Dichtungstechnik Jahrbücher

DICHTUNGSTECHNIK JAHRBUCH 2012

Karl-Friedrich Berger / Sandra Kiefer (Hrsg.),
400 Seiten, Softcover, Mannheim, 2011

Preis:
€ 49,00
ISBN:
978-3-9811509-5-7

Das DICHTUNGSTECHNIK JAHRBUCH 2012 enthält über 50 fundierte und praxisrelevante Fachbeiträge aus den Bereichen DICHTEN KLEBEN ELASTOMER.

Fachartikel:

Markt & Trends:

Die Dichtungs- und Klebetechnik wird von den verschiedensten Entwicklungen – von der Werkstoff- über die Lösungsebene bis hin zu Branchenthemen und gesamtwirtschaftlichen Fragestellungen tangiert. Die nachfolgenden Ergebnisse der ISGATEC-Umfrage bieten auf der Basis von nahezu 200 Teilnehmern einen interessanten Blick in den Markt.[...]

Sandra Kiefer (ISGATEC GmbH)

Kleben ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Schlüsselindustrien nutzen die moderne Fügetechnik als Ersatz oder Ergänzung zu herkömmlichen Methoden wie Schweißen, Löten oder Nieten. Ob erneuerbare Energien, Mobiltelefone, Autos oder Raumfahrt – nur durch den Einsatz von innovativen Klebstoffen ist die (Weiter-) Entwicklung vieler Produkte möglich. [...]

Industrieverband Klebstoffe e. V. (IVK)

Universell einsetzbare Dichtungslösungen gewinnen in der elastomeren Dichtungstechnik immer mehr an Bedeutung. Hierbei müssen zwei Ansätze differenziert betrachtet werden: die universelle Betrachtung kann sich auf den Dichtungswerkstoff alleine beschränken, der in sehr unterschiedlichen Einsatzgebieten Anwendung finden kann und somit als Allround-Werkstoff einsetzbar ist. Das vielseitige Einsatzspektrum einer Dichtung kann aber auch in dem Kontext eines identischen Dichtungswerkstoffs mit unterschiedlichen Dichtungsgeometrien innerhalb einer Anlage betrachtet werden. In diesem Zusammenhang muss darüber hinaus die Abgrenzung zwischen Standard- und Spezialdichtung erfolgen. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Michael Krüger (C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG)

Die neue Grundlage für die „besten verfügbaren Techniken (BVT)“ bildet die EU-Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen vom 24. November 2010. Diese Richtlinie fordert bei allen umweltrelevanten industriellen Tätigkeiten, einschließlich der Abfallwirtschaft, die Anwendung der „besten verfügbaren Techniken“ (BVT), die in Deutschland nach wie vor als „Stand der Technik“ bezeichnet werden. Gegenüber der alten EG-Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IVU-Richtlinie) von 1996, kodifiziert 2008, wurde die neue Richtlinie über Industrieemissionen umfassend überarbeitet und außerdem erheblich erweitert. Sie umfasst jetzt auch die Bereiche Lösemittelverwendung, Titandioxid produzierende Anlagen, Feuerungsanlagen und Abfallverbrennungsanlagen. Die Konkretisierung der „besten verfügbaren Techniken“ erfolgt weiterhin im „Sevilla-Prozess“ durch die Erstellung von BVT-Referenzdokumente (BREFs = Best REFerence Documents), in Deutschland auch BVT-Merkblätter genannt. Mit der neuen Richtlinie wird die Verbindlichkeit der BVT-Dokumente weiter gestärkt. Neben den BVT-Merkblättern werden künftig auch noch deren zentrale Elemente als rechtsverbindliche BVT-Schlussfolgerungen im Komitologieverfahren verabschiedet und in allen EU-Amtssprachen vorgelegt. Nach Ansicht der EU-Kommission soll mit diesem neuen Konzept eine klare, transparente und verbindliche Handhabung der BVT in allen EU-Mitgliedstaaten gegeben sein. [...]

Professor Siegfried Kalmbach (Beuth Hochschule für Technik Berlin)
Werkstoffe:

Hochreine Werkstoffe für den Einsatz in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie und besonders der Pharmazie sollen möglichst keine Weichmacher oder anderen niedermolekularen und damit extrahierbaren Bestandteile enthalten. Werkstoffe wie der weiße EPDM 253815, die die Vorgaben der FDA, USP Class VI und der 1935/2004 erfüllen, sind damit aber fast zwangsläufig sehr „stumpfe” oder „trockene” Werkstoffe mit tendenziell größerer Reibung. Zur Vermeidung des ebenfalls ungewollten Abriebs und zur Verlängerung der Lebensdauer steht mit der RFN®-Behandlung (Reduced Friction by Nanotechnology) ein Verfahren zur Verfügung, das traditionellen und für sensible Bereiche nicht einsetzbaren Methoden der Gleitreduzierung wie Talkumierung oder der Einmischung von Gleitwachsen deutlich überlegen ist. [...]

Christian Geubert (Freudenberg Process Seals GmbH & Co. KG)

Seit seiner Entwicklung und aufwändigen Langzeit-Testverfahren, befindet sich ein neu entwickelter Compound ohne PVC und Phthalate auf dem Vormarsch. Millionen von Verschlüssen wurden inzwischen mit PROVALIN® hergestellt. Mit dem Start der Serienproduktion Anfang 2011 konnte auf breiter Linie Interesse von nahezu allen führenden Markenartiklern im Bereich fett-/ölhaltiger Lebensmittel über die Hersteller von Babynahrung und viele große Handelsketten bis zu nationalen wie internationalen Deckel- und Verschlussmaschinen-Herstellern geweckt werden. [...]

Dipl.-Ing. (FH) M. Sc. Sebastian Landeck (ACTEGA DS GmbH)

Korrosionsvorgänge an statischen und dynamischen Dichtverbindungen in Rohrleitungen, Pumpen, Armaturen und Behältern verursachen vermeidbare Kosten und können die Betriebssicherheit und Betriebsdauer von Anlagen vermindern. Durch die Auswahl geeigneter Dichtwerkstoffe sowie durch konstruktive Maßnahmen kann Korrosion in Dichtverbindungen deutlich reduziert werden. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Rainer Zeuß (SGL Technologies GmbH)

Bei der Auswahl von Schaumstoffen und elastomeren Werkstoffen im Dichtungsbereich, ist anfänglich die grundlegende Werkstoffeigenschaft der verwendeten Produkte zu prüfen. Der Begriff der Schaumstoffe ist in vielen Fällen zu unpräzise. Man unterscheidet hierbei nicht, ob es sich um geschäumte Thermoplaste, um geschäumte und vernetzte Thermoplaste oder tatsächlich um geschäumte Elastomere handelt. Dabei werden die Werkstoffeigenschaften erheblich vom Aufbau des verwendeten Werkstoffes beeinflusst. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Martin Dietrich (Getzner Werkstoffe Ges.m.b.H)

Aufgrund von Fortschritten in der Polymertechnologie verfügen viele altbekannte Elastomere heute über neue oder erweiterte Eigenschaften, sodass ein Umdenken in der chemischen Prozesstechnik eingesetzt hat, was die Einsatzbereiche von Dichtungen angeht. Viele sind heute beständiger gegen höhere Temperaturen, wechselnde Prozessmedien, aggressive Reinigungsverfahren, haben geringere Emissionsneigung und eröffnen damit neue Möglichkeiten für flexiblere Prozesse. [...]

Marc Sellschopp (PPE Precision Polymer Engineering A Unit of IDEX Corporation)

Die Verwendung von Einzelstoffen und deren Verarbeitung zu Werkstoffen hat Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite erhöht sie die Flexibilität bei der Entwicklung von Werkstoffen, auf der anderen Seite müssen die Lasten der Entwicklung – technisch wie ökonomisch – vom Verarbeiter getragen werden. Durch verbesserte Informationen, die die chemische Natur, den Aufbau und die Eigenschaften des Stoffes detaillierter beschreiben, als es heute der Fall ist, würden die Verabeiter wesentlich entlastet. Nicht zuletzt wird durch den offeneren Umgang und die vertrauensvollere Zusammenarbeit miteinander auch die Bindung zueinander gestärkt. [...]

Dr. Hans-Joachim Graf (Woco Industrietechnik GmbH)

Trotz vielfältiger konstruktiver Gestaltung der Abdichtungen von Kanälen, Rohrleitungen, Schächten im Abwasserbereich und einer anforderungsgerechten Ausführung der Erdbau- und Verlegearbeiten bleiben die Verbindungsstellen Schwachpunkte. Weiterhin können unterschiedliche bzw. wechselnde Bodenverhältnisse und Bodenbewegungen sowie mechanische Belastungen zu Undichtigkeiten in den Rohrverbindungen führen, d.h. die Dichtungselemente verlieren ihre abdichtende Wirkung. Diese Probleme sind mit dem Einsatz von quellfähigen Dichtungen (sog. „selbstheilende“ Dichtungen) lösbar. [...]

M. Sc. Dipl.-Wi.-Ing. Sven Fiedler (GKT Gummi- und Kunststofftechnik Fürstenwalde GmbH), Professor Dr.-Ing. Eberhard Wegener (GKT Gummi- und Kunststofftechnik Fürstenwalde GmbH), Dr. Holger Wack (Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT)
Statische Dichtsysteme/Formteile:

Schmalrandige Dichtungen treten millionenfach bei Verschraubungen auf. Obwohl diese Schraubverbindungen schon seit vielen Jahrzehnten im Einsatz sind, gibt es immer wieder Probleme in verschiedenen Anwendungsbereichen, weil diese Dichtverbindungen im Grunde ganz spezifische Anforderungen stellen. [...]

Dipl.-Ing. Norbert Weimer (KLINGER GmbH)

Zur Bestimmung des Leckagepunktes einer horizontal angeordneten Pipeline, die mit einem inkompressiblen Fluid durchströmt wird, stehen verschiedene Ansätze zur Verfügung. Die gebräuchlichste Methode beruht primär auf Druckverlustmessungen und Volumenstrommessungen, mit deren Hilfe die klassischen Rechengänge zur Berechnung von Druckverlusten in Rohrleitungen genutzt werden (ein Gleichungssystem mit zwei linearen Gleichungen). Es werden somit weithin bekannte Berechnungsverfahren angewandt, eine Lösung zu finden. Man könnte somit nach Friedrich Wilhelm Nietzsche sagen „Ich vermute, dass wir nur sehen, was wir kennen.“ Durch einfache Umwandelungen des Altbekannten ist jedoch eine weitere Lokalisierung eines Leckagepunktes möglich. Die verschiedenen Verfahren zur Leckageortung werden so durch ein kostengünstiges und einfaches Verfahren ergänzt. [...]

Klaus Hoffmann

Die Frage nach der ausreichenden Beständigkeit >>1 stellt sich Dichtungsanwendern immer wieder neu. Sei es im Rahmen der Qualifikation einer neuen Rezeptur bzw. eines neuen Lieferanten, einer neuen Anwendung mit anderen Temperaturanforderungen mit neuen, anders additivierten Ölen oder mit anderen neuen Betriebsflüssigkeiten wie z.B. Kraftstoffen oder Kühlmitteln. Gleichzeitig werden die Entwicklungszeiten für neue Produkte ständig verkürzt, was eine ausführliche Testphase nicht erlaubt. Auch zählt sich der typische Anwender nicht zu den Elastomerspezialisten, sodass er sich natürlich besonders einfache Entscheidungskriterien wünscht. [...]

Dipl.-Ing. Bernhard Richter (O-Ring Prüflabor Richter GmbH)

Mit einer Dichtung alleine bzw. mit der bloßen Auswahl des richtigen Dichtungsmaterials aus einer Vielzahl am Markt vorhandener Möglichkeiten ist es nicht getan. Vielmehr ist ein ganzheitliches Dichtkonzept entscheidend, bei welcher die Dichtung selbst zwar eine tragende Rolle spielt, jedoch konstruktionstechnisch richtig geplant und fertigungstechnisch richtig eingebaut werden muss. Die Kunst, ein Gehäuse nach den Anforderungen eines klar definierten IP-Schutzgrades dicht zu bekommen, liegt in der Auswahl des richtigen Verfahrens und dessen frühzeitiger Einplanung schon während der Konstruktion, in Abstimmung mit den übrigen Komponenten und Baugruppen. [...]

Karin Ferenbach (Richard Wöhr GmbH)

Haftklebstoffe, die ohne Wartezeit sofort kleben, lassen sich aus der Fügetechnik im Hochbau nicht mehr wegdenken. Inzwischen geht es dabei nicht mehr nur um Anwendungen wie z.B. die Befestigung von Leisten mit Hilfe doppelseitiger Klebebänder, sondern um anspruchsvolle Konstruktionselemente, die erst dank hochentwickelter Selbstklebetechnik ihre Vorteile voll ausspielen können. [...]

Dipl.-Ing. Ralf Heiligtag (VITO Irmen GmbH & Co. KG), Dipl.-Ing. Martin Nechterschen (Vito Irmen GmbH & Co. KG)

Die Veröffentlichung neuer Richtlinien für die Minimierung von diffusen Emissionen hat die dichtungstechnischen Kennwerte nach DIN EN 13555 in den Fokus gerückt. Dabei wird jedoch häufig übersehen, dass dieser Ansatz zur Beurteilung einer Flachdichtung nur theoretischer Natur ist. Die dichtungstechnischen Kennwerte werden in Laboratorien auf modernen Prüfmaschinen unter Idealbedingungen ermittelt. Flanschoberflächen mit exakt definierter Rauheit, gleichmäßige Flächenpressungsverteilung, eine klar vorgegebene Versuchsführung – dies alles spiegelt nicht gerade die rauen Bedingungen der Praxis wider. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Andreas Schmiedel (Frenzelit Werke GmbH)

Insbesondere die Grenzwerte der VDI 2200 sowie die zunehmende Sensibilisierung gegenüber potenziellen Gefahren, machen es in einem zunehmenden Maße wichtig, auf die Montage von TA Luft zertifizierte Dichtungen zu achten. Die herausragende Bedeutung des Leckagekriteriums gemäß der VDI 2200 Richtlinie für Flanschverbindungen und die Beeinflussung desselben, durch eine unsachgemäße Montage sind hinlänglich bekannt. Der Aspekt der Untersuchung einer „künstlich“ generierten zusätzlichen Rauigkeit, bzw. die Beschädigung des Flanschblattes, sind dabei ein wichtiges Thema. [...]

B. Eng. Philipp Gaida (FMDauto Institut f. Produktentwicklung u. Innovation), Klaus Hoffmann
Dynamische Dichtsysteme/Tribologie:

Dichtungen sind für Instandhalter ein großes Sorgenkind. Wälzlagerfrühausfälle, undichte Hydraulikzylinder und Getriebe – häufig sind Dichtungsschäden die Ursache. Ausgangspunkt kann auch ein Auslegungs- oder Konstruktionsfehler sein, so z.B. kein Schmierstoff oder ein falscher. Nachfolgend einige Tipps für Konstrukteure, wie sie Tribologiefehler bei Dichtungen vermeiden können. [...]

Dipl.-Ing Helmut Winkler (TMM Technik + Marketing München e.K. DEUTSCHLAND)

Das Abdichten mit Radial-Wellendichtringen aus Elastomer-Werkstoffen auf gehärteten, im Einstich geschliffenen Wellen aus Stahl ist Stand der Technik. Heutzutage werden aus funktionalen Gründen, wie Verschleißschutz-, Gewichts- oder aus optischen Gründen anstelle von Stahlwellen innovative Werkstoffe eingesetzt. Weitere Gründe alternative Gegenlaufflächen im Dichtsystem Radial-Wellendichtung einzusetzen, können die erzielbare Steigerung der Festigkeit und die Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit sein. Daher gilt es nun direkt auf diesem innovativen Werkstoff abzudichten. Es ist allerdings nur in Ansätzen bekannt, welche Eigenschaften die Wellenwerkstoffe aufweisen müssen, damit auf diesen zuverlässig über die gesamte Lebensdauer mit Radial-Wellendichtringen abgedichtet werden kann. Bisher versagen derartige Dichtsysteme häufig und es sind vor dem Einsatz solcher Werkstoffe teure Versuchsläufe notwendig. [...]

Dipl.-Ing. Cornelius Fehrenbacher (Institut für Maschinenelemente Universität Stuttgart), Professor Dr.-Ing. habil. Werner Haas (Institut für Maschinenelemente Universität Stuttgart), Dipl.-Ing. Stefan Schmuker (Rybak + Höschele RHV Technik GmbH & Co. KG)

Ob Lippen- oder Radialwellendichtungen, Stopfbuchsen- oder Gleitringdichtungen – die Auswahl an dynamischen Dichtungstypen ist groß. Welche Dichtung zu welcher Herausforderung am besten passt, hängt im Wesentlichen von den gegebenen Rahmenbedingungen in physikalischer, chemischer, verfahrenstechnischer und mechanischer Hinsicht ab. Aber auch bei den Investitionskosten sollten Anlagenbetreiber genau hinschauen: die kurzfristig günstigste Variante erweist sich langfristig oft als die kostenintensivere. Daher lohnt sich immer auch ein Blick auf die gesamte Lebensdauer einer Dichtung und ihrer Betriebskosten. [...]

Dipl.-Ing. Detlev Huber (Ekato Rühr- und Mischtechnik GmbH)

Im Pumpenbereich kommen heute vielfach Siliciumcarbid- (SiC) Werkstoffe als Dichtungs- und Lagerkomponente zur Anwendung. Siliciumcarbid zeichnet sich als Werkstoff durch seine hohe Korrosions- und Abrasionsbeständigkeit aus. Durch die gezielte Einbringung von Poren bzw. Fremdphasen ist es möglich, den Werkstoff EKasic hinsichtlich seiner tribologischen Eigenschaften weiter zu optimieren. In einer umfassenden Benchmarkstudie wurden typische Siliciumcarbid- Werkstoffe als Gleitringdichtung in einem Pumpenprüfstand verglichen und auf ihre Leistungsaufnahme und Belastbarkeit hin untersucht. Der Vergleich der Leistungsaufnahme lässt eine Abstufung hinsichtlich des Energieverbrauchs innerhalb der Gleitringdichtung zu. Die Belastbarkeit ist ein Maß für die Ausfallsicherheit der Gleitringdichtung, auch unter nicht typischen Betriebszuständen. [...]

Dr. Jens Eichler (ESK Ceramics GmbH & Co. KG), Sven M. Schweizer (ESK Ceramics GmbH & Co. KG)

Die störungsfreie Förderung von Polymerdispersionen (Latex) ist im Hinblick auf den Einsatz von Gleitringdichtungen in Pumpen und Reaktoren eine große technische Herausforderung. Denn Polymerdispersionen sind thermodynamisch nicht stabil und koagulieren, d.h., dass sich einzelne Polymerpartikel zu kompakten Gebilden zusammenlagern, die in kurzer Zeit zum Prozessstillstand führen. Ein neues Dichtungskonzept – im direkten Dialog mit dem Anwender erarbeitet – bietet eine wirtschaftliche und technisch nachhaltige Lösung. [...]

Ellen Klier (EagleBurgmann Germany GmbH & Co. KG)

Funktionalität und Lebensdauer eines Wälzlagers hängen in hohem Maße vom eingesetzten Schmierstoff ab. Er hat die Aufgabe, eine metallische Berührung der Wälzkörper und der Kontaktflächen zu verhindern bzw. zu mindern und so Reibung und Verschleiß zu minimieren. Vor allem durch eine leistungsgerechte Schmierstoffauswahl ist es gelungen, die Lebensdauer von Standard-Rillenkugellagern bei extremen Betriebsbedingungen signifikant zu verlängern. Dabei wurden Werte von Premium-Produkten übertroffen. [...]

Dipl.-Wirt.-Ing. Klaus Findling (Findling Wälzlager GmbH)

Bei der Analyse von Leckagen in Dichtsystemen muss sehr strukturiert vorgegangen werden. Dies ist wichtig, da die Funktion von Dichtsystemen von vielen Parametern abhängt. Für die Beurteilung von Leckagen im Zusammenhang mit Radialwellendichtringen sind daher seit Längerem Vorgehensweisen bekannt, welche es dem Anwender und dem Dichtungslieferanten erleichtern sollen, die Ursache für eine Leckage schnell zu finden. Dennoch treten immer wieder Fälle auf, in denen die Ursache einer Leckage nicht endgültig geklärt werden kann. Aufgrund vieler offener Fragen wird es zukünftig auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Lieferant und OEM ankommen, um den steigenden Anforderungen der Märkte gerecht werden zu können. [...]

Dipl.-Ing. (BA) Christina Pfeuffer (SKF GmbH), Dipl.-Ing. Jürgen Kurth (SKF Sealing Solutions GmbH), Dr.-Ing. Andreas Grambow (SKF GmbH)
Flüssigdichtsysteme:

Flüssigdichtungen nach dem Formed- In-Place-Prinzip (FIP) gelten als Schlüsseltechnologie beim Abdichten statischer Dichtstellen. Aufgrund der Wirkungsweise der Adhäsion müssen FIP-Dichtmittel passend zu den Fügeteilen, bzw. den abzudichtenden Oberflächen gewählt werden. Zusätzlich muss das Dichtmittel stabil und elastisch genug sein, um Belastungen ohne Bruch aushalten zu können. Bricht das Dichtmittel, ist Leckage bei dieser Art der Abdichtung die fatale Folge. Um die wirtschaftlichen Vorteile von FIP-Flüssigdichtungen nutzen zu können, muss daher dieser Nachteil durch Sorgfalt bei der Dimensionierung der Dichtstelle ausgeglichen werden. Auf der Datenbasis, die aktuell zu FIPFlüssigdichtmitteln erhältlich ist, kann eine zuverlässige und gleichzeitig material- und gewichtsparende Dimensionierung jedoch nur mithilfe zusätzlicher Versuchsreihen erfolgen, was den Konstruktionsprozess verlängert und verteuert. Um die notwendige Datenbasis zur Beurteilung der Belastungsgrenzen unterschiedlicher Dichtmittel zu erheben, wurden im Rahmen eines Forschungsprojekts zahlreiche Versuche an unterschiedlichen FIP-Flüssigdichtmitteln durchgeführt und ausgewertet. [...]

Dipl.-Ing. Christian Simader (Institut für Maschinenelemente Universität Stuttgart), Professor Dr.-Ing. habil. Werner Haas (Institut für Maschinenelemente Universität Stuttgart)

Immer mehr Produkte werden mittels aufgebrachter Flüssigdichtungen hergestellt und in den verschiedensten Einsatzgebieten verwendet. Sogar in der qualitativ sehr anspruchsvollen Automobilindustrie werden neue Hochleistungswerkstoff- Flüssigdichtungen mit zunehmendem Interesse eingesetzt. Insbesondere bei neuen innovativen Produkten werden die Vorteile dieser Art der Dichtung genutzt. Hier stellen sich höchste Anforderungen bezüglich Temperaturen, Dichtheit, mechanische Beanspruchungen und auch Toleranzen ein. Die Dosiertechnik und die Homogenität der Dichtmasse spielen dabei eine wichtige Rolle, ebenso wie die Materialkombination sowie die Oberfläche, auf die die Flüssigdichtung aufgebracht wird. Hier befindet sich auch das entscheidende „Know-How“, denn erst das Zusammenspiel dieser Parameter macht ein anspruchsvolles Produkt aus. [...]

B. Eng. Heiko Walter (Dostech GmbH), Dipl.- Ing. Konstantinos Marmaridis (Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen)

Unter FIPFG Dichtungstechnologie versteht man direkt an Ort und Stelle erzeugte Dichtungsmaterialien. „2K“ steht für „2-Komponenten-Material“. Diese Technik ist in den letzten Jahrzehnten zum industriellen Standard für Bauteilabdichtungen aller Art geworden und hat die traditionelle, eingelegte Gummidichtung weitgehend abgelöst – ein Überblick über die Möglichkeiten. [...]

Jonas Bernhof (Sonderhoff Chemicals GmbH)

Als 2008 erstmals PUR-Hochdruckdosieranlagen und -mischköpfe für FIPFG-Anwendungen (formed in place foam gaskets) vorstellt wurden, lies dies viele Experten aufhorchen. Denn die Technologie hatte das Potenzial sich als Alternative zu den herkömmlichen Niederdruckverfahren zu etablieren. Heute, drei Jahre und zahlreiche Entwicklungsschritte später, ist die PUR-Hochdrucktechnik für den Dichtraupenauftrag im Kleinmengenbereich tatsächlich im Markt akzeptiert. Das belegen mehrere Projekte bei OEM oder bei Tier-1-Zulieferern. Positiv wirkt sich aus, dass mittlerweile die Kosten des Verfahrens gesenkt und die Palette der Anwendungsmöglichkeiten verbreitert werden konnten. [...]

Thomas Elfroth (KraussMaffei Technologies GmbH)

Bakterien sind überall, in der Luft, im Wasser, am Boden. Damit sich Mikroben zumindest in Gebäuden, Reinräumen oder im Automobil nicht mehr wohlfühlen, wurde der antibakterielle Dichtungsschaum RAKU-PUR® 32-3276 entwickelt, der nach VDI 6022 zertifiziert ist. Das neue, reißfeste Zweikomponenten- Polyurethan-System dichtet Klimaanlagen, Ventilatoren, Filter, Lampen und raumlufttechnische Anlagen sicher ab. [...]

Albert Schmid (Rampf Giessharze GmbH & Co. KG)
Klebetechnik/Klebend Dichten:

Die Ansprüche an Dicht- und Klebstoffe in der industriellen Fertigung sind hoch. Ihnen wird eine immer größere thermische und chemische Beständigkeit abverlangt – dabei sollen sie umweltfreundlich, leicht zu verarbeiten, möglichst universell haftend und über Jahre haltbar sein. Ein hoher Kostendruck erfordert die Entwicklung immer günstigerer Verarbeitungsverfahren. Diesen Bedürfnissen entsprechen führende Hersteller seit vielen Jahren mit einer Palette von Kleb- und Dichtstoffen, die all diese Anforderungen erfüllen und permanent für die neuesten Anwendungen weiterentwickelt werden. Neben immer neuen Hochleistungssilikonen umfasst das Programm nun auch eine wegweisende Hybridtechnologie. [...]

Jürgen Kaiser (Tremco illbruck GmbH & Co. KG)

Als relativ neues Produkt der Klebstoffindustrie werden LED-Lampen mit dem Ziel weiterentwickelt, Quecksilberdampflampen zu ersetzen. Die Entwicklung von LED Lampen wird durch die Erwartungen von niedrigeren Betriebskosten und umweltfreundlichen Eigenschaften vorangetrieben. Experten sagen voraus, dass LED-Lampen langfristig das Feld der lichthärtenden Klebung beherrschen werden. Wie bei jeder neuen Technologie sind aber auch hier Mythen entstanden, die schnell zu suboptimalen Ergebnissen führen können. [...]

Gary A. Zubricky (DYMAX Corporation), Kirk Middlemass (DYMAX Corporation), Nadine Bläsing (DYMAX Europe GmbH)

Eine belastungsorientierte Werkstoffauswahl ist eine Möglichkeit, im Fahrzeugbereich und insbesondere bei der Entwicklung neuer Motorenkonzepte eine weitere Gewichtsreduzierung voranzutreiben. Hier zeigen faserverstärkte Thermoplaste, z.B.
glasfaserverstärktes Polyamid, ein hohes Potenzial nicht nur hinsichtlich Gewichtseinsparung sondern auch in Bezug auf Bauraumausnutzung. Allgemein stellt sich für das Fügen unterschiedlicher Werkstoffpaarungen jedoch immer wieder die Frage nach dem geeigneten Fügeverfahren. Berücksichtigt man an dieser Stelle zusätzlich das Kriechen von Kunststoffen unter Belastung, so stellt die innovative Methode des Dichtklebens von Motoranbauteilen aus Kunststoff im Vergleich zu bisher eingesetzten Formdichtungen und Distanzhülsen beim Schrauben eine wirtschaftliche Alternative zum Fügen im Aggregatebereich dar. [...]

Dr.-Ing. Henning Gleich, Dipl.-Ing. Michael Minkow, Dipl.-Phys. Peter Bannwitz (INPRO GmbH)

Strukturelle Haftklebebänder können, wie klassische Haftklebebänder, zur Verbindung von unterschiedlichen Materialien, wie Aluminium, Stahl, Glas und Keramik und Abdichtung von Glasfenstern, räumigen Vitrinen und Baufassaden eingesetzt werden. Die Eigenschaften der einzelnen Typen der strukturellen Haftklebebänder lassen sich durch entsprechende Zusammensetzung der Haftklebstoffe und der Zusatzstoffe beliebig einstellen und je nach den zur Verbindung vorgesehenen Materialien anpassen. [...]

Professor Dr. Zbigniew Czech (Institute of Chemical Organic Technology West Pomeranian University of Technology, Szczecin) Agnieszka Kowalczyk (Institute of Chemical Organic Technology West Pomeranian University of Technology, Szczecin), Dominika Sowa (Institute of Chemical Organic Technology West Pomeranian University of Technology, Szczecin)

Bei Dichtungsmitteln und Klebstoffen für temperatursensible Anwendungen für alle Bereiche schreitet die Technik kontinuierlich voran. Ein Überblick zeigt ein breites Lösungsspektrum, basierend auf neuen Produkten und „Dauerbrennern“ eines Handelshauses. [...]

Julius Seefisch (Kager Industrieprodukte GmbH)

Neben den technischen und ökonomischen Fragestellungen beim Design und der Herstellung von Produkten aller Art spielen heute mehr und mehr auch ökologische Fragestellungen eine immer wichtigere Rolle. Nachhaltiges Handeln wird die Herausforderung der nächsten Jahrzehnte sein. Kleben, als das Universellste aller Fügeverfahren, wird dabei eine immer wichtigere Rolle spielen. Innovative Klebstoffsysteme werden die immer höheren Ansprüche, die an das Kleben gestellt werden, erfüllen. Weiter optimierte Klebstoffauftragssysteme und neue Verpackungssysteme für Klebstoffe werden den gesamten Prozess des Klebens einfacher, sicherer und nachhaltiger gestalten helfen. [...]

Dr. Hermann Onusseit (Henkel AG & Co. KGaA)

Die weltweiten Ressourcen an fossilen Brennstoffen werden immer knapper. Die Energiepreise steigen enorm. Zudem gewinnt das Thema „Dichten und Dämmen“ im Baubereich auch vor dem Hintergrund der Energieeinsparverordnung immer mehr an Bedeutung. Umso mehr kommt es auch beim Bauen und Renovieren heute auf energieeffiziente Lösungen an. Zur Einhaltung des straffen Kostenbudgets im Baubereich muss ebenso eine einfache und schnelle Montage gewährleistet sein. Hier hat sich für Hersteller und Systemanbieter in den letzten Jahren der Einsatz von speziellen Klebebändern für die luftdichte Gebäudehülle bewährt und als ökonomische Alternative zu anderen Montageprozessen etabliert – zum Beispiel zur dauerhaften Verklebung von Dampfbremsfolien. [...]

Christina Barg-Becker M.A. (Lohmann GmbH & Co. KG)

Auf dem Endloskolbenprinzip beruhende Misch- und Dosieranlagen ermöglichen das prozesssichere Dosieren zweikomponentiger Materialien. Mit dieser Applikationstechnik können mittel- bis hochviskose Kleb- und Dichtstoffe reproduzierbar und individuell abgestimmt auf die Kundenbedürfnisse dosiert werden. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Martin Stadler (ViscoTec Pumpenu. Dosiertechnik GmbH) , Elisabeth Haenle (ViscoTec Pumpenu. Dosiertechnik GmbH)
Be- und Verarbeitung:

Trockene, saubere Gleitlackbeschichtungen auf elastomeren Substraten verdrängen vermehrt rustikale Fertigungs- und Montagehilfen wie Öle, Fette und andere Schmierstoffe. Seit nun mehr neun Jahren werden Teile der deutschen Automobilindustrie mit beschichteten Dichtungen beliefert, welche eine deutlich erhöhte Prozesssicherheit und Qualität garantieren. Zur reibungsfreien Montage erhalten sie eine maschinell applizierte Gleitlackbeschichtung auf Wasserbasis. [...]

Dipl. Kfm. (FH) Heiko Friedrich (O.VE. Plasmatec GmbH)

Zur Effizienzsteigerung von Spritzgießanlagen werden zunehmend vor- oder nachgelagerte Arbeitsschritte in den Fertigungsprozess integriert. Ein Beispiel ist das neu entwickelte Mold’n Seal-Verfahren, bei dem eine Verkettung von Spritzgießen und Dichtungsschäumen gelungen ist. Dabei wird das Dichtungsmaterial direkt nach dem Spritzgießen auf die noch warmen Kunststoffteile aufgetragen. Die komplette Handhabung übernimmt ein Sechs-Achs-Roboter. Resulat dieses vollautomatisierten Inline-Schäumens ist eine deutliche Zeit- und Kostenersparnis. [...]

Oliver Giesen (Arburg GmbH + Co KG) , Peter Fischer (Sonderhoff Holding GmbH)

Die auf den ersten Blick vielleicht sehr unterschiedlichen Bereiche „Dichtungsmontage“ und „Niederdruck- Vergusstechnik“ haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide haben zunächst mit Dichtheit zu tun. Es gibt jeweils die unterschiedlichen Automatisierungsgrade wie bedienergeführte Einheiten, Integrationsmodule und vollautomatische Lösungen. Es gibt aber auch Projekte, bei denen Synergien genutzt werden, wenn z.B. auf vergossenen Bauteilen zusätzlich O-Ringe zu montieren sind. Hier ist dann ein integrierter Lösungsansatz „aus einer Hand“ von Vorteil. [...]

Dipl.-Ing. Hans-Werner Chwalisz (Ohrmann Montagetechnik GmbH)

Spritzguss ist ein energieintensiver Prozess, der jedoch verschiedene Einsparungspotenziale bietet – hier dargestellt an einem der modernsten Maschinenkonzepte.

Ing. Rudolf Eisenhuber (MAPLAN Maschinen und technische Anlagen Planungs- und Fertigungsgesellschaft m.b.H.)

Moderne Zahnraddosierpumpen sind ein Garant für eine langlebige und zuverlässige Prozessbeherrschung. Ein Rolle spielt dabei auch das richtige bzw. angepasste Abdichtungskonzept. [...]

Thorsten Wagener (Oerlikon Textile GmbH & Co. KG), Ute Watermann M.A. (Oerlikon Textile GmbH & Co. KG)

Das Leistungsvermögen der Werkstoffgruppe der Elastomere ist bis heute durch die konsequente Weiterentwicklung der synthetischen Kautschuke stetig weiter gesteigert worden. Kautschuke werden eingesetzt, um Maschinen und Motoren zu lagern, um Kräfte zu übertragen, um Medien zu transportieren, um drehende Wellen oder unter Druck stehende Systeme abzudichten, um Schwingungen zu dämpfen und um Aggregate zu verbinden. Die materialspezifischen Vorteile der elastomeren Werkstoffe, wie die guten Dämpfungseigenschaften, die Formstabilität bei erhöhten Temperaturen in Kombination mit einer guten Kälteflexibilität, Halogenfreiheit sowie die Medienbeständigkeit prädestinieren sie für Anwendungen u.a. in der Elektronikindustrie, im Automobilsektor sowie in der Medizintechnik. [...]

Professor Dr.-Ing. Christian Hopmann (Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen), Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Walter Michaeli (Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen), Professor Dr.-Ing. Ullrich Masberg † (Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen), Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Clemens Behmenburg (Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen), Dr.-Ing. Wolf-Martin Hoffmann (Freudenberg Forschungsdienste KG)

Moderne Wasserstrahlschneidesysteme haben sich u.a. bei Zuschnitt von Dichtungen längst etabliert. Doch auch bei dieser Technik schreitet die Entwicklung voran, wobei der effiziente Einsatz von verschiedenen Faktoren abhängt. [...]

Jürgen Moser (Stein-Moser GmbH (STM)
Mess- und Prüftechnik:

Aufgrund der vielfältigen industriellen Einsatzbereiche von elektrischen Steckverbindern werden an diese Komponente eine Vielzahl von Anforderungen gestellt. Hierzu gehört auch die Dichtheit gegen Verschmutzung und Feuchtigkeit, deren Anforderungen in der Definition der IP-Schutzarten beschrieben sind. Das Eindringen von Flüssigkeiten kann zu schweren Störungen in der elektrischen Verbindung und in der angeschlossenen Elektronik führen. Damit kommt der Dichtheitsprüfung der Steckverbinder in der Produktionslinie eine besondere Bedeutung zu. [...]

Dr. Joachim Lapsien (CETA Testsysteme GmbH)

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Einsatzmöglichkeiten der Terahertz-Spektroskopie zur zerstörungsfreien Prüfung von stoffschlüssigen Kunststoffverbindungen“ wurde ein neues zerstörungsfreies Prüfverfahren für geschweißte und geklebte Kunststoffprodukte entwickelt. Das übergeordnete Ziel dieses Forschungsvorhabens bestand dabei in der Entwicklung einer Messmethode auf Basis der Terahertz-Zeitbereichsspektroskopie, mit welcher stoffschlüssige Kunststoffverbindungen, allen voran Schweißnähte, umfassend und zuverlässig, zerstörungsfrei sowie berührungslos auf Qualität geprüft werden können. [...]

Dr. Benjamin Baudrit (SKZ – Das Kunststoff-Zentrum Kunststoff-Forschung und -Entwicklung), Dipl.-Ing. (FH) Eduard Kraus (SKZ – Das Kunststoff-Zentrum Kunststoff-Forschung und -Entwicklung), Professor Dr.-Ing. Martin Bastian (SKZ - Das Kunststoff-Zentrum), Dr.-Ing. Peter Heidemeyer (SKZ - Das Kunststoff-Zentrum Kunststoff-Forschung und -Entwicklung), Dipl.-Ing. Steffen Wietzke (TU Braunschweig Institut für Hochfrequenztechnik (IHF)), Dipl.-Ing. Norman Krumbholz (TU Braunschweig Institut für Hochfrequenztechnik (IHF)), Dipl.-Ing. Christian Jansen (TU Braunschweig Institut für Hochfrequenztechnik (IHF)), Dipl.-Ing. Ole Peters (TU Braunschweig Institut für Hochfrequenztechnik (IHF)), Professor Dr. Martin Koch (Philipps-Universität Marburg Fachbereich Physik)

Die Drucklufterzeugung ist in der industriellen Produktion eine unverzichtbare Energieform, sowohl für die Versorgung von Pneumatikanlagen und -werkzeugen als auch für verfahrenstechnische Prozesse. Allerdings haben die für die Drucklufterzeugung notwendigen Kompressoren einen sehr schlechten Wirkungsgrad. Fast 90% der Antriebsenergie wird als Wärme vernichtet. Deshalb wird versucht, die Verlustwärme zu nutzen. Ein weiterer Schritt zur Effizienzsteigerung ist vor allem die Beseitigung von Druckluftleckagen. In der Regel haben die Leckageverluste einen Anteil des Gesamtverbrauches einer industriellen Druckluftanlage zwischen 25 und 40%. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Klaus Michelsen (Hilger u. Kern GmbH)

Profil- oder Schichtdickenmessungen sind in zahlreichen Branchen für Qualitätssicherung und Schadensanalyse obligatorisch. Das Spektrum reicht von Automotivbereich und Bahntechnik über Feinwerktechnik und Glasdickenbestimmung bis hin zur Detektion von Folien. Die chromatisch konfokale Abstandmesstechnik bietet als optisches und damit berührungsloses Verfahren hierfür ideale Voraussetzungen. Die Sensoren sind schnell, präzise, einfach in der Handhabung und lassen sich sowohl innerhalb automatischer Produktionslinien einsetzen als auch im Stand-alone- Betrieb. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Jens Haase (Polytec GmbH), Ellen-Christine Reiff (Polytec GmbH)

Bei der Rohbaufertigung von Türen wird die Außenhaut mit einem kombinierten Klebe- und Bördelverfahren gefügt. Die Qualitätsansprüche an den Prozess betreffen im Wesentlichen den Klebstoffraupenauftrag, das Falzen sowie die spätere Applikation der Dichtraupe. Da es sich um eine Fügestelle im Nassbereich handelt, ist eine Korrosionsgefährdung bei unzureichender Applikation von Kleber oder Dichtung gegeben. Eine Onlinekontrolle kann die Kosten für Nacharbeit im Werk oder gar beim Kunden ersparen. [...]

Dipl.-Ing. IWE Peter Gördes (Precitec KG)
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