Aktuelles / Entwicklungen - Maschinen und Anlagen

21.11.2019
Ultrahochviskoses Inkjet-Drucken optischer Materialien

Die ultrahochviskose Inkjet-Technologie von Xaar ermöglicht das Dosieren optischer Materialien von DELO mit Viskositäten von 250 mPa·s bei Raumtemperatur.

Die meisten Tintenstrahl-Druckköpfe können Materialien mit Viskositäten von 10 bis 25 mPa·s jetten. Dank der TF-Technologie von Xaar lassen sich nun optische Materialien per Inkjet drucken, die deutlich höhere Viskositäten aufweisen. So wird das DELO-Material mit einer Viskosität von 250 mPa·s bei Raumtemperatur auf 43 °C erwärmt, wodurch die Viskosität auf 63,5 mPa·s sinkt und das Material  mit den Druckköpfen von Xaar effektiv gedruckt werden kann. Die Fähigkeit, Flüssigkeiten mit Viskositäten von mehr als 25 mPa·s zu drucken, bietet den Herstellern optischer Elemente in der Unterhaltungselektronik und im Automobilbereich mehr Flexibilität. Sie verfügen damit über eine Alternative und Ergänzung zur überwiegend verwendeten Imprint-Lithographie, etwa für die Herstellung wie Mikrolinsen. Zudem kann die Inkjet-Technologie auch den Spin-Coating-Prozess ersetzen, was den Materialverbrauch um bis zu 80% reduziert. Hersteller können nun die Inkjet-Technologie von Xaar nutzen, um dünne (Schutz-) Schichten herzustellen, Verzerrungen zu korrigieren oder lichtblockierende Strukturen zu drucken. Die Inkjet-Fähigkeit erweist sich auch beim 3D-Druck als wertvoll und ermöglicht das Herstellen einzelner (Mikro-)Linsen und ganzer Mikrolinsen-Arrays. Optische Materialien auf Basis von UV-härtenden Polymeren anstelle von Glas oder von spritzgegossenen Kunststoffen haben sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt. DELO bietet schnellhärtende UV-Materialien mit sehr guten optischen Eigenschaften wie angepassten Brechungsindizes, hoher Transmission und Vergilbungsresistenz. Sie sind alle lösungsmittelfrei, bieten angepasste mechanische Funktionen und Stabilität sowie gute Dosierbarkeit und Haftung auf verschiedenen Substraten.

DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA, Xaar, Inkjet.
DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA, Xaar, Inkjet.
19.11.2019
Reproduzierbare Bauteilqualität durch strategisches Werkzeugmanagement

Die Software von condamos nutzt das kollektive Wissen aus dem gesamten Spritzguss-Prozess, das in Form von Daten am Werkzeug bereitsteht, um die Werkzeugverfügbarkeit und die Produktivität nachhaltig zu steigern.

Ein Prozess in der Spritzgießtechnik ist komplex. Neben dem eigentlichen Herzstück der Produktion, der Spritzgießmaschine, ist eine Vielzahl von Peripheriegeräten und -systemen an so einem Serienprozess beteiligt. Alle haben eines gemeinsam: sie produzieren Daten, die i.d.R. über Sensortechnik verfügbar sind, die allerdings meist ausschließlich für das eigene Gerät genutzt werden. Für den neuen Ansatz wurde bei Sauer & Sohn der Sensor Datalogger Eagle entwickelt. Der vernetzt die im Prozess integrierten Systeme und fokussiert die prozessrelevanten Daten, die in das passende Datenformat für eine digitale Kommunikation untereinander umgewandelt werden, in dem Datalogger. Genutzt werden die Echtzeit-Daten aus dem Werkzeug, die Aussagen über Fehlfunktionen treffen. Mithilfe des speziell dafür entwickelten Analyse-Tools TSM-Plattform werden diese ebenfalls in Echtzeit visualisiert und mithilfe intelligenter Algorithmen analysiert. Ermittelt das System nun Abweichungen von im Vorfeld definierten Parametern wird vor möglichen Ausfällen gewarnt. So werden Abweichungen von der geforderten Teilequalität ermittelt. Aber auch Störungen im Prozessablauf werden sofort kommuniziert. Gleichzeitig können durch die selbstlernende Analyse Vorhersagen für notwendige Wartungen getroffen werden. Auch Vorhersagen über die verbleibende Restdauer von Verschleißartikeln unterstützen den Kunststoffverarbeiter und den Werkzeuginstandhalter bei ihrer Arbeit, bevor es zu Teil- oder Vollausfällen der einzelnen Komponenten kommt. Denn unvorhergesehene Ausfälle bedeuten immer einen Stillstand der Produktion. Die Installation des Systems in bestehende Prozesse ist einfach. Der kompakt gebaute Sensor Datalogger Eagle wird einfach an dem Werkzeug montiert und die Sensoren aus den einzelnen Systemen werden physisch verbunden. Die Daten werden vom Datalogger an die TSM-Plattform übergeben, visualisiert und können dann über mobile Endgeräte einfach und komfortabel erfasst werden.

Condamos (SAUER & SOHN GmbH & Co. KG ), Datenlogger.
Condamos (SAUER & SOHN GmbH & Co. KG ), Datenlogger.
19.11.2019
Optimierte Dispenser Serien für kleine Mengen

Auf der productronica stellte ViscoTec u.a. optimierte 1K- und 2K-Dispenser-Serien für den Auftrag kleinster Mengen vor. Die-1K Dispenser 3RD3 und die 2K-Dispenser ViscoDUO-P 3/3 und ViscoDUO-P 4/3 erweitern das Produktportfolio für kleinste Dosiermengen.

Minimale Mengen von 0,002 ml beim 3RD3 und 0,005 ml beim P 3/3 können dosiert werden. Wie bei allen bisherigen Dispensern garantiert ViscoTec auch hier absolut hochpräzise Dosierergebnisse mit einer Dosiergenauigkeit von +/- 1%. Passend für jede Anwendung sind verschiedene Statormaterialien für die Dispenser verfügbar. Sie können für Vergussanwendungen oder bei der Punkt- und Raupenauftragung in Kleb- und Dichtanwendungen eingesetzt werden. Damit sind sie z.B. für die Elektronikindustrie, für den Bereich Automotive und ähnliche Anwendungen besonders interessant.  Wie bei allen Produkten haben die Dosierpumpen die bewährten Eigenschaften: Rückzugsoption (kein Nachtropfen oder Fadenziehen), den linearen Zusammenhang zwischen Rotordrehzahl und ausgebrachter Menge, gleichbleibendes Dosiervolumen auch bei Schwankungen der Dichte und Viskosität, hohe Standzeiten, gleichbleibende Dosierqualität für niedrig- bis hochviskose Medien etc. Die 2K-Versionen ViscoDUO-P 3/3 und ViscoDUO-P 4/3 garantieren die statische Vermischung von zwei Komponenten gleicher oder unterschiedlicher Viskosität. Maximale Flexibilität ist durch verschiedene Kombinationen von ViscoDUO-P 4/4, 4/3 und 3/3 gegeben. Eine jeweils parallele Anordnung der zwei Dosiereinheiten sorgt für ein platzsparendes, kompaktes Design. Die modulare Gestaltung ermöglicht dank der Verwendung unterschiedlicher Dispensergrößen unterschiedlichste Mischungsverhältnisse bis 10:1. Die 2K- Dispenser eignen sich perfekt für 2K-Klebstoffmaterialien auf Basis von Epoxidharz (EP), Polyurethan (PU), Silikon (Si), Acrylat und für viele weitere Materialien.

ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, 3RD3.
ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, 3RD3.
23.10.2019
Simulation und reale Welt vereint

Mit ENGEL sim link lassen sich Simulationsergebnisse aus dem Simulationsprogramm Moldflow von Autodesk in die CC300 Steuerung der ENGEL Spritzgießmaschine und Prozess- und Messdaten aus der Maschine zurück in die Simulation übertragen lassen.

So wird die Lücke zwischen dem digitalen Zwilling des Werkzeugs und dem realen Spritzgießprozess geschlossen und über den gesamten Produktlebenszyklus eine durchgängige gegenseitige Nutzung von Simulations- und Maschinendaten ermöglicht. Mit ENGEL sim link lassen sich die aus der Simulation optimierten Parameter in einen Einstelldatensatz umformen und direkt in der Spritzgießmaschine verwenden. Die aus der Simulation übernommenen Parameter werden dabei an die für den Produktionsprozess vorgesehene Spritzgießmaschine angepasst. Dies stellt eine vollständige Datendurchgängigkeit sicher, womit die zeitaufwändige und fehleranfällige manuelle Eingabe von Daten an der Maschine entfällt. Neu ist auch, dass umgekehrt Prozessparameter und Messergebnisse aus der Spritzgießmaschine in Moldflow importiert werden können. Diese Funktion öffnet einer völlig neuen Herangehensweise bei der Analyse und Optimierung des laufenden Produktionsprozesses in der Simulation die Tür. Simulations- und Messdaten können sehr einfach abgeglichen und die Qualität der Simulation kann verbessert werden. Darüber hinaus lassen sich simulationsunterstützt ungünstige Prozesseinstellungen fundiert analysieren und damit schneller und gezielter beheben. Die optimierten Prozessdaten können dann mithilfe von sim link an der CC300 Maschinensteuerung eingespielt werden.

23.10.2019
Ganzheitliches Servicekonzept für Wasserstrahlschneidesysteme

Der neue Komplett-Service von StM deckt technische und fertigungsstrategische Aspekte ab und stellt die optimale Verfügbarkeit der Systeme sicher.

Das Service-Konzept besteht aus den drei Service-Modulen „StM 108 Punkte Check“, „StM Jahresservice“ und „StM Hochdruck-Pumpenservice“. Der „108 Punkte Check“ wurde speziell für Kunden konzipiert, die ihre Anlage nach Ablauf der Garantie wieder auf 100% Leistung bringen wollen. Sind alle 108 Punkte geprüft und ist die Anlage wieder in einen einwandfreien Zustand gebracht worden, kann erneut eine Garantie  erlangt werden und es wird ein Jahresservice für die Wasserstrahl-Schneidanlage durchgeführt. Bei bestehenden Verträgen oder Abschluss eines neuen Wartungsvertrages hat der Kunde sodann wieder eine Garantie auf seine StM Wasserstrahl-Schneidanlage. Beide Pakete umfassen sowohl die Wartung als auch die anwendungstechnische Beratung und Hilfestellung – je nach Bedarf telefonisch oder online per „Remote Support“. Die Vertragslaufzeit des Wartungsvertrages beträgt jeweils ein Jahr und ist zum Jahresende auflösbar. Bestandteil des Servicepaketes ist außerdem eine einjährige Garantieverlängerung sowie ein garantierter Rückkaufpreis von 20% des Anschaffungswertes – die Garantie kann bis zu acht Jahre nach Inbetriebnahme der Anlage verlängert werden. Die Vertragspartner in Europa durchlaufen parallel ein Zertifizierungsverfahren, um einen gleichbleibend hohen Service-Standard zu gewährleisten. Mit diesem Schritt hat StM sein Anlagen- und Service-Versprechen konsequent synchronisiert: keine überflüssige Funktion, keine hochkomplexen Prozesse, sondern maßgeschneiderte, betriebswirtschaftlich sinnvolle Lösungen, Qualität bis ins Detail und handfeste Unterstützung. Vor allem für Anwender, die ihre Anlage im Dauerbetrieb nutzen und auf hohem Niveau schneiden, empfiehlt StM regelmäßige Hochdruckpumpen-Services. Um dauerhaft ein einwandfreies Schneidergebnis sowie maximale Anlagenverfügbarkeit zu gewährleisten, bietet man für alle BFT- und StM-Hochdruckpumpen „Rundum sorglos“-Pakete an. Bei Durchführung eines entsprechenden Services durch StM verlängert sich die Herstellergarantie jeweils um ein Jahr auf bis zu maximal acht Jahre (oder 20.000 Betriebsstunden). Nach einer Wartungsvertrags-Laufzeit von acht  Jahren genießen Anwender wie auch bei der Wasserstrahl-Schneidanlage eine Rückkaufgarantie, die ihnen 20% des Anschaffungspreises sichert.

STM Stein-Moser GmbH, Service-Konzept.
STM Stein-Moser GmbH, Service-Konzept.
22.10.2019
Effiziente Steckerfertigung

Auf der K 2019 demonstrierte KraussMaffei auf einer Spritzgießmaschine CX 80 am Beispiel eines Bauteils mit drei Metalleinlegern, worauf es bei der wirtschaftlichen Fertigung von Elektronikbauteilen ankommt: platzsparende Integration der Automation, hohe Effizienz beim Platzieren und Umspritzen der Metallteile und anspruchsvolle Prüfungsroutine im Nachgang.

Regensensoren, Parkassistent, Spurhaltesystem – das Auto von heute ist intelligent und voller Assistenzsysteme und Sensorik, die zeitgleich zusammenspielen müssen. Ähnlich komplex gestaltet sich die Sensorik in Windkraftanlagen: hier dienen oftmals bis zu 30 verschiedene Pins als Leitungsbrücken. Elektronisch steuern lassen sich diese nur, wenn entsprechend komplexe Steckerkontakte vorhanden sind. Damit solche Stecker in kurzen Zykluszeiten gefertigt werden können, entwickelt die Automation von KraussMaffei Konzepte, bei denen mehrere Roboter Hand in Hand arbeiten. Zu betrachten war ein solches Fertigungsszenario auf dem Messestand auf einer Stellfläche von nur 5,40 x 3,70 m. Darauf befanden sich eine hydraulische Spritzgießmaschine CX 80 mit einer Schließkraft von 800 kN und eine angeschlossene Automationszelle. Sie ist auf Rollen gelagert und kann über einen Kniehebel leicht an verschiedene Maschinen angedockt oder für Wartungsarbeiten entfernt werden. Ein Hightech -Greifer entnahm aus einer Doppelschublade präzise jeweils einen Kontaktpin und eine Buchse und nahm ein Jochblech auf, das über ein Anyfeeder-System zugeführt wurde. Der Kontaktpin ist später für die Stromzufuhr zuständig, die Buchse für die Zentrierung und das Jochblech kann die Erdung übernehmen. Diese drei Metallteile legte der Roboter mit einer Einlegegenauigkeit von unter 0,1 mm ins Werkzeug ein, wo sie in einer Zykluszeit von 30 s mit einem glasfaserverstärkten Polyamid umspritzt wurden. Die Maschinenfunktion APC plus sorgte dabei für eine konstante Formteilfüllung, in dem sie den Umschaltpunkt von Einspritzdruck zu Nachdruck individuell regelte. Die Maßhaltigkeit ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, um eine reibungslose Montage des Steckers im Anschluss zu sichern. Der Roboter entnahm das fertige Bauteil und legte es auf einem Drehteller mit sechs Stationen ab. Hier erfolgte eine Kameraprüfung hinsichtlich Überspritzung und Vollständigkeit der Einlegeteile. Danach versah ein Laser den Stecker mit einem QR-Code. Den Abschluss des Zyklus bildete die elektrische Prüfung: Ist der Pin vorhanden, an der richtigen Stelle und hat er Kontakt oder gibt es unerwünschte Wechselwirkungen? Dieser Kontrollschritt zeigt im Kleinen, wie wichtig die korrekte Funktion bei komplexen Steckern ist. Bestes Beispiel sind Windkraftanlagen mit bis zu 30 verschiedenen Pins. Wenn nur einer der Pins nicht arbeitet und sich der Fehler erst nach Einbau zeigt oder die angelötete Platine beschädigt ist, kann der Schaden schnell Hunderttausende Euro verursachen. Das neue Datensammelsystem easyTrace dient als Verbindung zwischen Automationszelle, Spritzgießmaschine und kundenseitigen Systemen. Die Kommunikation ist in beide Richtungen möglich und erlaubt u.a. die Erfassung von allen Teilnehmern innerhalb der Zelle, die Fertigungsfreigabe durch ein MES-System und die Erzeugung von Produktionsdaten. Qualitätsprüfungen können sowohl den Status der Prüfung als auch weiterreichende Informationen bis hin zum Kamerabild enthalten. Das neue easyTrace erlaubt die dynamische Einbindung weiterer Stationen und kann daher individuell mit den Anforderungen wachsen.

KrausMaffei AG, Steckerfertigung.
KrausMaffei AG, Steckerfertigung.
22.10.2019
Mikro-Spritzgießen von LSR-Abdeckkappen

Mit einer kompakten Fertigungszelle rund um einen elektrischen Allrounder 270 A hat Arburg auf der K 2019 filigrane LSR-Abdeckkappen für Mikroschalter, wie sie z.B. in der Medizintechnik oder Automobilindustrie eingesetzt werden, gefertigt.

Die Anforderungen beim Mikro-Spritzgießen sind aufgrund der Kleinheit und oft auch Komplexität der zu fertigenden Bauteile sehr hoch. Die verarbeitende Spritzgießmaschine muss die nur wenige Milligramm leichten Artikel exakt in Serie fertigen und dabei enge Toleranzen einhalten können. Dies lässt sich nur durch präzises Einspritzen kleinster Schussgewichte und eine exakt regelbare Plastifizierung erreichen. Für das Spritzgießen der nur 0,009 g wiegenden Abdeckkappen aus Flüssigsilikon (LSR) ist der elektrische Allrounder 270 A mit einer Mikrospritzeinheit der Größe 5, einer 8-mm-Schnecke und einer 290 ml fassenden LSR-Kartusche ausgestattet. Die Kartusche enthält das 2K-Material Elastosil LR 3005/40 (Härte 40 Shore A) von Wacker-Chemie sowie weiße Farbe – exakt und homogen vorgemischt. Das Material verfügt über einen besonders guten Druckverformungsrest, d.h. es zeigt ein optimales Rückstellverhalten. Um vorzeitiges Vernetzen der reaktiven Mischung zu vermeiden, befindet sich die Zuführeinheit der Kartusche in einem gekühlten Messingzylinder. Eingespritzt wird über eine LSR-Schnecke mit speziell dafür entwickelter Rückstromsperre nach dem First-in-first-out-Prinzip. Das Schussgewicht beträgt nur 0,072 g. Die Bauteile werden im 8-fach-Werkzeug von Rico jeweils direkt über ein Kaltkanal-System mit Nadelverschluss  angespritzt. Dadurch entstehen die Abdeckkappen angusslos und ohne weitere Nacharbeit. Ein Reinluftmodul mit Ionisierung über der Schließeinheit vermeidet elektrostatische Aufladungen. Für Prozesssicherheit sorgt zudem ein im Einzug integrierter Sensor. Die erfassten Werte werden über die Steuerung Selogica ND grafisch dargestellt und überwacht. In einer Zykluszeit von rd. 20 s entstehen acht Abdeckkappen für Mikroschalter, wie sie z.B. in der Automobilindustrie oder Medizintechnik eingesetzt werden. Die Spritzteile werden von einem horizontal eingreifenden Multilift H 3+1 entnommen und direkt im Greifer optisch auf vollständige Füllung kontrolliert und vermessen. Nach der integrierten Kameraprüfung überführt das Robot-System die Gutteile in eine Verpackungsstation. Dort werden schließlich je drei Schuss Abdeckkappen in einen Beutel verpackt, dieser wird verschweißt und dann ausgeschleust.

Arburg GmbH + Co KG, Mikro-Spritzgießen.
Arburg GmbH + Co KG, Mikro-Spritzgießen.
22.10.2019
Mediendichte Metall-Kunststoff-Verbindungen

Die Plasma-SealTight® -Oberflächenbehandlung von Plasmatreat ermöglicht eine wesentlich stärkere Verbundhaftung zwischen Kunststoffcompound und Metallen als herkömmliche Verfahren.

Mit der innovativen Technologie ist die Produktion mediendichter, haftungsstarker Hybrid-Bauteile innerhalb einer Spritzgusslinie möglich. Die Verbundfestigkeit von Kunststoff und Metall ist aber nicht der einzige Vorteil der Technologie, die Plasmatreat gemeinsam mit dem   Kunststoff-Compound-Hersteller AKRO-PLASTIC GmbH entwickelt hat. Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass sich das Verfahren ganz einfach in bestehende Spritzgusslinien integrieren lässt. Das Verfahren  trägt darüber hinaus auch zur Kostensenkung bei, denn teure und umweltschädigende Primer werden nicht mehr benötigt. Das Beschichtungsverfahren eignet sich nicht nur zur Fertigung mediendichter Stecker, sondern auch zur Herstellung hybrider Bauteile mit hohen Anforderungen an die Mechanik, wie z.B. hinterspritzte Embleme oder Strukturbauteile. Die beim Plasma-SealTight® Verfahren erzielten Zugscherfestigkeiten erreichen Werte von über 50 MPa, während Standard-Verfahren lediglich Werte von maximal 20 MPa aufweisen. Auf der K Messe 2019 demonstrierte man die Wirksamkeit des Verfahrens an der Fertigung eines zweireihigen Steckers. Dabei wurden Vorspritzlinge mit jeweils drei Kontakten am ARBURG-Stand aus CuSn6-Stanzgittern hergestellt, in Magazinen zu einer Fertigungszelle am Plasmatreat-Stand geliefert und dort weiterverarbeitet. Ein Handling-Roboter nahm den ersten Vorspritzling aus dem Magazin und platzierte ihn unter eine Openair-Plasma® -Düse, die eine Feinstreinigung durchführte. Im Anschluss führte der Handling-Roboter den Vorspritzling unter eine PlasmaPlus® -Düse: Hier wurde der Vorspritzling mit einer Plasma-SealTight® -Beschichtung versehen. Der gereinigte und beschichtete Vorspritzling wurde dann in eine Vorrichtung zur Vormontage der Kontakte abgelegt. Nun wurde der Prozess aus Feinstreinigung und Beschichtung mit einem weiteren Vorspritzling wiederholt. In der Vormontagestation wurden dann der erste und der zweite Vorspritzling vom Handling-Roboter montiert. Der Roboter entnahm anschließend den vormontierten, jetzt zweireihigen Vorspritzling aus der Montagestation und legte ihn in das Spritzgusswerkzeug ein. Die eingelegten Kontakte wurden durch eine im Spritzgusswerkzeug integrierte Induktionsheizung auf Prozesstemperatur erwärmt, bevor das Werkzeug zufuhr und der Spritzgussprozess startete. Nach Abschluss des Prozesses fuhr das Spritzgusswerkzeug auf und entformte den fertigen Stecker, der auf einem Förderband abgelegt wurde.

10.10.2019
Plug & Play für den eco-PEN

Die smartBOX von Vieweg kombiniert Roboter und eco-PEN zu einem flexiblen Dosiersystem: zentral steuerbar, remote – alle Freiheitsgrade des Dosiersystems sind auch unter Industrie 4.0-Gesichtspunkten nutzbar.

Pneumatisch kräftige Abrisspulse erzeugen klar begrenzte Dosierpunkte für lange unterbrechungsfreie Produktionsläufe. Die bewegten Teile sind verdeckt und die medienberührenden Baugruppen leicht demontier- und oft wiederverwendbar. Mit einfachem Werkzeug lassen sich hohe Ausstoßkräfte in definiert rastenden Stufen einstellen. Ob per SPS oder durch das digitale Ventilsteuergerät geführt – die Dosierungen werden bis zu 300 Hz exakt und wiederholgenau geschossen. Das eigenständige volldigitale Steuergerät der VC 1300-Serie übernimmt die umfassende Regelung der berührungslosen Mikrodosierung und benötigt dazu lediglich Strom- und Druckluftversorgung und ein Triggersignal. Per Teach-in-Verfahren oder direkter Steuerung sind bis zu acht Dosiermuster speicherbar und werden über I/O-Ports aufgerufen. Logdaten bieten die Kontrolle über ausgeführte Dosierungen.

Vieweg GmbH, smartbox.
Vieweg GmbH, smartbox.
07.10.2019
Optimal fügen

Auf der Bondexpo zeigt  RAMPF Production Systems Dosiertechnik und ganzheitliche Automatisierungslösungen für optimale Fügeprozesse. 

Live am Stand ist dabei die Kompaktdosierzelle DC-CNC800 zu erleben. Die Dosierzelle verfügt über eine integrierte Materialaufbereitung und kann mit Kolben- oder Zahnradpumpen ausgestattet werden. Für die modulare Steuerung stehen eine CNC-Siemens-Sinumerik-Steuerung sowie Beckhoff-Steuerungstechnologie zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil ist die integrierte Prozessüberwachung zur Kontrolle von Drücken, Füllständen und Drehzahlen. Die DC-CNC800 kann mit einem HD-Spülmittelrückführsystem oder HD-Wasserspülung, anwendungsabhängigen Automatisierungseinrichtungen sowie dem Mischsystem MS-C für Dosierleistungen ab 0,1 g/s ausgestattet werden. Weitere Features sind standardisierte Bedienkonzepte für Schiebetisch, Rundschaltteller und Bandzuführung sowie Vakuumfasspressen. Aufgrund der großen Tanks können Kleingebinde komplett in einem Vorgang umgefüllt werden. Die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten zu den Kolben- und Zahnradpumpen sowie zur Steuerung ist optimal gestaltet.

Bondexpo 2019: Halle 6, Stand 6403

RAMPF Holding GmbH & Co. KG, Bondexpo.
RAMPF Holding GmbH & Co. KG, Bondexpo.
© ISGATEC GmbH 2020