Aktuelles / Entwicklungen - Maschinen und Anlagen

23.08.2017
Einstieg in den Verguss

Für die blasenfreie Förderung pastöser, ungefüllter Vergussmedien aus 20-l-Standardgebinden bietet Scheugenpflug mit der A220 Basic eine Einstiegslösung an. Die kompakte Anlage unterstützt den Anwender bei einem fehlerfreien und schnellen Förderprozess und bietet eine einfache Bedienung und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.

Vom Kleben über Dam and Fill-Anwendungen bis hin zum Auftrag von Flüssigdichtungen: Es gibt zahlreiche Anwendungen, in denen sehr pastöse Vergussmaterialien verwendet werden. In industriellen Produktionsprozessen sind diese Medien aufgrund ihrer hohen Viskosität allerdings häufig eine Herausforderung. Hier muss auf eine angepasste Anlagentechnik geachtet werden, um optimale Vergussergebnisse zu erreichen und Stillstände zu vermeiden. Die Funktionen der A220 Basic sind rein auf die Sicherstellung einer stabilen und prozesssicheren Materialförderung ausgerichtet. Das Andocken der Pumpe an das 20-l-Standardgebinde erfolgt manuell über eine Zweihandschaltung und lässt sich mittels Sichtprüfung über ein Manometer überwachen. Für einen sauberen und blasenfreien Andockvorgang sorgt dabei die patentierte Vakuumfassfolgeplatte. Sie besteht aus Polypropylen (PP) und wird nach dem Förderprozess zusammen mit dem leeren Gebinde entsorgt, was die Verschleppung von Materialresten verhindert. Die integrierte Schöpfkolbenpumpe stellt eine zuverlässige, kontinuierliche Materialversorgung sicher, da sowohl beim Auf- als auch beim Abwärtshub gefördert wird. Die A220 Basic verfügt über eine Füllstandsüberwachung und eine elektropneumatische Druckregelung, die ein aufwändiges Nachregulieren des Förderdrucks durch den Anlagenbediener überflüssig macht. Beides trägt zur hohen Prozesssicherheit der neuen Fördereinheit bei. Die Steuerung erfolgt über die Scheugenpflug SCP200, die die Überwachungs-, Wartungs- und Analyseaufgaben vereinfacht und den Bediener bei einem wirtschaftlichen und fehlerfreien Förderprozess unterstützt.

Bondexpo: Halle 6, Stand 6508

Scheugenpflug AG, A220 Basic.
Scheugenpflug AG, A220 Basic.
23.08.2017
Optimierte Simulation

Auf der Fakuma 2017 stellt die SIGMA Engineering GmbH das neue Release SIGMASOFT®  v5.2 vor, das eine virtuelle, vollautomatische Optimierung beinhaltet. Zusammen mit der ebenfalls neuen virtuellen DoE ist die Autonomous Optimization eine konsequente Weiterentwicklung der SIGMASOFT®  Virtual Molding Technologie, um den Anforderungen moderner Spritzgießanwendungen gerecht zu werden.

Die Spritzgießverarbeitung befindet sich im Wandel. Der konventionelle Lösungsansatz von Trial-and-Error oder die Entscheidungsfindung rein basierend auf der Erfahrung Einzelner reichen nicht länger aus, um sowohl die Anforderungen an die Bauteilqualität als auch die Entwicklungstermine einzuhalten. Autonomous Optimization bietet hier einen neuen Ansatz:  Verarbeiter können ein bestimmtes Ergebnis einfordern und SIGMASOFT®  findet dann automatisch den besten Prozess, um dieses Ergebnis zu erreichen. Dazu kann man sich folgendes Szenario vorstellen: Man steht am Beginn eines neuen Projektes, ein Bauteil soll mit verschiedenen Komponenten montiert werden, weshalb alle Dimensionen in engen Toleranzen eingehalten werden müssen. Beim konventionellen Vorgehen würden Bauteil und Werkzeug basierend auf vorhergehenden Erfahrungen designt, das Werkzeug gebaut und abschließend in Maschinenversuchen versucht, die geforderten Maße zu treffen. Bei diesem Vorgehen kann viel schiefgehen. Die Zeit, das Prozessfenster an der Maschine zu finden, ist deshalb üblicherweise kurz und der Druck hoch. Im besten Fall werden schließlich Teile in der gewünschten Qualität produziert, doch der Prozess ist weder hinsichtlich Ressourcen wie dem Energieverbrauch noch hinsichtlich der Zykluszeit optimiert. Anders bei dem neuen Ansatz: Schon während der Auslegung von Bauteil und Werkzeug können alle Modifikationen an einer virtuellen Spritzgießmaschine getestet werden. Und dank Autonomous Optimization kann diese virtuelle Spritzgießmaschine selbstständig eine Lösung für eine Fragestellung finden. So ist es z.B. möglich, einen minimalen Bauteilverzug zu fordern und die Maschine wählt selbstständig die richtigen Einstellungen.

Fakuma: Halle A5, Stand 5105

Sigma Engineering GmbH, SIGMASOFT® v5.2.
Sigma Engineering GmbH, SIGMASOFT® v5.2.
09.08.2017
Neue LSR-Dosierpumpe

Auf der Fakuma zeigt DOPAG erstmals die neue LSR-Dosierpumpe „silcomix“. Die LSR-Technologie, die auf dem DOPAG-Messestand in einer laufenden Produktion zu sehen sein wird, realisierte man gemeinsam mit dem Spritzgussmaschinenbauer Wittmann Battenfeld sowie dem Materialhersteller Wacker Chemie und dem Formenbauer EMDE

Die neue silcomix des Typs PE200/20 bietet dank breiter Einsatzmöglichkeiten eine zuverlässige Produktion in allen Bereichen. Alle auf dem Markt erhältlichen LSR-Materialien – von extrem niederviskos über mittel- bis hin zu hochviskos – verarbeitet sie kontinuierlich und präzise. Ausgestattet ist die Dosierpumpe mit einer neuen Mischeinheit sowie SWIPSYNC-Technologie. Hierbei ermöglichen die servoelektrischen Antriebe eine synchrone Umschaltung der Kolben-Dosierpumpen. Dies geschieht unabhängig von der aktuellen Position des jeweiligen Pumpenkolbens und verhindert Mischungsverhältnis-Verschiebungen durch unterschiedlich gelagerte Umschaltpunkte. Die Volumenströme werden automatisch angepasst und die Fässer gleichmäßig entleert, die Materialrestmenge liegt < 1%. Gleichzeitig minimiert bzw. verkürzt eine spezielle Regelung der Servoantriebe das Einbrechen des Drucks und somit des Volumenstroms. Innerhalb der vorgegebenen Toleranzen bleibt das Mischungsverhältnis während des Spritzgussprozesses  gleich – sowohl bei kleinen als auch bei größeren Schussmengen.

Somit kann der Flüssigkunststoff optimal gefördert und zu einem qualitativ hochwertigen Endprodukt verarbeitet werden.  Die neuentwickelte Mischeinheit bietet dem Anwender durch ihr kompaktes Design (Stellfläche 1,3 m2)ein einfaches und schnelles Handling mit erweiterten Funktionen. Eine integrierte Snuff-Back-Funktion schließt das Ventil gegen die Flussrichtung. Der Materialaustrag erfolgt somit sorgfältig. Die neue Mischeinheit ist zudem durchgängig temperierbar, werkzeugfreie Wartungsintervalle bieten einen erhöhten Komfort. Dank des modularen Aufbaus lässt sie sich auf verschiedenste Anwendungen optimal abstimmen. Eine Gebinde-Einrollvorrichtung und vorinstallierte Prozessschnittstellen zum Spritzgussautomaten bieten eine hohe Bedienfreundlichkeit. Zudem führen automatische Entlüftungsfunktionen für Folgeplatten und Pumpen sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung am Touch-Display zu einer wesentlichen Optimierung der Rüstzeiten.

Eine weitere Live-Produktion von LSR-Produkten mit der neuen silcomix können Messebesucher zudem am Stand des Spritzgießanlagenherstellers KraussMaffei erleben.

Fakuma: Halle B5, Stand 5.315

DOPAG,  LSR-Dosierpumpe „silcomix“ (Mittwoch, 09. August 2017)
25.07.2017
Das neue Klebstoff-Dosiersystem „a.tron“ der NIMAK GmbH

Das neue Klebstoff-Dosiersystem „a.tron“ der NIMAK GmbH bietet Anwendern deutliche Einsparungen, die u.a. aus einem neuen Klebesteuerungskonzept resultieren. Da die Intelligenz der Anlage zum Teil in den Dosierer integriert ist, entfällt ein kompletter Dosierschaltschrank. Auch der Aufwand für die Verdrahtung ist geringer, da die Sensor-Signale direkt auf dem Dosierer verarbeitet und über ein BUS-Kabel in Echtzeit zur Steuerung gesendet werden.

Der mögliche Wegfall eines Steuerungsschrankes bedeutet Platzeinsparung im Produktionsbereich, was, z.B. in der Automobilindustrie, von Bedeutung ist. Zugleich ist damit eine Einsparung der Investitionskosten um rund 20% verbunden. Zudem erleichtert die  „a.tron“-Steuerung die Bedienung, die einfach und intuitiv zu erlernen ist. Der Zugriff erfolgt wahlweise über einen Laptop, Leitrechner oder ein Panel, über das 50 Systeme steuerbar sind. Ein weiterer Vorteil ist der schneller mögliche Produktionsstart, da bei einem Neustart, einem Not-Aus oder Docking-Vorgang keine Referenzierung mehr erforderlich ist. Da NIMAK weltweit das einzige Unternehmen in der Verbindungstechnik ist, das die beiden Fügetechnologien Widerstandsschweißen und Kleben anbietet, sind bei der Entwicklung der neuen Steuerung die Erfahrungen im Bereich der Roboter-Schweißzangen zum Tragen gekommen. Die Kunden, die sowohl auf dem Gebiet des Schweißens als auch Klebens aktiv sind, profitierten insofern auch von einer einheitlichen Bedieneroberfläche. Die eigenentwickelte Applikations-Technologie für Kleb-, Dicht- und Dämmstoffe umfasst aufeinander abgestimmte Komponenten - von der Doppelfasspumpe über das Steuerungssystem bis hin zum Dosierkopf. Letzterer zeichnet sich durch ein hohes Maß an Dynamik und Präzision beim Auftrag aus.

NIMAK GmbH, neue Klebstoff-Dosiersystem a.tron.
NIMAK GmbH, neue Klebstoff-Dosiersystem a.tron.
20.07.2017

Für eine batchweise sowie kontinuierliche Materialaufbereitung von niedrig- bis hochviskosen Klebstoffen, Wärme- und Lotpasten bietet die ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH die ViscoTreat-Reihe an. Verschiedene Größen von Entgasungs-systemen ermöglichen in diesen Systemen die Aufbereitung von ungefüllten sowie hochgefüllten Klebstoffen bei unterschiedlichsten Viskositäten von bis zu 1.000.000 mPas (abhängig vom Dosiermedium).

Um exakte Dosierergebnisse hochgefüllter Materialien zu gewährleisten, ist deren Aufbereitung vor der Anwendung unumgänglich. Häufig neigen Füllstoffe bei längeren Lager- und Stillstandszeiten der Dosieranlage zur Sedimentation sowie zur Agglomeration. Dadurch ist ein exaktes Applizieren des Mediums nicht mehr möglich. Dosiersysteme können verstopfen und der Verschleiß der Anlagenkomponenten erhöht sich durch die Separation der Füllstoffe vom Bindemittel. Ferner kommt es zu erheblichen Abweichungen in den mechanischen Eigenschaften des Dosiermediums. Eine weitere Herausforderung in der Dosierung von Flüssigkeiten ergibt sich durch gelöste Luft im Medium. Aufgrund unterschiedlicher lokaler Drücke innerhalb der Dosiersysteme kann es zu unvorhergesehener Bildung von Gasblasen während des Prozesses kommen. Der Grund hierfür liegt in der Abhängigkeit der Gaslöslichkeit in Flüssigkeiten von den Partialdrücken im System. Diese Gasblasen wirken sich negativ auf die Wiederholgenauigkeit des Dosierergebnisses aus und führen zu erhöhten Ausschusszahlen der Produktion. Mit den Materialaufbereitungs- und Versorgungs-Systemen ViscoTreat-Inline sowie ViscoTreat-Im kann beiden Hindernissen in der Dosiertechnik erfolgreich begegnet werden. Die Aufbereitungsanlage, welche gleichzeitig als Pufferbehälter dient, ermöglicht ein konstantes Rühren der Materialien, um der Sedimentation der Füllstoffe entgegenzuwirken. Außerdem werden die Dosiermedien mittels eines Absolutdruckes von bis zu 20 mbar ausreichend entgast, um die Prozesssicherheit zu gewährleisten. Befüllt wird das System z.B. über eine Hobbock- oder Fassentnahme. Alternativ ist eine Einsaugung des Mediums mittels Sauglanze möglich. Die Materialentnahme aus dem Entgasungsbehälter erfolgt über die bewährte Exzenterschnecken-Technologie. Vorteil gegenüber alternativen Systemen ist der Inline-Entgasungsprozess, wodurch die gleichzeitige Entgasung des Mediums sowie Materialentnahme unter permanentem Prozessvakuum möglich ist. Hierdurch können kontinuierliche Produktionsprozesse unabhängig von der Materialversorgung gestaltet werden. Für besonders sensitive und sedimentationsempfindliche Medien ist eine Zirkulierung zu empfehlen – der Entgasungseffekt wird erhöht und eine homogene Verteilung der Füllstoffe garantiert. Um die Prozesssicherheit zu gewährleisten, werden kritische Prozessparameter kontinuierlich überwacht.

07.07.2017

Mit Arretierungshilfen und Roboterhalterungen wurde das Zubehör der eco-PEN Serie von preeflow - aus dem Hause ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH - erweitert. Nach einer Demontage des Dosiersystems stehen Anwender immer vor der lästigen Aufgabe, das System  neu justieren und am Roboter anbringen zu müssen. Die neue Passbohrung ermöglicht jetzt bei allen neuen Systemen eine exakte, reproduzierbare Montage.

Die Bohrung dient ebenso zur Integration einer Arretierungshilfe – ein Zylinderstift sorgt für einen definierten Anschlag. So muss bei erneuter Montage des Dispensers keine Neuprogrammierung des Roboters in der Z-Achse durchgeführt werden. Aufgrund gehäufter Nachfrage wurde das Produktportfolio darüber hinaus um Roboterhalterungen erweitert. In der Dosiertechnik gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen, bei denen kartesische Dosierroboter zum Einsatz kommen. Mit der Möglichkeit einer einheitlichen Adaptierung der volumetrischen Dosiersysteme entsteht ein funktionierender Prozess durch  die Verbindung einer flexiblen und zuverlässigen Arbeitsweise der Tischroboter mit der konstanten Qualität der Dosierung. Die Halterungen können an alle handelsüblichen Benchtop-Systeme, wie z.B. von Janome oder Fisnar, adaptiert werden – ungeachtet dessen, ob 1K- oder 2K-Dosierventile in Betrieb genommen werden. Die Halterungen bestehen aus einer Adapterplatte, einer U-Schiene, einem Dosierventilhalter für preeflow eco-PENs und einem Block zur Anbindung der eco-DUO Produktpalette. Das System wurde zudem um ein Scharnier-Schnellwechselsystem für eco-PENs ergänzt. In Verbindung mit den optionalen Zentrierstiften am eco-PEN lässt sich eine positionsgenaue vertikale Adaption realisieren. Grundlegend kann somit, z.B. bei einfachen Raupen- oder Punktdosierungen, eine exakte Reproduzierbarkeit sichergestellt werden.

ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, eco-PEN Serie von preeflow.
ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, eco-PEN Serie von preeflow.
01.07.2017

Die Kombination des MDS 3250+  und der Fluidik MDFH-48-CH-TA von VERMES Microdispensing erlaubt einen prozesssicheren, ressourcensparenden Minimalmengenauftrag mit Lotpaste und trägt Kundenbedürfnissen Rechnung. Hauptanwendungsbereich ist die Montage elektronischer Bauelemente bei der Leiterplatten-Bestückung, z. B. zum Aufbringen von elektronischen Bauteilen auf Pads. Das erfordert höchste und konstante Dosierqualität. Denn ein Großteil der Mängel in der Leiterplattenfertigung entsteht durch Probleme im Lotpasten-Auftragsverfahren oder schwankende Prozessbedingungen.

Im Zuge der fortschreitenden Miniaturisierung gewinnen leistungsstarke Mikrodosiersysteme an Bedeutung, die immer kleinere Mengen von Medien, insbesondere Lotpaste, schnell, präzise und berührungslos dosieren.  Ein System für diese Anwendungen ist das MDS 3250+  Dosiersystem, dessen Steuereinheit und Ventil speziell für anspruchsvolle und hochviskose Medien optimiert wurden. Dank integrierter Fluidikheizung  und optimierter Medienführung bei der neu entwickelten MDFH-48-CH-TA Fluidik können Lotpasten unterschiedlichster Typen und Klassen für ein breites Anwendungsspektrum dosiert werden. Die „QuickFix“ - Düseneinheit ermöglicht eine effektive, benutzerfreundliche Einstellung von  Stößel und Düse. Dank des äußerst schlanken Designs können jetzt bei vielen Dosieranwendungen selbst schwer zugängliche und kleinste Bauteile besser angesteuert werden. Durch den komprimierten Aufbau sind die medienführenden Bauteile außerdem leicht und unabhängig zu reinigen und dadurch besonders wartungsarm.  Um sehr feine, hochpräzise Dosierergebnisse zu erzielen, wurden die Ventilsysteme so optimiert, dass selbst das Applizieren von kleinstmöglichen Dosierpunkten mit geringem Tropfendurchmesser bei höchster Reproduzierbarkeit  möglich ist.

VERMES Microdispensing GmbH, Kombination MDS 3250+ und Fluidik MDFH-48-CH-TA.
VERMES Microdispensing GmbH, Kombination MDS 3250+ und Fluidik MDFH-48-CH-TA.
26.06.2017

Bei den neuen Vertikalmaschinen für den TPE-Spritzguss hat MAPLAN die Zukaufaggregate aus dem Kunststoff-Maschinenbau ersetzt, deren Größenabstufungen zu große Kompromisse von den Elastomer-Verarbeitern verlangten. Das Resultat ist eine eigenentwickelte Baureihe in Anlehnung an die internationalen Baugrößen 130, 210 und 350 mit Spritzvolumina von 85 bis 250 cm³. Die Schneckendrehung wird mittels Servo-Elektromotor direkt angetrieben, die Einspritzbewegung hydraulisch. Dieses Hybridkonzept reduziert den Energiebedarf, die Lärmemission und fügt sich damit in das Cooldrive-Antriebskonzept der Gesamtmaschine ein.

Die 2015 vorgestellte vertikale 200-kN-C-Rahmen-Maschine war der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer neuen Maschinenbaureihe mit der Typenbezeichnung MTTP-C (MAPLAN, Top-Schließen, Top-Einspritzen, Plastic, C-Rahmen). Ein Jahr später folgte eine 300-kN-Version. Die Schließkraftgrößen 400 kN und 500 kN sind in Vorbereitung. Alle Baugrößen verfügen über eine ergonomisch günstige Bedienhöhe von 900 mm über Bodenniveau. Das Spritzaggregat ist mit der beweglichen Werkzeug-Aufspannplatte verbunden und wird relativ zur fixen Unterplatte bewegt. Weiteres Kennzeichen des TPE-Spritzaggregats ist dessen seitliche Schwenkbarkeit. Diese ermöglicht einen einfachen Tausch der Schnecke für einen schnellen Material- oder Farbwechsel, ohne den Massezylinder mittels Hebezeug ausbauen zu müssen. Bei der Maschinenkonstruktion lag der Fokus auf einer maximal kompakten „Ein-Stück-Konfiguration“, d.h. die Maschine samt Hydraulik sowie Elektrik/Elektronik befinden sich auf einem gemeinsamen Basisrahmen, was sowohl den Transport als auch die Positionierung am Einsatzort vereinfacht. Die Kompakt-Bauweise minimiert gleichzeitig auch die benötigte Aufstellfläche. Sie liegt bei allen TPE-Spritzgießmaschinen mit C-Rahmen-Schließeinheit bei weniger als 2 m² .

Maplan GmbH, Vertikalmaschinen.
Maplan GmbH, Vertikalmaschinen.
26.06.2017

Mit einer modifizierten Hochtemperaturanlage produziert FKM Sintertechnik erstmals lasergesinterte Serienbauteile aus PA6. Wegen seiner ausgewogenen mechanischen Eigenschaften und seiner Temperaturfestigkeit hat sich Polyamid 6 (PA6) gerade in der Automobil-Industrie als Standardwerkstoff etabliert. Bis dato war es allerdings nicht möglich, dieses Thermoplast im Schichtbau-Verfahren des 3D-Printing zu verarbeiten, um daraus z.B. Kleinserien und Ersatzteile herzustellen.

Aufgrund seiner relativ hohen Schmelztemperatur von 222 °C ließ sich der technische Kunststoff Polyamid 6 (PA6) bislang auf keiner 3D-Printing-Anlage verarbeiten. Mit der neuen optimierten Lasersinter-Maschine mit einem Bauraum von 250 x 250 x 330 mm lassen sich Formteile aus PA6 schnell und wirtschaftlich ab Losgröße 1 fertigen. Zu den ersten Kunden, die davon profitieren, gehört ein namhafter Automobil-Hersteller. Für seinen After-Sales-Service erhält er Ersatzteile aus PA6 für den Einsatz im Motorraum, und zwar Luftkanal-Bauteile mit Klemmnut, Stabilisierungsrippen, Befestigungsflansch und zahlreichen Anbauelementen. Dabei handelt es sich um hochfunktionelle Einbauteile von mittlerer Größe und Komplexität. Produziert werden sie abrufbereit als On-Demand-Serien mit mittleren Stückzahlen. Die hergestellten Bauteile aus Polyamid 6 erweisen sich in einem Temperaturbereich von -30 °C bis etwa 120 °C als formstabil und überzeugen auch hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften. Denn das PA6 verleiht ihnen eine Zugfestigkeit von 75 MPa, ein Zugmodul von 3750 MPa und ein Biegemodul von 3200 MPa. Damit verfügen die lasergesinterten Bauteile also auch über eine hohe Abrieb- bzw. Verschleißfestigkeit und eine gute Schwingungsdämpfung. Sie erweisen sich in der Praxis als zäh und ermüdungsresistent und sind außerdem chemisch beständig gegen Benzin, Öl und Fett. Dank dieser Eigenschaften eignen sich die PA6-Bauteile von FKM hervorragend für Serienanwendungen in Automobilbau und Fahrzeugtechnik. Insbesondere für die Realisierung von Formteilen aus Polyamid 6 mit erhöhten optischen, haptischen oder fluidtechnischen Ansprüchen wurde das Smooth-Finishing entwickelt. Dieses rückstandsfreie Verfahren verleiht den PA6-Teilen eine glatte und glänzende Oberfläche. Alle sonstigen Werkstoff-Eigenschaften des Materials bleiben unbeeinflusst. Weil aber beim Smooth-Glätten auch alle innenliegenden und nicht sichtbaren Bereiche eines Bauteils lückenlos erreicht werden, ist das Verfahren gerade für die strömungstechnische Optimierung fluidtechnischer Komponenten von großer Bedeutung.

 

FKM Sintertechnik, modifizierten Hochtemperaturanlage.
FKM Sintertechnik, modifizierten Hochtemperaturanlage.
30.05.2017

Auf den diesjährigen TechTagen von Scheugenpflug zeigte das Unternehmen neue und bewährte Lösungen für effiziente Klebe-, Dosier- und Vergussprozesse. Das Themenspektrum für die mehr als 500 Besucher reichte vom Verguss von Batterien und E-Motoren über neue, hochtemperaturbeständige Vergussmassen für die Leistungselektronik bis zum Optical Bonding. Vorgestellt wurde auch die neuentwickelte DispensingCell, eine kompakte Einstiegslösung für Wärmemanagement-Aufgaben.

Auf den 4. TechTagen zeigte sich, welche Bedeutung leistungsfähiger Dosiertechnik und intelligenten Vergussmaterialien im Hinblick auf zentrale Trends und Entwicklungen unserer Zeit zukommt. Im Rahmen der begleitenden Fachausstellung präsentierten insgesamt 21 Materialhersteller und Systempartner ihre Lösungen. Damit hat sich die Veranstaltung von einer kleinen Inhouse-Messe zu einem Branchentreff entwickelt. Von hohem Interesse für die Besucher war das hauseigene Anwendertechnikum, in dem Live-Vergüsse mit aktuellen Klebe- und Vergussmaterialien durchgeführt wurden. Großen Anklang fand auch eine neue Lösung für den Verguss von Batterien für E-Fahrzeuge: Hierfür wurde ein volumetrisches Hochleistungsdosiersystem entwickelt, das auch bei sehr abrasiven, pastösen Vergussmedien höchste Austragsraten erlaubt. In Dosierversuchen mit einem hochviskosen Material (100.000 mPa∙s) konnte eine Dosierleistung von 20 ml/s erreicht werden. Die neuentwickelte DispensingCell, eine kompakte Einstiegslösung für Wärmemanagement-Aufgaben, wird als vollständig vorkonfigurierte und parametrierte Dosier- und Vergusszelle vor der Auslieferung gezielt auf getestete und freigegebene Wärmeleitmaterialien eingestellt. Neben der raschen Verfügbarkeit der Anlage profitieren Anwender hier von einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis sowie einem schnellen Produktionsstart dank Plug-and-Produce.

Scheugenpflug AG, 4. Tech Tage.
Scheugenpflug AG, 4. Tech Tage.
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