Aktuelles / Entwicklungen - Klebetechnik / Flüssigdichtsysteme

13.03.2018
Große Materialmengen effizient verarbeiten

Für Vergussaufgaben mit hohem Materialverbrauch steht eine neue Variante der bewährten Scheugenpflug-Fassrührstation zur Verfügung, die eine direkte Förderung des Vergussmaterials zum Dosierer ohne Zwischenaufbereitung erlaubt. Neben einer deutlich verringerten Stellfläche profitieren Anwender damit von Zeit- und Kosteneinsparungen.

Ob in der Elektronikindustrie, im Automobilbereich oder in der Energietechnik: Anwendungen, bei denen sehr große Mengen an Klebstoff oder Vergussmaterial verarbeitet werden müssen, werden immer häufiger. Dies ist z.B. bei Applikationen im Bereich der E-Mobilität oder bei der Fertigung von Solarumrichtern der Fall. Für solche Vergussaufgaben steht eine Fassrührstation zur Verfügung, mit der sich große Mengen an selbstnivellierenden Medien blasenfrei aufbereiten und fördern lassen. Die neue Variante des bewährten Fördersystems erlaubt – neben einer blasenfreien Aufbereitung von 200 l-Fässern unter Vakuum ­– auch eine direkte Versorgung des Dosierers mit Vergussmedium, ohne dass eine zusätzliche Materialaufbereitung durch das A310-System erforderlich ist. Auch bei der direkten Förderung des Materials zum Dosierer ist ein Verguss unter Vakuum bei bis zu 100 mbar möglich. Damit ist diese Fassrührstation, besonders für einfache Vergussaufgaben mit einem hohen Medienverbrauch, eine wirtschaftliche und prozesssichere Lösung. Die neue Variante des Fördersystems wurde mit einer Exzenterschneckenpumpe ausgestattet, die eine direkte Speisung des Dosierers mit Vergussmaterial ermöglicht. Die Förderleistung liegt bei bis zu 3 l/min pro Komponente. Gleichzeitig erweitert die Exzenterschneckenpumpe das Einsatzspektrum der Anlage: Mit dem neuen Modell können nun auch Medien mit einer Viskosität von bis zu 70.000 mPa∙s prozesssicher verarbeitet werden. Durch die Funktion des Zirkulierens wird einer Sedimentation der enthaltenen Füllstoffe in den Leitungen effektiv vorgebeugt. So steht das verwendete Vergussmedium auch nach Produktionspausen oder längeren Fertigungsunterbrechungen – z.B. am Wochenende – mit der gleichen, hohen Qualität zur Weiterverarbeitung zur Verfügung.  Für die Benutzerfreundlichkeit sorgt die Anlagensteuerung SCP210. Sie vereinfacht Überwachungs-, Wartungs- und Analyseaufgaben und unterstützt den Anlagenbediener bei einem fehlerfreien und schnellen Fertigungsablauf. Ein Video <Link: www.scheugenpflug.de/fassruehrstation> bietet weitere Informationen zur Fassrührstation.

Scheugenpflug AG, Fassrührstation.
12.03.2018
Versagen von Verklebungen richtig einordnen

Klebeverbindungen versagen immer mal wieder und die Analyse ist nicht trivial. Das Buch „Klebstoffe und thixothrope Massen“ erläutert den Zusammenhang der strukturrheologischen Eigenschaften der Gerüstpolymere und den klebtechnisch erfassbaren Größen von Kohäsion, Klebrigkeit und Adhäsion und liefert mit den auf CD beigelegten drei Programmen Ansätze zur Berechnung relevanter Informationen für das Versagen von Verklebungen.

Dieses Buch wurde aus der Praxis für die Praxis geschrieben und es eignet sich aufgrund seines didaktischen Aufbaues gleichermaßen als Lehrbuch zur Einführung von Studenten in die Wissenschaft des Klebens als auch für den Praktiker, der viele Hinweise über die Vorgänge beim Compoundieren von Klebstoffen erhält. Nicht zuletzt kann dieses Buch helfen, beim Versagen von Verklebungen die Ursache zu erkennen und richtig zuzuordnen, denn oftmals liegt der Fehler nicht am Klebstoff.  Zum Inhalt: Ausführlich beschrieben wird, wie Scherprüfungen an Verklebungen mit einfachen und erweiterten Ausschwingversuchen erstellt und ausgewertet werden. Deren Ergebnisse, kombiniert mit den Erweichungspunkten der Klebstoffe, Wärmestandfestigkeiten und Werten von Viskositätsprüfungen führen zu Fließgrenzen, deren Temperaturabhänglgkeit links abbiegende Schmelzdruckkurven sind. Diese Fließgrenzen zeigen nicht die Grenze von einer Flüssigkeit zu einem Festkörper, sondern die Grenze zu einem Gel an, die auch Sol-Gel-Grenze genannt wird. Bei Temperaturerniedrigung kann das Gel in einen brüchigen Festkörper übergehen. Unstetigkeiten in den Schmelzdruckkurven werden als Änderungen in der Bindungsart des Gelgerüstes erkannt. Sowohl am Anfang als auch am Ende der linksabbiegenden Schmelzdruckkurve können Übergänge in senkrecht verlaufende Fest/Flüssig-Begrenzungen erfolgen. Dieses Buch führt schrittweise von einfachen Zeitstandversuchen zu diesen Ergebnissen, wobei bekannte Phänomene wie die Verflüssigung von Klebstoff durch Druck, das Einarbeiten von Füllstoffen in Polymere durch Mastizieren, die bei manchen Verklebungen auftretende Abhängigkeit der Festigkeit von der Dicke der Klebefuge und anderes erklärt werden.  Methodisch wird die zentrale Viskositätsformel abgeleitet und die dadurch erzielte Erweiterung der Ostwaldschen Näherungsgleichung auf eine strukturviskose Flüssigkeit angewendet. Dabei wird aufgezeigt, dass die Steigung der bereinigten Ruheviskosität gegen die Konzentration der Lösung mit der Grenzviskositätszahl identisch ist. Auch die Anwendung der zentralen Viskositätsformel auf thixotrope Klebstoffe wird beschrieben. Eine Berechnung des Randwinkels von Klebstofftropfen befindet sich bei der Ableitung der Klebrigkeit und deren Darstellung als Spannungswert. In ähnlicher Weise wie die mathematische Reduktion der Winkelmaße durch den Einheitskreis werden die Newtonschen Viskositätsdefinitionen in Grundviskositäten überführt, wodurch Kraft/Zeit-Messtupel von Verklebungen ausgewertet werden können und eine Bestimmung der Menge der Verhängungen von Polymeren sowie die Bestimmung der Oberflächenspannung von Klebefugen möglich werden.

Dem Buch liegt eine CD mit drei Programmen bei, womit einerseits für Viskositätsmessungen die fünf thixotropen Konstanten und andererseits für die erweiterten Ausschwingmessungen an praktisch allen Klebstoffen die FIießgrenze‚ die Standfestigkeit, der Verlustwinkel, die Klebrigkeit, die Anzahl der verhängten Polymere und die Gleitebenenspannung berechnet werden können. Mit dem dritten Programm kann der durch Verwirbelungen an Wandungen von langen Rohren hervorgerufene Einfluss auf die Viskosität ermittelt werden. Die Installation der Software und die Vorschriften, in welcher Form die Messdaten vorliegen müssen, werden im letzten Kapitel genau besprochen. Somit kann die Berechnung der genannten Daten mit einem Doppelklick auf die Messdateien erfolgen. 

Klebstoffe und thixothrope Massen, 2. Aufl. mit CD, Gerhard Simon, 2011, 297 S., 53,55 € ISBN: 978-3-00-034578-4.

Simon, Klebstoffe und thixothrope Massen.
12.03.2018
ViscoTec und Airborne kooperieren

Der Dosiertechnikhersteller ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH und Airborne, ein Anbieter von automatisierten und digitalen Fertigungslösungen für Verbundwerkstoffe, wollen im Rahmen der Partnerschaft eine integrierte und automatisierte Lösung zur Befüllung von Wabenstrukturen mit Vergussmassen entwickeln und zur Marktreife bringen.

Mit der Partnerschaft soll der globalen Composite-Herstellungsindustrie eine intelligente und vollautomatische Gesamtlösung mit zahlreichen Vorteilen geboten werden: Das Gewicht des Endprodukts soll geringer werden, Arbeitsaufwand und Materialverbrauch sollen drastisch reduziert werden.  Ein weiterer angestrebter signifikanter Mehrwert: Kosteneinsparung durch höhere Genauigkeit und Wiederholbarkeit des Vergusses, Reduzierung des Materialabfalls und der manuellen Arbeit.

ViscoTec Pumpen- und Dosiertechnik GmbH, Airbone.
26.02.2018
Abdichtung mit Gütesiegel

Das imprägnierte Multifunktions-Fugendichtungsband „Hannoband-3E BG1“ hat das RAL-Gütezeichen Fugendichtungskomponenten und -systeme erhalten und zählt damit zu den Produkten, die besonders strenge Qualitäts- und Sicherheitsbestimmungen erfüllen.

Das vorkomprimierte Band aus Polyurethan-Weichschaum mit Acrylatdispersions-Imprägnierung eignet sich für Anschluss- und Bewegungsfugen zwischen Bauteilen und gewährleistet zuverlässig die luft- und schlagregendichte (nach EN1027 bis 1050 Pa) Abdichtung.
Die integrierten feuchteadaptiven Funktionsmembranen sorgen zusätzlich für optimales Feuchtemanagement: Auf der jeweils feuchteren Seite ist das Band diffusionsdichter als auf der anderen. Der Effekt: Feuchtigkeit wird aus der Fuge heraustransportiert – so bleibt die Fuge ganzjährig trocken. Im Test überzeugte das Fugendichtband zudem mit dauerhafter Witterungsbeständigkeit, wetterunabhängiger Montage und einer Schalldämmung von 58 dB. Die RAL-Prüfbestimmungen legen außerdem Wert auf langlebige und nachhaltige Produkte:
Als sehr emissionsarmes Dichtband erfüllt es auch diese Vorgabe – inkl. zehn Jahre Funktionsgewährleistung im Hanno-3E-Abdichtungssystem.

Die Eigenschaften wurden vom ift Rosenheim getestet und bestätigt. Das Hannoband-3E BG1 erfüllt somit sowohl DIN- und EnEV- als auch RAL-Anforderungen – und garantiert damit hochwertige, zuverlässige Bauteilabdichtung bis zum Passivhausstandard.

26.02.2018
Geprüfte dauerhafte Witterungsbeständigkeit

Das Fugendichtband ISO-BLOCO 600 PREMIUM EDITION  von ISO-Chemie bietet mit seiner Temperaturwechselbeständigkeit bis -30 °C, seiner Langlebigkeit und seinen witterungsbeständigen Eigenschaften eine ideale Fassaden-Abdichtungslösung für alle Jahreszeiten.

Das dauerelastische RAL-Fugendichtband besteht aus einem vorkomprimierten PUR-Weichschaumstoff, der mit einem flammhemmenden Kunstharz imprägniert ist. Es wird zur luftdichten und schlagregendichten Abdichtung von Anschluss- und Bewegungsfugen im Hochbau bis zu 100 m Gebäudehöhe eingesetzt und zeichnet sich u.a. durch seine UV-Beständigkeit und Langlebigkeit aus. Um die dauerhafte Witterungsbeständigkeit längerfristig unter realen Bedingungen zu testen und von unabhängigen Experten begutachten zu lassen, setzte ISO-Chemie das Fugendichtband ein Jahrzehnt lang realen und somit unvorhersehbaren Witterungsverhältnissen aus. Begleitet wurde der Langzeitversuch unter Freibewitterung vom ift Rosenheim. Nach einer Eingangsprüfung im Neuzustand werden die Bänder jedes Jahr erneut auf Luftdichtheit und Schlagregendichtheit geprüft. Auch nach mittlerweile über zehn Jahren erweist sich ISO-BLOCO 600 „PREMIUM EDITION" unverändert als dauerhaft funktionsfähig. Das Fugendichtband ist zudem mit dem RAL-Gütezeichen ausgezeichnet. Das ift Rosenheim bestätigt in seinem Prüfbericht, dass ISO-BLOCO 600 „PREMIUM EDITION" alle Anforderungen an die Temperaturbeständigkeit, Wärmeleitfähigkeit, Baustoffklasse B1, Dampfdiffusionswiderstand, BG 1 Eingruppierung, Schlagregendichtheit von mind. 600 Pa, Fugendurchlässigkeitswerte (a-Wert) von a ≤ 0,1 m3  / [h · m · (daPa)n ] und Schallschutzwerte bis maximal 58 dB erfüllt. Positiv wurde auch die Überstreichbarkeit und Verträglichkeit mit angrenzenden Baustoffen und Materialien getestet. Mit den angebotenen Dimensionen können Fugen von 2 bis 42 mm sicher abgedichtet werden. Auch in Bezug auf die Verarbeitung schnitt das Fugendichtband sehr gut ab, da es witterungsunabhängig verlegt werden kann und keine Vorbehandlung der Fuge erforderlich ist. Es erfüllt die Anforderungen der DIN 18542 BG1 und BGR. Zudem bietet ISO-Chemie auf Wunsch eine 10-jährige Funktionsgarantie und eine besonders lange Lagerzeit von mindestens zwei Jahren.  ISO-BLOCO 600 gibt es auch als „COLOUR EDITION“  in verschiedenen Farben, wobei auch Wunschfarben realisiert werden können. Damit bietet man neben standardisierten Abdichtungssystemen auch maßgeschneiderte und konfigurierbare Lösungen, die auf geprüften und bewährten Standards basieren. Denn moderne und energieeffiziente Architektur benötigt häufig individuelle, auf das jeweilige Bauwerk abgestimmte Lösungen.

13.02.2018
Klebstoff für PEEK

Für das Verkleben von PEEK hat Panacol mit Vitralit® UV 4802 einen flexiblen 1K-Acrylat-Klebstoff entwickelt, der unter Lichteinwirkung extrem schnell aushärtet.

Der lichthärtende Klebstoff auf Acrylatbasis bietet eine besonders hohe Haftung auf vielen, mit herkömmlichen Klebstoffen oft schwierig zu verklebenden Kunststoffen wie PEEK, PEN und TPU. Er ist außerdem für Verklebungen in Kombination mit Keramik und Glas geeignet. Vitralit® UV 4802 verfügt über eine sehr gute Temperaturbeständigkeit: In Tests blieb der Klebstoff auch nach siebentägigen Temperaturbelastungen von 150 °C noch weich und flexibel. Aufgrund seiner hohen Flexibilität ist er für Verklebungen sehr dünner und biegsamer Materialien geeignet. Der Klebstoff hat eine rosarote Farbe und härtet innerhalb von Sekunden unter UV- oder sichtbarem Licht aus. Für die Aushärtung sind Gasentladungslampen oder LEDs, wie etwa der LED SPOT 100 von Hönle, geeignet. Nach der Aushärtung fluoresziert der Klebstoff und die Verklebung kann unter Schwarzlicht geprüft werden. 

Panacol-Elosol GmbH, Vitralit® UV 4802.
08.02.2018
Höhere Wirtschaftlichkeit durch geschäumten Filterkleber

Auf der Filtech 2018 stellt Sonderhoff Produktlösungen für die Filterindustrie vor. Die 2K-Materialsysteme zum Abdichten, Verkleben und Vergießen von Filteranwendungen werden mit den eigenen Misch- und Dosieranlagen direkt auf die Filterbauteile aufgetragen.

Auf dem Messestand wird Sonderhoff unter Einsatz der Dosierzelle SMART-M eine Filteranwendung live demonstrieren. Dazu dosiert die Anlage über den Mischkopf ein Fermadur Klebdichtstoffsystem vollflächig auf die Innenseiten eines MDF Filterrahmens. Der im Filterrahmen platzierte Plisseefilter wird so nach allen Seiten luftdicht abgedichtet. Dank seiner aufgeschäumten Zellstruktur und der damit geringeren Dichte kann bis zu 50% weniger Filterkleber eingesetzt werden. Den Herstellern von Filtersystemen steht ein breites Sortiment an 2K-Schaumdichtungen, Klebstoffen und Vergussmassen zur Verfügung. Die 2K-Materialsysteme auf Basis von Polyurethan (PU) oder Silikon decken das Anwendungsspektrum von Staubsauger- über Automobil- bis Luftfilter für RLT-Anlagen ab. Die PU-Systeme erfüllen die Qualitätsanforderungen nach VDI 6022 für den Einsatz bei Filtern in Raumlufttechnischen Anlagen (RLT) von Krankenhäusern und für die Chipherstellung in Reinräumen. Filterrahmen werden mit Dichtschäumen oder Vergussgelen von Sonderhoff im Nut-/Federprinzip abgedichtet, so dass keine ungefilterte Luft am Filter vorbei in die Innenräume gelangen kann. Die polyurethanbasierten Filter-Systeme bieten Merkmale an wie Low-Emission für geringe VOC-Werte (Volatile Organic Compounds) in Reinräumen, antifungizide bzw. antibakterielle Eigenschaften oder Flammschutz gemäß UL94 HF1 für Dichtungsschäume bzw. UL94 V0 für Klebdichtstoffe. Temperaturbeständige Silikonschäume der Produktsysteme Fermasil sind für das Abdichten von Luftfiltern im Motorraum bei hohen Temperaturen im Einsatz.

Die insbesondere in Klimaanlagen von Autos verbauten Polyurethan Schaumdichtungen Fermapor K31 Low-Emission sorgen nicht nur für einen perfekten Sitz des Filters am Luftansaugkanal. Die emissionsarmen Polyurethan Schaumdichtungssysteme vermeiden vor allem die Belastung der Luft im Fahrerraum mit VOC-Emissionen. Sie erfüllen zum Beispiel die Spezifikation DBL 5452-13 von Daimler, die als Zielwerte für VOC-Emissionen 100 µg und für das Foggingverhalten 250 µg/g Polyurethan vorgeben. Die antifungiziden und antibakteriellen Eigenschaften der Filterkleber und Schaumdichtungen von Sonderhoff verhindern, dass sich Mikroorganismen und Schimmelpilze auf den Abdichtungen der Filterrahmen für Klimaanlagen oder für die Frischluftansaugung im Auto festsetzen. Das belegen die Prüfungsergebnisse des Instituts für Lufthygiene (ILH Berlin), die die entsprechenden Sonderhoff Produkte auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzen und Bakterien nach DIN EN ISO 846 (Bestimmung der Einwirkung von Mikroorganismen auf Kunststoffe) untersucht haben. Spezielle Additive in der Materialrezeptur sorgen für den wirksamen Schutz gegen einen Befall mit gesundheitsschädlichen Mikroorganismen, die ein potentielles Allergierisiko darstellen. Nicht nur die richtige Auswahl der Rohstoffe entscheidet über eine gleichbleibend hohe Qualität beim Abdichten und Verkleben von Filtern, sondern vor allem die Sicherheit und Genauigkeit der Produktionsanlage. Hierfür stehen die Misch- und Dosieranlagen zur Verfügung, die einen präzisen Applikationsprozess der Materialien auf die Bauteile sicherstellen. Mit der in der Filterindustrie etablierten Formed In-Place (FIP) Dichtungstechnologie werden die Materialsysteme direkt auf die Filterbauteile automatisch aufgetragen. Die 2K Reaktionswerkstoffe härten dort bei Raumtemperatur aus und die Bauteile können danach zügig weiterverarbeitet werden. Die Dosierzelle SMART-M ist modular konstruiert. Damit ist sie flexibel auf unterschiedliche Fertigungskonzepte hin anpassbar. Auf dem Messestand erfolgt die Bestückung der Dosierzelle mit Bauteilen bedienerfreundlich über einen Rundtakttisch. Die Einlege- und eine Arbeitsposition wechselt um 180 ° in einem Zyklus von 1,5 s. Mit Außenmaßen von 1200 x 1700 x 2400 mm (Breite x Tiefe x Höhe) findet die SMART-M auf minimaler Stellfläche Platz. Der 3-Achs-Linearroboter der Dosierzelle fährt Bauteile in einem Verfahrbereich von bis zu 500 x 600 mm (Breite x Tiefe) und bis zu einer Teilehöhe von maximal 250 mm ab. In Bauteilradien ist mit dem Linearroboter eine max. Beschleunigung von 5 m/s² möglich.

Stand R9, Halle 11.1

05.02.2018
Flexibel kleben: Hart und weich zugleich

Der Klebstoff „MetAK“ des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF ist für viele Anwendungen flexibel genug, um Spannungsspitzen in der Fügezone auszugleichen und sorgt trotzdem für eine steife Verbindung in der Fläche.

Dieser Klebstoff ist vergleichbar mit einem gewöhnlichen 2K-Klebstoff aus dem Baumarkt, nur dass mehr Komponenten zusammengemischt werden. Die Steifigkeit des zunächst zähflüssigen Materials auf Kunstharz-Basis lässt sich durch zwei Härtungsmechanismen bestimmen: die Bestrahlung mit UV-Licht und Wärme. Die Bereiche, die flexibel bleiben sollen, werden nicht bestrahlt, aber mit Wärme behandelt und so ausgehärtet. Sie verbinden sich optimal mit den bestrahlten, festen Bereichen zu einem Netzwerk. Ihre Konsistenz ist dann gummiartig – ideal für dynamische Belastungen, wie sie z.B. bei der Verbindung von Automotor und Karosserie auftreten. Hier sind besonders die Fügezonen hohen Spannungsspitzen und Vibrationen ausgesetzt – ein Problem, mit dem auch verklebte Flugzeugbauteile, Windräder oder der Zugbau zu kämpfen haben. MetAK hat den Vorteil, dass die Steifigkeit sehr gut einstellbar ist. Man benötigt nicht mehr viele verschiedene Klebstoffe mit unterschiedlichen Härtegraden, sondern kann das Material flexibel an den Frequenzbereich der Vibrationen anpassen und diese ausgleichen. Je länger und intensiver die Bestrahlung mit UV-Licht, desto härter das Material. Nach der abschließenden Wärmebehandlung mit einem Heizstrahler oder im Ofen bei 100 bis 180 °C (je nach Anwendung) ist der Klebstoff nicht mehr verformbar, die chemische Reaktion abgeschlossen. MetAK ist nicht nur als Klebstoff verwendbar, sondern kann auch in Form gegossen werden. Durch Bestrahlung und Wärme lassen sich dann ebenfalls harte und weiche Zonen mit fließenden Übergängen herstellen. https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2018/Januar/flexibel-kleben-hart-und-weich-zugleich.html

Fraunhofer-Institut, „MetAK“.
22.01.2018
Sichere und effiziente Display-Verklebung

Das Portfolio von DELO wurde um ein lichtaktivierbares 1K-Urethanpolymer und ein 2K-Polyurethanhybrid, die sich besonders für die sichere Befestigung von Displayrahmen eignen, erweitert.

Beim einkomponentigen DELO PHOTOBOND LA4860 handelt es sich um ein modifiziertes Urethanpolymer. Die Besonderheit des Klebstoffs liegt im speziellen Aushärtungsmechanismus, der auf Lichtaktivierung mit anschließender Feuchtigkeitshärtung beruht. Durch die Belichtung mit UV-Licht oder sichtbarem Licht direkt nach dem Dosieren, d.h. vor dem Fügen der Bauteile, wird der Aushärtungsmechanismus gestartet. Nach dem Fügen erfolgt die eigentliche Aushärtung durch die Feuchtigkeit der Umgebungsluft bei Raumtemperatur. Eine Anfangsfestigkeit ist bereits nach wenigen Minuten erreicht. Soll diese Zeit noch reduziert werden, kann die beim Fügen entstandene Kehlnaht erneut belichtet und somit eine sofortige Vorfixierung erreicht werden – ein Vorteil für schnelle Produktionsprozesse. Das ist auch von Vorteil, wenn der Klebstoff zum Abdichten, Beschichten oder als Verguss eingesetzt werden soll. Durch den neuartigen Aushärtungsmechanismus lassen sich nun auch nichtdurchstrahlbare Bauteile wie Displayrahmen, die häufig einen Schwarzdruck an den Randbereichen haben oder in Gehäuse geklebt werden, schnell und zuverlässig fügen, ohne dass zusätzliche Warmhärtung benötigt wird. Der lösungsmittelfreie Klebstoff ist in einem Temperaturbereich von -40 °C bis +110 °C einsetzbar und hat eine Reißdehnung von 350%, wodurch Spannungen gut ausgeglichen werden. Ein weiterer Klebstoff für Displayrahmen und Gehäuse ist der isocyanat- und silikonfreie DELO-PUR SJ9356 auf Polyurethanbasis. Die Aushärtung des 2K-Klebstoffs erfolgt bei Raumtemperatur, wobei der Klebstoff nach ca. 4 h seine Handfestigkeit erreicht. Durch seine Flexibilität sorgt er auch bei dynamischen Belastungen für stabile, spannungsausgleichende Klebungen und Abdichtungen. Aufgrund der ablauffesten Konsistenz und seiner hervorragenden Nasshaftung kann der Klebstoff zudem zum Abdichten größerer Klebespalte (>2 mm) eingesetzt werden und Bauteile dauerhaft gegenüber Feuchtigkeit und Staub schützen. Für eine einfache Verarbeitung gibt es den Klebstoff nicht nur im Hobbock, sondern auch in Doppelkammerkartuschen. Ein Mischen und Dosieren des 2K-PUR-Klebstoffs ist damit einfach möglich. Dieser Klebstoff hat einen Temperatureinsatzbereich von -40 °C bis +105 °C und eine Reißdehnung von 120%.

DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA, DELO PHOTOBOND LA4860, DELO-PUR SJ9356.
19.12.2017
Alterungsbeständigkeit im Fokus

In Zusammenarbeit mit einem Kunden entwickelte Drei Bond den MS-Polymer-Klebstoff 9160, der eine überzeugende Alterungsbeständigkeit hat.

In umfangreichen Tests wurde der neue Klebstoff diversen Säuren und Laugen ausgesetzt, in Verbindung mit einem Alterungszyklus auch UV-Strahlung und Ozon im Klimatestwechsel. Im Technikum wurden die in den spezifischen Medien eingelagerten Zugmessproben dann gemäß DIN EN 1465 zerstörend geprüft.  Mit klarem Ergebnis: Der neue Klebstoff hat die Tauglichkeit zum Einsatz in dieser belastenden Umgebung. Zudem wurde auch die automatisierte Verarbeitungsfähigkeit in den gängigen Drei Bond- Dosiersystemen geprüft.  Der Klebstoff ist in der 300-ml-Kartusche und im 25-kg-Hobock verfügbar.

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