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Branchenfokus

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Hier lesen Sie Fachartikel aus dem Fachmagazin DICHT! 3.2019 >> Bereich Branchenfokus

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Die technische Sauberkeit ist in der Automobilindustrie unabdingbar. Downsizing, Umweltanforderungen und Gesetzesvorgaben führen zur Entwicklung immer leistungsfähigerer und effizienterer Komponenten. Die Empfindlichkeit gegenüber Schmutzrückständen steigt dadurch weiter an. Zur Erfüllung der Sauberkeitsanforderungen müssen zumeist Reinigungsprozesse eingeführt werden – mit entsprechenden Folgen. Produkteigenschaften werden vor allem bei elastomeren Dichtungen durch Reinigungsprozesse verändert, wodurch das Handling erschwert wird und die Kosten ungeplant ansteigen.

Die Anforderungen im Automobilbau steigen seit Jahren. Umweltauflagen und Gesetzesvorgaben erfordern immer wieder höhere Leistungen von Ingenieuren. Die Komponenten werden kleiner, Materialien müssen geändert werden. Als Folge steigt die Empfindlichkeit der Komponenten wie Dichtungen gegenüber Verschmutzungen. Partikel-Verunreinigungen können dabei zu unterschiedlichen Schadensbildern führen. So z.B. zu verstopften Ventilen, Riefenbildung, beschädigten Lagerungen bis hin zu verkürzter Lebensdauer der Bauteile. Zunehmend werden daher viele der verwendeten Bauteile mit entsprechenden Sauberkeitsanforderungen belegt. Oft ist dadurch mit steigenden Kosten zu rechnen, die sich vor allem bei C-Teilen empfindlich bemerkbar machen können. [...]

Simone Frick (seals’n’finishing)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Das prozesssichere Dosieren von Dicht- und Klebstoffen wird immer wichtiger und die Anforderungen der Automobilindustrie ändern sich kontinuierlich. Dabei werden z.B. aus Dosieranlagen komplexe und interdisziplinäre Technologie- und Automatisierungskonzepte, beschreiben Nikolaus Theato, Geschäftsführer, und Olaf Letzner, Vertriebs- und Projektleiter der DoBoTech AG, die Entwicklung und erläutern im Gespräch die Schlüsse, die sie daraus für das Unternehmen ziehen.

Was bedeutet es in der Praxis, wenn aus Dosieranlagen Automatisierungskonzepte werden?

Letzner: Für uns bedeutet das zunächst, dass wir frühzeitig in die Konzepterarbeitung eingebunden werden – z.B. in Form von Workshops mit den Entwicklungs- und Planungsabteilungen, die in einen bilateralen Lernprozess münden. Diese Entwicklung bedingt natürlich auch intern entsprechend angepasste Planungs-, Konstruktions- & Projektierungsvorgehensweisen. Dabei ändert sich auch die Sichtweise auf Projekte, denn es geht weniger um Einzelkomponenten und -prozesse, sondern vielmehr um ihre interdisziplinäre und intelligente Kombination. Organisatorisch gehört für uns auch intern der Transfer und das Management des neugewonnenen Know-how dazu, was wir inzwischen durch eine selbstentwickelte Intranet-Lösung gelöst haben. Fertigungstechnisch reagieren wir mit dem Ausbau unserer Fertigungstiefe, um schnell und flexibel auf Markt- und Kundenanforderungen reagieren zu können. [...]

Olaf Letzner, Nikolaus Theato (DoBoTech AG)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Von der Qualität von Kleb- und Dichtstoffraupen können Funktion und Sicherheit von Fahrzeugen abhängen. Mit 3D-Inline-Inspektionssystemen kann man diese wirtschaftlich und sicher überprüfen.

Im Karosserie- und Chassisbereich gewinnt Aluminium an Bedeutung, da die Hersteller die Kraftstoffeffizienz ihrer Fahrzeuge verbessern wollen, ohne dass die Integrität oder Leistung des Fahrzeugs zu sehr beeinträchtigt wird. Dünnwandige Aluminiumbauteile sind aber nur schwer zu schweißen, ganz zu schweigen von der Verbindung zweier unterschiedlicher Materialien wie Aluminium und Stahl. Deshalb nimmt der Anteil von strukturellen Klebverbindungen als Fügetechnik in der Automobilbranche stetig zu. Und dabei gilt es sicherzustellen, dass die richtige Menge Strukturkleber an den richtigen Stellen aufgetragen wird, denn das ist entscheidend für die Steifigkeit der Fahrzeugkarosserie.

In der Antriebsstrang- und Fahrzeug-Endmontage wird eine beträchtliche Menge an In-situ Flüssigdichtungen – Formed-In-Place-Gaskets (FIPG) – aufgebracht, um die gewünschte Dichtungsleistung sicherzustellen. Weder „zu viel“ noch „zu wenig“ ist hier akzeptabel. Moderne Dosieranlagen sind typischerweise mit Durchfluss- oder Dosiermessgeräten ausgestattet, um das Gesamtvolumen des aufgetragenen Materials zu messen. Diese Methode sagt jedoch nichts darüber aus, wieviel Material wo genau aufgebracht wird. Und angesichts der Dynamik des Dosierprozesses, ausgelöst durch Viskositäts- und Temperaturschwankungen, ggf. durch Blasen, die durch den Fasswechsel eingebracht werden, usw. ist eine direktere Inline-Inspektionstechnologie für die Kleb- und Dichtstoffdosierung erforderlich. [...]

Christian Schauer (Coherix Europe GmbH)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1
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