Aktuelles / Entwicklungen - Rohstoffe / Mischungen / Halbzeuge

12.10.2017
LSR in vielfältigen Anwendungen

Auf der Fakuma zeigt die Momentive Performance Materials GmbH die Verarbeitung von Silopren LSR in verschiedenen Anwendungen. In Zusammenarbeit mit mehreren Industriepartnern werden die besonderen Eigenschaften bei der Verarbeitung von Flüssigsilikon (LSR) sowie die Vorteile dieses Materials beim Spritzgießen demonstriert.

ie besondere Fließ- und Prozessfähigkeit von Silopren LSR 4650 wird auf dem Stand von Momentive (A4 4307) bei der vollautomatischen Herstellung von medizinischen Schläuchen gezeigt. Das 8 Kavitäten Werkzeug wurde von Rico Elastomere Projecting gefertigt und läuft auf einer Engel emotion 50 Spritzgussmaschine. Um die medizinischen Anforderungen zu erfüllen, bestehen alle Teile der 2-KM servo-elektrischen e-Flow 20 Dosierpumpe, die direkten Kontakt mit dem Flüssigsilikon haben, aus Edelstahl. Silopren LSR 4650, mit einer Nennhärte von 50 Shore A, ist Teil des Healthcare-Portfolios und wurde mit dem Ziel entwickelt, die Produktivität in der Verarbeitung zu erhöhen und gleichzeitig verbesserte mechanische Eigenschaften zu erzielen. Silopren LSR4650 wurde umfangreichen Tests unterzogen, um alle Anforderungen im Bereich Biokompabilität, wie z.B. USP Class VI und ISO 10993, zu erfüllen. Das Material kommt in verschiedenen medizinischen Geräten, u.a. für nadelfreie Zugangsventile,  Dichtungen, zum Einsatz. Die Firma Wittmann-Battenfeld (Stand B1 1204) wird in Kooperation mit Dopag und einem Anwender die Herstellung medizinischer Geräte unter Verwendung von selbsthaftendem Flüssigsilikon in Kombination mit Polycarbonat (PC) zeigen. Zum Einsatz auf der 4+4 Kavitäten-Form kommt das neue Silopren LSR 4749. Das Material sorgt für Bindungshaftung mit technischen Kunststoffen wie etwa PC, PBT und Copolyester und hat erfolgreich die Compliance-Tests USP Class VI sowie ISO10993 Teile 5, 6, 10 und 11 bestanden. Die Verwendung von Flüssigsilikon im Bereich Beleuchtungstechnik nimmt weiter zu. Die hohe Flexibilität beim Verarbeiten, eine präzise Formgebung und die optische Klarheit der Silopren LSR 7000 Produktfamilie wird auf der Messe von verschiedenen Industriepartnern gezeigt. Krauss-Maffei (A7 7303) demonstriert die automatische Fertigung flexibler Fresnel-Linsen aus dem optisch klaren Silopren LSR 7080HP. Das Spritzgusswerkzeug, das mit hochpräzisen Formeinsätzen ausgestattet ist, wurde von Emde in Kooperation mit Innolite gefertigt. Die Firma Elmet wird ihr neues Dosier-System im Einsatz zeigen. Das IKV (B4 4404)  wird die Verarbeitung des ultraklaren Silopren LSR 7060 auf seinem Stand zeigen. Dort wird während des Formgebungs-Prozesses eine holographische Struktur in ein optisches Bauteil eingebracht, was die besonders präzisen Verarbeitungsmöglichkeiten des Materials unterstreicht. Momentive (A4 4307)  stellt Silopren LSR 7180 vor, das kürzlich UL 94 V1-zertifiziert wurde und den 5VA Anforderungen für Straßenbeleuchtungen entspricht. Die Firma Arburg (A3 3100) wird im Rahmen einer integrierten Fertigung von Armbanduhren die Kombination von Flüssigsilikonen unterschiedlicher Härtegrade im Verarbeitungsprozess demonstrieren.

Momentive Performance Materials GmbH, LST.
Momentive Performance Materials GmbH, LST.
09.10.2017
Wenn Grip benötigt wird

Das bio-basierte thermoplastische Elastomer Septon Bio – ein hydriertes Styrol-Farnesene-Block-Copolymer (HSFC) – wurde von Kuraray und Amyris für vielfältige Anwendungen entwickelt.

Spezielle thermoplastische Elastomere (TPE) kommen in vielfältigen Anwendungen wie Fasern, Verbundstoffen sowie Beschichtungen zum Einsatz und müssen besonders elastisch, reißfest und temperaturbeständig sein. Die TPE-Serie Septon, basierend auf hydrierten Styrol-Zweiblock- und -Dreiblock-Copolymeren mit hoher Fließfähigkeit, sind einfach zu verarbeiten, haben eine hohe Elastizität und werden als Basis-Polymere für unterschiedlichste Produkte sowie zur Polymer-Modifizierung genutzt. Das Copolymer basiert auf Beta-Farnesene, einem erneuerbaren Monomer von Amyris auf Basis biologischer Grundstoffe. Spezielle Hefestränge wandeln bei der Fermentation Zuckerquellen in Beta-Farnesene um. Daraus wird dann das hydrierte Styrol-Farnesene-Block-Copolymer (HSFC). Dank dieser speziellen Struktur hat HSFC Vorteile gegenüber herkömmlichen hydrierten Styrol-Block-Copolymeren (HSBC): Das HSFC Septon Bio hat eine geringere Viskosität als gängige Styrol-Block-Copolymere und zugleich einen hohen Verlustfaktor (tan delta) über einen großen Temperaturbereich hinweg. Deshalb hat Septon Bio ein deutlich besseres Fließverhalten als vergleichbare Copolymere. Zugleich verfügt Septon Bio über sehr gute Hafteigenschaften – und das über einen breiten Temperaturbereich hinweg. Dank seiner umfangreichen Eigenschaften ist Septon Bio in unterschiedlichsten Bereichen einsetzbar, etwa in Kleb- und Verbundstoffen, Dichtungsmaterialien, Gelen, Schäumen, Filmen, Fasern und Vliesstoffen sowie in Anwendungen, bei denen besonders hoher Grip gefragt ist.

Kuraray Europe GmbH, Amyris, Septon Bio.
Kuraray Europe GmbH, Amyris, Septon Bio.
05.10.2017
TPE für Konsumgüteranwendungen

Mit SOFT EST.® wurde ein TPE-Portfolio von Actega speziell für Konsumgüteranwendungen entwickelt, das sich effizient und reibungslos im Spritzguss verarbeiten lässt.

Das 21 Materialien umfassende Portfolio an weichelastischen TPE-Compounds bietet sowohl hochtransparente als auch transluzente und naturfarbene Versionen in Shore-Härten von A-20 bis A-85. Die Materialien sind ausnahmslos lebensmittelecht nach EU 10/2011 und FDA-Regularien. Darüber hinaus sind sie  PVC- und Phthalatfrei und im Spielzeug unbedenklich (EN 71-3). Die Produkte sind für Anwendungen im Lebensmittelkontakt mit wässrigen, sauren, alkoholischen, trockenen und fetthaltigen Lebensmitteln geeignet. Die Compounds sind flexibel in der Anwendung und präzise in der Anpassung. Die Kunststoffeigenschaften sorgen für starken und sicheren Halt, Anti-Rutsch- Eigenschaften und eine ergonomische Gestaltung der Produkte. Die Materialien sind für alle Hart-/Weich-Kombinationen hervorragend geeignet. Durch ihre Dichte und Undurchlässigkeit werden Geruchs-, Geschmacks- und Stoffübergänge unterbunden und Verunreinigungen verhindert.

14.09.2017
Simmering aus lebensmittelkonformen Werkstoffen

Der Simmerring von Freudenberg Sealing Technologies wurde für die Anforderungen der Prozessindustrie weiterentwickelt und steht, hergestellt aus lebensmittelkonformen Werkstoffen, für verschiedene Anwendungen zur Verfügung.

Bei hohen Drehzahlen und starken Drücken stoßen herkömmliche PTFE-Wellendichtringe schnell an ihre Grenzen, Dichtungsausfall und Leckage sind die Folge. Zudem konnten Simmerringe bislang nicht in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, da die verwendeten PTFE-Werkstoffe dafür nicht zugelassen waren. Deshalb wurden zwei neue Werkstoffe entwickelt, aus denen die bewährten Simmerringe hergestellt werden. Simmerringe der Bauform B2PT können je nach Betriebsbedingungen mit Drücken von bis zu 10 bar belastet werden. Der B2PT besteht aus dem neu entwickelten Werkstoff Quantum® PTFE F18245 und einem Gehäuse aus 1.4571 (V4A) Edelstahl. Das eingesetzte PTFE ist speziell für den Einsatz im direkten Kontakt mit Lebensmitteln konzipiert, die noch benötigten Freigaben nach FDA 21 CFR §177.1550 und EG 10/2011 sind in Vorbereitung. Damit eignet sich diese Bauform für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Darüber hinaus lässt sich das Design des B2PT auch kundenspezifisch an individuelle Applikationen anpassen. Eine weitere neu entwickelte Bauform ist der Hygienic BlueSeal, die erste totraumfreie Version des Simmerrings. Er entspricht den Gestaltungsnormen des Hygienic Designs. Die Bauform besitzt eine vorgesetzte Lippe, deren Geometrie eine vollständige Reinigung möglich macht. Dies verhindert Bakterienansiedlungen, die zu Verunreinigungen in den Prozessen führen können. Einsetzbar ist der Hygienic BlueSeal für Anwendungen, in denen nur geringe Reibung entsteht. Dank einer gezielten Anpassung der Geometrie sind auch Anwendungen mit Drücken unter 1 bar möglich. Auch beim Hygienic BlueSeal  kommt das neue Quantum® PTFE F18245 zum Einsatz. Mit dem 75 Fluoroprene® XP 45 ist es gelungen, einen Werkstoff aus der Fluoroprene®-Familie speziell für die sichere Anbindung an Metall zu entwickeln. Der hochfluorierte Werkstoff besitzt alle nötigen Freigaben und Zertifikate nach EG 1935/2004, EG 2023/2006 und FDA 21 CFR §177.2600, die für den Kontakt mit Lebensmitteln vorgeschrieben sind. Generell zeichnen sich Dichtungen aus Fluoroprene® XP durch eine hervorragende Beständigkeit aus. Der Werkstoff vereint die sehr guten Eigenschaften von EPDM in polaren Medien (Wasser, Säure, Lauge) mit den ausgezeichneten Leistungsmerkmalen von FKM und VMQ in allen unpolaren Medien (Fetten, Ölen und Kohlenwasserstoffen). Dank der kompletten Ummantelung des Simmerrings mit 75 Fluoroprene® XP 45 in Ergänzung mit einer Edelstahlfeder ist dieser für den Einsatz in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie geeignet.

Freudenberg Sealing Technologies, Simmering.
Freudenberg Sealing Technologies, Simmering.
13.09.2017
Neue Dichtungslösungen für Getränkeabfüllanlagen

Der Werkstoff Isolast von Trelleborg Sealing Solutions steht in zwei speziell für Anwendungen in Getränkeabfüllanlagen entwickelten Rezepturen - J9516 und der neu eingeführten J9538 - zur Verfügung. Die beiden Werkstoffe verfügen über die Zulassungen FDA (Food and Drug Administration), USP (United States Pharmacopeia) Class VI und 3-A Sanitary Standards.

Die Isolast-Werkstoffe, bestehend aus FFKM (Perfluorelastomeren), sind extrem widerstandsfähig gegen Geschmackszusätze, die in Abfüll- und Verpackungsanlagen vorkommen. Diese Stoffe verursachen bei konventionellen Elastomeren ein übermäßiges Aufquellen. Darüber hinaus sind sie beständig in den rauen CIP- (Cleaning In Place) und SIP-  (Sterilization In Place) Umgebungen und gewährleisten eine lange Lebensdauer.
Im Programm sind viele Standarddichtungen und kundenspezifische Formteile, wie Flanschdichtungen für Muffen, Sicherheitsventile oder Dichtungen bei rückziehbaren Sprühköpfen. Für alle Rezepturen von Isolast gilt, dass sie extrem beständig gegenüber Chemikalien sind. Der Dichtungswerkstoff ist praktisch inert, also chemisch inaktiv gegenüber zahlreichen Medien wie Lösemitteln, Oxiden, Säuren, Basen, Aminen, Estern oder Dampf.

Der Werkstoff ist für Betriebstemperaturen von -40 bis +325 °C geeignet.

Trelleborg Sealing Solutions, Isolast.
Trelleborg Sealing Solutions, Isolast.
06.09.2017
LEHVOSS Group/neue Compounds

Auf der Fakuma zeigt LEHVOSS Group verschiedene Compounds, u.a. neue thermoplastische Compounds, neue Werkstoffe  auf Basis des hochtemperaturbeständigen Polymers PEKK sowie eine neue Produktlinie für den 3D-Druck.

Die Produktlinie LUVOCOM CXR umfasst thermoplastische Compounds auf Basis von Polyamid, die durch Bestrahlung vernetzbar sind. Produkte dieser Linie zeichnen sich durch erhöhte Temperaturbeständigkeit und Dauergebrauchstemperatur aus. In Verbindung mit Verstärkungsstoffen und Additiven sind hochfeste und tribologisch verbesserte Compounds realisierbar. Dies resultiert in höheren Materialfestigkeiten unter Wärmeeinfluss und einer längeren Nutzungsdauer von Bauteilen. Auf Basis des hochtemperaturbeständigen Polymers PEKK bietet LUVOCOM 1114 neue Werkstoffe mit außergewöhnlichen tribologischen und thermischen Eigenschaften. Im Vergleich zu anderen Hochtemperaturpolymeren zeigt das Verschleiß- und Reibverhalten von Compounds dieser Linie einen niedrigen und besonders gleichmäßigen Verlauf bis 165 °C. Weiterhin weist LUVOCOM 1114 eine erhöhte Wärmeformbeständigkeit auf. Mit präsentiert man eine neue Produktlinie für den 3D-Druck. Die Materialien sind für den Einsatz in extrusionsbasierten 3D-Druckverfahren – u.a. Fused Filament Fabrication – optimiert. Das hauseigene 3D-Druck-Technikum unterstützt die Entwicklung von Werkstoffen und Kundenbauteilen.

Fakuma: Halle B1, Stand 1109

Lehmann & Voss & Co. KG, neue Compounds.
Lehmann & Voss & Co. KG, neue Compounds.
06.09.2017
ACTEGA DS /ProvaMed®

Auf der Fakuma zeigt ACTEGA DS mit ProvaMed® 6145 TL, 6245 NC und 6345 NC eine transparente und zwei naturfarbene Varianten von TPE-Compounds für pharmazeutische Verschlüsse, die die Performance und Konformität nach USP 381 sowie alle gängigen Verfahren zur Sterilisationsfähigkeit erfüllen.

Kennzeichen der TPE sind z.B. die Self-Sealing-Eigenschaften für sicheren Wiederverschluss auch nach mehrfachem Einstechen, wodurch das Kontaminationsrisiko minimiert und auch die Patientensicherheit erhöht wird. Auch nach mehrfacher Punktierung gibt es keine Fragmentierung, keine Partikelreste, die an der Nadel verbleiben und dadurch in den Wirkstoff gelangen könnten. Sie bieten eine besondere Reinheit, weil minimale Interaktionen mit sensiblen Pharmazeutika oder Wirkstoffen stattfinden, da weder Schwefel noch Zink oder andere Vernetzer verwendet werden, wie das etwa bei vulkanisiertem Kautschuk nötig ist. Eine weitere wichtige Anforderung an das Material für pharmazeutische Verschlüsse ist die Sterilisationsfähigkeit. Diese wurde mit Heißdampf sowie mit Ethylenoxid und Gammabestrahlung geprüft. Die Sterilisation mit Heißdampf erfolgt bei 121 °C bzw. 134 °C und einem Überdruck von bis zu 3 bar im Autoklaven. Bei der Kondensation des Dampfes auf dem Sterilisiergut wird Energie freigesetzt, die die Mikroorganismen schädigt. Die Ethylenoxid-Sterilisation ist ein Niedrig-Temperatur-Verfahren, das bereits bei 10 °C Mikroorganismen abtötet, indem dabei eine Verbindung mit den Eiweißmolekülen eingegangen wird und diese zerstört werden. Da die Sterilisationszeit von der Temperatur abhängt – je höher die Temperatur, desto kürzer die Sterilisationszeit – , wird meist ein Temperaturspektrum von 37 ° bis 60 °C verwendet. Die energiereiche, ionisierende Gamma-Strahlung bewirkt eine Inaktivierung von Mikroorganismen. Die Materialien werden mit Dosen von 25 kGy und 50 kGy sterilisiert und dürfen danach keine wesentlichen Änderungen der Mechanik aufweisen. Mit einem niedrigen Migrationspotenzial und Verzicht auf PVC und Weichmacher sind diese TPE eine saubere Lösung für die Herstellung von Durchstechsepten, Stopfen und Verschlüssen. Weitere Benefits: Es besteht die Option der individuellen Einfärbbarkeit und diese TPE sind umfassend hinsichtlich ihrer Biokompatibilität dokumentiert, sie sind antiallergen.

Fakuma: Halle B5,  Stand 5210

04.09.2017
Kunststoff-Upgrade

Bei BGS Beta-Gamma-Service dreht sich auf der Fakuma alles um die Strahlenvernetzung und somit um die Materialveredelung verschiedener Kunststoffe mit Beta- und Gammastrahlen.

Vor Ort können sich interessierte Messebesucher von den Vorteilen des Kunststoff-Upgrades überzeugen: Im Lötkolbentest zeigt man, dass Kunststoffe durch die Bestrahlungstechnik tatsächlich widerstandsfähiger und robuster werden. Preiswerte Massenkunststoffe oder technische Kunststoffe erhalten dadurch die mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften von Hochleistungskunststoffen. Vor allem bei der Optimierung von Kompositwerkstoffen im Leichtbau spielt das Kunststoff-Upgrade eine immer wichtigere Rolle.

Fakuma: Halle B2, Stand 2215

23.08.2017
Hitzebeständiges Silicon

Auf der Fakuma stellt WACKER erstmals den Festsiliconkautschuk ELASTOSIL® R plus 4350/55 vor. Das extrudierbare, additionsvernetzende Silicon ist sehr hitzebeständig und verkraftet mithilfe von Hitzestabilisatoren mehrere Tage lang Temperaturen von bis zu 300 °C, ohne dass sich seine Elastizität oder seine mechanischen Eigenschaften wesentlich verändern.

Auch kurzzeitige Temperaturspitzen von bis zu 400 °C sind kein Problem. Das neue Festsilicon ist somit für z.B. für Backofen- und Herdtüren oder Anwendungen im Motorraum geeignet. Hitzetests bei 200 bzw. 300 °C zeigen, dass sich wichtige mechanische Eigenschaften wie Shore-Härte und Reißdehnung auch nach bis zu 2.000 h nur unwesentlich ändern. Auf diese Weise werden Herstellervorgaben, z.B. für Dichtprofile in modernen Backöfen, deutlich übertroffen. ELASTOSIL® R plus 4350/55 erreicht nach der Vernetzung einen Härtegrad von 55 Shore A. Der neue Siliconkautschuk zeichnet sich außerdem durch eine gute Heißdampfbeständigkeit aus. Damit lassen sich Dichtungen aus ELASTOSIL® R plus 4350/55 auch in Anwendungen einsetzen, bei denen eine Beständigkeit gegenüber Hitze und Heißdampf gefordert ist. Sorgfältig getemperte Vulkanisate eignen sich gemäß den einschlägigen Vorgaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für den Kontakt mit Lebensmitteln. ELASTOSIL® R plus 4350/55 steht als Basis-Kautschukmischung ohne Additive (z.B. Farbe, Hitzestabilisatoren) zur Verfügung. Dadurch kann der Verarbeiter das Produkt auf den jeweiligen Anwendungsfall maßschneidern. Dafür steht ein umfangreiches Additivportfolio zur Verfügung.

Fakuma: Halle A6, Stand 6310

Wacker Chemie AG, Hitzebeständiges Silicon.
Wacker Chemie AG, Hitzebeständiges Silicon.
09.08.2017
Endlich Patent erteilt

PROVALIN®, der PVC-freie Compound für Vakuumverschlüsse von ACTEGA, hat eine Patenterteilung und -veröffentlichung in fünf Gruppen erhalten.

Der Werkstoff wurde zwar schon vor rund zehn Jahren entwickelt, getestet, überarbeitet, 2010 zur Marktreife gebracht und ist seit 2011 kommerziell verfügbar. Jetzt wurden die Patente für die inzwischen auf mehrere Varianten angewachsene Familie entsprechend der Füllgüter und Abfüllvorgänge (z.B. für die Kühlkette, für ölhaltige Füllgüter, für Sterilisation und Pasteurisation, für P/T-Kappen etc.) erteilt. Das lag  nicht nur an dem sehr langwierigen und aufwändigen Patentverfahren,  sondern an juristischen Klärungen im Vorfeld.

Fakuma: Halle B5, Stand B5-5210

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