Aktuelles / Entwicklungen - Rohstoffe / Mischungen / Halbzeuge

22.03.2017

Auf der Hannover Messe zeigt die Engineered Materials Group von Parker Hannifin ein breites Angebot an neuen und weiterentwickelten reinen bis hochreinen Werkstoffen und an Produktlösungen für sensible Produktionsprozesse. Neben der Lebensmittel- und Pharmaproduktion betrifft dies den Trinkwasserbereich sowie Anwendungen in der Biotechnologie und Medizintechnik. Darüber hinaus werden u.a. Dichtungslösungen im XXL-Format aus Elastomeren, PTFE und Metall sowie Mehrkomponenten-Verbundteile für unterschiedliche industrielle Anwendungen und eine umfangreiche Palette an Dichtungssystemen für die Fluid-Technik gezeigt.

Reinheit und Beständigkeit der für die Dichtelemente und Dichtungssysteme in der Lebensmittel- und Pharmaproduktion verwendeten Materialien sind für die Sicherheit der für den menschlichen Konsum bestimmten Endprodukte unabdingbar. Darüber hinaus unterliegen sie vielfältigen Anforderungen, die nur mit einer großen Vielfalt von Werkstoffen bzw. Werkstoffgruppen zu erfüllen sind. Die richtige Auswahl aus dem umfassenden Programm erfolgt i.d.R. anhand des geforderten Eigenschaftsprofils, in Kombination mit den erforderlichen Freigaben und Konformitäten für das infrage kommende Material. Mit für die jeweiligen Anwendungsfälle optimierten reinen bis hochreinen Materialien in den Werkstoffgruppen EPDM, NBR, FKM, FFKM, TPU, PK, PTFE und Metall und den entsprechenden Freigaben/Konformitäten bietet Parker Prädifa diese Vielfalt an Auswahl- und Kombinationsmöglichkeiten:

•  EPDM-Werkstoffe für hochsensible Produktionsprozesse in der Lebensmittel-/Getränkeindustrie, Biotechnologie und Medizintechnik mit Freigaben/Konformitäten: FDA, USP Class VI, 3A, (EG) Nr. 1935/2004

•  EPDM-Werkstoffe für Trinkwasseranwendungen  mit Freigaben/Konformitäten: FDA, WRAS, W270

•  NBR-Werkstoffe für Lebensmittelanwendungen mit Freigaben/Konformitäten: FDA, (EG) Nr. 1935/2004

•  FKM- und HiFluor®-Werkstoffe für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Biotechnologie und Medizintechnik mit Freigaben/Konformitäten: FDA, 3A USP Class VI, (EG) Nr. 1935/2004, BNIC

•  Parofluor® FFKM-Werkstoffe für die Lebensmittel-/Getränke- und Pharmaindustrie mit  Freigaben/Konformitäten: FDA, (EG) Nr. 1935/2004, USP Class VI

•  TPU-Werkstoffe für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie einschließlich Lebensmittelgasen sowie in Haushaltsgeräten  mit Freigaben/Konformitäten: FDA, (EG) Nr. 1935/2004

•  PTFE-Werkstoffe für die Lebensmittelindustrie mit Freigaben/Konformitäten: FDA, (EG) Nr. 1935/2004, USP Class VI

•  PK-Werkstoff nobrox® für Dichtelemente und Konstruktionsteile in der Lebensmittelindustrie mit Freigaben/Konformitäten: FDA, (EG) Nr. 1935/2004, USP Class VI

•  Metall-Dichtungen für extreme Anwendungsbedingungen, außerhalb des Einsatzspektrums von polymeren Werkstoffen.

Das Angebot umfasst Dichtungslösungen für die chemische Prozess-, die Lebensmittel- und die Pharmaindustrie vom klassischen O-Ring bis hin zu hochkomplexen Mehrkomponenten-Systemlösungen. Hannover Messe, Halle 20, Stand C50

Parker Hannifin Engineered Materials Group, Hannover Messe.
22.03.2017

Auf der European Coatings zeigt Dymax erstmals sein breites Spektrum an High-Performance Oligomeren für strahlungshärtende Anwendungen. Im Fokus stehen UV/EB-härtende Oligomere für Spezialbeschichtungen und leistungsstarke Druckfarben. Weiterhin werden speziell für den 3D-Druck entwickelte Ausgangsmaterialien und Aushärtungssysteme, die für eine schnelle und gründliche Aushärtung auf die lichthärtenden Materialien abgestimmt sind, vorgestellt.

16.03.2017

Der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V.(FSK) hat Technische Merkblätter und Produktbeschreibungen zu PUR-Weichschäumen veröffentlicht. In den Merkblättern werden unterschiedliche PUR-Schäume wie Gel-Schaum, Hypersoft-Schaum, Kaltschaum oder Viskoschaum für ihre vielfältigen Anwendungen und Einsatzbereiche typisiert und spezifiziert. Darüber hinaus erarbeitete man ein Merkblatt zu Rohdichte und Härtetoleranzen von PUR-Weichschaumstoffen, ein Muster-Materialdatenblatt sowie ein Dokument mit den Grundsätzen zu Qualität und Umwelt.

Die erarbeiteten Merkblätter bieten insbesondere der weiterverarbeitenden Industrie Anhaltspunkte zum Umgang mit PUR-Weichschäumen in der Verarbeitung und Anwendung. Dabei beschreiben die Dokumente die mechanischen und chemisch-physikalischen Eigenschaften der verschiedenen Schaumstofffamilien. Das Materialdatenblatt dient Unternehmen zudem als Muster, um die Kennzeichnung der eigenen Produkte korrekt festzuhalten, erläutert generelle Eigenschaften und gibt Empfehlungen zum Umgang mit PUR-Weichschaum. Darüber hinaus ergänzen und verknüpfen die Grundsätze zu Qualität und Umwelt die geltenden DIN- und internationalen Normen und Richtlinien, beispielsweise mit den Vorschriften der Versicherungswirtschaft in den VdS-Richtlinien. Die Merkblätter sind unter diesem Link < http://www.fsk-vsv.de/werkstoffe-maerkte/produkte-polyurethane-weichschaum/> abrufbar.

01.02.2017

Nach Information des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e.V. (wdk) setzten die Naturkautschuknotierungen ihren Aufwärtstrend an den asiatischen Börsen auch im neuen Jahr mit unverändert hoher Dynamik fort. Mit einer vergleichbar herausfordernden Situation sah sich die Branche schon einmal vor gut acht Jahren konfrontiert. Die leichte Erholung des Eurokurses mildert den Anstieg nur geringfügig.

Innerhalb eines Jahres notiert Naturkautschuk doppelt so hoch und hat die Marke von 2 €/kg überschritten. Kurssprünge von täglich mehreren Cent haben allein im Januar die Naturkautschuknotierungen um über 20% in die Höhe getrieben. Mit Blick auf das Wintering – die Zeit, in der aufgrund der saisonalen Witterungsbedingungen in Südostasien die Naturkautschukproduktion stark eingeschränkt ist – ist eine Entspannung der Preissituation nach Einschätzung des wdk nicht zu erwarten. Zeitgleich verteuern sich die petrochemischen Grundstoffe, was sich bei den Synthesekautschuken, insbesondere bei Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR), auswirkt. Wie bereits in den zurückliegenden Monaten setzt sich auch bei Industrieruß der stetige Anstieg fort. Die deutsche Kautschukindustrie ist fortgesetzt mit einem in den wesentlichen Segmenten anziehenden Rohstoffmarkt konfrontiert.

14.12.2016

Für hohe Anforderungen an Dichtungen in der chemischen Industrie und der Lebensmittelindustrie bietet Kremer mit Krevolast®  eine Perfluor-Kautschuk-Eigenmarke an. Dieser FFKM hat universelle chemische Eigenschaften und ist temperaturbeständig von ca. −20 °C bis +325 °C. Insgesamt stehen 13 Sorten zur Auswahl, jeweils mit spezifischen Eigenschaften, die sie für unterschiedliche Anwendungsbereiche in der Prozessindustrie prädestinieren.

So widersteht Krevolast S8HT330 Temperaturen bis +330 °C, kurzzeitig sogar bis +350 °C, und bewahrt dabei eine geringe Druckverformung. Er ist insbesondere für anspruchsvolle Anwendungen geeignet, bei denen Prozessausfälle mit schwieriger, kostenintensiver Wartung einhergehen und demzufolge tunlichst vermieden werden sollten. Krevolast S9NT30 wurde zur Verringerung von Spaltextrusionen entwickelt und zeichnet sich durch seine hohe Härte und Dichte aus, was ihn besonders für Hochdruck-Anwendungen auszeichnet. Krevolast S9ED sowie Krevolast S9ED Norsok 710 sind die Antwort, wenn Werkstoffe gefragt sind, die gegenüber explosiver Dekompression beständig sein müssen. Das gilt vor allem für Dichtungen in Pumpen, Rohrleitungen sowie in der Armaturen- und Zubehörindustrie. Für die Pharma- und Lebensmittelverarbeitung eignet sich insbesondere Krevolast S7FDA, der eine hohe Warmwasser- und Dampfbeständigkeit hat. Alle Sorten wurden für die Anforderungen der chemischen Prozessindustrie entwickelt. Sie eignen sich zum Einsatz in Pumpen, Sprühdosen, Ventilen, Bohrwerkzeugen, Kompressoren, Reaktoren, Pumpen, Perforations- und Messgeräten, biomedizinischen Geräten, Fermentern, hochreinen Anwendungen, Pharmazeutika und in der Nahrungsmitteltechnik.

Kremer GmbH, Krevolast®.
05.12.2016

Für das komplexe Anforderungsprofil von Spritzkolbendichtungen für zwei- und dreiteilige Spritzen setzt Actega DS auf Rezepturkompositionen, die den höchsten Ansprüchen der Medizintechnik gerecht werden und hier die Anforderungen der EN ISO 7886 Norm zur Feststellung der Gleiteigenschaften, Dichtigkeit und Mechanik erfüllen. Die Auswahl der Rezepturbestandteile erlaubt eine passgenaue Einstellung des fertigen Materials für die jeweiligen Anforderungen bis hin zum direkten Blut- oder Medikamentenkontakt. Die Verwendung von TPE bietet hier verschiedene Vorteile.

Denn durch Rezepturmodifikationen und eine gezielte Komposition von verschiedenen Polymeren können weitere Verbesserungen von chemischen und mechanischen Eigenschaften erreicht werden. Hierfür lassen sich im hauseigenen Technikum Spritzgussversuche durchführen, durch die die Werkstoffe auf den Prozess und dessen konkretes Anforderungsprofil feingetunt werden. Durch die Substitution von Butylkautschuk durch TPE-Werkstoffe ergeben sich Vorteile für die Hersteller von Einwegspritzen. Mit der  Verwendung von TPE können sie mit der Spritzgussverarbeitung nicht nur auf ein Herstellungsverfahren zurückgreifen, das beherrscht wird, sondern die Dichtungen auch selbst herstellen. Ein weiteres Argument ist die wirtschaftliche Verarbeitung im Mehrkomponentenspritzguss. Darüber hinaus ist TPE recycelbar. Ein nicht einwandfreies Gutteil aus dem Spritzgussprozess kann nach geringen Aufbereitungsschritten, wie etwa Schreddern, wieder aufgeschmolzen und dem Produktionsprozess erneut zugeführt werden. Im Gegensatz zum Prozess der Verarbeitung von Gummi, bei dem eine chemische Veränderung in Form von Vernetzung stattfindet, die permanent unlöslich ist, ist dieser Vorgang des Aufschmelzens und Verfestigens bei Kühlung von TPE-Werkstoffen wiederholbar.

17.11.2016
Wacker Chemie AG, SILPURAN® 6760/50

Der neue selbsthaftende Flüssigsiliconkautschuk SILPURAN® 6760/50 von WACKER hat einen um 50 - 70% geringeren Gleitreibungskoeffizienten als Standardflüssigsilicone gleicher Härte und vernetzt zu einem Elastomer mit reibungsarmen Oberflächen. Diese Eigenschaft erschließt selbsthaftenden Flüssigsiliconkautschuken neue Anwendungsmöglichkeiten. Das Silicon besitzt eine gute Haftwirkung auf ausgewählten Polyestern wie z.B. Polybutylenterephthalat (PBT).

Der additionsvernetzende Flüssigsiliconkautschuk wurde für den Spritzguss entwickelt. So lassen sich Hart-Weich-Bauteile für medizinische und pharmazeutische Anwendungen in großen Serien kostengünstig produzieren. SILPURAN® 6760/50 erfüllt ausgewählte Prüfungsvorschriften gemäß ISO 10993 und United States Pharmacopeia (USP) Class VI. Getemperte Teile sind für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet und können gemäß den Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) verwendet werden. Alle Siliconprodukte der Marke SILPURAN® werden mit besonders feiner Filtrierung hergestellt, optisch kontrolliert und im Reinraum antistatisch verpackt. Auf diese Weise erfüllen sie die besonderen Reinheitsanforderungen der Lebensmittelindustrie und der Medizintechnik.

Wacker Chemie AG, SILPURAN® 6760/50.
26.10.2016

Für die additive Fertigung im FFF-Verfahren stellt Ensinger auf der K ein breites Spektrum an Hochleistungskunststoffen vor.  Die Bandbreite reicht vom antistatischen TECAFORM AH SD (POM-C SD) über TECASON S (PES) bis zum TECAPEEK (PEEK). Außerdem werden vier Bauteile aus den Materialien TECAFLON PVDF (PVDF), TECASON P (PPSU) und TECAPEEK (PEEK) ausgestellt.

Das Unternehmen beschäftigt sich in diesem Marktsegment mit unterschiedlichen Verfahren, der Schwerpunkt liegt auf der Fused Filament Fabrication (FFF), da diese Technologie für thermoplastische Hochleistungskunststoffe besonders vielversprechend ist. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern wird die komplette Wertschöpfungskette abgedeckt. Sie beginnt bei den Rohwaren, die nach Kundenanforderung modifiziert werden können. Die Sparte Industrieprofile und Rohre stellt die Filamente aus Konstruktions- und Hochtemperaturkunststoffen her. Anschließend werden die Produkte geprüft und verpackt. Durch die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Druckerherstellern lassen sich die Filamente auf Hochleistungsdruckern verarbeiten.

Ensinger GmbH, breites Spektrum an Hochleistungskunststoffen.
25.10.2016

Auf der K stellt Lanxess vierzehn leistungsfähige Kautschukchemikalien für die gummiverarbeitende Industrie vor. Die Granulate lassen sich leicht, sicher und staubarm dosieren und einarbeiten. Sie können miteinander kombiniert werden, um das individuelle Wirkspektrum des einzelnen Additivs noch weiter zu verbessern. Die Oxidationsschutzmittel der Marke Vulkanox oder die Ozonschutzmittel der Reihe Vulkazon verlängern die Lebensdauer der Elastomere erheblich. So können z.B. technische Gummiwaren länger im Einsatz bleiben und ihre Eigenschaften behalten. 

Neben Alterungsschutzmitteln wurden die Vulkanisationsbeschleuniger der Reihe Vulkacit vorgestellt. Sie helfen, die Herstellung von Gummiartikeln optimal zu steuern. Vulkacit greift in die Reaktion zwischen Schwefel und den Elastomer-Molekülen ein, die der Vulkanisation zugrunde liegt. Der Beschleuniger hat damit einen positiven Einfluss sowohl auf die Geschwindigkeit der Vernetzungsreaktion als auch auf die Eigenschaften der vulkanisierten Produkte, die sich durch hervorragende Zugfestigkeiten, Elastizitäten, Bruchdehnung, Härte und durch längere Lebensdauer auszeichnen können.

19.10.2016

Fraunhofer UMSICHT hat in Zusammenarbeit mit der Brabender®  GmbH & Co. KG eine Direktentnahme von Materialproben aus einem Compoundier-Prozess entwickelt, die die Prozesszeiten bei der Rezeptierung und Qualitätssicherung von Compounds verringert. Das Gerät SpeciMold® , das nach dem neuen Verfahren arbeitet, entnimmt das Material mittels einer Probenahmeeinheit direkt aus dem Compoundier-Prozess und verarbeitet es gleichzeitig zu Prüfkörpern weiter.

In der Versuchsphase haben die Forscher das Verfahren mit verschiedenen Werkstoffen erprobt und diese parallel auch auf dem konventionellen Weg untersucht. Dadurch konnten sie Vergleiche zwischen den Technologien ziehen. Mit positivem Ergebnis: Das Betriebsverhalten des Prozesses hat sich bewährt. Die Ausschleusung eines definierten Schmelzevolumens und die Herstellung von DIN gerechten Prüfkörpern sind reproduzierbar möglich. Auch bei schwierigen Betriebsbedingungen und anspruchsvoll zu verarbeitenden Werkstoffen funktioniert das Gerät bis zur Serienreife geführt wurde. Das Projekt » Entwicklung eines modularen inline-Prüfkörper-Spritzgießsystems zur Rezepturoptimierung und Qualitätssicherung in der Kunststoffverarbeitung« wurde durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

K 2016, Halle 6, Stand D76

Fraunhofer UMSICHT Zusammenarbeit mit Brabender® GmbH & Co. KG.
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