08.02.2018

Auf der Filtech 2018 stellt Sonderhoff Produktlösungen für die Filterindustrie vor. Die 2K-Materialsysteme zum Abdichten, Verkleben und Vergießen von Filteranwendungen werden mit den eigenen Misch- und Dosieranlagen direkt auf die Filterbauteile aufgetragen.

Auf dem Messestand wird Sonderhoff unter Einsatz der Dosierzelle SMART-M eine Filteranwendung live demonstrieren. Dazu dosiert die Anlage über den Mischkopf ein Fermadur Klebdichtstoffsystem vollflächig auf die Innenseiten eines MDF Filterrahmens. Der im Filterrahmen platzierte Plisseefilter wird so nach allen Seiten luftdicht abgedichtet. Dank seiner aufgeschäumten Zellstruktur und der damit geringeren Dichte kann bis zu 50% weniger Filterkleber eingesetzt werden. Den Herstellern von Filtersystemen steht ein breites Sortiment an 2K-Schaumdichtungen, Klebstoffen und Vergussmassen zur Verfügung. Die 2K-Materialsysteme auf Basis von Polyurethan (PU) oder Silikon decken das Anwendungsspektrum von Staubsauger- über Automobil- bis Luftfilter für RLT-Anlagen ab. Die PU-Systeme erfüllen die Qualitätsanforderungen nach VDI 6022 für den Einsatz bei Filtern in Raumlufttechnischen Anlagen (RLT) von Krankenhäusern und für die Chipherstellung in Reinräumen. Filterrahmen werden mit Dichtschäumen oder Vergussgelen von Sonderhoff im Nut-/Federprinzip abgedichtet, so dass keine ungefilterte Luft am Filter vorbei in die Innenräume gelangen kann. Die polyurethanbasierten Filter-Systeme bieten Merkmale an wie Low-Emission für geringe VOC-Werte (Volatile Organic Compounds) in Reinräumen, antifungizide bzw. antibakterielle Eigenschaften oder Flammschutz gemäß UL94 HF1 für Dichtungsschäume bzw. UL94 V0 für Klebdichtstoffe. Temperaturbeständige Silikonschäume der Produktsysteme Fermasil sind für das Abdichten von Luftfiltern im Motorraum bei hohen Temperaturen im Einsatz.

Die insbesondere in Klimaanlagen von Autos verbauten Polyurethan Schaumdichtungen Fermapor K31 Low-Emission sorgen nicht nur für einen perfekten Sitz des Filters am Luftansaugkanal. Die emissionsarmen Polyurethan Schaumdichtungssysteme vermeiden vor allem die Belastung der Luft im Fahrerraum mit VOC-Emissionen. Sie erfüllen zum Beispiel die Spezifikation DBL 5452-13 von Daimler, die als Zielwerte für VOC-Emissionen 100 µg und für das Foggingverhalten 250 µg/g Polyurethan vorgeben. Die antifungiziden und antibakteriellen Eigenschaften der Filterkleber und Schaumdichtungen von Sonderhoff verhindern, dass sich Mikroorganismen und Schimmelpilze auf den Abdichtungen der Filterrahmen für Klimaanlagen oder für die Frischluftansaugung im Auto festsetzen. Das belegen die Prüfungsergebnisse des Instituts für Lufthygiene (ILH Berlin), die die entsprechenden Sonderhoff Produkte auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzen und Bakterien nach DIN EN ISO 846 (Bestimmung der Einwirkung von Mikroorganismen auf Kunststoffe) untersucht haben. Spezielle Additive in der Materialrezeptur sorgen für den wirksamen Schutz gegen einen Befall mit gesundheitsschädlichen Mikroorganismen, die ein potentielles Allergierisiko darstellen. Nicht nur die richtige Auswahl der Rohstoffe entscheidet über eine gleichbleibend hohe Qualität beim Abdichten und Verkleben von Filtern, sondern vor allem die Sicherheit und Genauigkeit der Produktionsanlage. Hierfür stehen die Misch- und Dosieranlagen zur Verfügung, die einen präzisen Applikationsprozess der Materialien auf die Bauteile sicherstellen. Mit der in der Filterindustrie etablierten Formed In-Place (FIP) Dichtungstechnologie werden die Materialsysteme direkt auf die Filterbauteile automatisch aufgetragen. Die 2K Reaktionswerkstoffe härten dort bei Raumtemperatur aus und die Bauteile können danach zügig weiterverarbeitet werden. Die Dosierzelle SMART-M ist modular konstruiert. Damit ist sie flexibel auf unterschiedliche Fertigungskonzepte hin anpassbar. Auf dem Messestand erfolgt die Bestückung der Dosierzelle mit Bauteilen bedienerfreundlich über einen Rundtakttisch. Die Einlege- und eine Arbeitsposition wechselt um 180 ° in einem Zyklus von 1,5 s. Mit Außenmaßen von 1200 x 1700 x 2400 mm (Breite x Tiefe x Höhe) findet die SMART-M auf minimaler Stellfläche Platz. Der 3-Achs-Linearroboter der Dosierzelle fährt Bauteile in einem Verfahrbereich von bis zu 500 x 600 mm (Breite x Tiefe) und bis zu einer Teilehöhe von maximal 250 mm ab. In Bauteilradien ist mit dem Linearroboter eine max. Beschleunigung von 5 m/s² möglich.

Stand R9, Halle 11.1

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