16.09.2016

Trialogisch: Nicht reden, machen

Warum noch reden, wenn alles schon hundertmal gesagt oder angemerkt wurde? Ist doch langweilig und vertane Zeit. Und es ändert sich ja auch nichts. Diesen Eindruck konnte man bei der diesjährigen ISGATEC-UMFRAGE zum Dauerthema „mangelndes Anwenderwissen“ wieder kriegen. Das Fehlen wird auf klassisch hohem Niveau beklagt und was passiert? Recht wenig und Optimismus ist da wohl fehl am Platz. Natürlich arbeiten Unternehmen an ihrem Wissensmanagement und beziehen auch Anwender ein. Das funktioniert, aber immer nur unternehmensspezifisch und damit dementsprechend eingeschränkt. Auch wirkt sich bei diesem Thema die Dynamik des Arbeitsmarktesaus. Ob die Fachkräfte wirklich fehlen, sei dahingestellt, dass Fachleute wechseln – und damit ihr Wissen ist Fakt. Dies wirkt sich dann gravierend aus, wenn dieses Wissen Mangelware ist und fehlendes Wissen nicht zeitnah und ressourcenschonend erworben werden kann. So ist Fachwissen im Bereich DICHTEN KLEBEN POLYMER nicht ausreichend vorhanden und u.U. höchst flüchtig.

Setzt man dies in Kontext zur dynamischen Entwicklung in diesem Bereich, in dem die Lösungen – quer durch alle Branchen – immer höheren Anforderungen gerecht werden müssen, geht hier eine gewaltige Schere auf – und das nicht erst seit heute. Und was passiert? Gibt es konzertierte Ansätze, dieses Problem zu lösen? Davon hört man nicht viel. Wo sich in anderen Branchen Verbände oder andere Marktteilnehmer und Bildungsanbieter solcher Themen bis hin zu zertifizierten Ausbildungen annehmen, herrscht hier Ruhe. Auch von neuen Möglichkeiten, wie z.B. E-Learning-Konzepten, hört man – bis auf wenige unternehmensspezifische Ansätze – nicht viel. Lediglich Seminare gibt es in großer Zahl. Die sind mit Aufwand verbunden und unterliegen leider auch immer wieder den Konjunkturströmungen. Wissensmanagement und Konjunktur haben aber – im rechten Licht betrachtet – wenig miteinander zu tun. Es wäre also langsam an der Zeit, das fehlende Anwenderwissen nicht immer nur zu beklagen, sondern nach Lösungsansätzen zu suchen und diese gemeinsam voranzutreiben. Denn soviel dürfte klar sein, der Aufbau eines fundierten Wissensmanagements, inkl. einer Zertifizierung der Teilnehmer, wird nicht einfach und kann nur von mehreren Marktteilnehmern langfristig angegangen werden – zum Wohle aller. Denn alle Unternehmen partizipieren daran, wenn Anwender das, was ihnen angeboten wird, besser verstehen. Das Schaffen entsprechender Strukturen ist allerdings nicht billig. Lässt man es deshalb besser? Das kann nicht die Lösung sein, denn wenn der Bereich DICHTEN KLEBEN POLYMER immer mehr Fachwissen benötigt, um anstehende Fragestellungen zu lösen und wenn, wie z.B. im Bereich der Klebetechnik, zu viele Projekte hinter ihren Erwartungen bleiben, weil noch zuviel falsch gemacht wird, ist das kontraproduktiv. Flüssigdichtungen werden immer noch zu zurückhaltend betrachtet, weil viele Anwender die Technologien nicht verstehen. Also, wer sind die Marktteilnehmer, die hier zusammenarbeiten sollten? Wer macht den ersten Schritt? Nur die Situation beklagen, bringt uns nicht weiter.

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23.01.2018 01:18

Trialogisch: Nicht reden, machen (Freitag, 16. September 2016)

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