Zuverlässige und wirtschaftliche Abdichtung von Flanschverbindungen

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Holger Best

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Bärbel Schäfer

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Weitere Fachartikel aus DICHT! Ausgabe 2.2012:

Kommentar:

Unser exponentiell zunehmendes Wissen wird heute als vierter Produktionsfaktor neben Kapital, Boden und Arbeit angesehen. Die neuen, sehr schnellen Kommunikationsplattformen (Facebook, Xing,...) verbreiten Nachrichten, Informationen und Wissen in Windeseile und neue Kommunikationsendgeräte wie Smartphones und Tabletts machen sie praktisch überall verfügbar. Vieles scheint transparenter und wird mit vielen geteilt. Dabei wird es notwendiger, zu entscheiden, wem man was anvertraut und mit wem man Wissen teilt. Soviel zur Theorie. Kommen wir nun zur Praxis. „Wissen ist Macht“, die Redewendung, die auf Francis Bacon zurückgeht, verdeutlicht eine wichtige Dimension des Wissens, denn es gibt die Möglichkeit, über einen Wissensvorsprung Vorteile gegenüber einem Wettbewerber zu erreichen und damit erfolgreicher zu sein. Aktuell neigen Unternehmen mit steigender Tendenz dazu, mit ihren Entwicklungspartnern weitreichende Geheimhaltungs- oder Vertraulichkeitserklärungen zu vereinbaren, um sich diese Vorteile möglichst langfristig zu sichern. Wer aber entscheidet welches Wissen „Allgemeingut“ und welches berechtigterweise „internes Wissen“ ist und sein darf? Es ist, so meine ich, eine Frage der Kultur. Wollen wir voneinander, miteinander, gemeinsam lernen oder ist Wissen, wie in Geheimbünden üblich, nur bestimmten Gruppen oder Personen zugänglich zu machen? [...]

Karl-Friedrich Berger (Isgatec GmbH)
Dichtungstechnik Allgemein:

Die effektive Abdichtung von Flanschen ist eigentlich „kein Thema“ mehr. ist das so? Nein, denn neue Richtlinien, die Senkung von Betriebskosten und ein steigender Emissionsschutz sind aktuelle Anforderungen, die die Abdichtung von Flanschen betreffen und für die es interessante Lösungsansätze  gibt. Aktuelle Herausforderung in der chemischen Industrie ist die Umsetzung der neuen VDI Richtlinie 2290, die voraussichtlich im Laufe des Jahres erscheinen wird. Neben dem Fokus auf eine fachgerechte und reproduzierbare Montage muss für alle Flansche die Einhaltung einer Leckagerate von mindestens 10-2 mg/s·m nachgewiesen werden. Dies ist ein erheblicher Aufwand und erfordert eine Berechnung der Flansche nach EN 1591-1. Voraussetzung ist, dass dazu die Dichtungskennwerte nach EN 13555 zur Verfügung stehen. Ein optimaler Dichtungswerkstoff zeichnet sich durch eine Kombination von Kennwerten aus, die einerseits niedrige Werte für die Mindestflächenpressungen, andererseits möglichst geringe Setzbeträge unter Temperatur, d. h. große PQR-Werte, aufweisen. [...]

„Die Umsetzung der neuen VDI-Richtlinie 2290 ist die zentrale Herausforderung, für die allerdings auch schon bewährte Dichtungslösungen zur Verfügung stehen.“ – Dipl.- Ing. (FH) Wolfgang Abt, Produktmanagement, Klinger GmbH

„Die Minimierung von Emissionen spielt auch am Flansch eine zentrale Rolle. Neue kompakte Flanschkonstruktionen mit den entsprechenden Dichtungslösungen bieten hier erhebliche Perspektiven.“ – Techn. Kfm. Peter Thomsen, Geschäftsführung, Lannewehr + Thomsen GmbH & Co. KG

„Bei der Entwicklung der Ultraschallprüfgeräte zur Leckageortung und Durchflussmessung zielen die Bemühungen auf höhere Empfindlichkeiten der Sensoren und auf die weitere Digitalisierung der Auswerteinheiten.“ – Dipl.-Ing. (FH) Wilfried Streuber, Vertrieb Prüfgeräte für die Instandhaltung, Sonotec Ultraschallsensorik Halle GmbH

„Gegenwärtig spielt die Klebetechnik bei Hochdruckflanschdichtungen noch keine große Rolle, das mag sich aber ändern.“ – Ralf Heiligtag, Geschäftsführer, Vito Irmen GmbH & Co. KG

„Moderne Werkstoffe tragen den neuen Richtlinien und damit dem Umweltschutz, aber auch den Anforderungen nach hoher Effizienz in der Prozessindustrie, z.B. durch Standardisierung, in hohem Maße Rechnung.“ – Dipl.-Ing. Jürgen Küffner, Materialentwicklung Dichtungen, und Dipl.-Ing. Andreas Will, Leiter Entwicklung Dichtungen, Frenzelit Werke GmbH [...]

Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Abt (Klinger GmbH), Peter Thomsen (Lannewehr + Thomsen GmbH & Co. KG), Dipl.-Ing. (FH) Wilfried Streuber (Sonotec Ultraschallsensorik Halle GmbH), Ralf Heiligtag (VITO Irmen GmbH & Co. KG), Dipl.-Ing. Jürgen Küffner, Dipl.-Ing. Andreas Will (Frenzelit Werke GmbH)

Die Nachfrage nach Spezialdichtungen steigt in vielen Bereichen. Über die Besonderheiten dieser Dichtungen und dem damit verbundenen Geschäft unterhielt sich Dicht! mit Hermann Löbich, Geschäftsführer der GFD-gesellschaft für Dichtungstechnik mbH.

Wann ist eine Dichtung eine Spezialdichtung?

Welche Anforderungen stellen solche Dichtungen an den Anbieter und worauf sollte er bei der „Partnersuche“ achten?

Ist eine Spezialdichtung bei diesem Aufwand automatisch teurer?

Immer mehr Dichtungslösungen unterliegen heute einer strikten Geheimhaltung. Warum ist das so?

Die chemische Industrie stellt hohe Anforderungen an Dichtungslösungen – wie weit reichen diese?

Welche Vorteile bietet universelle Chemikalienbeständigkeit? [...]

Hermann Löbich (GFD-Gesellschaft für Dichtungstechnik mbH)

Diese Fragestellung zieht sich durch viele Aktivitäten rund um die Dichtungs- und Elastomertechnik. der Invest in das entsprechende Wissen hat – gerade auf Anwenderseite – immer einen Return, davon sind Professor Haas, Lothar Hörl und Dr. Frank Bauer vom IMA überzeugt. Das gelte auch für die 17th ISC unter dem Motto „Dichtungstechnik – Herausforderungen für die Zukunft“.

Was bewegt die Dichtungs- und Elastomertechnik denn aktuell?

Und bei welchen Themen bestehen jetzt die größten Herausforderungen?

Ist die zunehmende Geheimhaltung rund um die Dichtungstechnik positiv oder negativ zu sehen?

Welches sind die Highlight-Themen der Veranstaltung?

Wie wirkt sich diese Entwicklung auf den Wissenstransfer einer Veranstaltung wie der ISC aus?

Wie ist es allgemein um das Dichtungstechnikwissen im deutschsprachigen Raum bestellt? [...]

Prof. Dr.-Ing. Werner Haas, Lothar Hörl, Dr. Frank Bauer (Institut für Maschinenelemente der Universität Stuttgart)

Dichtungen sind wichtige Bauteile aller technischen Systeme – von Autos genauso wie von Küchenmaschinen, Raumfähren, Fahrradventilen, Kern- und Windkraftwerken, Wasserhähnen, Werkzeugmaschinen oder verfahrenstechnischen Anlagen. Trotzdem werden sie in der Forschung, der Lehre und allzu oft auch in der Praxis sträflich vernachlässigt. Ob dies aus Nachlässigkeit oder fehlendem Wissen geschieht, sei dahingestellt. Fakt ist – gleichgültig ob Entwickler, Konstrukteur, Fertiger, Monteur, Betreiber, Instandhalter, Einkäufer oder Qualitätssicherer – ohne fundiertes dichtungstechnisches Grundwissen geht es nicht. [...]

>> Übersicht der Teile 1 bis 12

Professor Dr. Werner Haas (Institut für Maschinenelemente der Universität Stuttgart)
Flüssigdichtungen:

Veränderte Normen stellen auch immer die Dichtungstechnik vor neue Herausforderungen. So werden mit einer nahtlos geschäumten Silikondichtung bei Ex-Gehäusen nicht nur die hohen Anforderungen der Norm En 60079 erfüllt. durch das verwendete Dichtungsmaterial ergeben sich erweiterte Anwendungsfelder in explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 1 und 21 für die Gehäuse.

Die allgemeinen Anforderungen an den Explosionsschutz für elektrische Geräte und Bauteile sind in der Normenreihe EN 60079 dokumentiert. Die Ausgabe EN 60079-0:2009 hat dabei diese Bestimmungen dahingehend verschärft, dass die Gehäuse – einschließlich der verwendeten Dichtungen – einer intensiven Prüfung hinsichtlich ihrer Kälte- und Wärmebeständigkeit zu unterziehen sind. Vor der seit Ende 2009 in Kraft getretenen Überarbeitung konnten Hersteller in Ausnahmefällen alternativ die Elastomere nach Anhang A3.3 gemäß EN60079-0:2006 (Alterungs- und Härtezunahmeprüfung) prüfen. Die geänderten Prüfkriterien geben vor, dass Gehäuse und Türen grundsätzlich als Einheit – inklusive aller verwendeten Materialien – geprüft werden müssen. [...]

Jörg Wirbelauer (Rittal GmbH & Co. KG)

.Kondensationsvernetzende 1K-Systeme reagieren durch die Einwirkung von Luftfeuchtigkeit aus. Bei den kondensationsvernetzenden 2K-Schaumsystemen wird die Aufschäum- und Vernetzungsreaktion zu einer Silikondichtung durch die in einer der beiden Komponenten vorhandene Feuchtigkeit ausgelöst. In beiden Fällen findet die Reaktion unter Abspaltung des Nebenproduktes Essigsäure statt. Da diese jedoch korrodierend und damit schädigend auf das abzudichtende Bauteil wirkt, können die bisherigen kondensationsvernetzenden Silikon-Schaumsysteme in vielen Fällen nicht eingesetzt werden. Die neue 2K-Silikonschaumdichtung FERMASIL 166 besteht ebenfalls aus zwei Komponenten. Bei Auftrag und Ausreaktion des Dichtungsmaterials werden aber keine ätzenden Stoffe mehr freigesetzt.

Die Einsatzbereiche für die neue Silikonschaumdichtung sind überall dort, wo weiche Dichtungen hohe Temperaturen und aggressive Medien aushalten müssen. [...]

Sonderhoff Holding GmbH
Statische Dichtungen:

O-Ringe haben bei der Flanschabdichtung verschiedene Vorteile, wie z.B. das ausgleichen unebener Dichtflächen. Allerdings neigen sie auch zum Ausfließen aus dem Dichtraum. Hier schafft ein neues Flanschkonzept Abhilfe. Dichtungsprobleme von Verbindungsteilen werden dabei auf die Frage nach dem geeigneten O-Ring reduziert.

Bei den neuen Flanschen liegt die Besonderheit in einer speziell konstruierten Nut, die auf den jeweiligen O-Ring abgestimmt wird. Der Aufnahmeraum für den O-Ring wird so gewählt, dass er das Dichtelement zur Hälfte eng anliegend umfasst, wobei das Volumen der Nut geringer ist als das Volumen des O-Rings. Werden die beiden Flanschflächen einer Verbindung bis zur Metallauflage gegeneinander gepresst, findet der O-Ring nur im komprimierten Zustand in seinem Aufnahmeraum Platz. Diesen füllt er, im Gegensatz zu derzeit üblichen O-Ring-Dichtungen, vollständig aus. Durch die Umfassung kann der O-Ring nicht aus dem Aufnahmeraum „ausfließen“. Die unter Kompression stehenden O-Ringe verhalten sich etwa wie Kupferdichtungen, haben aber gegenüber Kupferdichtungen den Vorteil, dass Oberflächenvertiefungen und Kratzer im Bereich der Dichtfläche ausgeglichen werden. [...]

Dipl.-Ing. Hugo Rameil (Albert Zimmermann & Söhne GmbH)

Neben verschiedenen Aktivitäten wie der erfolgreichen Erstzertifizierung nach DIN EN 16001 (Energiemanagement) und der aktuellen Beteiligung an der Nachhaltigkeits-Initiative „Blue Competence“ des VDMA stellen die HECKER WERKE eine Reihe neuer Produkte und Lösungen vor. So wurde ein GSM®-Werkstoff für völlig neue Dichtungslösungen bei Tieftemperaturanwendungen entwickelt. Der Werkstoff (WS 136 –PVMQ 60) ist für Anwendungen mit extrem tiefen Temperaturen in der Verfahrenstechnik, Kältetechnik und in der Luft- und Raumfahrtindustrie geeignet. Im Bereich der Dichtungsplatten wurde für eine Universalqualität die Freigabe nach FDA beantragt. Bei den AEGIRA® Gleitringdichtungen wurde die bewährte Baureihe HN 435 erweitert und verbessert. Die totraumfreie HN 435 STD und die Zulassung von Elastomeren nach FDA sind hier Beispiele.

FDA-Zulassungen für diverse Dichtungen. [...]

Hecker Werke GmbH

Bei der neuen Generation von PTFE umhüllten Gummistahldichtungen der Kudernak GmbH wird per Vulkanisation eine hochwertige Haftung zwischen der Stahleinlage und der Gummi-Umhüllung erzielt. Damit wird ein Verschieben, Abreißen oder Ausbrechen vermieden – selbst bei höchster axialer und radialer Beanspruchung. Die Dichtung liegt am Schraubenkranz zentriert an und ein Verschieben bei der Montage ist ausgeschlossen. Die Elastomerhülle besteht aus EPDM und entspricht den Vorschriften für den Lebensmitteleinsatz gem. DIN EN 681-1 KTW-Empfehlung, 1.3.13 im Prüfbereich D1 und D2 sowie Hygiene- Prüfung nach DVGW-Arbeitsblatt W270. EPDM-Dichtungen weisen eine sehr gute Ozon-, Alterungs- und Witterungsbeständigkeit aus. Die PTFE-Hülle bietet eine Reihe interessanter Eigenschaften.

Flansch und Schrauben können schwächer ausgelegt werden. Flanschunebenheiten und Riefen, sogar leichte Winkelabweichungen können – gegenüber einfachen Flachdichtungen – leichter ausgeglichen werden. Materialschonende Montage bei kleinen Anzugsdrehmomenten – dadurch auch bei Flanschverbindungen an Rohrleitungen aus thermoplastischen Werkstoffen, wie PVC, PE, PP, PVDV usw. einsetzbar. [...]

Kudernak GmbH Industriedichtungen

Rohrabdichtstopfen werden zum schnellen und sicheren Verschließen von Rohren, Kernbohrungen etc. verwendet, um das Eindringen von Wasser, Gasen, Geröll, Ungeziefer etc. wirksam zu verhindern. Sie sind sowohl für den vorübergehenden als auch einen permanenten Einsatz gedacht. Auch Dichtheitsprüfungen im Niederdruckbereich können mit ihnen problemlos durchgeführt werden. Der Rohrabdichtstopfen besteht aus einem speziellen Naturkautschuk, Druckscheiben aus Metall oder Nylon (variiert je nach Ausführung), einem Gewindeverschluss mit Durchlass, einer Dichtkappe und Flügelmutter zum Anziehen.

Je nach Anwendungsbereich stehen auch Pressring-Blinddichtungen für einen höheren Druck aus Nitrilkautschuk (NBR) oder mit Trinkwasserzulassung (KTW) zur Verfügung. [...]

Kröner GmbH Armaturen und Dichtungstechnik
Be- und Verarbeitung:

Die Standzeiten von Anlagen sind – gerade in der chemischen Industrie – ein zentrales Effizienzthema. Die thermische Beschichtung hat sich hier für viele Anwendungsbereiche, wie Dichtsysteme etc., als sinnvolle Option erwiesen, um diese Standzeiten zu erhöhen.

Thermisch gespritzte Schichten sind in der Chemieindustrie auf vielfältigste Art und Weise zu finden. Man kann dabei grundsätzlich von zwei verschiedenen Einsatzbereichen ausgehen. Entweder sind es Bauteile, die aus einem günstigeren, nicht korrosionsbeständigen Grundwerkstoff gefertigt und an der Stelle, an der der korrosive Angriff stattfindet, mit einer thermischen korrosionsbeständigen Spritzschicht geschützt werden. Oder es sind Bauteile, die aus einem korrosionsbeständigen, aber dafür weichen Grundwerkstoff sind und einen zusätzlichen Verschleißangriff mit einer thermisch gespritzten Schicht lösen. Dafür gibt es verschiedene Beispiele. So kommen z.B. die häufig im Dichtungsbereich eingesetzten Flansche aus 1.4571 an der Innenbohrung mit einem korrosiven Medium in Berührung und sollen geschützt werden. Eine thermische Beschichtung mit Hastelloy erfüllt hier den Zweck der Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit. Hastelloy ist zudem drehend bearbeitbar, sodass Maßtoleranzen fertigungstechnisch erreicht werden können. [...]

Claudia Hofmann (Rybak + Hofmann rhv-Technik GmbH + Co.KG)

Standen bei Plasma-CVD-Anlagen ursprünglich die Aktivierung von Kunststoffoberflächen zur besseren Lackier- und Verklebbarkeit im Vordergrund, so sind nun zunehmend Anlagen für funktionale Beschichtungen auch für Dichtungen gefragt. Solche neuen Schichtsysteme sind heute gleich in die Anlagen implementiert.

Unter Plasma versteht man – vereinfacht gesagt – ein ganz oder teilweise ionisiertes Gas. Technisch lassen sich Plasmen allgemein durch Zufuhr genügend hoher Energien erzeugen. Zeigt den prinzipiellen Aufbau einer Plasmabehandlungskammer mit einer eingebauten Elektrode, einem Generator mit automatischer Impedanzanpassung, einer Gasversorgung, einem Vakuumpumpstand und einer Prozesssteuerung, die alle relevanten Parameter permanent überwacht. Infolge kosmischer Strahlung sind im Gasraum des Reaktors immer einige freie Elektronen vorhanden, die durch Anlegen eines elektrischen Feldes beschleunigt werden. Bei entsprechender Spannung und niedrigem Druck können die leichter beweglichen Elektronen genügend Energie aufnehmen, um Gasteilchen durch Stoß zu ionisieren. Die dabei freiwerdenden Elektronen werden ihrerseits im Feld beschleunigt und zur Ionisation befähigt. [...]

Dipl.-Phys. Jan Mokros (Plasma Electronic GmbH)

Die automatisierten Tisch- und In-Line-Dosiersysteme von Nordson EFD bieten zuverlässigen Betrieb und hohe Wiederholgenauigkeit für präzise Klebstoff-, Dichtungsmittel- und Schmiermittelanwendungen in vielen Montage- und Herstellungsprozessen. Sowohl die Tischroboter als auch die SCARA- Roboter können mit Kamerasystem, Nadel- und Höhensensor aufgerüstet werden. Das Kamerasystem dient zur automatischen Programmkorrektur und zur Dosierkontrolle. Durch den Einsatz eines Höhensensors kann sichergestellt werden, dass der Abstand des Werkstücks zur Dosiernadel konstant ist. Die Tischroboter der DR- Serien stehen für vier Arbeitsbereiche zur Verfügung, vom Modell DR2200 mit 200/200mm (X/Y-Achse) bis Modell DR2600 mit 510/620mm (X/Y-Achse). Der gesamte Arbeitsablauf wird über eine bedienerfreundliche Software mittels Bedienfeld im Teach-In-Verfahren programmiert; eine direkte Übernahme von CAD-Daten ist fester Bestandteil der Software. Die Tischroboter sind kompatibel mit sämtlichen Dosiergeräten, Dosierventilen und Ventilsteuergeräten von Nordson EFD.

Das Programmieren geschieht per Teach-in und erfordert keine speziellen Programmierkenntnisse. [...]

Nordson EDF Deutschland GmbH

In den letzten Jahren wurden beim Gummi-Spritzguss deutliche Fortschritte gemacht. Dies gilt sowohl für die Plastifiziertechnik als auch für die Antriebstechnik und die bauliche Konzeption. Neue Plastifizier- und Spritzaggregate bringen mehr Energie in die Gummimischung ein. Dies macht den Vulkanisationsprozess unabhängiger von der Wärmezufuhr im Werkzeug und führt zu deutlichen Zykluszeitverkürzungen. Bei den Antriebssystemen sind heute energiesparende Servoantriebe ebenso selbstverständlich verfügbar wie bei Thermoplast-Spritzgießmaschinen. Entscheidend sind auch die Neuerungen beim Maschinenlayout selbst. So wurde z.B. das Kompaktmaschinenkonzept, der edition-Baureihe von Maplan auf die Horizontalmaschine übertragen. Diese Maschinen benötigten bis zu 30% weniger Produktionsfläche als die Vorgängermodelle.

Die edition-Maschinen sind in sieben Größenstufen von 100 bis 800 t verfügbar. Die umfangreiche Standardausführung kann durch verschiedene Ausrüstungsoptionen an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden. [...]

MAPLAN Maschinen u. techn. Anlagen Planungs- und Fertigungs-GES.M.B.H.
Dynamische Dichtungen:

Bekanntermaßen kommt es bei Elektromotoren, die in der Industrie für verschiedenste Anwendungen in den unterschiedlichsten Leistungsgrößen eingesetzt werden, immer wieder aufgrund von Stromfluss durch Lager zu Lagerschäden und -ausfällen. Ein Dichtungskonzept, basierend auf einem „elektrischen“ und „mechanischen“ System schafft hier Abhilfe.

Hauptursachen für Lagerschäden sind Stromdurchfluss durch die Lager, Schmutzpartikel im Lager und Mangelschmierung des Lagers. Die Folge sind Schäden bis hin zum totalen Ausfall. Daraus resultieren meist unplanmäßige Maschinenstillstände und Instandhaltungsmaßnahmen mit teils erheblichem Kostenaufwand für den Betreiber. Ganz generell betrachtet ist ein Induktionsmotor, gesteuert durch einen Frequenzumrichter, ein sehr komplexes Antriebssystem. Es besteht aus Stromversorgung, Kabeln, Gleichstromzwischenkreis und Schaltelementen. Betrachtet werden muss es als ein elektrisches System, bestehend aus Induktivitäten und Kapazitäten. [...]

Claus-Peter Fink (Garlock GmbH)
Werkstoffe:

Als preismäßige C-Teile müssen Flachdichtungen zunehmend A-Funktionen erfüllen. Das gilt auch für Glasfaserdichtungen, die bei hohen Temperaturen und großen drücken eine gute Wahl sind. Durch neue Herstellungsverfahren ist es gelungen, die Grenzen ihres Einsatzes zu erweitern – hin zu leistungsfähigen und bezahlbaren Universaldichtungen.

Flachdichtungen haben es nicht leicht. Jeder erwartet von ihnen, dass sie alles können, aber möglichst wenig kosten. Diese Schere geht immer weiter auf je anspruchsvoller die Einsatzbereiche für Flachdichtungen werden. So erwarten vor allem OEM von Flachdichtungen beim Einsatz von Dampf sowie Flüssigkeiten wie Öl, Treibstoff und Kohlenwasserstoff sehr gute Eigenschaften hinsichtlich Leckagen, Robustheit und Standzeiten. In vielen Fällen bringen Flachdichtungen mit Metalleinlagen – ebenso wie Glasfaserdichtungen – bei hohen Temperaturen und Drücken gute Ergebnisse. Dennoch gibt es Grenzen bei den Eigenschaften oder beim Preis. [...]

Jan Kies (Trelleborg Sealing Solutions)

Vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Preise für PTFE bietet SKF alternative Werkstoffe wie z.B. PEEK an, das noch robuster und unempfindlicher als PTFE und gleichzeitig beständig gegen nicht oxidierende Säuren, konzentrierte Laugen, Salzlösungen sowie Reinigungsmittel und Paraffinöle ist. Für Anwendungen, bei denen es zum Kontakt mit konzentrierter Schwefel-, Salpetersäure oder Fluorwasserstoff kommen kann, sollte weiterhin auf PTFE zurückgegriffen werden.

Auf Wunsch kombiniert man z.B. Ventilkörper mit eingebauten Dichtungen und Gewindeeinsätzen oder Anschlussstutzen zum kompletten Modul. [...]

SKF GmbH

Der neue FFKM-Werkstoff Perlast® ICE G75LT ist überall dort anwendbar, wo hohe und/oder tiefe Temperaturen vorhanden sind und gleichzeitig aggressive chemische Einflüsse herrschen. Hierzu zählen unter anderem Anwendungen in der Öl- und Gasindustrie, chemischen Prozesstechnik, in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, der Bio-Analytik sowie in der Luft- und Raumfahrttechnik. Normale Standard- FFKM-Werkstoffe können nur bis ca. -15 °C eingesetzt werden. Für bestimmte Anwendungen ist das zu wenig. Spezielle, mit Additiven versetzte FFKM-Werkstoffe können zwar eine gewisse Tieftemperaturflexibilität erreichen, aber häufig nicht über einen langen Zeitraum.

Gute Hochtemperaturbeständigkeit bis +250 °C, Härte 75 Shore A. Exzellente Beständigkeit gegenüber zahlreichen Medien sowie Säuren und Aminen. Problemlose Montage auch bei Minusgraden. [...]

C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG
Mess- und Prüftechnik:

Elastomere und sonstige weichelastische Stoffe gehören zu den wesentlichen Bestandteilen technischer Anwendungen. So sind z.B. Dichtungen wichtige Konstruktionselemente, von denen die Zuverlässigkeit und Lebensdauer von kompletten Baugruppen und Aggregaten entscheidend abhängen. Temperatureinflüsse können das Materialverhalten gravierend beeinflussen. Mit digiChamber bietet Bareiss die Möglichkeit, Produkte unter verschiedenen Umgebungstemperaturen auf deren Härte zu prüfen und somit ihre Qualitätssicherung deutlich zu optimieren.

Die Messeinrichtung kann sowohl in der Temperierkammer als auch außerhalb für Standard- und Hysteresemessungen verwendet werden. [...]

Bareiss Prüfgeräte GmbH
Klebetechnik:

Der neue klebfreie, LED-aushärtbare Klebstoff wurde für eine schnelle Aushärtung auf Abruf mit den DYMAX LED Systemen BlueWave® LED Prime UVA sowie Blue Wave® DX-1000 entwickelt. Basierend auf der patentierten See-Cure Technologie hat der 211-CTH-SC im unausgehärteten Zustand eine kräftig blaue Farbe. Dadurch ist sehr einfach zu erkennen, wo der Klebstoff auf dem Substrat aufgetragen wurde. Etwaige Fehler beim Dosieren können somit noch vor dem Aushärten korrigiert werden. Während der Bestrahlung mit UV-Licht vernetzt der Klebstoff und es erfolgt ein Farbumschlag von blau nach transparent.

Zugelassen nach ISO 10993 und kompatibel mit Gamma-, EtO- und Beta-Sterilisation. Speziell für die besonderen Herausforderungen an die Fertigung der neuesten Kathetermaterialien entwickelt. [...]

Dymax Europe GmbH

Mit der Einführung von ELASTOSIL® N 9111 erweitert Wacker seine Palette kondensationsvernetzender Siliconkautschuke um ein Produkt, das der Elektronik- und Hausgeräteindustrie neue Verarbeitungsmöglichkeiten eröffnet. Der neue Dichtklebstoff, ein alkoxyvernetzendes RTV-1-System, wird mithilfe eines zinnfreien Katalysators formuliert. Er ist folglich vor allem für solche Anwendungen interessant, in denen zinnorganische Verbindungen störend und unerwünscht sind. So können z.B. elektronische Baugruppen im Dam-and-Fill-Verfahren schneller und einfacher vergossen werden, als dies bislang möglich war. Bei diesem Verfahren wird der zu vergießende Bereich zunächst mit einer standfesten Siliconraupe eingegrenzt und anschließend mit einer niederviskosen Vergussmasse, z.B. einem platinkatalysierten Silicongel, aufgefüllt. Wird für die Raupe ein RTV-1-Silicon auf Basis eines Zinnkatalysators verwendet, muss das Material vor dem Verguss vollständig vulkanisiert sein, damit die anschließende Vernetzung der platinkatalysierten Vergussmasse aufgrund der inhibierenden Wirkung des Zinns nicht gehemmt wird. Daher ist der Einsatz von zinnhaltigen RTV-1-Siliconen bei einem solchen Verfahren stets zeitaufwändig und kostenintensiv.

Aufgrund der scherverdünnenden Eigenschaft kann der Siliconkautschuk problemlos manuell oder automatisiert appliziert werden. [...]

Wacker Chemie AG

Mit Biolast 2K, einem lösemittelfreien 2K-Material auf Reaktivbitumenbasis, können u.a. Risse und Fugen ab 2 mm in Beton verfüllt werden, womit es sich für verschiedene industrielle Instandsetzungsarbeiten und Abdichtungen anbietet. Zur Verarbeitung wird der Riss bzw. die Fuge gereinigt, bei Beton mit Biophalt-Sprühprimer vorgestrichen und anschließend mit Biolast 2K verfüllt.

Das kalt verarbeitbare Material wird in wiederverschließbaren Kartuschen geliefert und mit einer speziellen Kartuschenpistole verarbeitet. [...]

Nadler Straßentechnik GmbH
Formteile:

Für einen führenden Anbieter von Schalt- und Proportional-Ventilmagneten fertigt Hoffmann hochpräzise Anker und Ankerstangen für elektromagnetische Ventile in der Luftfahrtindustrie. Die Abdichtung der abgebildeten Ankerstangen besteht aus einer hellblauen Silikonmischung mit einer Härte von 70 Shore A. Die Anspritzung der Ankerstangen erfolgt über einen Ringanguss am Außendurchmesser des Metallteiles, wobei vier Bohrungen in der Wandung des Edelstahlankers das Silikon in den Innenraum führen. Die Dichtfläche ist deshalb völlig frei von störenden Anspritzpunkten.

Das verwendete Compound besitzt eine W270-Freigabe für Trinkwasseranwendungen. [...]

Hoffmann GmbH Gummi- und Kunststoff-Formtechnik
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