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Trends / Dienstleistungen

Trends / Dienstleistungen

Hier finden Sie Artikel des DICHTUNGSTECHNIK JAHRBUCH 2019 im Bereich Trends & Dienstleistungen

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Die Zeiten werden nicht ruhiger – seien es die großpolitische Wetterlage bis hin zu drohenden Handelskriegen oder hin zu den steigenden Anforderungen an nahezu alle Produkte – und damit auch an Dichtungen und Verklebungen. Wie jedes Jahr haben wir Experten auf der Anwender-  und Herstellerseite zu ihren Einschätzungen befragt. Die Ergebnisse zu den fünf Umfragen seit Herbst 2017 sind hier komprimiert zusammengefasst und ergeben wieder ein umfangreiches und vielschichtiges Bild. An den Umfragen haben in Summe wieder mehr als 600 Personen teilgenommen. Wie üblich mussten nicht alle Fragen beantwortet werden und bei verschiedenen Fragen waren Mehrfachnennungen möglich. [...]

Sandra Kiefer, Karl-Friedrich Berger, Holger Best (ISGATEC GmbH)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Bezüglich der Auslegung der rechtlichen Begriffe „anerkannte Regeln der Technik“, „Stand der Technik“ und „Bestandsschutz“ kommt es immer wieder zu Diskussionen, die meistens auf Basis einer Auslegung nach Wissen der Diskutierenden geführt werden. Rechtsbegriffe sind aber eindeutig und deshalb sollte ihre tatsächliche Bedeutung bekannt sein.

Normen sind anerkannte Regeln der Technik und damit anerkannte, dokumentierte Festlegungen, in denen eine Mehrheit repräsentativer Fachleute den Stand der Technik wiedergibt. Sie entsprechen dem Stand der Technik zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Beispiele sind Normen (DIN, EN, ASME, ISO, …), VDI-Richtlinien, das DVGW Regelwerk, das AD 2000-Regelwerk etc. Sie sollen der Öffentlichkeit zugänglich sein und müssen, um mit dem Stand der Technik Schritt halten zu können, regelmäßig überarbeitet werden. Sind sie vereinbart, kann eine Nichteinhaltung zu rechtlichen Konsequenzen, bei Gefährdung von Leib und Leben sogar zu Geld- oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren führen. Es gibt allerdings auch Einschränkungen: So kann man, z.B. nach einer Gefährdungsanalyse, von ihnen abweichen.

Verbindlichkeit von Normen
Üblicherweise sind Normen von empfehlendem Charakter. Eine Anwendung ist nicht zwingend, ausgenommen, sie sind Bestandteil von Gesetzen und Vorschriften. Sie sollten jedoch als Mindeststandard bei Abweichungen von ihnen gelten. Bild 1 zeigt die Abstufung von Gesetzen über Richtlinien bis hin zu Normen und die Verbindlichkeit zur Anwendung. Für die Umsetzung der europäischen Richtlinien kann in einer Norm (EN) ein Anhang ZA aufgeführt sein. Dieser Anhang stellt die Norm oder Teile der Norm in die Verbindlichkeit zur europäischen Richtlinie. Man spricht von der Auslösung der Konformitätsvermutung zur jeweiligen Richtlinie. In diesen Fällen ersetzt die Norm die regionalen Gesetze und Richtlinien und tritt an deren Stelle. In Deutschland wird die Norm durch Veröffentlichung im Ministerialblatt verbindlich. [...]

Peter Thomsen (Lannewehr + Thomsen GmbH & Co. KG)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Was Dichtungen alles können müssen, ist nicht hoch genug zu bewerten. Obwohl sie als klassische C-Teile gelten, müssen sie A-Funktionen übernehmen. So sollen sie möglichst den ewigen Zielkonflikt zwischen hervorragender Dichtwirkung, niedrigster Reibung und geringstmöglichem Verschleiß auflösen. Und das bei immer mehr neuen und komplexeren Anwendungen, neuen Materialien und Werkstoffen sowie neuen Geometrien für Bauteile und Dichtungen. Eine Beschichtung mit Gleitlack bringt Elastomerdichtungen allen konkurrierenden Zielen näher. Diese Nachbehandlung und Veredelung eignet sich für Großserien genauso wie für Kleinstmengen ab Losgröße 1.

Wer früher das Handschuhfach im Auto geöffnet hat, kennt es noch: Mit einem Krachen rauscht es samt Inhalt nach unten – gehalten, nur von zwei Bändern. Genauso der Haltegriff am Dachhimmel: Hat man ihn losgelassen, ist er mit einem lauten Klack in die Ruhestellung zurückgeschnappt. Und zu Hause in der Küche oder im Wohnzimmer war es das Gleiche: Schubladen und Schranktüren schließen mit lautem Knall, ungebremst. Mit heutigem Komfortverständnis ist das nicht mehr vereinbar. Kein Auto oder Möbelhersteller würde sich mit solcher Technik auf den Markt wagen. Das Handschuhfach gleitet heute sanft nach unten, der Haltegriff wird gebremst und geräuschlos in die Ursprungsstellung zurückgeführt, Schubladen und Schranktürengleiten behutsam und lautlos in die jeweilige Endposition. Verantwortlich dafür sind Dämpfer, deren Kolben mit leistungsfähigen Dichtungen ausgestattet sind. Und auch eventuelle Geräusche der Dichtungen in Funktion sind heute deutlich niedriger oder sogar vollständig verschwunden. Das ist im Automobil sowie in der Möbelbranche immens wichtig. Gerade im Innenraum der Autos ist es heute immer leiser. Unvorstellbar, dass eine quietschende Dichtung diese Atmosphäre beeinträchtigt. [...]

Heiko Friedrich (OVE Plamatec GmbH)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Bei immer mehr technischen Fragestellungen liefert nicht eine Fügetechnologie die Lösung – sondern die Kombination mehrerer in einem Konzept. Die Batteriemontage für Elektrofahrzeuge ist hierfür ein Beispiel. In einem Innovationszentrum entwickelt und vorgestellt, gibt dieses Konzept auch Impulse für die Lösung anderer Fragestellungen.

Der weltweite Trend zur Elektromobilität verändert die Automobilproduktion derzeit radikal. Der teilweise oder ausschließlich elektrische Antrieb von Fahrzeugen verändert die Konstruktionen schneller als jede andere Innovation der vergangenen Jahrzehnte. In den Antriebssträngen werden zahlreiche unterschiedliche Batterietypen eingesetzt. Sie müssen bestimmte Aufgaben erfüllen und in puncto Langlebigkeit, Leistung und Sicherheit immer weiter verbessert werden. Denn die Batterie wird bei Elektroautos zu einem strukturellen Bestandteil. Sie muss bestimmte, konstruktiv wichtige Funktionen übernehmen und bei einem Unfall Sicherheit bieten. Intelligente Fügetechnologien können Hersteller dabei unterstützen, diese Ziele zu erreichen, und sie können einen produktiven Montageprozess mit einem leistungsfähigen Endprodukt ermöglichen.

Bei dem im unternehmenseigenen Innovationszentrum gezeigten Konzept zur Batteriefertigung sind verschiedene Fügetechniken und Montageprozesse an einer Antriebsbatterie zusammengefasst. Entscheidend bei diesem Konzepte war die Praxisnähe und die Erkenntnis, dass eine Technologie allein nicht die Lösung ist, um Batterien wirtschaftlich und nachhaltig zu montieren: Alle Stationen sind als reale Anwendungen in der Industrie zu finden. [...]

Ralf Hellwig (ZITEC-Brammer)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Bei immer mehr technischen Fragestellungen liefert nicht eine Fügetechnologie die Lösung – sondern die Kombination mehrerer in einem Konzept. Die Batteriemontage für Elektrofahrzeuge ist hierfür ein Beispiel. In einem Innovationszentrum entwickelt und vorgestellt, gibt dieses Konzept auch Impulse für die Lösung anderer Fragestellungen.

Der weltweite Trend zur Elektromobilität verändert die Automobilproduktion derzeit radikal. Der teilweise oder ausschließlich elektrische Antrieb von Fahrzeugen verändert die Konstruktionen schneller als jede andere Innovation der vergangenen Jahrzehnte. In den Antriebssträngen werden zahlreiche unterschiedliche Batterietypen eingesetzt. Sie müssen bestimmte Aufgaben erfüllen und in puncto Langlebigkeit, Leistung und Sicherheit immer weiter verbessert werden. Denn die Batterie wird bei Elektroautos zu einem strukturellen Bestandteil. Sie muss bestimmte, konstruktive wichtige Funktionen übernehmen und bei einem Unfall Sicherheit bieten. Intelligente Fügetechnologien können Hersteller dabei unterstützen, diese Ziele zu erreichen, und sie können einen produktiven Montageprozess mit einem leistungsfähigen Endprodukt ermöglichen.

Bei dem im unternehmenseigenen Innovationszentrum gezeigten Konzept zur Batteriefertigung sind verschiedene Fügetechniken und Montageprozesse an einer Antriebsbatterie zusammengefasst. Entscheidend bei diesem Konzepte war die Praxisnähe und die Erkenntnis, dass eine Technologie allein nicht die Lösung ist, um Batterien wirtschaftlich und nachhaltig zu montieren: Alle Stationen sind als reale Anwendungen in der Industrie zu finden.

Bei einigen wurden zur Verdeutlichung der jeweiligen Kernaussagen Prozessparameter abgewandelt. Zu den Montageschritten zählen u.a.:

• die Verklebung der einzelnen Batteriezellen – den Herzstücken des Batteriepacks – zu Zellstapeln,

• die Fertigung der Zellmodule unter Einsatz des Stanznietens,

• das Auftragen einer Wärmeleitpaste mit speziell konstruierter Dosiertechnik,

• die Modulmontage mit einem Vierfach-Schraubsystem,

• die Abdichtung der Gehäuseabdeckung sowie

• die Montage des Deckels mit Fließlochschrauben.

Diese Fügetechniken zusammen ergeben ein Konzept, das eine effiziente Batteriemontage aus einer Hand erlaubt. [...]

Udo Mößner (Atlas Copco IAS GmbH)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1
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