereichen werden dargestellt. Besonderer Fokus liegt auf dem Bereich wärmleitfähiger Systeme für den Bereich der E-Mobilität und des Akku-Vergusses. Gerade in diesen zukunftsorientierten Feldern eröffnen sich durch den Verguss mit PU-Vergussmassen neue Möglichkeiten. Ein effizientes Thermomanagement kann erreicht werden, während gleichzeitig eine hervorragende Verarbeitbarkeit gegeben ist. Zusätzlich kann noch ein Flammschutz in das System mit eingebracht werden und die mechanischen Eigenschaften sind in breiten Bereichen individuell einstellbar. In diesem Vortrag soll ein Einblick in die möglichen Einsatzgebiete von PU-Vergussmassen gegeben werden. Die vielfältigen Eigenschaftsprofile verschiedener Systeme werden vorgestellt und die Möglichkeiten zur individuellen Anpassung hochspezialisierter Vergussmassen diskutiert.

E-TPU, ein einzigartiger Partikelschaum - Standortbestimmung auf dem Weg in neue Industrien
15:45-16:15 Uhr -> Dirk Werrmann | Schaumaplast Nossen GmbH
E-TPU ist ein relativ junger Partikelschaum, welcher weltweit eine hohe Bekanntheit und Akzeptanz durch die Anwendung in der „Boost“-Sportschuhserie von Adidas erlangt hat. Er unterscheidet sich in seinen Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten sehr deutlich von anderen Partikelschäumen wie z.B. E-PS oder E-PP. Exemplarisch zu nennen sind seine hervorragende Rückstellfähigkeit, eine hohe Zugfestigkeit sowie die sehr gute Abriebbeständigkeit. Diese Eigenschaften prädestinieren ihn auch für den Einsatz in diversen anderen Industrien. Es wird ein kurzer Überblick über die gegenwärtigen Märkte sowie bestehende und geplante Anwendungen und Projekte aus der Sicht eines Verarbeiters gegeben. Dies soll den Teilnehmern eine Einordnung in ihren eigenen Markt ermöglichen und Anregungen für weitere neue Einsatzmöglichkeiten bieten.

 

Stand: 23.09.2019

 

Herr Karl-Friedrich Berger und Frau Sandra Kiefer, Geschäftsführende Gesellschafter der ISGATEC GmbH.

Das Forum ist für Konstrukteure, Entwickler, technische Einkäufer, Qualitätssicherer, Mitarbeiter im Bereich Fertigung/Produktion, Instandhaltung, Produktmanagement der unterschiedlichsten Branchen interessant sowie für Anwendungsberater und Vertriebsmitarbeiter von Dichtungsfirmen.

Die Teilnahmegebühr für unser 2-Tages-Forum beträgt € 1.250,00 zzgl. Mehrwertsteuer. Darin enthalten sind die Teilnahme an den beiden Forumstagen, die Verpflegung an beiden Tagen sowie die Teilnahme an unserer Abendveranstaltung.

Gerne können Sie unsere Veranstaltung auch pro Tag buchen. Der Preis beträgt pro Tag  € 790,00 zzgl. Mehrwertsteuer. Enthalten sind die Teilnahme an den einem Forumstage, die Verpflegung an dem gebuchten Tag sowie die Teilnahme an unserer Abendveranstaltung (auch bei der Buchung von Tag 2).

Auf unserem Online-Anmeldeformular geben Sie bitte alle relevanten Daten inkl. Teilnahmetag ein. Sie erhalten dann umgehend eine Bestätigung.

Bei Fragen hilft Ihnen gerne Frau Stefanie Wüst weiter. Erreichbar unter +49 (0) 621 - 71 76 88 82 oder swuest@isgatec.com.

Frühbuchernachlass bis 31.10.2019: 15% auf die Teilnahmegebühr.

Veranstaltungsablauf:

03.12.2019: von 09:00 Uhr bis 16:45 Uhr - Abendveranstaltung von 18:30 Uhr bis 22:30 Uhr

04.12.2019: von 09:00 Uhr bis 16:45 Uhr

Nutzen Sie unsere Veranstaltung ISGATEC FORUM als die Kompetenzplattform für Ihren Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer!

An 2 Tagen bieten wir Ihnen ca. 19 Expertenvorträge rund um unser spannendes Titelthema! Die Namen unserer Experten und deren Vortragstitel finden Sie in einem Aufklappfenster oben. Zwischen den Vorträgen haben Sie die Möglichkeit, sich mit den Experten, Medienpartnern, Sponsoren und Mitarbeitern intensiv auszutauschen und konkrete Fragestellungen zu erörtern.

Am ersten Abend laden wir alle Teilnehmer zu einem Netzwerk-Abendessen im Restaurant DACHGARTEN im Modehaus Engelhorn ein.

Bei Fragen rund um das Thema "ISGATEC FORUM" hilft Ihnen gerne auch Frau Stefanie Wüst weiter. Erreichbar unter +49 (0) 621 - 71 76 88 82 oder swuest@isgatec.com.

 

Wir freuen uns auf Sie!

Per Auto: Über die A656 in Richtung Mannheim Zentrum erreichen Sie das Hotel auf dem besten Weg. Rund um das Hotel finden Sie reichlich Parkplätze oder Sie nutzen den Hotelparkplatz. Kosten €  9,00 pro Tag. Kosten hierzu werden nicht übernommen.

Per Zug: Vom Hauptbahnhof Mannheim mit der Linie 6 oder 9 Richtung SAP Arena/Maimarktgelände, Neuostheim, Ausstieg Luisenpark/Technomuseum. Hotel schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite.

Gerne können Sie in unserem Veranstaltungshotel Mercure Hotel am Friedensplatz in Mannheim übernachten. Die Reservierung und Zahlung des Hotelzimmers läuft unabhängig von unserer Veranstaltung. Bitte rufen Sie direkt dort an (Rufnummer +49 621 97670-0).

Aktuell existiert ein Abrufkontingent in unserem Veranstaltungshotel Mercure Hotel am Friedensplatz. Für € 129,00 inkl. Frühstück (inkl. MwSt.) können Sie während unseres Forums dort übernachten. Bitte buchen Sie direkt im Hotel bis 21. Oktober 2019 Ihr Zimmer. Buchungshotline: +49 621 - 9767 - 0. Nach dem 21. Oktober 2019 gelten die aktuellen Tagespreise.

 

Folgende Hotels können wir als Alternative anbieten:

NH Hotel
Seckenheimer Straße 148, 68165 Mannheim, Telefon: 0621 17292 0

NIU Hotel
Seckenheimer Straße 146, 68165 Mannheim, Telefon: 0621 122 857 99

Centro Hotel Augusta
Augustaanlage 43-45, 68165 Mannheim, Telefon: 0621 420 70

Wasserturm Hotel
Augustaanlage 29, 68165 Mannheim, Telefon: +49 621 41 62 00

Intercity Hotel
Schloßgartenstraße 1, 68161 Mannheim, Telefon: +49 621 40 18 11 0

Leonardo Royal Hotel
Augustaanlage 4-8, 68165 Mannheim, Telefon: +49 621 40 05 0

SYTE Hotel Mannheim
Tattersallstraße 2, 68165 Mannheim, Telefon: +49 621 49 07 67 0

Den Teilnehmern unseres Forums stellen wir nach der Veranstaltung die Vorträge zum Download zur Verfügung.

Ihr Kontakt

Sefanie Wüst

Stefanie Wüst
Projektmanagement AKADEMIE

Tel.: +49 (0)621 7176888-2
E-Mail: swuest@isgatec.com

Seminarnummer IFO 09
Termin
03.12.2019, 09:00 bis 04.12.2019 - 17:00 Uhr
Teilnahmegebühr
Tag 1 + 2 (03.12.-04.12.2019):
1.250,00 Euro zzgl. MwSt. inkl. Abendveranstaltung
Tag 1 (03.12.2019) :
790,00 Euro zzgl. MwSt. inkl. Abendveranstaltung
Tag 2 (04.12.2019) :
790,00 Euro zzgl. MwSt. inkl. Abendveranstaltung (Vorabend)

Marketingpartner

Medienpartner

 

Veranstaltungsort

Hotel Mercure Mannheim am Friedensplatz

Am Friedensplatz 1
68165 Mannheim

Telefon: +49 (0) 621 - 97670 0
Telefax: +49 (0) 621 - 976701670

» https://www.accorhotels.com/de/hotel-B0R0-mercure-mannheim-am-friedensplatz/index.shtml

 

Sie benötigen eine Übernachtung im Tagungshotel?

Bitte wenden Sie sich direkt an das Tagungshotel. Reservierungen werden von uns nicht übernommen. Der Übernachtungspreis richtet sich nach dem aktuellen Tagespreis. Wir haben keinen Einfluss darauf.

Bei der Veranstaltungsreihe "ISGATEC FORUM" stellen wir ein Abrufkontingent zur Verfügung (Fester Preis siehe Veranstaltung/Klappfenster). Bitte rufen Sie dieses Stichwort direkt bei Buchung im Hotel ab mit dem entsprechenden Stichwort. Weitere Details bei den Veranstaltungsinformationen.

Anreise mit dem Auto: Sie erreichen das Hotel auf dem besten Weg über die A656 in Richtung Mannheim Zentrum. Das Hotel befindet sich nach dem Technoseum direkt auf der rechten Seite.

Anreise mit der Bahn: Vom Hauptbahnhof Mannheim mit der Linie 6 oder 9 Richtung SAP Arena/Maimarktgelände, Neuostheim, Ausstieg Luisenpark/Technomuseum. Hotel schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite.

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