Aktuelles / Entwicklungen - Rohstoffe / Mischungen / Halbzeuge

15.07.2019
Temperaturstabile und ölfreie TPE

Mit seinen neuen TPE legt Actega DS einen besonderen Fokus auf die Sicherheit seiner TPE Kunststoffe für Babyartikel.

Die SOFT EST.® -Compounds enthalten keine PAK/PAH oder BPA Komponenten. Darüber hinaus wurde zum Schutz von Müttern und ihrer Babys auf den Verzicht weiterer, als bedenklich geltender Chemikalien geachtet. So enthalten diese TPE-Compounds kein PVC, keine anderen, als problematisch geltenden Weichmacher, kein Silikon oder Latex. Sie sind außerdem temperaturstabil. Denn alles, was mit der Haut oder den Schleimhäuten – insbesondere von Babys - in Kontakt gerät, ist besonders sauber zu halten. Das Auskochen von Schnullern und Saugern der Babytrinkflaschen aus SOFT EST.® -Compounds stellt daher kein Problem dar. Auch für Verpackung und Füllgut von medizinischen und pharmazeutischen Produkten hat man eine neue Lösung. Hier dürfen weder bei der Polymerisation gesundheitlich bedenkliche Stoffe verwendet werden, noch darf es zu einer Migration unerwünschter Stoffe in Arzneimittel kommen. Mit Blick auf solche potenziell austretenden oder extrahierbaren Substanzen hat das Unternehmen ölfreie TPE Compounds entwickelt, die einer Hauptanforderung für medizinische und pharmazeutische Geräte und Verpackungen entsprechen und sich damit als ideal geeignet für empfindliche Anwendungen erweisen. Diese TPE Compounds zeichnen sich - neben einem Minimum an austretenden oder extrahierbaren Substanzen - durch eine Reihe weiterer Eigenschaften aus. Sie sind frei von PVC-, Silikon, Latex und Weichmachern. Sie weisen sich durch hohe Transparenz, Soft-Touch-Haptik, Knickstabilität/Verformungsresistenz, herausragende Dicht- und Hafteigenschaften sowie Sterilisationsfähigkeit (Gammastrahlen, EtO, Autoklave) aus.

05.07.2019
Flüssig- und Festsiliconkautschuke mit verbesserten Produkt- und Verarbeitungseigenschaften

Auf der K 2019 zeigt Wacker u.a. neue brandbeständige Siliconelastomere, selbsthaftende Silicone mit extrem reibungsarmen Oberflächen und ultradünne Siliconlaminate für elektroaktive Anwendungen. Im Mittelpunkt stehen außerdem Flüssigsiliconkautschuke, die wegen ihres niedrigen Gehalts an flüchtigen Bestandteilen nicht mehr thermisch nachbehandelt werden müssen.

Der Messeauftritt von WACKER hat in diesem Jahr acht Themenbereiche. Einer befasst sich z.B. mit den Vorteilen von Flüssigsiliconkautschuken, die einen deutlich niedrigeren Gehalt an flüchtigen Bestandteilen aufweisen. Seit 2019 gilt das für Silicone der Produktfamilien ELASTOSIL®  LR 3xxx, ELASTOSIL®  LR 6xxx und SILPURAN®  6xxx, die man in Europa produziert. Dank modernster Verfahrenstechnologien ist es gelungen, den Gehalt an flüchtigen Dx-Siloxanen um mindestens 90% zu senken. So können Siliconverarbeiter regulatorische Vorschriften sowie Industrie- und Kundenanforderungen nun einfacher und sicherer erfüllen als bisher. Was in dieser Hinsicht heute schon möglich ist und welche Vorteile der neue Produktstandard bietet, zeigt die Produktreihe ELASTOSIL®  LR 5040. Das Hochleistungssilicon vernetzt zu einem Elastomer, das ohne thermische Behandlung die gleichen mechanischen Eigenschaften besitzt wie ein behandeltes Produkt. Verarbeiter können damit auf den zeit- und kostenintensiven Prozessschritt des Temperns komplett verzichten. Wegen ihrer hohen Reinheit sind Vulkanisate aus ELASTOSIL®  LR 5040 für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet und können gemäß den Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) verwendet werden. Auch sind sie bio-kompatibel gemäß den Vorgaben ausgewählter Tests nach DIN ISO 10993 und der United States Pharmacopeia Class VI. In Schienenfahrzeugen galten lange Zeit nationale Standards für den Brandschutz. Mit dem Inkrafttreten der europaweiten Vorschrift DIN EN 45545-2 haben sich die Auflagen deutlich verschärft. Mit dem aktuellen Produktportfolio stehen bereits zertifizierte Fest- und Flüssigsiliconkautschuk-Lösungen für einen Großteil der in der Norm genannten Anwendungen zur Verfügung. Das gilt insbesondere für die Anforderungssätze R22 und R23 gemäß DIN EN 45545-2. Damit Hersteller künftig auch großflächige Faltenbälge oder Profile gemäß den neuen Brandschutzauflagen herstellen können, wurde ein neuer flammhemmender Festsiliconkautschuk in ins Produktportfolio aufgenommen. ELASTOSIL®  R 771 entspricht den aktuellen Brandschutzrichtlinien und ermöglicht die Herstellung von Fahrzeugkomponenten gemäß Anforderungssatz R1. Auch in öffentlichen Gebäuden werden zunehmend EU-Richtlinien für den Brandschutz eingeführt. Produkte der ELASTOSIL® -Reihe bieten sich deshalb auch dort für diverse Anwendungen an. Weil Silicone im Brandfall deutlich weniger Rauch produzieren und im Gegensatz zu halogenhaltigen Kunststoffen kein gesundheitsschädlicher Chlorwasserstoff entsteht, eignet sich ELASTOSIL®  R 771 insbesondere für Gebäudeteile, die einem Brand stark ausgesetzt sind, wie z.B. Brandschutzvorhänge, Dämmungen, Fenster- und Türdichtungen. Auch das Portfolio selbsthaftender Flüssigsiliconkautschuke wurde um zwei Produktreihen erweitert: ELASTOSIL®  LR 3671 für lebensmitteltechnische und ELASTOSIL®  LR 3675 für automobiltechnische Anwendungen. Das Unternehmen kombiniert in diesen Produkten zwei Technologien, die in der siliconverarbeitenden Industrie bereits fest etabliert sind und sich in vielen Anwendungen bewährt haben: Silicone mit selbsthaftenden Eigenschaften und solche mit einer intrinsisch gleitfähigen Oberfläche. Die neuen Flüssigsiliconkautschuke haften auf Metallen und ausgewählten Thermoplasten und vernetzen zu Elastomeren mit trockenen, gleitfähigen Oberflächen. Sie ermöglichen somit eine kostengünstige Produktion großer Serien von Hart-Weich-Verbundbauteilen im Spritzgießverfahren. Die Produktreihe ELASTOSIL®  LR 3671 wurde für den Kontakt mit Lebensmitteln konzipiert. Ihre Vulkanisate sind nach einer thermischen Behandlung lebensmittelkonform nach den Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung und den Anforderungen der US-amerikanischen Food and Drug Administration. Anwendungsmöglichkeiten sind z.B. Wellenabdichtungen von Küchenmaschinen oder Dichtelemente von Thermoskannen-Verschlüssen. Die Typenreihe ELASTOSIL®  LR 3675 wurde für die Automobiltechnik entwickelt. Sie bildet einen außerordentlich festen Verbund mit der Hartkomponente und erreicht nach der Aushärtung bereits ohne thermische Nachbehandlung ein exzellentes elastisches Rückstellvermögen und sehr gute mechanische Eigenschaften. Hersteller von Verbundbauteilen können somit den zeit- und energieintensiven Arbeitsschritt des Temperns einsparen. Anwendungsbeispiele sind Steckergehäuse mit aufgespritzter Radialdichtung und Einzeladerabdichtungen. NEXIPAL®  ist ein neuartiges Siliconlaminat mit elektroaktiven Eigenschaften. Es besteht aus mehreren ultradünnen Präzisionsfolien aus Silicon, die vor dem Laminieren mit elektrisch leitfähigem Material beschichtet werden. Auf diese Weise entsteht ein Aktuator, der Bewegungen ausführen kann, wenn elektrische Spannung anliegt. Außerdem lassen sich mit den Laminaten mechanische Verformungen messen. NEXIPAL®  kann somit auch als Sensor eingesetzt werden. Das Produkt ist verschleißfrei, platz- und energiesparend und ideal für innovative Anwendungen. Mit NEXIPAL® ausgestattete berührungsempfindliche Bildschirme können z.B. durch Vibrationen und haptische Signale Tasten simulieren, die ohne Blickkontakt nur mit dem Tastsinn erkannt und bedient werden können. Besonders interessant ist das unter anderem für Anwendungen in Fahrzeugen. Mit GENIOPLAST®  Pellet 345 erweitert man das Portfolio siliconbasierter Additive für die Compoundierung thermoplastischer Kunststoffe. Das Produkt wurde speziell zur Modifizierung von thermoplastischen Polyurethanen – kurz: TPU – entwickelt, eignet sich prinzipiell aber auch zum Einsatz in anderen thermoplastischen Elastomeren. Das in Pelletform angebotene Additiv kann zum Beispiel auch die Eigenschaften von thermoplastischen Polyamid- und Copolyester-Elastomeren deutlich verbessern. GENIOPLAST®  Pellet 345 ist ein Silicon-Copolymer, das wie ein Thermoplast verarbeitet werden kann. Organische Polymersegmente machen es so weit mit thermoplastischen Polyurethanen kompatibel, dass es sich – anders als gewöhnliche Silicone – beim Einmischen sehr fein und gleichmäßig in der Polyurethanmatrix verteilt. Zugleich wird es durch physikalische Wechselwirkungen an die Matrix gebunden und kann daher nicht migrieren. Der Zusatz von GENIOPLAST®  Pellet 345 verleiht der Oberfläche von thermoplastischen Polyurethanen eine höhere Glätte und verbessert dadurch ihre Kratz- und Abriebfestigkeit. Zusätzlich wird die Oberfläche beständiger gegenüber Verschmutzungen durch Lebensmittel und Kosmetika. Das Produkt ist in Europa auch für Lebensmittelanwendungen zugelassen. Ein weiteres Thema ist der 3D-Druck mit Silicon: Der ACEO®  Imagine Series K2 kann dank mehrerer Druckdüsen bis zu vier verschiedene Silicone gleichzeitig verarbeiten. Dadurch ist es jetzt möglich, 3D-Objekte in verschiedenen Farben oder in unterschiedlichen Härtegraden auszudrucken. Von der neuen Technologie profitieren auch Objekte, die mit Stützmaterial gedruckt werden müssen. In solchen Fällen stehen bis zu drei verschiedene Material- bzw. Farbvarianten zur Auswahl.

K 2019: Halle 6, Stand A10

Wacker Chemie AG, K 2019.
Wacker Chemie AG, K 2019.
19.06.2019
Temperaturbelastete „Weiße Ware“ dauerhaft abdichten und kleben

Mit Novasil®  S 805 und Novasil®  S 806 stellt OTTO-CHEMIE zwei Produkte für elastische Klebungen und Dichtungen vor, die einer Temperaurbelastung von dauerhaft 250 °C zuverlässig standhalten. Sie verfügen zudem über eine sehr gute Haftung auf vielen Untergründen ohne Primer.

Damit eröffnen sie Herstellern die Möglichkeit, den Produktionsablauf zu vereinfachen bzw. Produktionszyklen zu reduzieren. Beide Produkte eignen sich für die Montage von Innenscheiben, Türen, Halterwinkeln, Blenden und Griffen – kurz:  von allen Bauteilen, bei denen die Klebung hoher Temperaturbelastung ausgesetzt ist. Bei der Fertigung von „Weißer Ware“, wo Bauteile auf engstem Raum zuverlässig und dauerhaft miteinander verbunden werden müssen, machen Dicht- und Klebstoffe nur einen vergleichsweise geringen Teil der Gesamtkosten aus. Dennoch ist ihr Einfluss auf die einwandfreie Funktion und das Markenimage größer, als man zunächst annehmen möchte: Denn Verarbeitungsqualität, Leistungsfähigkeit, Werkstoffverträglichkeit und Lebensdauer werden bei Konsumgütern erst dann wahrgenommen, wenn sie nicht den Erwartungen der Verbraucher genügen – der Imageschaden für das Unternehmen ist vorprogrammiert. Hier lässt sich nur mit durchdachten Produktkonzepten ein ganzheitlicher Ansatz verfolgen, der wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist.  Novasil®  S 805 ist ein neutral vernetzender 1K-Hochtemperatur-Silicon-Kleb- und Dichtstoff auf Alkoxy-Basis mit einer dauerhaft hohen Temperaturbeständigkeit bis + 250° C. Das Material härtet bei Raumtemperatur aus. Schon allein aufgrund seines Vernetzungssystems ist Novasil®  S 805 gegenüber Acetat-Vernetzungssystemen vergleichsweise geruchsarm; da das Produkt zudem ohne Primer auf zahlreichen Untergründen haftet, ist die Geruchsentwicklung an den Arbeitsplätzen gering. Novasil®  S 806 ist ein neutral kondensationsvernetzender 2K-Hochtemperatur-Silicon-Kleb- und Dichtstoff auf Alkoxy-Basis. Auch dieser Werkstoff ist dauerhaft temperaturbeständig  bis + 250° C. Er ist ebenfalls geruchsarm und haftet auf vielen Untergründen ohne Primer. Das Material härtet – auch in hohen Schichtstärken – sehr schnell aus und überzeugt zudem durch einen geringen Volumenschwund während der Aushärtung. Novasil®  S 806 mit einem Mischungsverhältnis nach Volumen von 10:1 kann auf allen marktüblichen Misch- und Dosieranlagen verarbeitet werden.

Hermann Otto GmbH, Novasil® S 805 /® S 806.
Hermann Otto GmbH, Novasil® S 805 /® S 806.
18.06.2019
Halogenfreies PE

Nach zweijähriger Entwicklungsarbeit ist das neue Schaumsystem K/PE29HFFR von Köpp serienreif. Es ist das erste Polyethylen, dass bei der Verbrennung keine giftigen Substanzen freisetzt und in Verbindung mit Löschwasser keine für den Menschen giftigen korrosiven Gase noch aggressive Säuren bildet.

Dies ist im Sektor der Bauindustrie als auch in der Flugzeugindustrie unabdinglich. Das Schaumsystem hat die Freigabe für die Bauindustrie mit der höchsten Einstufung, der Norm HBF & HF-1 nach UL-94, sowie die Luftfahrtnorm FAR 25.853 bestanden.

W. Köpp GmbH & Co. KG, K/PE29 HFFR.
W. Köpp GmbH & Co. KG, K/PE29 HFFR.
14.06.2019
Neue optische Silikon-Bindematerialien

Die neuen Produkte der DOWSIL™ VE-Serie von Dow Performance Silicones erlauben eine verbesserte Lesbarkeit, erhöhte Robustheit und eine längere Lebensdauer der Geräte.

Das DOWSIL™ VE-2003 UV Optical Bonding Material wurde zum Verkleben einer Glas- oder Kunststoffdisplayabdeckung und eines Touch-Panels mit dem LCD- oder OLED-Anzeigemodul entwickelt und das DOWSIL™ VE-4001 UV Electrode Protective Resin, um Elektroden auf einem Anzeigemodul zu schützen. Diese robusten Materialien auf Silikonbasis stellen die neueste Generation der optisch klaren Harze der DOWSIL™ VE-Serie dar, deren gute optische Eigenschaften Automobil- und Verbraucheranzeigen zu außergewöhnlichen Leistungen verhelfen. Zu ihren Vorteilen gehören hohe Transmission, geringe Trübung, minimale Vergilbung und höchste Zuverlässigkeit, selbst bei extremen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und längerer UV-Belastung. DOWSIL™ VE-2003 UV Optical Bonding Material bietet ausgezeichnete Haftung, selbstnivellierende Fließfähigkeit, einen niedrigen Modul zur Vermeidung von Muraeffekt und eine geringe Schrumpfung (>1,0%) für Dimensionsstabilität – insbesondere bei größeren Displays. Es kann zu einem extrem weichen Material aushärten, das bei empfindlichen Bauteilen für Dämpfung und Spannungsabbau sorgt. Der Einsatz einer silikonbasierten Lösung sowohl für den Elektrodenschutz als auch für die optische Verklebung optimiert die Zuverlässigkeit von Anzeigemodulen, deren mechanisch empfindliche Elektroden durch Feuchtigkeit, Hitze, Stöße und insbesondere UV-Licht beeinflusst werden können. Eine solche Lösung vermeidet auch Inkompatibilitätsprobleme, die sich aus der Kombination von optischer Silikonbindung mit organischem Elektrodenschutzharz (EPR) ergeben. Dies kann zu einem Ausfall bei Solartests führen und zu Trübung, Vergilbung und Erweichung der Silikon-OCR bei hohen Temperaturen (bis zu 105 °C) und UV-Werten im Automobilinnenraum führen. DOWSIL™ VE-4001 UV Electrode Protective bietet aufgrund seiner geringen Flüchtigkeit eine hohe Zuverlässigkeit einschließlich konstanter Härte und Haftung vor und nach der Prüfung. Das ausgehärtete Material sorgt für einen Spannungsabbau bei empfindlichen Bauteilen.  Es ist ein lichtdurchlässiges, einteiliges, UV-härtbares Silikonharz für flüssigkeitsbasierte Klebeprozesse und ist weltweit erhältlich. Originalmeldung übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

12.06.2019
PU-Elastomere spritzgießen

Adiprene C930, ein MDI-basiertes Low-Free-Gießurethan von LANXESS, hat sich als geeignetes Material für die Verarbeitung im Spritzgussverfahren erwiesen. Das koreanische Unternehmen Autox hat ein Produktionsverfahren entwickelt, mit dem Gieß-Polyurethane (Cast Polyurethanes) im Spritzgießverfahren verarbeitet werden können.

Diese Entwicklung eröffnet der CPU-Welt neue Perspektiven, da sie die Vorteile des Spritzgießens mit den Eigenschaften von Urethan-Gussmaterialien kombiniert. Autox hat vor Kurzem ein neues Schwingsieb für die Bergbauindustrie auf den Markt gebracht, das im Spritzgießverfahren aus diesem Adipren-Gießurethan hergestellt wird. Einer der Vorteile bei der Verarbeitung im Spritzgießverfahren ist die hohe Produktionsleistung, was den Prozess sehr effizient und kostengünstig macht. Mit einem einzigen Werkzeug können in derselben Zeit mehr Teile hergestellt werden. Die Kosteneffizienz wird auch durch die Arbeitskosten beeinflusst, die typischerweise niedriger sind als beim Gießen. So beträgt die aktuelle Produktionszeit eines spritzgegossenen Siebes 5 min., während die Herstellung im herkömmlichen Gießverfahren normalerweise 35 min. benötigt. Adipren LF (Low-Free) Präpolymer bietet nicht nur eine verbesserte Arbeitshygiene und eine einfache Verarbeitung. Es ist auch für das Spritzgießen geeignet, da die Viskosität niedriger ist als bei einem herkömmlichen Präpolymer. Die Entwicklung von Autox ermöglicht einen neuen Verarbeitungsprozess von Gieß-Urethan, sodass das resultierende Formteil verbesserte Leistungsmerkmale aufweist. Komplexe Formteile lassen sich damit leichter herstellen, da der für die Einspritzung erforderliche Druck die Materialschmelze bis zu den kleinsten Details des Bauteils befördert. Durch den Einspritzprozess kann außerdem einem Hauptanliegen der Branche begegnet werden: dem Abfallmanagement. Der Prozess liefert eine gleichbleibende Qualität, die zu geringerem Verschnitt und durch weniger Ausschuss zu weniger Abfall führt.

14.05.2019
Farbige Beschichtung für Elastomer-bauteile mit FDA-Zulassung

Die Eigenentwicklung von OVE Plasmatec hat die Zertifizierung für FDA-konforme Beschichtungen in farbigen Va­rianten durch die NSF erhalten.

Das Unternehmen ist der erste Anbieter weltweit, der eine farbige Beschichtung mit FDA-Zulassung für Elastomere anbieten kann. Seit März 2019 ist die Beschichtung OVE81B in Blau erhältlich. Weitere Farben können nach Tests und Verarbei­tungsversuchen entwickelt werden. Die Beschichtung ist für den gelegentlichen Kontakt mit Produkten und Verpackungen in der Kosmetik-, Lebensmittel-, Arzneimittel- oder Tierfutterindustrie entwickelt. Sie ist NSF H1 registriert und somit kon­form mit FDA 21 CFR § 178.3570. Die farbig beschichteten Dich­tungen werden in Maschinen, Komponenten und Anlagen der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung, wie zum Beispiel dem Fleischwolf, verwendet. In der Geträn­keabfüllung sind es Pumpen, Rohre, Ventile oder Fittinge, wo die Identifizierung der rich­tigen Dichtung den Betreibern Sicherheit bringt. Das Beschichten von Elastomer-Dichtungen macht aus einfachen Dichtringen leistungsfähige Hightech-Teile. So lassen sich die Reibwerte deutlich verbes­sern. Weil die beschichteten Elastomerbauteile sicher vereinzelt sind, kann später zudem leichter montiert werden. Farbige Beschichtungen sorgen dafür, dass Verwechslungen vermieden werden. Durch die Beschichtung entfällt das umständliche Aufbringen von Fertigungs- und Mon­tagehilfen. Die wasserbasierte Gleitlack­schicht ist hauchdünn und umweltfreundlich. Das Verfahren eignet sich auch für große Stückzahlen.

OVE Plasmatec GmbH, OVE81B.
OVE Plasmatec GmbH, OVE81B.
14.05.2019
Alternative zu Silikon und MS-Polymeren

Die TB-MATE Serie von Three Bond umfasst derzeit zwei Basis-Produkte, die speziell auf die hohen thermischen Anforderungen von Elektromotoren und Elektronikkomponenten in Elektro- und Hybridfahrzeugen ausgelegt sind.

Bei den Produkten handelt es sich um vollkommen silikonfreie Produkte, die dennoch ähnliche gute Eigenschaften in Bezug auf Temperatur- und Medienbeständigkeit, Dehnung, etc. bieten wie gängige Silikone. Der Einsatz von TB-MATE, speziell vor dem Hintergrund der teils hochkomplexen und aggressiven Motoren- und Getriebeöle, erlaubt ein sauberes und langzeitstabiles Abdichten kritischer Bauteile trotz hoher chemischer und mechanischer Belastungen. Speziell für den Einsatz im Kühlmittelkreislauf entwickelte Produkte sind derzeit in der Erprobung und werden in den kommenden Monaten ebenfalls Einzug in die Serie finden. Im Gegensatz zu einer Vielzahl anderer Dichtmittel sind alle Produkte dieser Serie vollkommen frei von Zinnverbindungen, wodurch eine sehr einfache und komfortable Handhabung ohne sicherheitschemische Bedenken und ein langfristiger Einsatz in produzierenden Werken sichergestellt werden kann. Bei der Entwicklung der Produkte der TB-MATE Serie wurde neben den chemischen und physikalischen Aspekten auch ein besonderes Augenmerk auf die Verarbeitbarkeit der Produkte gelegt. Ohne zusätzliche Anforderungen an die Applikationstechnik stehen alle Produkte als unkompliziertes 1K-System zur Verfügung und können nahezu in allen bestehenden oder zukünftigen Dosiersystemen verarbeitet werden.

14.05.2019
Hygienic Design vom Prototyping bis zur fertigen Lösung

Als Partner für spezifische Anwendungen in der Getränke- und Lebensmittelindustrie liefert Trelleborg Sealing Solutions die gesamte Bandbreite an Dichtungssystemen und Werkstoffen, die von Standardlösungen bis hin zu komplexen kundenspezifischen Formteilen reichen.

Abfüllanlagen, Verarbeitungs- und Verpackungsmaschinen der Getränke- und Lebensmittelindustrie bestehen aus zahlreichen Komponenten und Installationen, entsprechend arbeitsintensiv sind die Reinigungsprozesse. Das stellt Anlagenbetreiber vor zwei zentrale Herausforderungen: Zum einen gilt es, die Sicherheit der Nahrungsmittel zu gewährleisten und sie vor Verunreinigung oder Mikroorganismen zu schützen. Zum anderen sollten die Maßnahmen nicht mit allzu viel Aufwand verbunden sein, um die Produktionskosten niedrig zu halten. Mit dem Hygienic Design lassen sich beide Herausforderungen meistern. Wenn Anlagen nach diesem Prinzip konzipiert sind, können nicht nur Reinigungsabläufe vereinfacht werden, sondern auch die Reinigungszeiten verkürzen sich signifikant. Stillstandszeiten verringern sich, Hygienestandards werden erfüllt und die Lebensmittelsicherheit ist garantiert. Trelleborg Sealing Solutions verfolgt hier einen ganzheitlichen Ansatz: Mit Hygienic Design deckt man nicht nur die geeignete Werkstoffauswahl ab, sondern auch die Designentwicklung der Formteile. Hier nutzt man die Finite-Elemente-Analyse (FEA), um das Verhalten von Formteilen unter Einbau- und Anwendungsbedingungen zu simulieren. So lässt sich bereits vor der Prototypenfertigung die Funktion der Dichtung verbessern. Egal ob sie aus Elastomeren, Thermoplasten oder Verbundwerkstoffen besteht, Trelleborg integriert Formteile individuell in Anlagen und stimmt sie auf Anforderungen wie Leistung, Geometrie oder Kosten ab. Generell sind Reinigungen bei Anlagen notwendig, insbesondere bei häufigem Wechsel von Getränken oder flüssigen Nahrungsmitteln. Für den Dichtungsbereich bedeutet dies zum Beispiel, poröse oder verkratzte Oberflächen zu vermeiden, in die Mikroorganismen eindringen können. Die eingedrungenen Nahrungsmittel können die Keimzelle für Bakterien sein, die sich selbst durch mehrere Reinigungsprozesse nicht mehr entfernen lassen. Für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wurde der Perfluorelastomer-Werkstoff Isolast (J9538 und J9516) entwickelt. Doch nicht nur das richtige Material, sondern auch das Design einer Dichtung muss passgenau und hochwertig sein, damit es den Hygienic-Design-Richtlinien entspricht. Mit Variseal HiClean und Variseal UltraClean wurden Dichtungsdesigns entwickelt, die in Abfüllanlagen der Getränke- und Lebensmittelindustrie sowie in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt werden. Die PTFE-basierten (Polytetrafluorethylen) Dichtungen zeichnen sich durch geringe Porosität, hohe Druckverträglichkeit und geringe Reibung aus. Sie sind sowohl gegen Lebensmittelinhaltsstoffe als auch gegen aggressive Reinigungsmittel resistent. Bei der Variseal HiClean-Variante ist die Edelstahlfeder, die die Dichtung hält, mit Silikon ummantelt. Dadurch werden Reinigung und Sterilisation erleichtert und das Kontaminationsrisiko wird gesenkt. Erfüllt werden die zentralen Regularien der internationalen Lebensmittelindustrie, die durch ISO, EU, DIN, FDA oder EHEDG, der European Hygienic Engineering and Design Group, vorgegeben sind. Als einer der ersten europäischen Dichtungshersteller bietet man auch Werkstoffe an, die für den chinesischen Markt verwendet werden können, da sie konform mit der GB 9685 sind.

Trelleborg Sealing Solutions, Hygienic Design.
Trelleborg Sealing Solutions, Hygienic Design.
08.05.2019
Hightech-Dichtungen für die Öl- und Gasindustrie

Die neuen XploR™ S-Seal und XploR ™ FS-Seal von Trelleborg Sealing Solutions wurden speziell für anspruchsvolle Dichtungsumgebungen entwickelt, in denen hohe Temperaturen und hohe Drücke herrschen. Auch die neue Metal-End-Cap-Lösung wird den extremen Anforderungen auf Ölfeldern gerecht.

Die neuen Dichtungswerkstoffe der XploR-Serie gehören zu einer Familie von Hightech-Elastomeren, die speziell für Anwendungen in der Öl- und Gasindustrie entwickelt wurden und sich durch eine geringe Druckverformung auszeichnen. Durch die Verwendung integrierter Extrusionsschutz-Vorrichtungen können die Werkstoffe Druckwerten von bis zu 15.000 psi (1034 bar) standhalten und sind bis zu +200 °C temperaturbeständig. Die Abdichtung lässt sich durch eine kontrollierte Verformung des Elastomer-Elements erreichen. Die optimale Spannungsverteilung im gesamten Elastomerkörper gelingt durch die Finite-Elemente-Analyse (FEA), die eine hohe Dichtigkeit und eine lange Lebensdauer der Dichtung sicherstellt. Ein Extrusionswiderstand wird erzeugt, wenn die speziell entwickelte Feder dem Elastomer Halt gibt, die Dichtung jedoch noch flexibel genug ist, um eine einfache Installation zu ermöglichen. Neu im Produktportfolio ist zudem die Metal-End-Cap-Dichtung, die für Dichtungsumgebungen entwickelt wurde, in denen ebenfalls hohe Temperaturen und hohe Drücke herrschen. Diese Bedingungen liegen z.B. in Bohrlochleitungen und an Gehäuseaufhängungen am Bohrkopf vor. Der Cap Seal verbindet die Druck- und Extrusionsbeständigkeit einer Metall-auf-Metall-Verbundkomponente mit der Flexibilität eines Elastomers. Durch die Kombination XploR Rapid Gas Decompression (RGD) und sauergasbeständiger Elastomere mit Endkappen aus korrosionsbeständigem Metall entstehen spezifische Dichtungslösungen, die den extremen Anforderungen auf Ölfeldern gerecht werden. Eine weitere technologische Entwicklung ist der Drehschieber für den mittleren Lastbereich, den man gemeinsam mit LB Bentley entwickelt hat. LB Bentley hat sich auf die Entwicklung von Ventilen mit kleinem Durchmesser in Unterwasseranwendungen spezialisiert. Der Absperrschieber verfügt über eine kundenspezifische Ausführung des von Trelleborg Sealing Solutions entwickelten Turcon® Variseal® MC. Das Dichtungsdesign, das hier eingesetzt wird, senkt das Kontaminierungsrisiko und verringert Ausfälle. Trelleborg Sealing Solutions hat die Dichtung, die bereits erfolgreich im Einsatz ist, speziell für das kompakte und robuste Unterwasserventil von LB Bentley entwickelt.

Trelleborg Sealing Solutions, XploR™ S-Seal.
Trelleborg Sealing Solutions, XploR™ S-Seal.
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