Dichtungstechnik Jahrbücher

DICHTUNGSTECHNIK JAHRBUCH 2008/2009

 

Karl-Friedrich Berger / Sandra Kiefer (Hrsg.),
415 Seiten, Softcover, Mannheim, 2008

Preis:
€ 49,00
ISBN:
978-3-9811509-2-6

 

Das DICHTUNGSTECHNIK JAHRBUCH 2008/2009 enthält 60 fundierte und praxisrelevante Fachbeiträge aus dem Bereich DICHTEN KLEBEN ELASTOMER.

Fachartikel:

Markt & Trends:

Seit Jahrzehnten wird immer wieder die Exklusionsthese diskutiert, nach welcher der Großhandel Gefahr läuft, durch die beteiligten Marktpartner, Lieferanten und/oder Abnehmer, ausgeschaltet zu werden. Auf der Basis einer umfangreichen Studie in 17 Branchen des Produktionsverbindungshandels und des Konsumgütergroßhandels des Instituts für Handel & Internationales Marketing (H.I.MA.) zeigt sich jedoch, dass der Großhandel seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern und damit seine Stellung im Wertschöpfungsprozess nicht nur behaupten, sondern wesentlich ausbauen kann. Die Ergebnisse sind auch auf den Technischen Handel der Dichtungs- und Klebetechnik übertragbar. [...]

Professor Dr. Joachim Zentes (Universität des Saarlandes Institut für Handel & Internationales Marketing)

Die EG-Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IVU- Richtlinie) fordert bei allen umweltrelevanten industriellen Tätigkeiten die Anwendung der „besten verfügbaren Techniken“ (BVT), in Deutschland nach wie vor als „Stand der Technik“ definiert und eine „integrierte Anlagengenehmigung“. Der EU-weite Informationsaustausch zu BVT erfolgt durch BVT Merkblätter („BREFs“), die von technischen Arbeitsgruppen im „Sevilla-Prozess“ erstellt, von der Europäischen Kommission verabschiedet und im Amtsblatt C der Europäischen Union bekannt gegeben werden. Nachfolgend werden die Bedeutung dieser Dokumente sowie ihre Umsetzung in das deutsche Rechtssystem erläutert. [...]

Professor Siegfried Kalmbach (Fachgebiet Abfallwirtschaft Umweltbundesamt)

Inlandsmarkt deutlich stabilisiert, der Export entwickelt sich weiterhin positiv − die deutsche Klebstoffindustrie realisiert 2007 ein Wachstum von durchschnittlich 3,5%. Für 2008/2009 prognostiziert die Industrie ein jährliches Wachstum von mindestens 2,5%. [...]

Ansgar van Halteren (Industrieverband Klebstoff e e.V.)

Die Geschäftsentwicklung in der deutschen Kautschukindustrie ist sehr stark geprägt von den Absatzmöglichkeiten der Automobilindustrie und den anderen wesentlichen Abnehmerindustrien von Kautschukprodukten und -systemen, die in den entsprechenden Endprodukten verbaut werden. Im Jahr 2007 konnten die Hersteller von Technischen Elastomer-Erzeugnissen (TEE) mit der Entwicklung des Inlandsumsatzes zufrieden sein. Er erhöhte sich um 3,6% auf 3,44 Mrd. €. [...]

Fritz Katzensteiner (WDK Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie)
Werkstoffe:

Im Automobil müssen zahlreiche elektrische Steckverbindungen dauerhaft und zuverlässig vor Feuchtigkeit geschützt werden. Dazu bewähren sich seit Jahren Dichtelemente aus ölausschwitzenden Siliconelastomeren. Doch die Entwicklung bleibt auch hier nicht stehen. Im Gegenteil: Neue Siliconkautschuke – darunter auch völlig ölfreie Produkte – erfüllen auch zukünftige, weiter steigende Anforderungen und ermöglichen eine kostengünstige Serienfertigung von Dichtelementen. [...]

Dr. Christof Wörner (Wacker Chemie AG)

Dichtungen und ihr Verschleiß können dem Chemieingenieur viel über einen Prozess und dessen Einflüsse auf Ventil- und Pumpendichtungen verraten. Die Untersuchung von Dichtungsverschleiß im Rahmen der regelmäßigen vorbeugenden Wartung kann Aufschluss über potenzielle Probleme geben, bevor die Dichtung leckt oder aufquillt – Probleme, die leicht zu vermeiden sind. [...]

Darryl Turland (Precision Polymer Engineering Ltd.)

Die hohen Erwartungen der Konsumenten an die Hygiene führen dazu, dass die Hersteller Lösungen suchen für die Herstellung und für Produkte, bei denen mikrobielles Wachstum ausgeschlossen oder vermindert wird. Vor allem im Krankenhausbereich ist die Gefahr von Infektionen durch resistente Bakterienstämme groß. Auch in der Textilindustrie gibt es eine starke Nachfrage nach Fasern, welche die Geruchsbildung vermindern. In Trinkwassersystemen oder in Wassersystemen mit besonders hohen Ansprüchen bezüglich der biologischen Reinheit müssen auch die Dichtungen antimikrobielles Verhalten haben, damit das Wasser nicht kontaminiert wird. Ebenso können antimikrobielle Zusätze bei dem Erlangen von Zulassungen hilfreich sein. Dabei wird mit großem Erfolg Silber eingesetzt – mit dem die Biofilm-Bildung effizient und nachhaltig vermieden werden kann, ohne dass dabei eine Gefährdung für den Menschen auftritt. [...]

Clemens Holzer (INKA Institut für nanotechnische Kunststoff -Anwendungen), Murray Height, Kristofer Skantze (HeiQ Materials AG)

Weit verbreitet im allgemeinen Sprachgebrauch ist die Aussage, dass Gummi schnell brennt, stinkt und qualmt. Diese Aussage spiegelt die generelle Einschätzung über diese Werkstoffgruppe wieder. Fakt ist aber, dass sich Gummi im modernen Fahrzeugbau bewährt hat, mittlerweile den äußerst sensiblen Anforderungen in diesem Bereich entspricht und zu einer der am besten analysierten und getesteten Materialgruppen zählt. [...]

Ralf Waibel (HÜBNER GmbH)

Wasserquellende Gummiwerkstoff e spielen eine wichtige Rolle für die Abdichtung von Bauwerken gegen drückendes Wasser. Obwohl diese Materialien im Baubereich sehr erfolgreich eingesetzt werden, können weitere Einsatzgebiete jedoch nur dann erschlossen werden, wenn sowohl ihr Quellvermögen in verschiedensten wässrigen Medien als auch ihre mechanischen Eigenschaften weiter verbessert werden. Voraussetzung für die Optimierung bestehender Werkstoff e und für die Entwicklung neuer Werkstoff e ist aber ein tieferes Verständnis der zugrundeliegenden Wirkprinzipien. Erst dies ermöglicht ein auf verschiedene Anwendungen hin optimiertes Werkstoffdesign. [...]

Dr. Rudolf Randler (Dätwyler Rubber)

Die Anforderungen an diese Dichtungen, Profi le, Schläuche, Rohre, Vibrations- und Geräuschdämpfer oder Interieurteile aus Gummi steigen ständig. Ganz besonderen Ansprüchen müssen dabei die Teile gerecht werden, die unter der Motorhaube ihren Dienst tun, weil die Bedingungen dort immer drastischer werden. Selbst simple Schläuche und Dichtungen müssen heute dauerhaft Temperaturen um 150 °C widerstehen. Temperaturspitzen bis zu 180 °C, aggressive Medien wie Kraftstoff  und Motoröl sowie mehrere Millionen Arbeitszyklen zwingen dabei klassische Dichtungsmaterialien oft förmlich in die Knie. Die großen internationalen Kautschukhersteller haben aus diesem Grunde eine Reihe von Spezialkautschuken neu oder weiterentwickelt, um den geänderten Anforderungen gerecht zu werden. Hier werden einige dieser Entwicklungen vorgestellt  – ohne den Anspruch auf Vollständigkeit. [...]

Toralf Gabler (Giesel Verlag GmbH)
Tribologie:

Unter den Befestigungselementen stellt die Schraubenverbindung ein wichtiges Konstruktionsbauteil dar, denn es erlaubt, die befestigten Teile wieder zu lösen und anschließend neu zu verspannen. Für unterschiedlichste Einsätze im Fahrzeugbau, Maschinenbau sowie Anlagenbau werden viele Milliarden Schrauben jährlich gefertigt. Der Ingenieur und Techniker hat bei der Empfehlung der geeigneten Schraubenverbindung sehr viel Sorgfalt walten zu lassen. Jedoch hängt die Funktionsfähigkeit dieser Verbindung erheblich vom verwendeten Schmierstoff  ab. Der Auswahl eines geeigneten Schmierstoff es ist bisher keine besondere Aufmerksamkeit gewidmet worden, die der Bedeutung seines Einflusses angemessen wäre. Die geforderte Klemmkraft wird wesentlich beeinflusst durch die Art des eingesetzten Schmierstoffes. Aufgrund fehlender Schmierung oder durch Einsatz eines nicht geeigneten Schmierstoffes kann es an wichtigen Maschinenteilen zu erheblichen Schäden kommen. [...]

Dipl.-Ing. Bernd Ludwig (Dow Corning GmbH)

Betreiber von Pumpen fordern sinkende Lebenszykluskosten und somit u.a. auch längere Wartungsintervalle bzw. eine Minimierung der Versagenswahrscheinlichkeit betriebswichtiger Bauteile. Das bedeutet für die Lieferanten kritischer Pumpen-Komponenten wie Gleitringdichtungen und Gleitlagern, dass sie eine noch höhere Sicherheit und eine weiter verbesserte Verfügbarkeit gewährleisten müssen. Als Werkstoff  der Wahl bietet sich Siliciumcarbid an - anwendungsspezifisch konfiguriert, bewährt sich diese Industriekeramik über lange Standzeiten. [...]

Dr. Stefanie Wildhack, Josef Kracker, Maria Opyd, Dr. Andreas Rendtel (ESK Ceramics GmbH & Co. KG)

Ob Fett oder Öl – Schmierstoff e sind unverzichtbare Konstruktionselemente: Sie können Entwicklungszeiten verkürzen, den Wartungsaufwand verringern, Produktionsausfälle vermeiden und implizit die gesamten Betriebskosten senken. Die richtige Auswahl ist aber nicht immer einfach. Deshalb wurden z.B. in der Software ABEG®-Quickfi nder professional  >> 1 mehr als 350 Schmierstoff e mit den vielfältigsten Eigenschaften und für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete berücksichtigt. [...]

Elena Krämer (Findling Wälzlager GmbH)

Die Abdichtung von Industriegetrieben mit Simmerring® Radialwellendichtringen bilden ein sehr komplexes tribologisches System. Der Einfluss des Schmierstoff es auf das Elastomer und die Dichtlippe ist erfahrungsgemäß eine sehr wichtige Frage. Niedrige Reibung, weniger Verschleiß und gute Verträglichkeit der zwei - chemisch betrachtet - verschiedenen Welten von Elastomer und Schmierstoff  sind hohe Anforderungen. Jedoch haben beide Komponenten für Entwicklung und Beschaffung in der Antriebstechnik lediglich C-Teile-Charakter. Dennoch ist die Funktionssicherheit dieses Tribosystems für die Gesamtfunktion und Lebensdauer von Aggregaten die entscheidende Größe: die C-Teile des Tribosystems haben hochkarätige A-Funktion! Bei dem „Lube & Seal-Konzept“ haben führende Hersteller von Simmerring Radialwellendichtungen, bzw. Spezialschmierstoff en das jeweils spezifische Know-how zu einer umfassenden Technologiekompetenz zusammengeführt. [...]

Erich Prem (Freudenberg Simrit KG), Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Homborg (Klüber Lubrication München KG)
Dynamische Dichtungen :

Lebensdauer und Laufeigenschaften sind maßgebliche Qualitätsmerkmale von Profilschienenführungen. Deshalb muss das Eindringen von Schmutz, aber auch der Austrag von Schmiermitteln, verhindert werden. Rexroth bietet für jede Anforderung die passende Dichtungsvariante aus dem Baukasten. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Heinz Roßteuscher (Bosch Rexroth AG)

Aufgrund der wachsenden Anzahl nationaler oder internationaler Normen sowie dem kontinuierlich steigenden Umweltbewusstsein, sehen sich Betreiber und Hersteller von verfahrentechnischen Maschinen zunehmend in Zugzwang, die Prozessräume nach dem neuesten Stand der Technik abzudichten. Dabei geht es im Wesentlichen darum, die Umwelt vor gefährlichen Stoffen, die häufig unter Druck stehen und mit hohen Temperaturen verarbeitet werden, zu schützen. Gleichzeitig werden durch den wachsenden Preisdruck die Gesamtkosten einer Dichtung als Auswahlkriterium immer wichtiger. Dabei achten Anlagenbetreiber heute nicht mehr ausschließlich auf den Anschaffungspreis, sondern zunehmend auch auf Betriebsdauer und die langfristigen Wartungs- und Instandhaltungskosten. Herkömmliche Dichtungen wie Stopfbuchsen oder Lippendichtungen halten diesen steigenden Anforderungen des Marktes nur begrenzt stand. [...]

Detlev Huber (ESD EKATO GmbH Sicherheits- und Dichtungstechnik)

Geprägt durch den steigenden Kostendruck wurden die heute etablierten Bearbeitungsprozesse der Wellenoberflächen nach Kostengesichtspunkten verändert. Diese modernen Oberflächen werden z.B. hart fertiggedreht. Sie bringen prozessbedingt einen Drall auf die Wellenoberfläche, der in Verbindung mit der Drehrichtung der Welle als Mikropumpe wirkt, vergleichbar einem Rückfördergewinde. Abhängig von der Drehrichtung der Welle ergibt sich eine Förderwirkung von der Luft- zur Ölseite oder umgekehrt. Dieser Effekt kann die Funktion des Wellendichtrings unterstützen oder stören. Im schlechtesten Fall kann er Leckage bewirken. Nachfolgend sind der aktuelle Stand der Laufflächen für Wellendichtungen, die unterschiedlichen Fertigbearbeitungsprozesse sowie die Methoden für die Drallmessung aufgezeigt. [...]

Joachim Reichert (KACO GmbH & Co. KG Dichtungswerke)

Zwischendichtungsdruck zwischen Primär- und Sekundärdichtungssystem kann für Hydrauliksysteme ein zentrales Gefährdungspotenzial sein und die Funktion erheblich beeinträchtigen. Ein neues Dichtungskonzept bietet hier einen Lösungsansatz. [...]

Richard Döllinger, Benjamin Ott (Reiff GmbH)

Die zunehmende Verwendung von PTFE-Manschettendichtungen als Kurbelwellendichtungen im Automobilbau im letzten Jahrzehnt ist durch die guten tribologischen Eigenschaften, die chemische Inertheit und die hohe Temperaturbeständigkeit dieser Dichtelemente begründet. Doch wie ist das Dichtverhalten dieser Manschettendichtungen – experimentelle Untersuchungen, bei denen der Wellendrehung eine Axialbewegung der Lauffläche überlagert wurde, gehen dieser Frage nach. Das Ergebnis: Dichtungen deren Lippenende zur Ölseite zeigte, wiesen sowohl für die reine Rotation als auch für die kombinierte Bewegung keine Leckagen auf. Dichtungen deren Lippenende luftseitig montiert wurde, versagten bei großem axialen Hub und Öltemperaturen ab 80 °C. [...]

Dr.-Ing. Thomas Kletschkowski (Helmut-Schmidt-Universität Universität d. Bundeswehr Hamburg)

Der Markt bietet viele Lösungen zur Abdichtung von Flüssigkeiten. Knifflig wird es aber, wenn Dichtungen unter höherem Druck einer drehenden Welle Paroli bieten müssen. Neue Ansätze, Werkstoffe und Fertigungsoptionen sorgen für eine erhebliche Optimierung von Reibmoment, Standzeit und Wirtschaftlichkeit. [...]

Michael Muelner (xpress seals N.V.)

Feuchtigkeit und Partikelkontamination in Lagerschmiermitteln sind generell schlecht. Es gibt Daten, die darauf schließen lassen, dass üblicherweise 40% aller Ausfälle von „Rotating Equipment“ je Anlage durch den vorzeitigen Verschleiß von Lagern entstehen. Darüber hinaus gehen mehr als 50% der vorzeitigen Ausfälle von Wälzlagerungen zu Lasten von Partikelkontamination und Korrosionsschäden. [...]

Bernd Höflein (Aesseal Deutschland AG)

Höhere Anforderungen hinsichtlich der Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen führen zur weiteren Optimierung von Getrieben. Gleichzeitig wird auch ein hoher Schaltkomfort gefordert. Dies führt zur weiteren Optimierung der Stufenautomaten und zur Entwicklung neuer Getriebebauformen, wie dem Doppelkupplungsgetriebe. Damit verbunden sind hydraulisch geschaltete Kupplungen. Die Ansteuerung dieser erfolgt häufig über Drehdurchführungen. Die dafür notwendigen Dichtungslösungen werden folgerichtig auch unter dem Fokus geringer Schleppleistungen bewertet. [...]

Andreas Laage (Konzelmann GmbH)

In den seltensten Fällen ist der Kaufpreis das entscheidende Kriterium bei der Auswahl eines Wellendichtrings. Vielmehr geht es um Qualität und Langlebigkeit der Dichtung. Um beides sicherzustellen, sind alle Einflussfaktoren, die auf die Dichtung einwirken, zu berücksichtigen, damit die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen gewährleistet ist. Die richtige Dichtungslösung erreicht man, wenn Lagerung, Schmierung und Dichtung als tribologisches System betrachtet werden. [...]

Burkard Heil (SKF GmbH)

Berührungsfreie Dichtsysteme (Fangkammer-Dichtsysteme) sind sehr leistungsfähige, nahezu reibungsfreie, zuverlässige und verschleißfreier Dichtungen für schwallartig überflutete Wellendurchtrittsstellen. Sie finden in vielen Bereichen Anwendung wie z.B. in Turbinen, Laufrollen, Pressen, Pumpen, Papiermaschinen, etc. Sehr verbreitet sind sie zur Abdichtung der Lagerung von Werkzeugmaschinenhauptspindeln gegen das Eindringen von Kühlschmierstoff  und Fremdkörpern. Moderne Werkzeugmaschinen haben neben der Hauptspindel häufig mehrere kleine Spindeln, die z.B. zu Fräs- und Bohrarbeiten eingesetzt werden. Steigende Umfangsgeschwindigkeiten und erheblich höhere Bespritzungsströme von außen erschweren die Bedingungen für eine leckagefreie Abdichtung druckloser Wellendurchtritte. Kommt hierbei die berührungsfreie Fangkammerdichtung an ihre Grenzen, z.B. wegen fehlendem Bauraum oder eignet sich Sperrluft als statische Abdichtung nicht, kann der zusätzliche Einsatz berührender Dichtungen Abhilfe schaff en. Berührende Dichtelemente können aber auch sperrluftunterstützt eingesetzt werden. In dieser Kombination sind sie eine preisgünstigere Alternative zu reinen Sperrluftdichtsystemen. [...]

Professor Dr.-Ing. habil. W. Haas, Dipl.-Ing. C. G. Pflüger, Dipl.-Ing. M. Henzler (Institut für Maschinenelement Universität Stuttgart)

In der industriellen Wärmeerzeugung ist Thermalöl heute ein beliebter Wärmeträger. Verglichen mit Heißwassersystemen kann Thermalöl höhere Temperaturen bei niedrigeren Drücken übertragen – d.h. Wärmeträgerölsysteme erlauben niedrigere Auslegungsdrücke. Ein Wärmeträgerölsystem besteht aus einer/m elektrischen Heizung oder Brenner, der das Öl erwärmt, aus Verbrauchern, die die Wärme aufnehmen und der Zirkulationspumpe. Der einwandfreie Betrieb einer Anlage hängt hauptsächlich von der Zuverlässigkeit der verwendeten Pumpe und deren Wellendichtungssystem ab. Jeder Betreiber von Wärmeträgerölanlagen sollte die verfügbaren Dichtungssysteme und Pumpenkonzepte und ihre Vorteile kennen. Die Verwendung billiger Pumpen kann oft zu hohen Wartungskosten und Stillstand der Anlage führen. [...]

Dipl.-Ing. Ralph Schommer (DICKOW PUMPEN KG)

Die Einführung hydraulisch betriebener Erdbewegungsmaschinen auf breiter Front in den 50er Jahren hat die Baubranche revolutioniert. Der Wechsel von Gestängen und Seilwinden zur Mobilhydraulik, d.h. der Einsatz von Hydromotoren- u. Zylindern zur Kraft- und Bewegungseinleitung, hat die Leistung der Baumaschinen deutlich zum Besseren verändert. Die mit der Hydraulik lange Zeit assoziierte Tropfleckage hat inzwischen, dank der enormen Fortschritte der Dichtungstechnik, ihren Schrecken verloren. Baumaschinen sind aufgrund ihrer komplexen Bewegungs- und Lastübertragungsprofile ein anschauliches Beispiel für den vorteilhaften Einsatz der Fluidtechnik. Die Integration von Mechanik, Fluidtechnik und Elektronik hat besonders in dieser Branche neue Maßstäbe für Effizienz und Bedienungskomfort gesetzt. Der Dichtungstechnik und ihrer besonderen Bedeutung für den Erfolg der Mobilhydraulik soll durch Vermittlung von Erkenntnissen aus Langzeitpraxiserfahrung und dichtungstechnischem Hintergrundwissen im folgenden Beitrag eine Plattform gegeben werden. [...]

Dipl.-Ing. Gerd Lorber (Parker Hannifin GmbH & Co. KG)

„Entweder dicht oder reibungsarm“, diese Aussage trifft auf moderne Hydraulik-Zylinder längst nicht mehr zu. Heute muss das einstige „Bauteil, bei dem Öl austritt“ präzise und dicht sein, eine reibungsarme Lagerung des Kolbens im Zylinder sowie hohe Standfestigkeit aufweisen. Und natürlich muss dabei das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmen. Für alle diese Anforderungen liegt der Schlüssel in den Dichtungskombinationen. [...]

Tanja Hänchen (Herbert Hänchen GmbH & Co. KG)
Statische Dichtsysteme / Formteile:

 Die Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundesimmissionsschutzgesetz trat bereits am 1. Oktober 2002 in Kraft: die Technische Anleitung zur Reinerhaltung der Luft (TA Luft). Mit ihrer Novellierung haben sich die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Dichtungen vor allem in der Chemie wesentlich geändert. [...]

Dipl.-Ing. Marco Schildknecht (Frenzelit-Werke GmbH & Co. KG)

 In der Dichtungstechnologie für Verbrennungsmotore sind in den letzten Jahren bestimmte Standards für verschiedenste Verwendungen entstanden. Mit diesen Standards können die Vormateriallieferanten ihre Materialvielfalt reduzieren, um somit kostenoptimiert zu fertigen und um dem starken Kostendruck entgegenzuwirken. [...]

Dipl.-Ing. Ralf Flemming (Hühoco Metalloberflächenveredelung GmbH)

Gestanzte Dichtungen aus Grafit-Expandat-Folien sind schon lange am Markt eingeführt. Sie weisen hinsichtlich ihrer Temperaturbeständigkeit und chemischen Beständigkeit interessante Eigenschaften auf. Trotzdem sind ihre Anwendungen aufgrund ihrer Zerbrechlichkeit und der begrenzten Rückfederung, die öfters für Anwendungen bei höheren Temperaturen nicht ausreicht, begrenzt geblieben. Eine neue reine Grafit-Expandat-Dichtung zeigt hier interessante Perspektiven. [...]

Dr. Cyril-X. Latty, Thierry Ledauphin (Latty International S.A.)

Die Brennstoff zellentechnologie stellt hohe Anforderungen an die Dichtungstechnik, besonders durch die große Anzahl an Dichtfällen, die es zu bewältigen gilt. Dabei dürfen die Kosten nicht außer Acht gelassen werden, um die Marktfähigkeit von Brennstoff zellen zu erreichen. Vor der Marktreife sind dabei noch verschiedene Hürden zu nehmen. [...]

Dr.-Ing. Can Kreuz (Zentrum für BrennstoffzellenTechnik ZBT gGmbH)

Der Klimawandel ist eine der größten ökologischen Herausforderungen der Menschheit – und Klimaanlagen in Automobilen tragen nicht unwesentlich zum Treibhauseffekt bei. Den Komfort möchte heute aber niemand mehr missen. Deshalb sind innovative Lösungen – auch im Bereich der Formteile – gefragt, die der Umwelt und den Ansprüchen der Autofahrer gleichermaßen gerecht werden. [...]

Mike Eismann (ContiTech Kühner GmbH & Cie KG)

Wellen-Stopper® haben das Design von Mehr-Lagen-Stahl-Dichtungen (MLS-Dichtungen) entscheidend beeinflusst. Sie sind leistungsstarke und kostengünstige Funktionselemente für innovative Dichtungssysteme – vom Motor und Getriebe über den kompletten Antriebs- bis zum Abgasstrang. [...]

Dipl.-Kff r. Nicole Schuhmacher, Dipl.-Ing. Robert Blersch (REINZ-Dichtungs-GmbH)
Kleb- und Flüssigdichtsysteme :

Klebstoffe halten die Welt zusammen – von der Brötchentüte, über Bücher, bis hin zu Hochgeschwindkeitszügen, Rennwagen, Flugzeugen und Windeln. Nur mit Klebstoff en finden Rückennummern auf Fußball-Trikots oder Tapeten an Wänden Halt, schützen Pflaster aufgeschrammte Knie oder informieren Etiketten auf Flaschen über deren Inhalte. Klebstoff e sind heute ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Produkte in allen Industriezweigen. [...]

Dr. Hermann Onusseit (Henkel AG & Co. KGaA)

Neue Display-Technologien wie OLED – Organic LightEmitting Diodes –  sind weltweit auf dem Vormarsch. Wichtig ist dabei ein zuverlässiger Schutz der organischen Struktur vor Sauerstoff  und Feuchtigkeit. Deshalb hat man eine Klebstoffgeneration zum Abdichten entwickelt,  die eine extrem niedrige Permeation für Sauerstoff  und Feuchtigkeit aufweist und zugleich sehr gut auf Glas haftet. [...]

Dr. Daniel Lenssen (DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KG)

In letzter Zeit war viel über das Verkleben von Isolierglas in Fensterrahmen zu lesen und zu hören. Aus der Revolution des Fensterbaus scheint vorerst nichts geworden zu sein. Nichtsdestotrotz ist hier eine Technologie, die in bestimmten Bereichen wie der Einbruchshemmung durchaus schon eine sehr lange Tradition hat, mit einigem Schwung in andere Bereiche getragen worden, in denen sie bislang nicht oder nur wenig bekannt war. [...]

Dr. Wolfgang Wittwer, Dr. Knut Göke (Kömmerling Chemische Fabrik GmbH)

Wer Dichtprozesse zu bewältigen hat, sollte sich bereits im frühen Stadium der Neukonstruktion mit der wirtschaftlichen Umsetzung befassen. Die immer kürzeren Entwicklungs- und Lebenszyklen von Bauteilen erfordern schnelle und prozesssichere Lösungen, die auch bei kurzfristigen Änderungen flexibel optimierbar sind. Frei aufgetragene Dichtungssysteme bieten hierfür ein enorm breites Spektrum an Möglichkeiten, die weit über die in der Automobilzuliefer- und Elektroindustrie bewährten Anwendungsbereiche hinausreichen. [...]

Thomas Fritz (MIGA Sealtec GmbH)

Die Einkomponenten-Polyurethan-Technik hat in der Serienfertigung so einige Vorteile beim Dichten, Kleben und Isolieren von Bauteilen: dazu gehören niedrige Materialkosten, eine breite Anwendbarkeit, die Fertigungsprozesse lassen sich einfach beherrschen sowie eine kurze Produktionsdauer. Angesichts hoher Anschaffungskosten für Maschinen bietet sich für mittelständische Unternehmen bei kleineren und mittleren Stückzahlen die Lohnfertigung durch Dritte als effektive Lösung an. [...]

Hartmut Schwemmle, F. Stephan Auch (GWW Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH)

Auf dem Dichtungsmarkt zeichnet sich derzeit ein Trend in Richtung direktapplizierter Systeme ab. Der Markt bietet verschiedene Materialien und Verfahren, so dass alle möglichen Aufgabenstellungen gelöst werden können. Eine erste Entscheidungshilfe für das jeweils richtige System liefert der folgende Beitrag, dessen erster Teil in veröffentlicht wurde. [...]

Peter Fischer (Sonderhoff Chemicals GmbH)

Die Auslegung von Flächendichtstellen ist aufgrund mechanischer, thermischer und chemischer Einfl üssen komplex. Der Konstrukteur muss ein System, >> 1, das aus dem Dichtelement, den Gehäusehälften und den Verbindungselementen, z.B. Schrauben besteht, in sich abstimmen. Zu beachten ist hierbei, dass die Dichtung die Steifi gkeit des gesamten Systems beeinfl usst und dass die Belastungen, die auf die Dichtstelle wirken, zu ertragen sind. Im Bereich der Antriebstechnik müssen insbesondere noch Torsionsmomente über die Dichtstelle geleitet werden. [...]

Dipl.-Ing. Stefan Reinhardt, Professor Dr.-Ing. habil. Werner Haas (Institut für Maschinenelemente Universität Stuttgart)

 Beim Entwurf und der Konstruktion von Industriebauteilen, Gehäusen oder Emballagen spielt die Abdichtung konstruktiv scheinbar eine Nebenrolle, ist jedoch für die Funktion des Ganzen von großer Bedeutung. [...]

Dr. Alfred Link, Catarina Loewenthal (Sonderhoff Chemicals GmbH)

Ob Schutz vor Feuchtigkeit, Wasser, Staub oder Chemikalien – sichere Dichtungen sind für Anwender und Hersteller eine Herausforderung. In den vergangenen Jahren hat sich vor allem die FIPG/FIPFG-Technologie (formed-in-place gaskets/formed-in-place-foam-gaskets) als zuverlässige Lösung in der Automobil- und Elektrobranche etabliert. Das FIPG-Verfahren befasst sich mit an Ort und Stelle (in-situ) flüssig aufgetragenen Dichtungen und bietet wesentliche Vorteile. Die vollautomatische, maschinelle Fertigung sowie das sichere Funktionsverhalten, aber auch das gute Preis-Leistungsverhältnis sprechen für die Flüssigdichtungen. Dank der passgenauen Applikation fallen keine Reste an, wie es etwa bei gestanzten Dichtungen der Fall ist. [...]

Franz-Josef Giesen (RAMPF Holding GmbH & Co. KG)

Das Eisenbahnbundesamt hat die Norm DIN 6701 „Kleben von Schienenfahrzeugen und –fahrzeugteilen“ als Stand der Technik ausgewiesen. Damit werden in der Folge alle Anwenderbetriebe, die unter diese Norm fallen, gezwungen, diese Norm anzuwenden. In der Norm ist im Anwendungsbereich das Dichten ebenfalls ausdrücklich erwähnt. Neben der Anpassung von qualitätsrelevanten Abläufen und der Qualifikation von Personal müssen sich die entsprechenden Betriebe von „Anerkannten Stellen“ zertifizieren lassen. [...]

Dipl.-Ing. Julian Band (TechnologieCentrum Kleben GmbH)

 Die Nachfrage nach Lösungen für den Schutz von Bauteilgruppen gegen Nässe und Staub nimmt stetig zu. Zudem werden immer mehr 1K Schäume als Anti-Knarz Maßnahme (NVH = Noise Vibration Harshness) eingesetzt. Bedauerlich dabei ist, dass zum Anfragezeitpunkt die Bauteilkonstruktion meist abgeschlossen und die Werkzeuge häufi g schon gebaut sind. Leider werden dabei nicht immer die für das Aufnehmen einer Dichtung wichtigen Konstruktionsregeln eingehalten. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass man für eine geschäumte Dichtung unbedingt eine Nut benötigt. Eine kleine Nut kann als Verpressungsbegrenzung hilfreich sein, ist aber in 90% der Anwendungsfälle nicht notwendig. Oftmals ist das in der Nut befi ndliche Schaummaterial reine Materialvergeudung oder es wird durch weniger innovative Schaumdichtungssysteme notwendig. Auf der anderen Seite fehlen Flächen, die für den Aufbau einer genügend hohen Dichtung notwendig sind. Die Dichtungen müssen dabei oft große Toleranzen der zu verbindenden Bauteilpartner überbrücken. In diesen Situationen bietet das Penguim Foam System mit seiner großen Flexibilität Lösungsansätze. Neben der herkömmlichen FIPFG-Technik (= Formed in place from gaskets) kann mit denselben Schäumen und Anlagen auch die Mold Transfer Technik und sogar die innovativste Dichtungslösung, das S-FIT Verfahren (= Soft Foam Injection Technology), angewandt werden. [...]

Dipl.-Betrw., Dipl.-Wirt. Ing. (FH) Andreas S. Kreissl, Dr. Frank Kukla (CeraCon GmbH), Dipl.-Ing. (FH) Stephan Hoof (BRAKING-SUNSTAR S.p.A.)

Die Entwicklungen im Automotive-Bereich – insbesondere im Antriebstrang – stellen immer höhere Anforderungen an Industrie-Klebstoffe, Dichtungen und Metall-Oberflächenbehandlungen. Deshalb arbeiten weltweite Teams von erfahrenen Ingenieuren, Konstrukteuren und Entwicklern ständig daran, die Prozessschritte von Automobilkunden durch die Entwicklung von neuen innovativen Lösungen zu optimieren, welche die Kundenanforderungen heute und in Zukunft erfüllen und übertreffen. Ein Bereich, in welchem ein neues Flüssigdichtungskonzept erfolgreich umgesetzt wurde, ist die innovative Loctite Mold in Place (MIP) Dichtungstechnologie. [...]

Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Mayer (Henkel AG & Co. KGaA)
Be- und Verarbeitung:

Mit Hilfe spezifi scher Plasma-Verfahren lässt sich die Haftreibung von Elastomerbauteilen minimieren und deren Funktionsfähigkeit, z.B. bei Ventilanwendungen, deutlich verbessern. [...]

Dr. Frank Schön (Dätwyler Rubber)

Seit Jahren werden Heiß- und auch Kaltklebstoffe mit den verschiedensten Arten von Sprühsystemen verarbeitet. Der Vorteil von Sprühsystemen – sei es bei einem Spinnsprühsystem oder Fadensprühsystem – ist der kontaktlose Auftrag auf verschiedenen Substraten. Alle diese Systeme ermöglichen den problemlosen Auftrag von verschiedenen Klebstoff arten. Doch ist er wirklich so problemlos? [...]

Michael Brune (Inatec GmbH)

 Bevor ein Rotorblatt für eine Windkraftanlage seine Karriere als Windfänger startet, durchläuft es einen komplexen Produktionsprozess. Dabei geht es stets auch um das qualitativ hochwertige Verarbeiten von Epoxydharzen, Polyurethanen oder Silikonen. In jedem Stadium der Herstellung übernehmen Dosier- und Mischanlagen zentrale Aufgaben. [...]

Udo Tartler (TARTLER GmbH)

Vor allem im Bereich Horizontalmaschinen für die Produktion von technischen Gummiformteilen und O-Ringen bieten Horizontalmaschinen nennenswerte Vorteile. Dabei erfolgte die Entwicklung der neuen 300t-Horizontalmaschine in enger Zusammenarbeit mit den vielen Kunden in diesem Marktsegment. [...]

Ing. Gert Kain (MAPLAN Maschinen und technische Anlagen Planungs- und Fertigungsgesellschaft m.b.H.)

Ein minutenschneller Werkzeug- und Formenwechsel an Spritzgießmaschinen, Gummipressen oder Gummispritzpressen ist ein wichtiges Kriterium für eine wirtschaftliche Dichtungsfertigung. Schwierig ist dabei eine Verarbeitung bei hohen Temperaturen bis 240 °C.  Diese und weitere Verarbeitungsvorteile bieten magnetische, hydraulische und mechanische Spannsysteme. [...]

Andreas Reich (HILMA-Römheld GmbH)

Die wesentlichen Kriterien in automatisierten Klebeprozessen sind Wirkungsgrad und Austragsmenge. Beide Vorgaben in einem System effektiv umzusetzen, war bislang aber nur bedingt möglich. Mit einer neuen steuerungstechnischen Lösung ist es jetzt gelungen, ein Dosiersystem für den Einsatz an Robotern zu entwickeln, das diese beiden Anforderungen gleichzeitig erfüllt. [...]

Dr. Peter Stipp (Hilger u. Kern GmbH)

Laser zur Vorbehandlung und Reinigung einzusetzen, ist in der industriellen Praxis nichts Neues mehr. Steigende Anforderungen zur Emissionsreduzierung fordern den vermehrten Einsatz von Leichtmetallen, wie z.B. Aluminium, im Automobilbau. Gleichzeitig beinhalten Aluminiumbauteile und –komponenten empfindliche Elektronik oder müssen aus funktionellen Gründen dicht verschlossen sein. Der Einsatz von Fluid- und Klebedichtungen muss dabei insbesondere den Anforderungen der langen Lebensdauer von Automobilen gerecht werden. [...]

Dipl.-Ing., Dipl-Kfm. Edwin Büchter (Clean-Lasersysteme GmbH)
Mess- und Prüftechnik :

Auf dem Gebiet der Dichtungstechnik ist der Fokus in der Forschung in den letzten Jahren vom Dichtelement hin zur Gegenlauffläche gewandert. Die Messung der dreidimensionalen Oberflächentopographie gehört daher mittlerweile zum Alltag. Das spiegelt sich auch im gestiegenen Interesse seitens der Industrie an Dienstleistungen zur Oberflächenanalyse wieder. [...]

Dipl.-Inf. Alexander Buck, Professor Dr.-Ing. habil. Werner Haas (Institut für Maschinenelemente Universität Stuttgart)

Das seit zwei Jahren in der Praxis etablierte Inspektionsverfahren, bei der die O-Ringe zunächst gedehnt und dann mittels einer Vielzahl von Kameras auf Fehler jeglicher Art und Größenordnung kontrolliert werden, hat eine nie erreichte Kontrollsicherheit und Produktqualität hervorgebracht. Bis zur Einführung des neuen Verfahrens mussten Kontrollen dort, wo die Qualitätsanforderungen höher waren, immer noch per Hand, in aufwändiger visueller Einzelbegutachtung, vorgenommen werden. [...]

Dipl.-Ing. Michael Horst (miho Inspektionssysteme GmbH)

Rasant steigende Kosten für Energie und Rohstoffe drängen zunehmend zu größeren Einsparungen bei den Energieträgern. Insbesondere die weit verbreitete Druckluft ist ein sehr teures Medium. Außerdem sind neben den hohen Kosten, undichte Geräte oder Anlagen im betrieblichen Alltag ein bestehendes Sicherheitsrisiko. Deshalb nutzt man seit einigen Jahren die einfache Ultraschallmethode zur Lecksuche für eine schnelle und ungefährliche Diagnose der betrieblichen Anlagen. [...]

Dipl.-Phys. Hans-Joachim Münch, Dipl.-Kff r. Melanie Schmidt (SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH)

Rückrufaktion in der Automobilindustrie. Die damit einhergehende Umsatz- und Imageschädigung lassen den Ruf nach einem Höchstmaß an Produktionssicherheit immer lauter werden. Mit einem erhöhten Anspruch an kontinuierlicher Qualitätsverbesserung steigen auch die Anforderungen an die Produktionsabläufe. Im Bereich der Wärmebehandlung, z.B. von Dichtungen für die Fahrzeugindustrie, sichert eine übergeordnete Prozessdatenerfassung die lückenlose Rückverfolgbarkeit. [...]

Dipl.-Ing. Reiner Wiesehöfer (Vötsch Industrietechnik GmbH)

Die elektronische Videoprüfung von Dichtungen ist heute für jeden Hersteller ein Muss. Neben der notwendigen Qualitätssicherung steht beim Einsatz moderner Systeme auch immer die Rentabilität im Blickpunkt. Hier spielen Anschaffungskosten und die Amortisation zentrale Rollen. Gefordert sind kostengünstige Prüfsysteme, die eine hohe Prüfqualität bieten und die Produktionseffizienz steigern. Prüfsysteme, die auf Zeilenkameras basieren, bieten hier interessante Ansätze. [...]

Dr. Zoltán Nagy (GDO B.V. Vision & Inspection Systems, GDO B.V.)

Fortschritte in der berührungslosen Messtechnik und in der Werkstoffprüfung ermöglichen eine genauere und schnellere Überprüfung von O-Ringen, Elastomerdichtungen und Werkstoffen bezüglich wichtiger Qualitätskriterien wie Abmessungen, Oberflächenfehler, Langzeitverhalten oder Werkstoffbeschaffenheit. Hier werden die Möglichkeiten der kräftefreien dimensionellen Prüfung vorgestellt und die Möglichkeiten der modernen Werkstoffprüfungen mittels Druckspannungsrelaxation und  Thermogravimetrie aufgezeigt. [...]

Dipl.-Ing. Bernhard Richter (O-Ring Prüflabor Richter)

Bei den Elastomeren werden oft keine Prüfungen angewendet. Es wird z.B. bei einer Eingangsprüfung einfach die Härte bestimmt und sonst nichts. Mittels entsprechenden Prüfungen kann jedoch ein elastomeres Material sehr gut bezüglich seinen mechanisch-physikalischen Eigenschaften untersucht werden. Es kann der Vulkanisationsgrad bestimmt werden, es können Beständigkeiten gegenüber den verschiedensten Agenzien untersucht und das Alterungsverhalten überprüft und vorhergesagt werden. Die Prüfung der Elastomere wird ebenfalls bei Schadenfallabklärungen angewendet. [...]

Dipl.-Masch. Ing. HTL/REG, Kunststoff Ing. NDS/HTL Christian Krebs (LABOR SPIEZ, ABC Schutztechnologie)
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