Aktuelles / Entwicklungen - Unternehmen / Markt

05.10.2017
Grundstein gelegt

Am Standort Detmold baut Jowat SE ein neues Innovations- und Anwendungszentrum. Neben Ausstellungs-, Labor- und Schulungsräumen wird dieses Haus der Technik modernste Industrieanlagen für Versuche und Demonstrationen bieten.

Im Spätherbst 2018 sollen ca. 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus zwei Abteilungen der Jowat SE, dem Technischen Support & Service sowie dem Jowat Analytik Service, ihre neuen Arbeitsplätze beziehen. Spätestens zum 100-jährigen Jubiläum des Klebstoffspezialisten in 2019 sollen alle Bau- und Umzugsmaßnahmen abgeschlossen sein.

Jowat SE, Haus der Technik.
Jowat SE, Haus der Technik.
04.10.2017
COG wird 150

Der Familienbetrieb in fünfter Generation und renommierte Hersteller von Präzisionsdichtungen wurde in diesem Jahr 150. Damit gehört er zu einem erlesenen Kreis von nur 0,3 % der deutschen Unternehmen.

Das Unternehmen wurde 1867 als Lederfabrik mit angeschlossener Gerberei von Gebhardus Metzger in Pinneberg bei Hamburg gegründet und ist später mit der im gleichen Jahr gestarteten Produktion des Treibriemenspezialisten C. Otto Gehreckens verschmolzen. Seither hat COG einen durchaus wechselhaften Weg durch drei Jahrhunderte beschritten. Aus dem einstigen Experten für Antriebstechnik ist einer der führenden Anbieter für Präzisionsdichtungen geworden. Man produziert Elastomerdichtungen in unterschiedlichen Spezialverfahren für diverse Industriezweige, standardisiert oder nach individueller Anforderung, und betreibt mit mehr als 45.000 Positionen das größte O-Ring-Lager weltweit. Mit Jan und Ingo Metzger setzt die fünfte Generation derzeit den soliden Wachstumskurs fort. Das Unternehmen expandiert seit Jahren auch räumlich. Am heutigen Standort vor den Toren Hamburgs entstanden ein modernes Hochlager, neue Fertigungshallen und ein dazugehöriges Verwaltungsgebäude. Derzeit ist der vierte Bauabschnitt in Planung. Produktion und Technik werden um weitere 2.000 m2  erweitert.

C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG, 150 Jahre.
C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG, 150 Jahre.
19.09.2017
Deutsche Kautschukindustrie: + 3,5% Umsatz

Die deutsche Kautschukindustrie hat –  nach Aussagen des wdk (Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V.) – zur Jahresmitte einen spürbaren Umsatzanstieg verbucht. Im ersten Halbjahr 2017 kletterte der Branchenumsatz auf 6 Mrd. €.

Davon wurde knapp ein Drittel im Ausland erwirtschaftet. Demnach trugen zum Wachstum eine erfreuliche Auslandsnachfrage und gestiegene Rohstoffpreise bei. Ein weiterer stimulierender Faktor war das inländische Geschäft in den nachfragestarken Monaten März und Mai. Dagegen trat das Mengengeschäft der Reifenhersteller bislang weitgehend auf der Stelle. Im Bereich der Technischen Elastomer-Erzeugnisse (TEE) waren Änderungen bei den Abnehmerindustrien zu beobachten: Sorgte 2016 noch die inländische Automobilindustrie für eine hohe Nachfrage nach TEE, so expandierten im bisherigen Jahresverlauf andere Verarbeiterbranchen, namentlich Maschinenbau, Elektroindustrie und Bauwirtschaft. Während die Auslandsfertigung der deutschen Fahrzeugbauer zunahm, lag deren inländische Fertigung unter der des Vorjahres. Die gute Entwicklung bei TEE im non-automotive Geschäft hatte positive Auswirkungen auf Produktion, Kapazitätsauslastung und Arbeitsplätze. Die Unternehmen der deutschen Kautschukindustrie produzierten mit 410 000 t TEE 3,8% mehr als im Vergleichszeitraum. Die Kapazitätsauslastung stieg um 5,7% auf 89,6%. Angesichts der aktuellen Marktlage ist ein Umsatzplus von 5% für das Gesamtjahr weiterhin möglich. Bei den Mengenabsätzen ist allerdings eher mit einer Stagnation zu rechnen, sowohl im Reifen-Sektor als auch in Summe bei den Technischen Elastomer-Erzeugnissen.

19.09.2017
Neuer FEICA-Präsident

Auf der FEICA-Konferenz wurde Dr. Boris Tasche einstimmig – als Nachfolger von Steve Kenny (H.B. Fuller Europe GmbH) – zum neuen Präsidenten des Dachverbandes der europäischen Klebstoffindustrien gewählt.

Als Vorstandsvorsitzender des Industrieverbands Klebstoffe (IVK) repräsentiert er seit sieben Jahren die Interessen des Verbandes und der deutschen Klebstoffhersteller im Executive Board der FEICA. Seit 2016 war er Vize-Präsident. In seiner neuen Funktion als Präsident verantwortet er die strategische Ausrichtung des Verbandes der europäischen Kleb- und Dichtstoffhersteller.

FEICA, Dr. Boris Tasche.
FEICA, Dr. Boris Tasche.
13.09.2017
Deutsche Klebstoffindustrie auf Wachstumskurs

Die deutsche Klebstoffindustrie hat – nach Aussagen des Industrieverbands Klebstoffe e.V. (IKV) – im Geschäftsjahr 2016 mit allen Klebstoffsystemen einen Umsatz von 3,7 Mrd. € erzielt. Damit wurde die Wachstumsprognose von 1,2% nominal erfüllt. Auch der Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung ist positiv.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Branche ein nominales Umsatzwachstum von mind. 2%. Wesentlicher Wachstumstreiber ist dabei die gute Konjunktur in der Bauindustrie. Weltweit werden mit Kleb- und Dichtstoffen, zementären Baustoffen sowie Klebebändern jährlich etwa 61 Mrd. € umgesetzt. Mit einem globalen Marktanteil von rund 19% ist die deutsche Klebstoffindustrie Weltmarktführer. Auch in Westeuropa belegt die Branche - mit einem Klebstoffverbrauch von 27% und einem Klebstoffproduktionsanteil von 34% - jeweils die ersten Plätze. Neben dem Inlandsumsatz von 2,1 Mrd. € werden aus Deutschland heraus Exporte im Wert von rund 1,7 Mrd. € getätigt, weitere 8,1 Mrd. € Umsatz generieren deutsche Klebstoffhersteller lokal aus ihren ausländischen Produktionswerken. Die gemessen am Produktionsumfang  bedeutendsten Produkttypen in 2016 waren Dispersionsklebstoffe. Dahinter folgen reaktive Klebstoffsysteme und Schmelzklebstoffe.  Zu den wichtigsten Absatzmärkten für Klebstoffe zählen die Bereiche Papier/Verpackung, Fahrzeugbau, Holz, Elektronik und Bau. In 2016 haben die Umsätze – mit Ausnahme der grafischen Industrie – in allen anderen Sektoren zufriedenstellend zugelegt. Im Holz- und Baugewerbe konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 bzw. 2,6% gesteigert werden. Der Bereich Elektrische und Optische Anlagen, der in Deutschland um 1,1% gewachsen ist, ist für die Klebstoffindustrie von hoher globaler Bedeutung. Für das laufende Wirtschaftsjahr erwartet die deutsche Klebstoffindustrie eine Fortsetzung der konjunkturellen Dynamik. Die globale Wirtschaft befindet sich trotz einer langen Liste von Risikofaktoren auf einem robusten Wachstumskurs. Ein ähnlich positives Bild zeigt sich in den Abnehmerindustrien für Klebstoffe. Der IVK geht von einem nominalen Umsatzwachstum von mindestens 2% aus und rechnet mit ca. 3,8 Mrd. Gesamtumsatz für die deutsche Branche. Eine Herausforderung sind die weiterhin anziehenden Rohstoffpreise. Die Versorgungslage bei wichtigen Basisrohstoffen ist zwar überwiegend gut, bei einigen Zwischenprodukten gibt es jedoch Force Majeures-Meldungen – vor allem bei Isocyanaten und Rohstoffen für Polyurethanklebstoffe ist es zu Verknappungen gekommen.

13.09.2017
CEO-Wechsel bei Victrex

Jakob Sigurdsson hat seine Arbeit als designierter CEO von Victrex aufgenommen und wird am 1. Oktober 2017 Dave Hummel, der nach 24 erfolgreichen Jahren als CEO in den Ruhestand geht, ablösen.

Fokussierte Wachstumsstrategien für neue, aufstrebende Märkte und Anwendungen zu entwickeln, ist ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie des Unternehmens, einem Weltmarktführer von Lösungen auf Basis von Hochleistungspolymeren. Der Fokus auf die weitere Umsetzung der Strategie, die sich von Polymeren über Folien, Rohre und UD-Tapes bis hin zu ausgewählten Bauteilen erstreckt, wird auch unter dem neuen CEO beibehalten werden. David Hummel wird am 30. September 2017 als CEO zurücktreten und als Executive Director bis Februar 2018 tätig bleiben.

Victrex Europa GmbH, Jakob Sigurdsson.
Victrex Europa GmbH, Jakob Sigurdsson.
13.09.2017
Neu: Industrietechniker für Additive Fertigung

Auf der Fakuma präsentiert das SKZ die neu entwickelte Weiterbildung zum Industrietechniker für Additive Fertigung. Der in seiner Art weltweit einzigartige Praxislehrgang wird in Zusammenarbeit mit der IHK Würzburg-Schweinfurt durchgeführt.

In der Kunststoffbranche verbreitet sich das 3D-Druck-Fieber. In zahlreichen Firmen hat die Additive Fertigung bereits Einzug gehalten, vereinzelt wurden sogar ganze Fachabteilungen aufgebaut. Die Frage, ob in naher Zukunft neben den etablierten Verarbeitungsmaschinen in der Produktion auch 3D-Drucker stehen werden, stellt sich nicht mehr. Dennoch birgt die neue Technologie Risiken für die Unternehmen – zu diesem Ergebnis kommt auch der „Global 3D printing Report 2016“ der Ernst & Young GmbH. Das größte Risiko sehen die Firmen demnach mit rund 40% bei den relativ hohen Einführungskosten. An zweiter Stelle führt der Report die geringe Expertise und das fehlende Fachpersonal mit ungefähr 30% an. Betrachtet man die Weiterbildungslandschaft in Deutschland, so ist es erstaunlich, dass es für den Bereich der Additiven Fertigung kaum qualifizierende Aus- bzw. Weiterbildungsberufe gibt. Speziell im Hinblick auf den Deutschen Qualifikationssrahmen (DQR) fehlen bundesweit die Angebote. Hier setzen SKZ und IHK mit der Einführung des „Geprüften Industrietechnikers für die Additive Fertigung“ an.
Das Lehrgangskonzept deckt die komplette Verarbeitungskette von der Bauteilauslegung und Konstruktion über die Fertigung bis zur Qualitätssicherung ab. In den neun Monaten Vollzeitunterricht erfolgt ein Rundumblick über Kunststoffe, Metalle, Glas, Verbundwerkstoffe, aber auch über Keramiken sowie deren Verarbeitung. Ergänzt wird dies durch weitere Lehrinhalte wie Betriebsorganisation und Produktionsmanagement, insbesondere im Hinblick auf Industrie 4.0. Vor allem der hohe praktische Anteil der Weiterbildung in den Technika des SKZ gewährleistet eine direkte Umsetzung der theoretisch vermittelten Inhalte in die Praxis.Die
Industrietechniker entwickeln und koordinieren Lösungen für komplexe Fertigungsaufgaben, die erweiterte technische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten in Produktion und Automatisierung verlangen. Zum Aufgabenspektrum gehört außerdem das Planen, Durchführen und Optimieren technischer Prozesse wie Konstruktion, Fertigung, Inbetriebnahme und Service. Dabei müssen wirtschaftliche, rechtliche, energetische, umweltbezogene sowie sicherheitsrelevante Kriterien beachtet werden. Ebenso umfasst der Tätigkeitsbereich des Technikers Fachrichtung Additive Fertigung das Planen und Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen.

SKZ-KFE gGmbH, Industrietechniker für Additive Fertigung.
SKZ-KFE gGmbH, Industrietechniker für Additive Fertigung.
06.09.2017
Viscotec/ ViscoTec India Pvt. Ltd.

Mit der ViscoTec India Pvt. Ltd. hat die ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH – neben Niederlassungen in den USA, Singapur und Shanghai – ihre vierte Niederlassung weltweit eröffnet. Niederlassungsleiter und Ansprechpartner vor Ort ist Vivek Ghewari.

Geplant ist die Niederlassung vor allem als Vertriebs- und Serviceorganisation mit dem Ziel der Markterschließung.

ViscoTec Pumpen- und Dosiertechnik GmbH, India Pvt. Ltd.
ViscoTec Pumpen- und Dosiertechnik GmbH, India Pvt. Ltd.
04.09.2017
Verschmelzung

Das Handels-, Service- und Industriedienstleistungsunternehmen ERIKS hat zum 1.09.2017 seine deutschen Gesellschaften zur ERIKS Deutschland GmbH zusammengeführt.

Folgende ERIKS-Gesellschaften sind zum 1. September 2017 zur ERIKS Deutschland GmbH zusammengeführt worden: ERIKS NordWest GmbH, ERIKS NordOst GmbH, ERIKS West GmbH, ERIKS SüdWest GmbH, ERIKS Bayern GmbH, ERIKS Nord GmbH, ERIKS Hessen GmbH, ERIKS GmbH, Maag Technic GmbH, ERIKS Industriedichtungen GmbH. Folgende Unternehmen sind nicht in die ERIKS Deutschland GmbH übergegangen, gehören jedoch weiterhin zur ERIKS Unternehmensgruppe: AMG-PESCH GmbH, schmitztechnik GmbH sowie Siekmann Econosto GmbH & Co. KG. Mit der Verschmelzung der deutschen Tochtergesellschaften geht eine umfassende Umstrukturierung einher. So hat man neben den 21 Regional-Centern bundesweit ausgerichtete, einheitlich aufgebaute Produktbereiche eingeführt. Diese Business Units (Dichtungs- und Polymertechnik, Arbeitsschutz und Betriebsunterhalt, Flachdichtungen, Industrieschlauchtechnik, Hydraulik und Pneumatik, Wälzlager/Mechanische Antriebstechnik, Elektrische Antriebstechnik, Industriearmaturen und Regeltechnik) sollen künftig dazu beitragen, Kunden standort- und regionsunabhängig mit umfassender technischer Expertise zu betreuen. Die Unternehmensstrukturen sind vereinheitlicht, interne Prozesse optimiert worden. Darüber hinaus wurde zusätzliches Personal eingestellt, wie z.B. Application Engineers für die Fachberatung der Kunden.

25.08.2017
Olav Davis leitet das F.E.D. Zentrum von Tartler

Nachdem in den letzten Wochen auf rund 120 m2  alle baulichen, technischen und personellen Voraussetzungen für die Arbeit an Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Niederdruck-Misch- und Dosiertechnik geschaffen wurden, konnte nun für die Leitung des F.E.D.- Zentrums der Branchen-Experte Olav Davis gewonnen werden.

Die Gründung des neuen F.E.D.-Zentrums in Michelstadt hat für die Unternehmensgruppe Tartler hohe strategische Relevanz. Denn damit bündelt der Anlagenbauer nicht nur all seine Entwicklungs- und Forschungsprojekte an einer Stelle, sondern bietet seinen Kunden auch erweiterte Möglichkeiten für die Demonstration serienreifer Prozess- und Systemlösungen. Mit dem F.E.D.- Zentrum ist man nun auch in der Lage, den Kunden alle Prozessabläufe lückenlos live und unter 1:1-Realbedingungen vorzuführen. Optimierungspotenziale lassen sich so direkt vor Ort an laufenden Anlagen demonstrieren. Ob Formen- oder Modellbau, ob Automobil- oder Bootsbau, ob Windflügel-Herstellung oder Elektroverguss – der Kunde kann auf diese Weise sofort erkennen, welche positiven Impulse die Forschungsarbeit für seine Verarbeitungsprozesse hat.

Tartler GmbH, Leiter F. E. D. Zentrum.
Tartler GmbH, Leiter F. E. D. Zentrum.
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