Aktuelles / Entwicklungen - Maschinen und Anlagen

18.06.2018
Leitfaden für Dosiersysteme

Um Dosier- und Auftragsprozesse bereits im Vorfeld zu optimieren sowie nachher Fehlstellen rechtzeitig zu detektieren, bietet Keyence u.a. einen Leitfaden für Dosiersysteme an.

Bei der prozesssicheren Verarbeitung von Klebstoffen und Dichtmitteln stellt sich oft die Frage, welches die richtige Messtechnik für das jeweilige Dosiersystem ist. Hier gilt es, Höhe, Breite und Volumen von Kleberaupen und Dichtraupen zuverlässig zu prüfen. Hierzu gibt der vorliegende Leitfaden wertvolle Hilfestellungen. Weitere Themen sind: Einen Dispenser exakt zu positionieren und im Abstand zu regeln sowie Materialien widerstandsfähig zu verbinden, Reklamationen zu vermeiden sowie Prüfzykluszeiten zu verkürzen und dabei Kosten einzusparen. Der Leitfaden ist hier <Link: https://www.keyence.de/landing/lpc/en_lj_18-06-11.jsp?en=1806pe&gl=12&csr=1400118 > zu finden.

Keyence Deutschland GmbH, Leitfaden für Dosiersysteme.
Keyence Deutschland GmbH, Leitfaden für Dosiersysteme.
15.06.2018
Silikonverarbeitung in fest und flüssig

Intelligente Materialien intelligent verarbeiten – dies zeigt KraussMaffei bei der Verarbeitung von Flüssig- und Feststoffsilikon.

Mit der PX 25 zeigte man auf dem Competence Forum 2018 in München erstmals eine Maschine mit 250 kN Schließkraft und zielt damit auf Artikel mit kleinem Schussgewicht, etwa in der Medizintechnik oder für Präzisionsbauteile wie Uhren, Zahnräder oder Getriebeelemente. Die gezeigte Anwendung mit nur 14 s Zykluszeit verdeutlicht das: Zu besichtigen war eine Radialdichtung aus LSR mit filigranem Hinterschnitt und nur 0,15 g Gewicht, die im Bereich des Mikrospritzgießens anzusiedeln ist. Für das Projekt wurde eigens eine neue Plastifizierung mit besonders kleiner Schnecke (Durchmesser 12 mm) entwickelt. Ein servomotorischer Angusspicker SPX 10 ergänzt die Anlage. Partner bei diesem Exponat sind die Firmen Dow Silicones (Material), ACH Solution GmbH (Werkzeug), AVR Tech Innovations GmbH (HoloLens) und gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH. Neben LSR finden auch Feststoffsilikone immer mehr Anwendung, wie die Trends in den USA und Asien aufzeigen. Eine CX 200 produziert deshalb auf dem Competence Forum in einem Achtfach-Werkzeug eine 72 Gramm schwere Dichtmatte aus HTV. Hier kommt es zunächst darauf an, das zähe Material ohne Lufteinschlüsse zur Plastifiziereinheit zu transportieren. Diese Aufgabe übernimmt die neue Zuführeinheit AZ 50 mit Stopfdruckregelung.  Sie verarbeitet die Materialblöcke in einem rotierenden Trichter und zieht das HTV mithilfe einer sich ständig abwärts bewegenden Stopfschnecke nach unten. Über eine Rückwärtsentlüftung kann die Luft nach oben entweichen, anders als bei anderen Anlagen-Konzepten, die mit einem drückenden Kolben arbeiten, der die Luft zwangsläufig einschließt und so in den Spritzzylinder, das Werkzeug und letztlich das Bauteil einträgt. Die Maschinenfunktion APC plus sorgt für extrem gewichtskonstante Bauteile. Sie regelt den Umschaltpunkt von Einspritz- zur Nachdruckphase individuell für jeden Schuss und gleicht Viskositätsschwankungen in der Masse aus. Die für unterschiedliche Materialien spezifischen Eigenschaften sind in der Maschine in einer Datenbank hinterlegt, so wie für das niedrig viskose LSR als auch für Feststoffsilikone. APC plus regelt den Einspritzprozess passgenau auf die Anwendung und das Material aus, innerhalb vom selben Schuss.

08.06.2018
Additive Verfahren optimieren

Die neueste Version der Additive Manufacturing Software 4D_Additive erlaubt CoreTechnologie die Optimierung additiver Verfahrensabläufe. Das Tool bietet Schnittstellen in sämtlichen Formaten zum unabhängigen Lesen aller gängigen CAD-Formate und verfügt über eigens entwickelte Zusatzfunktionen.

4D_Additive verfügt über einen ausgereiften Geometrie-Kernel mit 3D-Datenanalyse- und Reparatur-Tools sowie direkten Modellierungs- und Offset-Funktionen auf Basis des EXACT B-Rep. Diese Technologie gewährleistet Modelle, die keine Abweichungen vom ursprünglichen CAD-Modell aufweisen. Leistungsstarke und vollautomatische 3D- und 2D-Nesting-Funktionen ergänzen das durchdachte Leistungspaket der Software ebenso wie die Kollisionsschutzfunktion für die halbautomatische Ausrichtung von Teilen und die Kollisionserkennung für manuell erstellte Arbeitsbereiche zur Vermeidung der Abtrennung von Elementen. Die Analysefunktion dient der Visualisierung der zu erwartenden Oberflächenqualität in Echtzeit sowie zur Erzielung einer optimalen Ausrichtung des zu fertigenden Teils. Die automatische Ausrichtung für optimale Oberflächenqualität ausgewählter Bereiche unterstützt diesen Prozess. Zudem kann eine Analyse von massiven Zonen vorgenommen werden, um Bereiche mit Wärmekonzentration anzuzeigen. Die automatische Wanddickenanalyse zeigt darüber hinaus problematische dünne Bereiche an. Slicer, basierend auf dem genauen B-Rep-Modell, Animationswerkzeuge und die zusätzliche Hatching-Funktion unterstützen den additiven Prozess. Mit der Software sind CAD-Modelle als intelligente B-Rep- Geometrie durch robuste Direct-Modelling-Funktionen bearbeitbar, was deutliche Vorteile gegenüber der Bearbeitung tesselierter Modelle hat. Hierbei kann durch Defeaturing und dem präzisen Abändern kritischer Geometriebereiche sowie durch Flächenverschmelzung eine Reduzierung der Komplexität sowie eine effiziente Fehlerkompensation erreicht werden. Die übersichtliche Grafikoberfläche der Software ermöglicht die einfache Erzeugung von Offset-Flächen. Durch frei wählbare Skalierungsparameter können die Modelle entlang der drei Hauptachsen verschieden skaliert werden, um Schrumpfung oder Verzug zu kompensieren. Speziell für Metalldruckverfahren unterstützt 4D_Additive die einfache teilautomatische Erzeugung von Stützstrukturen sowie von Lattice-Geometrien für die Fertigung bei gleichzeitiger Materialeinsparung. Mit der neuen Software-Version können Voxelized 3D-Modelle für optimale Druckergebnisse erstellt werden, die künftig mit integrierten Funktionen ausgestattet sind wie Leitfähigkeit oder Flexibilität. Erreicht wird das durch spezifische Eigenschaften, die jedem Voxel zugeordnet sind. 4D_Additive wurde entwickelt, um Prozesse zu automatisieren und im Batch-Modus auszuführen, um einen nahtlosen und automatisierten Prozess von CAD/PLM zum 3D-Drucker zu ermöglichen. Die Software enthält keine Komponenten von Drittanbietern. So ist CoreTechnologie in der Lage, mit 4D_Additive innerhalb kürzester Zeit auf  Kundenanforderungen zu reagieren.

CoreTechnologie, 4D_Additive.
CoreTechnologie, 4D_Additive.
08.06.2018
Ausschussreduzierung

Um den hohen Anforderungen der Automobilindustrie gerecht zu werden, musste ein preeflow-Kunde beim Auftrag einer 2K-Dichtmasse innerhalb eines vorgegebenen Bereichs seine Anwendung optimieren. Die Lösung ist ein 2K-Dosiersystem von preeflow® .

Aufgrund eines zu hohen Materialauftrags an der Übergangsstelle wurden Toleranzgrenzen des geometrischen Materialauftrags überschritten. Zudem konnte der Materialdruck während des Auftragungsprozesses nicht ausreichend überwacht werden. Eine hohe Ausschussquote war die Folge und auch die Produktivität wurde vom instabilen Prozess und dem hohen Prüfaufwand negativ beeinflusst. In Zusammenarbeit mit der ViscoTec- Niederlassung in Singapur konnte der Produktionsprozess im Bereich der Dosiertechnik optimiert werden. Für absolute Prozesssicherheit wird jetzt ein 2K-Dosiersystem von preeflow® , bestehend aus einem eco-DUO600, inklusive Dosierdrucküberwachungsmonitor EC200-DUO, eingesetzt. Das System kann an das Druck-Auswertegerät flowscreen angeschlossen werden, um Prozesswerte zu visualisieren. Dadurch entstehen für den Kunden folgende Vorteile: Ausschussreduzierung, minimierter Materialverbrauch, Verbesserung der Produktqualität, wiederholgenauer, präziser Materialauftrag sowie Produktivitätssteigerung durch stabile Dosierprozesse. Gleichbleibende Prozessparameter sind gerade in der Serienfertigung von enormer Bedeutung. Mithilfe der Drucksensoren in Kombination mit dem flowscreen können diese in Echtzeit grafisch dargestellt werden. Ein wiederholgenauer Prozess des Materialauftrags wird dadurch gewährleistet. Druckschwankungen, die z.B. wegen einer verstopften oder defekten Nadel oder ausgehärtetem Material entstehen können, werden sofort angezeigt. So kann eine Fehlerbehebung umgehend durchgeführt und die Ausschusszahlen können minimiert werden. Der variabel einstellbare Rückzug stellt einen einheitlichen Materialübergang sicher, wodurch auch der Materialverbrauch dauerhaft gesenkt wird. Die Exzenterschneckenpumpe mit dem Endloskolben-Prinzip und die Drucküberwachung sorgen gemeinsam für einen wiederholgenauen und stabilen Dosierprozess. Die individuelle Zusammenstellung des Equipments stellt einerseits einen geringen Materialaufwand und andererseits eine hohe Produktqualität sicher.

preeflow, 2K-Dosiersystem.
preeflow, 2K-Dosiersystem.
04.06.2018
Dosieren ohne unerwünschte Nebenwirkungen

Auf der Automatica 2018 zeigt die ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH einen metallfreien Dispenser, der für das prozesssichere Dosieren äußerst reaktionsfreudiger Materialien wie Schwefelsäure, anaerob reagierender Acrylate und Elektrolyte entwickelt wurde.

Neue Industrien wie die Batteriefertigung für die E-Mobilität erfordern spezielle Lösungen in der Dosiertechnik. Um chemische Reaktionen wie Aushärtung oder Kristallisation während des Dosierprozesses zu vermeiden, besteht im Dispenser keinerlei Kontakt mit Metall im materialberührenden Bereich. Bei der Auswahl der Werkstoffe für diesen speziellen Dispensertyp stand vor allem die chemische Beständigkeit gegenüber Klebstoffen und anderen Fluiden sowie die höchste Beständigkeit gegen physikalische Abnutzung durch abrasive Medien im Fokus. Kennzeichen sind eine spezielle Polymerpumpe und ein spezielles Dichtungsgehäuse, die 100% metallfreie Rotorwelle, die besondere Rotor-Stator-Geometrie, eine große Auswahl an verschiedensten Statormaterialien und Luer-Adapter für feine Punktdosierung. 

Automatica – Halle A6, Stand 435.

ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH/ metallfreier Dispenser.
ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH/ metallfreier Dispenser.
04.06.2018
Dynamisch mit üblichen Dispensern mischen

Der neue  Kartuschenmischer-Aufsatz LC-DCM von Tartler verfügt jetzt über einen universellen Anschluss für zahlreiche marktübliche Kartuschensysteme. Davon profitieren vor allem Kleinmengen-Anwender, die Gießharze und Klebstoffe für Reparaturen, Nacharbeiten oder die Optimierung von Oberflächen mit pneumatischen Kartuschenpistolen verarbeiten.

Mit dem Kartuschenmischer-Aufsatz werden die Qualitätsvorteile der dynamischen 2K-Kunstharz-Mischtechnik aus der automatisierten Serienproduktion in die manuelle Kleinmengen-Applikation überführt. Der Mischeraufsatz bietet nun ein größeres Anwendungsgebiet, da er über einen universellen Anschlusspunkt für die Kunststoffadapter vieler verschiedener derzeit gängiger Kartuschensysteme verfügt. Für den neuen Aufsatz kann die Spritzguss-Fertigung von Tartler außerdem jederzeit weitere Kunststoff-Adapter für weitere Kartuschen bereitstellen. Somit gibt es keinerlei Limitierungen mehr bei der Auswahl der Kartuschen, Dispenser oder Materialien. Das bedeutet u.a.: Jetzt erhalten auch alle Kleinmengen-Anwender, die für die manuelle Verarbeitung von Gießharzen oder Klebstoffen die weitverbreiteten Doppelkartuschen-Dispenser von Sulzer (Mixpac), Nordson (Side x Side) oder anderen Herstellern nutzen, die Möglichkeit, dynamisch zu mischen und sowohl die Qualität ihrer Mischergebnisse als auch die mögliche Austragsleistung erheblich zu verbessern. Da die manuelle Kleinmengen-Mischung mit Kartuschenpistolen vorrangig bei Nacharbeiten, Reparaturen oder im Rahmen der Oberflächen-Optimierung zum Einsatz kommt, profitieren vor allem diese Anwendungsgebiete vom neuen Mischeraufsatz.

Bislang mussten viele Kleinmengen-Verarbeiter beim Mischen von Harz und Härter mit Mehrkomponenten- oder Doppelkartuschen-Pistolen noch ärgerliche Qualitätsnachteile hinnehmen, weil die verwendeten bzw. empfohlenen statischen Mischer keine 100%ige Vermischung gewährleisteten oder sich die Austragsleistungen beim Einsatz längerer Mischer deutlich reduzierten. Der Kartuschenmischer-Aufsatz LC-DCM löst diese Probleme. Das basiert im Wesentlichen auf drei Komponenten: Einem Flansch zur Aufnahme des Kunststoffadapters, der flüssigkeitsdicht an der Kartusche befestigt wird, einem Grundkörper mit dem Anschluss für den dynamischen Kunststoffmischer und einem Luftmotor für den Antrieb des dynamischen Mischers. Insgesamt ist der neue Aufsatz von Tartler eine sehr schlanke Konstruktion und bildet eine funktionelle Einheit mit dem Dispenser, der sich mit dem Aufsatz präzise führen und einfach handhaben lässt.

Neben seinem universellen Adapteranschluss bietet er noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Abhängig von den verarbeiteten Materialien ermöglicht er bei gleichbleibender Konfiguration und gleichem Druck einen um bis zu 80% höheren Volumenaustrag als beim Einsatz eines vom Kartuschen- oder Materialhersteller – oder auch vom Abfüller – empfohlenen statischen Mischers. Außerdem lässt er sich selbst für extreme Mischungsverhältnisse und bei hohen Viskositätsunterschieden der Materialien einsetzen.

Tartler GmbH, LC-DCM.
Tartler GmbH, LC-DCM.
01.06.2018
O-Ringe effizient beschichten

Auf der DKT stellt Walther Trowal den neuen Rotamaten R 60 für die Beschichtung von Massenkleinteilen wie z.B. von O-Ringen vor. Er wurde entwickelt, da viele Anwender zu kleinen Losgrößen und generell geringeren Füllvolumina übergehen.

Mit dem Rotamat R 60 steht jetzt erstmals eine Anlage zur Verfügung, mit der Massenkleinteile auch bei Füllvolumina zwischen 2 von 15 l effizient beschichtet werden. Der Durchmesser der Trommel beträgt lediglich 600 mm und ist so für geringe Füllmengen geeignet. Die Neigung der Trommel kann in weiten Grenzen verstellt und so an unterschiedliche Teilegeometrien angepasst werden. So durchmischen sich Teile in der Trommel intensiv, außerdem werden sie optimal durch den Sprühbereich der Düsen geführt. Die neue Maschine entspricht dem Trend, dass viele Unternehmen im Zuge der Just-in-time-Fertigung generell geringere Stückzahlen pro Lieferung ordern. Für den Rotamat R 60 wurden Komponenten übernommen, die sich bei den größeren Maschinen bewährt haben: z.B. das Zu- und Abluftsystem, die ex-geschützte LED-Beleuchtung des Innenraums der Trommel und die Trommelaufnahme.

Walther Trowal GmbH & Co. KG, Rotamat R 60.
Walther Trowal GmbH & Co. KG, Rotamat R 60.
28.05.2018
3D-Druck von Silikonbauteilen

Der 1K-Druckkopf für viskose Medien und Pasten im 3D-Druck von ViscoTec eignet sich zum 3D-Drucken von Dichtungen aus Silikon und ist damit eine Alternative bei der Prototypen-Fertigung.

Viele Alltagsprodukte enthalten den Werkstoff Silikon. Durch die einzigartigen Werkstoffeigenschaften von Silikon ist es möglich, eine Vielfalt an Varianten zu erzielen, welche z. B. hitzebeständig, wasserabweisend, elastisch und UV-beständig, resistent gegenüber Umwelteinflüssen und kältebeständig sind. Der Markt für die verschiedensten Silikonanwendungen hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt, jedoch konnte erst in den vergangenen Jahren neben den bewährten Fertigungstechniken wie dem Silikonspritzguss eine innovativere Technologie vorgestellt werden: Das dreidimensionale Drucken von Silikon. Eine besondere Herausforderung stellen dabei sowohl das Handling als auch die Verarbeitungssysteme für die anspruchsvolle Fertigung der Silikonbauteile dar. ViscoTec hat einen 1K-Druckkopf für viskose Medien und Pasten im 3D-Druck im Programm. Mit dem Druckkopf lassen sich feinste Schichthöhen von bis zu 200 µm und konstante Linien aus Silikon Schicht für Schicht auftragen. Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein volumetrisches Dosierprinzip auf Basis der Exzenterschnecken-Technologie. Durch das exakte Zusammenspiel von Rotor und Stator entstehen abgeschlossene Kammern mit identischem Volumen, die ein präzises Auftragen von Silikon während des 3D-Drucks gewährleisten. Darüber hinaus besteht technisch die Möglichkeit, am Linienende einen gezielten Fadenabriss durch Einstellung eines Rückzuges zu erzeugen. Das Vernetzen der einzelnen Silikonschichten erfolgt unabhängig von der Drucktechnologie und kann - je nach Auswahl der Materialien - durch UV, Wärme und Feuchtigkeit, aber auch durch eine daraus resultierende Kombination erfolgen. Eine individuelle und kundenspezifische Lösung ist folglich möglich. Die Exzenterschnecken-Technologie findet neben der Anwendung im Druckprozess auch ihren Einsatz bei Materialentnahme- und Aufbereitungssystemen. In der additiven Fertigung können dadurch größere Behälter, wie beispielsweise Hobbock-Systeme gefüllt mit Silikon, direkt zum Druckkopf gefördert werden. So wird eine einheitliche und hochwertige Verarbeitung von Silikonen im gesamten Prozess – von der Materialentnahme bis hin zum Druck – gewährleistet. Ein konkretes Funktionsbeispiel ist das 3D-Drucken von Dichtungen aus Silikon für unterschiedlichste Einsatzbereiche. Derzeit werden Dichtungen mit einem konventionellen Spritzgussverfahren in sehr hohen Stückzahlen gefertigt. Doch gerade während der Entwicklungsphase von neuen Dichtungen entstehen hohe Kosten, da bereits für erste Prototypen ein kostenintensives Werkzeug angefertigt werden muss. Der 3D-Druck hingegen ermöglicht es, die Fertigung eines Werkzeuges zu übergehen und einen ersten 3D-gedruckten Prototypen zu erstellen. Aus bestehenden Versuchsreihen geht hervor, dass die additiv gefertigten Bauteile nahezu die gleichen mechanischen Eigenschaften besitzen wie mittels Spritzguss gefertigte Bauteile. Je nach verwendetem Silikon kann von der Entwicklungs- bis hin zur endgültigen Fertigungsphase eines Bauteils mit ein und demselben Produktmaterial gearbeitet werden. Durch den Wegfall der Werkzeugfertigung sinken zum einen die Entwicklungskosten und zum anderen kann die Produktionszeit zwischen der Entwicklung und der fertigen Dichtung reduziert werden. Eine weitere Herausforderung besteht nun darin, von der Prototypen- zur Kleinserienfertigung von komplexen Bauteilen überzugehen und die Prozesssicherheit der gefertigten Bauteile zu gewährleisten.

ViscoTec Pumpen- und Dosiertechnik GmbH, 1K-Druckkopf.
ViscoTec Pumpen- und Dosiertechnik GmbH, 1K-Druckkopf.
14.05.2018
Smarter Tischdosierroboter

Auf der SMT stellt Techcon den TSR2000 Series Smart Tischdosierroboter und vier neue Ventil-Controller, die mit WLAN- und Internet-Anschluss ausgestattet sind, vor.

Sie sind über mobile Geräte, Desktop-Geräte oder die intuitive Touch-Oberfläche am Gerät selbst steuerbar. Die neuen Geräte sind Industrie 4.0 geeignet, ermöglichen Datenaufzeichnung und Korrekturen an der Steuerung aus der Ferne. Die TSR2000 Dosierroboter verfügen über eine benutzerfreundliche Software sowie einfache Programmierung und Anwendung. Smarte Eigenschaften sind u.a. die intuitive Software mit Touchscreen zur Programmierung und Anwendungssteuerung und CAD/DXF-Import. Das Kamerasystem korrigiert automatisch Fehlplatzierungen und verkürzt die Programmierzeit.

Techcon Systems, TSR2000 Series Smart Tischdosierroboter.
Techcon Systems, TSR2000 Series Smart Tischdosierroboter.
14.05.2018
Modulares Mikrodosiersystem

Das MDS 3280 Mikrodosiersystem von VERMES Microdispensing hat eine Vielzahl neuer Funktionalitäten, die die Dosierleistung verbessern und dem Anwender Vorteile wie schnelle Taktzeiten und geringere Wartungskosten bieten.

Die neue MDS 3280 Mikrodosierlösung der MDS 3000 –Series basiert auf dem bewährten Piezoaktor mit allen Vorteilen der berührungslosen Dosierung. Um die extrem feine Dosierung, insbesondere für hoch- und höchstviskose Medien, weiter zu perfektionieren, wurde die MDS 3000-Serie um das MDS 3280 Allroundsystem erweitert. Die Einsatzgebiete sind vielfältig. Es adressiert alle Branchen, die einen Bedarf an leistungsstarken Dosierern haben und die in minimalen Mengen prozesssicher dosieren müssen. Dazu gehören Mikrodosieranwendungen in Automatisierung und Elektronik, Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugelektrik, Medizin, Pharmazie sowie Informationstechnik und Unterhaltungselektronik und die damit verbundene vielfältige Bauteiltopografie und teilweise empfindliche Oberflächenbeschaffenheit des Substrats. Das MDS 3280 eignet sich für das mengengenaue Applizieren einer breiten Palette an Medien, wie SMT-Klebstoffen, Silberleitklebern, LED-Phosphor, Unterfüllungsmaterialien, aber auch von Silikonen, Wärmeleit- oder Lotpasten und Hotmelts. Die Fähigkeit, Tröpfchen von weniger als 150 μm Durchmesser auf dem Substrat mit optimaler Konsistenz und Wiederholbarkeit und kürzesten Taktzeiten zu verteilen, verbessert gleichzeitig die Durchsatzleistung und reduziert Produktionskosten. Das Piezojet-Ventil MDV 3280 ist mit der Einstelltechnologie "Top Adjust" ausgestattet und erlaubt eine schnelle und komfortable Konfiguration und perfekte und freie Paarung zwischen Düseneinsatz und Stößel. Die Einstellungen, wie z.B. Dosierparameter, können schnell und einfach auch während des Betriebs vorgenommen werden. So kann das System rasch wechselnde Bedingungen, wie z.B. Schwankungen in der Materialviskosität, kompensieren, Dosiermuster verändern und unterschiedliche Dosiermengen auftragen. Die Verschlusstechnik des vom eigentlichen Ventilkörper abgekoppelten fluidischen Teils, der VERMES "Bajonett Fluidik“, sorgt für die flexible Koppelung zwischen Ventilkörper und Fluidikteil und gewährleistet eine einfache Handhabung und schnelle Reinigung, da die Fluidik vom Ventilantrieb mit einem Klick ohne Werkzeug entfernt werden kann. Dieses neue Design macht die Medienversorgung drehbar und das kompakte und leichte Ventil kann optimal an die unterschiedlichsten Aufgaben, wie z.B. die gewünschte Abgaberichtung, angepasst werden. Es ermöglicht eine rasche und nahtlose Integration selbst in schwer zugängliche oder engste Räume. Bei der Realisierung von komplexen Anwendungen spart es wertvolle Zeit und reduziert die Einrichtungskosten im vollautomatisierten Mikrodosier-Produktionsprozess. Der Stößel kann gewechselt werden während das Ventil in der Betriebsposition bleibt, und ein schwieriger Teilewechsel und kritische Betriebsausfälle werden vermieden. Die neu konzipierte Düsenheizung ist im Körper des fluidischen Teils integriert und hält sie konstant auf optimaler Temperatur, ohne viel Platz zu beanspruchen. Durch die fortwährende Temperaturkontrolle und die Kontrolle des Materialdrucks bleibt die Dosierqualität bis zur Entleerung der Kartusche/des Behälters absolut konstant.

Vermes Microsidspensing GmbH, MDS 3280 Mikrodosiersystem.
Vermes Microsidspensing GmbH, MDS 3280 Mikrodosiersystem.
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