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Dossiers - Branchendossier Elektronik / Elektrotechnik

Ohne Elektronik und Elektrotechnik funktioniert heute wenig und Lösungen aus dem Bereich Dichten. Kleben. Polymer. tragen erheblich zur sicheren Performance von Systemen und Bauteilen bei. In diesem Dossier sammeln wir deshalb interessante Konzepte, Projekte, Produkte und Dienstleistungen und bieten damit eine fokussierte Plattform für alle Konstrukteure, Einkäufer, Qualitätsmanager und Instandhalter, die sich vertieft mit dieser Branche auseinandersetzen wollen.

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News

01.12.2017

Klebstoffe sind für die RFID-Technik praktisch unersetzlich, denn sie fixieren und kontaktieren die winzigen Chips auf die Antenne. Dementsprechend groß ist - nach Aussage des Industrieverbands Klebstoffe e.V. - ihr Anforderungsprofil.

Nach Dampfmaschine, Fließband und Computer kommt nun  Industrie 4.0 – und RFIDs haben sie eingeläutet. Die miniaturisierten Sender-Empfänger-Systeme sind oft nur wenige Quadratmikrometer groß und lassen sich auf Gegenstände aller Art kleben. Durch sie werden Objekte intelligent, können untereinander kommunizieren und ihre eigene Produktion steuern. Komplexe Fertigungsprozesse werden so sicherer, transparenter und effizienter. Weltweit sind schon Milliarden Objekte miteinander vernetzt, Stichwort: „Internet of Things“ (IoT). RFIDs leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Die mobilen Datenträger im Miniatur-Format bestehen aus einer gedruckten Antennenstruktur und einem mikroskopisch kleinen Mikrochip, der auf einer dünnen Klebefolie befestigt ist. Im Chip lassen sich relevante Daten über das Produkt abspeichern. Das können z.B. Fertigungsvorgaben, Seriennummern, Auftragsdetails oder konkrete Bearbeitungsanforderungen sein. Diese Informationen übermittelt die Antenne mithilfe von niederfrequenten Radiowellen an Maschinen in ihrer Nähe. Dank spezieller Lesegeräte können sie die Information abspeichern, auswerten und je nach Bedarf die passenden Fertigungsschritte selbstständig durchführen. Abläufe in der Produktion werden dadurch stark vereinfacht und effizienter. Damit im Chip abgespeicherte Informationen ausgelesen werden können, muss der Klebstoff z.B. die elektrischen Signale zuverlässig weiterleiten. Hinzu kommt, dass moderne RFID-Chips heute oft nur noch wenige Quadratmikrometer klein sind. Die Flächen für Kontaktierung und Fixierung schrumpfen. Deshalb muss der Klebstoff in kleinsten Mengen sehr präzise appliziert werden. Die Produktion von großen Stückzahlen erfordert zudem schnelle Aushärteprozesse. Zum Einsatz kommen anisotrop-leitfähige Klebstoffe (ACA). Sie sind die Lösung für das elektrische Kontaktieren von temperatursensiblen Materialien. Ihre Härtungstemperatur liegt deutlich unter Löttemperaturen. Zudem härten sie innerhalb weniger Sekunden aus. Das garantiert hohe Fertigungsdurchsätze. Zusätzlich können ACAs sehr exakt dosiert werden. Pro Chip reichen in der Regel 0,02 mg Klebstoff aus. Die Applikation erfolgt mit Dispensern, Siebdruck oder im Jetverfahren.

Industrieverband Klebstoffe e.V., RFID.
01.12.2017

Die Vergussmasse DELO-DUOPOX CR8031 für die Automobil- und Leistungselektronik schützt elektronische Komponenten wie Sensoren auch bei hohen Temperaturen und lässt sich einfach verarbeiten.

Das 2K-Epoxidharz zeigt eine gute Haftung auf einer Vielzahl von Kunststoffen wie PA oder ABS. Selbst auf PE, einem günstigen und beständigen, aber wegen seiner geringen Oberflächenenergie schwer zu verklebenden Material, erzielt es nach einer Plasmavorbehandlung eine Druckscherfestigkeit von 20 MPa. Die Vergussmasse ist mit einer Reißdehnung von 5% zähhart und erlaubt dauerhafte Temperaturen von bis zu 180 °C. Auch nach 1.000 h Lagerung bei maximaler Einsatztemperatur oder bei 85 °C und 85% Luftfeuchtigkeit zeigt das Produkt konstante mechanische Eigenschaften. Darüber hinaus ist es widerstandsfähig gegenüber Öl sowie Benzin und damit für Anwendungen im Motorraum geeignet – zum Beispiel für den Verguss von Sensoren und Leiterplatten oder zum Abdichten von Gehäusen. Das Epoxidharz erreicht diese Zuverlässigkeit ohne Füllstoffe und bietet Anwendern so eine Reihe von Vorteilen beim Verarbeiten. Da keine Bestandteile sedimentieren können, ist weder ein Aufrühren noch ein daraus resultierendes Entgasen der Vergussmasse erforderlich, was die Anlagenkonstruktion vereinfacht. Zudem zeigt das niedrigviskose Produkt ein sehr gutes Fließverhalten. Die Vergussmasse wird im Verhältnis 2:1 gemischt. Außer für die vollautomatische Produktion lässt es sich auch für halbautomatisierte Prozesse mit mittleren Stückzahlen einsetzen und mit Dosierpistolen durch statische Mischrohre - quasi einkomponentig - verarbeiten. Das Epoxidharz ist für eine schnelle Produktion optimiert und kann optional in 10 min. bei 80 °C warmgehärtet werden. Ohne zusätzliche Temperatur erreicht es seine Funktionsfestigkeit auch nach 16 h bei Raumtemperatur, was Energie spart und Spannungen im Bauteil minimiert. Das Produkt ist schwarz und lässt sich bei Raumtemperatur lagern.

Delo Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA, DELO-DUOPOX CR8031.

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