Aktuelles / Entwicklungen - Statische Dichtungen / Formteile / Profile

09.04.2019
Verbundtechnologie für Dichtelemente

Ein Beispiel der Verbundlösungen der Engineered Materials Group der Parker Hannifin Corporation sind ökonomisch und ökologisch gleichermaßen vorteilhafte 2K-Gummi-Kunststoff-Direktverbundteile, die ohne Haftsysteme auskommen und zudem die Substitution von Metall durch Kunststoff ermöglichen.

Die Verbundlösungen greifen auf eine umfangreiche Palette von Werkstoffen zur Herstellung von Materialkombinationen wie Gummi-Kunststoff, Gummi-Metall oder Kunststoff-Kunststoff zurück. Diese werden mit fortschrittlichen Fertigungsverfahren in Lösungen umgesetzt: z.B. als Gehäusebauteile mit statischer Dichtfunktion oder mit rotierenden Wellen, Funktionselemente für translatorische Bewegungen, Dichtelemente mit Form-/Kraftschluss-Fixierung, formstabile Trägerplatten mit Dichtfunktion u.v.m. Die Einsatzgebiete erstrecken sich über alle Industriebereiche, von Industrie- und Automobilanwendungen über den Luft- und Raumfahrtsektor bis hin zu Anwendungen in der Öl- und Gasindustrie oder der Medizintechnik.
 Durch die Kombination der spezifischen Vorteile verschiedener Werkstoffe in einem Bauteil können neue Entwicklungspotenziale realisiert werden. Dank weitgehender Designfreiheit ist z.B. die kompakte, sprich bauraum- und gewichtssparende Darstellung komplexer Produktgeometrien oder Funktionsanforderungen möglich. Dadurch ergeben sich z.T. erhebliche Kostenvorteile, z.B. bei der Montage durch Formstabilisierung der Weichkomponente bzw. Dichtgeometrie. Durch Reduktion der Teilevielfalt mittels Verbundlösungen sinken Verwaltungs-, Lagerhaltungs- und Logistikkosten, während gleichzeitig dank höherer Prozessstabilität die Qualitätskosten geringer ausfallen. Handlingsvorteile ergeben sich durch die Stabilisierung kleiner und filigraner Teile. Auch das Risiko von Montagefehlern ist bei Verbundlösungen geringer, während angebundene Dichtgeometrien zudem das Leckagepotenzial senken. Dank spezieller Fertigungsverfahren bietet Parker Prädifa fortschrittliche, langlebige und kostengünstige 2K-Gummi-Kunststoff-Direkt-Verbundlösungen an, die ohne umwelt- und gesundheitsbelastende Haftvermittler und daraus resultierende Lösemittelemissionen auskommen. Durch den Entfall der entsprechenden Prozessschritte ergeben sich Kostenvorteile. Zudem können 2K-Gummi-Kunststoff-Verbundteile in vielen Fällen auch die „klassischen“ Gummi-Metall-Lösungen ersetzen. Neben den bereits genannten Umwelt- und Kostenvorteilen schlagen hier auch der Wegfall des bei Metallen stets vorhandenen Korrosionsrisikos und das im Vergleich zu Metall geringere Gewicht von Kunststoff positiv zu Buche.

Parker Hannifin GmbH, Verbundlösungen.
Parker Hannifin GmbH, Verbundlösungen.
05.04.2019
tecnoseal druckt Dichtungen

Als erster Dichtungshersteller in Österreich ist tecnoseal in der Lage, neben gedrehten und geplotteten Dichtungen, auch Dichtungen im 3D-Druck aus Silicon herzustellen.

Bei der Schichtstärke von 30 µm erreichen die Dichtungen eine hohe Stabilität. Das Material ist temperaturbeständig bis 200 °C sowie benzin- und ölbeständig. Es können zwei verschiedene Härten von 35 und 65 Shore A gedruckt werden und auch eine Einfärbung ist möglich. Für verschiedenste Anwendungen können die gedruckten Dichtungen direkt in die Serienteile verbaut werden. Bei statischen Dichtungen in Elektronikbauteilen oder in der Leuchtenindustrie wird die Schutzklasse IP67 erreicht. Neben der Dichtungstechnik bietet tecnoseal mit diesem Verfahren auch sonstige Formteile an. Diese können dann als Prototyp, Funktionsmuster oder auch als Serienteil verbaut werden. In der anschließenden Umsetzung als Serienteil kann dies aus verschiedensten Materialien wie Viton, EPDM, NBR und Silicon ebenfalls als Formteil realisiert werden. Aber auch harte Bauteile aus Acryl können mit diesem 3D-Druck-Verfahren in kürzester Zeit hochauflösend mit einer Schichtstärke von 15 µm gedruckt werden. Dadurch wird eine sehr hohe Stabilität der Bauteile erreicht und es können selbstschneidende Schrauben eingedreht werden, ohne das Material zu sprengen. Bis M3 ist es sogar möglich, das Gewinde sowie die Schraube mit zu drucken. Kürzeste Reaktionszeiten ermöglichen Lieferungen der Bauteile innerhalb von 24h.

tecnoseal e.U., 3D-Druck.
tecnoseal e.U., 3D-Druck.
05.04.2019
Bohrungen einfach und sicher verschließen

Mit Roll2Seal®  stellt die Engineered Materials Group der Parker Hannifin Corporation eine neue Dichtungslösung zum einfachen und sicheren Verschluss von Bohrungen bei drucklosen Anwendungen vor.

Wenn Komponenten für eine spätere Montage weiterer Baugruppen bereits mit Bohrungen versehen wurden, diese jedoch dauerhaft oder vorübergehend – z.B. während des Transports oder für Probeläufe – sicher verschlossen werden sollen, steht der Konstrukteur oft vor einem Problem: Die Bohrung soll mit einem Deckel verschlossen werden, doch der umgebende Raum reicht für eine klassische Flanschdichtung nicht aus. Fehlt eine Einführschräge von 15 bis 20°, ist eine radiale Abdichtung zum Scheitern verurteilt, da die Dichtung den Montageversuch selbst bei angefaster oder gerundeter Bohrungskante nicht unbeschadet überstehen würde: Ein Teil der Dichtung würde dabei abgeschert. Nach dem Prinzip „Rollen statt Rutschen“ wurde dieses Problem nun gelöst: Die neuartige statische Roll2Seal® -Dichtung benötigt keine Einführschräge, kein Entgraten, ist selbstsichernd und bietet sowohl vorübergehenden als auch dauerhaften Schutz vor Schmutz und Nässe. Sowohl die einmalige als auch die mehrmalige Montage und Demontage der Roll2Seal®  sind denkbar einfach und dank Immunität der Dichtung gegen ungebrochene Kanten beschädigungsfrei zu bewerkstelligen: Statt die Dichtung an der Kante zerstörend einzuklemmen, lässt man sie einfach unbeschadet über die kritische Stelle rollen. Ermöglicht wird dies durch die dreieckförmige Geometrie im Zusammenwirken mit der speziellen Kontur des Dichtungssitzes am Deckel, der aufgrund des sich umkehrenden Einpresskraftverlaufs gegen Ende des Montagevorgangs bis zu einem hörbaren Anschlag in die Bohrung hineingezogen wird. Mithilfe der Finite-Elemente-Simulation kann die Geometrie an die jeweiligen Bohrungsdurchmesser angepasst werden. Die platz- und kostensparende Dichtung wird aus geeigneten Werkstoffen entsprechend der thermischen und mechanischen Anforderungen gefertigt. Das Dichtsystem, bestehend aus Kunststoff- bzw. Metalldeckel und Dichtung, ist auf Wunsch bereits vormontiert lieferbar.

Parker Hannifin GmbH, Roll2Seal®.
Parker Hannifin GmbH, Roll2Seal®.
25.03.2019
Neue strahlenresistente Elastomerdichtungen

Die PMUC-zertifizierten Elastomerdichtungen aus EPDM mit Shore-Härte 80 wurden für nukleare Anwendungen konzipiert und können dank einer Strahlungsresistenz von bis zu 1700 kGy unter Störfallbedingungen eingesetzt werden.

Die Elastomerdichtungen E48Z11LY1700 sind für den Einsatz in semidynamischen oder statischen Anwendungen in Kernkraftwerken, und zwar in Pumpen, Industrieventilen, Kompressoren, Motoren, Stellantrieben, Schraubverbindungen, unter Druck stehenden Geräten und Materialien vorgesehen, die Strahlung ausgesetzt sind. Das Material ist nach PMUC Nr. 17-0389 (Produkte und Materialien zum Einsatz in Kernkraftwerken) zertifiziert, enthält > 200 ppm Halogen und Schwefel (gemäß GDL-Verfahren D5710/ ESD/1990/000295/001) und schützt die Primär- und Sekundärkreisläufe vor Korrosion. Die Dichtungen zeichnen sich durch ihre ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen, Stickstoff, Sauerstoff, phosphathaltige Hydraulikflüssigkeiten, polare Lösungsmittel (Wasser, Alkohol, Glykole und Ketone), Dampf und Reinigungsmittel aus. Sie eignen sich auch für den medizinischen Bereich (Bildgebung/Röntgen), Instrumente (Strahlungsschutz) und persönliche Schutzausrüstungen und können innerhalb einer breiten Temperaturspanne von -40 °C bis +140 °C in Wasser oder überhitztem Wasser (über einen längeren Zeitraum hinweg) und bei 170 °C in Wasserdampf (bis zu 24 h lang) eingesetzt werden. Nach einer siebzigstündigen Komprimierung bei 100 °C beträgt der Druckverformungsrest nur 15%. Sie sind in verschiedenen Größen und Versionen als O-Ringe, Dichtungen, geformte und gedrehte Dichtungen, Balgdichtungen, Dichtungsscheiben und V-Ringe erhältlich. Andere Formen sind auf Anfrage lieferbar.

Latty International S. A., PMUC-Dichtung für nukleare Anwendungen.
Latty International S. A., PMUC-Dichtung für nukleare Anwendungen.
14.03.2019
Risikofaktor: Falsche Montage von Flanschdichtungen

Nach einer Umfrage des VTH Verband Technischer Handel e.V. lassen sich 90% aller Probleme mit Flanschdichtungen vermeiden, wenn Fachleute die Montage übernehmen.

Ohne die dichte Verbindung von zwei Rohren bzw. Armaturen durch Flansche können viele technische Anlagen und Apparate nicht funktionieren. Zudem drohen bei Leckagen Risiken für die Gesundheit oder die Umwelt. Deshalb fordert der VTH - Verband Technischer Handel e.V. - , die Montagearbeiten stets Fachleuten zu überlassen. VTH-Umfragen zufolge ist in neun von zehn Fällen eine fehlerhafte oder unzureichende Montage der Flachdichtungen der Grund für Probleme mit Flanschdichtungen. Eine fachgerechte Montage ist entscheidend für die Funktion einer Dichtung, da sie die Lebensdauer, Standfestigkeit und Leckage-Rate einer Dichtung maßgeblich beeinflusst. In der Theorie ist der Einbau einer Flachdichtung relativ einfach. In der Praxis wird aber manchmal `geschludert`, etwa wenn gebrauchte Schrauben und Dichtungen wiederverwendet werden oder Billigware eingesetzt wird. Der Preis einer hochwertigen Dichtung ist im Vergleich zu den Kosten einer Betriebsunterbrechung und im Hinblick auf Sicherheitsaspekte unbedeutend. Wichtige Einflussgrößen für die Wahl der richtigen Dichtung sind neben der Qualität u.a. das Medium, das durch die Leitung befördert wird, die Temperatur, der Druck sowie Flansch, Schraube und Prozessführung. In Abhängigkeit von den Belastungen, denen die Dichtstelle ausgesetzt ist, muss eine regelmäßige und gründliche Wartung selbstverständlich sein. Nur ein fachmännischer Blick kann über einfache Diagnosen wie selbstgelöste Schrauben hinaus auch Korrosion, Spannungsrisse und Materialermüdung verlässlich erkennen und bewerten. Moderne Industriedienstleister wie die Technischen Händler sind bei der Materialauswahl, der Montage-Organisation und auch beim Erstellen der Wartungspläne behilflich. Durch ihre Einbindung werden Kosten vermieden, die defekte Dichtungen mit sich bringen: verringerter Wirkungsgrad von Anlagen, Ausfall- und Reparaturkosten (Arbeitsaufwand, Materialkosten), Energieverschwendung, Beseitigung von Umweltschäden, Folgekosten von Arbeitsunfällen und andere. Montagetipps und eine Infografik finden sich unter <Link: www.vth-verband.de/flanschdichtungen.

VTH, Flanschdichtungen.
VTH, Flanschdichtungen.
14.02.2019
Nachhaltigkeit im Fokus

Auf der Hannover Messe zeigt Pöppelmann KAPSTO® u.a. Universal-Schutzelemente aus 100% Recyclingkunststoff sowie neue Normreihen mit materialsparenden Artikeln.

Unter der Initiative PÖPPELMANN blue®  bündelt man unternehmensweit zahlreiche Projekte, die sich für eine durchgängige Kreislaufwirtschaft engagieren. Ein wichtiger Bestandteil dieser Nachhaltigkeitsstrategie ist die Verwendung von Recyclingmaterial. So gibt es die bewährten Normreihen GPN 608 und GPN 610 jetzt auch aus 100% Rezyklat. Bei GPN 610 handelt es sich um ein als Kappe oder Stopfen universell einsetzbares Schutzelement, das Innengewinde, Bohrungen, Außengewinde und mehr in verschiedenen Durchmessern von 4,4 bis 84,5 mm abdeckt. Mit dem konisch geformten Kunststoff-Schutz lassen sich darüber hinaus Toleranzen überbrücken. Daneben ist der Kegelverschluss GPN 608 mit Lasche nun ebenfalls in Recyclingausführung erhältlich. Beide Normreihen sind ab Lager verfügbar und überzeugen durch identische mechanische und physikalische Eigenschaften im Vergleich zu den bestehenden Normreihen. Daneben werden zwei neue Normreihen gezeigt: Der ECO-Universalschutz GPN 400 aus Polystyrol (PS) sowie der ECO-Griffstopfen GPN 480 aus Polystyrol mit seitlicher Grifflasche für eine schnelle Demontage. Zusätzlich stehen die neuen Artikel auch aus Polyethylenterephthalat (PET) als GPN 401 und GPN 481 zum Verkauf. Die neuen Normreihen bieten eine sichere Klemmung für Bereiche zwischen 57 und 130 mm. Damit lassen sie sich für einen großen Anwendungsbereich einsetzen. Die Artikel werden im besonders materialsparenden Thermoformenverfahren produziert, sodass der Materialeinsatz um bis zu 70% gesenkt werden kann. Ihr stapelbares Design sorgt für bis zu 75% weniger Transport- und Lagervolumen.

Hannover Messe: Halle 4, Stand F10 und Halle 21, Stand B13

Pöppelmann GmbH & Co. KG, Nachhaltigkeitsstrategie.
Pöppelmann GmbH & Co. KG, Nachhaltigkeitsstrategie.
07.02.2019
Möller nach Druckgeräterichtlinie zertifiziert

Als erster Dichtungshersteller ist die Möller-Metalldichtungen GmbH ach den Anforderungen der Richtlinie 2014/68/EU Druckgeräterichtlinie Anhang 1, Abschnitt 4.3, zertifiziert.

Die TÜV SÜD Industrie Service GmbH hat das Unternehmen als ersten Dichtungshersteller in Deutschland im Sinne der DGRL überprüft und bescheinigt dem QM-System und den Metall- und Metall-Weichstoffdichtungen die Erfüllung der Anforderungen der Druckgeräterichtlinie. Dichtungen oder Dichtringe sind eines der wichtigsten drucktragenden Teile. Ihr Versagen kann zu plötzlichem Freiwerden von Druckenergie führen. Da Dichtungen und Dichtringe eine Wandung zwischen drucktragendem Innenraum und der Umwelt bilden, sind diese entscheidend für die Integrität des Druckgerätes oder der Baugruppe. Entsprechend der harmonisierten DIN EN 764-5 muss der Hersteller dem Besteller ein Prüfzertifikat nach DIN EN 10204 oder ISO 10474 vorlegen. Hierbei handelt es sich um Abnahmezeugnisse „3.1“ oder „3.2“. Ist der Hersteller zertifiziert, bescheinigt er nach der DGRL mit Abnahmeprüfzeugnis „3.1“. Hersteller ohne diese Zertifizierung müssen mit Abnahmeprüfzeugnis „3.2“ die Güteeigenschaften über die direkte Materialprüfung im Beisein eines Beauftragten des Herstellers oder, wenn erforderlich, eines amtlich erforderlichen Beauftragten nachweisen. Es ist bei Möller Standard, dass mit der Rückverfolgbarkeit des Werkstoffes eine Werkstoffverwechslung ausgeschlossen wird. Deshalb sind alle Metall- und Metall-Weichstoffdichtungen des Unternehmens gekennzeichnet. Somit ist man in der Lage, eine lückenlose Rückverfolgbarbeit der Werkstoffe zu dokumentieren.

Möller Metalldichtungen GmbH, Zertifikat Druckgeräterichtlinie.
Möller Metalldichtungen GmbH, Zertifikat Druckgeräterichtlinie.
29.01.2019
Überarbeitete Hauseinführung

Die zertifizierte radondichte Mehrsparten-Hauseinführung Quadro-Secura®  Nova 1/breit von DOYMA wurde überarbeitet und verfügt nun über eine Außenabdichtung mit ITL-System für den optimalen Anpressdruck.

Die speziell entwickelten ITL-Muttern (Integrated Torque Limiter) trennen sich beim definierten Drehmoment zuverlässig ab. So kann die Montage der Außenabdeckung sogar mittels Akkuschrauber erfolgen, was die Einbauzeit und den Arbeitsaufwand deutlich verringert. Die Quadro-Secura® Nova 1/breit ist für den Einsatz in einem bauseitigen Futterrohr oder einer WU-Betonkernbohrung (Weiße Wanne) konzipiert. Durch ihren zusätzlichen Dichtflansch nach DIN 18533 kann sie auch bei Schwarzer Wanne zum Einsatz kommen. Ausgelegt ist die Mehrsparten-Hauseinführung, die sich für Doppel- / Elementwände eignet, für die Gewerke Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation. Auf die Quadro-Secura® Nova 1/breit werden 25 Jahre Garantie gewährt.

DOYMA GmbH & Co. KG, Quadro-Secura® Nova 1.
DOYMA GmbH & Co. KG, Quadro-Secura® Nova 1.
29.01.2019
Fenster mit Hybridtechnologie abdichten

Mit ISO-BLOCO HYBRATEC bietet ISO-Chemie ein neues Multifunktionsband, das die hohe Luft- und Schlagregendichtheit von Fensteranschlussfolien mit der Expansionskraft und hohen Dauerbewegungsaufnahmefähigkeit von vorkomprimiertem PUR-Weichschaum kombiniert.

Das Multifunktionsband vereint die Qualitätsmerkmale hochwertiger Fensteranschlussfolien mit den Vorteilen von hochwertigen BG 1- und BG R-zertifizierten Multifunktionsfugendichtbändern. Die Ausstattung mit mehreren Folien-Sperrschichten macht das 3-Ebenen-Band raumseitig absolut luftdicht (a-Wert von 0,00 m3 /[h·m·(daPa)n ]). Unkontrollierte Konvektionswärmeverluste oder Zuglufterscheinungen über die Fensteranschlussfuge sind damit kein Thema mehr. Das dürfte Bauherren besonders freuen, denn durch die konsequente Trennung von Raum- und Außenklima lassen sich Energiekosten sparen, ganz im Sinne der EnEV und der kommenden EU-Gebäuderichtlinie 2020. Außerdem wirkt sich die luftdichte Fugenabdichtung positiv auf den Gebäudeenergiepass und die Testergebnisse beim Blower-Door-Test aus. Im Funktionsbereich weist das Band sehr gute Schall- und Wärmedämmwerte auf. In der Wetterschutzebene ist es mit über 1.050 Pa außerordentlich schlagregendicht. Durch die Integration mehrerer Folien-Firewalls ist ein optimaler Feuchtigkeitsabtransport gegeben. So kann die Fuge schnell austrocknen, womit Bauschäden vermieden werden, die durch Schimmelbildung verursacht werden können. Damit entspricht ISO-BLOCO HYBRATEC dem Prinzip „innen dichter als außen“ des RAL „Leitfaden zur Montage“ und weist drei unabhängig voneinander funktionierende Abdichtungsebenen auf. Der imprägnierte PUR-Weichschaum ist mit einer einseitigen Selbstklebung zur Montageunterstützung ausgestattet. In nur einem Arbeitsschritt wird das Band am Fensterrahmen angeklebt. Gegenüber der konventionellen Fenstermontage mit Folien kann sich die Arbeitszeit auf weniger als 25% der Zeit verkürzen. Aufgrund der starken Expansionsfähigkeit des Multifunktionsfugendichtbands können unregelmäßige Fugenverläufe und Bauteilbewegungen dauerhaft und zuverlässig ausgeglichen werden. Durch einen hohen Fugeneinsatzbereich können mit nur einer Banddimension Fugen von 6 bis 40 mm zuverlässig abgedichtet werden. Das Produkt ist in Bandbreiten von 30 bis 100 mm passend zu den entsprechenden Fensterbautiefen erhältlich.

ISO Chemie GmbH, ISO-BLOCO HYBRATEC.
ISO Chemie GmbH, ISO-BLOCO HYBRATEC.
29.01.2019
Flachdichtungen fachgerecht montieren

Der große Vorteil von Flanschverbindungen, zwei Bauteile absolut dicht, aber wieder lösbar zu verbinden, birgt einige Tücken: VTH-Umfragen nach ist in 90% der Fälle eine fehlerhafte oder unzureichende Montage der Flachdichtungen der Grund für Probleme mit Flanschdichtungen. Der VTH hat zusammengestellt, worauf geachtet werden sollte.

Eine fachgerechte Montage ist entscheidend für die Funktion einer Dichtung, da sie die Lebensdauer, Standfestigkeit und Leckagerate einer Dichtung maßgeblich beeinflusst. In der Theorie ist der Einbau einer Flachdichtung relativ einfach:

1. Auswahl der passenden Komponenten (z.B. Flanschform, Dichtungsmaterial, Schrauben bzw. Bolzen, Muttern, Unterlegscheiben) in Abhängigkeit der Anwendung und Betriebsbedingungen (Druck, Temperatur, Medium usw.)

2. Reinigen und Prüfen aller Komponenten (Schrauben, Muttern, Dichtungen usw. nicht mehrfach verwenden)

3. Schmieren der Schrauben und Muttern

4. Flansche parallel ausrichten

5. Einlegen der Dichtung (keine zusätzlichen Dichthilfsmittel verwenden)

6. Verschraubung durch Anziehen der Muttern (stets kreuzweise in mehreren Durchgängen und mit Drehmomentschlüssel bis zur erforderlichen Flächenpressung)

Je nach Einsatzort, Materialbeschaffenheit und Form der Dichtungen sind Abweichungen vom Grundschema möglich, deshalb sollten stets die Montagevorschriften des Herstellers beachtet werden. Auch hochwertiges Material erfüllt seine Funktionen nur bei ordnungsgemäßer Montage und Wartung. Schrauben und Dichtungen dürfen stets nur einmal verwendet werden, da die Sicherheit der Anlage und somit die Gesundheit der vor Ort Arbeitenden sonst gefährdet sind. Der Preis einer hochwertigen Dichtung ist im Vergleich zu den Kosten einer Betriebsunterbrechung und im Hinblick auf Sicherheitsaspekte unbedeutend.

Wichtige Einflussgrößen für die Wahl der richtigen Dichtung sind u.a. das Medium, das durch die Leitung befördert wird, die Temperatur, der Druck sowie Flansch, Schraube und Prozessführung. All diese Aspekte kann der Technische Händler aufgrund seines Fachwissens und seiner Erfahrung im Vorfeld berücksichtigen. Nach der Wahl der richtigen Dichtung für das passende Produkt folgt die Montage. Sie ist der elementare Faktor, der für ein ordnungsgemäßes Funktionieren der Dichtung sorgt. Falsch montierte Flanschverbindungen sorgen für die meisten Probleme, dabei ist stets eine Systembetrachtung des gesamten Dichtsystems durchzuführen:

Faktor Schrauben

Verbindungselemente, die unzureichend angezogen sind, verursachen laut den Dichtungsexperten die meisten Ausfälle von Dichtungen. Ursachen sind falscher Einbau, Versagen der Verbindungselemente, Selbstlösung der Schraubelemente und Ermüden bzw. zeitabhängige Relaxation. Verbindungselemente, die zu fest angezogen sind, können zum Versagen der Dichtstelle führen, weil die übermäßige Kraftausübung dafür sorgt, dass die Dichtungsstruktur zerstört wird, Spannungskorrosion gefördert wird oder erhöhte Materialermüdung eintritt. Eine gründliche Einweisung der Mitarbeiter ist daher unerlässlich. Ein Versagen der Verbindungselemente tritt immer dann auf, wenn die angewendete Kraft die Belastbarkeit der Schraube übersteigt. Typische Gründe sind Schrauben, die nicht den Konstruktionsspezifikationen entsprechen (Bruch während des Zusammenbaus oder bei erhöhter Temperatur), Überbeanspruchung während der Montage, Korrosion, Spannungsrisskorrosion oder Ermüdung.

Faktor Dichtung

Flachdichtungen können aus mehreren Gründen zum Versagen der Dichtstelle führen. Besonders häufig ist die Auswahl eines falschen Dichtungsmaterials für die vorliegenden Anwendungsbedingungen. Bei Weichstoffdichtungen kommt es bei falsch gewählter Dichtungsdicke zu Problemen. Probleme entstehen auch durch das  Überschreiten der normalen Betriebsbedingungen (Temperatur, Medium, Druck etc.), durch Dichtungen, die entweder bei der Lagerung, der Handhabung oder der Installation beschädigt oder zerstört wurden, durch zeitabhängige Schädigung, die Wiederverwendung einer gebrauchten Dichtung sowie das Nachziehen von Verbindungselementen, obwohl die Dichtung bereits erhöhten Temperaturen ausgesetzt war.

Faktor Flansche

Flansche sind als Fehlerquelle eher selten. Allerdings führen beschädigte oder verschmutzte Flanschoberflächen, deformierte Flansche, nicht parallele Flanschflächen, seitlicher Flanschversatz und Korrosion immer wieder zu Problemen und sind deshalb auszuschließen. Weiterhin ist vor der Montage darauf zu achten, dass die zu verbindenden Rohrleitungen möglichst spannungsfrei verlegt sind. Korrosion, Spannungsrisskorrosion, Materialermüdung und das Selbstlösen sind immer zu berücksichtigen. In Abhängigkeit von den Belastungen, denen die Dichtstelle ausgesetzt ist, muss eine regelmäßige und gründliche Wartung selbstverständlich sein. Der Technische Handel ist sowohl bei der Materialauswahl wie auch beim Erstellen der Wartungspläne behilflich. Auf diese Art werden Kosten, die durch defekte Dichtungen entstehen können (verringerter Anlagenwirkungsgrad, Ausfall- und Reparaturkosten ((Arbeitsaufwand und Materialkosten)), Energieverschwendung, Beseitigung von Umweltschäden, Folgekosten von Arbeitsunfällen und viele weitere) vermieden.

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