Aktuelles / Entwicklungen - Klebetechnik / Flüssigdichtsysteme

11.07.2018
Neue Klebstoffe für die Fahrzeugindustrie

Neben der patentierten SmartCore-Technologie für 2K-Klebstoffe zeigt Sika auf der IAA u.a. die strukturelastischen Klebstoffe der SikaForce-800-Serie auf Grundlage der Powerflex-Technologie.

Diese ermöglichen es, die Vorteile von strukturellen und elastischen Klebstoffen zu bündeln. So werden Produkte mit extrem hoher Festigkeit und einer gleichzeitig dauerhaften Elastizität selbst bei niedrigen Temperaturen erzielt. Damit stehen der Nutzfahrzeug-Industrie neue, leistungsstarke Lösungen für das Kleben und die Montage von Leichtbaukomponenten zur Verfügung. Die extrem schnell aushärtenden Klebstoffe mit anpassbaren Verarbeitungszeiten ermöglichen zudem einen effizienten Herstellungsprozess. Mit Sikaflex-271 PowerCure rundet Sika die Messethemen für die Nutzfahrzeug-Industrie ab. Das Klebstoffsystem ist für die Scheibenersatzverglasung sowie Montageverklebungen bei Lkws und Sonderfahrzeugen konzipiert. Neben einem breiten Haftspektrum auf Glas und vielen anderen Oberflächen zeichnet sich das Produkt durch seine schnelle Aushärtung aus. Dank dieser Eigenschaften kann bei Reparaturen das Niveau der Originalverklebung wiederhergestellt und es kann eine zweistündige Wegfahrzeit ermöglicht werden.

IAA Nutzfahrzeuge: Halle 27, Stand A04

Sika Deutschland GmbH, SikaForce-800.
Sika Deutschland GmbH, SikaForce-800.
02.07.2018
Klebstoffindustrie in der Kostenfalle

Nach Informationen des Industrieverband Klebstoffe e.V. (IVK) verteuern deutliche Preissteigerungen bei Basischemikalien und Zwischenprodukten, eingeschränkte Verfügbarkeiten und eine starke globale Nachfrage Klebrohstoffe signifikant.

Darüber hinaus führen stetig steigende Regulierungskosten und die Verknappung von Frachtkapazitäten zu spürbaren Mehrbelastungen der Kostenstruktur deutscher Klebstoffhersteller. Seit Beginn des Jahres 2016 beobachtet die Klebstoffindustrie deutliche Preissteigerungen bei Basischemikalien und Zwischenprodukten, die die Ausgangsbasis für eine Vielzahl wichtiger Klebrohstoffe sind. Der Kontraktpreis für Ethylen in Europa ist in den vergangenen 24 Monaten um etwa 40% angestiegen, der Preis für Propylen sogar um 70%. Butadien, dessen Preis sich nahezu verdoppelt hat, und Styrol (+ 30%) gehören in die Kategorie der „volatilen Rohstoffe“, deren Preisniveau in Europa stark von der globalen Angebots- und Nachfragestruktur abhängt. Bereits seit Mitte 2016 wirken sich die Mehrkosten für die Basischemikalien in Form spürbar deutlicher Preissteigerungen bei den Zwischenprodukten und den Spezialchemikalien aus. Beim Vinylacetatmonomer (VAM), dem Hauptrohstoff für wässrige Dispersionsklebstoffe, sowie für EVA-Polymere, verzeichnet die Klebstoffindustrie seit Ende 2016 Preissteigerungen von 40%. Ursache ist eine angespannte, von Importen abhängige Versorgungssituation aufgrund eines anhaltenden Nachfragesogs, insbesondere aus den asiatischen und US-amerikanischen Märkten. Die Einstandskosten für die typischen Rohstoffe zur Herstellung thermoplastischer Schmelzklebstoffe – EVA- Polymere, Polyolefine, Harze und Wachse –  sind im gleichen Zeitraum entsprechend der vorgenannten Kostenentwicklung der Rohstoffe ebenfalls deutlich gestiegen. Dramatisch wirken sich die eingeschränkten Verfügbarkeiten bei Polyestern und Isocyanaten aus; diese sind die Hauptbestandteile der Polyurethan-Schmelzklebstoffe. Die Preissteigerungen für Isocyanate betrugen in den vergangenen zwei Jahren um bis zu 70%. Durch etliche Force Majeur-Meldungen verschiedener Hersteller im Jahr 2017 ist die Verfügbarkeit auf dem Weltmarkt weiterhin eingeschränkt und die Klebstoffindustrie sieht sich mit deutlich gestiegenen Rohstoffkosten konfrontiert. Durch den sehr hohen Anteil an Isocyanaten in der Formulierung von PUR-Klebstoffen sind die Herstellkosten dieser Produkte besonders betroffen. Die weiterhin eingeschränkte Rohstoffverfügbarkeit, verbunden mit einer andauernd starken globalen Nachfrage bei chemischen Grundstoffen und Spezialchemikalien, aus denen Klebstoffe hergestellt werden, führen letztlich zu weiteren Mehrbelastungen der Formulierungs- und Herstellkostenstruktur deutscher Klebstoffhersteller. Darüber hinaus ist die gesamte chemische Industrie, zu der auch die Klebstoffindustrie zählt, mit einer Vielzahl nationaler und europäischer Gesetze und Verordnungen (EEG, BImSchG, REACh, CLP, EU-BiozidVO etc.) konfrontiert, welche in der gesamtem Wertschöpfungskette erhebliche administrative Zusatzkosten verursachen. Eine gegenwärtig besondere Herausforderung stellen zudem die knappen Frachtkapazitäten in Europa dar, die unmittelbar auf den zunehmenden Mangel an qualifiziertem Fahrpersonal zurückzuführen sind, und in der Folge Transporte signifikant verteuert haben.

08.06.2018
1 l Wärmeleitmaterial in 13 s

Für den schnellen und prozesssicheren Auftrag von wärmeleitenden Vergussmedien hat Scheugenpflug eine neue Dosierlösung für das Wärmemanagement bei HV-Batterien entwickelt.

Speziell für den Verguss von HV-Batterien hat Scheugenpflug eine neue Dosierlösung entwickelt. Das System, bestehend aus dem High-Performance-Dosierer Dos HP und der Materialfördereinheit PailFeed200 Abrasive, erlaubt auch bei hoch abrasiven Wärmeleitmaterialien Dosiergeschwindigkeiten von bis zu 80 ml/s. Durch die gleichzeitige Koppelung zweier Förderanlagen mit dem Dosierer kann ein redundanter Anlagenbetrieb ohne Stillstände realisiert werden. Die Systemlösung ist auf leichte Bedienbarkeit und größtmögliche Robustheit ausgelegt. Anwender profitieren somit von einer einfachen und schnellen Wartung, hohen Standzeiten und deutlich reduzierten Instandhaltungskosten. Das Hochleistungsdosiersystem Dos HP bietet eine schnelle und präzise Applikation von Wärmeleitmedien mit einer Viskosität von bis zu 1.000.000 mPa∙s, das maximale Volumen pro Schuss liegt bei 310 ml. Die prozesssichere Förderung des Vergussmaterials zum Dosierer übernimmt das Fassfolgeplattensystem PailFeed200 Abrasive für 200-l-Fässer. Die integrierte Doppelkolbenpumpe mit einem Fördervolumen von 480 cm3 /Hub erlaubt eine kontinuierliche Materialförderung. Dank des hohen Förderdrucks von bis zu 65 bar ist ein hoher Volumenstrom gewährleistet – auch bei hochviskosen und hochgefüllten Wärmeleitpasten. Für weitere Informationen zum Wärmemanagement bei HV-Batterien und zur Systemlösung für den Batterieverguss steht ein Video <Link: www.scheugenpflug.de/hochvoltbatterie-system>  zur Verfügung.

04.06.2018
Neuer geschäumter Kleber

Auf der PLAST 2018 in Mailand zeigt RAMPF Polymer Solutions erstmals den neuen geschäumten Kleber RAKU®  PUR 33-1034 für LED-Anwendungen.

Dieser Kleber eröffnet neue Wege in der LED-Produktion. Denn er steht für Kleben und Dichten in einem Produkt und ist somit für moderne LED-Leuchten geeignet, die fest verschlossen sind. Das 2K-PU-System stellt eine perfekte Haftung und Dichtigkeit zwischen PC und PMMA sicher – ohne Vorbehandlung. Im Vergleich zu Standardklebstoffen besitzt RAKU®  PUR 33-1034 eine sehr geringe Dichte, wodurch sowohl Material- als auch Kostenreduzierungen erzielt werden. Die exzellente Alterungsbeständigkeit stellt eine lang anhaltende, hohe optische Qualität der LED-Anwendungen sicher. Mit der schnellen Reaktions- und geringen Aushärtezeit trägt der geschäumte Kleber zu einer Beschleunigung des Produktionsprozesses bei. Der Kleber ist sowohl für statisches als auch dynamisches Mischen geeignet, bietet darüber hinaus eine sehr niedrige Viskosität, hohe chemische Beständigkeit sowie eine sehr hohe Zugfestigkeit und Bruchdehnung.

RAMPF Polymer Solutions GmbH & Co. KG, RAKU® PUR 33-1034.
RAMPF Polymer Solutions GmbH & Co. KG, RAKU® PUR 33-1034.
23.05.2018
Neue Sprüh-Grundierung

Wo Haftgrundierung verarbeitet wird, gibt es auch Staub, der Primerflüssigkeit und Pinsel leicht verschmutzen kann. Abhilfe bietet der TESCON SPRIMER von MOLL bauökologische Produkte GmbH aus der Sprühdose.

Da diese Grundierung direkt aus der Sprühdose kommt, bleibt sie nicht nur sauber – man muss sich auch keine Sorgen mehr um versehentlich umgestoßene oder eintrocknende Gebinde machen.  Der Sprüh-Primer ist schnell einsatzbereit, lässt sich mithilfe seiner einstellbaren Düse sehr exakt aufbringen und besitzt die von pro clima Haftgrundierungen bekannten Verarbeitungseigenschaften. Ein paarmal kräftig schütteln genügt und schon kann man mit der Grundierung loslegen – auch  bei Frost. Die Haftgrundierung dringt tief ein und verfestigt staubige oder nicht tragfähige Untergründe. Holzfaserunterdeckplatten und ähnlich saugfähige Untergründe dürfen beim Aufsprühen des Primers noch etwas feucht sein. Auf ihnen kann man auch direkt weiterarbeiten und z.B. das Allround-Klebeband TESCON VANA oder die Putzanschlussbänder der CONTEGA-Familie ohne Wartezeit verkleben. Bis die Endfestigkeit erreicht ist, muss die Grundierung aber in jedem Fall vollständig durchtrocknen. TESCON SPRIMER ist in Dosen mit 400 und 750 ml Inhalt im Handel erhältlich.

19.04.2018
Klebstoffe „gestalten“ Elektrotaxis

Mit seiner Expertise im Bereich Struktur- und Glasverklebung spielte Dow Automotive Systems eine wichtige Rolle bei der Konzeption und Entwicklung der neuen elektrischen TX-Taxis von LEVC (London EV Company).

Die neuen Taxis befördern seit Anfang des Jahres zahlende Fahrgäste. Die strukturellen Klebetechnologien sowie auch Dichtungslösungen von Dow waren ausschlaggebend für die Erfüllung der Designanforderungen der neuen, leichten Aluminium-Karosseriestruktur des Taxis. Die Lösungen trugen dazu bei, eine leichtgewichtige, geklebte Aluminium-Monocoque-Karosserie aus stranggepresstem Verbundaluminium herzustellen und machten dadurch mechanische Verbindungselemente überflüssig. Das Ergebnis ist eine vollverklebte Karosseriestruktur, die stabiler und wesentlich leichter ist als eine vergleichbare Stahlkonstruktion. Neben der erhöhten Sicherheit für die Insassen trägt die Gewichtsersparnis auch zu einer größeren Reichweite im Elektrobetrieb bei.  Antala, ein technischer und chemischer Spezialist und langjähriger Dow Automotive Distributor in Großbritannien und Irland, leitete die Klebstoffauswahl und das Applikationsdesign der neuen Fahrzeuge. Die Karosserie wurde mit den Strukturklebstoffsystemen der BETAMATE™ und BETAFORCE™ Produktfamilie verklebt, wodurch die Flexibilität und Sicherheit des Designs verbessert und die schwer schweißbaren Substrate gegen Umwelteinflüsse abgedichtet wurden. BETASEAL™ Klebelösungen für die Glasklebeanwendungen in den Fahrzeugen sind mit allen Fahrzeugherstellungsprozessen kompatibel, einschließlich kalter wie auch warmer Applikation, und erfüllen die Anforderungen der OEMs an die Haltbarkeit sowie die internationalen Standards für die Fahrzeugsicherheit. BETAFILL™ Nahtabdichtungen bieten dauerhafte Elastizität und gute Hafteigenschaften für eine Vielzahl von Substraten und sind daher für Herstellungs- und Reparaturanwendungen wie Plattenabdichtungen, Spaltfüllungen und -veredelungen sowie zur Verhinderung von Luftfeuchtigkeitseintritt, der zu Korrosion führen kann, geeignet. Die Dichtstoffe bieten auch Vorteile im Bereich von akustischem und thermischem Management. Die Taxis wurden unter Berücksichtigung der neuen Vorschriften zur Emissionsfreiheit entwickelt und werden im neuen Werk von LEVC in der Nähe von Coventry hergestellt - dem ersten neuen Automobilwerk in Großbritannien seit über einem Jahrzehnt  und auch dem ersten Werk in Großbritannien überhaupt, das sich der Produktion von Elektrofahrzeugen widmet. LEVC geht davon aus, dass im Laufe des Jahres 2018 neue TX-Modelle in Europa und später in die ganze Welt geliefert werden. Dow und Antala arbeiten bereits mit LEVC an der Entwicklung der nächsten Generation von Elektrofahrzeugen, die Euro-6-konform sind und weitere Emissionsreduktionen ermöglichen.

Dow Automotive Systems, mLEVC_Taxis.
Dow Automotive Systems, mLEVC_Taxis.
16.04.2018
Gesundheitsschutz im Fokus

Die neuen Produkte der GREEN LINE der GLUETEC Industrieklebstoffe GmbH & Co. KG enthalten Gefahrstoffe in einer so geringen Konzentration, dass sie laut der europäischen Gefahrstoffverordnung nicht gekennzeichnet werden müssen.

Sie tragen zum Gesundheitsschutz und zur Sicherheit am Arbeitsplatz bei und erzielen dabei die gewohnte Leistung. Zudem senken sie auch Kosten für Arbeitsschutzmaßnahmen, Luftabsauganlagen und Entsorgung. Im Vergleich zu herkömmlichen Klebstoffen weisen diese Produkte folgende Merkmale auf: Sehr gute Performance bei geringstmöglichem Anteil an Gefahrstoffen, umweltfreundlich und nachhaltig. Viele Produkte sind komplett kennzeichnungsfrei (keine Gefahrstoffkennzeichnung laut EG-CLP-Verordnung). Sie sind anwenderfreundlich, nicht reizend und haben einen geringen Eigengeruch. Sie bieten damit mehr Gesundheitsschutz durch eingeschränktes Gefährdungspotenzial. Neu ist ist die WIKO ANAEROBE GREEN LINE, bestehend aus WIKO 02K43UF (mittelfeste und universell einsetzbare Schraubensicherung zum Befestigen und Dichten von Metallwerkstoffen) und WIKO 05K77UF (mittelfeste Rohrgewindedichtung für Verbindungen konisch/zylindrisch bis R3”, z.B. für Sprinkleranlagen und Gasleitungssysteme). Im Vergleich zu herkömmlichen anaeroben Klebstoffen sind diese Produkte komplett kennzeichnungsfrei und nicht hautreizend. Gleichzeitig ist die Performance genauso gut wie bei anderen anaeroben Klebstoffen. Die Aushärtung erfolgt ebenso unter Luftausschluss, unter der katalytischen Einwirkung des Metalls und auch bei tieferen Temperaturen. Zudem weisen die Produkte der ANANEROBE GREEN LINE eine höhere Lagerstabilität und eine erhöhte Temperaturbeständigkeit von bis zu +180 °C auf.

16.04.2018
Dichtschaum UL gelistet

Das CeraPUR-Material von CeraCon ist sowohl nach dem Standard UL157 für die Sicherheit von Dichtungen als auch nach UL50E für Dichtungen elektrischer Schaltanlagen gelistet und darf das Siegel tragen.

Anders als das CE-Kennzeichen ist dieses zwar weltweit anerkannt, jedoch nicht gesetzlich vorgeschrieben. Da die Produkthaftungsgesetze in den USA aber strenger als in Europa sind, wird eine UL-Listung von amerikanischen bzw. kanadischen Firmen, v.a. bei elektrischen und elektronischen Produkten gefordert.

CeraCon GmbH, CeraPUR.
CeraCon GmbH, CeraPUR.
09.04.2018
Klebelösungen für den Leichtbau

Auf der Hannover Messe zeigt Lohmann neben den klassischen Haftklebebändern auch Lösungen für den semi- bis strukturellen Verbund von verschiedensten Fügepartnern. Die Produkte der DuploTEC® SBF Reihe basieren auf den gleichen Chemien, wie sie auch in der Matrix von Leichtbauwerkstoffen zum Einsatz kommen und eignen sich daher für diese Art der Verbindungstechnik.

Die aktive Nutzung von Klebstoffen bzw. reaktiven Klebstoffsystemen ist vielerorts bereits Standard in der Industrie. Die Vorteile der Klebetechnik: leicht, sauber und vor allem sicher. Dank der präzisen Klebkraft werden einzelne Komponenten, z.B. mithilfe doppelseitiger Klebebänder oder von Transfer-Filmen, effizient und mit hoher Genauigkeit verbunden. Damit lassen sich optimale Verbindungslösungen für die unterschiedlichsten Kundenanforderungen generieren. Von doppelseitigen Haftklebebändern wie DuploCOLL® 370, das sich dank seiner hohen Anfangsklebkraft und des hohen Klebstoffmasseantrags für die Klebung auf rauen Untergründen wie Spanplatten oder Composite Materialien eignet, über Systeme, die die Vorteile von Flüssigklebstoffen und Klebebändern vereinen bis hin zu Glas-Metall- oder Magnet-Verklebungen - das umfassende Portfolio bietet für jede Anforderung eine Lösung.

Hannover Messe Halle 5, Stand E48

09.04.2018
Designed für Recycling

Das European Paper Recycling Council (EPRC) nimmt – nach Informationen des Industrieverbandes Klebstoffe e.V. (IVK) - neue Recyclingkriterien für Klebstoffanwendungen in die Scorecard auf.

In einem vom Industrieverband Klebstoffe initiierten Gemeinschaftsprojekt mit der INGEDE und der TU Darmstadt konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass der Erweichungspunkt, die Auftragsstärke und die Geometrie einer Klebnaht von nicht-wasserlöslichen/nicht-redispergierbaren Schmelzklebstoffen einen entscheidenden Einfluss auf die Entfernbarkeit dieser Klebstoffe im Papierrecyclingprozess haben. Diese neue wissenschaftliche Erkenntnis ist nun auch in die Scorecard „Assessment of Printed Product Recyclability“ des EPRC eingeflossen. Die Scorecard enthält nun einen Anhang über Klebstoffanwendungen, die nach den Untersuchungsergebnissen der TU Darmstadt nachweislich gute Ergebnisse bei der Entfernbarkeit liefern und somit die Forderungen der Scorecard erfüllen. Unter den in den Untersuchungen ermittelten Parametern sind Anwendungen von nicht-wasserlöslichen/nicht-redispergierbaren Schmelzklebstoffen daher von einer Prüfung ausgenommen. Über Klebstoffanwendungen, die von den im Anhang genannten Parametern abweichen, können bezüglich der Entfernbarkeit keine Aussagen gemacht werden. Hier muss im Einzelfall geprüft werden, ob die Klebstoffapplikation die Recyclingkriterien der Scorecard erfüllt.

Die aktualisierte Scorecard finden Sie hier.

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