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Dienstleistungen

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Hier lesen Sie Fachartikel aus dem JAHRBUCH Dichten. Kleben. Polymer. 2020 >> Dienstleistungen

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Dichtungen müssen neben ihrer Dichtfunktion weitere Anforderungen erfüllen. Stellt sich z.B. die Aufgabe, für ihre Montagefreundlichkeit oder für eine sinnvolle Kennzeichnung zu sorgen, steht man vor einer Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten. Doch wo soll man anfangen, was gilt es zu beachten? Kann eine Beschichtung, Behandlung oder Markierung einfach als Katalogware bestellt werden? Wer sich nicht auskennt, greift hier besser auf Beratungsdienstleistungen zurück. Das spart Geld und schützt vor Überraschungen.

Als Anwender von Elastomerdichtungen steht man oft vor der Aufgabe, die Eigenschaften der Dichtungen verbessern zu müssen. Hier gibt es eine Vielzahl von Szenarien:

• Die Dichtungen kleben in der Verpackung aneinander und können nur schwer vereinzelt werden.

• Montagekräfte müssen reduziert werden, weil eine effiziente Montage nicht möglich ist oder die Dichtung im Fügeprozess beschädigt wird.

• Stick-Slip-Effekte (Ruckgleiten) sollen bei Bewegung verhindert werden.

• Ventile müssen sich einfach verstellen lassen.

• Verklebungen von Dichtungen mit der Gegenlauffläche nach Stillstandzeiten sind zu verhindern.

• Die Reibkräfte im dynamischen Einsatz der Dichtung sind zu reduzieren, um damit die Lebensdauer durch geringeren Abrieb zu erhöhen.

Das sind nur einige der Probleme, die es in der Praxis regelmäßig zu lösen gilt. Sie alle hängen mit den hohen Reibkoeffizienten von Elastomeren zusammen. Des Weiteren steht oft die Anforderung im Raum, die Verwechslungsgefahr ähnlicher Dichtungen in Montageprozessen zu eliminieren. Auch ist die Detektion von Dichtungen nach einer automatischen Montage oft unentbehrlich. Die eingebauten Dichtungen werden an einer automatischen Prüfstation per Kamera identifiziert. Doch können mit Ruß gefüllte, und damit schwarze Elastomerdichtungen, oft von den Kameras in dunklen Gehäusen nicht identifiziert werden. Und schlussendlich werden zwischenzeitlich auch an Dichtungen hohe Sauberkeitsanforderungen gestellt. Dabei stehen Verunreinigungen, wie z.B. lackbenetzungsstörende Substanzen oder Partikel im Zentrum der Aufmerksamkeit. [...]

Simone Frick (seals’n’finishing)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Ein neues Spritzgieß-Tribometer erlaubt eine gezielte Entwicklung von antiadhäsiven Oberflächenstrukturen und die Beschichtung ausgewählter Kunststoffgruppen. Die Ermittlung der Daten und der daraus resultierenden Empfehlungen steht auch als Dienstleistung für Werkzeughersteller und kunststoffverarbeitende Unternehmen zur Verfügung.

Ein gespritztes Kunststoffformteil muss am Zyklusende soweit abgekühlt sein, dass man es korrekt entformen kann. Das Teil muss also frei fallen oder mit Handlingunterstützung sauber entnommen werden können. Aber nicht nur die Abkühlung der Werkzeugoberflächen entscheidet über das zuverlässige Entformen aus der Auswerferseite. Ein entscheidender Parameter ist die Haftung zwischen Werkzeugwand und spritzgegossenem Formteil, die so gering wie möglich sein muss. Erreicht wird das über funktionale Werkzeugoberflächen.

Aber welche Oberfläche ist für meine konkreten Anforderungen die richtige Wahl? Wie muss die Oberfläche beschaffen sein? Zur Entwicklung geeigneter funktionaler Werkzeugoberflächen unterstützt den Anwender eine Entwicklungsplattform, die eine praxisnahe Analyse der Haftung zwischen Werkzeug und Kunststoffformteil ermöglicht. Hierfür wurde ein Spritzgießtribometer entwickelt, das reproduzierbar Haft- und Gleitmomente für die Entwicklung von Strukturen und Beschichtungen schafft. Damit wurde eine praxisnahe, schnelle und kostengünstige Analyse der Haftung von Thermoplasten und thermoplastische Elastomeren möglich, die im Spritzgießprozess reproduzierbar Kennwerte für adhäsive Haftung und Reibung ermittelt. [...]

Dipl.-Ing. Frank Mumme (Gemeinnützige KIMW Forschungs-GmbH)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Längst ist der Einsatz von Plasma zur Behandlung, Reinigung und Veredelung von Bauteiloberflächen technischer Standard in der Industrie. Vor allem wenn es um das Beschichten, Kleben oder Lackieren von Elastomer- oder sonstigen Kunststoffbauteilen geht, ist die Niederdruck Plasmatechnologie nicht mehr wegzudenken. Doch nicht alle Anlagen erzielen die gleichen Effekte in vergleichbarer Zeit. Eine neue, patentierte Anlagentechnologie bringt Einsparpotenzial bei Dienstleistungen wie der LABS-Reinigung und Beschichtungsvorbehandlung von Bauteilen.

Der Begriff Plasma kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Gebilde“. In der Physik bezeichnet Plasma ein Teilchengemisch auf atomar-molekularer Ebene. Oft spricht man von Plasma auch als dem vierten Aggregatszustand der Materie: Durch kontinuierliche Zufuhr von Energie geht feste Materie zuerst in den flüssigen Zustand über, dann in den gasförmigen. Durch weitere Energiezufuhr wird das Gas ionisiert, es entsteht Plasma – der vierte Aggregatszustand. Dabei sind unterschiedliche Effekte zu verzeichnen. Zum einen werden chemische Bindungen in den Gasmolekülen aufgebrochen und hochreaktive Radikale entstehen. Gleichzeitig werden Elektronen aus den Atomhüllen entfernt, wodurch freie Elektronen und Ionen im Plasma entstehen. Parallel werden Elektronen angeregt, d.h. auf ein höheres Energieniveau in der Atomhülle gehoben. Beim Zurückfallen auf ihr eigentliches Grundniveau wird elektromagnetische Strahlung frei. Plasma ist also ein ionisiertes Gas mit freien Elektronen, Ionen, angeregten Atomen und Radikalen, Molekülfragmenten und Photonen. Plasmen sind normalerweise quasineutral, d.h. die Ladungen der Ionen und Elektronen sind ungefähr im Gleichgewicht. Im Alltag begegnet uns Plasma in Gewitterblitzen, Xenon-Autoscheinwerfern oder den Nordlichtern am Polarkreis. Plasma zeichnet sich im Vergleich zum ursprünglichen Gas durch eine wesentlich höhere Leitfähigkeit und chemische Reaktivität aus. Diese Eigenschaften sind es, die in technischen Anwendungen genutzt werden.

Zur Unterscheidung der unterschiedlichen Plasmaformen werden mehrere Kriterien herangezogen. Dies sind u.a. die Plasmadichte, die Plasmatemperatur oder der Plasmadruck. [...]

Antonio Pozo (APO GmbH Massenkleinteilbeschichtung)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Wartung, Instandhaltung und Betrieb bzw. Maintenance, Repair & Operations (MRO) – mit bis zu 40% an den Gesamtkosten im produzierenden Gewerbe haben Instandhaltung, Wartung und Reparatur bedeutenden Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Eine intelligente, unternehmensangepasste MRO-Strategie ist daher ein wichtiger Schlüssel für Wettbewerbsvorteile und Profit. Der technische Handel kann dazu mit Produkt- und Prozesskompetenz sowie flankierenden Standortdienstleistungen nachhaltig beitragen.

Von der kleinen Werkzeugmaschine bis hin zur komplexen Fertigungsstraße – im harten Wettbewerb im Kampf um Kunden und Marktanteile stellen Unternehmen höchste Anforderungen an die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Produktivität ihrer Anlagen – kurz: Sie müssen laufen, laufen, laufen; am besten im 24-Stunden-Betrieb, 7 Tage die Woche. Wartung, Instandhaltung und Reparatur nehmen daher als Wertschöpfungsfaktor eine immer wichtigere Schlüsselrolle im betrieblichen Ablauf ein. Da Rationalisierungspotenziale in der Produktion in vielen Industriebranchen oftmals bereits ausgereizt und Prozessoptimierungen nur noch bedingt möglich sind, bieten sich über MRO dazu immer noch enorme Möglichkeiten.

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen stehen in diesem Bereich noch am Anfang. In vielen Fällen wird Instandhaltung dort noch als notwendiges Übel angesehen und der Nutzen sowie die Einsparungen durch MRO-Leistungen werden verkannt. Auch fehlt es an ausformulierten Instandhaltungsstrategien und Bewertungsmethoden sowie Kosten und Leistungen sind häufig nicht transparent genug. Nicht selten stehen kurzfristige Kapazitätsüberlegungen mit reaktiver, ausfallbedingter MRO-Sichtweise einem langfristig angelegten Instandhaltungsmanagement im Wege. Dabei hat sich der Wandel zu einer Strategie, in der MRO als Produktivitätsfaktor angesehen wird, bereits längst vollzogen. Weg von der klassisch korrigierenden, ausfallbedingten Reparatur und Instandhaltung hin zu präventiven, zustandsorientierten Lösungen – dieser Ansatz kennzeichnet den Trend. Rasante technologische Weiterentwicklungen – etwa vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 – ebnen dazu den Weg. [...]

Maria-Carmen Brandhorst (ZITEC-Brammer)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1
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