Aktuelles / Entwicklungen - Rohstoffe / Mischungen / Halbzeuge

26.10.2017
Absolut dichte Getränkebecher

Für den Verschluss seiner OMNI Trinkflaschen und CRUISE Getränkebecher setzt Timolino ein TPE von KRAIBURG TPE ein, das dauerhafte Elastizität mit Lebensmittelverträglichkeit nach FDA und EU-Verordnung 10/2011 vereint.

Die wiederverwendbaren Produkte von Timolino  sind in diversen Ausführungen aus Edelstahl, Kunststoff oder Silikatglas für kalt, heiße und auch kohlensäurehaltige Getränke erhältlich. Unterschiedliche Schnellverschlussdeckel – vom klassischen Flip Top über den Screw oder Dual Top, beide mit Teesieb, bis hin zum Sports oder Kidz Top mit integriertem Trinkhalm – erfüllen spezifische Anforderungen an den Einsatzbereich. Allen Verschlüssen gemeinsam ist ihre absolute Dichtheit, die sie u.a. einem speziell für Dichtungen mit Lebensmittel- oder Getränkekontakt entwickelten THERMOLAST®  K von KRAIBURG TPE verdanken. Das TPE-Compound kommt als Dichtungsring in den Deckeln der Trinksysteme bzw. als Teil eines vorgefertigten, eingepressten Dichtungsblocks zum Einsatz. Wie alle Teile der Timolino Produkte sind auch die Dichtungskomponenten 100% geschmacks- und geruchsneutral, frei von Bisphenol A (BPA), spülmaschinenfest und recycelbar. Zu den grundlegenden technischen Anforderungen an das Dichtungs­-Compound zählten gesicherte Lebensmittelverträglichkeit und Langlebigkeit. So erfüllt das verwendete TPE-Compound die Vorgaben des Code of Federal Regulations, Title 21 (CFR21) der US-amerikanischen Arznei- und Lebensmittelbehörde (FDA) und der EU-Verordnung 10/2011 für Kunststoffmaterialien und Gegenstände aus Kunststoff. Außerdem bietet das Material über einen weiten Temperaturbereich hinweg einen ausgezeichneten Druckverformungsrest. Diese Eigenschaft war entscheidend für die dauerhafte Rückstellfähigkeit und versprödungsfreie Elastizität der Dichtungskomponenten auch nach wiederkehrendem Kontakt mit Heißgetränken, nach Reinigung im Geschirrspüler oder bei tieferen Einsatztemperaturen im Kühlschrank.

KRAIBURG TPE GmbH & Co. KG, Timolino Produkte.
25.10.2017
Neue TPE-Reihe für 2K-Automobilanwendungen

Die neuen Compounds der THERMOLAST®  K Familie, die von KRAIBURG TPE speziell für eine starke Haftung und UV-Beständigkeit in 2K-Anwendungen mit EPDM entwickelt wurde, zielen auf Automobilanwendungen wie Fensterlauf- und Abdichtungsprofile aus EPDM mit angespritzten Eckverbindungen und Abschlüssen aus TPE ab.

Die Automobilindustrie ist der größte und am stärksten wachsende Markt für Thermoplastische Elastomere (TPE). Neue Einsatzmöglichkeiten eröffnet dabei das Segment der Tür- und Fensterdichtungen, die formstabile Eckverbindungen und Abschlussteile benötigen. Dies ist in großen Serien bisher eine Domäne von Styrol-Butadien-Compounds (SBC) und vernetzten thermoplastischen Vulkanisaten (TPV). Die Wirtschaftlichkeit dieser TPV stößt jedoch aufgrund der vielen Einflussfaktoren des Herstellungsprozesses, insbesondere bei Fensterläufen, an ihre Grenzen. Die neue EPDM-Haftungsserie bietet dazu eine gute Alternative und zusätzlichen Mehrwert. Dank der Vielseitigkeit der vorhandenen TPE-Technologie ist es gelungen, ein Material zu entwickeln, das die Ausölproblematik derzeit verwendeter Systeme löst. Zu den Kernanforderungen an Eckverbindungen und Abschlüsse von Fensterlaufprofilen zählen in erster Linie hohe Haftung und Witterungsbeständigkeit, durch die die langfristige Prozessstabilität der TPE/Gummi-Verbindungen sichergestellt wird. Des Weiteren kommt es darauf an, die Einspritztemperatur der TPE-Lösungen zu minimieren und so die Kühl- bzw. Zykluszeiten der 2K-Bauteile zu reduzieren. Die neue AD/EPDM/UV[1]-Reihe erfüllt diese Anforderungen und vereint dabei beste Haftungseigenschaften mit Langzeitbeständigkeit gegen UV-Einstrahlung und Wärmeeinwirkung bei einer Härte von 70 Shore A. Im Vergleich zu Wettbewerbsmaterialien zeigen diese speziellen TPE-Produkte eine überlegene Stabilität. Das EPDM-Profil wird weder verdrückt noch zerstört oder verformt. Die Compounds zeigen eine gleichförmige Farbbeständigkeit von EPDM und TPE und es besteht keine Neigung zu Klebrigkeit oder zum Ausölen. Die Eignung der neuen Materialien wurde in umfassenden Haftungs-, Bewitterungs- und thermischen Alterungsversuchen untersucht. Verarbeitbarkeit und Prozessstabilität wurden in enger Zusammenarbeit mit Maschinen- und Werkzeugherstellern optimiert. Die Tests ergaben, dass es bei diesen 2K-Bauteilen entscheidend auf die Sauberkeit der EPDM-Kontaktflächen zum TPE ankommt – je frischer der Zuschnitt der Dichtungsprofile, desto besser die Haftung. Die AD/EPDM/UV-Technologie wird bereits bei mehreren Unternehmen in der Automobilindustrie weltweit erprobt.

Kraiburg TPE GmbH & Co. KG, THERMOLAST® K.
16.10.2017
Positionspapier zur Werkstoffforschung

Innovationen in der Materialforschung sind essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Dazu legte der Fraunhofer-Verbund MATERIALS ein Positionspapier vor und rückte insbesondere die Verknüpfung von Materialforschung und Digitalisierung in den Fokus.

Innovationen in der Materialforschung sind essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland entfallen 35 bis 55% der Kosten auf Materialien. Demgegenüber liegt der Energiekostenanteil lediglich bei 2 bis 8%. Die Steigerung der Materialeffizienz hat also eine fast zehnmal höhere ökonomische Hebelwirkung als die so häufig diskutierte Energieeffizienz. Das zeigt, wie viel mit innovativen Lösungen aus der Materialforschung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erreicht werden kann. Auch die Digitalisierung, etwa mit dem Bedarf an Werkstofflösungen für die Industrie 4.0, bringt erheblichen Forschungsbedarf mit sich. Im Positionspapier »Ideen MATERIALisieren! – Zukunft der Werkstoffforschung« stellt der Fraunhofer-Verbund die Leistungsfähigkeit der Werkstoffforschung heraus und benennt wichtige Handlungsfelder, um die Industrie in Deutschland und Europa weiter mit zukunftsweisenden Lösungen unterstützen zu können. Dazu gehören etwa das Erarbeiten einer digitalen Werkstoffagenda für Deutschland, die Unterstützung industrieller und wissenschaftlicher Netzwerke und vertikaler Werkstoff-Plattformen bei der Digitalisierung sowie der Aufbau von grundständigen Materialinformatik-Studiengängen und Weiterbildungsmaßnahmen. In den Instituten des Fraunhofer-Verbunds MATERIALS sind rund 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Anwendungsfeldern Energie und Umwelt, Mobilität, Gesundheit, Maschinen- und Anlagenbau, Bauen und Wohnen, Mikrosystemtechnik sowie Sicherheit tätig. Das Positionspapier wird von der Bundesvereinigung Materialwissenschaften und Werkstofftechnik (BV MatWerk), der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM), dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA, der Carl Zeiss AG, Robert Bosch GmbH, Schott AG sowie weiteren Unternehmen und Einrichtungen unterstützt.

12.10.2017
LSR in vielfältigen Anwendungen

Auf der Fakuma zeigt die Momentive Performance Materials GmbH die Verarbeitung von Silopren LSR in verschiedenen Anwendungen. In Zusammenarbeit mit mehreren Industriepartnern werden die besonderen Eigenschaften bei der Verarbeitung von Flüssigsilikon (LSR) sowie die Vorteile dieses Materials beim Spritzgießen demonstriert.

ie besondere Fließ- und Prozessfähigkeit von Silopren LSR 4650 wird auf dem Stand von Momentive (A4 4307) bei der vollautomatischen Herstellung von medizinischen Schläuchen gezeigt. Das 8 Kavitäten Werkzeug wurde von Rico Elastomere Projecting gefertigt und läuft auf einer Engel emotion 50 Spritzgussmaschine. Um die medizinischen Anforderungen zu erfüllen, bestehen alle Teile der 2-KM servo-elektrischen e-Flow 20 Dosierpumpe, die direkten Kontakt mit dem Flüssigsilikon haben, aus Edelstahl. Silopren LSR 4650, mit einer Nennhärte von 50 Shore A, ist Teil des Healthcare-Portfolios und wurde mit dem Ziel entwickelt, die Produktivität in der Verarbeitung zu erhöhen und gleichzeitig verbesserte mechanische Eigenschaften zu erzielen. Silopren LSR4650 wurde umfangreichen Tests unterzogen, um alle Anforderungen im Bereich Biokompabilität, wie z.B. USP Class VI und ISO 10993, zu erfüllen. Das Material kommt in verschiedenen medizinischen Geräten, u.a. für nadelfreie Zugangsventile,  Dichtungen, zum Einsatz. Die Firma Wittmann-Battenfeld (Stand B1 1204) wird in Kooperation mit Dopag und einem Anwender die Herstellung medizinischer Geräte unter Verwendung von selbsthaftendem Flüssigsilikon in Kombination mit Polycarbonat (PC) zeigen. Zum Einsatz auf der 4+4 Kavitäten-Form kommt das neue Silopren LSR 4749. Das Material sorgt für Bindungshaftung mit technischen Kunststoffen wie etwa PC, PBT und Copolyester und hat erfolgreich die Compliance-Tests USP Class VI sowie ISO10993 Teile 5, 6, 10 und 11 bestanden. Die Verwendung von Flüssigsilikon im Bereich Beleuchtungstechnik nimmt weiter zu. Die hohe Flexibilität beim Verarbeiten, eine präzise Formgebung und die optische Klarheit der Silopren LSR 7000 Produktfamilie wird auf der Messe von verschiedenen Industriepartnern gezeigt. Krauss-Maffei (A7 7303) demonstriert die automatische Fertigung flexibler Fresnel-Linsen aus dem optisch klaren Silopren LSR 7080HP. Das Spritzgusswerkzeug, das mit hochpräzisen Formeinsätzen ausgestattet ist, wurde von Emde in Kooperation mit Innolite gefertigt. Die Firma Elmet wird ihr neues Dosier-System im Einsatz zeigen. Das IKV (B4 4404)  wird die Verarbeitung des ultraklaren Silopren LSR 7060 auf seinem Stand zeigen. Dort wird während des Formgebungs-Prozesses eine holographische Struktur in ein optisches Bauteil eingebracht, was die besonders präzisen Verarbeitungsmöglichkeiten des Materials unterstreicht. Momentive (A4 4307)  stellt Silopren LSR 7180 vor, das kürzlich UL 94 V1-zertifiziert wurde und den 5VA Anforderungen für Straßenbeleuchtungen entspricht. Die Firma Arburg (A3 3100) wird im Rahmen einer integrierten Fertigung von Armbanduhren die Kombination von Flüssigsilikonen unterschiedlicher Härtegrade im Verarbeitungsprozess demonstrieren.

Momentive Performance Materials GmbH, LST.
09.10.2017
Wenn Grip benötigt wird

Das bio-basierte thermoplastische Elastomer Septon Bio – ein hydriertes Styrol-Farnesene-Block-Copolymer (HSFC) – wurde von Kuraray und Amyris für vielfältige Anwendungen entwickelt.

Spezielle thermoplastische Elastomere (TPE) kommen in vielfältigen Anwendungen wie Fasern, Verbundstoffen sowie Beschichtungen zum Einsatz und müssen besonders elastisch, reißfest und temperaturbeständig sein. Die TPE-Serie Septon, basierend auf hydrierten Styrol-Zweiblock- und -Dreiblock-Copolymeren mit hoher Fließfähigkeit, sind einfach zu verarbeiten, haben eine hohe Elastizität und werden als Basis-Polymere für unterschiedlichste Produkte sowie zur Polymer-Modifizierung genutzt. Das Copolymer basiert auf Beta-Farnesene, einem erneuerbaren Monomer von Amyris auf Basis biologischer Grundstoffe. Spezielle Hefestränge wandeln bei der Fermentation Zuckerquellen in Beta-Farnesene um. Daraus wird dann das hydrierte Styrol-Farnesene-Block-Copolymer (HSFC). Dank dieser speziellen Struktur hat HSFC Vorteile gegenüber herkömmlichen hydrierten Styrol-Block-Copolymeren (HSBC): Das HSFC Septon Bio hat eine geringere Viskosität als gängige Styrol-Block-Copolymere und zugleich einen hohen Verlustfaktor (tan delta) über einen großen Temperaturbereich hinweg. Deshalb hat Septon Bio ein deutlich besseres Fließverhalten als vergleichbare Copolymere. Zugleich verfügt Septon Bio über sehr gute Hafteigenschaften – und das über einen breiten Temperaturbereich hinweg. Dank seiner umfangreichen Eigenschaften ist Septon Bio in unterschiedlichsten Bereichen einsetzbar, etwa in Kleb- und Verbundstoffen, Dichtungsmaterialien, Gelen, Schäumen, Filmen, Fasern und Vliesstoffen sowie in Anwendungen, bei denen besonders hoher Grip gefragt ist.

Kuraray Europe GmbH, Amyris, Septon Bio.
05.10.2017
TPE für Konsumgüteranwendungen

Mit SOFT EST.®  wurde ein TPE-Portfolio von Actega speziell für Konsumgüteranwendungen entwickelt, das sich effizient und reibungslos im Spritzguss verarbeiten lässt.

Das 21 Materialien umfassende Portfolio an weichelastischen TPE-Compounds bietet sowohl hochtransparente als auch transluzente und naturfarbene Versionen in Shore-Härten von A-20 bis A-85. Die Materialien sind ausnahmslos lebensmittelecht nach EU 10/2011 und FDA-Regularien. Darüber hinaus sind sie  PVC- und Phthalatfrei und im Spielzeug unbedenklich (EN 71-3). Die Produkte sind für Anwendungen im Lebensmittelkontakt mit wässrigen, sauren, alkoholischen, trockenen und fetthaltigen Lebensmitteln geeignet. Die Compounds sind flexibel in der Anwendung und präzise in der Anpassung. Die Kunststoffeigenschaften sorgen für starken und sicheren Halt, Anti-Rutsch- Eigenschaften und eine ergonomische Gestaltung der Produkte. Die Materialien sind für alle Hart-/Weich-Kombinationen hervorragend geeignet. Durch ihre Dichte und Undurchlässigkeit werden Geruchs-, Geschmacks- und Stoffübergänge unterbunden und Verunreinigungen verhindert.

14.09.2017
Simmering aus lebensmittelkonformen Werkstoffen

Der Simmerring von Freudenberg Sealing Technologies wurde für die Anforderungen der Prozessindustrie weiterentwickelt und steht, hergestellt aus lebensmittelkonformen Werkstoffen, für verschiedene Anwendungen zur Verfügung.

Bei hohen Drehzahlen und starken Drücken stoßen herkömmliche PTFE-Wellendichtringe schnell an ihre Grenzen, Dichtungsausfall und Leckage sind die Folge. Zudem konnten Simmerringe bislang nicht in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, da die verwendeten PTFE-Werkstoffe dafür nicht zugelassen waren. Deshalb wurden zwei neue Werkstoffe entwickelt, aus denen die bewährten Simmerringe hergestellt werden. Simmerringe der Bauform B2PT können je nach Betriebsbedingungen mit Drücken von bis zu 10 bar belastet werden. Der B2PT besteht aus dem neu entwickelten Werkstoff Quantum® PTFE F18245 und einem Gehäuse aus 1.4571 (V4A) Edelstahl. Das eingesetzte PTFE ist speziell für den Einsatz im direkten Kontakt mit Lebensmitteln konzipiert, die noch benötigten Freigaben nach FDA 21 CFR §177.1550 und EG 10/2011 sind in Vorbereitung. Damit eignet sich diese Bauform für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Darüber hinaus lässt sich das Design des B2PT auch kundenspezifisch an individuelle Applikationen anpassen. Eine weitere neu entwickelte Bauform ist der Hygienic BlueSeal, die erste totraumfreie Version des Simmerrings. Er entspricht den Gestaltungsnormen des Hygienic Designs. Die Bauform besitzt eine vorgesetzte Lippe, deren Geometrie eine vollständige Reinigung möglich macht. Dies verhindert Bakterienansiedlungen, die zu Verunreinigungen in den Prozessen führen können. Einsetzbar ist der Hygienic BlueSeal für Anwendungen, in denen nur geringe Reibung entsteht. Dank einer gezielten Anpassung der Geometrie sind auch Anwendungen mit Drücken unter 1 bar möglich. Auch beim Hygienic BlueSeal  kommt das neue Quantum® PTFE F18245 zum Einsatz. Mit dem 75 Fluoroprene® XP 45 ist es gelungen, einen Werkstoff aus der Fluoroprene®-Familie speziell für die sichere Anbindung an Metall zu entwickeln. Der hochfluorierte Werkstoff besitzt alle nötigen Freigaben und Zertifikate nach EG 1935/2004, EG 2023/2006 und FDA 21 CFR §177.2600, die für den Kontakt mit Lebensmitteln vorgeschrieben sind. Generell zeichnen sich Dichtungen aus Fluoroprene® XP durch eine hervorragende Beständigkeit aus. Der Werkstoff vereint die sehr guten Eigenschaften von EPDM in polaren Medien (Wasser, Säure, Lauge) mit den ausgezeichneten Leistungsmerkmalen von FKM und VMQ in allen unpolaren Medien (Fetten, Ölen und Kohlenwasserstoffen). Dank der kompletten Ummantelung des Simmerrings mit 75 Fluoroprene® XP 45 in Ergänzung mit einer Edelstahlfeder ist dieser für den Einsatz in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie geeignet.

Freudenberg Sealing Technologies, Simmering.
13.09.2017
Neue Dichtungslösungen für Getränkeabfüllanlagen

Der Werkstoff Isolast von Trelleborg Sealing Solutions steht in zwei speziell für Anwendungen in Getränkeabfüllanlagen entwickelten Rezepturen - J9516 und der neu eingeführten J9538 - zur Verfügung. Die beiden Werkstoffe verfügen über die Zulassungen FDA (Food and Drug Administration), USP (United States Pharmacopeia) Class VI und 3-A Sanitary Standards.

Die Isolast-Werkstoffe, bestehend aus FFKM (Perfluorelastomeren), sind extrem widerstandsfähig gegen Geschmackszusätze, die in Abfüll- und Verpackungsanlagen vorkommen. Diese Stoffe verursachen bei konventionellen Elastomeren ein übermäßiges Aufquellen. Darüber hinaus sind sie beständig in den rauen CIP- (Cleaning In Place) und SIP-  (Sterilization In Place) Umgebungen und gewährleisten eine lange Lebensdauer.
Im Programm sind viele Standarddichtungen und kundenspezifische Formteile, wie Flanschdichtungen für Muffen, Sicherheitsventile oder Dichtungen bei rückziehbaren Sprühköpfen. Für alle Rezepturen von Isolast gilt, dass sie extrem beständig gegenüber Chemikalien sind. Der Dichtungswerkstoff ist praktisch inert, also chemisch inaktiv gegenüber zahlreichen Medien wie Lösemitteln, Oxiden, Säuren, Basen, Aminen, Estern oder Dampf.

Der Werkstoff ist für Betriebstemperaturen von -40 bis +325 °C geeignet.

Trelleborg Sealing Solutions, Isolast.
06.09.2017
LEHVOSS Group/neue Compounds

Auf der Fakuma zeigt LEHVOSS Group verschiedene Compounds, u.a. neue thermoplastische Compounds, neue Werkstoffe  auf Basis des hochtemperaturbeständigen Polymers PEKK sowie eine neue Produktlinie für den 3D-Druck.

Die Produktlinie LUVOCOM CXR umfasst thermoplastische Compounds auf Basis von Polyamid, die durch Bestrahlung vernetzbar sind. Produkte dieser Linie zeichnen sich durch erhöhte Temperaturbeständigkeit und Dauergebrauchstemperatur aus. In Verbindung mit Verstärkungsstoffen und Additiven sind hochfeste und tribologisch verbesserte Compounds realisierbar. Dies resultiert in höheren Materialfestigkeiten unter Wärmeeinfluss und einer längeren Nutzungsdauer von Bauteilen. Auf Basis des hochtemperaturbeständigen Polymers PEKK bietet LUVOCOM 1114 neue Werkstoffe mit außergewöhnlichen tribologischen und thermischen Eigenschaften. Im Vergleich zu anderen Hochtemperaturpolymeren zeigt das Verschleiß- und Reibverhalten von Compounds dieser Linie einen niedrigen und besonders gleichmäßigen Verlauf bis 165 °C. Weiterhin weist LUVOCOM 1114 eine erhöhte Wärmeformbeständigkeit auf. Mit präsentiert man eine neue Produktlinie für den 3D-Druck. Die Materialien sind für den Einsatz in extrusionsbasierten 3D-Druckverfahren – u.a. Fused Filament Fabrication – optimiert. Das hauseigene 3D-Druck-Technikum unterstützt die Entwicklung von Werkstoffen und Kundenbauteilen.

Fakuma: Halle B1, Stand 1109

Lehmann & Voss & Co. KG, neue Compounds.
06.09.2017
ACTEGA DS /ProvaMed®

Auf der Fakuma zeigt ACTEGA DS mit ProvaMed® 6145 TL, 6245 NC und 6345 NC eine transparente und zwei naturfarbene Varianten von TPE-Compounds für pharmazeutische Verschlüsse, die die Performance und Konformität nach USP 381 sowie alle gängigen Verfahren zur Sterilisationsfähigkeit erfüllen.

Kennzeichen der TPE sind z.B. die Self-Sealing-Eigenschaften für sicheren Wiederverschluss auch nach mehrfachem Einstechen, wodurch das Kontaminationsrisiko minimiert und auch die Patientensicherheit erhöht wird. Auch nach mehrfacher Punktierung gibt es keine Fragmentierung, keine Partikelreste, die an der Nadel verbleiben und dadurch in den Wirkstoff gelangen könnten. Sie bieten eine besondere Reinheit, weil minimale Interaktionen mit sensiblen Pharmazeutika oder Wirkstoffen stattfinden, da weder Schwefel noch Zink oder andere Vernetzer verwendet werden, wie das etwa bei vulkanisiertem Kautschuk nötig ist. Eine weitere wichtige Anforderung an das Material für pharmazeutische Verschlüsse ist die Sterilisationsfähigkeit. Diese wurde mit Heißdampf sowie mit Ethylenoxid und Gammabestrahlung geprüft. Die Sterilisation mit Heißdampf erfolgt bei 121 °C bzw. 134 °C und einem Überdruck von bis zu 3 bar im Autoklaven. Bei der Kondensation des Dampfes auf dem Sterilisiergut wird Energie freigesetzt, die die Mikroorganismen schädigt. Die Ethylenoxid-Sterilisation ist ein Niedrig-Temperatur-Verfahren, das bereits bei 10 °C Mikroorganismen abtötet, indem dabei eine Verbindung mit den Eiweißmolekülen eingegangen wird und diese zerstört werden. Da die Sterilisationszeit von der Temperatur abhängt – je höher die Temperatur, desto kürzer die Sterilisationszeit – , wird meist ein Temperaturspektrum von 37 ° bis 60 °C verwendet. Die energiereiche, ionisierende Gamma-Strahlung bewirkt eine Inaktivierung von Mikroorganismen. Die Materialien werden mit Dosen von 25 kGy und 50 kGy sterilisiert und dürfen danach keine wesentlichen Änderungen der Mechanik aufweisen. Mit einem niedrigen Migrationspotenzial und Verzicht auf PVC und Weichmacher sind diese TPE eine saubere Lösung für die Herstellung von Durchstechsepten, Stopfen und Verschlüssen. Weitere Benefits: Es besteht die Option der individuellen Einfärbbarkeit und diese TPE sind umfassend hinsichtlich ihrer Biokompatibilität dokumentiert, sie sind antiallergen.

Fakuma: Halle B5,  Stand 5210

© ISGATEC GmbH 2018
» Datenschutz
» Impressum