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15.08.2019
Freudenberg geht neue Wege bei Qualitätsprüfung

Beim Qualitätscheck sehr kleiner Teile setzt Freudenberg Sealing Technologies mit einer neuen Anlage zur automatischen Sichtkontrolle, die eine selbst entwickelte Technologie für die optische Prüfung mit den Vorteilen der additiven Fertigung kombiniert, neue Maßstäbe.

Die neue Inspektionseinheit ist gerade einmal so groß ist wie eine haushaltsübliche Mikrowelle: Sie prüft pro Sekunde vier Schlauchfedern mit einem Durchmesser von 6 bis 12 mm auf Fehler wie Knicke, Lücken, abweichende Durchmesser und mangelhaft geschlossene Enden. Die Maschine sortiert automatisch defekte Teile aus einer typischen Charge von 10.000 Federn aus und verpackt und etikettiert den Rest für den Versand an den Kunden. Eine einzelne Feder kostet nur wenige Cent. Dennoch hat die erste Inspektionseinheit im Freudenberg-Werk in Bristol (USA) bereits spürbar zur Kostensenkung beigetragen: Die Ausschussquote ging ebenso zurück wie Abweichungen beim Prüfprozess und die Produktionszeit. Für die Mitarbeiter haben sich die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert. Bevor die Inspektionseinheit installiert wurde, mussten die Mitarbeiter Tausende der winzigen Federn auf dem Leuchttisch mithilfe einer Lupe visuell prüfen. Stellten sie dabei eine bestimmte Anzahl von fehlerhaften Teilen in einem Fertigungslos fest, musste die gesamte Charge verschrottet werden. Dank der neuen Prüfanlage sind teure Kundenrückrufe deutlich zurückgegangen. Während die Einheit Fehler identifiziert und analysiert, meldet die zugehörige Software diese Informationen direkt an die Fertigungsmaschine zurück. Werden zu viele Fehler erkannt, stoppt die Inspektionseinheit die Fertigung automatisch, sodass die Maschinenparameter korrigiert und mögliche weitere Probleme behoben werden können. Gleichzeitig mit den Inspektionseinheiten entwickelte man ein Dashboard zur Erfassung der Daten. Der Bediener kann auf einem Bildschirm sehen, welche Maschinen korrekt funktionieren und wo Anpassungen notwendig sind. Herzstück ist das selbst entwickelte flexible Bildverarbeitungssystem. Es untersucht ein Bauteil mit einer Reihe von Algorithmen in < 50 ms auf Fehler – die neue automatische Sichtkontrolle (ASK) prüft acht verschiedene Maß- und Oberflächenfehler. Bei der Prototyp-Entwicklung der Inspektionseinheit musste eine umfangreiche Anforderungsliste aus der Fertigung abgearbeitet werden. So sollte die Einheit klein und kompakt sein, damit sie unter die Produktionsmaschinen passt. Außerdem musste sie netzwerkfähig sein, damit die Bediener das System sowohl auf einem großen Bildschirm an der Anlage als auch auf ihren Smartphones überwachen können. Ebenso sollte das elektronische Dashboard integriert werden, mit dem sich Statistiken und Daten anzeigen lassen. Nicht zuletzt war auch eine mechanische Ausschleusung erforderlich, die die Produkte schnell und reibungslos durch den Inspektionsprozess in separate Behälter steuert. Die auf Basis dieser Anforderungen entwickelte Ausschleusung besteht aus komplexen Führungen und extrem dünnen Teilen, um die winzigen Teile problemlos durch den Inspektionsprozess zu bewegen. Um perfekte Ergebnisse zu erzielen, griff man auf die additive Fertigung zurück. Da die Entwicklung dieser kleinen Inline-Federinspektionseinheit so erfolgreich war, sollen nun größere Prüfeinheiten für den Einsatz in anderen Fertigungsbereichen folgen. Hierzu will Freudenberg ebenfalls das flexible Bildverarbeitungssystem und additiv gefertigte Komponenten nutzen.

Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Qualitätsprüfung.
Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Qualitätsprüfung.
06.08.2019
Exklusive Vertriebspartnerschaft zwischen Biesterfeld und Polyprocess SAS

Biesterfeld hat das exklusive deutsche Vertriebsrecht für das gesamte Artikelportfolio von Polyprocess SAS erhalten.

Das Angebot umfasst vorwiegend Polyesterprodukte wie Gelcoats, Topcoats, Flammschutz-Systeme, Formenbausysteme und Modellpasten. Vinylester- und Epoxid-Vinylester-Produkte ergänzen das Portfolio. Bedient werden vor allem die Transport- (Bus, LKW), Marine- und Wohnmobil-Industrie. Auch der Sanitärbereich gewinnt zunehmend Abnehmer und ist ein wachsendes Marktsegment.

30.07.2019
„kai“ Flyer

In Zusammenarbeit mit der Messe Düsseldorf und weiteren Branchenverbänden startet auch in diesem Jahr wieder die Kunststoffausbildungsinitiative „kai“ mit einem Rahmenprogramm rund um das Thema Ausbildung, Beruf und Perspektive auf der K 2019.

Bereits zum viertem Mal seit 2010 fasst die Kunststoffausbildungsinitiative, kurz „kai“ genannt, alle relevanten Ereignisse mit besonderem Bildungshintergrund auf der K Messe zusammen und bietet damit einen speziellen Service für alle Besucher, welche die K Messe für Ausbildungs- und Berufsinformationen nutzen möchten. Petra Cullmann, Global Portfolio Director Plastics and Rubber der Messe Düsseldorf und Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V., haben jetzt gemeinsam den Startschuss für das diesjährige Programm von „kai“ gegeben. Unter dem Motto „Kunststoff live erleben“ kann der Nachwuchs der Branche auf der K in Düsseldorf den Werkstoff Kunststoff mit all seinen Facetten und modernen Anwendungen hautnah erleben. Und dies nicht nur an den Ständen der Aussteller, sondern z.B. auch in der Sonderschau „Plastics shape the future“ mit Live-Experimenten, Diskussionsrunden für und mit Schülern und Studenten sowie Vorträgen zur Kunststoffindustrie 4.0, Circular Economy oder Funktionalität durch Material, Prozess und Design. Zudem bietet sich die Möglichkeit an geführten Messerundgängen teilzunehmen oder die individuelle Berufsberatung auf der K 2019 zu nutzen. Der „kai“ Flyer, mit allen Ansprechpartnern und Veranstaltungen, steht ab jetzt allen Interessierten kostenlos über die GKV Website www.gkv.de zur Verfügung und soll bereits heute neugierig auf einen Informationsbesuch auf der K 2019 machen.

23.07.2019
SPÄH Unternehmensgruppe erweitert Geschäftsführung

Dr. Wolfgang Hergeth wird weiterer Geschäftsführer der SPÄH Unternehmensgruppe und wird gemeinsam mit der geschäftsführenden Gesellschafterin Sandra Späh das Unternehmen leiten.

Die beiden Geschäftsführer werden gemeinsam die anstehenden Aufgaben angehen, wobei sich Frau Späh vermehrt um die strategischen Herausforderungen der nächsten Jahre kümmern wird. Herr Alfred Späh übernimmt den Vorsitz des Konzernbeirates der SPÄH Gruppe.  Dr. Hergeth war über 20 Jahre für die AL-KO Gruppe tätig. Er hatte dort verschiedene Führungs- und Managementfunktionen inne. Die SPÄH Gruppe bringt mit vier Standorten in Deutschland und einer Niederlassung in China sowie rund 650 Beschäftigten über 55 Jahre Erfahrung und Kompetenz in der mechanischen Verarbeitung von Gummi und Kunststoff mit. Diese werden hauptsächlich zu Dichtungen und anderen Zulieferteilen für den Technischen Handel und die Industrie verarbeitet.

Späh, Dr. Hergeth.
Späh, Dr. Hergeth.
23.07.2019
Pilotfabrik für vertikale Integration der Spritzgießverarbeitung

Mit dem ENGELTechnikum hat ENGEL AUSTRIA an seinem Stammsitz in Schwertberg, eine eigene Pilotfabrik für die vertikale Integration in der Spritzgießverarbeitung in Betrieb genommen.

Damit will das Unternehmen seine Kunden noch umfassender auf dem Weg zur smart factory unterstützen. Mit 1.700 m² Maschinenstellfläche ist das  Technikum ein kunststoffverarbeitender Betrieb für sich und dabei nach Unternehmensangaben einer der weltweit modernsten. ENGEL sei damit der First User aller neu entwickelten inject 4.0 Technologien. Unter dem Namen inject 4.0 bündelt man die Produkte und Lösungen für die smart factory. Kontinuierlich wird das Angebot erweitert. Auch zur K 2019 seien zahlreiche neue inject 4.0 Produkte in der Entwicklungspipeline. Inject 4.0 verfolgt das Ziel, das volle Potenzial von Maschinen, Anlagen und Technologien auszuschöpfen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, flexibler zu agieren und die zunehmende Komplexität der Fertigung sicher zu beherrschen. Mit den neuen Möglichkeiten des Kundentechnikums will man anschaulich und greifbar vermitteln, wie sich jeweils zugeschnitten auf die ganz individuellen Anforderungen der Verarbeiter dieses große Potenzial vollständig, effizient und wirtschaftlich ausschöpfen lässt.

(Bild: Engel)
(Bild: Engel)
23.07.2019
bdtronic baut Unternehmenssitz aus

Wegen der positiven Unternehmensentwicklung durch die hohe Nachfrage nach Technologien für die Zukunftsmärkte Elektromobilität und autonomes Fahren schafft bdtronic Platz für weiteres Wachstum.

Das Unternehmen bezieht in Weikersheim ein zweites modernes Verwaltungs- und Fertigungsgebäude. Das neue Gebäude in der Kopernikusstraße 5 hat eine Gesamtfläche von 6.500 m2 , fünf neue Besprechungsräume und ein Betriebsrestaurant für Mitarbeiter und Kunden. bdtronic ist in den vergangenen Jahren bereits stark gewachsen: So wurden sowohl Umsatz, Produktionsfläche als auch Mitarbeiterzahlen verdoppelt. Am Hauptsitz in Weikersheim wurde 2016 ein modernes Verwaltungs- und Fertigungsgebäude mit einer Gesamtfläche von rund 4.000 m2 errichtet. Mit den Technologien Dosieren, Imprägnieren, Heißnieten und Plasma hat sich das Unternehmen gut für die Märkte für Elektromobilität und autonomes Fahren aufgestellt.

(Bild: bdtronic GmbH)
(Bild: bdtronic GmbH)
19.07.2019
Ensinger erweitert Geschäftsleitung

Neben den langjährigen Geschäftsführern Klaus Ensinger und Dr. Roland Reber ist Dr. Oliver Frey seit dem 1. Juli 2019 dritter Geschäftsführer der Ensinger GmbH und der Ensinger Gruppe.

Der promovierte Chemiker leitete bisher die Sparte Compounds. Diese Aufgabe wird Frey vorerst zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Geschäftsführer ausüben.

(Bild: Ensinger GmbH)
(Bild: Ensinger GmbH)
19.07.2019
Aus Eleco Produits – EFD wird Eleco Panacol – EFD

Mit der Entscheidung zur Namensänderung will die Panacol Group die Synergien des globalen Marketings und den Wiedererkennungswert der Gruppe fördern.

Die französische Firma Eleco Produits – EFD, spezialisiert auf Industrieklebstoffe sowie Dosier- und UV-Aushärtegeräte, und der deutsche Klebstoffproduzent Panacol-Elosol GmbH sind beide Töchter der Hönle AG. Um den Wachstumsanforderungen ihrer globalen Kunden besser gerecht zu werden und ein einheitlicheres Produktportfolio anbieten zu können, ändert Eleco Produits – EFD seinen bisherigen Namen mit Wirkung zum 1. August in Eleco Panacol – EFD. Eleco Produits – EFD mit Sitz im Großraum Paris ist seit 1974 auf den Vertrieb von industriellen Klebstoffen und passendem Dosier- und Aushärteequipment spezialisiert. Der Schwerpunkt von Eleco Panacol – EFD wird weiterhin auf dem Verkauf von Industrieklebstoffen und Geräten – vom Standort in Genevilliers/Paris aus – liegen. Geschäftsführung und Team bleiben unverändert bestehen.

27.06.2019
Hönle baut neuen Firmensitz

Anfang Juni erfolgte der Spatenstich für den neuen Firmenhauptsitz der Dr. Hönle AG. In der zweiten Jahreshälfte 2021 will man dann von Gräfelfing nach Gilching umziehen.

Der Grund für den Umzug: Die Firma platzt am jetzigen Standort aus allen Nähten. Rund 250 der weltweit 600 Mitarbeiter arbeiten derzeit in der Zentrale, darüber hinaus beherbergt sie 4.500 m2  Pro- duktionsfläche sowie Anwendungslabors. Mit dem Neubau stehen zukünftig zwei Gebäude mit insgesamt 18.500 m2  Nutzfläche zur Verfügung. Das eine Gebäude wird dann als Lager- und Logistik-Halle genutzt. In das andere ziehen die Verwaltung sowie die Abteilungen Entwicklung, Vertrieb und Produktion ein. Die Mitarbeiter werden größtenteils mit nach Gilching gehen.

Dr. Hönle AG, Firmensitz.
Dr. Hönle AG, Firmensitz.
19.06.2019
Plasmatreat beteiligt sich an Intecells

Mit der Beteiligung an dem Start-up Intecells will Plasmatreat die herkömmlichen Bauformen und den aktuellen Produktionsprozess von Batteriezellen überwinden, um die Batterieleistung deutlich zu steigern und die Fertigung effizienter zu machen.

Neue Batterie-Technologien sind nicht nur für den stetig wachsenden Bereich der Elektromobilität von großer Bedeutung, sondern werden auch zahlreiche Anwendungen der Consumer Electronics-Branche optimieren bzw. überhaupt erst ermöglichen. Plasmatreat-CEO Dipl.-Ing. Christian Buske und Dr. Shawn Gayden (Architected Batteries Unbound LLC) haben gemeinsam mit dem Investor Walden Intern. das Start-up Intecells in den USA gegründet.

Plasmatreat GmbH, Intecells.
Plasmatreat GmbH, Intecells.
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