Die Belastungen steigen. Effekte der modernen SIP-Reinigung auf PTFE-Ventil-Membranen minimieren

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Holger Best

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Bärbel Schäfer

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Weitere Fachartikel aus DICHT! Ausgabe 4.2011:

Kommentar:

Offen gesagt, ich kann das Wort „Nachhaltigkeit“ nicht mehr hören. Es ist ein Modewort, das hilft, seine Produkte, Leistungen und das Unternehmen sowie die Politik besser zu vermarkten, mit dem Versuch, sich vom Wettbewerb abzuheben. Dabei hat die heutige Verwendung oft nur noch wenig mit seiner ursprünglichen Bedeutung zu tun. Der Begriff kommt aus der Forstwirtschaft und bedeutet, dass der Forstwirt von seinen Erträgen lebt, ohne die Substanz anzugreifen und die zukünftige Ertragssituation zu gefährden. Was ist von dieser Bedeutung im Zuge der „Green- Orientierung“ der Wirtschaft und Politik übriggeblieben bzw. wird wirklich gelebt? Wirtschaften die Politiker nachhaltig, wenn sie mehr ausgeben, als sie einnehmen und wahrscheinlich je finanzieren können? Gehen Unternehmen nachhaltig mit der Ressource „Mensch“ um, wenn immer mehr Menschen über Burn-out klagen und dem Leistungsdruck nicht mehr standhalten können? Ist es nachhaltig, wenn wir riesige Nahrungsanbauflächen für Ölersatzstoffe nutzen, statt die sichere Versorgung der Menschen zu priorisieren? Gehen wir nachhaltig mit Trinkwasser um, wenn wir es zur Toilettenspülung nutzen? In China steigt der Anteil an Privatautos dramatisch an. Die Wirtschaft freut sich, der Konsum blüht und wird gefördert und die Umwelt wird mit einer immer stärkeren Abgasbelastung konfrontiert. In wie vielen Fällen brennt im Büro Licht, obwohl es schon hell ist, wie oft und wie viele Geräte sind im Stand-by-Modus? Brauchen wir dies wirklich, ist das nachhaltig? Die Liste der Fragen hinsichtlich unseres mangelnden Bewusstseins für den sachgerechten Umgang mit Ressourcen ließe sich fast beliebig fortsetzen. [...]

Karl-Friedrich Berger (ISGATEC GmbH)
Klebetechnik:

Der Einsatz dieser Technologie in den unterschiedlichsten Branchen und Anwendungsbereichen spiegelt sich auch in einer Vielzahl von Entwicklungstrends wider. Im Kern bietet die moderne Klebetechnik dabei Lösungsansätze für die unterschiedlichsten aktuellen Fragestellungen und ist damit am Puls der technischen Entwicklung – ein Überblick.

Neben dem allgemeinen Trend, dass sich moderne Klebstoffe für immer mehr Anwendungsbereiche empfehlen und interessante Lösungsansätze aufzeigen, sind anaerobe Klebstoffe auf dem Vormarsch, die die steigenden Anforderungen an Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz erfüllen. Bereits 2009 hat Henkel erfolgreich anaerobe Schraubensicherungen eingeführt, die ein „weißes“ Sicherheitsdatenblatt vorweisen können und hat sich darüber hinaus dazu verpflichtet, mit allen neuen Produkten einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung zu leisten. Entscheidend ist dabei, auf kennzeichnungspflichtige Inhaltsstoffe zu verzichten, ohne die Produktleistung zu beeinträchtigen.

„Bei der Produktentwicklung im Bereich Industrieklebstoffe konzentrieren wir uns vor allem auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz“ – Grita Berendt, Produktmanagerin für anaerobe Kleb- und Dichtstoffe bei Loctite, Henkel AG & Co. KGaA

„Zeitgleich dichten und kleben ist eine Antwort auf die Anforderung nach wirtschaftlichen und sicheren Montageprozessen“ – Dipl.-Ing. Ralf Heiligtag, Geschäftsführer, VITO Irmen GmbH & Co. KG

„Aufgrund der steigenden Miniaturisierung und zunehmenden Funktionsintegration (z.B. Tablett-PCs, Smartphones) werden vermehrt Klebebänder mit sehr hoher Klebkraft gefordert, da die zur Verfügung stehende absolute Klebefläche immer geringer wird.“ – Dr.-Ing. Hansjörg Ander, Leiter Global Product Development, Lohmann GmbH & Co. KG

"Die LED-Technologie bietet – richtig eingesetzt – viele interessante wirtschaftliche Perspektiven für viele Produkte“ – Nadine Blaesing, Market Segment Manager Europe, Dymax Europe GmbH

„Da klebetechnische Anwendungen oft sehr spezifisch sind, erfordern sie eine intensive Kommunikation und enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Anbieter und Anwender.“ – Gudrun Weigel, Leiterin Engineering von DELO Industrie Klebstoffe

„Der Leichtbau ist – insbesondere in der Automobilindustrie – ein zentraler Treiber für neue Klebtechnikentwicklungen“ – Dr. Jürgen Klingen, Hauptabteilungsleiter Forschung und Entwicklung der 3M Deutschland GmbH [...]

Grita Berendt (Loctite, Henkel AG & Co. KGaA), Dipl.-Ing. Ralf Heiligtag (VITO Irmen GmbH & Co. KG), Dr.-Ing. Hansjörg Ander (Lohmann GmbH & Co. KG), Nadine Blaesing (Dymax Europe GmbH), Gudrun Weigel (DELO Industrie Klebstoffe), Dr. Jürgen Klingen (3M Deutschland GmbH)

Eine Spannweite von 80 m kristallisiert sich derzeit als Maßstab für den Bau neuer Windflügel heraus. Um solch mächtige Rotoren zukünftig wirtschaftlicher fertigen zu können, arbeiten die Windflügel Hersteller derzeit fieberhaft an der Optimierung ihrer Produktionsprozesse. Das Dosieren, Mischen und Auftragen von Epoxydharzen und Polyurethanen zum Verkleben der Windflügel-Halbschalen und zum Einkleben innerer Stegstrukturen gehören bei der Herstellung von WEA-Rotorblättern zu den wichtigen Prozessschritten. Speziell für den Einsatz im Prototypen-Stadium sowie zur Fertigung von Versuchs- und Kleinserien realisierte Tartler nun eine Drei-Komponenten-Applikationsanlage: Ein mobiles, modulares Stand-alone-Komplettsystem mit langem 360°-Schwenkarm, der den Mischkopf aus einer Höhe von 4,5 m präzise über die Klebenähte einer Rotor-Halbschale führt.

Die komplette Anlage lässt sich per Flurförderzeug an den Rotor-Halbschalen entlang führen. Optional lässt sich das System auch mit einem Antrieb zum Verfahren in Bodenschienen ausrüsten. Außerdem kann es – dann ohne den 360°-Schwenkarm – mit vorhandenden Kran-, Roboter- oder Gantry-Systemen kombiniert werden. [...]

Tartler GmbH

Gummiprofildichtungen für Türen und Fenster an Automobilen bestehen typischerweise aus EPDM. Die Befestigungsmethoden sind vielfältig: Neben Schnapphaken und Flüssigklebstoffen kommen Spezialklebebänder zum Einsatz. Diese bieten deutliche Vorteile, da die fest mit dem Band verbundenen Haftklebstoffe keine Reaktionszeit brauchen. Darüber hinaus gleichen Schaumklebebänder Unebenheiten aus, dichten gegen Staub und Feuchtigkeit, lassen dem Designer Gestaltungsfreiheit, zeigen eine hohe Soforthaftung und sind kostengünstiger als die anderen Methoden. Sie verteilen Kräfte gleichmäßig und kompensieren thermische Ausdehnungen. Die Oberfläche der abzudichtenden Karosserie bleibt geschlossen, wodurch ihre Korrosionsanfälligkeit erheblich verringert wird. Da die Oberfläche des unpolaren Werkstoffs EPDM nicht klebefreudig ist, wurden bisher bevorzugt Klebebänder aus Acrylatschaum verwendet. Diese sind im oberen Preissegment angesiedelt.

Die selbstklebende Seite des Klebebandes ist zur Verklebung auf Lack oder Glas mit einem druckempfindlichen Acrylathaftklebstoff beschichtet. Aus seiner hohen Viskosität resultiert eine hohe Kohäsion mit sehr guten Endfestigkeiten. Die Lieferform als Spule mit großen Lauflängen bis 1.800 m lässt eine kontinuierliche Ausrüstung der EPDM-Profile zu. [...]

VITO Irmen GmbH & Co. KG

Die in Form eines Baukastensystems kombinierbaren amorphen, flüssigen und kristallinen DYNACOLL®-Typen ermöglichen seit vielen Jahren eine genaue Formulierung von reaktiven PUR-Hotmelts für die vielfältigsten Anwendungen in der Kleb- und Dichtstoffindustrie. Der Baukasten, bestehend aus mehr als 20 mittelmolekularen Typen, wurde jetzt um Polyester auf Basis nachwachsender Rohstoffe erweitert.

Gemeinsam mit dem strategischen Partner, der Jowat AG, wurden Klebstoff-Formulierungen für spezielle Applikationsfelder angepasst. [...]

Evonik Degussa GmbH

Die Bedienung moderner Mähdrescher erfolgt über komfortable Touch-Panel Bildschirmsteuerungen in der Fahrerkabine. Dieser Touchscreen muss absolut dicht sein gegen Staub, Schmutz und Feuchtigkeit sowie resistent gegen ständige Vibration und erhebliche Temparaturdifferenzen. Eine prozesssichere Lösung für das Verkleben der einzelnen Komponenten der Gehäusevorderschale fertigt die Michelfelder GmbH West in Serie. Die Touch-Panel- Steuereinheit wurde in Kooperation zwischen Endkunde und Systemlieferant entwickelt, wobei das Pflichtenheft der Baugruppe die IP-Dichtheitsklasse 64 verlangt.

Der standardisierte Produktionsablauf, insbesondere das automatische Dosieren im FIPFG-Verfahren, bietet höchste Prozessstabilität und somit reproduzierbare Ergebnisse auf dem vorgegebenem Qualitätsniveau. [...]

Michelfelder GmbH-West
Mess- und Prüftechnik:

Bei Karosserien sind Bördelfalze eine korrosionsgefährdete Stelle, da es sich um eine Fügestelle im Nassbereich handelt. Die Qualitätsansprüche an den Herstellungsprozess sind hoch und betreffen im Wesentlichen den Klebstoffraupenauftrag, das Falzen sowie die spätere Applikation der Dichtraupe.

Eine Onlinekontrolle kann die Kosten für Nacharbeit im Werk oder gar beim Kunden senken. Bei der Herstellung eines Bördelfalzes erfolgt zunächst der Klebstoffauftrag auf die Außenhaut der Tür. Beim anschließenden Bördeln wird diese dann auf die eigentliche Türstruktur gefalzt. Hierbei wird der Klebstoff so verpresst, dass er den durch den Falz entstandenen Hohlraum verschließt. Die gefertigte Tür wird in die Karosserie verbaut und durch die Kathodische Tauchlackierung (KTL) geführt. Für den KTLProzess ist es wichtig, dass kein Klebstoff außerhalb des Falzes die Benetzung stört. Im Nachgang zur KTL wird die innenliegende Falzkante der Tür mittels einer Hakenklebedüse im eingebauten Zustand abgedichtet. [...]

Peter Gördes (Precitec KG)
Flüssigdichtungen:

Die Automotive-Industrie und ihre Zulieferer stellen über die ganze Wertschöpfungskette immer höhere Anforderungen an Produktivität und Qualität – auch, um ihre Marktstellung weiter ausbauen zu können. Das betrifft z.B. auch den Verguss von Ultraschallsensoren, bei dem die Anforderungen mit modernen Anlagenkonzepten und einem hohen Grad an Prozessüberwachung realisiert werden –ein Beispiel.

Ultraschallsensoren werden heute in Kraftfahrzeugen als Einparkhilfesensoren verwendet, die sich im Front- und Heckstoßfänger befinden. Diese Parkhilfesensoren dienen dazu, den Fahrer über die Entfernung des Hindernisses mittels eines Summers und einer optischen Anzeige zu informieren. Dies dient der Sicherheit und dem Fahrkomfort beim Einparken in engen Parklücken, beim Rückwärtsfahren oder beim Einfahren in eine Garage. An die Sensoren werden sehr hohe Qualitätsanforderungen gestellt, was die Zuverlässigkeit, Festigkeit und Materialbeständigkeit betrifft. Deshalb wird die Elektronik der Sensoren mit einer 2K-Vergussmasse eingegossen. [...]

Hans Blaha (BARTEC Dispensing Technology GmbH)

In der Automobilindustrie wird permanent nach Dichtungslösungen gesucht, die hohe Dichtigkeit und Wirtschaftlichkeit vereinen. Solche Lösungen entstehen i.d.R. aus der richtigen Kombination von Werkstoffen und Fertigungstechnik. Aufgabenstellung – Die BBP Baier Kunststoffwerke suchten einen Weg, die Frischluftansaugung mit integrierter Wassertrennung bei zwei Fahrzeugklassen eines Automobilherstellers sofort nach ihrer Herstellung effizient abzudichten. Es ging um die direkte Verkettung des Spritzgussprozesses mit dem Dichtungsschäumen, aber auch um den optimalen Schutz der Bauteile über die gesamte Laufzeit des Fahrzeuges hinweg. Neben einer sehr effizienten Frischluftzuführung war auch eine leistungsfähige Wassertrennung notwendig. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Wasserkasten. Er hat die Aufgabe, das von der Frontscheibe ablaufende Wasser zu sammeln und in die vorderen Radkästen ins Freie abzuleiten. Somit gelangt keine Feuchtigkeit in den Motorraum. [...]

Rampf Holding GmbH & Co. KG

Viele Gehäuse im Industrieeinsatz stellen hohe Anforderungen an ihre Abdichtung. Dabei müssen Themen wie z.B. IP-Schutzgrad, EMV oder Hygienevorschriften berücksichtigt werden. Dabei ist es mit einer Dichtung allein bzw. mit der Auswahl des richtigen Dichtungsmaterials aus einer Vielzahl am Markt vorhandener Möglichkeiten jedoch nicht getan. Vielmehr ist ein ganzheitliches Dichtkonzept entscheidend.

Die Kunst, z.B. ein Gehäuse nach den Anforderungen eines klar definierten IP-Schutzgrades dicht zu bekommen, liegt in der Auswahl des richtigen Verfahrens und dessen frühzeitiger Einplanung schon während der Konstruktion, in Abstimmung mit den übrigen Komponenten und Baugruppen. Dichtungen sind i.d.R. dort verbaut, wo vor Umwelteinflüssen geschützte Baugruppen zu Servicezwecken in unregelmäßigen Abständen zugänglich gemacht werden müssen oder dort, wo unbekannte oder schwierige, nicht alltägliche Einbausituationen zu meistern sind. Und genau dort sind die Schwachstellen einer nicht konstruktiv berücksichtigten Dichtungslösung. Eine Dichtung, die keinen mechanischen Anschlag hat und aus diesem Grund nach einem Öffnen der Baugruppe nicht rekonditioniert werden kann bzw. kein Rückstellverhalten aufweist, verfehlt ab diesem Zeitpunkt ihre Wirkung oder kann diese nur teilweise erfüllen. Um all diese Punkte zu berücksichtigen, ist es wichtig, neben den Anforderungen des (Neu-)Gerätes auch die Anforderungen im Feld zu kennen. Nur dann können die Mechanik, die Dichtungsart und das Dichtungsmaterial samt Zubehör optimal aufeinander abgestimmt werden, sodass ein ganzheitliches Dichtkonzept entsteht.[...]

Karin Ferenbach (Richard Wöhr GmbH)

Die bedrohlichen Krankheitsbilder der in der letzten Zeit verstärkt auftretenden Epidemien und die Mitte Juli 2011 in Kraft getretene Neufassung des Infektionsschutzgesetzes zur Verbesserung der Hygiene rücken auch antibakterielle Dichtungen für Klimaanlagen wieder mehr in den Blickpunkt.

Es ist bekannt, dass feuchtwarmes Klima, wie es beim Austausch von zu- und abgeführter Frischluft auch in Lüftungs- und Klimaanlagen vorherrscht, bakterielles Wachstum begünstigt. Speziell bei ansteigenden Temperaturen nimmt die Konzentration der Mikroorganismen deutlich zu und die Pilzsporen entwickeln eine höhere Vitalität. Solche Bedingungen sind ein guter Nährboden für Krankheitskeime und -erreger, die bei Menschen Infektionen auslösen können. Der Markt für raumlufttechnische Anlagen verlangt deshalb spezielle Dichtungen, auf deren Oberfläche Mikroorganismen wie Schimmel- und Pilzsporen gar nicht erst entstehen können. Antimikrobielle Dichtsysteme sind schon seit vielen Jahren im Einsatz und wurden seitdem laufend optimiert. Spezielle Additive sorgen in der Dichtungsrezeptur für den Schutz vor gesundheitsschädlichen Mikroorganismen. [...]

Florian Kampf (Sonderhoff Holding GmbH)

Unter dem Markennamen Loctite steht ein breites Portfolio an professionellen Dichtungsmitteln zur zuverlässigen Sicherung und dauerhaften Abdichtung von Gewinden, Anschlussstücken und Rohrverbindungen unterschiedlicher Materialien, Beschaffenheit und Durchmesser zur Verfügung. Loctite 5776 wurde speziell für die Abdichtung von Metallgewinden entwickelt. Das Produkt verhindert selbstständiges Losdrehen sowie Undichtheiten, die durch Stöße und Vibrationen entstehen können.

Die Dichtung hat die Trinkwasser-Zulassung (KTW) und die Zulassung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) für die Anwendung in Gasleitungen. [...]

Henkel AG & Co. KGaA
Statische Dichtungen:

Korrosionsvorgänge an Dichtverbindungen in Rohrleitungen, Pumpen, Armaturen und Behältern verursachen vermeidbare Kosten und können die Betriebssicherheit und Betriebsdauer von Anlagen vermindern. Durch die Auswahl geeigneter Dichtwerkstoffe sowie durch konstruktive Maßnahmen lässt sich Korrosion in Dichtverbindungen deutlich reduzieren.

Auch wenn das Erscheinungsbild von verschiedenen Korrosionsfällen auf den ersten Blick oft ähnlich ist, so muss man zwischen verschiedenen Korrosionsmechanismen – ausgelöst durch unterschiedliche Ursachen – unterscheiden. Die wichtigsten, im Zusammenhang mit Dichtungswerkstoffen auftretenden, Korrosionstypen sind die Kontaktkorrosion, die Spaltkorrosion und die elektrochemische Korrosion. Da in der Praxis selten nur einer dieser Mechanismen isoliert auftritt, ist es oft schwierig, eine eindeutige Schadensanalyse durchzuführen. Diese Form der Korrosion entsteht bevorzugt dann, wenn ein Dichtungswerkstoff Bestandteile enthält, die im Kontakt mit einer metallischen Dichtfläche eine chemische Reaktion mit derselben hervorrufen. Oft tritt diese Korrosionsform in Verbindung mit Spaltkorrosion auf. Der wohl am häufigsten vorkommende Schadensfall – sowohl an Armaturenspindeln als auch an Flanschen– tritt bei Flachdichtungen oder Stopfbuchspackungen auf, die durch einen hohen Chlorid-Anteil Lochkorrosion an Cr/Ni-Stählen verursachen. Durch Umstellung des Dichtungswerkstoffs auf chloridarme Materialien auf Basis von PTFE oder flexiblem Graphit können diese Effekte deutlich reduziert werden. [...]

Rainer Zeuß (SGL Carbon GmbH)

Membranen, die überwiegend in aggressiven Sterilisations- und Kühlbedingungen eingesetzt werden, sind wesentlich anfälliger für Risse, Aufspleißungen, Deformierungen und durch SIP-Dampf erzeugte Blasenbildung. Neue modifzierte PTFE in Kombination mit der „richtigen“ SIP-Reinigung und Wartung können diese Probleme minimieren.

Steam-in-place (SIP) ist ein bewährter Prozess der Sterilisation in pharmazeutischen und biotechnologischen Anlagen. Hierbei bewegen sich normalerweise die typischen Zyklus-Temperaturen im Bereich von 120 °C bis 130 °C. Extreme SIP-Parameter bringen es auf mindestens 140 °C bei zwei Stunden Einwirkzeit. Diese SIP-Zyklen werden mit unter Druck stehendem Wasser langsam abgekühlt. Da immer schnellere Chargenwechsel und höhere Produktionserträge erreicht werden müssen, hat man damit begonnen, zunehmend HTST- (High Temperature Short Time) Sterilisationssysteme einzusetzen. Diese Systeme laufen bei 140 °C bis 160 °C und werden dann sehr schnell abgekühlt. Hierdurch entsteht häufig eine Blasenbildung in den Membranen, was die Lebensdauer der Membrane reduziert und u.U. die Sterilität der Anlage infrage stellt. Besonders belastet sind die Membranen der Ventile, die nahe am Dampfeinlass liegen. [...]

Dipl.-Ing. Thomas Schmitz (Garlock GmbH)

Das „SoftSeat“-Rückschlagventil in „Forward“-Fließrichtung (der Durchfluss ist hierbei in Einbaurichtung des Ventils) erfüllt die vielfache Forderung nach einem leckagefreien Ventil. Dies gilt sowohl für die Pneumatik als auch für die Hydraulik.

Das Dichtungsmaterial kann den Anwenderanforderungen angepasst werden. Weitere Bauformen dieses Ventils werden in Kürze folgen. [...]

LEE Hydraulische Miniaturkomponenten GmbH

Die Vorteile dieser Dichtungsart von NovoNox sind, dass kein Reibkontakt zur Welle besteht und die Dichtung in Kombination mit hochwertigen, ungehärteten Edelstahlwellen verwendet werden kann. Ein Schleifen der Kontaktflächen wie bei berührenden Dichtungen ist nicht erforderlich. Zusätzliche Fertigungskosten können eingespart werden. Die Dichtungen bestehen aus zwei profilierten Spezial-Ringen, welche die reibungs-, verschleiß-, abrieb- und erwärmungsfreien Eigenschaften sicherstellen.

Die Dichtungen bestehen aus hochwertigem Kunststoff und sind resistent gegen zahlreiche Säuren, Chemikalien und Pilze und somit für die Nahrungsmittel-, Chemie- und Elektronikindustrie geeignet. [...]

NovoNox Inox Components
Dynamische Dichtungen:

Stopfpackungen sind in vielen Bereichen eine bewährte Dichtungslösung. Bei der Abdichtung von Wellen in der Lebensmittelindustrie stoßen diese Lösungen an ihre Grenzen. Ein neues Wellendichtungskonzept bietet hier unter konstruktiven, wirtschaftlichen und QS-Aspekten interessante Perspektiven.

Erfahrungsgemäß reiben sich die bisher in Tanks, Mischern, Conchen und Förderschnecken etc. eingesetzten Stopfpackungen im laufenden Betrieb kontinuierlich ab. Beim Erneuern der undichten Stopfpackungen werden neue – teilweise von außen der Tanks nach innen – an den Wellenenden hineingestopft, gepresst und verdichtet. Damit ist auch die Frage, wohin der Abrieb der Teflonfasern gelangt, schnell beantwortet: Zum Verdruss der Qualitätsprüfer einfach in das Produkt im Tank – eine Situation, die – insbesondere in der Nahrungsmittelherstellung und bei deren Zulieferern – nicht akzeptabel ist. Stopfpackungen haben aber noch einen weiteren Nachteil. Der sachgemäße Austausch ist immer mit viel Zeit-, also Kostenaufwand, verbunden und gehört zu den undankbaren Aufgaben für die Techniker. Denn einmal entfernt, sind die Stopfpackungen nicht mehr zu gebrauchen. So werden die verbrauchten Packungen aus der Packungshülse mangels besserer Methode z.T. mit den abenteuerlichsten Werkzeugen und leider auch oft nicht vollständig entfernt. Der eingeschränkte Zugang zu den Packungen, der die Erneuerung erschwert, ist ebenfalls die Regel. Rückstände alter Packungen bleiben in den Packungshülsen und so ist die nächste Undichtigkeit schon vorprogrammiert. [...]

Thomas Louis (Cinchseal Europe)
Werkstoffe:

Bislang wurden Flüssigsiliconkautschuke durch die Beigabe von inerten Füllstoffen wie z.B. Quarz flammwidrig eingestellt. Solche Füllstoffe führen jedoch beim Spritzgießprozess zu einem erhöhten Materialabtrag. Dies macht sich vor allem im Angussbereich des Spritzgießwerkzeugs bemerkbar und führt zu verkürzten Wartungsintervallen sowie einer kostspieligen Nachbearbeitung des Spritzgießwerkzeugs. Dieses Problem behebt die neue Flüssigsiliconkautschuktype ELASTOSIL® LR 3011/50 FR. Sie wurde mit speziellen inerten Füllstoffen formuliert, die im Zusammenwirken eine hervorragende flammhemmende Wirkung ohne den Einsatz abrasiver Zusätze ergeben. Der Verschleiß des Formwerkzeugs ist somit deutlich geringer als bei herkömmlichen flammwidrig ausgerüsteten Flüssigsiliconkautschuktypen. Dadurch lassen sich wesentlich längere Standzeiten und erhebliche Kostenvorteile bei der Verarbeitung erzielen.

ELASTOSIL® LR 3011/50 FR-Vulkanisate besitzen die Klassifizierung V-0 für unterschiedliche Dicken gemäß der Underwriter-Laboratories-Norm UL 94. [...]

Wacker Chemie AG

Dichtungen für den Einsatz in aggressiven, anspruchsvollen Umgebungen, wie sie in der Öl-, Gas- oder Automobilindustrie auftreten, stellen eine enorme Herausforderung an die Gestaltung von Anwendungen. Dichtungen müssen exakt, dicht und beständig sein, um Lecks, wartungsbedingte Ausfallszeiten oder sogar kostspielige Systemausfälle zu vermeiden. Je nach Einsatztemperatur und Medium, gegen das abgedichtet werden soll, muss ein geeigneter Elastomerwerkstoff gewählt werden. Das kann z.B. FKM für Anwendungen mit hoher Temperatur-, Chemikalien- oder Kraftstoffbeständigkeit oder EPDM für Dichtungen gegenüber polaren Medien wie Bremsflüssigkeit sein. Während diese Materialien eine ausgezeichnete Beständigkeit gegen Hitze und Korrosion bieten, sind sie jedoch meist zu weich und zu flexibel für den Einsatz als Dichtungen. Extreme industrielle Szenarien erfordern, dass Dichtungen zusätzliche Steifigkeit und eine hohe Kriech- und Verformungsbeständigkeit aufweisen müssen, um dauerhafte Abdichtung zu gewährleisten. Zudem sollte die Permeation bei vielen Anwendungen auf ein Minimum reduziert werden. Dieser Herausforderung stellten sich Dätwyler und Victrex Polymer Solutions (VPS). Gemeinsam wurde ein Verbundmaterial aus dem Hochleistungspolymer VICTREX® PEEK™ und Elastomer-Werkstoffen von Dätwyler entwickelt. Die Entwicklung konkretisierte sich auf eine Kombination von NBR und FPM mit PEEK-basierten APTIV® Folien, mit dem Ziel, einen Verbundwerkstoff für Dichtungen mit geringer Permeation zu schaffen.

Dichtungen als Verbundteile vereinfachen den Aufbau der Applikation und deren Montage erheblich. [...]

Victrex Polymer Solutions

Die patentierte CarboGlide®-Beschichtung bietet durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit eine nachhaltige Verringerung der Reibung – im Vergleich zu nitrierten Oberflächen oder anderen gebräuchlichen Beschichtungen – um bis zu 20%, auch bei modernen Hochleistungstriebwerken mit Direkteinspritzung und Turboaufladung. Dabei schützt die Beschichtung selbst unter kritischen Schmierbedingungen durch ihre chemische und physikalische Stabilität die Zylinderoberfläche vor Abrieb und Verriefungen. Die Eigenschaften der Beschichtung werden durch eine mehrlagige Mikrostruktur und die spezielle Zusammensetzung der Beschichtung erzielt.

Die Kombination von geringer Reibung und hohem Widerstand gegen Abnutzung macht die Technologie auch für die Anwendung bei anderen Produkten, wie z.B. bei Laufwerk-Dichtungen in Baumaschinen, interessant. [...]

Federal-Mogul

Bei Kunststoffbauteilen und Baugruppen mit Dichtfunktionen bringt erst die Kombination verschiedener Werkstoffe optimale Ergebnisse, z.B. hohe Beständigkeit gegen Chemikalien oder die Eignung für den Einsatz bei Tieftemperaturen oder Brandgefahr. Deutlich wird dies am Beispiel einer Baugruppe, die von der SKF Economos Deutschland GmbH hergestellt wird. Das Verschlussdeckelmodul enthält mehrere Adapter aus unterschiedlichen Werkstoffen und eignet sich für den hermetischen Anschluss von Leitungen oder Sensoren sowie für das Handling von Proben in der Prozess-, Labor-, Medizin- und Messtechnik.

Da sich Kunststoffteile bei kleineren und mittleren Stückzahlen im Spritzgussverfahren aufgrund hoher Werkzeugkosten nicht wirtschaftlich sinnvoll herstellen lassen oder aufgrund von Werkstoffeigenschaften nicht spritzbar sind, werden sie auf den modernen CNC-Bearbeitungszentren der SKF Economos GmbH hergestellt. [...]

SKF Sealing Solutions GmbH
Be- und Verarbeitung:

…mit Behälterentleerungen, Dispensern und Dosierzellen mit der Exzenterschneckenpumpentechnologie

Exzenterschneckenpumpen sind das Kernstück der Behälterentleerungen, Dispenser und Dosierzellen von NETZSCH. Die rotierenden Verdrängerpumpen erlauben eine genaue Dosierung, Reproduzierbarkeit und eine scherarme Förderung sowie Dosierung von hochviskosen, hochabrasiven und hochgefüllten Medien. Dosierungen sind drehzahlproportional mit > 99% volumetrisch genau und das unabhängig von der Viskosität. Da keine Druckumkehrpunkte existieren, besteht außerdem kein Druckabfall in der Leitung bzw. im System. NEMO® Behälterentleerungen entleeren nahezu rückstandslos Fässer und Behälter in der Chemie, der Pharmazie und der Lebensmittelindustrie. [...]

NETZSCH Mohnopumpen GmbH

...mit neuem modularen Aushärtungsystem mit LED-Technologie

Die neue BlueWave® LED DX-1000 wurde als modulares Baukasten-System konzipiert und ermöglicht so den Einsatz sowohl als Spotlampe mit konventionellen Lichtleitern und einer Leistung von bis zu 15 W/cm² wie auch als Flächenstrahler mit einer Leistung von bis zu 1.000 mW/cm². Endverbraucher, Systemintegratoren und Hersteller von Produktionsstraßen werden die kompakte und modulare Bauweise schätzen, da sich dieses System als idealer Ersatz von konventionellen UV Aushärtungssystemen anbietet. Das System besitzt eine umweltfreundliche Hochleistungs-LED mit 385 nm Wellenlänge als Leuchtmittel, die eine konsistente Frequenz und Intensität zur besseren Prozesskontrolle bietet. [...]

DYMAX Europe GmbH
Formteile:

Aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften ist Silikonkautschuk aus vielen Branchen nicht mehr wegzudenken. Hohe Elastizität, gute Temperaturund Chemikalienbeständigkeit, beachtliche Biokompatibilität und lange Lebensdauer zählen dazu.

Die Beschichtung verstärkt die positiven Eigenschaften von Silikon und erweitert somit die Anwendungsbereiche des Produktes: Temperatur- (bis 110 °C) und Chemikalienbeständigkeit (nach DIN EN ISO 175) sowie die Biokompatibilität (nach DIN EN ISO 10993) sind garantiert. [...]

Silcos GmbH
Dichtungstechnik Allgemein:

Dichtungen sind wichtige Bauteile aller technischen Systeme – von Autos genauso wie von Küchenmaschinen, Raumfähren, Fahrradventilen, Kern- und Windkraftwerken, Wasserhähnen, Werkzeugmaschinen oder verfahrenstechnischen Anlagen. Trotzdem werden sie in der Forschung, der Lehre und allzu oft auch in der Praxis sträflich vernachlässigt. Ob dies aus Nachlässigkeit oder fehlendem Wissen geschieht, sei dahingestellt. Fakt ist – gleichgültig ob Entwickler, Konstrukteur, Fertiger, Monteur, Betreiber, Instandhalter, Einkäufer oder Qualitätssicherer – ohne fundiertes dichtungstechnisches Grundwissen geht es nicht.[...]

>> Übersicht der Teile 1 bis 12

Professor Dr. Werner Haas (Institut für Maschinenelemente der Universität Stuttgart)
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