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04.09.2017
Kunststoff-Upgrade

Bei BGS Beta-Gamma-Service dreht sich auf der Fakuma alles um die Strahlenvernetzung und somit um die Materialveredelung verschiedener Kunststoffe mit Beta- und Gammastrahlen.

Vor Ort können sich interessierte Messebesucher von den Vorteilen des Kunststoff-Upgrades überzeugen: Im Lötkolbentest zeigt man, dass Kunststoffe durch die Bestrahlungstechnik tatsächlich widerstandsfähiger und robuster werden. Preiswerte Massenkunststoffe oder technische Kunststoffe erhalten dadurch die mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften von Hochleistungskunststoffen. Vor allem bei der Optimierung von Kompositwerkstoffen im Leichtbau spielt das Kunststoff-Upgrade eine immer wichtigere Rolle.

Fakuma: Halle B2, Stand 2215

23.08.2017
Hitzebeständiges Silicon

Auf der Fakuma stellt WACKER erstmals den Festsiliconkautschuk ELASTOSIL® R plus 4350/55 vor. Das extrudierbare, additionsvernetzende Silicon ist sehr hitzebeständig und verkraftet mithilfe von Hitzestabilisatoren mehrere Tage lang Temperaturen von bis zu 300 °C, ohne dass sich seine Elastizität oder seine mechanischen Eigenschaften wesentlich verändern.

Auch kurzzeitige Temperaturspitzen von bis zu 400 °C sind kein Problem. Das neue Festsilicon ist somit für z.B. für Backofen- und Herdtüren oder Anwendungen im Motorraum geeignet. Hitzetests bei 200 bzw. 300 °C zeigen, dass sich wichtige mechanische Eigenschaften wie Shore-Härte und Reißdehnung auch nach bis zu 2.000 h nur unwesentlich ändern. Auf diese Weise werden Herstellervorgaben, z.B. für Dichtprofile in modernen Backöfen, deutlich übertroffen. ELASTOSIL® R plus 4350/55 erreicht nach der Vernetzung einen Härtegrad von 55 Shore A. Der neue Siliconkautschuk zeichnet sich außerdem durch eine gute Heißdampfbeständigkeit aus. Damit lassen sich Dichtungen aus ELASTOSIL® R plus 4350/55 auch in Anwendungen einsetzen, bei denen eine Beständigkeit gegenüber Hitze und Heißdampf gefordert ist. Sorgfältig getemperte Vulkanisate eignen sich gemäß den einschlägigen Vorgaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für den Kontakt mit Lebensmitteln. ELASTOSIL® R plus 4350/55 steht als Basis-Kautschukmischung ohne Additive (z.B. Farbe, Hitzestabilisatoren) zur Verfügung. Dadurch kann der Verarbeiter das Produkt auf den jeweiligen Anwendungsfall maßschneidern. Dafür steht ein umfangreiches Additivportfolio zur Verfügung.

Fakuma: Halle A6, Stand 6310

Wacker Chemie AG, Hitzebeständiges Silicon.
09.08.2017
Endlich Patent erteilt

PROVALIN®, der PVC-freie Compound für Vakuumverschlüsse von ACTEGA, hat eine Patenterteilung und -veröffentlichung in fünf Gruppen erhalten.

Der Werkstoff wurde zwar schon vor rund zehn Jahren entwickelt, getestet, überarbeitet, 2010 zur Marktreife gebracht und ist seit 2011 kommerziell verfügbar. Jetzt wurden die Patente für die inzwischen auf mehrere Varianten angewachsene Familie entsprechend der Füllgüter und Abfüllvorgänge (z.B. für die Kühlkette, für ölhaltige Füllgüter, für Sterilisation und Pasteurisation, für P/T-Kappen etc.) erteilt. Das lag  nicht nur an dem sehr langwierigen und aufwändigen Patentverfahren,  sondern an juristischen Klärungen im Vorfeld.

Fakuma: Halle B5, Stand B5-5210

27.07.2017
"Es ist paradox – nach einem schweren Brandunglück steigt die Nachfrage nach unserer Lösungskompetenz.“

Es ist paradox – nach einem schweren Brandunglück steigt die Nachfrage nach unserer Lösungskompetenz.“ Trotz vieler Sicherheitsmaßnahmen in nahezu allen Bereichen gibt es zu viele Brandtote und -verletzte. Das ließe sich verhindern, denn neue Materialien bieten effektiven Schutz. „Die zentralen Fragen in der Praxis sind weniger das Wie als das Wann und welche Prüfungen für welchen Einsatzbereich zu absolvieren sind,“ fasst Richard Gisler, Geschäftsführer der Tec Joint AG zusammen, die sich u.a. schon jahrelang erfolgreich mit Brandschutzlösungen für viele Branchen beschäftigt.

Wenn das Wie und Wann geklärt ist, wie aufwändig sind entsprechende Prüfungen für den jeweiligen Einsatzbereich?

Gisler: Das ist unterschiedlich – unser FireStop-Material erfüllt ja inzwischen die Normen: DIN 4102-1 / Klasse B1; UL94 / Klasse HF-1 und V-0; DIN 5510-2 / Klasse S4-SR2-ST2-FED ≤ 1; NF P 92-501 / Klasse M1; NF X 70 -100 / Klasse F1; DIN 13501-1 / Klasse B-s1, d0 und weitere sind in Arbeit. Reicht dies nicht, gilt es, zunächst die Anforderungen zu ermitteln und dann die Prüfungen durchzuführen. Das kostet natürlich Zeit und Geld. Zudem ist es gar nicht so leicht, die für den jeweiligen Bereich relevanten Prüfungen zu ermitteln.

Ist ein solcher Aufwand nicht unverhältnismäßig hoch?

Gisler: Das ist eine schwierige Frage. Einerseits geht es beim Brandschutz um Leib und Leben und da kann man nicht verantwortungsvoll und genau genug sein. Andererseits treibt eine gewisse Intransparenz, welche Prüfungen für welchen Bereich wirklich nötig sind, den Aufwand und die Dauer der Markteinführung hoch. Auch müssen wir immer wieder feststellen, dass die Bedeutung von Sicherheit in Abhängigkeit zu Regularien und Schadensereignissen steht.

Wir leben ja in einer normierten Welt, gibt es eigentlich Kollisionen zwischen Normenbereichen, z.B. zwischen dem Brandschutz und der REACH-Konformität?

Gisler: Da sprechen Sie ein komplexes Thema an, das im Einzelfall eine sorgfältige Prüfung nachsichzieht. Bei FireStop ist das kein Problem, denn das Material basiert auf einem Polyolefin. Es ist REACH konform. Seine Rauchgase enthalten keine Chlor-, Brom- oder schwermetallischen Verbindungen. Bei Flammkontakt kommt es lediglich zur Freisetzung von CO2  und Wasserdampf.

Wo sehen Sie die Einsatzbereiche für dieses Brandschutzmaterial?

Gisler: Die Einsatzbereiche sehen wir in verschiedenen Industrien und lassen sich mit folgenden Beispielen untermauern. Mit den Folien, die wir sowohl als reine Folie ab
 0,3 mm Dicke als auch in Kombination mit zahlreichen Trägermaterialien produzieren, ließen sich z.B. Holz-Treppen besser schützen. Wären diese bei Bränden länger begehbar, müssten weniger Menschen bei Hausbränden sterben.  Ein weiterer Bereich ist die Luftfahrt. So geht es z.B. bei Motorseglern darum, die Piloten vor möglichen Bränden der Antriebe zu schützen bzw. einen Schutz so lange zu gewährleisten, dass eine sichere Landung möglich ist. Hier gehört FireStop in die engste Materialwahl, zumal es eine sehr gute Schalldämmwirkung hat. Ein anderer Gefahrenherd sind sich selbstentzündende Lithium-Batterien. Luftfahrtgesellschaften überlegen ja derzeit, den Transport von Batterien (z.B. von Bikes) im Laderaum zu verbieten, da die Brandgefahr hoch eingeschätzt wird. Auch hier kann FireStop in Form von Safety-Boxes helfen. Darüber hinaus kann das Material für Schiffswände und -türen, Seilbahnen, Lifte, aber auch in der Elektroindustrie und im Maschinenbau, z.B. zur Kabelabschottung, eingesetzt werden.

Konzentrieren Sie sich beim Thema Brandschutz nur auf dieses Produkt?

Gisler: Nein, ein Fokus von uns liegt auf Brandschutzlösungen im Allgemeinen. Neben FireStop haben wir z.B. Folien und Platten aus halogenfreiem EPDM nach der neuen DIN EN 45545 für Schienenfahrzeuge im Programm. Sie entsprechen dem Level HL (Hazard Level) 2 und HL 3. Neben dem Brandschutz verfügt der Werkstoff über eine sehr gute UV- und Ozonbeständigkeit, sehr gute mechanische Eigenschaften sowie eine Temperaturbeständigkeit von -40 °C bis ca. +120 °C.

Wie laufen solche brandschutzgetriebenen Projekte ab?

Gisler: Im Wesentlichen nicht anders als andere. Wir klären die technischen Rahmenbedingungen und auf dieser Basis die Spezifikation des Materials, inkl. der Verbindung zum Trägermaterial. Danach machen wir – falls notwendig – noch weitere Prüfungen, damit der Anbieter die notwendigen Normen und Regularien erfüllt. Dabei entstehen Lösungen, die einen aktuellen Bedarf decken und unseren Kunden klare Wettbewerbsvorteile bieten, die sich zudem theoretisch vermarkten lassen...

...und praktisch?

Gisler: Eigentlich auch, aber das Geschäft mit der Sicherheit scheint mir immer von der Bedrohungslage abzuhängen. Nach einem Brand ist das Interesse an unserer Lösungskompetenz leider immer höher als vorher. Dabei könnte vieles verhindert werden –  es ist paradox.

Die Wirkung von FireStop im Video: www.akusta.de

Das Interview als pdf zum Download:

Tec Joint AG, Brandschutz.
27.07.2017
Neue TPE-Reihe

Auf der Fakuma stellt KRAIBURG TPE u.a. eine neue TPE-Reihe vor. Die neuen Compounds aus der THERMOLAST®  K Produktgruppe vereinen die exzellente Haftung zu EPDM mit guter UV- und Witterungsbeständigkeit und einer hohen Fließfähigkeit. Die neue Materialreihe eignet sich insbesondere für Automobil-Exterieur-Anwendungen. Zu den Pilotprojekten zählen Fensterdichtungen aus EPDM-Profilen mit angespritzter TPE-Eckverbindung.

Eine weitere Neuentwicklung sind thermoplastische Elastomere für den Bereich Consumer Electronics. Für diesen Anwendungsbereich entwickelte man thermoplastische Elastomere mit seidig-samtenen Oberflächen und sehr guter Haftung zu polaren Thermoplasten sowie herausragenden mechanischen Eigenschaften. KRAIBURG TPE unterstützt Anwender mit maßgeschneiderten TPE-Lösungen vor Ort durch ein Paket gezielter Dienstleistungen. Das Spektrum reicht von der projektbezogenen Materialberatung, einschließlich Farbauswahl und anwendungsspezifischer Effekte, über Verarbeitungsempfehlungen bis hin zur schnellen Be- und Abmusterung. Fakuma: Stand 5303 Halle B5

KRAIBURG TPE, neue TPE Reihe.
21.07.2017
KASTAS Sealing Technologies Europe GmbH, TPC-ET.

Das SmartSeal Werkstoffangebot JTP5501 von Kastas wurde um ein TPC-ET- basiertes thermoplastisches Polyesterelastomer ergänzt, das sich für den Betrieb bei hohen Temperaturen eignet.  Der Werkstoff verbindet gute Elastizität, hohe Temperatur- (von -30 °C bis 120 °C) und chemische Beständigkeit mit Festigkeit und Haltbarkeit. Er kann für Abstreifer, Back-up- Ringe, Stangen- und Kolbendichtungen benutzt und in Kombination mit O-Ringen als Vorspannelement verwendet werden.

KASTAS Sealing Technologies Europe GmbH, TPC-ET- basiertes thermoplastisches Polyesterelastomer.
12.07.2017

Silikon-Flachdichtungen und -schaum spielen aufgrund des geringen Anpressdrucks sowohl im Bauwesen als auch im Fahrzeug-, Anlagen- und Maschinenbau eine wichtige Rolle. Vor diesem Hintergrund bietet RESOGOO jetzt Silikon-Flachdichtungen der Shore-Härte 25° A an.

Diese Dichtungen kommen – nach Herstellerangaben – nahezu ohne Anpressdruck aus. Ein paar Schrauben zum Fixieren genügen. Zu achten sei lediglich auf eine gleichmäßige Verteilung der Fixierungspunkte und eine nicht zu starke Komprimierung bis max. 50%. Der ultraweiche Werkstoff gleicht dabei Unebenheiten vollständig aus und sorgt so für größtmögliche Dichtigkeit. Dichtungen auf Silikon-Werkstoffbasis stehen in verschiedenen Farben und auch in transparenter Ausführung zur Verfügung. Mit Shore-Härten von 25° bis 80° A lassen sie sich in einem breiten Temperaturspektrum von - 60 °C bis 250 °C einsetzen. Da Silikon gegenüber Fetten jedoch nur wenig Beständigkeit aufweist, ist in entsprechenden Einsatzbereichen Fluorsilikonkautschuk als Werkstoff vorzuziehen.

RESOGOO OHG, Silikon.Flachdichtungen.
09.06.2017

Der FRANKOSIL® 1K-Flüssigkunststoff der FRANKEN-Systems GmbH ist jetzt in schwarz und geprüft wurzelbeständig verfügbar. Damit kann das Material für das einfache und schnelle Abdichten von Anschlüssen, Detailausbildungen und Flächen, ggf. auch ohne Farbanpassung bei erdberührten Bauteilen, auf dunklen Untergründen sowie insbesondere im Anschlussbereich von schwarzen Schweiß- oder Hochpolymerbahnen eingesetzt werden.

Ab – 5° C ist der gebrauchsfertige Flüssigkunststoff aus dem wiederverschließbarem Eimer verarbeitbar – auch auf mattfeuchten Untergründen. Er ist dauerelastisch, rissüberbrückend und UV-beständig.  Aktuell hat der Flüssigkunststoff eine weitere Auszeichnung erhalten: Eine über zwei Jahre andauernde, unabhängige Untersuchung zur „Wurzelfestigkeit von Beschichtungen für Dachbegrünungen nach dem FLL-Verfahren“ durch die Hochschule Geisenheim attestiert ihm eine Unbedenklichkeit mit Pflanzen und Erde, bei gleichzeitigem Schutz vor Wurzeldurchdringung.

FRANKEN-Systems GmbH, FRANKOSIL® 1K-Flüssigkunststoff.
06.06.2017

Aus dem FFKM-Werkstoff Krevolast® von Kremer wird künftig auch Plattenware für Flachdichtungen produziert. Diese technische Lösung ist für Konstrukteure aus der chemischen Industrie, der Labor- oder der Lebensmittelindustrie interessant.  Ergänzend zu O-Ringen aus dem Material können nun auch Flachdichtungen mittels Stanzen und Wasserstrahlschneiden direkt hergestellt werden. Dies war bislang Halbzeuglieferanten vorbehalten. 

Die Vorteile liegen in der wirtschaftlichen Produktion von großen und kleinen Serien. Der Aufwand ist vergleichsweise gering. Die Techniker von Kremer setzen die Herstellverfahren gezielt ein. Wenn die Ergebnisse äußerst präzise sein sollen, wird das Wasserstrahlschneidverfahren eingesetzt. Ansonsten liefern auch Stanztechniken oder Plottertechniken sehr gute und einwandfreie Ergebnisse.

Kremer GmbH, FFKM-Werkstoff Krevolast®.
17.05.2017

Die SGL Group ist offizieller Up-Cycling Partner der Dyneon GmbH. Im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts entwickelte die Dyneon GmbH gemeinsam mit der Universität Bayreuth und dem Forschungsinstitut InVerTec ein Verfahren zum „Up-Cyclen“ von perfluorierten Polymer-Reststoffen. Mit der Auszeichnung „Up-Cycling Signet 2017“ sind nun auch Fluorpolymere der SGL Group für das Recycling in der Anlage zugelassen. 

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