Aktuelles / Entwicklungen - Rohstoffe / Mischungen / Halbzeuge

23.04.2019
Neuer FKM-Werkstoff für die Öl- und Gasindustrie

Der neu entwickelte FKM- Compound Vi 900 von C. Otto Gehrckens stellte seine Eignung als zuverlässige Elastomerdichtung auch unter schwierigsten Bedingungen im NORSOK-Test nach Standard M-710 unter Beweis.

Er überstand die Härteprüfung mit dem bestmöglichen Rating von 4 mal „0000“ ohne jegliche Beschädigung. Damit empfiehlt sich Vi 900 für den Einsatz in Produktionsbereichen, die aufgrund der Gefahr von `Explosiver Dekompression` besonders hohe Anforderungen an die Dichtungen stellen. Das Besondere an der Neuentwicklung ist die ausgezeichnete Tieftemperaturstabilität. Mit einem TR-10 Wert von -40 °C eignet sich Vi 900 auch für kälteste Anwendungen bis zu -50 °C und erfüllt neben dem NORSOK-Standard damit auch die US-amerikanischen Anforderungen für Öl- und Gasanlagen nach API 6A und 6D. Weitere Kennzeichen sind ein sehr guter Kälte-Druckverformungsrest, eine sehr gute Beständigkeit gegen eine großen Bandbreite spezifischer Medien und Chemikalien von Mineralölen über aliphatische, aromatische oder auch chlorierte Kohlenwasserstoffe bis hin zu Säuren in unterschiedlicher Konzentration und schwachen Alkalien. Da sich der Werkstoff zudem durch eine sehr niedrige Gasdurchlässigkeit auszeichnet, ist ein großes Anwendungsspektrum möglich. Zum Einsatz kommt Vi 900 als Dichtung in Ventilen, Kugelhähnen, Molchschleusen oder Schiebern in Produktionsbereichen, wo höchste Zuverlässigkeit gegen `Explosive Dekompression` gefragt ist, vor allem in der Petrochemie, im Kompressorenbau oder auch in der Druckluftaufbereitung.

C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG, Vi 900.
C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG, Vi 900.
23.04.2019
Neue Dichtstoffgeneration

Der neue, silikonfreie MS-Polymer-Dichtstoff i.SEAL von i.GLUESYSTEMS schaffte es ins Finale des Fastener Fair Wettbewerbs um den Innovationspreis 2019 und ist ab Sommer diesen Jahres erhältlich.

Mit seiner lösemittelfreien Rezeptur bietet der transparente Dichtstoff zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlichem Silikon. Das in Kartuschen erhältliche Produkt ist nahezu geruchsneutral, frei von Isocyanaten und hat hervorragende Haftungseigenschaften auf fast allen Untergründen. Eine geringe Fadenbildung sowie sehr gute Glätteigenschaften und eine gute Standfestigkeit sorgen dafür, dass der Handwerker schnell, professionell und sauber arbeiten kann. Aufgrund des geringen Schrumpfverhaltens entstehen keine Risse – so wird Schimmelbildung minimiert, da die für Schimmel verantwortlichen Mikroorganismen keine Angriffsfläche haben. Aktuell befindet sich das Produkt in der Zertifizierungsphase.

i.GLUESYSTEMS GmbH, i.SEAL.
i.GLUESYSTEMS GmbH, i.SEAL.
15.04.2019
Neuer NBR-Werkstoff mit Lebensmittelzulassung

Mit der Neuentwicklung P 300 erweitert C. Otto Gehrckens sein Sortiment um einen NBR-Werkstoff, der über wichtige Zulassungen für den Einsatz in der Lebensmittel- und Getränkeherstellung verfügt

P 300 ist zertifiziert nach FDA 21. CFR 177.2600 sowie 3-A Sanitary Standard und entspricht zudem der wichtigen VO (EG) 1935/2004. Hergestellt ohne tierische Bestandteile erfüllt der Compound darüber hinaus auch die immer häufiger gestellte Forderung nach garantiert ADI-freien Werkstoffen (Animal Derived Ingredients free) für Dichtungen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.  P 300 bietet gute mechanische Eigenschaften, die in Kombination mit der hohen Abrieb- und Standfestigkeit unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten erlauben. Die Neuentwicklung überzeugt daher vor allem in Anlagenteilen, die einer intensiven Materialbeanspruchung ausgesetzt sind, und eignet sich auch für dynamische Anwendungen. Zudem beweist P 300 im Kontakt mit Ölen und Fetten eine sehr gute Widerstandsfähigkeit und zeigt sich auch gegenüber verdünnten Säuren und Laugen beständig.

C. Otto Gehrckens
C. Otto Gehrckens
11.04.2019
Neue Mischungen für den Trinkwassereinsatz

Mit der EPDM-Mischungsserie hat das Gummiwerk KRAIBURG eine Lösung im Härtebereich zwischen 50 Shore A und 85 Shore A entwickelt, die einerseits ausschließlich auch nach 2021 erlaubte Rohstoffe enthält und andererseits die mechanischen Anforderungen für Mischungen im Trinkwasserbereich (Grundlage: EN 681-1) sicher erfüllt.

Für diese Mischungsserie liegen positive Prüfzeugnisse nach dem Arbeitsblatt W270 vor. Um die grundsätzliche Eignung der Mischungen für Fertigteile im Trinkwasserbereich nachzuweisen, wurden Bauteilprüfungen an den KRAIBURG-Prüfplatten veranlasst und ebenfalls positiv abgeschlossen. Neben den deutschen Freigaben im Trinkwasserbereich befinden sich diese Mischungen zusätzlich in der Zertifizierung für WRAS (GB) und ACS (Frankreich). Darüber hinaus entspricht der Rezepturaufbau den Anforderungen der Positivliste für wässrige Lebensmittel nach CFR 21 § 177.2600 und den FDA-Kriterien "Rubber Articles Intended For Repeated Use“ der Lebensmittelüberwachungs- und Arzneibehörde der Vereinigten Staaten. Neben der unbedenklichen Verwendung nach Auslaufen der Übergangsfrist, nachgewiesen durch vielfältige europäische Zulassungen, zeichnet sich die neue Mischungsgeneration durch eine wesentlich schnellere und effizientere Vulkanisationscharakteristik als vergleichbare Produkte aus: Dabei ist eine ausreichend lange Fließphase mit einer zügig abschließenden Vulkanisation kombiniert. Die im Jahr 2011 veröffentlichte Elastomerleitlinie des UBA gibt vor, welche Ausgangsstoffe, entsprechend den Prinzipien der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), zur Herstellung von Elastomeren verwendet werden dürfen. Die Leitlinie ersetzt die KTW-Empfehlung (Kunststoffe im Trinkwasser) Teil 1.3.13, die vom UBA als nicht mehr ausreichend zur Gewährleistung der hygienischen Sicherheit und Trinkwasserqualität eingestuft wurde. Die Positivliste der Leitlinie setzt sich aus drei Teilen zusammen. Teil 1 beinhaltet bewertete Ausgangsstoffe, die zeitlich unbegrenzt verwendet werden dürfen. Im Teil 2 der Positivliste sind Ausgangsstoffe aufgeführt, die noch nicht vollständig bewertet wurden. Die Verwendung der darin enthaltenen Ausgangsstoffe ist somit zeitlich begrenzt. Das hat zur Folge, dass alle Prüfzeugnisse für Produkte aus Elastomeren, deren Rezepturen Ausgangsstoffe aus dem Teil 2 der Positivliste enthalten, bis spätestens zum 31.12.2021 ausgestellt oder maximal bis zu diesem Datum verlängert werden dürfen. Im Teil 3 sind alle erlaubten Basispolymere enthalten.

Gummiwerk KRAIBURG GmbH & Co. KG, EPDM-Mischungen für Trinkwasseranwendungen.
Gummiwerk KRAIBURG GmbH & Co. KG, EPDM-Mischungen für Trinkwasseranwendungen.
11.04.2019
Reibungslose und sichere Dichtungsmontage

Die speziell für Elastomerprodukte entwickelten Beschichtungen der ParCoat® -Familie der Engineered Materials Group der Parker Hannifin Corporation vermeiden Verwechslungen, erleichtern die Montage und sorgen damit für eine sichere und langlebige Dichtungsfunktion.

Bei der Montage besteht zum einen die Gefahr der Verwechslung von Dichtungen mit nahezu identischem Aussehen, aber unterschiedlicher Funktion, zum anderen können Dichtungen beim Einbau durch hohe Montagekräfte beschädigt werden. Oft zunächst unerkannt, können beide potenziellen Fehlerquellen zum vorzeitigen Ausfall des Dichtungssystems mit entsprechenden Folgeschäden und -kosten führen. Darüber hinaus besteht bei der Großserienfertigung von Elastomerdichtungen, die als Schüttgut angeliefert und in Fördersystemen separiert werden, die Gefahr des Anklebens. Die daraus resultierende und als „Stacking“ bekannte Anhäufung der Dichtelemente kann zu Störungen des Prozesses bis hin zum Stillstand der Montagelinie führen.   Mit ParCoat® -Beschichtungen lassen sich die Oberflächeneigenschaften von Elastomerkomponenten gezielt verändern und optimieren. Sie sind für alle gängigen Elastomertypen geeignet und sorgen u.a. für deutlich reduzierte Montagekräfte. So kann, z.B. bei Steckverbindungen an Automobilklimaleitungen, eine Reduzierung um 50% und mehr gegenüber unbeschichteten O-Ringen oder gegenüber O-Ringen mit anderen Oberflächenbehandlungen erzielt werden. Auch die saubere Vereinzelung, Magazinierung und Zuführung in der Großserienfertigung wird durch die Wahl einer entsprechenden ParCoat® -Beschichtung sichergestellt. Je nach Anwendungserfordernis stehen unterschiedliche Beschichtungen in farbigen und transparenten Ausführungen zur Verfügung. Farbige Varianten dienen der Produktkennzeichnung bzw. der Vermeidung von Verwechslungen. Darüber hinaus können Elastomerdichtungen auch für Zwecke der „Corporate Identity“ mit Beschichtungen in der Firmenfarbe des Kunden versehen werden. Insbesondere bei Klein- oder Sonderserien, für die in den meisten Fällen die Entwicklung eines entsprechend eingefärbten Werkstoffs wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, bieten ParCoat® -Beschichtungen eine einfache Möglichkeit, elastomere Bauteile kostengünstig mit der gewünschten Farbgebung zu versehen. Transparente Ausführungen hingegen werden zur Beschichtung bereits farbiger Grundwerkstoffe eingesetzt, deren Farbton durch die Beschichtung nicht verändert werden darf.

Parker Hannifin GmbH, ParCoat®.
Parker Hannifin GmbH, ParCoat®.
09.04.2019
Gewichtsreduzierung der Karosseriestruktur- und Batteriepack-Baugruppen

Die AHEAD™-Initiative (Accelerating Hybrid-Electric Autonomous Driving), von DuPont, kombiniert Portfolios, um Lösungen für den wachsenden globalen Hybrid- und Elektrofahrzeugmarkt bereitzustellen.

Hoch entwickelte Polymere und Strukturklebstoffe als Basis für montagefreundliche, langfristig haltbare und robuste, gewichtsreduzierte und elektrofreundliche Lösungen für Hybrid- und Elektrofahrzeuganwendungen werden bei der Weiterentwicklung der Mobilitätslandschaft eine entscheidende Rolle spielen. Ziel der AHEAD™- Initiative ist es, das bewährte Portfolio mit den jüngsten Innovationen zu kombinieren, um die Hybrid-/Elektrofahrzeuge von heute und morgen leichter, leistungsstärker, geräuschärmer und sicherer zu machen. AHEAD™-Lösungen tragen signifikant zur Reduktion von Gewicht und CO2 -Emissionen bei und verbessern zugleich die Crash-Performance, Hochfrequenzübertragung und Schwingungsdämpfung.

03.04.2019
Merkblatt zu PTFE-Produkten aktualisiert

Das Technische Merkblatt 04 der pro-K Fachgruppe Fluorkunststoffe zu den Qualitätsanforderungen und Prüfrichtlinien zur Beurteilung von Halbzeugen aus Polytetrafluorethylen (PTFE) wurde jetzt aktualisiert.

Eingeflossen sind hierbei auch Erfahrungswerte von Ringversuchen der pro-K Fachgruppe Fluorkunststoffe. Zur Beurteilung von Halbzeugen aus Polytetrafluorethylen (PTFE und modifiziertes PTFE) sind Qualitätsanforderungen und Prüfrichtlinien unerlässlich. Diese sind Voraussetzungen für qualitativ einwandfreie PTFE-Erzeugnisse. Ob Dichte, Reißdehnung und Reißfestigkeit, Shore D oder Kugeldruckhärte, das aktualisierte Merkblatt von pro-K informiert kompakt über wichtige technische Eigenschaften von Fluorkunststoffen. In der Tabelle 3 des Merkblattes sind darüber hinaus die Mindestanforderungen für eine Vielzahl von Halbzeugen aus PTFE und PTFE-Compounds dargestellt.

20.03.2019
Neue Kieselsäure und Bindemittel für Klebstoffe und Baulösungen

Auf der European Coatings Show zeigt Wacker in Nürnberg zahlreiche Produktneuheiten für Beschichtungen sowie für Bau- und Klebeanwendungen.

Neu ist u.a. die pyrogene Kieselsäure HDK® H21 vor. Das Produkt wurde als Additiv zur Einstellung der Fließeigenschaften von polaren Klebstoffsystemen konzipiert. Trotz hoch hydrophober, also wasserabweisender Eigenschaften, lässt sich die Kieselsäure zügig und effizient in polare Formulierungen einarbeiten. HDK®  H21 besitzt eine hohe rheologische Wirkung in epoxid-, vinylester- und polyurethanbasierten Klebstoffen und ermöglicht die Herstellung standfester Formulierungen. Das Produkt ist für den Einsatz in hochfesten Industrieklebstoffen prädestiniert, wie sie etwa zur Verklebung von Rotorblatthalbschalen für Windkraftanlagen, für Klebungen im Automobilbau oder auch für chemische Dübel in der Bauindustrie benötigt werden. Dichtungsschlämme sichern Kellerwände, Terrassen oder Badezimmer gegen eindringende Feuchtigkeit. Mit VINNAPAS ®  7150 E zeigt man ein neu entwickeltes polymeres Dispersionspulver, das die Formulierung von leicht zu handhabenden und leistungsfähigen Dichtungsschlämmen ermöglicht. Es verleiht ihnen eine hohe Standfestigkeit, weshalb sie vom Handwerker gut mit Kammspachteln verarbeitet werden können. Mit bisher erhältlichen Dispersionspulvern war das für eine Verarbeitung mit Kammspachtel nötige Standvermögen nicht zu erzielen. Ein weiterer positiver Effekt: Die Dichtungsschlämme sind nicht mehr so klebrig und haften dadurch weniger an der Traufel. Polymere machen Bitumenemulsionen flexibler und widerstandsfähiger gegenüber mechanischen Belastungen aller Art. Speziell für diesen Einsatzzweck wurde ein Bindemittel auf Basis von Vinylacetat-Ethylen (VAE)-Copolymeren entwickelt.  VINNEVA®   verbessert die Eigenschaften von Bauwerksbeschichtungen, die auf Bitumen basieren, und sorgt dafür, dass die Beschichtungen exzellent auf Beton, Ziegelsteinen und Zement haften. Außerdem schützt ein mit dem Bindemittel  modifiziertes Bitumen Dächer und Keller gut vor eindringendem Wasser.

20.03.2019
Optimierter 3D-Druck von PAEK-Bauteilen

Für die beschleunigte Markteinführung von 3D-gedruckten PAEK-Teilen hat Victrex damit begonnen, mehrere Millionen Euro in die 3D-Hochleistungstechnologie von Bond High Performance 3D-Technology zu investieren.

Das niederländische Unternehmen hat eine differenzierte 3D-Druckanlagen- und -Software-Kombination für die additive Fertigung entwickelt, mit der sich hochfeste Teile aus vorhandenen Typen von Hochleistungsthermoplasten herstellen lassen. Durch die Verknüpfung von Victrex´ Materialanwendungs- und Kundenexpertise mit der 3D-Verarbeitungstechnologie von Bond wollen die Unternehmen, aufbauend auf der inhärenten Stärke der Victrex-Polymere, den Weg zur Produktion hochbelastbarer Funktionsteile bereiten und zur Leistungsoptimierung von Komponenten beitragen. Die Technologie von Bond ist in der Lage, komplexe Funktionsteile aus PEEK mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften, auch in Z-Richtung, zu drucken. Das ermöglicht die additive Fertigung von hochfesten, isotropen Teilen, deren Eigenschaften mit denen von herkömmlich spritzgegossenen oder gefrästen PEEK-Teilen vergleichbar sind. Die Lösung dieser Herausforderung gilt als ein Schlüsselelement, um die Verwendung der Hochleistungsthermoplaste in der additiven Fertigung weiter auszubauen. Die beiden Unternehmen werden ihre Zusammenarbeit zunächst darauf konzentrieren, die Potenziale in den Anwendungsbereichen Wirbelsäule und Halbleiter aufzuzeigen. Dazu werden kommerziell verfügbare Produkte wie PEEK-OPTIMA™ der Victrex-Medizinsparte Invibio Biomaterial Solutions oder VICTREX™ PAEK-Thermoplaste verwendet. Künftig kann die Möglichkeit, Funktionsteile aus vorhandenen PEEK-Typen zu drucken, auch in der Luftfahrt-, der Automobilindustrie, im Energiesektor und in der Fertigungs- und Verfahrenstechnik von Nutzen sein, wo auf Basis jahrelanger Erfahrung mit kommerziellen PEEK-Polymeren Industriestandards entwickelt wurden. Derzeit befindet sich die Bond 3D-Hard- und -Software in der Beta-Phase. Es besteht ein klarer Entwicklungsplan für Upscaling und Installation weiterer 3D-Druckanlagen in diesem Jahr. Dies soll die nächste Phase einleiten und den Übergang von der Entwicklung zur Erstteilqualifizierung und frühen Produktionsphase vorantreiben.

19.03.2019
Mit Multilayern abdichten

In der Pharmaindustrie kommen immer wieder Multilayer von Tec-Joint zum Einsatz, um Anlagen sicher und effizient abzudichten.

Das Beispiel einer neu entwickelten Produktionsanlage verdeutlicht dies. Im Gespräch mit den verantwortlichen Konstrukteuren wurden u.a. die Anforderungen an die Materialien wie folgt definiert: Gefordert war ein breites Spektrum an Beständigkeit gegenüber Chemikalien, das Material musste physiologisch unbedenklich sein, eine Einsatztemperaturbeständigkeit von ca. 200 °C, einseitig hervorragende Gleiteigenschaften und eine Antihaftwirkung haben;  auf der anderen Seite waren eine hohe Festigkeit unter anspruchsvollen Bedingungen sowie ein ausgezeichnetes Langzeitkriechverhalten gefragt. Recht schnell zeigte sich, dass für die Lösung keine Standards infrage kamen. Als Grundlage der Multilayerlösung wurde daraufhin eine EPDM-Mischung in einer 45 Shore-Härte gewählt, die der UL 94 V0 entspricht, REACH- und RoHS-konform und flammwidrig ist. Dieses Halbzeug wurde einseitig mit einer 0,2 mm starken Folie aus PTFE beschichtet, womit die geforderten Gleiteigenschaften und die weiteren Bedingungen erfüllt wurden. Die zweite Seite wurde mit einer ebenfalls 0,2 mm starken Folie aus PEEK beschichtet. Insgesamt hatte der Multilayer damit eine Stärke von 1,2 mm und konnte innerhalb der geforderten Dickentoleranz gefertigt werden. In zahlreichen aufwändigen Tests wurden die Einsatzfähigkeit und die Langzeitbeständigkeit belegt.

Tec-Joint AG, Multilayer EPDM/PEEK/PTFE (iStock-Fotografie-ID: 941351234 Traimak_Ivan)
Tec-Joint AG, Multilayer EPDM/PEEK/PTFE (iStock-Fotografie-ID: 941351234 Traimak_Ivan)
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