Aktuelles / Entwicklungen - Dienstleistungen

19.07.2019
Kosten sparen bei der LABS-Reinigung und Beschichtung von Kleinteilen

Die neu entwickelte und patentierte Niederdruckplasmaanlage der APO GmbH ermöglicht hohe Effizienzsteigerung in der Bearbeitung von Massenkleinteilen wie z.B. Dichtungen.

Durch die neue, ideal in den Prozessfluss integrierte Plasmaanlage können Massenkleinteile kostengünstig und schnell gereinigt und für eine anschließende Beschichtung vorbereitet werden. Die Dienstleistungen der LABS-Reinigung und Beschichtung von Elastomer- und Kunststoffkleinteilen, wie z.B. Dichtungen, können dadurch mit erheblichem Kostenvorteil gegenüber herkömmlicher Bearbeitungstechnik angeboten werden. Mit der Entwicklung und dem Einsatz der neuen Niederdruck-Plasmaanlage ist es gelungen, die Effizienz der Reinigung und Beschichtung von Massenkleinteilen zu erhöhen und die Preise für die Behandlungen zu reduzieren. Durch die reibungslose Integration der Anlage in die Prozessabläufe und die optimierte Bearbeitungshöhe werden darüber hinaus die Mitarbeiter maßgeblich entlastet.

Speziell bei der Reinigung von Kunststoff- und Elastomerbauteilen bietet der Einsatz der neuen Plasmaanlage einen großen Kostenvorteil. Die Reinigungszeiten im Plasma für Dichtungen und andere Elastomer-Kleinteile werden durch den Einsatz der neuen Anlage deutlich reduziert. Eine Abreinigung von lackbenetzungsstörenden Substanzen zur Erfüllung anspruchsvoller LABS- Sauberkeitsvorgaben wird dadurch bei der APO GmbH zur kostengünstigen Dienstleistung.

Auch bei Funktions- oder Farbbeschichtungen von Polymerbauteilen kommt die Effizienzsteigerung der neuen Plasmaanlage zum Tragen. Für eine optimale Oberflächenhaftung von Beschichtungen auf Bauteilen aus Kunststoffen und Elastomeren ist eine Plasmaaktivierung der Oberflächen erforderlich. Die mit der patentierten Plasmaanlage erreichte Reduzierung der Prozesszeiten wirkt sich auch auf die Qualität und Kosten der Kleinteilbeschichtungen positiv aus. Die APO GmbH ist durch die Prozessoptimierung in der Lage, Beschichtungen zur Montageerleichterung, Reibungsreduzierung oder Kennzeichnung von Dichtungen, Elektroklemmen und sonstigen Kleinteilen mit Kostenvorteil anzubieten.

Bei der Entwicklung der neuen Niederdruck-Plasmaanlage standen neben der Effizienzsteigerung und Qualität die Prozess- und Arbeitssicherheit im Mittelpunkt. Zur Entlastung der Mitarbeiter wurde konsequent auf eine ergonomische Arbeitshöhe geachtet. Bearbeitungskörbe mit Kleinteilen können aus den in der Fertigung vorhandenen Waschanlagen direkt entnommen und mittels passender Bestückungshilfen in die Plasmaanlage überführt werden. Die Befüllung der Anlagen und der Wechsel zwischen den Arbeitsstationen ist dadurch vereinfacht und die Mitarbeiter werden effektiv entlastet. Für eine optimale Anpassung der Plasmaprozesse an die zu behandelnden Bauteile und Mengen sind mehrere Prozessgasanschlüsse angebracht. Unterschiedliche Anschlussgeometrien schließen eine Verwechslung der Prozessgase aus. Die großvolumige Anlage ist mit mehreren, getrennten Bearbeitungskörben für die Bearbeitung unterschiedlicher Batchgrößen ausgestattet. Dies erlaubt im Produktionsalltag eine optimale und variable Anpassung der Plasmaprozesse an die Bauteile und unterschiedliche Werkstoffe und Mengen.

(BIld: APO GmbH)
(BIld: APO GmbH)
07.05.2019
Die Schnittstelle zwischen Elektronik und Kunststoffverarbeitung

Als Zulieferer für die Lichtindustrie bündelt die LED Protect GmbH durch Beratung, Lohnfertigung und Lieferantensteuerung die Vorteile aller Kunststofftechniken, um so effizient serientaugliche Gesamtprodukte zu realisieren.

Die rasante Entwicklung der LED hat den Markt für Beleuchtung stark verändert. Anwendungen, die vor Jahren mit herkömmlichen Leuchtmitteln undenkbar oder unwirtschaftlich waren, lassen sich heute schnell realisieren. Möglich wurde dies durch die SMD-Bestückung von LEDs auf flexiblen Substraten. Die Weiterentwicklung des Bestückungsprozesses hin zum endlosen Reel-to-Reel-Verfahren vergrößert den Anwendungsrahmen erneut und ermöglicht eine wirtschaftliche Herstellung von linearen Modulen im Großvolumen. Für ein funktionsfähiges Gesamtprodukt braucht man aber mehr als die Leiterplatte. So schnell und erfolgreich die Entwicklung elektronischer Komponenten auch war – viele Verfahrenstechniken aus dem Zuliefererbereich stagnieren. Seit ca. zehn Jahren gibt es unterschiedliche Ansätze mit Prozessen der Kunststoffextrusion oder Vergusstechnik, um aus den linearen LED-Modulen gebrauchsfertige Leuchten zu fertigen. Getrieben werden diese Entwicklungen vorrangig durch die Leuchtenhersteller und nicht durch die kunststoffverarbeitenden Zulieferer. Die vorhandenen Synergieeffekte werden so oft nicht genutzt, da die Schnittstelle zwischen Hersteller- & Zuliefererposition „unbesetzt“ ist. Hier setzt die LED Protect GmbH im Bereich flexibler IP-geschützter Lichtlinien an. Kunststoffseitig setzt man auf die Extrusion thermoplastischer Profile und den Einsatz von Gießharzen im atmosphärischen Verguss. Durch diese Bündelung von Know-how aus dem Bereich Kunststofftechnik für das LED-Lighting ergeben sich neue Ansätze für LED-Kunden, um ihre Module zu verbauen – egal, ob linear, flächig oder punktuell. Im Rahmen der Beratung werden projektbezogen Fragestellungen wie z.B zur Wärmeleitfähigkeit von Kunststoffen, Farbdrift der LED, Haftung von Elektroniken und Kunststoffen zueinander/untereinander, UV- und Hydrolysebeständigkeit, Kompatibilität der Einspeisung zum Gehäuse, verfahrenstechnischen Umsetzung für eine (dis-)kontinuierliche Fertigung , zu VOC/Weichmacherwanderungen sowie zu weiteren Transmissionswerten von Kunststoffen geklärt. LED-Lightning-Hersteller können so auf Kunststofftechnik-Know-how zurückgreifen und vermeiden damit verschiedene Probleme. So ist man, z.B. bei der Erstellung eines Lastenheftes, nicht mit Forderungen konfrontiert, die eine spätere Serienumsetzung kompliziert, wenn nicht unmöglich machen. Umgekehrt sehen sich Kunststoffverarbeiter mit Toleranzen aus der metallischen Präzisionstechnik konfrontiert und lehnen solche Kundenanfragen ab – auch, weil sie den lichttechnischen Hintergrund nicht erfassen. Denn auch hier fehlt oft das Vorwissen, um die schnellen Entwicklungssprünge in der Elektronik zu begleiten. Daher ist der Einsatz von Aluminiumprofilen, gepaart mit einem extrudierten Hartcover aus Polycarbonat oder PMMA, heute noch die Regel. Diese Herangehensweise war logisch und fußt auf Erfahrungen aus dem früheren Leuchtengeschäft mit Glühbirnen & Co. Spätestens bei flexiblen Anwendungen oder ganz neuen ,,Freiform“-Ansätzen ist hier Schluss:  Vergusstechnik, 3D-Druck und Extrusion bieten aber mehr. Allerdings wird dazu Fachwissen aus allen Bereichen benötigt und das kann nur durch ein starkes Partnernetzwerk und eine lösungsorientierte Lieferantensteuerung erfolgen.

25.04.2019
Merkblatt zur Bezeichnung von PTFE-Produkten aktualisiert

Die pro-K Fachgruppe Fluoropolymergroup hat das Technische Merkblatt 01 „Grundsätze für die Bezeichnung von PTFE-Produkten“ aktualisiert. Ziel ist eine klare und eindeutige Beschreibung der Produktqualität als Voraussetzung für eine erfolgreiche Problemlösung.

Um die unterschiedlichen Anwendungsbereiche für Polytetrafluorethylen (PTFE) abdecken zu können, steht eine Vielzahl von Rohstoffen zur Verfügung. Die pro-K Fachgruppe Fluoropolymer-Group hat daher ihre Begriffsbestimmungen zur Unterscheidung der verschiedenen Typen von PTFE aktualisiert Das Merkblatt informiert in vier Sprachen zu den Grundsätzen der Bezeichnung von PTFE-Produkten.

05.04.2019
Lohnfertigung jetzt auch mit 1K-Klebstoffen

Mit der Lohnfertigung der 1K-Klebstoffe TEROSON® und LOCTITE® erweitert Sonderhoff Services sein Leistungsspektrum.

Durch die Zugehörigkeit zur Henkel Gruppe profitieren Kunden der Sonderhoff Services von dem umfangreichen Produktportfolio von Henkel. So wurde der Maschinenpark der Sonderhoff Services um Dosieranlagen erweitert, die für die maschinelle Verarbeitung der 1K-Klebstoffe TEROSON® und LOCTITE® geeignet sind. Den Kunden stehen das gesamte Know-how des neuen Unternehmensverbunds und die langjährige Erfahrung der Prozess-Spezialisten zur Verfügung. Sonderhoff Services übernimmt für die Zulieferer und OEMs aus unterschiedlichen Anwenderbranchen das Dichtungs- und Formschäumen, Verkleben und Vergießen von Bauteilen auf Dosieranlagen von Sonderhoff Engineering. Für die vollautomatische konturgenaue Dosierung auf Bauteile kann der Lohnfertiger aus > 1.000 Materialsystemen auf Basis von Polyurethan, Silikon und PVC wählen. Das bei der Dosierung flüssige Material verfließt am Anfang und Ende der Dichtung ineinander, sodass nach dem Aufschäumen durch chemische Reaktion eine „nahtlose“ Weichschaumdichtung entsteht, die unter Raumtemperatur aushärtet. Durch Kompression der Schaumdichtung werden Fertigungstoleranzen eines Bauteils ausgeglichen und rundum gut abgedichtet. Die dabei eingesetzte Formed In-Place (FIP)-Technologie ist in der Industrie bereits in vielen Branchen Produktionsstandard. Bei Sonderhoff Services sind die Materialsysteme und Dosieranlagen optimal aufeinander abgestimmt. Daraus ergeben sich Synergieeffekte, die es ermöglichen, unterschiedliche Bauteilanforderungen im besonderen Maße zu erfüllen. Je nach Kundenwunsch werden z.B. unterschiedliche Aushärte- und Klebfreizeiten der Materialsysteme eingestellt. Sonderhoff Services fertigt auf einer Produktionsfläche von ca. 1.500 m2  mit Dosier- und Mischanlagen von Sonderhoff Engineering. Die Teile kommen hauptsächlich aus der Automobil-, Leuchten-, Elektronik-, Klimatechnik-, Filter- und Haushaltsgeräteindustrie. Auf den Anlagen werden unterschiedliche Bauteilgrößen von Klein- bis Großserien mit Material appliziert. Dafür stehen Mischköpfe zur Materialdosierung von 2 bis 100 g/s für größere Bauteile wie z. B. Schaltschranktüren und von 0,05 bis 2 g/s für Kleinstteile zur Verfügung.  Bei den Dosieranlagen kommen CNC-gesteuerte Linearroboter zum Einsatz, die den Mischkopf für die Materialdosierung in unterschiedlichen Geschwindigkeiten über die Bauteilkontur verfahren. Dadurch können unterschiedliche Austragsmengen realisiert werden. Das ist dann ein Vorteil, wenn es um die automatische Materialapplikation großer Stückzahlen und komplexer Bauteilgeometrien in der Serienfertigung geht.  Alle Lohnfertigungsprozesse werden mit einem zertifizierten Qualitätsmanagement auftragsbezogen und lückenlos dokumentiert und in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) fortlaufend optimiert.

24.01.2019
Whitepaper: Predictive Maintenance

Mit dem Whitepaper zeigt der VTH - Verband Technischer Handel e.V. - auf, welche Möglichkeiten Predictive Maintenance der Industrie abseits der rein technologischen Betrachtung eröffnet und wie die produzierende Industrie von 4.0-Dienstleistungen des Technischen Handels profitieren kann.

Das dreizehnseitige Paper umfasst eine Definition des Predictive Maintenance  und erläutert, wie sich dieses Wartungsmodell von konventionellen Modellen unterscheidet. Darüber hinaus werden folgende Aspekte geklärt: Welche Geschäftsmodelle haben sich hier bis heute herausgebildet? Wie hat der Technische Handel die „Service-Revolution“ angenommen und welche Angebote macht der Großfachhandel im deutschsprachigen Europa? Vorgestellt werden in diesem Kontext auch „Overall Equipment Effectiveness“ (OEE, Gesamtanlageneffektivität) und „Condition Monitoring“ (Anlagenzustandsüberwachung). Experteninterviews runden die Publikation ab.

https://www.vth-verband.de/fachinformationen/predictive-maintenance/

VTH, Whitepaper: Predictive Maintenance.
VTH, Whitepaper: Predictive Maintenance.
10.10.2018
Maßgefertigte Dichtungen „to go“

Mit seinem 3D-Drucker kann Kremer jetzt schnell, präzise und günstig Prototypen aus elastischem Silikon herstellen und schafft damit eine solide Basis, z.B. für nachfolgende Serienfertigungen.

Mit dem neuen, hauseigenen 3D-Drucker hat man die Optionen in der Arbeit mit weichen Materialien noch einmal um eine wichtige Komponente erweitert. Der eingesetzte Drucker von Keyence eröffnet den Kunden hinsichtlich Geschwindigkeit, Präzision, Materialeigenschaften und Preis-Leistungs-Verhältnis neue Möglichkeiten in der Entwicklungsphase. Je nach Komplexität wird das jeweilige Werkstück, z.T. innerhalb von nur 24 Stunden, geliefert und kann dann auf Herz und Nieren getestet werden. Dazu zählen z.B. weiche Prototypen aus silikonähnlichem Material in 35 Shore A oder 65 Shore A, das Erstellen von Prototypen als Funktionsmuster, etwa zur Dichtigkeitsprüfung, hauchdünne Materialschichten von 15 µm sowie feine Details und Wanddicken bis zu 0,6 mm. Weitere Einsatzbereiche sind Prototypen mit geringer Wasseraufnahme (Wasserabsorption <0,4 %) und Geometrien in der Größe eines DIN A4-Blattes und einer Höhe von bis zu 200 mm. Es können Hitzebeständigkeiten bis 150 °C (65 Shore A) oder bis 200 °C (35 Shore A) erreicht werden. Mit der 3D-Druck-Technologie unterstützt Kremer Anwender bereits in der Planungs- und Entwicklungsphase mit zeitsparend und kostengünstig produzierten, aber dem finalen Werkstück hinsichtlich seiner Materialeigenschaften nahezu gleichwertigen Prototypen. Auch komplexe, mehrkomponentige Werkstücke sind möglich – und das ganz ohne die vorangehende, oft teure und zeitaufwändige Herstellung eines Werkzeugs. So kann im Vorfeld eine ausgereifte Ausgangsbasis für die spätere Serienfertigung geschaffen werden und es entfallen nachträgliche, ebenso ärgerliche wie zeitraubende und kostenintensive Fehlerkorrekturen. Einfacher und preiswerter kann die Eignung eines Werkstücks nicht geprüft werden. Ein Beispiel aus der Praxis: Der Faltenschlauch einer Schutzkappe sollte sich um 90° nach oben biegen lassen. Das Teil wurde nach Zeichnung des Kunden angefertigt und auf seine gewünschte Funktionalität geprüft. Es zeigte sich, dass zu wenig Knickfalten angelegt worden waren, um die 90°-Grad-Biegung zu erreichen. Die Konstruktion wurde um zwei zusätzliche Falten erweitert und es wurde ein neuer Prototyp angefertigt. Die Schutzkappe funktionierte anschließend einwandfrei.

Kremer GmbH, 3D.
Kremer GmbH, 3D.
07.05.2018
Selber kleben oder kleben lassen?

Als technischer Dienstleister bündelt die Edgar Schall GmbH ihre umfangreichen Erfahrungen und ihr Know-how im Kleben – von der Konstruktion bis zur Applikation - in der Dienstleistung XWORKS, die das Kleben, Montieren und Konfektionieren zusammenfasst.

Kleben ist eine Verbindungstechnik, die vor allem in mittelständischen Unternehmen immer noch große Potenziale bereithält. Denn häufig setzt man in deutschen Fertigungshallen noch auf konventionelle Verbindungstechniken, zu denen man gewachsenes Vertrauen hat und für die qualifizierte Fachkräfte vorhanden sind. Selbst wenn konstruktiv die Voraussetzungen geschaffen sind und Teilegeometrie, Material und Oberflächen auf eine künftige Fügeverbindung mit Klebstoff abgestimmt wurden, ist die Implementierung einer Montageverklebung in den Fertigungsprozess eine weitere Herausforderung. Reproduzierbare Qualität durch Montageprozesse, bei denen jeder einzelne Prozessschritt genau definiert ist und zuverlässig ausgeführt wird, geschulte Mitarbeiter, die sich über die kumulative Wirkung von Prozessabweichungen bewusst sind, sowie geeignete Verfahren zur Fehlervermeidung und Qualitätssicherung sind deshalb der Standard, an dem sich das Unternehmen messen lässt. Die Montageverklebungen von Prototypen, Vorserien- oder Serienteilen für Kunden aus allen Branchen werden je nach Stückzahl manuell oder maschinell ausgeführt. Die Beratung bei der Konstruktion und die Auswahl des richtigen Klebstoffes gehören ebenso zum Leistungsportfolio wie das Sourcing der Teile von vorgegebenen Zulieferbetrieben. Die Vorteile für Kunden liegen auf der Hand: schnellere Umsetzung von Projekten, keine Investitionen in Arbeitsplätze und Anlagentechnik und keine Fixkosten.

Edgar Schall GmbH, XWORKS.
Edgar Schall GmbH, XWORKS.
19.04.2018
Verklebung von Industriebauteilen

Seit Ende letzten Jahres unterstützt GLUETEC auch im Bereich Lohnverklebungen. Hierbei übernimmt das Unternehmen das professionelle Verkleben von Bauteilen für Produkte aus hochspeziellen Industrieanwendungen in Klein- oder Großserien.

Erste Projekte aus dem Bereich Lohnverklebung werden aktuell bereits umgesetzt. So konnte man u.a. einen namhaften deutschen Hersteller von Armaturen und Sanitärprodukten gewinnen. In diesem Projekt werden die Gehäuse von Regenduschbrausen professionell verklebt, konfektioniert und verpackt. Eine optimale Planung sowie abgestimmte Logistikschritte sichern dabei Just-in-Time-Prozesse.

28.03.2018
Bauteile ökonomisch sinnvoll reinigen

Mit der pauschalen Forderung nach LABS-freien Bauteilen entstehen zum Teil erhebliche Kosten, ohne dass dies einen Effekt auf die spätere Produktqualität hat. Dies gilt insbesondere für die Reinigung von Elastomer-Bauteilen. Mit dem Ansatz der APO GmbH Massenkleinteilbeschichtung auf Basis des Einheitsblattes VDMA 24364, das gerade entsteht, lassen sich die Kosten deutlich senken, ohne Qualitätseinbußen in Kauf zu nehmen.

Bei Lackierprozessen muss besonders auf die Sauberkeit von Bauteilen geachtet werden. Nicht nur die zu lackierenden Teile, wie zum Beispiel Automobilkarossen, müssen frei von lackbenetzungsstörenden Substanzen (LABS) sein, sondern alle Bauteile, die im Lackierbetrieb im Einsatz sind. Verschmutzungen, die einen gleichmäßigen Lackauftrag verhindern, verursachen unter Umständen erhebliche Probleme. Also müssen die Bauteile vor der Lackierung durch angepasste Reinigungsprozesse für den weiteren Gebrauch optimal vorbereitet werden. Passiert dies nicht, kann es zu Lackfehlern wie Kratern oder ähnlichen Schadstellen kommen. Diese bedeuten für den lackierenden Betrieb in der Regel hohen Aufwand und hohe Kosten für Fehlersuche und Fehlerbehebung, die oft mit einem Produktionsstopp verbunden sind.  Daher werden Zulieferer, zum Beispiel von der Automobilindustrie, mit höchsten Anforderungen hinsichtlich der LABS-Freiheit ihrer Produkte konfrontiert. Die Einhaltung der jeweiligen Prüfvorschriften zur Verifizierung der Sauberkeit ist dabei automatisch Bestandteil eines Auftrages. In der Praxis ist es oftmals so, dass teils unterschiedliche Prüfvorschriften für dieselben Bauteile existieren und meist die Vorschriften herangezogen werden, die höchstmögliche Anforderungen umfassen – unabhängig vom Bauteil oder dessen Einsatzgebiet. Der reale Anspruch an den Grad der Sauberkeit hängt in der Praxis von mehreren Faktoren ab: Er ist abhängig vom Bauteil selbst, von dem/n eingesetzten Werkstoff(en), der Einsatzart und dem Einsatzort im Bereich eines Lackierbetriebes. Um eine optimale wirtschaftliche Reinigung zu realisieren, sollten diese Punkte geklärt werden. Dabei müssen die geforderten Prüfvorschriften von Auftraggebern eingehalten werden. Leider kommt es in der Praxis immer wieder vor, dass diese Prüfvorschriften nicht mit dem reellen Einsatz übereinstimmen. So wird z.B.  im Test mit Lösungsmitteln gespült, obwohl in der Fertigung Druckluft zur Reinigung zum Einsatz kommt. Oder bei Tests wird im Ofen bei hohen Temperaturen getempert, obwohl der Einsatz bei Raumtemperatur erfolgt. Die Frage nach der wirklich benötigten Reinheit sollte realistisch beantwortet werden. Also, warum sollten Bauteile für eine Automobil-Endmontage, die nach einem Lackierprozess zum Einsatz kommen, ebenso hohen LABS-frei-Anforderungen genügen wie die Lackierpistole? Durch die inzwischen gängige Praxis, die pauschal höchsten Ansprüche an die LABS-Freiheit aller Produkte zu stellen, entstehen bei Reinigungsprozessen zum Teil unnötig hohe Kosten. Dem Thema einer effektiven und bedarfsgerechten Reinigung nimmt sich nun ein Normungsprojekt unter dem Dach der VDMA-Fachabteilung Oberflächentechnik auf Initiative von Zulieferern an.  Derzeit entsteht das Einheitsblatt VDMA 24364 für Prüfungen auf lackbenetzungsstörende Substanzen, um angepasste LABS-Konformitäten für Nasslackaufbauten zu erreichen. Der zentrale Ansatz ist hier, einen lackverarbeitenden Betrieb in unterschiedliche LABS-kritische Zonen einzuteilen, denen dann detailliert beschriebene Produktgruppen zugeordnet werden. Die darin definierten Prüfklassen und Prüfungen entsprechen den Anforderungen der jeweiligen Zone. Eine genaue Betrachtung der Einsatzbedingungen und LABS-Sauberkeitsansprüche –  gemäß diesem Einheitsblatt – lohnt sich vor allem bei elastomeren Bauteilen. Neben oberflächlichen Verschmutzungen – ausgelöst durch Formtrennmittel – können auch im Elastomerwerkstoff enthaltene Substanzen wie Weichmacher oder Verarbeitungshilfsmittel im Lauf der Zeit aus dem Werkstoff austreten und lackbenetzungsstörend wirken. Die Reinigung elastomerer Bauteile ist im Vergleich zu der von metallischen Produkten sehr aufwändig, zeit- und kostenintensiv. Zumeist kommen nasschemische Reinigungsprozesse in Kombination mit der Plasmareinigung zum Einsatz. Und hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen und zu differenzieren. Ist das Einsparungspotenzial bei der Reinigung metallischer Bauteile verhältnismäßig gering, lassen sich Kosten für die Reinigung elastomerer Bauteile um bis zu 30% reduzieren. Die Wahl passender nasschemischer Prozesse und Technologien sowie unterschiedlicher Plasmatechnologien erlaubt es – immer im Hinblick auf das zu erreichende Sauberkeitsniveau – Reinigungszeiten zu verkürzen und damit Kosten zu senken. Selbst bei höchsten Sauberkeitsansprüchen sind – abhängig vom Elastomerwerkstoff – noch Einsparungspotenziale gegeben. Voraussetzung dafür sind die geeignete Plasmatechnologie, Erfahrung und das Know-how zur Umsetzung und Anpassung der Reinigungsprozeduren. Viele Projekte haben in der Praxis eines gezeigt: Einkäufer sollten den anfänglich vermeintlich aufwändigen Blick hinter die Kulissen und die genaue Definition der LABS-Sauberkeitsansprüche nicht scheuen. Die Suche nach Reinigungsalternativen und verlässlichen Partnern zur Reinigung von Bauteilen lohnt sich und senkt i.d.R. die Kosten.

APO GmbH, Massenkleinteilbeschichtung Reinigung. Shutterstock - Ekaterina Shcheglova – 1010073742
APO GmbH, Massenkleinteilbeschichtung Reinigung. Shutterstock - Ekaterina Shcheglova – 1010073742
22.09.2017
Kosteneffekte ausnutzen

Logistikdienstleis­tungen, die OVE Plasmatec zusätzlich zum Reinigen, Beschichten und Behandeln von Dichtungen anbietet, verkürzen die Lieferzeiten und senken die Kosten.

Bei einem Kunden konnte auf diese Weise durch Logistikoptimierung die Anzahl der versandten Paletten um fast 90% pro Jahr reduziert werden. So kann das Unternehmen Dichtungen nach dem Beschichten z.B. kontrollieren, die Verpackungen kundenspezifisch beschriften und belabeln. Ebenso gehört der direkte Versand an den Anwender zum Angebot. Hierzu können die Dichtungen neutral verpackt, mit einem Lieferschein des Herstellers versehen und direkt versendet werden. Dabei sind maschinelle und manuelle Sonderverpackungen nach kundenspezifischen Verpackungsvorschriften möglich. Durch den Direktversand kann der Weg der Dichtungen zurück zum Hersteller und danach zu dessen Kunde genauso eingespart werden wie die Fahrtzeit sowie die Zeit für das Umverpacken. Die Optimierung der Lieferkette geht jedoch noch weiter. So hinterfragt man proaktiv eingefahrene Prozesse wie z.B. die Losgrößenverpackungen. Im erwähnten Fall wurde die unbegründete Losgrößen­verpackung von 500 auf 8.000 Stück erhöht. Allein diese Maßnahme  sparte unzählige Stunden für das Ein- und Auspacken sowie 77 von 90 Paletten jährlich ein – zusammen mit etlichen LKW-Fahrten.

OVE Plasmatec GmbH, Logistikdienstleistungen.
OVE Plasmatec GmbH, Logistikdienstleistungen.
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