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Dossiers - Branchendossier Maschinen- und Anlagenbau

Der Maschinen- und Anlagenbau hat schon immer hohe Anforderungen an Lösungen aus dem Bereich Dichten. Kleben. Polymer. gestellt. In diesem Dossier sammeln wir deshalb interessante Konzepte, Projekte, Produkte und Dienstleistungen und bieten damit eine fokussierte Plattform für alle Konstrukteure, Einkäufer, Qualitätsmanager und Instandhalter, die sich vertieft mit dieser Branche auseinandersetzen wollen.

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News

05.10.2017

In den letzten 85 Jahren haben sich die (Radial-)Wellendichtringe von Freudenberg zum Hightech-Produkt für Schlüsselfunktionen, die  weit über das bloße Abdichten einer Welle gegenüber ihrem Gehäuse hinausgehen, entwickelt.

Klein, unscheinbar und vermeintlich unspektakulär – häufig sind es genau diese Entwicklungen, die zu bahnbrechenden Neuerungen in der Welt der Technik führen. Mit der Idee, aus Lederresten Dichtungsmanschetten herzustellen, fällt der Startschuss zu einer der wichtigsten Entwicklungen der Dichtungstechnik: dem Simmerring. Angefangen hat alles in der Weltwirtschaftskrise 1929, die die deutsche Lederwirtschaft, und damit auch die 1849 gegründete Gerberei Freudenberg, in Bedrängnis bringt. Um die Risiken in Zukunft besser zu verteilen, leitet man die Diversifizierung des Unternehmens ein. Das Muster einer Ledermanschette aus den USA dient als Inspiration, um den Ingenieur Walther Simmer und sein Team mit der Entwicklung einer Maschine zu betrauen, mit der sich aus Lederresten Manschettendichtungen herstellen lassen. Danach wird der Simmerring kontinuierlich weiterentwickelt. 1953 ist die Produktion beim 100-millionsten Simmerring angelangt. Mit einer Manschette aus PTFE ausgestattet, chemisch resistent und in einem Temperaturbereich von -40°C bis 260°C einsetzbar, erobert diese Dichtung 1980 die Verbrennungsmotoren in Europa und Amerika. Der nächste große Schritt in der Entwicklung bringt zusätzliche Leistungsmerkmale fernab der eigentlichen Dichtungsfunktion: 1997 entwickelt man den Simmerring mit Multipol-Encoder. In Zusammenspiel mit Sensoren gibt er Auskunft über seine Lage, aus der sich präzise Informationen über Drehzahl und Drehwinkel gewinnen lassen – Werte, die für viele moderne Assistenzsysteme, aber auch für das Motormanagement von Bedeutung sind. Der Simmerring mit Condition-Monitoring-Funktion informiert über seinen eigenen Zustand und macht so ein rein planungsmäßiges Austauschen der Dichtung unnötig. Für Funktionssicherheit in Hybrid- und Elektrofahrzeugen sorgt der Simmerring mit leitfähigem Vlies: Er verhindert den gefährlichen Aufbau eines elektrischen Potenzials zwischen Gehäuse und Welle. Auch im Allerkleinsten zeigt sich der Simmerring leistungsfähig: 2010 ist es gelungen, den bis dato kleinsten Elastomer-Simmerring zu entwickeln und herzustellen. In Mikropumpen, -antrieben oder -aktuatoren dichtet er Wellen mit nur einem Millimeter Durchmesser zuverlässig ab. Er ist unempfindlich gegenüber geometrischen Toleranzen und arbeitet problemlos bei mehr als 10.000 min-1 .

Freudenberg Sealing Technologies, Simmerring.
21.07.2017

Für solche Anwendungen, die aber dennoch eine hohe Belastbarkeit bieten müssen, hat Kastas die K79 Führungselemente entwickelt. Neben einem breit gefächerten Einsatzbereich in pneumatischen Anwendungen kann das Element ebenso sicher in zahlreichen Hydraulikanwendungen verwendet werden.

Der mit Polyesterharz verstärkte Hartgewebekörper wird zur Selbstschmierung und Reibungsverringerung mit Grafit gefüllt. Die wichtigsten Eigenschaften der Führungsringe, die in einem Temperaturbereich von -40° C bis 120° C eingesetzt werden können, sind - neben der Reibungsminimierung und hohen Belastbarkeit - ihre chemische Beständigkeit  und Kompatibilität mit pneumatischen- und hydraulischen Anwendungen.

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