Aktuelles / Entwicklungen - Rohstoffe / Mischungen / Halbzeuge

06.08.2018
Atlas Copco übernimmt Quiss

Mit der Quiss Qualitäts-Inspektionssysteme und Service AG hat die Atlas Copco Holding GmbH ein Unternehmen übernommen, das auf Systemlösungen zur visuellen 100%-Inspektion und Überwachung von Kleb- und Dichtstoffapplikationen spezialisiert ist.

Die Kernkompetenz von Quiss liegt in der Bildverarbeitung und den dazu erforderlichen Algorithmen sowie dem Systemaufbau samt Hard- und Software. Die Produkte werden vor allem zur Qualitätskontrolle des Kleb- und Dichtstoffauftrags in der Automobilindustrie eingesetzt. Auch Lösungen zur 2D- und 3D-Lageerkennung, zur Roboterführung, zur Vollständigkeitskontrolle sowie zur Dosen- und Dosendeckelinspektion gehören zum Portfolio. Quiss hat derzeit 45 Beschäftigte und setzte 2017 rund 8,4 Mio. € um. Das Unternehmen wird in die Division "Industrielle Montagesysteme" (IAS) des Konzernbereichs Industrietechnik integriert.

03.08.2018
Neue PAEK-Produkte für die additive Fertigung

Für die additive Fertigung hat Victrex ein hochfestes PAEK-Material für das Lasersintern und  für filamentbasierte Verfahren ein Filament mit höherer Festigkeit in Z-Richtung und besserer Druckbarkeit im Vergleich zu bisherigen PAEK-Materialien entwickelt.

Die Vorteile der additiven Fertigung können dazu genutzt werden, um Kosten zu reduzieren, Markteinführungszeiten zu verkürzen und eine Produktion von Bauteilen zu ermöglichen, die zu komplex sind, um mit herkömmlichen Methoden hergestellt zu werden. Heute auf dem Markt befindliche PAEK-Werkstoffe werden zwar in einigen Anwendungen der additiven Fertigung verwendet, konzipiert wurden sie jedoch für konventionelle Fertigungsverfahren wie Zerspanen oder Spritzgießen. Daher besitzen sie einige Merkmale, die für additive Herstellungsverfahren nicht optimal sind. Eine erste Generation von PAEK-Material für das Lasersintern kann nur in sehr geringem Umfang recycelt werden und erfordert einen nahezu vollständigen Austausch des Druckbetts mit neuem Pulver. Derzeit verfügbare PEEK-Filamente für 3D-Druck weisen eine schlechte Haftung zwischen den Schichten auf, was zu einem Verlust der Festigkeit in Z-Richtung führt. Eine neue Technologie ebnet den Weg für eine vielversprechende Zukunft von PAEK in der additiven Fertigung. Die Arbeit am Pulverrecycling beim Lasersintern mit den neu entwickelten Polymertypen ist gut verlaufen. Im Vergleich zu Testkomponenten, die aus teilweise recyceltem Pulver hergestellt wurden, sind keine messbaren Eigenschaftsverluste festgestellt worden. Man geht davon aus, dass es möglich sein wird, das gesamte nicht gesinterte Pulver nach dem Fertigungsprozess wiederzuverwenden. Dadurch können Materialkosten erheblich reduziert werden im Vergleich zu aktuellen PAEK-Materialien, bei denen bis zu 40% des Polymers Abfall sind und nicht recycelt werden können. Victrex führt ein Konsortium von Unternehmen und Institutionen an, um die Forschung und Entwicklung bedeutender AM-Technologien voranzutreiben, insbesondere für kostengünstige Hochtemperatur-Polymer/Composites-Anwendungen in der Luftfahrtindustrie. Die anderen Mitglieder des Konsortiums sind Airbus Group Innovations, EOS, University of Exeter Center for Additive Layer Manufacturing (CALM), E3D-Online, HiETA-Technologies, South West Metal Finishing und 3T-RPD. Das neue VICTREX PAEK-Filament und -Pulver knüpft an Technologien an, die von anderen Mitgliedern des Innovate-UK-Projekts entwickelt wurden. So hat EOS kürzlich eine neue, automatisierte Fertigungsplattform für das Lasersintern von Kunststoffteilen im industriellen Maßstab (EOS P 500) vorgestellt, die Hochleistungspolymere bei hohen Temperaturen drucken kann. Ausgewählte Materialien des Konsortiums werden in F&E-Einrichtungen von EOS auf ihre Verarbeitbarkeit auf aktuellen EOS-Systemen sowie auf die Verwendung mit EOS-P-500-Plattformen untersucht. Victrex beabsichtigt, die vorkommerziellen Tests mit dem neuen PAEK-Filament in Zusammenarbeit mit dem Konsortiumspartner E3D, der kürzlich einen neuen wassergekühlten Filament-Extrusionskopf, speziell für dieses neue PAEK-Filament, optimiert hat, fortzuführen.

Victrex Europe GmbH, PAEK, 3D.
Victrex Europe GmbH, PAEK, 3D.
30.07.2018
Optimierte Wärme- und Schalldämmung

Auf der Innotrans 2018 zeigt Hanno ein neues Melaminvlies, das sich zur Wärme- und Schalldämmung eignet. Es ermöglicht mit einer Wärmeleitfähigkeit < 0,03 Wm/K dünnere Dämmschichtdicken.

Auch für den Brandschutz eignet sich das Vlies: Es kann weder brennen noch schmelzen, schrumpft und tropft nicht und sorgt so für hohe Sicherheit. Zudem ist es 3D-verformbar sowie hydrophob einstellbar und lässt sich so flexibel dem Kundenwunsch anpassen. Weitere Exponate sind die HannoTect-Serie aus Melaminharzschaum, das vielseitige Hanno-Fiber aus Polyesterfaservlies sowie Hanno-Protecto und Hanno-Redusoft aus imprägniertem PU-Schaum. Alle Materialien sind nach EN 45545 geprüft und bis zur Gefährdungsstufe HL3 einsetzbar.

Innotrans: Halle 3.1, Stand 227)

05.07.2018
Dichtungen für klimafreundliche Alternativgase

Für Umspannwerke hat Freudenberg Sealing Technologies u.a. die neue Spezialdichtung 70 CIIR 236460 entwickelt, die zum einen die hohen Anforderungen an Temperatur- und Medienbeständigkeit erfüllt, zum anderen das CO2 -Molekül sicher im Inneren der Schaltanlage hält.

Umspannwerke nehmen in der Stromverteilung eine wichtige Rolle ein. Sie verbinden die Überlandleitungen, auf denen der Strom mit einer Spannung von min. 110.000 V transportiert wird, mit den lokalen Verteilnetzen, die mit Spannungen zwischen 10.000 und 30.000 V arbeiten. Die Spannungsdifferenz führt in Verbindung mit einer hohen Stromdichte dazu, dass an den Schaltern der Transformatoren immer wieder Lichtbögen entstehen. Eine Möglichkeit, Lichtbögen zu verhindern, ist: Die Schaltanlagen werden entsprechend groß ausgelegt, sodass ausreichend viel Abstand zwischen den Kontakten verbleibt. In Zeiten von Energiewende und Netzausbau stehen aber viele Umspann- und Verteilerwerke in urbanen Räumen, wo nicht genügend Platz dafür vorhanden ist. Deshalb werden stattdessen die Schalter für Hoch- und Mittelspannung mit einen Schutzgas gefüllt. Werden sie geöffnet, dann sorgt das Gas dafür, dass sich die Ladung rasch voneinander trennt und kein Lichtbogen entsteht. Und wenn dies doch einmal der Fall sein sollte, dann löscht das Gas den Lichtbogen, sodass die Schaltung weiterhin sicher funktioniert. Ein Schutzgas, das diese Anforderungen besonders gut erfüllt, ist Schwefelhexafluorid (SF6 ). Es wird unter hohem Druck in die Schalter gefüllt und hat dann als Isolierwerkstoff eine sehr hohe Durchschlagfestigkeit – das komprimierte Gas kann die elektrische Ladung auch unter Hochspannung sicher voneinander trennen. Da das Molekül relativ groß ist, wandert es nur sehr langsam durch Gummi hindurch – also auch durch die O-Ringe und Spezialdichtungen, die z.B. den Durchgang der Stromleitungen durch das Gehäuse eines Schalters abdichten. Das Schutzgas hat aber auch einen großen Nachteil. Denn es ist um den Faktor 22.800 klimaschädlicher als CO2. In einer Verordnung zur Verringerung von fluorierten Treibhausgasen hat die Europäische Union die verfügbaren Mengen an Gasen wie SF6  schrittweise beschränkt und damit die Suche nach Alternativen in Gang gesetzt. Inzwischen sind etwa eine Handvoll möglicher Stoffe auf Basis von CO2 identifiziert. Sie sind weitaus klimafreundlicher, haben aber auch einen großen Nachteil: Sie wandern viel leichter durch den Dichtungswerkstoff. Aus diesem Grund wurden zwei neue Werkstoffe entwickelt. Sie erfüllen die höheren Anforderungen von CO2 an die Permeation, ohne Einbußen bei der Temperatur- und Medienbeständigkeit zu haben. So müssen die Dichtungen nicht nur Temperaturen von 100 °C, sondern bis minus 50 °C aushalten, um sich auch für Schaltanlagen in kalten Weltregionen zu eignen. Gleichzeitig muss der Dichtungswerkstoff eine hohe Lebensdauer haben und zu diesem Zweck gegenüber aggressiven Medien, wie z.B. Ozon beständig sein, die von außen auf die Dichtung einwirken. Während der eine Werkstoff aus EPDM-Kautschuk entwickelt wurde, verwendet die zweite Lösung mit der Bezeichnung 70 CIIR 236460 einen Synthesekautschuk auf Chlorbutyl-Basis (CIIR) – ein Material, das sich durch eine geringe Durchlässigkeit gegenüber Gasen und Flüssigkeiten auszeichnet und das deswegen auch in der Reifenindustrie verwendet wird. Die neuen Dichtungen für klimafreundliche Alternativgase sind fertig entwickelt;  die Variante 70 CIIR 236460 auf Chlorbutyl-Basis wurde bereits in Prototypen-Schalter eingebaut.

27.06.2018
EPDM-Folien und -Platten erfüllen PAK1

Für Hersteller von Elektrogeräten und Konsumerprodukten, deren verwendete Elastomere die geforderte PAK-Stufe nicht überschreiten dürfen, bietet Tec-Joint Folien und Platten in Dicken von 0,5 bis 6 mm an.

Ohne diesen Nachweis können TÜV-Siegel bzw. GS-Zeichen nicht erteilt werden. Nach umfangreichen Recherchen ist es gelungen, EPDM-Platten und -Folien in einer Shore-Härte von 80 zu liefern, die nach PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) Klasse 1 zertifiziert sind. Diese Platten sind damit auch für den längeren Hautkontakt geeignet.

Tec-Joint AG, PAK 1 EPDM-Folien und -Platten.
Tec-Joint AG, PAK 1 EPDM-Folien und -Platten.
19.06.2018
Optimierte Dichtheit für Wärmetauscher

Auf der Achema hat SGL Carbon neu entwickelte Siliziumkarbid (SiC)-Rohrplatten für Wärmetauscher vorgestellt.

Das zum Patent angemeldete Design nutzt eine SiC-Zwischenplatte anstelle von Lösungen auf Basis von Stahl oder PFA (Perfluoralkoxy) und bietet somit eine optimierte Dichtigkeit, wodurch Korrosion oder Beschädigungen der Rohre selbst nach 100 Zyklen verhindert werden. Ergänzend dazu wurde ein Konzept zur elektronischen Leckage-Detektion vorgestellt.

18.06.2018
Neue Polyamid-Schrauben-Reihe

Die neue Sechskantschraube aus Polyamid von BÜLTE verbindet gleich drei Befestigungselemente in einem Produkt miteinander ­–  die Sechskantschraube, den Torx- Antrieb und die Unterlegscheibe.

Im Vergleich zu Metallschrauben sind die Polyamid-Schrauben leicht, rostfrei und elektrisch nichtleitend. Die guten thermischen Eigenschaften und die mechanische Festigkeit erlauben eine optimale Stoßfestigkeit. Die Dreifach-Kombination bietet verschiedene Vorteile, wie die Wahlmöglichkeit des Schraubwerkzeuges (Schraubenschlüssel, Steckschlüssel, Torx- Schraubendreher). Die integrierte Unterlegscheibe reguliert und begrenzt den Druck unter dem Schraubenkopf, sorgt für eine gute Druckverteilung und schützt versiegelte Oberflächen. Der TORX-Antrieb verbessert das Anziehdrehmoment und reduziert das Risiko, beim Anziehen der Schraube abzurutschen. Die Schrauben sind in folgenden Abmessungen verfügbar: M4, M5, M6, in den Längen 6 bis 60 mm, je nach Durchmesser. Neben dem Standardartikel aus Polyamid bietet man diese Produktreihe auch in PP, PE, PVDF und PC auf Anfrage an. Diese Sondermaterialen sind ebenfalls rostfrei und bieten zudem höhere Beständigkeitswerte gegenüber Säuren, Fetten, Ölen, Alkohol und Benzin. Zusätzlich bietet BÜLTE die Sechskantschrauben mit Flansch/Torx aus einem Glasfaser verstärkten Polyamid an. Durch die guten mechanischen Eigenschaften und die gute Beständigkeit eignet sich das Material für Verbindungen, die stark belastet werden und bei Anforderungen von hoher Stoßfestigkeit.

Bülte Plastiques France, Polyamid-Schrauben-Reihe.
Bülte Plastiques France, Polyamid-Schrauben-Reihe.
15.06.2018
Neuer FKM-Werkstoff für die Öl- und Gasindustrie

Mit dem FKM-Compound Vi 900 bietet C. Otto Gehrckens einen leistungsfähigen Werkstoff für die petrochemische Industrie. Er empfiehlt sich insbesondere für den Einsatz in Produktionsbereichen, die aufgrund der Gefahr von explosiver Dekompression besonders hohe Anforderungen an die Dichtungen stellen.

Das Besondere an der Neuentwicklung ist die ausgezeichnete Tieftemperaturstabilität. Mit einem TR-10 Wert von -40 °C eignet sich Vi 900 auch für kälteste Anwendungen bis zu –50 °C und erfüllt neben dem NORSOK-Standard damit auch die US-amerikanischen Anforderungen für Öl- und Gasanlagen nach API 6A und 6D. Kombiniert mit einem sehr guten Kälte-Druckverformungsrest setzt dieser Hochleistungs-Werkstoff laut Hersteller Maßstäbe im Bereich der AED- bzw. RGD-Dichtungswerkstoffe[HB1]  (AED = „Anti-Explosive- Decompression“/RGD = „Rapid Gas Decompression“).  Ein weiterer Pluspunkt des neuen FKM-Compounds ist seine sehr gute Beständigkeit gegenüber einer großen Bandbreite spezifischer Medien und Chemikalien von Mineralölen über aliphatische, aromatische oder auch chlorierte Kohlenwasserstoffe bis hin zu Säuren in unterschiedlicher Konzentration und schwachen Alkalien. Da sich der Werkstoff zudem durch eine sehr niedrige Gasdurchlässigkeit auszeichnet, ist ein großes Anwendungsspektrum möglich. Zum Einsatz kommt Vi 900 als Dichtung in Ventilen, Kugelhähnen, Molchschleusen oder Schiebern in Produktionsbereichen, wo höchste Zuverlässigkeit und beste Qualität gegen explosive Dekompression gefragt sind, vor allem in der Petrochemie, im Kompressorenbau oder auch in der Druckluftaufbereitung.

C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG, FKM-Compound Vi 900.
C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG, FKM-Compound Vi 900.
08.06.2018
Neue Lösungen für Flugzeugturbinen und Dieselmotoren

Auf der DKT 2018 stellt das 3M Tochterunternehmen Dyneon das 3M Dyneon Perfluorelastomer PFE 7305BZ für den Einsatz in Flugzeugturbinen sowie 3M Dyneon Low Temperature LTFE E-19788, das erste Tieftemperatur-Fluorelastomer mit verbesserter Resistenz gegen AdBlue®, vor.

Nach langjähriger Erfahrung in der Herstellung von Werkstoffen für Hochtemperaturanwendungen in der Luftfahrt hat man das neue Dyneon PFE 7305BZ entwickelt. Es verfügt über eine (noch) höhere Leistungsfähigkeit bei Hochtemperaturanwendungen als alle anderen Dyneon Hochleistungswerkstoffe. PFE 7305BZ besitzt eine hervorragende Abdichtungsfähigkeit bei längerem Kontakt mit hohen Temperaturen und aggressiven Luft- und Raumfahrtumgebungen. Ebenfalls neu ist das 3M Dyneon Low Temperature LTFE E-19788. Es ist das erste Tieftemperatur-Fluorelastomer mit verbesserter Resistenz gegen AdBlue und gegen Bio-Diesel. Harnsäure, der Hauptbestandteil von AdBlue, ist, insbesondere bei hohen Temperaturen, sehr aggressiv, daher würden normale Kautschuke hier versagen. Das neue LTFE bietet eine verbesserte Dichtleistung bei niedrigen Temperaturen (TR-10 = -40 °C) und zeigt zudem Beständigkeit bei hohen Temperaturen sowie die Kraftstoffbeständigkeit eines Fluorelastomers mit hohem Fluorgehalt. Zudem verfügt es über eine verbesserte Beständigkeit gegen Schmierstoffe.

Dyneon GmbH, 3M Dyneon, Perfluorelastomer PFE 7305BZ.
Dyneon GmbH, 3M Dyneon, Perfluorelastomer PFE 7305BZ.
04.06.2018
Neue Urethan-Präpolymere für Dicht- und Klebstoffe

Mit den Adiprene LF-Produkten bietet der Geschäftsbereich Urethane Systems von LANXESS bei der Herstellung von Gusselastomeren, Beschichtungen sowie Dicht- und Klebstoffen eine Verbesserung der technischen Leistungsmerkmale und der Arbeitshygiene.

Die Produktpalette von Adiprene LF wurde für Kleb- und Dichtstoffanwendungen um Typen mit weniger als 0,1% freiem MDI (Methylendiphenyldiisocyanat) erweitert. Diese neuen Low-Free-Präpolymere bieten drei wesentliche Vorteile:  verbesserte Arbeitshygiene, hervorragende technische Leistungsmerkmale und  effizientere Verarbeitung und Produktivität. Durch den Einsatz von Adiprene LF-Urethan-Präpolymeren wird ein möglicher Kontakt mit freiem Isocyanat auf ein Minimum beschränkt – dies wird zunehmend zu einem Thema mit regulatorischem Fokus. LANXESS ist der einzige Hersteller, der LF Urethan-Präpolymere mit einem Gehalt an freiem Isocyanat von unter 0,1% über eine breite Palette von Chemikalien anbietet, darunter MDI, IPDI, HDI, TDI und pPDI. Während der Handhabung und Verarbeitung ermöglichen Adiprene LF-Präpolymere eine verbesserte Arbeitshygiene. Sie schützen Mitarbeiter und Anwender vor einem möglichen Kontakt mit Isocyanat-Resten, minimieren die Belastung hinsichtlich Gesundheit, Umwelt und Sicherheit und können zu Systemen mit niedrigeren Gefahrstoffklassen führen.  Adiprene LF-Präpolymere sind chemisch so strukturiert, dass sie ein hervorragendes Leistungsspektrum aufweisen. Das betrifft insbesondere die Viskosität im Hinblick auf das Benetzungs- und Beschichtungsvermögen, die Zug- und Reißfestigkeit für eine verbesserte Haftung sowie die Beständigkeit gegen Hitze, Feuchtigkeit und Chemikalien beim Einsatz in raueren Umgebungen. Die Synthese dieser Präpolymere führt auch zu gleichmäßigeren Eigenschaften bei unterschiedlichen Chargen. Adiprene LF-Präpolymere ermöglichen es dem Formulierer, seine  Herstellungsprozesse zu optimieren. Dank der niedrigeren Viskosität von LF-Präpolymeren gegenüber herkömmlichen Alternativen kann der Formulierungshersteller den Einsatz von Lösungsmitteln gering halten. Durch die Kontrolle der chemischen Struktur bieten diese Präpolymere eine gleichmäßigere Verarbeitung in Bezug auf die offene Zeit. Diese Präpolymere werden in den anspruchsvollen Anwendungen eingesetzt. Mit der LF-Technologie können die Präpolymere auf die gewünschten Materialeigenschaften und Verarbeitungsmerkmale, die der Formulierer benötigt, zugeschnitten werden.

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