Aktuelles / Entwicklungen - Maschinen und Anlagen

29.05.2020
Helium- und Wasserstoff-Schnüffellecksucher für den 24-h-Betrieb

Zur Komplettierung seines Produktportfolios bietet Pfeiffer Vacuum mit dem ASM 306 S einen neuen Prüfgas-Lecksucher an, der alle industriellen Schnüffelanwendungen abdeckt, insbesondere in der Kälte- und Klimatechnik.

Die Dichtheitsprüfung durch Schnüffellecksuche vor der abschließenden Befüllung mit dem Kältemittel ist einer der letzten Arbeitsschritte im Produktionsprozess von Kälte- und Klimageräten. Hier ist höchste Testzuverlässigkeit gefragt, um die Produktivität zu steigern und eine hohe Qualität zu erzielen. Der ASM 306 S unterstützt bei der Bewältigung dieser Herausforderungen. Das System vereint die Vorteile einer bewährten Sensortechnologie in puncto Empfindlichkeit, Genauigkeit und Wiederholbarkeit. Es wurde zur Durchführung schneller und wiederholbarer Messungen entwickelt, wobei entweder Helium oder Wasserstoff als Prüfgas zum Einsatz kommen. Das Gerät bietet kurze Signalerholzeiten bei großen Lecks und sorgt damit für maximale Betriebsverfügbarkeit. 

Bei der Entwicklung lag ein Augenmerk auf der Ergonomie der Schnüffelsonde im Sinne der Anwenderfreundlichkeit. Das ergonomische Design und das geringe Gewicht der Schnüffelsonde erlauben dem Bediener ermüdungsfreies Arbeiten während seiner gesamten Arbeitsschicht. Der hohe Gasdurchsatz der Schnüffelsonde erlaubt eine einfache und präzise Lokalisierung von Lecks auch aus größerer Arbeitsentfernung und mit hohen Verfahrgeschwindigkeiten. Zur flexiblen Anpassung an die jeweilige Anwendung ist die Sonde mit verschiedenen Schlauchlängen erhältlich. Die Schläuche können unabhängig von der Sonde gewechselt werden. Auch wurde auf die robuste Auslegung des ASM 306 S, einschließlich Sonde und Schlauch, geachtet, sodass ein Schnüffellecksucher mit niedrigen Wartungs- und Betriebskosten für den industriellen Einsatz rund um die Uhr zur Verfügung steht. Das Hauptdisplay des ASM 306 S mit seinem hochauflösenden 7-Zoll-Touchscreen zeichnet sich durch gute Ablesbarkeit aus. Im Falle eines Lecks leuchten – je nach Signalstärke – farbige LEDs direkt an der Schnüffelsonde in Echtzeit auf. Diese unmissverständliche visuelle Anzeige direkt an der Sonde erlaubt dem Bediener die volle Konzentration auf die Teileprüfung.

 (Bild: Pfeiffer Vacuum GmbH)
(Bild: Pfeiffer Vacuum GmbH)
06.05.2020
Dialysefilter sauber und präzise vergießen

Für die Herstellung von Medizinprodukten hat DOPAG das Dosier- und Mischsystem evomix DF entwickelt und trägt damit den hohen Anforderungen an Sorgfalt und eine hohe Genauigkeit, besonders bei sensiblen Produkten wie z.B. Dialysefiltern, Rechnung.

Bei der Herstellung von Dialysefiltern muss eine Membran mit Tausenden von Hohlfasern fest mit einer Außenhülle verbunden werden. Dazu werden beide Bauteile mit einem zweikomponentigen Polyurethan vergossen. Speziell für diese Aufgabe wurde das Dosier- und Mischsystem evomix DF entwickelt. Es beruht auf dem  2K-Dosiersystem eldomix, welches die besonderen Anforderungen beim Vergießen optimal abbildet. Wie auch beim Dosiersystem wurden bei der evomix DF-Dosieranlage Zahnrad-Dosierpumpen verbaut. Sie ermöglichen ein hochpräzises und reproduzierbares Dosieren von hochviskosen bis pastösen Medien (Viskositätsbereich von 50 bis 80.000 mPa s), wie sie auch beim Verguss von Dialysefiltern zum Einsatz kommen. Der Mischkopf der Anlage verfügt über ein Zertifikat für die Anwendung im Reinraum. Die evomix DF kann in vollautomatisierte Produktionslinien für die Dialysefilter-Herstellung integriert werden. Dank einer unterbrechungsfreien Materialversorgung über Materialdruckbehälter werden Stillstandszeiten vermieden. Die Behälter verfügen über eine Niveaustandskontrolle sowie automatische Nachfüllung und Entgasung. Über Volumenmesszellen werden das Mischungsverhältnis sowie die Austragsmenge geregelt. Ein Dosierrechner mit Echtzeit-Multitasking-Betriebssystem speichert bis zu 64 Dosierprogramme und ermöglicht in Kombination mit einem 7“-Farb-Touchdisplay eine komfortable Handhabung.

(Bild: DOPAG)
(Bild: DOPAG)
06.05.2020
Viskose Medien kontinuierlich mischen und abfüllen

Das Dosiersystem ViscoDUO-VM HD von ViscoTec wurde für Dosierung von 2K-Fluiden und -Pasten im Hygienic Bereich entwickelt.

Das Dosiersystem bietet kontinuierliches Mischen und Dosieren von zwei niedrig- bis hochviskosen Materialien mit gleichen oder unterschiedlichen Viskositäten und garantiert eine präzise, wiederholgenaue und prozesssichere Durchmischung in einem validierten Prozess. Aufgrund immer strengerer Regularien, vor allem im Bereich der Medizintechnik, werden FDA-konforme Werkstoffe für produktberührende Fluide schon bei der Erstprojektierung gefordert. Und zwar verstärkt dann, wenn das zu dosierende Material in der Anwendung mit dem menschlichen Körper in Berührung kommt. Alle Komponenten des ViscoDUO-VM HD erfüllen die GMP-Forderungen und sind FDA-konform. Eingesetzt werden kann das Dosiersystem sowohl in der Medizintechnik und Kosmetikindustrie als auch in der Diagnostik und Dentalindustrie, aber auch für die Produktion von Lebensmitteln und Haushaltswaren bzw. von Homecare-Produkten.

Der modulare Aufbau des ViscoDUO-VM HD mit beidseitig vier verschiedenen Größen ermöglicht den Einsatz in den verschiedensten Anwendungen. Durchflussraten von 0,5 ml/min bis > 1.000 ml/min können umgesetzt werden. Wie alle Produkte aus dem Portfolio ist der Dispenser einfach in automatisierte Prozesse zu integrieren. Dank dem verbauten Endloskolben-Prinzip erfolgt die Dosierung  pulsationsfrei. Sowohl die Mischungsverhältnisse – von 1:1 bis 100:1 – als auch die Durchflussförderraten sind frei wählbar. Die Abfüllmenge ist individuell einstellbar. Sämtliche produktberührenden Bauteile sind aus Edelstahl 1.4404 und können bei Bedarf mit einem Chargenzeugnis ausgestellt werden. Der Kunde kann zwischen verschiedenen FDA-konformen Elastomeren für den optimalen Einsatz in seiner Anwendung wählen.

(Bild: ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH)
(Bild: ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH)
06.05.2020
Dynamisches 2K-Dosiersystem für schwer mischbare Fluide und Pasten

Aktuell existieren nur wenige Misch- und Dosieranlagen, mit denen sich alle existierenden Klebstoffe mischen und applizieren lassen. Hier schafft der eco-DUOMIX von Viscotec Abhilfe.

Die größte Herausforderung sind schwer mischbare Komponenten, da sie einen i.d.R. längeren Mischprozess durchlaufen müssen, um sich optimal zu verbinden. Schwer mischbare 2K-Materialien, für die eine rein statische Durchmischung bis dato nicht ausreichend war, können jetzt  dynamisch durchmischt werden. Der eco-DUOMIX ist statt mit einer Mischwendel mit einer totraumoptimierten Mischkapsel ausgestattet, mit der erstmals dynamisch gemischt werden kann. Entwickelt und evaluiert wurden Materialien mit gleicher und/oder unterschiedlicher Viskosität. Technisch möglich sind Mischungsverhältnisse beginnend bei 1:1 bis hin zu Varianten mit 10:1. Der eco-DUOMIX ist für Drehzahlen bis 2.000 U/min ausgelegt. Verglichen mit der klassischen Mischwendel anderer Dosiersysteme ist der Materialverbrauch in der motorbetriebenen Mischkapsel signifikant geringer, was sich vor allem bei der Verwendung hochpreisiger Materialien positiv auf die Gesamtkosten auswirkt. In puncto Dosiermengen lassen sich beim eco-DUOMIX minimale Mengen von bis zu 0,008 ml dosieren, die mit einer Genauigkeit von +/- 1 % appliziert werden. Die totraumoptimierte Mischkapsel ist als Verbrauchsmaterial verfügbar und wird unmittelbar am Ausgang des Dispensers verbaut. Im Inneren der Kapsel sorgt der motorgetriebene Mischer trotz kleinem Volumen für eine optimale Vermischung auch schwer zu verarbeitender Komponenten.

(Bild: ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH)
(Bild: ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH)
28.04.2020
Effiziente Dosierzelle für Standardanwendungen

Mit der neuen, kompakt konstruierten Dosierzelle Sonderhoff 3E der Henkel AG & Co. KGaA lassen sich 2K-Materialien wie flüssige, mittel- und hochviskose Polyurethane oder andere polymere Reaktionswerkstoffe exakt verarbeiten.

3E steht dabei für ökonomisch (Economic), effizient (Efficient) und ökologisch (Ecological). Mit dieser Anlage werden unter Einsatz der FIP- (Formed-In-Place-) Technologie 2K-Dichtungsschäume, Klebstoffe oder Vergussmassen über den CNC-gesteuerten Mischkopf frei programmierbar und präzise direkt auf das Bauteil aufgetragen. Die Dosierzelle  kann als komplett montierte Anlage sehr einfach in einem 20-Fuß-Container verpackt, transportiert und ausgeliefert werden. Die CE-konforme Zelle ist so vorbereitet, dass sie am Bestimmungsort nur noch aufgestellt und an die Strom-, Druckluft- und Wasserversorgung angeschlossen werden muss. Die  vollständig geschlossene Dosierzelle kann somit platzsparend in der Produktion eingesetzt werden. Die manuelle Hubtür mit integriertem Sicherheitsschalter an der Zellenfront ermöglicht den Zugang zum Dosierbereich im Inneren der Maschine und grenzt den Gefahrenbereich sicher ab.

Die Dosierzelle Sonderhoff 3E ist als Einstiegsmaschine für häufige Standardanwendungen konzipiert. Der Linearroboter der Dosierzelle steuert den Mischkopf Sonderhoff MK 425 in einem Verfahrbereich von 2,5 x 1,25 x 0,25 m (B x T x H). Der Mischkopf ist für Ausbringmengen von 0,5 bis 5,0 g/s ausgelegt, wobei das Mischungsverhältnis von 10 : 1 bis 1 : 2 stufenlos verstellbar ist. Damit lassen sich ca. 80% der aktuellen Anwendungen abdecken. Eine weitere Besonderheit ist der Einsatz der Hochdruck-Wasserspültechnik, die eine umweltverträgliche Reinigung der Mischkammer im Mischkopf mit Leitungswasser anstatt mit Lösungsmitteln ermöglicht. Der optional bestellbare Wechseltisch ermöglicht das Bearbeiten der Teile auf zwei im Pendelbetrieb arbeitenden Aufnahmeplatten in einer Ebene. Damit können kurze Taktzeiten und ein kontinuierlicher Betrieb gewährleistet werden. Bei größeren Teilen können die beiden Aufnahmeplatten zu einem großen Wechseltisch verbunden werden.

Die Dosierzelle erlaubt mit ihren voreinstellbaren Betriebsparametern einen sicheren, präzisen und damit effizienten Produktionsablauf, bei einer maximalen Verfahrgeschwindigkeit von bis zu 15 m/min sowie einem reproduzierbaren Materialdosierauftrag mit einer hohen Wiederholgenauigkeit von 1 mm (± 0,5 mm). Sie ist für schnelle und kurze Rüst- und Programmierzeiten ausgelegt, mit der vor allem öfter wechselnde kleine bis mittlere Stückzahlen wirtschaftlich produziert werden können. Durch einen  attraktiven Einstiegspreis ermöglicht sie außerdem eine sehr kurze Amortisationszeit.

Video zur Sonderhoff 3E

Dosierzelle Sonderhoff 3E (Bild: Henkel AG & Co. KGaA)
Dosierzelle Sonderhoff 3E (Bild: Henkel AG & Co. KGaA)
09.04.2020
Kleines Plasma-Handgerät mit PDD®-Technologie

Mit dem Plasma-Handgerät piezobrush® PZ3 bietet relyon plasma ein System zum einfachen, effizienten und mobilen Einsatz von kaltem Atmosphärendruckplasma für die Oberflächenbehandlung von Kunststoffen, Metallen und Naturmaterialien.

Durch die Plasmabehandlung werden Oberflächen aktiviert, funktionalisiert und gereinigt. Damit verbessert sich die Qualität von Nachfolgeprozessen wie Verkleben, Bedrucken, Lackieren oder Beschichten erheblich. Der piezobrush® PZ3 ist ein kompaktes Plasma-Handgerät für den einfachen und mobilen Einsatz in Laboren, für die Vorentwicklung und die Montage von Kleinserien. Bei einer maximalen Leistungsaufnahme von 18 W wird mithilfe der Piezoelectric Direct Discharge(PDD®)-Technologie kaltaktives Plasma mit einer Temperatur von weniger als 50 °C erzeugt. Herzstück des Systems ist der TDK CeraPlas™ Plasmagenerator, ein Hochspannungsentladungs-Bauelement für die Plasmaerzeugung. Dieser transformiert eine niedrige Eingangsspannung so, dass sehr hohe elektrische Feldstärken aufgebaut werden, die die Umgebungsluft dissoziieren und ionisieren. Nur durch die kompakte Bauform der PDD®-Technologie ist eine Integration von Atmosphärendruckplasma in ein solches Handgerät möglich.

Grundsätzlich können alle Materialien mit Atmosphärendruckplasma aus dem System behandelt werden, da bei der Oberflächenbehandlung mit Atmosphärendruckplasma kaum Temperatureintrag auf dem Material stattfindet. Damit ist das Risiko der Überbehandlung bei Materialien wie Kunststoffen nahezu ausgeschlossen. Jedoch müssen unterschiedliche Oberflächen mit dem jeweils passenden Zubehör aktiviert werden, um am Ende ein gutes Ergebnis zu erzielen. Für den piezobrush® PZ3 sind derzeit zwei Module verfügbar. Nicht-leitfähige Materialien wie Kunststoffe, Glas, Keramiken oder Naturmaterialien wie Naturfasern, Textilien und Leder reagieren sehr gut auf die Plasmabehandlung mit dem Modul Standard. Das Modul Nearfield dagegen ist für die Behandlung von leitfähigen Materialien wie Metallen, CFK, Indiumzinnoxid (ITO) oder leitfähigen Kunststoffen konzipiert. Die im Vergleich zum Vorgängermodell gesteigerte maximale Leistung ermöglicht eine Behandlungsgeschwindigkeit von 5 cm²/s und eine Behandlungsbreite von bis zu 29 mm. So erreichen auch sehr schwierig zu behandelnde Materialien wie z. B. High-Density-Polyethylen (HDPE) nach der Plasmabehandlung eine Oberflächenenergie von 72 mN/m. Im Gegensatz zum Vorgängermodell ist außerdem eine Prozesskontrolle der Plasmabehandlung integriert. So ist das Gerät mit verschiedenen Funktionen ausgestattet − etwa mit einer Stopwatch zur Messung der Zeit, einer Countdown-Funktion zur Zeiteinstellung mit automatischer Abschaltfunktion oder einer Leistungseinstellung zur Anpassung der Plasmaleistung. Die Steuerung ist über das integrierte Display einfach und schnell möglich.Der piezobrush® PZ3 ist ab Mai 2020 am Markt verfügbar.

(Bild: relyon plasma GmbH)
(Bild: relyon plasma GmbH)
09.04.2020
Wuchtmassen genau dosieren

Präzisionsmaschinenbau Bobertag (PMB) Bei dem neuen Prozess für das präzise Auswuchten rotierender Teile von Präzisionsmaschinenbau Bobertag (PMB) kommt nach Messung der Unwucht ein additives Verfahren zu ihrer Korrektur zum Einsatz. Dabei werden DELO-Wuchtmassen in Kleinstmengen schnell und genau dosiert und anschließend in Sekunden ausgehärtet.

Anwendern steht damit ab sofort eine Lösung für industrielle Serienprozesse zur Verfügung, bei denen es auf höchste Genauigkeiten ohne Abtrag am Werkstück ankommt. Mit minimal möglichen Korrekturgenauigkeiten von 0,1 mg lassen sich Restunwuchten von 1 mg*mm erzielen, wie sie z.B. in der optischen Industrie gefordert sind. Aufgrund seiner sehr guten Prozesssicherheit ist dieser additive Ansatz auch für Anwendungen mit mittleren Unwuchten von 50 bis 100 mg*mm interessant. Bei dem Verfahren bestimmt eine Vermessungsstation in der Auswuchtmaschine zunächst die Unwucht. Anschließend trägt das Mikrodosierventil DELO-DOT D4 die additive Wuchtmasse in ein oder zwei Ebenen berührungslos, präzise und schnell auf. Als Wuchtmassen kommen lichthärtende Klebstoffe  zum Einsatz, die speziell modifiziert sind und über eine hohe Dichte verfügen. Durch das Belichten mit DELOLUX UV-Lampen härten die Wuchtmassen innerhalb weniger Sekunden vollständig aus. Abschließend verifiziert eine Kontrollmessung das Ergebnis. Die Wuchtung ist üblicherweise nach einem Korrekturschritt abgeschlossen. Das Auswuchten kann dabei direkt in der Vermessungsstation erfolgen. Sollen für Großserien sehr kurze Taktzeiten erzielt werden, können die Prozessschritte auch in Mehrstationen-Anlagen parallel ablaufen. Dies ist ein Beispiel dafür, dass Klebstoffe mehr können, als Bauteile dauerhaft miteinander zu verbinden. Hier handelt es sich um multifunktionale Materialien, die man so maßschneidern kann, dass sie ganz neue Anwendungen und intelligente Prozesse ermöglichen.

(Bild: DELO)
(Bild: DELO)
21.02.2020
STM vollendet Systemfusion mit BYSTRONIC

Mit der „STM Box“ hat STM eine Schnittstelle entwickelt, die Wasserstrahlanlagen von BYSTRONIC per Plug & Play mit STM-Hochdruckpumpen kompatibel macht.

Damit können BYSTRONIC-Anlagen vom gesamten STM-Systemkosmos profitieren. Bereits seit September 2018 besteht zwischen der Schweizer BYSTRONIC AG und der österreichischen STM GmbH eine strategische Partnerschaft. Inzwischen hat BYSTRONIC den Wasserstrahlanlagenbau eingestellt, unterhält aber das Kundenservice-Netz unverändert weiter. Parallel hat sich STM in die Anlagentechnik des Schweizer Partners eingearbeitet und die beiden Systeme technisch und auf Service-Ebene vollständig kompatibel gemacht. Das letzte Bindeglied ist jetzt die „STM Box“, mit der auch die Servo-Hochdruckpumpen von STM mit wenigen Handgriffen an BYSTRONIC-Anlagen angeschlossen werden können. STM bietet auch auf Applikations- und Service-Ebene neue Möglichkeiten, den eigenen Maschinenpark zukunftsfähig zu gestalten und neue Wertschöpfungspotenziale zu nutzen. Zudem können bisher nicht verfügbare Komponenten wie das ressourceneffiziente Abwasseraufbereitungssystem „OneClean“ zur Effizienzsteigerung beitragen. Interessenten können sich in den STM-Testzentren im österreichischen Eben, im deutschen Schweinfurt oder im neuen Schweizer Testzentrum in Reiden beraten lassen und u.a. die Wasserstrahlanlage „STM PremiumCut“  als Pendant zum Modell „BYSTRONIC Byjet“ im Einsatz erleben.

STM Stein-Moser GmbH, STM Box.
STM Stein-Moser GmbH, STM Box.
04.02.2020
Optimierter volumetrischer Kolbendosierer – kompakter und leichter

Für den prozesssicheren Auftrag von Klebstoffen und Vergussmaterialien steht mit dem Dosierer DosP DP803 016 von Scheugenpflug eine Allround-Lösung zur Verfügung.

Die Weiterentwicklung des bewährten volumetrischen Kolbendosierers Dos P016 ist um 30% kompakter. Der neue Dosierer wurde für die einfache und flexible Integration in eine bestehende Produktion optimiert. Das um 15% geringere Gewicht sowie der optimierte Massenschwerpunkt ermöglichen hohe Verfahrgeschwindigkeiten auf dem anwenderseitigen Achssystem und damit kurze Taktzeiten. Noch mehr Prozesssicherheit beim Dosieren bieten optionale Sensoren an den Einlassventilen. Bei Bedarf stehen für den DosP DP803 016 auch Austauschdosierer zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um baugleiche Dosierermodelle, mit denen sich Stillstandszeiten – z.B. während der Wartung – einfach reduzieren lassen. Dank zusätzlicher Ausstattungsoptionen wie Mischrohr- oder Dosierkopfheizung kann auch der neue Kolbendosierer flexibel an die jeweilige Aufgabenstellung angepasst werden. Für Anwendungen im Bereich Wärmemanagement steht eine spezielle TCA-Version (Thermally Conductive Adhesive) bereit. Diese wurde für den schnellen und präzisen Auftrag von Wärmeleitmaterialien mit einer Viskosität von über 150.000 mPa∙s optimiert. Dank konstruktiver Anpassungen sowie der Integration neuartiger, besonders robuster Hochleistungskomponenten bietet diese Variante eine deutlich verbesserte Verschleißfestigkeit sowie einen optimierten Materialfluss. Der neue DosP DP803 016 bietet auch die bekannten Vorteile der bewährten volumetrischen Dos P-Kolbendosierer von Scheugenpflug: So ermöglichen exakt dimensionierte Dosierzylinder die Ausbringung präziser, reproduzierbarer Materialvolumina bzw. bei 2K-Medien ein jederzeit konstantes Mischungsverhältnis. Die Applikation erfolgt unabhängig von Temperatur, Förderdruck und Materialviskosität. Darüber hinaus profitieren Anwender von einer einfachen und schnellen Wartung sowie marktführenden Standzeiten.

Scheugenpflug AG, DosP DP803 016.
Scheugenpflug AG, DosP DP803 016.
27.01.2020
Dichtmittelraupen kontinuierlich auftragen

Wenn der Systemanbieter Drei Bond Fertigungsanlagen zur volumetrischen Verarbeitung von Hochleistungskleb- und dichtstoffen für OEMs konzipiert, kommen vielfältige Dosiersysteme, wie z.B. Exzenterschneckenpumpen von ViscoTec, zum Einsatz.  

Komplettzelle zur Dosierung von geschlossenen Dichtraupen. Der Fokus: Neben einer schonenden Dosierung sollte die Dosiertechnologie einfach und komplikationslos in den existierenden Prozess implementiert werden können. Weitere Anforderungen: Neben der exakten Menge sollten sich Dicht- und Klebstoffe besonders scherungsarm dosieren lassen, um die Standfestigkeit der Dichtraupen zu gewährleisten. Auch sollten die in den Fertigungszellen verbauten Pumpen kontinuierlich fördern können.  In Summe alles Parameter, die für den Einsatz einer Exzenterschneckenpumpe sprechen. Eine weitere Anforderung des Systemanbieters Drei Bond: Die implementierten Dosierpumpen dürfen keinen bzw. wenig Einfluss auf das zu dosierende Medium nehmen. Die Fertigungszellen des Systemanbieters dienen u.a. dazu, auf flachen Bauteilen wie etwa Ölwannen bzw. Gehäuse, in einem durchgängigen Prozess eine flüssige Dichtmittelraupe aufzutragen. Zum Einsatz kommen wahlweise Achs-Systeme oder Roboter, an denen die Pumpen befestigt sind. Auch für dreidimensionale Dichtungskonturen und den Fall komplexerer Gehäusegeometrien eignet sich die Exzenterschneckentechnologie. Hier kann die Dosiergeschwindigkeit im laufenden Prozess variabel an die Verfahrbewegung des Roboters angepasst werden. Durch konturgetreues Abfahren des Bauteils werden z. B. Silikone oder Klebstoffe zwischen 1 und 4 mm Dicke aufgetragen. Der dann auf dem Werkstück exakt dosierte und jetzt „stehende“ Stoff wird mittels Aufpressen einer Gegenseite flach verpresst. Drei Bond setzt bei dieser Art von Fertigungszellen vor allem auf die Exzenterschneckentechnologie von ViscoTec, weil man in puncto Raupenlänge und -kontur völlig frei ist. Für den Endkunden – z. B. für Kunden aus dem Automotive-Bereich – entsteht mit Blick auf Größe und Art der zu bearbeitenden Bauteile maximale Flexibilität. In der überwiegenden Zahl sind die verbauten Rotore und Statore der Pumpen und die zu applizierenden Dicht- oder Klebstoffe zu 100% kompatibel. Für den Fall, dass seltene Stoffe appliziert werden sollen, stehen die Unternehmen im engen Dialog und machen ggf. Labortests. Das kann z. B. der Fall sein, wenn im Rahmen der Entwicklung von Elektromobilitätskomponenten neue Inhaltsstoffe bei den Dichtmitteln zum Einsatz kommen, die es auf ihre Kompatibilität zu Rotor und Stator zu prüfen gilt. Das Ziel: Jedem Dosiermaterial den Rotor- und Stator-Werkstoff liefern, der die bestmögliche Qualität sichert.

ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, Drei Bond.
ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH, Drei Bond.
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