Aktuelles / Entwicklungen - Maschinen und Anlagen

24.09.2019
Neue PUR-Dosieranlagen für digital integrierte Produktionsprozesse

Zur K stellt KraussMaffei mit der EcoStar Compact, der RimStar Smart, RimStar und RimStar Plus neu geschnürte Leistungs- und Optionspakete mit vielen Neuerungen vor. Damit unterstützt man die Digitalisierung in der Foam-Fertigung und fokussiert das Portfolio mehr auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse - vom günstigen Einstieg bis zum individuellen Highend-Produkt.

Als Einsteigermodel bietet die EcoStar Compact State-of-the-Art-Dosiertechnik für Pumpengrößen von 4 bis 40 l. Sowohl als Labor- wie auch als Produktionsmaschine bildet die Baureihe ein breites Spektrum an Lösungen für die Herstellung von PUR-Bauteilen ab. Einfache Steuerung und Bedienung vom Siemens KTP400-Control-Pult, Dosierpumpe mit optionaler Closed-Loop-Technologie für stets optimale Durchflussmengen und die selbstreinigenden Linear- und Umlenkmischköpfe für die homogene Mischung der Reaktionskomponenten legen die Basis für eine effiziente Fertigung bei herausragender Bauteilqualität. Die neu entwickelte RimStar Smart bietet in der Basisversion bereits umfangreiche Ausstattungsfeatures für die hocheffiziente Serienfertigung von PUR-Bauteilen in modernen Industrie 4.0-Produktionsumgebungen. Die TP 700 Bedienpanels von Siemens sowie Volumenstromzähler (VC) gehören zum Standard. Sie sind die Basis für die optionale Closed-Loop-Regelung von Austragsmenge zu Schusszeit und somit für optimale Bauteilqualität. Ein „Smart“-Interface verbindet bei Bedarf Anlagentechnik und Automatisierung. Ein zusätzliches RFID-Interface zur Werkzeugerkennung macht das Arbeiten besonders effizient. Zudem kann die RimStar Smart optional mit einem Pentan-Kit ausgestattet werden und bringt so alle Voraussetzungen mit, um ein breites Materialspektrum zu verarbeiten. Anwender können je nach Bedarf zwischen den standardisierten Lösungen RimStar Smart und RimStar wählen. Oder sie stellen sich die ideale Misch- und Dosiermaschine aus Modulen der kundenindividuell entwickelten RimStar Plus für spezielle Anforderungen passend zusammen. Darüber hinaus macht KraussMaffei die weltweit erfolgreiche Baureihe fit für digitale Produktionsumgebungen und schnürt neue Ausstattungspakete. Der Produktname RimStar steht weiterhin für die am häufigsten geforderten Ausstattungsmerkmale im Highend-Bereich. Die Mehrstellendosierung gehört hier ebenso zu den Optionen wie die ganze Bandbreite an Mischköpfen für bis zu sechs Komponenten, z.B. für die Sitzschaumfertigung. Zu den Ausstattungsmöglichkeiten gehören die sensorisch gesteuerte Ölkühlung für die Mischkopfhydraulik, Gas- und Treibmittelbeladung, Farbaggregate sowie Mischköpfe mit CN-(Controlled-Nozzle)-Technologie. Zudem ist die Einbindung in automatisierte Anlagenkonzepte über entsprechende Schnittstellen möglich. Gesteuert wird über ein TP-HMI aus der Siemens-Familie, optional gibt es auch die PUC08 von KraussMaffei, inklusive Betriebsdatenerfassung. Zudem ist die RimStar für die Prozessdatenerfassung und Auswertung per DataXplorer vorbereitet. Dieser bietet als „Flugschreiber“ die Grundlage für die Prozessdokumentation und Optimierung im Rahmen der Industrie 4.0-Anwendungen vieler Kunden. Nahezu frei konfigurierbar ist dagegen die RimStar Plus. Kunden können nahezu alle Module frei wählen und zudem auf die umfassende Kompetenz des Unternehmens für Sonderkonstruktionen zurückgreifen.

K 2019: Halle 15, Stand B27

KraussMaffei AG, RimStar Smart.
KraussMaffei AG, RimStar Smart.
24.09.2019
Modernes Mikrospritzgießen

Auf der K 2019 stellt babyplast (Christmann Kunststofftechnik GmbH) die energetisch und qualitativ überzeugende Kleinstteileproduktion in den Fokus. Mit den kleinen, robusten Maschinen lassen sich auf engstem Raum hochwertige Verfahren anwenden und Hightech-Werkstoffe prozesssicher verarbeiten.

Dies wird anhand von zwei Exponaten gezeigt: Zum einen an der angussfreien Produktion von Stopfen zur Dämpfung, Dämmung oder Dichtung aus LSR (Liquid Silicone Rubber). Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Industriepartnern mit UNIpace von der Universität Kassel, Institut für Werkstofftechnik, Kunststofftechnik. Industriepartner von babyplast sind die 2 Komponenten Maschinenbau GmbH, Marienheide, und die CHT Germany GmbH, Tübingen. Das zweite Exponat thematisiert eine Reinraumfertigung bei A-Tech, Plewiska (Polen). Die babyplast-Maschine produziert Verschlusskappen für Augentropfen aus LDPE, einem anspruchsvollen Massenartikel, mit einem Vierfach-Werkzeug. Drei weitere Exponate runden den Messeauftritt ab, darunter ein 6-Achs-Industrieroboter mit der Bezeichnung „HORST“. Die Stopfen aus LSR dienen als Beispielprodukt einer dichtereduzierten LSR-Mikroproduktion (Teilegewicht = Schussgewicht 0,75 g). Als Maschine kommt eine horizontal arbeitende babyplast 6/12PT LSR zum Einsatz. Das 1-fach Werkzeug der Uni Kassel verfügt über eine Direktanspritzung. Teilegewicht ist gleich Schussgewicht: Der Artikel wird direkt über die Nadelverschlussdüse der Maschinen angespritzt und ist dadurch angusslos. Das Material ist ein ALPA-LSR 450201 von CHT Germany. Dichtereduziertes Vulkanisieren bedeutet: Für das Schäumen wird dem LSR ein sehr geringer Anteil (< 3 Gewichts-%) an Mikrosphären UNICELL MS 140 DS von Tramaco zugefügt. Dazu werden die Mikrosphären einer der beiden LSR-Komponenten bereits vor der Spritzgießverarbeitung zugesetzt. Die Misch- und Dosieranlage SilcoStar Mini der 2 Komponenten Maschinenbau GmbH fördert und dosiert die beiden Komponenten A + B im Mischungsverhältnis 1 : 1. Anschließend homogenisiert ein Statikmischer die Mikrosphären des Materials an der babyplast-Spritzgießmaschine. Das LSR-Gemisch wird auf dem Förderweg bis in den Maschinenkolben aktiv gekühlt. Die Dosierung übernimmt die Steuerung der babyplast 6/12PT LSR. Sie ist dazu u.a. mit einer pneumatisch betätigten Längsnadel-Verschlussdüse zum Werkzeug hin ausgerüstet. Beim Schließen des Spritzgießwerkzeugs wird über eine Pumpe die Kavität evakuiert. Beim Einspritzvorgang öffnet die Maschinendüse und der Spritzkolben verdrängt das aufdosierte LSR-Gemenge über die wassergekühlte Düse in das elektrisch beheizte Spritzgießwerkzeug. Nach der volumetrischen Füllung schließt die Nadel die Kavität hermetisch ab. Die Vulkanisation im Werkzeug erfolgt bei einer vergleichsweise niedrigen Temperatur von ca. 150°C. Die Mikrosphären erhalten so eine längere Zeit zum Expandieren. Nach Ablauf der Vulkanisation öffnet das Werkzeug und der fertige Stopfen wird mittels eines Auswerfers im Werkzeug im freien Fall entformt. Die Stopfen sind auch ohne Nachbehandlung wie Tempern etc. sofort gebrauchsfertig.

K 2019: Halle 13, Stand A44

Christmann Kunststofftechnik GmbH Babyplast, Mikrospritzgießen.
Christmann Kunststofftechnik GmbH Babyplast, Mikrospritzgießen.
24.09.2019
Flexibel und ortsunabhängig zum Simulations-Experten werden

Für die Schulung zu seiner Spritzgieß-Simulationssoftware bietet Simcon eine interaktive Online- Akademie, die Anwendern Zeit und Kosten spart. Ende 2019 erscheint Version 12 von Cadmould mit der Möglichkeit der dreidimensionalen Ergebnisansicht und erweiterten Funktionen.

Für die Nutzer der Spritzgieß-Simulationssoftware Cadmould von Simcon wird die Anwendung noch einfacher. In Zusammenarbeit mit dem E-Learning-Spezialisten MulTra GmbH wurde für User ein neuer Service mit großem Mehrwert entwickelt: Per Online-Akademie können ab November Schulungen auch online durchgeführt werden. Die nun interaktiven Lernmodule ermöglichen es, Wissen im effektiven Selbstlernprozess zu erwerben, zu festigen und zu testen. Ein weiterer Vorteil ist die große Flexibilität für den Anwender: So kann das Tool unabhängig von festen Terminen und Orten genutzt werden.  Dadurch werden deutlich Kosten gespart und Lernzeiten optimiert. Das interaktive Angebot wird u.a. hier < Link https://www.youtube.com/watch?v=WIgH0XTTUXA&feature=youtu.be > vorgestellt. Um weiteren Kundenwünschen gerecht zu werden, veröffentlicht Simcon im Dezember 2019 die Version 12 von Cadmould. Diese hält für die Entwicklung von Kunststoff-Spritzgießteilen  – und zu den Werkzeugen ihrer Herstellung – neue Funktionen sowie eine intuitivere Handhabung bereit. Mit der Weiterentwicklung optimiert man die Möglichkeiten der Simulation von Spritzgießprozessen noch einmal erheblich. Via Hoops-Schnittstelle können aus den Simulationsberechnungen auch 3D-PDF-Berichte erstellt werden. Die dreidimensionalen PDFs, die `drehbare` Ansichten enthalten, sind auch ohne Cadmould nutzbar und machen die Zusammenarbeit unterschiedlicher Abteilungen oder Unternehmen einfacher. Auch das ist neu: Zusätzlich zum bewährten modularen Aufbau seiner Software bietet Simcon in Zukunft anwendergerechte Paketlösungen an. Viele Kundenanforderungen können mit „Fill-it!“, „Warp-it!“, „Engineer -it!“ und „Varimize-it!“ noch passgenauer bedient werden. Auf der K in Düsseldorf werden Cadmould in der Version 12 sowie der Online-Schulungsservice erstmalig vorgestellt. Ebenfalls wird das gemeinsame Projekt mit Arburg präsentiert: der Füllassistent. Mit dem Ziel, die Übertragungslücke zwischen Produktentwicklung und Fertigung zu schließen, wird die Integration der Cadmould- Spritzgießsimulation in die Gestica-Steuerung der Allrounder-Spritzgießmaschinen möglich gemacht.

K 2019: Halle 11, Stand F-21

simcon kunststofftechnische Software GmbH, Online-Akademie.
simcon kunststofftechnische Software GmbH, Online-Akademie.
18.09.2019
Plasmavorbehandlung neu definiert

Auf der K zeigt die TIGRES GmbH, ausgerichtet an den komplexen Anforderungen branchenführender Unternehmen, neue Lösungen für die Plasmavorbehandlung.

Kennzeichen sind mehr Schnittstellen, mehr Daten, mehr Sicherheit und ein Plasma, das die bisherigen Grenzen in der Anwendungsbreite ökonomisch durchbricht.  Bei der neuen M-Serie mit zwei bis vier Kanälen lässt sich das System komfortabel über das integrierte Touch-Display konfigurieren. Dank Remote Display Support lässt sich die Steuerung dort platzieren, wo sie benötigt wird. Neben allen gängigen Industrieschnittstellen, wie z.B. Profinet, besitzt das Gerät eine autarke Kanalüberwachung und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Prozessüberwachung dank Datenlogfunktion. Die intelligente Vernetzbarkeit erlaubt ein unkompliziertes Linien-Set-up. Gezeigt wird auch der neue Multi-SPOT. Er hat 80 mm Behandlungsbreite/Kopf, ist horizontal skalierbar, kompakt gebaut und verfügt über eine paarweise Düsensteuerung, Leistungsregelung und Überwachung. Weiteres Kennzeichen sind die geringen Verschleißkosten.

K2019: Halle 12 Stand E05

Tigres GmbH, Multi-SPOT.
Tigres GmbH, Multi-SPOT.
12.09.2019
Ohne Luft und Feuchtigkeit dosieren und mischen

Die Vakuum-Entgasungsstation T-EVAC von Tartler bietet Anwendern der Verfahren Vakuuminfusion, Nasspressen, Resin Transfer Moulding (RTM) und Pultrusion (Strangziehen) die  Möglichkeit, sowohl ihre Formgebungsprozesse als auch ihre Produktqualität entscheidend zu verbessern.

Die neue Entgasungsstation eignet sich sowohl für die Epoxidharz- als auch für die Polyurethanharz-Entgasung. Die Systemlösung ist in zwei Varianten konzipiert: Als Offline-Entgasung an zentraler Stelle, an der mehrere Dosieranlagen mit entgastem Material betankt werden können, und als Online-Entgasung direkt in die Dosieranlage integriert und auf die Prozessanforderungen abgestimmt. Der Eintrag von Luft und Feuchtigkeit aus den angelieferten Harz- und Härterkomponenten gehört für die Anwender der genannten Kunststoff-Verarbeitungsverfahren zu den täglichen Ärgernissen. Denn diese Störfaktoren wirken sich nicht nur negativ auf die Qualität der Komponenten aus, sondern können auch den Dosier- und Mischprozess – und damit letztlich das Ergebnis – erheblich beeinträchtigen. Insbesondere bei der Herstellung von Bauteilen aus Composite- bzw. Verbundwerkstoffen ist das ein häufiges Problem. Im Resin Transfer Moulding und in der Infusionstechnik müssten die evakuierten Formwerkzeuge zugleich auch noch die Luft und die Feuchtigkeit aus dem Material holen, was in der Praxis kaum zu realisieren ist. Die neue Systemlösung greift daher schon in einer viel früheren Prozessstufe ein: Bereits bevor das Material aus dem angelieferten Gebinde (z.B. IBC) in die Dosier- und Mischanlage (oder ein Folgegebinde) gelangt, wird es in der T-EVAC von Luft und Feuchtigkeit „befreit“. Zugleich wird es auf die gewünschte Verarbeitungstemperatur gebracht, um die bestmögliche Performance bei der Verarbeitung zu erreichen. Die gesamte Prozesskette ist hermetisch geschlossen und steht permanent unter Vakuum (< 5 mbar). Was mit stets gleichbleibender Fließgeschwindigkeit in der Dosier- und Mischanlage ankommt, ist also ein bestens aufbereitetes Material – frei von Schadluft und Feuchtigkeit. Das System steht in verschiedenen Ausbaustufen und Modulvarianten für unterschiedliche Harze und Härter zur Verfügung. Weitere Merkmale der T-EVAC sind eine  Entgasungskapazität, die bei 1.000 l/h beginnt, und dass die eingebauten Komponenten durch integrierte Sensoren überprüft werden, die ein integriertes Schutzsystem bilden. Zum problemlosen Anschluss von 1.200-Liter-IBC ist die neue Entgasungsstation mit einer MX-Kupplung mit Kamlok-Adapter ausgestattet.  Grundsätzlich lässt sich die neue T-EVAC direkt an die Dosier- und Mischanlage anschließen oder es kann ein zusätzlicher Puffertank vorgeschaltet werden. In der Prozesskette befindet sich dieser Tank dann zwischen Entgasungsstation und Dosier- und Mischanlage. Er dient der sicheren Lagerung des entgasten Materials unter vollem Vakuum und unterstützt die Optimierung der Materialtemperatur. Die Dosieranlagen können von diesem Puffertank sehr schnell befüllt werden.

Tartler GmbH, T-EVAC.
Tartler GmbH, T-EVAC.
12.09.2019
3D-Druck von 2K-Silikon als Film

Die Möglichkeiten des 2K-Druckkopfes vipro-HEAD von Viscotec zum 3D-Drucken von 2K-Fluiden und Pasten werden im Video deutlich.

Das Video erläutert das Endloskolben-Prinzip und wie es zum homogenen Mischen der 2K- Materialien im Inneren des Dosierkopfes kommt. Ein Vorteil der ViscoTec-Technologie: Materialmenge und Dosiergeschwindigkeit können individuell angepasst werden, für absolut flexible 3D-Druckprozesse. Der automatische Rückzug am Dosierende sorgt für einen definierten Fadenabriss und garantiert damit ein hochqualitatives Druckergebnis. Der Druckkopf kann flexibel für verschiedenste Anwendungen eingesetzt werden. Auch die Bandbreite an Materialien, die der vipro-HEAD dosieren kann, ist breit gefächert: Silikone, Polyurethane oder Epoxidharze, um nur einige Materialien zu nennen. Alles Weitere ist dann am besten im Film unter: https://www.youtube.com/watch?v=BdPu7zTy9-I&feature=youtu.be

ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, vipro-HEAD-Video.
ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, vipro-HEAD-Video.
02.09.2019
Spritzgieß-Simulation für Bio-Kunststoffe

Die Simulationssoftware Cadmould 3D-F wurde von Simcon für die Berechnung von Kunststoffbauteilen aus nachwachsenden Rohstoffen verifiziert.

Kunststoffverarbeiter suchen schon länger nach nachhaltigen Alternativen für herkömmliche Kunststoffe. Doch Biokunststoffe verhalten sich beim Spritzgießen häufig deutlich anders als ihre klassischen Verwandten. Simcon hat seine Softwareprodukte Cadmould und Varimosals um die Berechnung von Biokunststoffen und Biocomposites, das sind z.B. klassische Polymere, verstärkt durch Naturfasern, erweitert. Dank der Simulation können auch die Anwender dieser Werkstoffe die Vorteile von Simulationen nutzen und im Schnitt sowohl bei der Entwicklungszeit als auch bei den Zykluszeiten rd. 30% einsparen. In dem Forschungsprojekt NFC-Simulation, gefördert durch das BMELV, in dem u.a. der Automobilhersteller Ford Partner war, hat Simcon anhand einer Handschuhfach-Baugruppe gezeigt, dass Einflüsse des Spritzgießprozesses wie Füllung, Nachdruck, Schwindung und Verzug realistisch abgebildet werden, bis hin zur Übergabe der Faserorientierungen an die Crash-Simulation. Auch die Crash-Simulation bei Ford lieferte mit den von Cadmould übergebenen Faserorientierungen hervorragende Ergebnisse. Auch in anderen Bereichen, wie z.B. Consumer Electronics und Musikinstrumente, wurde Cadmould für Biokunststoffe bereits erfolgreich eingesetzt. 

simcon kunststofftechnische Software GmbH, Cadmould 3D-F.
simcon kunststofftechnische Software GmbH, Cadmould 3D-F.
02.09.2019
Optimierte Klebeverbindung mit Plasma

Auf der Bondexpo zeigt die relyon plasma GmbH verschiedene Atmosphärendruck-Plasmasysteme für die Vorbereitung von Oberflächen vor dem Verkleben oder Vergießen. 

Wenn eine Oberfläche vor dem Verkleben mit Plasma funktionalisiert wird, zeigen die daraus resultierenden Verklebungen eine deutliche Haftungsverbesserung. So ist es bei einem Projekt z.B. erst durch den Einsatz des relyon plasma piezobrush® PZ2 gelungen, die Klebverbindung von Kunststoffgehäuseteilen zuverlässig und dauerhaft herzustellen. Sowohl das ABS-Material der Kunststoffschalen als auch der TPE-Zwischenring zeigten hier durch die Plasmabehandlung eine nahezu unlösbare Verbindung mit dem eingesetzten Polymerklebstoff. Die Oberflächenfunktionalisierung durch diese „kalte“ Plasmabehandlung beruht dabei auf der Anlagerung von polaren Endgruppen an die Molekülenden der Polymeroberfläche unter Raumbedingungen. Diese erhöhen die Benetzbarkeit und fungieren zudem als Ankergruppen für die anschließende Verbindung zwischen Klebstoff und Bauteiloberfläche. Die Atmosphärendruck-Plasmasysteme gibt es in verschiedensten Ausführungen, sodass diese optimal auf die jeweilige Anwendung abgestimmt sind. Die Hochleistungsanlage plasmabrush® PB3 wurde speziell für sehr hohe Prozessgeschwindigkeiten und die Integration in industrielle Produktionslinien entwickelt. Als Pendant gibt es diese auch als plasmatool Hochleistungshandgerät für Werkstücke, die aufgrund ihrer Größe oder Mobilität nicht maschinell bearbeitet werden können. Ebenso gibt es dieses System aber auch als plasmacell, d.h. als ein unabhängiges und kompaktes Komplettsystem. Da für kleine Unternehmen und Start-ups diese Plasmaanlagen jedoch oft zu groß und in der Anschaffung zu teuer sind, gibt es für Prozesse vom Prototypenbau bis zur Serienfertigung das Plasmahandgerät piezobrush PZ2. Bei einem Besuch auf dem Messestand von relyon plasma oder John P. Kummer werden die verschiedenen Plasmasysteme vorgestellt, vorgeführt und können direkt vor Ort selbst getestet werden.

Bondexpo 2019: Halle 6, Stand 6437

relyon plasma GmbH, Atmosphärendruckplasma.
relyon plasma GmbH, Atmosphärendruckplasma.
28.08.2019
Neues Dosiersystem für das Imprägnieren von Fasermaterialien

Für die Herstellung von Formteilen aus faserverstärkten Kunststoffen hat DOPAG das Dosiersystem compomix FI entwickelt. Es dosiert und mischt 2K-Materialien auf Basis von Epoxid oder PU, mit denen anschließend Glas-, Aramid- oder Kohlefasern imprägniert werden.

Formteile aus faserverstärkten Kunststoffen finden in verschiedenen Branchen Verwendung: in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, bei der Herstellung von Windkraftanlagen oder in der Baubranche. Sie zeichnen sich vor allem durch ihr geringes Gewicht und ihre hohe Steifigkeit aus. Bei Injection-Anwendungen wie der Vakuum-Infusion oder dem Resin Transfer Moulding (RTM) wird das Material mit der Dosier- und Mischanlage direkt in eine offene oder geschlossene Form injiziert. Bei den Applikationen Pultrusion und Filament Winding kann mit compomix FI ein Tränkbad befüllt und auf Füllstand gehalten werden, um Composite-Bauteile in verschiedenen Formen oder wie beim Pultrusion-Prozess als Endlosprofile herzustellen. Die Materialversorgung erfolgt über zwei auf der Dosieranlage installierte Vorratsbehälter, welche direkt aus Original-Anliefergebinden befüllt werden. Dies geschieht automatisch und entweder gravimetrisch oder über Standard-Nachfüllsysteme.

DOPAG, compomix FI.
DOPAG, compomix FI.
21.08.2019
Immer vernetzter

Auf der K 2019 macht DESMA in einem neuen Konzept sein umfassendes Leistungsportfolio und konkrete Lösungen im Bereich der vernetzten Produktion – Industrie 4.0 – erlebbar.

Das Unternehmen gehörte zu den ersten Maschinenbauern, die konkrete Lösungen für Industrie 4.0-Anforderungen entwickelt haben. Inzwischen sind verschiedene Megatrends als Einflussfaktoren hinzugekommen. Der demografische Wandel, die fortschreitende Digitalisierung, die immer knapper werdenden Rohstoffe und nicht zuletzt der sich immer stärker abzeichnende Klimawandel sind Herausforderungen, denen mit den richtigen Produkten begegnet werden kann. Deshalb ist man bereits auf dem Weg zum Maschinen bauenden Dienstleister, der sich in die Prozesse seiner Geschäftspartner integriert. Dazu hat das Unternehmen die Initiative #desmatters ins Leben gerufen. In Düsseldorf demonstriert man im Livebetrieb an vier Maschinen, wie neue Lösungen in den Bereichen Automatisierung, Rückverfolgbarkeit und Energieeffizienz die Produktion von Elastomerteilen vereinfachen. Von besonderer Bedeutung sind die ergänzenden Services. Industrie 4.0 und auch die damit verbundene Forderung nach Rückverfolgbarkeit von Produktionsdaten stehen ganz oben auf der Agenda von allen Herstellern von Elastomerkomponenten. Auf der K wird dies mit einer D 968.250 ZO BENCHMARK 750 S3 mit FlexCell vorgeführt.  Die Datenintegration von Mischungsbatches durch Barcode-Reader und das Erkennen der Form- und Kaltkanalsysteme mittels vollintegriertem QR-Scanner dokumentieren die Formhistorie zusammen mit den gesamten Mischungsdaten. Die weiterentwickelte Laserbeschriftungstechnik ermöglicht erstmals die zuverlässige Kennzeichnung selbst von schwarzen Gummiartikeln, um eine Rückverfolgbarkeit auf Einzelartikelbasis zu gewährleisten. Zudem lassen sich dadurch formintegrierte Gravuren leicht ersetzen, da diese in einem Arbeitsgang eingebracht werden. Mit SmartTrace können Artikel bis zur jeweiligen Kavität zurückverfolgt werden – auch noch nach Jahren. Immer schwieriger wird es, qualifiziertes Bedienpersonal zu finden. Da lohnt es sich in Ausbildung, aber auch in Automatisierungstechnik zu investieren. Mit der FlexCell, die mit einem 6-Achs-Roboter ausgestattet ist, wird durch eine Schnellzentrierung/Schnellfixierung und durch ein integriertes Luftkissensystem ein Anlagenumbau innerhalb kürzester Zeit möglich. Die PartnerFlexCell- Lösungen sind auch an einer D 969.100 Z (S3) mit FIFO C Hochdruckspritzeinheit verbaut. Das kollaborierende Robotersystem verfügt über ein CE-konformes neues Sicherheitskonzept und über eine dreidimensionale Scannerabsicherung. Damit wird die sichere Zusammenarbeit von Roboter, Maschine und Mensch ermöglicht – und zwar ohne mechanische Schutzgitter. Das Angebot der DESMA beinhaltet eine Fülle von Produkten, die Ressourcenschonung ermöglichen: Erstmals zu sehen ist die neueste Generation von 2-Kreis-Servo-Temperiergeräten EcoSilence+. Durch eine aktive Durchflussregelung reagieren sie schnell und genau und erreichen dadurch eine völlig neue Regelgüte – und dass bei nochmals deutlich reduziertem Energieverbrauch. Für weitere Einspareffekte sorgt das EnergyControl+ System mit energieoptimierter Aufheizphase der Maschine. Durch das integrierte Lastmanagement wird eine deutlich reduzierte Spitzenstromaufnahme erreicht, die maßgeblich den Strompreis bestimmt. Zusätzlich werden alle Energieverbräuche der einzelnen Komponenten bis hin zum Pressluftverbrauch erfasst, zugeordnet und optimiert. Ferner wird das gesamte Kaltkanal- und ZeroWaste-Konzept umfassend in Live-Anwendungen demonstriert. Zum Maschinenbau gehört ein Serviceangebot, dass den Kunden möglichst ohne Umweg befähigt, so zu produzieren, wie er will. Das geht bei der Planung los – die DESMA bietet ein umfangreiches Beratungs- und Simulationsprogramm. So kann bereits sehr früh die optimale Maschinen- und Werkzeugauslegung ermittelt werden.  Die Anlagen des Verarbeiters sollen natürlich stets verfügbar sein, dafür sorgt das ServiceCommitmentPackage. Die Wartungseinsätze werden vorbeugend definiert, um daraus eine Ersatzteilstrategie zu entwickeln und so Maschinenausfälle zu verhindern. Durch besondere Vereinbarungen, wie Reaktionszeiten von Servicetechnikern, priorisiertem Hotline-Remote-Service oder auch regelmäßig widerkehrenden Intervallarbeiten, können individuelle Anforderungen integriert werden, um so einen höchstmöglichen Verfügbarkeitseffekt zu erreichen. Zusammengehalten werden diese und zahlreiche andere Angebote – etwa zum Hydraulikölmanagement - durch SmartConnect 4.U, das vor drei Jahren vorgestellte Konzept zur Maschinenvernetzung.

K 2019: Halle 16 am Stand F56.

Kloeckner DESMA Elastomertechnik GmbH, K2019.
Kloeckner DESMA Elastomertechnik GmbH, K2019.
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