Aktuelles / Entwicklungen - Unternehmen / Markt

22.02.2018
Nachhaltige Lieferkette von Naturkautschuk

Das Technologieunternehmen Continental und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH setzen sich in einer Entwicklungspartnerschaft gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette für Naturkautschuk in Indonesien ein.

Ziel ist es, einen Kriterienkatalog für die nachhaltige Produktion von Naturkautschuk zu erarbeiten, Landwirte entsprechend dieser Kriterien in nachhaltigen Anbaumethoden zu schulen und die Rückverfolgbarkeit des Kautschuks von den Kleinbauern bis hin zum Einsatz in der Fertigung bei Continental sicherzustellen. Durch eine bessere Kautschukqualität, höhere Erträge und eine Optimierung der Lieferkette steigt das Einkommen der Kautschukbauern. Die Partnerschaft zwischen Continental und der GIZ wird durch das develoPPP.de-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt. Zur Einbindung der Lieferkettenpartner wurden mit zwei Zulieferern Absichtserklärungen unterzeichnet. Da Kautschukbäume in Regenwaldgebieten wachsen, muss sichergestellt werden, dass der Anbau von Kautschukbäumen nicht zur Entwaldung führt. Um eine nachhaltige Kautschukproduktion gewährleisten und überwachen zu können, werden Continental und die GIZ ein Rückverfolgungssystem einführen und in den nächsten drei Jahren die nachvollziehbare Produktion von Kautschuk in West-Kalimantan fördern. Insgesamt 400 Landwirte werden dazu ausgebildet, qualitativ hochwertigen Kautschuk unter Einhaltung klar definierter Nachhaltigkeitskriterien anzubauen. Zur vollständigen Rückverfolgbarkeit des Rohstoffs über die gesamte Lieferkette wird ein elektronisches System entwickelt. Auch über diese Entwicklungspartnerschaft hinaus misst Continental der Nachhaltigkeit im Einkauf immer mehr Bedeutung bei. Trotz bereits klar definierter Richtlinien und Durchsetzungsmechanismen zur Vermeidung von nichtkonformem Verhalten in der Lieferkette durch Zulieferer, erarbeitet das Team für Nachhaltigkeitsmanagement im Zentraleinkauf von Continental derzeit eine Nachhaltigkeitsrichtlinie speziell für Naturkautschuk, die 2018 bei Continental in Kraft treten soll. Diese Richtlinie bestärkt den vollen Einsatz des Konzerns für eine gesunde und konforme Lieferkette und eine Nulltoleranz in Bezug auf Entwaldung, Landnahme und andere Praktiken, die der lokalen Bevölkerung und dem gesamten Ökosystem schaden. Gleichzeitig arbeiten Continental-Vertreter im World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) aktiv an der Einführung eines Branchenstandards für nachhaltigen Naturkautschuk. An dem „Tire Industry Project“ des WBCSD beteiligen sich die elf weltweit führenden Reifenhersteller. Außerdem hat Continental im Jahr 2017 in Zusammenarbeit mit einem Dienstleistungsunternehmen ein Verfahren zur Bewertung der Nachhaltigkeit bestehender und potenzieller Zulieferer auf der Grundlage standardisierter Fragebögen eingeführt. Der Aufwand hierfür ist immens, da Hunderte Unternehmen bewertet werden müssen, die die Standorte von Continental mit Rohstoffen versorgen. Bisher wurden bereits mehr als 80% der Rohstofflieferanten der Rubber Group evaluiert und weitere Maßnahmen wurden bereits eingeleitet.

Contitech Antriebssysteme GmbH, GIZ.
Contitech Antriebssysteme GmbH, GIZ.
22.02.2018
Industrie-Key-Account-Management verstärkt

Seit kurzem verstärken Patrick Radermacher und Denis Latta das Sales-Team der Business Unit Industrial Solutions von tremco illbruck.

Patrick Radermacher übernimmt den Bereich Verkauf und Beratung von Spezial-Produkten für die Kundensegmente Hausgeräte und Elektronik sowie Sanitär-Heizung-Klima-Systeme. Denis Latta erweitert das Team von Sales Director Aleš Hnizdil, Transportation & Panels, und kümmert sich als Account-Manager um Multifunktionsbänder auf dem europäischen Markt sowie um die individuelle Beratung der Kunden.

12.02.2018
Interseal mit veränderter Firmierung

Mit Wirkung vom 01. Januar 2018 hat sich die rechtliche Firmierung der “interseal Dipl.-Ing. Rolf Schmitz GmbH” in “Pfaudler interseal GmbH” geändert.

Die Pfaudler interseal GmbH wird auch in Zukunft mit ihrem Vertriebs- und Serviceteam die bewährten und innovativen Dichtungslösungen anbieten.

01.02.2018
Rekordjahr für Atlas Copco

Der schwedische Industriekonzern Atlas Copco hat 2017 seinen Umsatz um 15% auf weltweit 12 Mrd. Euro gesteigert. Das organische Wachstum lag bei gut 10%.

Im Konzernbereich Industrietechnik stiegen die Umsätze weltweit um 9% auf 1,7 Mrd. €. In der Industrietechnik bündelt Atlas Copco das Geschäft mit Industriewerkzeugen, Montagesystemen, Klebe- und Dosiertechnik sowie Stanznietsystemen. Der Konzernbereich profitierte von Investitionen der Automobilindustrie, insbesondere in die Herstellung von Elektroautos und Kleintransportern. Wie vor einem Jahr angekündigt, soll der Atlas-Copco-Konzern in zwei börsennotierte Unternehmen aufgeteilt werden: Eines soll weiterhin Atlas Copco heißen und die bisherigen Konzernbereiche Kompressortechnik, Vakuumtechnik, Industrietechnik sowie Energietechnik umfassen. Das Geschäft mit Bau- und Bergbautechnik soll in der neuen Epiroc AB gebündelt werden. Auf der Hauptversammlung Ende April werden die Aktionäre über die Aufteilung abstimmen; der Aktiensplit könnte dann im Juni vollzogen werden. Der Konzern will durch die Aufteilung für Investoren interessanter werden.

01.02.2018
Bundesbeauftragte/r für Rohstoffe gefordert

Anlässlich der Koalitionsgespräche zwischen CDU/CSU und SPD fordert der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) die Einsetzung eines/r Bundesbeauftragten für Rohstoffe. Hintergrund ist die Entscheidung der EU-Kommission, Naturkautschuk auf die Liste der kritischen Rohstoffe für die EU zu setzen.  

Ein solcher zentraler Koordinator könnte, laut wdk, nicht nur bei Naturkautschuk, sondern auch bei anderen Rohstoffen für die Unternehmen und damit für den Industriestandort Deutschland von hohem Nutzen sein. Die Aufnahme von Naturkautschuk in die Liste kritischer Rohstoffe für die EU zeige, dass die deutsche Kautschukindustrie mehr Aufmerksamkeit benötige. Auch aufgrund der zahlreichen Anwendungsfelder von Gummi- und Elastomer-Produkten seien aktuell verschiedene Ministerien und Behörden für diese wichtige Branche zuständig. Dadurch gingen mögliche Synergieeffekte verloren. Der wdk sieht deshalb die dringende Notwendigkeit für eine zentrale Koordinierungsstelle für Rohstoff-Fragen auf Bundesebene. Ein/e solche/r `Bundesrohstoffbeauftragte/r` könnte die Rohstoffstrategie der Bundesregierung zusätzlich unterstützen, Forschungs- und Fördermittel des Bundes verwalten und als zentraler Ansprechpartner nicht nur der deutschen Kautschukindustrie fungieren. Die Europäische Kommission hat im September 2017 mit Naturkautschuk erstmalig einen organischen Rohstoff in die Liste kritischer Rohstoffe für die EU aufgenommen. Hauptzweck dieser alle drei Jahre aktualisierten Liste ist es, Rohstoffe mit hohem Versorgungsrisiko und großer wirtschaftlicher Bedeutung zu ermitteln, da ein verlässlicher und ungehinderter Zugang dazu für die europäische Industrie und die Wertschöpfungsketten ausgesprochen wichtig ist.

31.01.2018
Global auf Wachstumskurs

Seit Ende Oktober 2017 ist die Kömmerling Chemische Fabrik GmbH Teil des US-amerikanischen Klebstoffkonzerns H.B. Fuller. Die Akquisition der Kömmerling-Muttergesellschaft, der Royal Adhesives & Sealants, umfasst auch die deutschen Standorte in Pirmasens und Langelsheim.

Die Marktstärke von Kömmerling in der Isolierglasindustrie, basierend auf innovativen Technologien, verbunden mit Qualität und weltweitem Service, wird das Portfolio von H.B. Fuller erweitern und die Erreichung der globalen Wachstumsziele unterstützen. Mit der Akquisition der Muttergesellschaft von Kömmerling, der Royal Adhesives & Sealants, steigt der Jahresumsatz des weltweit tätigen amerikanischen Klebstoffkonzerns auf 2,8 Mrd. $. In Kombination mit Royal/Kömmerling vertieft H.B. Fuller seine Expertise in hochwertigen Kleb- und Dichtstoffanwendungen, die in Branchen wie Elektronik, Hygiene, Medizin, Transport, Bau und Erneuerbare Energien eingesetzt werden.

22.01.2018
Scheugenpflug mit verstärkter Geschäftsführung

Für die schnelle Umsetzung der internationalen Wachstumsstrategie der Scheugenpflug AG wurde mit Sergej Erbes ein neues Vorstandsmitglied in die Geschäftsführung berufen.

Sergej Erbes (43), bislang Bereichsleiter Produktion, verstärkt das bisherige Vorstandsteam, bestehend aus Christian Ostermeier (38, Ressort Vertrieb/Marketing) und Johann Gerneth (52, Ressort Unternehmensentwicklung Asien). Der neue Vorstand verantwortet ab sofort die Ressorts Produktion sowie Technik/Automatisierung.

Scheugenpflug AG, Sergej Erbes.
Scheugenpflug AG, Sergej Erbes.
22.01.2018
Steigende Nachfrage an Spezialgraphit-Lösungen

Aufgrund der erhöhten Nachfrage seitens der Automobilindustrie an Lösungen und Bauteilen auf Basis von Spezial-Graphiten investiert die SGL Group über vier Jahre rd. 25 Mio. € in die Erweiterung ihrer Fertigungskapazitäten am Standort Bonn.

Neben neuen Produktionsanlagen entsteht dort auch eine neue Halle. Erste Maßnahmen wurden bereits umgesetzt, bis 2020 soll diese Kapazitätserweiterung abgeschlossen sein. Der Werkstoff bietet Lösungen in Anwendungsfällen wie Gleitlager für Wasserpumpen und Abgasmanagement, Rotoren und Trennschieber in Vakuumpumpen oder Gleitringe für Dichtungen – sowohl für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben als auch mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Dort leisten Lösungen aus Graphit einen wichtigen Beitrag zum sauberen Fahren, zu höherer Energieeffizienz und geringerem CO2-Ausstoß. Die Projekte werden in Zusammenarbeit mit Kunden aus allen Teilen der Welt entwickelt, getestet und umgesetzt.

SGL Group/ Spezialgraphit-Lösungen.
SGL Group/ Spezialgraphit-Lösungen.
22.01.2018
Verstärkte Präsenz in Osteuropa

Der Dosiertechnikhersteller DOPAG gründet eine neue Niederlassung in Tschechien und baut damit sein weltweites Vertriebsnetz weiter aus. Die DOPAG EASTERN EUROPE betreut Kunden in Tschechien, Polen, der Slowakei und Ungarn.

Eröffnet wurde der Standort in Prag, dort hat man ein neues Firmengebäude mit Lager- und Büroräumen errichtet. Ein Team aus Branchenexperten mit umfassendem Technik-Know-how steht den osteuropäischen Kunden zur Verfügung. Die Gründung der neuen Niederlassung ist Teil der internationalen Wachstumsstrategie des Unternehmens, mit der der Dosiertechnikhersteller seine Vertriebsaktivitäten in Osteuropa weiter stärken möchte. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf den Bereich Automotive sowie auf der Elektro- und Elektronikindustrie.

17.01.2018
Dürr eröffnet Test- und Trainingscenter in Shanghai

In dem hochmodernen Test- und Trainingscenter, das der Automobilzulieferer Dürr in Shanghai eröffnet hat, können Automobilhersteller die Technologien rund um Lackieren, Kleben und Abdichten umfassend mit eigenen Karosserien testen, bevor sie in die Serienfertigung gehen.

Auf einer Fläche von ca. 20.000 m2  bietet der neu eröffnete Standort in Shanghai ein hochmodernes Umfeld für mehr als 1.000 Mitarbeiter. Mit dem Test- und Trainingscenter steht eine Einrichtung bereit, um zukunftsweisende Technologien zu erproben und den Umgang mit Roboter- und Applikationstechnik zu erlernen. Zudem gibt es ein praxisorientiertes Schulungsangebot. Für Dichtungs- und Klebeapplikationen stehen drei Sealing-Roboter mit neuester Applikationstechnik bereit. In den Zellen können vollautomatische Verfahren zum hocheffektiven Abdichten von Schweißnähten und Beschichten von Unterboden und Schwellern direkt an den Karosserien der Kunden getestet werden. Weitere Stationen befassen sich mit automatisierten Klebetechniken im Karosseriebau und in der Endmontage.

Dürr Systems AG, Test- und Trainingscenter Shanghai.
Dürr Systems AG, Test- und Trainingscenter Shanghai.
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