Aktuelles / Entwicklungen - Maschinen und Anlagen

23.10.2019
Simulation und reale Welt vereint

Mit ENGEL sim link lassen sich Simulationsergebnisse aus dem Simulationsprogramm Moldflow von Autodesk in die CC300 Steuerung der ENGEL Spritzgießmaschine und Prozess- und Messdaten aus der Maschine zurück in die Simulation übertragen lassen.

So wird die Lücke zwischen dem digitalen Zwilling des Werkzeugs und dem realen Spritzgießprozess geschlossen und über den gesamten Produktlebenszyklus eine durchgängige gegenseitige Nutzung von Simulations- und Maschinendaten ermöglicht. Mit ENGEL sim link lassen sich die aus der Simulation optimierten Parameter in einen Einstelldatensatz umformen und direkt in der Spritzgießmaschine verwenden. Die aus der Simulation übernommenen Parameter werden dabei an die für den Produktionsprozess vorgesehene Spritzgießmaschine angepasst. Dies stellt eine vollständige Datendurchgängigkeit sicher, womit die zeitaufwändige und fehleranfällige manuelle Eingabe von Daten an der Maschine entfällt. Neu ist auch, dass umgekehrt Prozessparameter und Messergebnisse aus der Spritzgießmaschine in Moldflow importiert werden können. Diese Funktion öffnet einer völlig neuen Herangehensweise bei der Analyse und Optimierung des laufenden Produktionsprozesses in der Simulation die Tür. Simulations- und Messdaten können sehr einfach abgeglichen und die Qualität der Simulation kann verbessert werden. Darüber hinaus lassen sich simulationsunterstützt ungünstige Prozesseinstellungen fundiert analysieren und damit schneller und gezielter beheben. Die optimierten Prozessdaten können dann mithilfe von sim link an der CC300 Maschinensteuerung eingespielt werden.

23.10.2019
Ganzheitliches Servicekonzept für Wasserstrahlschneidesysteme

Der neue Komplett-Service von StM deckt technische und fertigungsstrategische Aspekte ab und stellt die optimale Verfügbarkeit der Systeme sicher.

Das Service-Konzept besteht aus den drei Service-Modulen „StM 108 Punkte Check“, „StM Jahresservice“ und „StM Hochdruck-Pumpenservice“. Der „108 Punkte Check“ wurde speziell für Kunden konzipiert, die ihre Anlage nach Ablauf der Garantie wieder auf 100% Leistung bringen wollen. Sind alle 108 Punkte geprüft und ist die Anlage wieder in einen einwandfreien Zustand gebracht worden, kann erneut eine Garantie  erlangt werden und es wird ein Jahresservice für die Wasserstrahl-Schneidanlage durchgeführt. Bei bestehenden Verträgen oder Abschluss eines neuen Wartungsvertrages hat der Kunde sodann wieder eine Garantie auf seine StM Wasserstrahl-Schneidanlage. Beide Pakete umfassen sowohl die Wartung als auch die anwendungstechnische Beratung und Hilfestellung – je nach Bedarf telefonisch oder online per „Remote Support“. Die Vertragslaufzeit des Wartungsvertrages beträgt jeweils ein Jahr und ist zum Jahresende auflösbar. Bestandteil des Servicepaketes ist außerdem eine einjährige Garantieverlängerung sowie ein garantierter Rückkaufpreis von 20% des Anschaffungswertes – die Garantie kann bis zu acht Jahre nach Inbetriebnahme der Anlage verlängert werden. Die Vertragspartner in Europa durchlaufen parallel ein Zertifizierungsverfahren, um einen gleichbleibend hohen Service-Standard zu gewährleisten. Mit diesem Schritt hat StM sein Anlagen- und Service-Versprechen konsequent synchronisiert: keine überflüssige Funktion, keine hochkomplexen Prozesse, sondern maßgeschneiderte, betriebswirtschaftlich sinnvolle Lösungen, Qualität bis ins Detail und handfeste Unterstützung. Vor allem für Anwender, die ihre Anlage im Dauerbetrieb nutzen und auf hohem Niveau schneiden, empfiehlt StM regelmäßige Hochdruckpumpen-Services. Um dauerhaft ein einwandfreies Schneidergebnis sowie maximale Anlagenverfügbarkeit zu gewährleisten, bietet man für alle BFT- und StM-Hochdruckpumpen „Rundum sorglos“-Pakete an. Bei Durchführung eines entsprechenden Services durch StM verlängert sich die Herstellergarantie jeweils um ein Jahr auf bis zu maximal acht Jahre (oder 20.000 Betriebsstunden). Nach einer Wartungsvertrags-Laufzeit von acht  Jahren genießen Anwender wie auch bei der Wasserstrahl-Schneidanlage eine Rückkaufgarantie, die ihnen 20% des Anschaffungspreises sichert.

STM Stein-Moser GmbH, Service-Konzept.
STM Stein-Moser GmbH, Service-Konzept.
22.10.2019
Effiziente Steckerfertigung

Auf der K 2019 demonstrierte KraussMaffei auf einer Spritzgießmaschine CX 80 am Beispiel eines Bauteils mit drei Metalleinlegern, worauf es bei der wirtschaftlichen Fertigung von Elektronikbauteilen ankommt: platzsparende Integration der Automation, hohe Effizienz beim Platzieren und Umspritzen der Metallteile und anspruchsvolle Prüfungsroutine im Nachgang.

Regensensoren, Parkassistent, Spurhaltesystem – das Auto von heute ist intelligent und voller Assistenzsysteme und Sensorik, die zeitgleich zusammenspielen müssen. Ähnlich komplex gestaltet sich die Sensorik in Windkraftanlagen: hier dienen oftmals bis zu 30 verschiedene Pins als Leitungsbrücken. Elektronisch steuern lassen sich diese nur, wenn entsprechend komplexe Steckerkontakte vorhanden sind. Damit solche Stecker in kurzen Zykluszeiten gefertigt werden können, entwickelt die Automation von KraussMaffei Konzepte, bei denen mehrere Roboter Hand in Hand arbeiten. Zu betrachten war ein solches Fertigungsszenario auf dem Messestand auf einer Stellfläche von nur 5,40 x 3,70 m. Darauf befanden sich eine hydraulische Spritzgießmaschine CX 80 mit einer Schließkraft von 800 kN und eine angeschlossene Automationszelle. Sie ist auf Rollen gelagert und kann über einen Kniehebel leicht an verschiedene Maschinen angedockt oder für Wartungsarbeiten entfernt werden. Ein Hightech -Greifer entnahm aus einer Doppelschublade präzise jeweils einen Kontaktpin und eine Buchse und nahm ein Jochblech auf, das über ein Anyfeeder-System zugeführt wurde. Der Kontaktpin ist später für die Stromzufuhr zuständig, die Buchse für die Zentrierung und das Jochblech kann die Erdung übernehmen. Diese drei Metallteile legte der Roboter mit einer Einlegegenauigkeit von unter 0,1 mm ins Werkzeug ein, wo sie in einer Zykluszeit von 30 s mit einem glasfaserverstärkten Polyamid umspritzt wurden. Die Maschinenfunktion APC plus sorgte dabei für eine konstante Formteilfüllung, in dem sie den Umschaltpunkt von Einspritzdruck zu Nachdruck individuell regelte. Die Maßhaltigkeit ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, um eine reibungslose Montage des Steckers im Anschluss zu sichern. Der Roboter entnahm das fertige Bauteil und legte es auf einem Drehteller mit sechs Stationen ab. Hier erfolgte eine Kameraprüfung hinsichtlich Überspritzung und Vollständigkeit der Einlegeteile. Danach versah ein Laser den Stecker mit einem QR-Code. Den Abschluss des Zyklus bildete die elektrische Prüfung: Ist der Pin vorhanden, an der richtigen Stelle und hat er Kontakt oder gibt es unerwünschte Wechselwirkungen? Dieser Kontrollschritt zeigt im Kleinen, wie wichtig die korrekte Funktion bei komplexen Steckern ist. Bestes Beispiel sind Windkraftanlagen mit bis zu 30 verschiedenen Pins. Wenn nur einer der Pins nicht arbeitet und sich der Fehler erst nach Einbau zeigt oder die angelötete Platine beschädigt ist, kann der Schaden schnell Hunderttausende Euro verursachen. Das neue Datensammelsystem easyTrace dient als Verbindung zwischen Automationszelle, Spritzgießmaschine und kundenseitigen Systemen. Die Kommunikation ist in beide Richtungen möglich und erlaubt u.a. die Erfassung von allen Teilnehmern innerhalb der Zelle, die Fertigungsfreigabe durch ein MES-System und die Erzeugung von Produktionsdaten. Qualitätsprüfungen können sowohl den Status der Prüfung als auch weiterreichende Informationen bis hin zum Kamerabild enthalten. Das neue easyTrace erlaubt die dynamische Einbindung weiterer Stationen und kann daher individuell mit den Anforderungen wachsen.

KrausMaffei AG, Steckerfertigung.
KrausMaffei AG, Steckerfertigung.
22.10.2019
Mikro-Spritzgießen von LSR-Abdeckkappen

Mit einer kompakten Fertigungszelle rund um einen elektrischen Allrounder 270 A hat Arburg auf der K 2019 filigrane LSR-Abdeckkappen für Mikroschalter, wie sie z.B. in der Medizintechnik oder Automobilindustrie eingesetzt werden, gefertigt.

Die Anforderungen beim Mikro-Spritzgießen sind aufgrund der Kleinheit und oft auch Komplexität der zu fertigenden Bauteile sehr hoch. Die verarbeitende Spritzgießmaschine muss die nur wenige Milligramm leichten Artikel exakt in Serie fertigen und dabei enge Toleranzen einhalten können. Dies lässt sich nur durch präzises Einspritzen kleinster Schussgewichte und eine exakt regelbare Plastifizierung erreichen. Für das Spritzgießen der nur 0,009 g wiegenden Abdeckkappen aus Flüssigsilikon (LSR) ist der elektrische Allrounder 270 A mit einer Mikrospritzeinheit der Größe 5, einer 8-mm-Schnecke und einer 290 ml fassenden LSR-Kartusche ausgestattet. Die Kartusche enthält das 2K-Material Elastosil LR 3005/40 (Härte 40 Shore A) von Wacker-Chemie sowie weiße Farbe – exakt und homogen vorgemischt. Das Material verfügt über einen besonders guten Druckverformungsrest, d.h. es zeigt ein optimales Rückstellverhalten. Um vorzeitiges Vernetzen der reaktiven Mischung zu vermeiden, befindet sich die Zuführeinheit der Kartusche in einem gekühlten Messingzylinder. Eingespritzt wird über eine LSR-Schnecke mit speziell dafür entwickelter Rückstromsperre nach dem First-in-first-out-Prinzip. Das Schussgewicht beträgt nur 0,072 g. Die Bauteile werden im 8-fach-Werkzeug von Rico jeweils direkt über ein Kaltkanal-System mit Nadelverschluss  angespritzt. Dadurch entstehen die Abdeckkappen angusslos und ohne weitere Nacharbeit. Ein Reinluftmodul mit Ionisierung über der Schließeinheit vermeidet elektrostatische Aufladungen. Für Prozesssicherheit sorgt zudem ein im Einzug integrierter Sensor. Die erfassten Werte werden über die Steuerung Selogica ND grafisch dargestellt und überwacht. In einer Zykluszeit von rd. 20 s entstehen acht Abdeckkappen für Mikroschalter, wie sie z.B. in der Automobilindustrie oder Medizintechnik eingesetzt werden. Die Spritzteile werden von einem horizontal eingreifenden Multilift H 3+1 entnommen und direkt im Greifer optisch auf vollständige Füllung kontrolliert und vermessen. Nach der integrierten Kameraprüfung überführt das Robot-System die Gutteile in eine Verpackungsstation. Dort werden schließlich je drei Schuss Abdeckkappen in einen Beutel verpackt, dieser wird verschweißt und dann ausgeschleust.

Arburg GmbH + Co KG, Mikro-Spritzgießen.
Arburg GmbH + Co KG, Mikro-Spritzgießen.
22.10.2019
Mediendichte Metall-Kunststoff-Verbindungen

Die Plasma-SealTight® -Oberflächenbehandlung von Plasmatreat ermöglicht eine wesentlich stärkere Verbundhaftung zwischen Kunststoffcompound und Metallen als herkömmliche Verfahren.

Mit der innovativen Technologie ist die Produktion mediendichter, haftungsstarker Hybrid-Bauteile innerhalb einer Spritzgusslinie möglich. Die Verbundfestigkeit von Kunststoff und Metall ist aber nicht der einzige Vorteil der Technologie, die Plasmatreat gemeinsam mit dem   Kunststoff-Compound-Hersteller AKRO-PLASTIC GmbH entwickelt hat. Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass sich das Verfahren ganz einfach in bestehende Spritzgusslinien integrieren lässt. Das Verfahren  trägt darüber hinaus auch zur Kostensenkung bei, denn teure und umweltschädigende Primer werden nicht mehr benötigt. Das Beschichtungsverfahren eignet sich nicht nur zur Fertigung mediendichter Stecker, sondern auch zur Herstellung hybrider Bauteile mit hohen Anforderungen an die Mechanik, wie z.B. hinterspritzte Embleme oder Strukturbauteile. Die beim Plasma-SealTight® Verfahren erzielten Zugscherfestigkeiten erreichen Werte von über 50 MPa, während Standard-Verfahren lediglich Werte von maximal 20 MPa aufweisen. Auf der K Messe 2019 demonstrierte man die Wirksamkeit des Verfahrens an der Fertigung eines zweireihigen Steckers. Dabei wurden Vorspritzlinge mit jeweils drei Kontakten am ARBURG-Stand aus CuSn6-Stanzgittern hergestellt, in Magazinen zu einer Fertigungszelle am Plasmatreat-Stand geliefert und dort weiterverarbeitet. Ein Handling-Roboter nahm den ersten Vorspritzling aus dem Magazin und platzierte ihn unter eine Openair-Plasma® -Düse, die eine Feinstreinigung durchführte. Im Anschluss führte der Handling-Roboter den Vorspritzling unter eine PlasmaPlus® -Düse: Hier wurde der Vorspritzling mit einer Plasma-SealTight® -Beschichtung versehen. Der gereinigte und beschichtete Vorspritzling wurde dann in eine Vorrichtung zur Vormontage der Kontakte abgelegt. Nun wurde der Prozess aus Feinstreinigung und Beschichtung mit einem weiteren Vorspritzling wiederholt. In der Vormontagestation wurden dann der erste und der zweite Vorspritzling vom Handling-Roboter montiert. Der Roboter entnahm anschließend den vormontierten, jetzt zweireihigen Vorspritzling aus der Montagestation und legte ihn in das Spritzgusswerkzeug ein. Die eingelegten Kontakte wurden durch eine im Spritzgusswerkzeug integrierte Induktionsheizung auf Prozesstemperatur erwärmt, bevor das Werkzeug zufuhr und der Spritzgussprozess startete. Nach Abschluss des Prozesses fuhr das Spritzgusswerkzeug auf und entformte den fertigen Stecker, der auf einem Förderband abgelegt wurde.

10.10.2019
Plug & Play für den eco-PEN

Die smartBOX von Vieweg kombiniert Roboter und eco-PEN zu einem flexiblen Dosiersystem: zentral steuerbar, remote – alle Freiheitsgrade des Dosiersystems sind auch unter Industrie 4.0-Gesichtspunkten nutzbar.

Pneumatisch kräftige Abrisspulse erzeugen klar begrenzte Dosierpunkte für lange unterbrechungsfreie Produktionsläufe. Die bewegten Teile sind verdeckt und die medienberührenden Baugruppen leicht demontier- und oft wiederverwendbar. Mit einfachem Werkzeug lassen sich hohe Ausstoßkräfte in definiert rastenden Stufen einstellen. Ob per SPS oder durch das digitale Ventilsteuergerät geführt – die Dosierungen werden bis zu 300 Hz exakt und wiederholgenau geschossen. Das eigenständige volldigitale Steuergerät der VC 1300-Serie übernimmt die umfassende Regelung der berührungslosen Mikrodosierung und benötigt dazu lediglich Strom- und Druckluftversorgung und ein Triggersignal. Per Teach-in-Verfahren oder direkter Steuerung sind bis zu acht Dosiermuster speicherbar und werden über I/O-Ports aufgerufen. Logdaten bieten die Kontrolle über ausgeführte Dosierungen.

Vieweg GmbH, smartbox.
Vieweg GmbH, smartbox.
07.10.2019
Optimal fügen

Auf der Bondexpo zeigt  RAMPF Production Systems Dosiertechnik und ganzheitliche Automatisierungslösungen für optimale Fügeprozesse. 

Live am Stand ist dabei die Kompaktdosierzelle DC-CNC800 zu erleben. Die Dosierzelle verfügt über eine integrierte Materialaufbereitung und kann mit Kolben- oder Zahnradpumpen ausgestattet werden. Für die modulare Steuerung stehen eine CNC-Siemens-Sinumerik-Steuerung sowie Beckhoff-Steuerungstechnologie zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil ist die integrierte Prozessüberwachung zur Kontrolle von Drücken, Füllständen und Drehzahlen. Die DC-CNC800 kann mit einem HD-Spülmittelrückführsystem oder HD-Wasserspülung, anwendungsabhängigen Automatisierungseinrichtungen sowie dem Mischsystem MS-C für Dosierleistungen ab 0,1 g/s ausgestattet werden. Weitere Features sind standardisierte Bedienkonzepte für Schiebetisch, Rundschaltteller und Bandzuführung sowie Vakuumfasspressen. Aufgrund der großen Tanks können Kleingebinde komplett in einem Vorgang umgefüllt werden. Die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten zu den Kolben- und Zahnradpumpen sowie zur Steuerung ist optimal gestaltet.

Bondexpo 2019: Halle 6, Stand 6403

RAMPF Holding GmbH & Co. KG, Bondexpo.
RAMPF Holding GmbH & Co. KG, Bondexpo.
24.09.2019
Neue PUR-Dosieranlagen für digital integrierte Produktionsprozesse

Zur K stellt KraussMaffei mit der EcoStar Compact, der RimStar Smart, RimStar und RimStar Plus neu geschnürte Leistungs- und Optionspakete mit vielen Neuerungen vor. Damit unterstützt man die Digitalisierung in der Foam-Fertigung und fokussiert das Portfolio mehr auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse - vom günstigen Einstieg bis zum individuellen Highend-Produkt.

Als Einsteigermodel bietet die EcoStar Compact State-of-the-Art-Dosiertechnik für Pumpengrößen von 4 bis 40 l. Sowohl als Labor- wie auch als Produktionsmaschine bildet die Baureihe ein breites Spektrum an Lösungen für die Herstellung von PUR-Bauteilen ab. Einfache Steuerung und Bedienung vom Siemens KTP400-Control-Pult, Dosierpumpe mit optionaler Closed-Loop-Technologie für stets optimale Durchflussmengen und die selbstreinigenden Linear- und Umlenkmischköpfe für die homogene Mischung der Reaktionskomponenten legen die Basis für eine effiziente Fertigung bei herausragender Bauteilqualität. Die neu entwickelte RimStar Smart bietet in der Basisversion bereits umfangreiche Ausstattungsfeatures für die hocheffiziente Serienfertigung von PUR-Bauteilen in modernen Industrie 4.0-Produktionsumgebungen. Die TP 700 Bedienpanels von Siemens sowie Volumenstromzähler (VC) gehören zum Standard. Sie sind die Basis für die optionale Closed-Loop-Regelung von Austragsmenge zu Schusszeit und somit für optimale Bauteilqualität. Ein „Smart“-Interface verbindet bei Bedarf Anlagentechnik und Automatisierung. Ein zusätzliches RFID-Interface zur Werkzeugerkennung macht das Arbeiten besonders effizient. Zudem kann die RimStar Smart optional mit einem Pentan-Kit ausgestattet werden und bringt so alle Voraussetzungen mit, um ein breites Materialspektrum zu verarbeiten. Anwender können je nach Bedarf zwischen den standardisierten Lösungen RimStar Smart und RimStar wählen. Oder sie stellen sich die ideale Misch- und Dosiermaschine aus Modulen der kundenindividuell entwickelten RimStar Plus für spezielle Anforderungen passend zusammen. Darüber hinaus macht KraussMaffei die weltweit erfolgreiche Baureihe fit für digitale Produktionsumgebungen und schnürt neue Ausstattungspakete. Der Produktname RimStar steht weiterhin für die am häufigsten geforderten Ausstattungsmerkmale im Highend-Bereich. Die Mehrstellendosierung gehört hier ebenso zu den Optionen wie die ganze Bandbreite an Mischköpfen für bis zu sechs Komponenten, z.B. für die Sitzschaumfertigung. Zu den Ausstattungsmöglichkeiten gehören die sensorisch gesteuerte Ölkühlung für die Mischkopfhydraulik, Gas- und Treibmittelbeladung, Farbaggregate sowie Mischköpfe mit CN-(Controlled-Nozzle)-Technologie. Zudem ist die Einbindung in automatisierte Anlagenkonzepte über entsprechende Schnittstellen möglich. Gesteuert wird über ein TP-HMI aus der Siemens-Familie, optional gibt es auch die PUC08 von KraussMaffei, inklusive Betriebsdatenerfassung. Zudem ist die RimStar für die Prozessdatenerfassung und Auswertung per DataXplorer vorbereitet. Dieser bietet als „Flugschreiber“ die Grundlage für die Prozessdokumentation und Optimierung im Rahmen der Industrie 4.0-Anwendungen vieler Kunden. Nahezu frei konfigurierbar ist dagegen die RimStar Plus. Kunden können nahezu alle Module frei wählen und zudem auf die umfassende Kompetenz des Unternehmens für Sonderkonstruktionen zurückgreifen.

K 2019: Halle 15, Stand B27

KraussMaffei AG, RimStar Smart.
KraussMaffei AG, RimStar Smart.
24.09.2019
Modernes Mikrospritzgießen

Auf der K 2019 stellt babyplast (Christmann Kunststofftechnik GmbH) die energetisch und qualitativ überzeugende Kleinstteileproduktion in den Fokus. Mit den kleinen, robusten Maschinen lassen sich auf engstem Raum hochwertige Verfahren anwenden und Hightech-Werkstoffe prozesssicher verarbeiten.

Dies wird anhand von zwei Exponaten gezeigt: Zum einen an der angussfreien Produktion von Stopfen zur Dämpfung, Dämmung oder Dichtung aus LSR (Liquid Silicone Rubber). Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Industriepartnern mit UNIpace von der Universität Kassel, Institut für Werkstofftechnik, Kunststofftechnik. Industriepartner von babyplast sind die 2 Komponenten Maschinenbau GmbH, Marienheide, und die CHT Germany GmbH, Tübingen. Das zweite Exponat thematisiert eine Reinraumfertigung bei A-Tech, Plewiska (Polen). Die babyplast-Maschine produziert Verschlusskappen für Augentropfen aus LDPE, einem anspruchsvollen Massenartikel, mit einem Vierfach-Werkzeug. Drei weitere Exponate runden den Messeauftritt ab, darunter ein 6-Achs-Industrieroboter mit der Bezeichnung „HORST“. Die Stopfen aus LSR dienen als Beispielprodukt einer dichtereduzierten LSR-Mikroproduktion (Teilegewicht = Schussgewicht 0,75 g). Als Maschine kommt eine horizontal arbeitende babyplast 6/12PT LSR zum Einsatz. Das 1-fach Werkzeug der Uni Kassel verfügt über eine Direktanspritzung. Teilegewicht ist gleich Schussgewicht: Der Artikel wird direkt über die Nadelverschlussdüse der Maschinen angespritzt und ist dadurch angusslos. Das Material ist ein ALPA-LSR 450201 von CHT Germany. Dichtereduziertes Vulkanisieren bedeutet: Für das Schäumen wird dem LSR ein sehr geringer Anteil (< 3 Gewichts-%) an Mikrosphären UNICELL MS 140 DS von Tramaco zugefügt. Dazu werden die Mikrosphären einer der beiden LSR-Komponenten bereits vor der Spritzgießverarbeitung zugesetzt. Die Misch- und Dosieranlage SilcoStar Mini der 2 Komponenten Maschinenbau GmbH fördert und dosiert die beiden Komponenten A + B im Mischungsverhältnis 1 : 1. Anschließend homogenisiert ein Statikmischer die Mikrosphären des Materials an der babyplast-Spritzgießmaschine. Das LSR-Gemisch wird auf dem Förderweg bis in den Maschinenkolben aktiv gekühlt. Die Dosierung übernimmt die Steuerung der babyplast 6/12PT LSR. Sie ist dazu u.a. mit einer pneumatisch betätigten Längsnadel-Verschlussdüse zum Werkzeug hin ausgerüstet. Beim Schließen des Spritzgießwerkzeugs wird über eine Pumpe die Kavität evakuiert. Beim Einspritzvorgang öffnet die Maschinendüse und der Spritzkolben verdrängt das aufdosierte LSR-Gemenge über die wassergekühlte Düse in das elektrisch beheizte Spritzgießwerkzeug. Nach der volumetrischen Füllung schließt die Nadel die Kavität hermetisch ab. Die Vulkanisation im Werkzeug erfolgt bei einer vergleichsweise niedrigen Temperatur von ca. 150°C. Die Mikrosphären erhalten so eine längere Zeit zum Expandieren. Nach Ablauf der Vulkanisation öffnet das Werkzeug und der fertige Stopfen wird mittels eines Auswerfers im Werkzeug im freien Fall entformt. Die Stopfen sind auch ohne Nachbehandlung wie Tempern etc. sofort gebrauchsfertig.

K 2019: Halle 13, Stand A44

Christmann Kunststofftechnik GmbH Babyplast, Mikrospritzgießen.
Christmann Kunststofftechnik GmbH Babyplast, Mikrospritzgießen.
24.09.2019
Flexibel und ortsunabhängig zum Simulations-Experten werden

Für die Schulung zu seiner Spritzgieß-Simulationssoftware bietet Simcon eine interaktive Online- Akademie, die Anwendern Zeit und Kosten spart. Ende 2019 erscheint Version 12 von Cadmould mit der Möglichkeit der dreidimensionalen Ergebnisansicht und erweiterten Funktionen.

Für die Nutzer der Spritzgieß-Simulationssoftware Cadmould von Simcon wird die Anwendung noch einfacher. In Zusammenarbeit mit dem E-Learning-Spezialisten MulTra GmbH wurde für User ein neuer Service mit großem Mehrwert entwickelt: Per Online-Akademie können ab November Schulungen auch online durchgeführt werden. Die nun interaktiven Lernmodule ermöglichen es, Wissen im effektiven Selbstlernprozess zu erwerben, zu festigen und zu testen. Ein weiterer Vorteil ist die große Flexibilität für den Anwender: So kann das Tool unabhängig von festen Terminen und Orten genutzt werden.  Dadurch werden deutlich Kosten gespart und Lernzeiten optimiert. Das interaktive Angebot wird u.a. hier < Link https://www.youtube.com/watch?v=WIgH0XTTUXA&feature=youtu.be > vorgestellt. Um weiteren Kundenwünschen gerecht zu werden, veröffentlicht Simcon im Dezember 2019 die Version 12 von Cadmould. Diese hält für die Entwicklung von Kunststoff-Spritzgießteilen  – und zu den Werkzeugen ihrer Herstellung – neue Funktionen sowie eine intuitivere Handhabung bereit. Mit der Weiterentwicklung optimiert man die Möglichkeiten der Simulation von Spritzgießprozessen noch einmal erheblich. Via Hoops-Schnittstelle können aus den Simulationsberechnungen auch 3D-PDF-Berichte erstellt werden. Die dreidimensionalen PDFs, die `drehbare` Ansichten enthalten, sind auch ohne Cadmould nutzbar und machen die Zusammenarbeit unterschiedlicher Abteilungen oder Unternehmen einfacher. Auch das ist neu: Zusätzlich zum bewährten modularen Aufbau seiner Software bietet Simcon in Zukunft anwendergerechte Paketlösungen an. Viele Kundenanforderungen können mit „Fill-it!“, „Warp-it!“, „Engineer -it!“ und „Varimize-it!“ noch passgenauer bedient werden. Auf der K in Düsseldorf werden Cadmould in der Version 12 sowie der Online-Schulungsservice erstmalig vorgestellt. Ebenfalls wird das gemeinsame Projekt mit Arburg präsentiert: der Füllassistent. Mit dem Ziel, die Übertragungslücke zwischen Produktentwicklung und Fertigung zu schließen, wird die Integration der Cadmould- Spritzgießsimulation in die Gestica-Steuerung der Allrounder-Spritzgießmaschinen möglich gemacht.

K 2019: Halle 11, Stand F-21

simcon kunststofftechnische Software GmbH, Online-Akademie.
simcon kunststofftechnische Software GmbH, Online-Akademie.
© ISGATEC GmbH 2019