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Flüssigdichtsysteme

Flüssigdichtsysteme

Hier finden Sie Artikel des DICHTUNGSTECHNIK JAHRBUCH 2019 im Bereich Flüssigdichtsysteme

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Der deutsche Kondensatorhersteller Fischer & Tausche Capacitors (FTCAP) hat mit einem neuen Vergussprozess die Basis für weiteres Wachstum geschaffen. Bei der Produktion von Hochspannungskondensatoren, die auch für medizinische Anwendungen zum Einsatz kommen, sorgt eine leistungsfähige Vakuumanlage für einen blasenfreien Verguss und damit deutliche Produktivitäts- und Qualitätszuwächse.

Von der Fotokamera bis zum Herzschrittmacher, vom Hybrid-Rennauto bis hin zum solarbetriebenen Schiff: Kondensatoren sind aus Industrie und Alltag kaum mehr wegzudenken. In elektrischen Systemen sorgen sie u.a. dafür, dass Spannungsspitzen geglättet und Fehlströme eliminiert werden. Bei Blitzanwendungen – z.B. in Radarfallen oder bei professionellen Blitzgeräten in Fotostudios – dienen Kondensatoren als elektrische Energiespeicher. Nach dem Aufladen auf eine bestimmte Spannung sind sie in der Lage, Verbraucher mit hohem, kurzzeitigem Leistungsbedarf anzutreiben. In Flugzeugen sorgen die passiven Bauteile u.a. für die Energieversorgung der Brems- und der Onboard-Systeme. Auch im Bereich der E-Mobilität kommen Kondensatoren zum Einsatz, hier dienen sie z.B. zur Stromversorgung der Elektromotoren und zur EMV-Reduzierung.

Schutz vor Teilentladungen und Überschlägen
Um die steigende Nachfrage nach seinen Produkten bewältigen zu können, erweiterte der Kondensatorhersteller seine Fertigungsstätten erst kürzlich um eine 600 m2 große Halle. Speziell für die Fertigung von Hochspannungskondensatoren für die Medizintechnik wurde zudem ein neuer Vergussprozess etabliert. [...]

André Tausche (Fischer & Tausche Capacitors FTCAP GmbH), Andreas Arlt (WEVO-CHEMIE GmbH), Sebastian Piller (Scheugenpflug AG)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Mit der angebrochenen Ära Industrie 4.0 steht nicht nur das Internet der Dinge im Vordergrund, sondern auch höchst mögliche Flexibilität in der Fertigung an Stelle konventioneller Massenfertigung. Dabei stehen die Fertigungskonzepte und -methoden bei den Kunststoff und Metall verarbeitenden Zulieferbetrieben der OEM ständig auf dem Prüfstand, effizient zu sein. Mit der Einführung des neu entwickelten Inline-Produktionsverfahrens Mold’n Seal konnte der Automobilzulieferer Weidplas eine effiziente Fertigung bei hoher Stückzahl auf kleinstem Raum realisieren.

Zielvorgabe war, unterschiedliche Fertigungsschritte in einer Inline-Fertigung zu integrieren, ohne den Produktionsprozess unterbrechen zu müssen und Spritzgussteile zwischenzulagern. Zusätzliche wurde gefordert die Teile, die im Autoinnenraum verbaut werden, mit einer emissionsarmen Schaumdichtung abzudichten. Vor diesem Hintergrund beauftragte der Automobilzulieferer einen Spritzgussmaschinenhersteller sowie einen Systemlieferant und Prozessspezialist für das Dichtungsschäumen, Kleben und Vergießen von Industriebauteilen. Es galt bei diesem Projekt die Prozesseffizienz der gesamten Teileproduktion zu maximieren, Ausschuss zu minimieren und damit Produktionskosten zu senken. Ein Weg dahin konnte durch die Prozessintegration verschiedener Fertigungsschritte in einer Produktionszelle – dem Spritzgießen der Teile und dem Abdichten unmittelbar im Anschluss – erreicht werden.

Beide Zulieferunternehmen haben bei der Projektumsetzung eng zusammengearbeitet. Der Spritzgussmaschinenhersteller lieferte die Spritzgussanlage und das Entnahmegerät sowie den Sechs-Achs-Roboter. Eine Kühl- und Aushärtestrecke sowie ein Förderband übernehmen die Transportaufgaben in der Anlage. [...]

Florian Kampf (Sonderhoff Holding GmbH)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Industrielle Produktionsprozesse stellen häufig sehr unterschiedliche Anforderungen an Material und Dosieranlage. Bei Gütern, die in großen Stückzahlen hergestellt werden, steht die Produktivität mit präziser Applikation und Reproduzierbarkeit im Vordergrund. Darüber hinaus sollen aber häufi verschiedene Bauteile unterschiedlichster Geometrien und Dichtungsanforderungen auf derselben Anlage produziert werden. Stillstandszeiten durch Umrüsten der Anlage sollen dabei selbstverständlich möglichst gering gehalten werden. Ein 1K-PUR-Dichtungskonzept aus Schaumdosieranlage und dem entsprechenden Material zeigt einen Lösungsansatz auf.

Innerhalb der Verfahren zum In-situ-Auftrag flüssiger, geschäumter Dichtungen (FIPFG=Formed In-Place Foam Gaskets) nimmt die 1K-PUR-Technologie eine Sonderstellung ein. Hier wird das Dichtungsmaterial (Bild 1) in einem ersten Schritt mithilfe einer Schäumanlage physikalisch geschäumt und als formstabile Dichtraupe appliziert. Die Aushärtung der reaktiven Masse erfolgt im darauffolgenden Schritt per Wärmeeintrag in einem Ofen innerhalb weniger Minuten. Durch diese Trennung von Schaumgenerierung und Aushärtung ergeben sich einige Vorteile gegenüber klassischen mehrkomponentigen Dichtungssystemen:

- feinporiger Schaum mit einer überwiegend geschlossenzelligen Struktur

- ohne Präzision selbst bei kleinen Dimensionen ohne Nut (< 1,5 mm)

- 3D-Applikation möglich

- klebfrei direkt nach dem Ofen

- Verbau nach Abkühlung des Bauteils möglich

- unterschiedliche Raupendimensionen in einer Anwendung realisierbar

- schnelle Abänderung der Materialeigenschaften durch Variation des Luftanteils

- hohe Prozesssicherheit und Auslastung des Equipments (> 95 %)

- kein Spülen oder Wechseln des Dosierkopfs bei Applikationspausen

- kein Anfall von Sondermüll [...]

Dr. Andreas Brück, Dr. Frank Kukla (CeraCon GmbH)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

E-Mobility ist nicht nur ein gesellschaftliches Thema, sondern auch eine technische Herausforderung, bei der sich das Dosieren von Dichtungen, Klebstoffen, Wärmeleitpasten, Elektrolytlösungen etc. immer mehr zu einer Schlüsseltechnologie entwickelt. Dies führt u.a. dazu, dass heute neue Lösungen auf Basis einer bewährten Technologie entwickelt werden.

Mobilität gehört zu den alltäglichen Annehmlichkeiten. Die Unterstützung des Menschen durch Fahrzeuge und motorisierte Transportmittel bedeutet persönliche Unabhängigkeit, Zeitersparnis, rationelle Arbeitsteilung, optimale Versorgung mit Nahrungsmitteln und Gütern aus aller Welt, Reisen uvm. Plötzlich auftretende Einschränkungen, wie z.B. durch ein defektes Auto, werden mindestens als sehr hinderlich und unangenehm empfunden, teilweise führen sie sogar zu finanziellen Verlusten bei gewerblicher Nutzung.

Neue Industrien mit neuen Herausforderungen
Die wesentliche Frage nach einer nachhaltigen Energieversorgung ist spätestens seit der Jahrtausendwende in aller Munde. Die endliche Verfügbarkeit von fossilen Brennstoffen führt zu umfangreichen Studien und Forschungsprojekten nach Alternativen. Daraus entstand die Planung eines nachhaltigen und klimaschonenden Verkehrssystems auf Basis der besten „alltagstauglichen“ und wirtschaftlich realisierbaren Ergebnisse. Elektrische Bahnen, Elektroautos, -motorroller, -motorräder, -dreiräder, batteriebetriebene Busse, Elektrolastkraftwagen und -fahrräder sind nur einige wenigeBeispiele der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten elektrischer Antriebe. Vielen gemeinsam ist die Verwendung von Batteriepacks zur Vorratsspeicherung der notwendigen Elektrizität. Neueren Marktanalysen zufolge soll bereits 2025 jeder zehnte Neuwagen ein E-Auto sein und die Neuproduktion von Autos mit Verbrennungsmotoren soll in den Folgejahren sogar vollständig eingestellt werden [1]. [...]

Anita Krägeloh (ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1
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