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Dossiers - Branchendossier Prozesstechnik (Chemie, Lebensmittelindustrie, Pharma)

Die Prozess-Industrie stellt zwar – je nach Teilsegment – ganz unterschiedliche Anforderungen an Lösungen aus dem Bereich Dichten. Kleben. Polymer., dennoch lohnt sich gerade hier der Blick über den Tellerrand. In diesem Dossier sammeln wir deshalb interessante Konzepte, Projekte, Produkte und Dienstleistungen und bieten damit eine fokussierte Plattform für alle Konstrukteure, Einkäufer, Qualitätsmanager und Instandhalter, die sich vertieft mit dieser Branche auseinandersetzen wollen.

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News

22.02.2018

Zum 1. Januar 2018 ist ViscoTec mit dem Geschäftsbereich Food & Cosmetics dem FERA-Verein beigetreten. Mit dieser Mitgliedschaft erhofft sich das Unternehmen Synergieeffekte und den Erfahrungsaustausch mit anderen Vereinsmitgliedern.

Der Verein FERA (Forschungs- und Entwicklungsverein für Robotik- und Automationslösungen e.V.) bringt das Know-how von Spezialisten und Marktführern aus dem Bereich der Automation und des Maschinenbaus zusammen. Ziel des Zusammenschlusses ist es, durch modulare Automatisierungslösungen Innovationen in bereits bestehende Anlagen zu integrieren. Durch den gezielten Zugriff auf Fachwissen in der gesamten Wertschöpfungskette können Markttrends in konkrete Lösungskonzepte überführt werden und innovativ handelnde Unternehmen im Bereich Industrie 4.0 eine Vorreiterrolle einnehmen. ViscoTec bietet den Kunden durch die Zusammenarbeit mit den im Packaging- und Foodbereich tätigen Unternehmen individuelle Lösungen. Die Bündelung der jeweiligen Kernkompetenzen in einem Projekt, einer Maschine oder einer Anlage ermöglicht die Umsetzung der perfekten Lösung mit den besten Komponenten. Mit seinem jahrelangem Know-how und seiner Expertise vertritt ViscoTec bei FERA den Bereich Dosier- und Abfülltechnik. Mit dem Endloskolben-Prinzip, auf dem die Technologie von ViscoTec basiert, können selbst komplizierte Anwendungen mit hochviskosen, feststoffbeladenen und schersensitiven Materialien im Rahmen einer Gesamtanlage umgesetzt werden. Ein weiterer Vorteil, den die FERA-Mitgliedschaft für ViscoTec bietet, ist die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und wissenschaftlichen Instituten. Dieser Aspekt ist ein wichtiger Ansatz, um im Lebensmittelbereich Verbesserungen und Prozesse rund um das Dosieren und Abfüllen im Zusammenspiel mit Robotik und Automation zu generieren. 

ViscoTec Pumpen- und Dosiertechnik GmbH, Fera. (Donnerstag, 22. Februar 2018)
14.11.2017

Auf der Compamed 2017 zeigt Trelleborg Sealing Solutions ein neuartiges Beschichtungsverfahren, mit dem sich Elastomere bis auf wenige Hundert Nanometer dünn beschichten lassen, um den Reibungskoeffizient von Elastomeren zu senken und deren Gleiteigenschaften zu verbessern.

Dies vereinfacht die Montage von Dichtungssystemen und steigert die Qualität und Lebensdauer medizintechnischer Geräte. Über die nanoskalige Beschichtung senkt Trelleborg die bisherige Schichtdicke um den Faktor 10 – 50 gegenüber herkömmlichen Beschichtungssystemen. Da das neue Verfahren eine sehr hohe Stabilität aufweist, ist es resistent gegen die Sterilisation mit Gammastrahlen, Ethylenoxid oder Heißdampf. Dies prädestiniert die Beschichtung für den Einsatz in medizinischen und pharmazeutischen Anwendungen. So können klassische O-Ringe und komplexe Formteile hauchdünn im nanoskaligen Bereich überzogen werden. Die ursprünglichen Eigenschaften der Elastomere werden dadurch nur unwesentlich verändert und die Dichtungssysteme haben eine höhere Lebensdauer, da sich der Abrieb bei Dynamik reduziert.

Das Verfahren eignet sich insbesondere für Dichtungslösungen, die in den Bereichen Healthcare, Medizintechnik, Pharmaindustrie oder Life Sciences zum Einsatz kommen. Denn die Beschichtung ist stabil gegenüber der Sterilisation mit Gammastrahlen, Ethylenoxid oder Heißdampf, die u.a. bei Mehrfachverwendungen von medizinischen Gerätschaften, Fermentern oder Spritzen unabdingbar ist. Zudem erfüllt man mit dem Beschichtungsverfahren die Vorgaben für medizinische, biotechnologische und pharmazeutische Anwendungen, wie sie von Behörden wie der US-amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) oder europäischen Standards wie der DIN EN ISO 10993 für die mikrobiologische Beurteilung von Medizinprodukten vorgeschrieben sind.

Bei Elastomeren wird über die Beschichtung vor allem der Reibungskoeffizient verringert, was auch zu einer stärkeren Vereinzelung der Dichtungen führt. In Reinform neigen Elastomere zum Anhaften, entweder aneinander während der automatischen Montage oder an Gegenlaufflächen im dynamischen Einsatz. Letzteres verursacht den bekannten Stick-Slip-Effekt, der in vielen Anwendungen zu Problemen führt. Beschichtet lassen sich O-Ringe oder komplexe Formteile aufgrund der besseren Vereinzelung einfacher und sicherer in vorgesehene Nuten verbauen. Dies minimiert Zuführungsprobleme während der automatischen Montage und senkt die Wahrscheinlichkeit von Produktionsausfällen. Nach dem Einbau des O-Rings in die Nut werden die abzudichtenden Teile zusammengebaut. Dabei wird der O-Ring in seinem Querschnitt verpresst und dadurch die Dichtfunktion herbeigeführt. Mittels der reibungsmindernden Beschichtung können die Bauteile leichtgängig und beschädigungsfrei zusammengebaut werden, sodass der gesamte Montageprozess einfach und sicher gestaltet ist.

Die Beschichtung wird über ein neu entwickeltes Dünnschichtverfahren appliziert. Die stark ausgeprägte Anhaftung an das Grundsubstrat führt dazu, dass die elastischen Eigenschaften der Polymere besser erhalten bleiben. Mikrofeine Risse in der Beschichtung, die durch Spannen und Dehnen der Dichtung bei der Montage entstehen können, schließen sich wieder vollständig und beeinflussen die Funktionalität der Beschichtung in keiner Weise. Dadurch lässt sich eine deutlich längere Haltbarkeit für Dichtungssysteme erzielen und somit auch für das medizintechnische Gerät.

 
Dank der guten Substratanhaftung eignet sich die Beschichtung für viele Arten von Elastomeren und thermoplastischen Systemen, darunter auch für Silikone wie LSR (Liquid Silicone Rubber), Elastomerwerkstoffe wie EPDM (Ethylene Propylene Diene Monomer Rubber) oder thermoplastisches Polyurethan (TPU). Zudem ist die nanoskalige Beschichtung so dünn, dass sie eine hohe Transparenz besitzt und die ursprüngliche Farbe des Elastomers nicht abgedeckt wird. Die Farbe von Dichtungen kann bei der Montage eine zentrale Rolle spielen: Elastomere von O-Ringen sind meist schwarz, werden aber oft eingefärbt, um Unterschiede in Zusammensetzung, Durchmesser oder Stärke der O-Ringe optisch anzuzeigen. Mit der neuartigen Beschichtung bleibt diese Farbkennung auch nach der Beschichtung erhalten

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