Dossiers - Branchendossier Automotive

Die Automobil-Industrie ist ein wichtiger Treiber für den Bereich Dichten. Kleben. Polymer. und stellt hohe Anforderungen an Lösungen aus diesen Bereichen. In diesem Dossier sammeln wir deshalb interessante Konzepte, Projekte, Produkte und Dienstleistungen und bieten damit eine fokussierte Plattform für alle Konstrukteure, Einkäufer, Qualitätsmanager und Instandhalter, die sich vertieft mit dieser Branche auseinandersetzen wollen.

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News

18.12.2018

Die Zukunft des Automobils beleuchtete 3M bei der Fachveranstaltung „Faszination Kleben“ Anfang Dezember, an der mehr als 100 Personen teilnahmen. Dabei wurden Lösungsansätze für die unterschiedlichsten Aufgabenstellungen aufgezeigt.

Der Untertitel „Black-Box Zukunftskonzept Automobil“ spiegelt die momentane Situation passend wider: Themen wie Elektromobilität, Connectivity und autonomes Fahren werden die Automobilindustrie drastisch verändern. Alle sechs Vorträge trugen dazu bei, die Black-Box etwas zu erhellen. Neben Professor Fügener, Transportation Design, Hochschule Pforzheim, und Prof. Dr. Bratzel, Director of Center of Automotive  Management, referierten Annemie Kleemann, Technologieentwicklerin, Hörmann Automotive GmbH, Florian Daniel, Principal Automotive, Roland Berger GmbH, Christoph Rochaz, Technical Manager des Geschäftsbereichs 3M Automotive and Aerospace Solutions Division, sowie Prof. Dr. Thomas Druyen, Direktor des Instituts für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement, Sigmund Freud Privat-Universität Wien. In Workshop-Sessions diskutierten die Teilnehmer z.B., wie Inspirationen aus der Luftfahrt automobile Bodenkonstruktionen der Zukunft beeinflussen, oder wie sich das Exterieur eines Fahrzeugs in der Ära der Elektromobilität verändern wird. Am Beispiel der Entwicklung eines Chassis für elektrifizierte leichte Nutzfahrzeuge wurde beleuchtet, welche Rolle das Kleben im Umgang mit den sich ändernden Marktanforderungen in Bezug auf neue Fertigungsverfahren, Leichtbaukonstruktionen und Design spielen wird. Crash-Schutz für Batterien, die Maximierung des Ladevolumens oder die Verringerung des Fahrzeuggewichts machen hier neue Entwicklungen notwendig. Vorgestellt wurde eine ovale Chassisform, die bei einem Seitencrash die Kraft umleitet und so die innen liegende Batterie schützt. Die Grundstruktur des Chassis wird von differenzial gefertigten Mehrkammerprofilen aus gebogenen Spaltprofilen gebildet. Die Längsträger werden mit einem hybriden Verfahren aus Kleben mit einem Structural Adhesive Tape und Laserschweißen oder Blindnieten gefügt. Diese Methode verbindet die Vorteile zweier Fügeverfahren, dazu gehört Handlingfestigkeit, das Verhindern von Spaltkorrosion und eine leichte und saubere Verarbeitung. Ein weiteres Beispiel, wie die die Anforderungen der Automobilindustrie in neue Prozesse, Technologien und Lösungen für die Serienproduktion transformiert werden, sind selbstklebende Türdichtungen. Neben positiven Aspekten wie Designfreiheit und geringerem Transportvolumen reduzieren sie ganz erheblich die Geräuschbelastung. Bei einer Frequenz von 4.000 Hertz, wie sie bei schneller Fahrt auf einer Autobahn entstehen kann, verringern sich Außengeräusche um sechs Dezibel. Auch bei einem weiteren Test, bei dem die viskoelastische Eigenschaft des Klebebandes die Dauerwechselbeanspruchung gedämpft hat, setzte sich der Klebstoff gegen Verbindungen aus Metallschrauben und Kunststoffklipse durch. Zahlreiche weitere Anwendungsbeispiele zeigen, dass das Kleben in vielen Anwendungsfällen bereits heute herkömmliche mechanische Fügeverfahren erfolgreich ersetzt und das Gewicht eines Fahrzeugs deutlich reduzieren kann.

04.12.2018

Neue Materialien von Tec-Joint bieten effektiven Schutz und können Brandopfer verhindern. Ein breites Portfolio, u.a. Polymer-Platten und Folien, steht für verschiedenste Einsatzbereiche zur Verfügung.

Das FireStop-Material  erfüllt die Normen: DIN 4102-1 / Klasse B1; UL94 / Klasse HF-1 und V-0; DIN 5510-2 / Klasse S4-SR2-ST2-FED ≤ 1; NF P 92-501 / Klasse M1; NF X 70 -100 / Klasse F1; DIN 13501-1 / Klasse B-s1, d0 und weitere Normen sind in Arbeit. Das Material basiert auf einem Polyolefin. Es ist REACH-konform. Seine Rauchgase enthalten keine Chlor-Brom- oder schwermetallischen Verbindungen. Bei Flammkontakt kommt es lediglich zur Freisetzung von CO2  und Wasserdampf. Mit den Folien, die sowohl als reine Folie ab 0,3 mm Dicke als auch in Kombination mit zahlreichen Trägermaterialien produziert werden, lassen sich z.B. Holz-Treppen besser schützen. Sind diese bei Bränden länger begehbar, müssten weniger Menschen bei Hausbränden sterben.  Ein weiterer Bereich ist die Luftfahrt. So geht es, z.B. bei Motorseglern, darum, die Piloten vor möglichen Bränden der Antriebe zu schützen bzw. einen Schutz so lange zu bewerkstelligen, dass eine sichere Landung möglich ist. Ein anderer Gefahrenherd sind sich selbstentzündende Lithium-Batterien. Luftfahrtgesellschaften überlegen, den Transport von Batterien (z.B. von E-Bikes) im Laderaum zu verbieten, da die Brandgefahr hoch eingeschätzt wird. Auch hier kann FireStop in Form von Schutzhüllen helfen. Darüber hinaus kann das Material im Schiffbau, in Seilbahnen und Liften, aber auch in der Elektroindustrie und im Maschinenbau beste Dienste leisten. Ein weiteres Lösungsspektrum eröffnet die Verwendung eines halogenfreien EPDM nach der neuen DIN EN 45545 für Schienenfahrzeuge. Die Produkte entsprechen dem Level HL (Hazard Level) 2 und HL 3. Neben dem Brandschutz verfügt der Werkstoff über eine sehr gute UV- und Ozonbeständigkeit, sehr gute mechanische Eigenschaften sowie eine Temperaturbeständigkeit von -40 °C bis ca. +120 °C. Entsprechend den Kundenanforderungen werden aus diesen Werkstoffen  Platten und Folien in Dicken von  0,3 bis 6 mm gefertigt und z.B. mit Glas oder Silikatgeweben von z.B. 0,5 oder 1,0 mm kombiniert.

Tec-Joint AG, Brandschutz.

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