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Dichtungstechnik allgemein

Dichtungstechnik allgemein

Hier lesen Sie Fachartikel aus dem Fachmagazin DICHT! 1.2017 >> Bereich Dichtungstechnik allgemein

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Seit einigen Jahren nimmt das Rapid Prototyping an Fahrt auf. Die unterschiedlichsten Industriezweige und Branchen haben die Vorteile des Verfahrens schätzen gelernt, wobei auch die Vorteile der 3D-Verfahrenstechniken immer mehr genutzt werden. Heute ist das Rapid Prototyping aus der frühen Konstruktionsphase nicht mehr wegzudenken. Denn 3D-Produkte sind schnelle und kostengünstige Problemlöser.

Der Faktor „Zeit“ ist in der industriellen Entwicklung ein enormer Kostenbeschleuniger. Und die gängige Just-in-time-Fertigung fordert ihren Tribut schon in der Konstruktionsphase. Die zeit- und kostensparende Prototypenerstellung ist heute ein wichtiger Baustein in der wirtschaftlichen Serienfertigung. Die Industrie greift dabei gerne auf Dienstleister zurück, die hier unterstützen und lösungsorientiert arbeiten – und sich mit den verschiedenen Verfahren für das Rapid Protoyping auskennen. Der jeweilige Einsatz orientiert sich letztendlich an den Materialien, den Produktanforderungen und den Zielvorgaben. [...]

Timo Eibelshauser (Kremer GmbH)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Dichtungen werden aus den verschiedensten Gründen in der Praxis geschädigt. Neben dem Erkennen der Schadensursache werden dann mögliche Abhilfemaßnahmen wichtig – für die Instandhaltung, aber auch bei der Erstausrüstung von Anlagen mit Dichtungen.

Seit über 150 Jahren ist bekannt, dass Naturkautschuke durch Ozon aus der Umgebungsluft stark geschädigt werden können, ebenso sind auch einige Synthesekautschuke von diesem Phänomen betroffen. Trotz dieses Wissens sind allerdings durch Ozon geschädigte Dichtungen in der Praxis noch oft anzutreffen. Diese Schädigung tritt besonders dann auf, wenn Dichtungen unter Spannung stehen. Anfällig für Ozonrissbildung sind fast alle ungesättigten, also Dien-Kautschuke (z.B. NBR, SBR, NR, BR,…), die in der Hauptkette Doppelbindungen aufweisen. Diese Doppelbindung – erkennbar am „R“ in der Kurzbezeichnung – können durch das Ozon angegriffen werden. Eine Ausnahme ist ein vollhydrierter HNBR, der eine relativ gute Beständigkeit gegen Ozonrisse aufweist. M-, Q- und O-Kautschuke (wie z.B. FPM, VMQ, ECO) gelten dagegen als gut bis sehr gut ozonbeständig. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Blobner und Dipl.-Ing. Bernhard Richter (O-Ring Prüflabor Richter GmbH)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1

Viele, den zentralen Trends geschuldeten, Dichtungsentwicklungen führen zu Lösungen, die zunächst nur für OEM interessant scheinen. Das ist nicht ganz richtig, denn der Blick über den Tellerrand eröffnet auch Instandhaltern neue Potenziale, die gestiegenen Anforderungen an Kostenminimierung, Anlagenverfügbarkeit, Umweltschutz zu erfüllen.

Aus dem Blickwinkel der Instandhaltung betrachtet, ist die Dichtung oft noch ein klassisches C-Teil, das meistens einfach ersetzt wird. Aktuelle Trends und Entwicklungen fließen hier seltener in die Auswahl oder die Überprüfung von Alternativen ein. Allerdings ist die Dichtung für viele Anwendungen ein limitierendes Maschinenelement und ihre Leistungswerte haben großen Einfluss auf Anlagenverfügbarkeit, Sicherheit, Einhaltung von Richtlinien und damit letztendlich auf die Gesamtkosten. Hier stellt sich die Frage, warum neue Dichtungslösungen, die heute meist auf einer Kombination von Werkstoff-, Design-Know-how und Applikations-Know-how basieren und im Kontext zu aktuellen Trends entstehen, nur für die Erstausrüstung interessant sein sollen. So bietet z.B. das Condition Monitoring im Kontext mit dem Industrie 4.0-Trend auch für die Instandhaltung Perspektiven. Und es gibt noch weitere Ansätze, die bekannte dichtungsrelevante Limitierungen auch für die Instandhaltung verschieben oder aufheben. [...]

Dr.-Ing. Mandy Wilke (Trelleborg Sealing Solutions Germany GmbH)
ISGATEC: Media - Fachartikel 1
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