Klebetechnik & Flüssigdichtsysteme

Seminar DIN 2304 - Anforderungen und deren Umsetzung in die Praxis

Das Kleben ist ein spezieller Prozess, dessen Ergebnis nicht in vollem Umfang zerstörungsfrei geprüft werden kann. Für einen reproduzierbaren Klebprozess gilt es, eine Strategie der Fehlerprophylaxe zu entwickeln und zu verfolgen. Dafür ist das Kleben im Qualitätsmanagement-System technologiegerecht und effektiv zu verankern, beziehungsweise ein eigenständiges System zum Kleben zu etablieren. Die im März 2016 in Kraft getretene DIN 2304 legt den verbindlichen Stand der Technik  für die  fachgerechte Umsetzung klebtechnischer Prozesse fest. Diese neue Norm gilt für alle Klebungen mit der Hauptfunktion der Übertragung mechanischer Lasten, lässt sich aber ebenso für Klebungen einsetzen, deren Hauptfunktion das Dichten ist. Sie ist auf alle Industrien anwendbar.

DIN 2304 - Anforderungen und deren Umsetzung in die Praxis

© Till Odilo Kegel

Seminarinhalte

Auf die Betriebe, die Klebtechnik einsetzen, kommen mit der DIN 2304 neue Herausforderungen zu. Dies beginnt damit, dass alle Klebverbindungen in Sicherheitsklassen eingestuft werden müssen, da diese die Qualitätsanforderungen für den gesamten Klebprozess vorgeben. Die Sicherheitsklassen sind abhängig von dem Risiko, das vom Ausfall der Klebverbindung ausgeht. In der Klasse S1 “hohe Sicherheitsanforderungen“ ist der Aufwand zur Qualitätssicherung am höchsten. Wird die Klebung in die Klasse S4 „keine Sicherheitsanforderungen“ eingeteilt, sind dagegen keine speziellen Maßnahmen notwendig. 

Sind im Betrieb Klebungen mit den Sicherheitsklassen S1 bis S3 vorhanden, liegt die Herausforderung darin, ein auf den Betrieb und das verwendete Qualitätsmanagement-System  passendes Konzept zu entwickeln, um die klebtechnisch relevanten Punkte abzusichern. Dies beginnt mit der Planung der zu verwendenden Materialien bis hin zur potenziellen Reparatur des Produktes.

 

Seminarinhalte

Auf die Betriebe, die Klebtechnik einsetzen, kommen mit der DIN 2304 neue Herausforderungen zu. Dies beginnt damit, dass alle Klebverbindungen in Sicherheitsklassen eingestuft werden müssen, da diese die Qualitätsanforderungen für den gesamten Klebprozess vorgeben. Die Sicherheitsklassen sind abhängig von dem Risiko, das vom Ausfall der Klebverbindung ausgeht. In der Klasse S1 “hohe Sicherheitsanforderungen“ ist der Aufwand zur Qualitätssicherung am höchsten. Wird die Klebung in die Klasse S4 „keine Sicherheitsanforderungen“ eingeteilt, sind dagegen keine speziellen Maßnahmen notwendig. 

Sind im Betrieb Klebungen mit den Sicherheitsklassen S1 bis S3 vorhanden, liegt die Herausforderung darin, ein auf den Betrieb und das verwendete Qualitätsmanagement-System passendes Konzept zu entwickeln, um die klebtechnisch relevanten Punkte abzusichern. Dies beginnt mit der Auswahl des entsprechenden klebtechnischen Personals, geht über die Prozessplanung bis hin zur potenziellen Reparatur des Produktes.

  • Vorstellung der Kernelemente der Norm mit Klassifizierung,  
  • Besprechung der Einstufung in Sicherheitsklassen anhand von Beispielen*
  • Vorgehensweise bei der Nachweisführung, dass die Beanspruchung der Klebung immer geringer ist, als deren Beanspruchbarkeit
  • Einsatz und Ausbildung von klebtechnischem Personal anhand der DIN SPEC 2305-3
  • Organisatorische Einbindung der Klebaufsicht
  • Maßnahmen zur Umsetzung der DIN 2304 in der Praxis

*) Die Teilnehmer dürfen gerne auch eigene Beispiele aus der Praxis mitbringen, die – je nach Möglichkeit – im Vortrag behandelt werden können.

 

Ziel des Seminars

Die Teilnehmer haben am Ende des Seminares einen Überblick über die wichtigsten Inhalte der Norm. Sie können Ideen dazu entwickeln, wie sie die Anforderungen der Norm in ihrem Betrieb erfüllen können. Sie kennen die Achtungspunkte für den Bereich Einkauf/Verkauf, Entwicklung, Fertigung, Reparatur und Qualitätsmanagement sowie die Bestimmungen zur Implementierung einer Klebaufsicht.

 

Teilnehmerkreis

Mitarbeitende aus Konstruktion, Entwicklung, Produktionsplanung, Handel, Einkauf, Qualitätswesen und Vertrieb.

 

Weitere Seminare aus dem Themengebiet

Bitte beachten Sie auch die Seminare an den beiden Vortagen, welche das Qualitätsmanagement mit den Grundlagen der Klebtechnik und die Klebstoffauswahl abrunden. Alle drei Seminare stehen aber auch für sich selbst – es ist keine Voraussetzung, die anderen Seminare zu besuchen.

Sie können die Seminare aus dieser Reihe mit unserem Referenten Herrn Till Odilo Kegel einzeln buchen oder auch 2- oder 3-tägig. Je "mehr" Sie buchen, desto "mehr" sparen Sie.

Teilnahme 1 Seminar € 650,00 zzgl. MwSt.

Teilnahme 2 Seminare € 1.100,00 zzgl. MwSt.

Teilnahme 3 Seminare € 1.650,00 zzgl. MwSt.

Diese Preise gelten ausschließlich bei gleichzeitiger Buchung der Seminarthemen bzw. -terminen.

Referent

Till Odilo Kegel
Till Odilo Kegel

Klebfachingenieur nach DVS®/EWF Richtlinie 3309 (EAE – European Adhesive Engineer)

Kleblösungen für die Industrie

  • Anwendungsberatung, Prozessoptimierung, Prozessautomation
  • Laborseitige Haltbarkeitsabschätzung
  • Mobiles Labor in Ihrer Kleblinie
  • Schulungen rund um die Klebtechnik
  • Klebaufsichtsperson zur DIN 6701 und DIN 2304
  • Mitarbeit im Normenausschuss für klebrelevante Normen
  • Qualitätsmanagement auch im Rahmen der DIN 2304 und weiteren Regelwerken
     (z. B. auch FMEA-Moderation kombiniert mit Fachwissen)

Ihr Kontakt

Sefanie Wüst

Stefanie Wüst
Projektmanagement AKADEMIE

Tel.: +49 (0)621 7176888-2
E-Mail: swuest@isgatec.com

Seminarnummer KLF 07

Termine

Für die Online-Anmeldung wählen Sie bitte einen Termin:

» 07.11.2019
» 13.02.2020
» 05.11.2020

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Teilnahmegebühr
€ 650,00 (zzgl. MwSt.)
Referent
Till Odilo Kegel
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