Rohstoffe, Mischungen, Halbzeuge

Aktuelles / Entwicklungen - Rohstoffe / Mischungen / Halbzeuge

27.11.2017
Elf neue Blockschaumqualitäten

PE-Blockschaum wird von Köpp jetzt in elf neuen Qualitäten angeboten, darunter flammhemmende, hochtemperaturbeständige, isolierende und warmverformbare Ausführungen. Ebenfalls neu ist eine Qualität mit einem niedrigen Raumgewicht von 20 kg/m³ – weltweit einzigartig für ein chemisch vernetztes PE.

Mit den verschiedenen Sonderqualitäten stehen nun auch Lösungen für andere Branchen – wie die Automobilbranche mit ihren hohen Anforderungen hinsichtlich Inhaltsstoffen und Umweltverträglichkeit – zur Verfügung. Folgende Prüfungen sind von unabhängigen Instituten bestätigt: Blauer Engel gemäß RAL UZ 132, VOC gemäß VDA 278 -> 643/492, Geruchsprüfungen gemäß VDA 270 Note 2,5, Wärmeleitwert gemäß EN ISO 10456:2009-12 und EN 12667:2001-01  -> 0,034 W. /m. K., Konformität gemäß (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) und Konformität gemäß  Richtlinie 2011/65/EG (RoHS).

Koepp Schaum GmbH, PE.
14.11.2017
Beschichtungsverfahren für medizintechnische Dichtungen

Auf der Compamed 2017 zeigt Trelleborg Sealing Solutions ein neuartiges Beschichtungsverfahren, mit dem sich Elastomere bis auf wenige Hundert Nanometer dünn beschichten lassen, um den Reibungskoeffizient von Elastomeren zu senken und deren Gleiteigenschaften zu verbessern.

Dies vereinfacht die Montage von Dichtungssystemen und steigert die Qualität und Lebensdauer medizintechnischer Geräte. Über die nanoskalige Beschichtung senkt Trelleborg die bisherige Schichtdicke um den Faktor 10 – 50 gegenüber herkömmlichen Beschichtungssystemen. Da das neue Verfahren eine sehr hohe Stabilität aufweist, ist es resistent gegen die Sterilisation mit Gammastrahlen, Ethylenoxid oder Heißdampf. Dies prädestiniert die Beschichtung für den Einsatz in medizinischen und pharmazeutischen Anwendungen. So können klassische O-Ringe und komplexe Formteile hauchdünn im nanoskaligen Bereich überzogen werden. Die ursprünglichen Eigenschaften der Elastomere werden dadurch nur unwesentlich verändert und die Dichtungssysteme haben eine höhere Lebensdauer, da sich der Abrieb bei Dynamik reduziert.

Das Verfahren eignet sich insbesondere für Dichtungslösungen, die in den Bereichen Healthcare, Medizintechnik, Pharmaindustrie oder Life Sciences zum Einsatz kommen. Denn die Beschichtung ist stabil gegenüber der Sterilisation mit Gammastrahlen, Ethylenoxid oder Heißdampf, die u.a. bei Mehrfachverwendungen von medizinischen Gerätschaften, Fermentern oder Spritzen unabdingbar ist. Zudem erfüllt man mit dem Beschichtungsverfahren die Vorgaben für medizinische, biotechnologische und pharmazeutische Anwendungen, wie sie von Behörden wie der US-amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) oder europäischen Standards wie der DIN EN ISO 10993 für die mikrobiologische Beurteilung von Medizinprodukten vorgeschrieben sind.

Bei Elastomeren wird über die Beschichtung vor allem der Reibungskoeffizient verringert, was auch zu einer stärkeren Vereinzelung der Dichtungen führt. In Reinform neigen Elastomere zum Anhaften, entweder aneinander während der automatischen Montage oder an Gegenlaufflächen im dynamischen Einsatz. Letzteres verursacht den bekannten Stick-Slip-Effekt, der in vielen Anwendungen zu Problemen führt. Beschichtet lassen sich O-Ringe oder komplexe Formteile aufgrund der besseren Vereinzelung einfacher und sicherer in vorgesehene Nuten verbauen. Dies minimiert Zuführungsprobleme während der automatischen Montage und senkt die Wahrscheinlichkeit von Produktionsausfällen. Nach dem Einbau des O-Rings in die Nut werden die abzudichtenden Teile zusammengebaut. Dabei wird der O-Ring in seinem Querschnitt verpresst und dadurch die Dichtfunktion herbeigeführt. Mittels der reibungsmindernden Beschichtung können die Bauteile leichtgängig und beschädigungsfrei zusammengebaut werden, sodass der gesamte Montageprozess einfach und sicher gestaltet ist.

Die Beschichtung wird über ein neu entwickeltes Dünnschichtverfahren appliziert. Die stark ausgeprägte Anhaftung an das Grundsubstrat führt dazu, dass die elastischen Eigenschaften der Polymere besser erhalten bleiben. Mikrofeine Risse in der Beschichtung, die durch Spannen und Dehnen der Dichtung bei der Montage entstehen können, schließen sich wieder vollständig und beeinflussen die Funktionalität der Beschichtung in keiner Weise. Dadurch lässt sich eine deutlich längere Haltbarkeit für Dichtungssysteme erzielen und somit auch für das medizintechnische Gerät.

 
Dank der guten Substratanhaftung eignet sich die Beschichtung für viele Arten von Elastomeren und thermoplastischen Systemen, darunter auch für Silikone wie LSR (Liquid Silicone Rubber), Elastomerwerkstoffe wie EPDM (Ethylene Propylene Diene Monomer Rubber) oder thermoplastisches Polyurethan (TPU). Zudem ist die nanoskalige Beschichtung so dünn, dass sie eine hohe Transparenz besitzt und die ursprüngliche Farbe des Elastomers nicht abgedeckt wird. Die Farbe von Dichtungen kann bei der Montage eine zentrale Rolle spielen: Elastomere von O-Ringen sind meist schwarz, werden aber oft eingefärbt, um Unterschiede in Zusammensetzung, Durchmesser oder Stärke der O-Ringe optisch anzuzeigen. Mit der neuartigen Beschichtung bleibt diese Farbkennung auch nach der Beschichtung erhalten

14.11.2017
Temperfreier Flüssigsiliconkautschuk

Auf der COMPAMED 2017 stellt WACKER die neue Flüssigsiliconkautschuk-Reihe ELASTOSIL® LR 5040 vor. Diese Siliconprodukte erfüllen die strengen regulatorischen Vorgaben, die bei vielen Anwendungen im Medizintechnikbereich gelten.

Vulkanisate aus ELASTOSIL® LR 5040 besitzen nach der Vernetzung auch ohne thermische Nachbehandlung eine exzellente Mechanik und enthalten nur wenige flüchtige Substanzen. Dadurch können Hersteller in vielen Fällen auf das Tempern nach der Produktion verzichten. ELASTOSIL® LR 5040 vernetzt zu einem transluzenten Elastomer, dessen Flüchtigengehalt ohne thermische Nachbehandlung unter 0,5 Gewichtsprozent liegt. Das Silicon besitzt ungetempert einen hohen Weiterreißwiderstand in der Größenordnung von getemperten hochkerbfesten Standardmaterialien. Es verkraftet dadurch mechanische Belastungen, wie sie z.B. beim Gebrauch von medizintechnischen Geräten vorkommen können. Typische Anwendungsbeispiele sind Anti-Kolik-Ventile, Flaschenverschlüsse oder Beatmungsmasken. Die Produktreihe deckt zunächst den Härtebereich von 30 bis 70 Shore A ab. Im vernetzten, ungetemperten Zustand weicht die tatsächliche Härte des Silicons nur ±3 Punkte vom vorgegebenen Wert ab. ELASTOSIL® LR 5040 lässt sich im Spritzgussverfahren verarbeiten. Weil die Formteile in vielen Fällen nicht mehr getempert werden müssen, lassen sich Herstellprozesse deutlich verschlanken und hochgradig automatisieren. Auf diese Weise wird – auch unter Reinraumbedingungen – eine schnelle, effiziente und kostengünstige Großserienfertigung möglich.

COMPAMED: Halle 8A, Stand D28

Wacker Chemie AG, ELASTOSIL® LR 5040.
09.11.2017
Ganzheitliche Dichtungslösungen für Healthcare und Medical

Auf der Fachmesse Compamed 2017 zeigt Trelleborg Sealing Solutions seine Engineering-Kompetenz für Dichtungslösungen im Bereich Healthcare und Medical. Dazu gehören u.a. eine neue Beschichtung und ein Marking-Verfahren für kundenspezifische Formteile und Dichtungen.

In kleinsten Einbauräumen benötigen medizinische Anwendungen wie Inhalatoren, Diagnostika oder Spritzen präzise Dichtungslösungen. Deshalb entwickelt das Unternehmen robuste, hygienische und sichere Dichtungslösungen und kundenspezifische Formteile, welche die meist sensible Medizintechnik vor Temperaturschwankungen, Verunreinigungen oder anderen Beeinträchtigungen schützen und die Sicherheit der Patienten gewährleisten. Die hergestellten Dichtungen bestehen aus Silikonen wie LSR (Liquid Silicone Rubber), Elastomerwerkstoffen wie EPDM (Ethylene Propylene Diene Monomer Rubber) oder Thermoplasten wie Turcon. Durch die Übernahme des US-amerikanischen Silikonherstellers SSF (Specialty Silicone Fabricators) im Jahr 2016 konnte das Unternehmen sein Portfolio um ein umfangreiches Fertigungsprogramm im Bereich von medizinischen Silikonprodukten erweitern. SSF zählt zu den weltweit führenden Produzenten von hochpräzisen Komponenten aus medizinischen Silikonwerkstoffen, selbst implantierbare Silikonkomponenten oder Medical Device Produkte sind möglich. Zu den Komponenten gehören ferner hochpräzise Medizinschläuche, die in Diagnose- und Dialysegeräten oder Kathetern eingesetzt werden. Die medizinischen Komponenten von SSF ergänzen das Trelleborg Sealing Solutions Produktportfolio und bieten eine Plattform für zukünftige Entwicklungen innerhalb der Healthcare- and Medical-Branche.

Compamed: Halle 8A, Stand F02

26.10.2017
Absolut dichte Getränkebecher

Für den Verschluss seiner OMNI Trinkflaschen und CRUISE Getränkebecher setzt Timolino ein TPE von KRAIBURG TPE ein, das dauerhafte Elastizität mit Lebensmittelverträglichkeit nach FDA und EU-Verordnung 10/2011 vereint.

Die wiederverwendbaren Produkte von Timolino sind in diversen Ausführungen aus Edelstahl, Kunststoff oder Silikatglas für kalt, heiße und auch kohlensäurehaltige Getränke erhältlich. Unterschiedliche Schnellverschlussdeckel – vom klassischen Flip Top über den Screw oder Dual Top, beide mit Teesieb, bis hin zum Sports oder Kidz Top mit integriertem Trinkhalm – erfüllen spezifische Anforderungen an den Einsatzbereich. Allen Verschlüssen gemeinsam ist ihre absolute Dichtheit, die sie u.a. einem speziell für Dichtungen mit Lebensmittel- oder Getränkekontakt entwickelten THERMOLAST®  K von KRAIBURG TPE verdanken. Das TPE-Compound kommt als Dichtungsring in den Deckeln der Trinksysteme bzw. als Teil eines vorgefertigten, eingepressten Dichtungsblocks zum Einsatz. Wie alle Teile der Timolino Produkte sind auch die Dichtungskomponenten 100% geschmacks- und geruchsneutral, frei von Bisphenol A (BPA), spülmaschinenfest und recycelbar. Zu den grundlegenden technischen Anforderungen an das Dichtungs­-Compound zählten gesicherte Lebensmittelverträglichkeit und Langlebigkeit. So erfüllt das verwendete TPE-Compound die Vorgaben des Code of Federal Regulations, Title 21 (CFR21) der US-amerikanischen Arznei- und Lebensmittelbehörde (FDA) und der EU-Verordnung 10/2011 für Kunststoffmaterialien und Gegenstände aus Kunststoff. Außerdem bietet das Material über einen weiten Temperaturbereich hinweg einen ausgezeichneten Druckverformungsrest. Diese Eigenschaft war entscheidend für die dauerhafte Rückstellfähigkeit und versprödungsfreie Elastizität der Dichtungskomponenten auch nach wiederkehrendem Kontakt mit Heißgetränken, nach Reinigung im Geschirrspüler oder bei tieferen Einsatztemperaturen im Kühlschrank.

KRAIBURG TPE GmbH & Co. KG, Timolino Produkte.
25.10.2017
Neue TPE-Reihe für 2K-Automobilanwendungen

Die neuen Compounds der THERMOLAST®  K Familie, die von KRAIBURG TPE speziell für eine starke Haftung und UV-Beständigkeit in 2K-Anwendungen mit EPDM entwickelt wurde, zielen auf Automobilanwendungen wie Fensterlauf- und Abdichtungsprofile aus EPDM mit angespritzten Eckverbindungen und Abschlüssen aus TPE ab.

Die Automobilindustrie ist der größte und am stärksten wachsende Markt für Thermoplastische Elastomere (TPE). Neue Einsatzmöglichkeiten eröffnet dabei das Segment der Tür- und Fensterdichtungen, die formstabile Eckverbindungen und Abschlussteile benötigen. Dies ist in großen Serien bisher eine Domäne von Styrol-Butadien-Compounds (SBC) und vernetzten thermoplastischen Vulkanisaten (TPV). Die Wirtschaftlichkeit dieser TPV stößt jedoch aufgrund der vielen Einflussfaktoren des Herstellungsprozesses, insbesondere bei Fensterläufen, an ihre Grenzen. Die neue EPDM-Haftungsserie bietet dazu eine gute Alternative und zusätzlichen Mehrwert. Dank der Vielseitigkeit der vorhandenen TPE-Technologie ist es gelungen, ein Material zu entwickeln, das die Ausölproblematik derzeit verwendeter Systeme löst. Zu den Kernanforderungen an Eckverbindungen und Abschlüsse von Fensterlaufprofilen zählen in erster Linie hohe Haftung und Witterungsbeständigkeit, durch die die langfristige Prozessstabilität der TPE/Gummi-Verbindungen sichergestellt wird. Des Weiteren kommt es darauf an, die Einspritztemperatur der TPE-Lösungen zu minimieren und so die Kühl- bzw. Zykluszeiten der 2K-Bauteile zu reduzieren. Die neue AD/EPDM/UV[1]-Reihe erfüllt diese Anforderungen und vereint dabei beste Haftungseigenschaften mit Langzeitbeständigkeit gegen UV-Einstrahlung und Wärmeeinwirkung bei einer Härte von 70 Shore A. Im Vergleich zu Wettbewerbsmaterialien zeigen diese speziellen TPE-Produkte eine überlegene Stabilität. Das EPDM-Profil wird weder verdrückt noch zerstört oder verformt. Die Compounds zeigen eine gleichförmige Farbbeständigkeit von EPDM und TPE und es besteht keine Neigung zu Klebrigkeit oder zum Ausölen. Die Eignung der neuen Materialien wurde in umfassenden Haftungs-, Bewitterungs- und thermischen Alterungsversuchen untersucht. Verarbeitbarkeit und Prozessstabilität wurden in enger Zusammenarbeit mit Maschinen- und Werkzeugherstellern optimiert. Die Tests ergaben, dass es bei diesen 2K-Bauteilen entscheidend auf die Sauberkeit der EPDM-Kontaktflächen zum TPE ankommt – je frischer der Zuschnitt der Dichtungsprofile, desto besser die Haftung. Die AD/EPDM/UV-Technologie wird bereits bei mehreren Unternehmen in der Automobilindustrie weltweit erprobt.

Kraiburg TPE GmbH & Co. KG, THERMOLAST® K.
16.10.2017
Positionspapier zur Werkstoffforschung

Innovationen in der Materialforschung sind essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Dazu legte der Fraunhofer-Verbund MATERIALS ein Positionspapier vor und rückte insbesondere die Verknüpfung von Materialforschung und Digitalisierung in den Fokus.

Innovationen in der Materialforschung sind essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland entfallen 35 bis 55% der Kosten auf Materialien. Demgegenüber liegt der Energiekostenanteil lediglich bei 2 bis 8%. Die Steigerung der Materialeffizienz hat also eine fast zehnmal höhere ökonomische Hebelwirkung als die so häufig diskutierte Energieeffizienz. Das zeigt, wie viel mit innovativen Lösungen aus der Materialforschung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erreicht werden kann. Auch die Digitalisierung, etwa mit dem Bedarf an Werkstofflösungen für die Industrie 4.0, bringt erheblichen Forschungsbedarf mit sich. Im Positionspapier »Ideen MATERIALisieren! – Zukunft der Werkstoffforschung« stellt der Fraunhofer-Verbund die Leistungsfähigkeit der Werkstoffforschung heraus und benennt wichtige Handlungsfelder, um die Industrie in Deutschland und Europa weiter mit zukunftsweisenden Lösungen unterstützen zu können. Dazu gehören etwa das Erarbeiten einer digitalen Werkstoffagenda für Deutschland, die Unterstützung industrieller und wissenschaftlicher Netzwerke und vertikaler Werkstoff-Plattformen bei der Digitalisierung sowie der Aufbau von grundständigen Materialinformatik-Studiengängen und Weiterbildungsmaßnahmen. In den Instituten des Fraunhofer-Verbunds MATERIALS sind rund 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Anwendungsfeldern Energie und Umwelt, Mobilität, Gesundheit, Maschinen- und Anlagenbau, Bauen und Wohnen, Mikrosystemtechnik sowie Sicherheit tätig. Das Positionspapier wird von der Bundesvereinigung Materialwissenschaften und Werkstofftechnik (BV MatWerk), der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM), dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA, der Carl Zeiss AG, Robert Bosch GmbH, Schott AG sowie weiteren Unternehmen und Einrichtungen unterstützt.

12.10.2017
LSR in vielfältigen Anwendungen

Auf der Fakuma zeigt die Momentive Performance Materials GmbH die Verarbeitung von Silopren LSR in verschiedenen Anwendungen. In Zusammenarbeit mit mehreren Industriepartnern werden die besonderen Eigenschaften bei der Verarbeitung von Flüssigsilikon (LSR) sowie die Vorteile dieses Materials beim Spritzgießen demonstriert.

ie besondere Fließ- und Prozessfähigkeit von Silopren LSR 4650 wird auf dem Stand von Momentive (A4 4307) bei der vollautomatischen Herstellung von medizinischen Schläuchen gezeigt. Das 8 Kavitäten Werkzeug wurde von Rico Elastomere Projecting gefertigt und läuft auf einer Engel emotion 50 Spritzgussmaschine. Um die medizinischen Anforderungen zu erfüllen, bestehen alle Teile der 2-KM servo-elektrischen e-Flow 20 Dosierpumpe, die direkten Kontakt mit dem Flüssigsilikon haben, aus Edelstahl. Silopren LSR 4650, mit einer Nennhärte von 50 Shore A, ist Teil des Healthcare-Portfolios und wurde mit dem Ziel entwickelt, die Produktivität in der Verarbeitung zu erhöhen und gleichzeitig verbesserte mechanische Eigenschaften zu erzielen. Silopren LSR4650 wurde umfangreichen Tests unterzogen, um alle Anforderungen im Bereich Biokompabilität, wie z.B. USP Class VI und ISO 10993, zu erfüllen. Das Material kommt in verschiedenen medizinischen Geräten, u.a. für nadelfreie Zugangsventile,  Dichtungen, zum Einsatz. Die Firma Wittmann-Battenfeld (Stand B1 1204) wird in Kooperation mit Dopag und einem Anwender die Herstellung medizinischer Geräte unter Verwendung von selbsthaftendem Flüssigsilikon in Kombination mit Polycarbonat (PC) zeigen. Zum Einsatz auf der 4+4 Kavitäten-Form kommt das neue Silopren LSR 4749. Das Material sorgt für Bindungshaftung mit technischen Kunststoffen wie etwa PC, PBT und Copolyester und hat erfolgreich die Compliance-Tests USP Class VI sowie ISO10993 Teile 5, 6, 10 und 11 bestanden. Die Verwendung von Flüssigsilikon im Bereich Beleuchtungstechnik nimmt weiter zu. Die hohe Flexibilität beim Verarbeiten, eine präzise Formgebung und die optische Klarheit der Silopren LSR 7000 Produktfamilie wird auf der Messe von verschiedenen Industriepartnern gezeigt. Krauss-Maffei (A7 7303) demonstriert die automatische Fertigung flexibler Fresnel-Linsen aus dem optisch klaren Silopren LSR 7080HP. Das Spritzgusswerkzeug, das mit hochpräzisen Formeinsätzen ausgestattet ist, wurde von Emde in Kooperation mit Innolite gefertigt. Die Firma Elmet wird ihr neues Dosier-System im Einsatz zeigen. Das IKV (B4 4404)  wird die Verarbeitung des ultraklaren Silopren LSR 7060 auf seinem Stand zeigen. Dort wird während des Formgebungs-Prozesses eine holographische Struktur in ein optisches Bauteil eingebracht, was die besonders präzisen Verarbeitungsmöglichkeiten des Materials unterstreicht. Momentive (A4 4307)  stellt Silopren LSR 7180 vor, das kürzlich UL 94 V1-zertifiziert wurde und den 5VA Anforderungen für Straßenbeleuchtungen entspricht. Die Firma Arburg (A3 3100) wird im Rahmen einer integrierten Fertigung von Armbanduhren die Kombination von Flüssigsilikonen unterschiedlicher Härtegrade im Verarbeitungsprozess demonstrieren.

Momentive Performance Materials GmbH, LST.
09.10.2017
Wenn Grip benötigt wird

Das bio-basierte thermoplastische Elastomer Septon Bio – ein hydriertes Styrol-Farnesene-Block-Copolymer (HSFC) – wurde von Kuraray und Amyris für vielfältige Anwendungen entwickelt.

Spezielle thermoplastische Elastomere (TPE) kommen in vielfältigen Anwendungen wie Fasern, Verbundstoffen sowie Beschichtungen zum Einsatz und müssen besonders elastisch, reißfest und temperaturbeständig sein. Die TPE-Serie Septon, basierend auf hydrierten Styrol-Zweiblock- und -Dreiblock-Copolymeren mit hoher Fließfähigkeit, sind einfach zu verarbeiten, haben eine hohe Elastizität und werden als Basis-Polymere für unterschiedlichste Produkte sowie zur Polymer-Modifizierung genutzt. Das Copolymer basiert auf Beta-Farnesene, einem erneuerbaren Monomer von Amyris auf Basis biologischer Grundstoffe. Spezielle Hefestränge wandeln bei der Fermentation Zuckerquellen in Beta-Farnesene um. Daraus wird dann das hydrierte Styrol-Farnesene-Block-Copolymer (HSFC). Dank dieser speziellen Struktur hat HSFC Vorteile gegenüber herkömmlichen hydrierten Styrol-Block-Copolymeren (HSBC): Das HSFC Septon Bio hat eine geringere Viskosität als gängige Styrol-Block-Copolymere und zugleich einen hohen Verlustfaktor (tan delta) über einen großen Temperaturbereich hinweg. Deshalb hat Septon Bio ein deutlich besseres Fließverhalten als vergleichbare Copolymere. Zugleich verfügt Septon Bio über sehr gute Hafteigenschaften – und das über einen breiten Temperaturbereich hinweg. Dank seiner umfangreichen Eigenschaften ist Septon Bio in unterschiedlichsten Bereichen einsetzbar, etwa in Kleb- und Verbundstoffen, Dichtungsmaterialien, Gelen, Schäumen, Filmen, Fasern und Vliesstoffen sowie in Anwendungen, bei denen besonders hoher Grip gefragt ist.

Kuraray Europe GmbH, Amyris, Septon Bio.
05.10.2017
TPE für Konsumgüteranwendungen

Mit SOFT EST.®  wurde ein TPE-Portfolio von Actega speziell für Konsumgüteranwendungen entwickelt, das sich effizient und reibungslos im Spritzguss verarbeiten lässt.

Das 21 Materialien umfassende Portfolio an weichelastischen TPE-Compounds bietet sowohl hochtransparente als auch transluzente und naturfarbene Versionen in Shore-Härten von A-20 bis A-85. Die Materialien sind ausnahmslos lebensmittelecht nach EU 10/2011 und FDA-Regularien. Darüber hinaus sind sie  PVC- und Phthalatfrei und im Spielzeug unbedenklich (EN 71-3). Die Produkte sind für Anwendungen im Lebensmittelkontakt mit wässrigen, sauren, alkoholischen, trockenen und fetthaltigen Lebensmitteln geeignet. Die Compounds sind flexibel in der Anwendung und präzise in der Anpassung. Die Kunststoffeigenschaften sorgen für starken und sicheren Halt, Anti-Rutsch- Eigenschaften und eine ergonomische Gestaltung der Produkte. Die Materialien sind für alle Hart-/Weich-Kombinationen hervorragend geeignet. Durch ihre Dichte und Undurchlässigkeit werden Geruchs-, Geschmacks- und Stoffübergänge unterbunden und Verunreinigungen verhindert.

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