Kreative Dichtungslösungen für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche

Ihr Kontakt

Holger Best

Holger Best
Chefredakteur / ViSdP

Tel.: +49 (0)621 7176888-7
E-Mail: hbest@isgatec.com

Bärbel Schäfer

Bärbel Schäfer
Projektmanagement MEDIEN

Tel.: +49 (0)621 7176888-3
E-Mail: bschaefer@isgatec.com

Weitere Fachartikel aus DICHT! Ausgabe 2.2011:

Kommentar:

Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine Meldung über neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Nutzung erneuerbarer Rohstoffe kommt. So prognostizierten der Verband European Bioplastics und das europäische Forschungsnetzwerk EPNOE 2009 bereits ein jährliches Wachstum der Produktionskapazität von durchschnittlich 37% bei biobasierten Kunststoffen. Getrieben von eklatanten Preissteigerungen, z.B. der Elastomere, verstärkt sich der Wunsch nach Alternativen, die es „in Hülle und Fülle“ gibt. Doch sind es wirkliche Alternativen? Laut der Studie können bis 2013 ca. 2,33 Mio. t biobasierte Kunststoffe produziert werden. Wenn man bedenkt, dass derzeit geschätzt jährlich 16 Mio. t synthetische, auf Rohöl basierte, Elastomere verarbeitet werden (zzgl. dem Bedarf an den weiteren Kunststoffen), kann man ahnen, wie mühsam es wird, den weiter steigenden Bedarf an Kunststoffen aller Art durch erneuerbare Rohstoffe zu decken. Hinzu kommt, dass für die benötigten Mengen die notwendigen Anbauflächen vorhanden sein oder geschaffen werden müssen. Stehen in Zukunft die Kunststoffverarbeiter im direkten Konkurrenzkampf um die Flächen mit den Lebensmittel- und Treibstoffproduzenten? Kann dies der sinnvolle Weg sein? Diese Frage wird sicher noch viel Zündstoff für Diskussionen unter den unterschiedlichsten Aspekten bieten. Der Bio-Weg muss grundsätzlich auf seine Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit, aber auch im Kontext mit anderen Lösungsansätzen überprüft werden. [...]

Karl-Friedrich Berger (ISGATEC GmbH)
Flüssigdichtungen:

Die letzten Jahre machten diese Dichtungen immer mehr auf sich aufmerksam. Vielen und immer neuen Anwendungsoptionen steht heute aber auch eine Reihe von Herausforderungen gegenüber, die zu lösen sind oder gerade gelöst werden – ein Überblick.

„Nachhaltige Flüssigdichtungslösungen und Vergusssysteme erfordern kombiniertes Know-how von der Werkstoffentwicklung über das Recycling bis zur Verarbeitungstechnik.“ – Dr. Klaus Schamel, Geschäftsführer bei RAMPF Giessharze und Bernd Faller, Geschäftsführer bei RAMPF Dosiertechnik

„Das steigende Volumen sowie die steigende Anzahl von Produkten, die wir derzeit verzeichnen, rechtfertigen weitere Forschungsarbeiten in diesem Bereich, sowohl bei den Materialien als auch bei deren Mischung bzw. deren Dosierung. Dabei werden auch die Grenzen, die wir im Moment bei den Temperaturen – im Zusammenspiel mit entsprechenden Toleranzen – sowie bei der Homogenität der Mischung bzw. Dosierung sehen, weiter optimiert.“ – Boris Kübler, Steffen Braun, Geschäftsführung Dostech GmbH

„Je früher Dienstleister in Fragen wie Dichtungssitz, Nut- und Oberflächengestaltung und anderer Parameter einbezogen werden, umso weniger Hindernisse sind letztlich zu beseitigen, was sich deutlich auf die Effizienz der Projekte auswirkt. “ – Dr. Tahhan, Key Account Management 1K-/2K-Dichtungssysteme, Wilhelm Köpp Zellkautschuk GmbH & Co. KG

„Auch wenn es zeitaufwändig ist und Kosten verursacht – auch bei Flüssigdichtungen lohnt sich eine effiziente Qualitätssicherung auf der Basis von Laboruntersuchungen plus Know-how bei der Interpretation der Ergebnisse.“ – Sven Sautter, Geschäftsführer, ASQtec GmbH

„Flüssigdichtungen erobern sich immer mehr Einsatzbereiche und globale Wirtschaftsräume auf der Grundlage einer höheren Effizienz im Vergleich zu anderen Lösungsansätzen“ – Peter Fischer, Marketingleiter, Sonderhoff Holding GmbH

„Flüssigdichtungen haben ein deutliches Wachstumspotenzial sowohl in klassischen Branchen als auch zunehmend in Nischen und Spezialmärkten.“ – Martin Hezel, Geschäftsführer, MIGA Sealtec GmbH

„Ein Trend geht aufgrund verschiedener Vorteile klar in Richtung 1K-Dichtungsmaterialien und -verfahren“ – Dr. Frank Kukla, Geschäftsführender Gesellschafter, CeraCon GmbH

„Effiziente und wirtschaftliche Lösungen für einen wirkungsvollen Schutz elektronischer Bauteile fordert der Markt. Die Zukunft der Dichtungstechnologien liegt in der Kompetenz, schnell und flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können und bereits heute innovative Lösungen für die Trends von morgen zu entwickeln.“ – Sven Strauß, Application Engineer, BARTEC Dispensing Technology GmbH [...]

Dr. Klaus Schamel, Bernd Faller (RAMPF Giessharze), Boris Kübler, Steffen Braun (Dostech GmbH), Dr. Tahhan (Wilhelm Köpp Zellkautschuk GmbH & Co. KG), Sven Sautter (ASQtec GmbH), Peter Fischer (Sonderhoff Holding GmbH), Martin Hezel (MIGA Sealtec GmbH), Dr. Frank Kukla (CeraCon GmbH)

Mit dem Aufwärtstrend der Wirtschaft und der wachsenden Nachfrage nach ausgereifter Technik suchen Elektronikhersteller nach standardisierten Produktionsprozessen, um den Output zu erhöhen, ohne dass die Kosten explodieren.

Als Prüfrex einen Großauftrag für Zündsteuergeräte von Kleinmotoren im Bereich „Forst & Garten“ bekam, war es an der Zeit, die halbautomatisierte Fertigung zu ersetzen. Eine schnellere und leistungsstärkere Alternative für einen Output von ca. 3 Mio Einheiten/Jahr war gefragt. Die größte Herausforderung war dabei der Verguss der Zündsteuergeräte. Dieser ist notwendig, um die Hochspannungsfestigkeit sicherzustellen und die Bauteile vor Feuchtigkeit, Vibrationen und Temperaturschwankungen zu schützen. [...]

Scheugenpflug AG
Werkstoffe:

In der chemischen Industrie stellt man sich immer wieder die Frage, wo noch ein Optimierungspotenzial liegt. Aufgrund der ständig steigenden Anforderungen an Produktqualität und Wirtschaftlichkeit kommt es zu einer permanenten Weiterentwicklung der Verfahren und zum Einsatz neuer Technologien. Dies führt dazu, dass immer mehr chemische Prozesse bei höheren Temperaturen ablaufen als in der Vergangenheit. So ist z.B. das Interesse an Gas-/Feststoffreaktionen in Wirbelschicht- Reaktoren bei hohen Temperaturen bis zu 1.000 °C stark angestiegen. Eine Beherrschung dieser Temperaturbereiche setzt jedoch die Verfügbarkeit entsprechender Werkstoffe für die Apparate, Rohrleitungen, Flansche, Schrauben und Dichtungen voraus.

Bei Flachdichtungen gibt es eine große Werkstoffvielfalt, die jedoch mit steigender Einsatztemperatur deutlich abnimmt. Oberhalb von ca. 500 °C stehen seit Langem nur Dichtungen auf rein metallischer Basis zur Verfügung. Seitens der Anwender bestand somit der Wunsch nach einer einfacheren Alternative zu den hochwertigeren Metalldichtungen. Ein solches Produkt steht mit KLINGERmilam zur Verfügung und hat sich im praktischen Einsatz inzwischen vielfach bewährt. Dieses Material ist ein Laminat aus Glimmer und Edelstahlblech. Als Verstärkung wird generell eine 0,1mm dicke Spießblecheinlage aus Edelstahl 1.4401 verwendet. Der prinzipielle Aufbau und damit auch die Verarbeitung sind somit der einer Graphit- Spießblech-Dichtung vergleichbar, nur dass an Stelle von Folien aus Graphit solche aus Glimmer verwendet werden. [...]

Dipl.-Ing.(FH) Wolfgang Abt (Klinger GmbH)

Dichtungen dichten ab – so ausschließlich gilt das aber nicht mehr. Dichtungslösungen auf Basis von Polymer- Metall-Kompositen in Kombination mit der Integration z.B. sensorischer Funktionen bieten potenziellen Anwendern ein breites Einsatzspektrum.

Die neuen Optionen basieren auf der gezielten Kombination eines Matrix-Polymers mit Zuschlagstoffen. Als Basis des Komposits fungiert jeweils ein bestimmtes Matrix-Polymer. Die Auswahl des Materials ist in einem großen Bereich variabel und kann auf das spätere Anwendungsgebiets abgestimmt werden. Neben der Verwendung klassisch technischer Kunststoffe, wie diverser Polyamidsorten, ABS usw., können die funktionalen Komposite auch auf Basis weichflexibler Elastomer-Kunststofftypen hergestellt werden. Als Zuschlagstoffe kommen Metall- Mikrofasern in Kombination mit weiteren metallischen Komponenten zum Einsatz. Die Art der Mikrofasern kann sowohl hinsichtlich Dimension als auch des Metalltyps variiert werden, wodurch sich maßgeblich die Eigenschaften des Komposits beeinflussen lassen. Ein besonders leistungsfähiges Komposit bezüglich elektrischer und thermischer Leitfähigkeit erhält man bei der Verwendung von Kupferfasern. [...]

Dipl.-Ing. Arne Haberkorn (Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM)

Aufgrund der stetig fortschreitenden technischen Entwicklung und engeren gesetzlichen Bestimmungen nimmt die Nachfrage nach sauberen Komponenten weiter zu – Dichtungen machen hier keine Ausnahme.

Die Sauberkeitsstandards FlexcleanTM, die Trelleborg Sealing Solutions entwickelt hat, bieten Anwendern größtmögliche Sicherheit in Bezug auf definierte technische Sauberkeit für Dichtungen. Prüfmethoden, die exakt auf die Dichtungen und die jeweils gültige Sauberkeitsanforderung abgestimmt werden, gewährleisten die Einhaltung dieser Sauberkeitsstandards. Somit wird die Sauberkeit zu einem verlässlichen Qualitätsmerkmal mit hoher Reproduzierbarkeit. Anwender können ab sofort zwischen drei Sauberkeitsstandards wählen und erhalten entsprechend ihren Anforderungen und Grenzwerten gereinigte Dichtungen mit definierter Sauberkeit. Die Sauberkeitsstandards auf Basis anerkannter Industriestandards garantieren Anwendern der Dichtungen eine definierte partikuläre Sauberkeit, LABS-Freiheit oder Reinraum- Klasse-5-Qualität nach ISO 14644-1. [...]

Trelleborg Sealing Solutions

Nach erfolgreichen Prüfungen durch ein unabhängiges Institut bietet die IDG-Dichtungstechnik GmbH nun weitere Standard-Dichtelemente und kundenspezifische Dichtungslösungen aus diesen PTFE-Compounds an. Die Prüfungen wurden auf der Basis folgender Regelungen durchgeführt.

Um den optimalen Werkstoff und die optimale Dichtungsgeometrie für die jeweilige Anwendung auszuwählen, empfiehlt sich im Vorfeld des Maschinendesigns generell die Rücksprache mit Anwendungsberatern. [...]

IDG-Dichtungstechnik GmbH

Grundsätzlich ist die Dichtungsmasse für eine breite Palette von Nockendrehverschlüssen geeignet. So werden seit Anfang 2011 Pano-Blue-Seal-Verschlüsse mit PROVALIN® in der Größe TO 66 produziert. Sukzessive wurden im 2. Quartal TO 53 und 63 verarbeitet, gefolgt von weiteren Verschlussgrößen (TO 48, 58 und 70 mm), Einsatzbereichen und Füllgutgruppen inkl. Sterilisationsvariante.

Blue Seal-Verschlüsse mit PROVALIN® erfüllen sowohl die Forderungen von Lebensmittelherstellern und Handelsketten als auch alle aktuellen EU-Vorgaben sowie die Anforderungen an höchste Lebensmittelsicherheit. [...]

Actega DS

Gleitlager aus Moldflon® und hochverschleißfesten mPTFE-Compounds sind die richtige Wahl bei hohen p•v-Werten und hoher thermischer Beanspruchung – auch bei Mangelschmierung und Trockenlauf.

Das Herstellungsverfahren im Spritzgießprozess minimiert den Materialeinsatz und ermöglicht dadurch eine wirtschaftliche Fertigung. [...]

ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH

Der Hightech- Werkstoff Turcon® M12 macht Dichtungen in einem großen Temperatur- (-40 bis +200 °C), Druck- (bis 50 MPa) und Geschwindigkeitsbereich (bis 15 m/s) vielfältig einsetzbar.

Die universellen Einsatzmöglichkeiten der neuen Dichtungen reduzieren den Aufwand an Lagerhaltung und Lagerlogistik. Die Eigenschaften von Dichtungen mit verschiedenen Geometrien wurden in ausführlichen Prüfreihen durch detaillierte Testergebnisse belegt. [...]

Trelleborg Sealing Solutions Germany GmbH

In immer mehr Anwendungsbereichen, vor allem der Mischbauweise, werden die eingesetzten Materialien mithilfe der Dicht- und Klebstofftechnik dauerhaft verbunden. Durch die Spannungsverteilung auf eine größere Fläche wird jedes einzelne Bauteil geringer beansprucht und Kontaktkorrosionen werden vermieden.

Vielfältig einsetzbar – im Karosserie- und Containerbau, in der Lüftungs- und Klimatechnik, im Metall- und Schiffsbau oder beim Verkleben von Wintergärten. [...]

Gebr. Titgemeyer GmbH & Co. KG
Klebetechnik:

Mit modernen Sofortklebstoffen lassen sich industrielle Herstellungsprozesse oftmals schneller, kostengünstiger und sicherer gestalten. Zudem eröffnen sie vollkommen neue Konstruktionsmöglichkeiten in der Serienproduktion. Voraussetzung für ein perfektes Ergebnis ist jedoch die Wahl des richtigen Produkts. Damit die Vorteile dieser Verbindungstechnologie voll zum Tragen kommen, steht heute ein umfangreiches Sortiment an Sofortklebstoffen, die auf die spezifischen Anforderungen der Industrie passend zugeschnitten sind, zur Verfügung.

Klebungen sind heutzutage eines der wichtigsten stoffschlüssigen Fügeverfahren in modernen Herstellungsprozessen. Bei fachgerechtem Einsatz können klebetechnisch nahezu alle Werkstoffe in beliebiger Kombination langzeitbeständig miteinander verbunden werden. Je nach Anwendungsgebiet und Anforderung stehen dazu in der Praxis unterschiedliche Technologien zur Verfügung. Eine wichtige Rolle spielt im Industriebereich zunehmend der Einsatz von Sofortklebstoffen, die – gegenüber traditionellen Fügeverfahren wie dem Ultraschallschweißen, Lösemittelschweißen oder mechanischen Fügeverfahren wie Clipsen oder Schraubverbindungen – zahlreiche Vorteile bieten. [...]

Dr. Hermann Handwerker (Henkel AG & Co. KGaA)

Als relativ neues Produkt der Klebstoffindustrie werden LED-Lampen mit dem Ziel weiterentwickelt, Quecksilberdampf-Lampen – dem Industriestandard seit mehr als fünfundzwanzig Jahren – zu ersetzen. Die Entwicklung von LED-Lampen wird durch die Erwartungen von niedrigeren Betriebskosten und umweltfreundlichen Eigenschaften vorangetrieben. Experten sagen voraus, dass LED-Lampen langfristig das Feld der lichthärtenden Klebung beherrschen werden. Wie bei jeder neuen Technologie sind aber auch hier Mythen entstanden, die schnell zu suboptimalen Ergebnissen führen können – Fortsetzung von Teil 1 DICHT! 01-2011.

Mythos Nr. 5 – Die LED-Nennleistungen der Hersteller sind vergleichbar und entsprechen der Leistung

Mythos Nr. 6 – Die von einer LED gelieferte Energie ermöglicht es, wärmeempfindliche Substrate auszuhärten, ohne eine Beschädigung des Produkts oder minderwertige Klebung befürchten zu müssen

Mythos Nr. 7 – LED-Lichtquellen am Ende der elektrischen Versorgungsleitung sind besser als Lichtleiter zur Übertragung von Lichtenergie aus gehäusemontierten LEDLampen [...]

>> Teil 1

Gary A. Zubricky, Kirk Middlemass, Nadine Bläsing (DYMAX Europe GmbH)

Für Anwendungen, die zeitweilig oder beständig hohen Temperaturen ausgesetzt sind, bieten sich die Hochtemperatur-Silicone OTTOSEAL® S 17 und S 25 an. Sie sind hochtemperaturbeständig und doch spannungsausgleichend.

Die beiden Silicone sind geprüft nach UL 94 Flame Classification HB RTI 105 °C, File No. E 176319. OTTOSEAL® S 17 ist darüber hinaus LEED® konform (IEQ-Credits 4.1 Kleb- und Dichtstoffe). [...]

Hermann Otto GmbH
Be- und Verarbeitung:

Trockene, saubere Gleitlackbeschichtungen auf elastomeren Substraten verdrängen vermehrt rustikale Fertigungs- und Montagehilfen wie Öle, Fette und andere Schmierstoffe. So werden z.B. seit Jahren Teile der deutschen Automobilindustrie mit beschichteten Dichtungen beliefert, die eine deutlich erhöhte Prozesssicherheit und Qualität garantieren. Zur reibungsfreien Montage erhalten sie eine maschinell applizierte Gleitlackbeschichtung auf Wasserbasis. Das Portfolio der zur Verfügung stehenden Gleitlacke wächst stetig und die positive Resonanz der Unternehmen, die beschichtete Elastomere einsetzen, ist ungebrochen. Hierbei gilt entgegen dem aktuellen Trend: Mikro schlägt Nano.

Eine gängige und kostengünstige Praxis zur Reduzierung der Reibung und Ermöglichung von Montage ist das Ölen, Fetten oder Talkumieren der zu verarbeitenden Teile. Die Aufbringung der Schmierstoffe erfolgte und erfolgt noch heute teilweise manuell durch händisches Auftragen oder durch nicht prozesssichere Verfahren wie Trommeln, Schütteln, Tauchen etc. Dies birgt jedoch eine Reihe von gravierenden Nachteilen und potenziellen Fehlern. [...]

Heiko Friedrich (O.VE. Plasmatec GmbH)

Das Einhalten genauer Mischverhältnisse von 2K-Materialien und deren Auftragung kann bestimmte Prozesse oder Anwendungen stark beeinflussen. Schon geringe Abweichungen können sich negativ auf die gewünschte Zustände auswirken. Auch beim Auftragen können die immer komplexer werdenden Kleb- und Dichtstoffe beschädigt werden z.B. durch zu starke Scherung des Mediums. Aufgrund der hohen Marktakzeptanz der 1K-Präzisionsvolumendosierer hat die ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH den eco-DUO450 entwickelt, der den 2K-Dispensingbereich abdecken soll.

Dosiergenauigkeiten von ± 1% und Wiederholgenauigkeiten von über 99%. Durch den Rückzug des Mediums wird ein Nachtropfen  verhindert und ein kontrollierter Material- bzw. Mediumabriss sichergestellt. Perfektes Punktdosieren oder Raupenauftrag kleinster Mengen. [...]

ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH

Kennzeichen der oszillierenden Messerschneidetischsysteme der Flashcut Flex-Serie sind eine hohe Schneidegeschwindigkeit und Beschleunigung, die intelligente Werkzeugsteuerung sowie ein automatisiertes Materialhandling.

Die Maschinen werden in verschiedenen Größen, mit  statischen Tischen oder Conveyor-Systemen angeboten. [...]

ATOM-MB

Für den Formenbau, die Kunststoffindustrie und andere Anwendungsbereiche hat Hillesheim einen fahrbaren Heiz- und Kühltisch entwickelt, auf dessen Oberfläche verschiedene Materialien wie Kunststoffe und Metalle auf einer gleichmäßigen Temperatur gehalten bzw. erwärmt werden können.

Der Heiztisch ist in vier Größen mit Flächen von 0,47 bis 1,31 m² lieferbar (andere Größen auf Anfrage). [...]

Hillesheim GmbH

In der Regel dominieren bei der Herstellung der Dichtungen Niederdruckanlagen, da hier sehr geringe Austragsleistungen, üblicherweise < 5 g/s, erforderlich sind. Nachteilig im Niederdruckverfahren ist, dass die Reaktivität des Schaumes so langsam eingestellt werden muss, dass das Reaktionsgemisch verarbeitbar bleibt. Außerdem muss nach jedem Bauteil der Mischer mit Lösungsmittel gereinigt oder das Mischelement erneuert werden, während Hochdruckmischköpfe selbstreinigend sind. Weitere Nachteile der Niederdrucktechnologie sind lange Aushärte- und Verarbeitungszeiten.

Die Anwendungen sind nicht auf Türmodule beschränkt. Möglich sind im Prinzip alle Anwendungen, bei denen Schnurstärken ab einer bestimmten Größe verlängert werden sollen und 3 bis 5 mm breite Dichtungen erforderlich sind. Für eine FIPFG-Fertigung in Serien kann die MICROLINE mit Automationsanlagen wie Werkzeugträgersystemen kombiniert werden. [...]

Hennecke GmbH
Formteile:

Das Rapid Prototyping ist eine zukunftsweisende Technologie. Die Multifunktionalität, die frühen Produktaussagen und nicht zuletzt die niedrigen Kosten in der Phase der Produktentwicklung sind unschlagbare Argumente für dieses Verfahren und seine Akzeptanz und Verbreitung im Markt. Ein neues 3D-Druckverfahren eröffnet ganze neue Perspektiven.

Mit dem neuen 3D-Druckverfahren in der Prototypenerstellung für die gleichzeitige Verarbeitung harter und weicher Werkstoffe bietet die Kremer GmbH in Wächtersbach Anwendern einen Service, der sich unmittelbar in einer Zeit- und Kostenersparnis für die Erstellung von Prototypen niederschlägt. Die additive Technologie des 3DPrintverfahrens erlaubt dabei als einziges Verfahren die Herstellung dreidimensionaler Prototypen, die aus verschiedenen Materialien bestehen und unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Es muss kein teures Pilotwerkzeug hergestellt werden. [...]

Gregor Hämel (Kremer GmbH)

Ummantelte hochfeste, endlosfaserverstärkte IGOREX-Kunststoffprofile von faigle ermöglichen die Kombination vorteilhafter Materialeigenschaften. Die Kunststoffummantelung wird durch Extrusion auf einen thermoplastischen oder duroplastischen Faserverbundkern aufgetragen und anschließend durch Kalanderwalzen kalibriert.

Integration mehrerer Funktionen in einem Bauteil möglich, z.B. durch Dicht- oder Abstreiflippen, die direkt beim Ummantelungsprozess mit extrudiert werden. [...]

faigle Kunststoffe GmbH
Mess- und Prüftechnik:

Das mobile Ultraschallsystem Sonosphere dient der schnellen und zuverlässigen Erkennung von Undichtheiten an Fenstern, Türen, Kabinen, Fahrzeugen und Behältern, die über Abdichtflächen oder Profilgummidichtungen verfügen. Neben Anwendungen im Straßen- und Schienenfahrzeugbau wird der Ultraschalltransmitter außerdem im Schiffs- und Bootsbau sowie zur Überprüfung von Brandschutztüren und Reinsträumen eingesetzt.

Mit dem System lassen sich  sowohl sehr große als auch verwinkelte Räume prüfen. [...]

SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH
Dynamische Dichtungen:

Gleitringdichtungen werden typischerweise zwischen einem dynamischen und einem statischen Körper eingebaut. Je nach Anwendung, Druckbeaufschlagung, Temperatur, Gleitgeschwindigkeit und Größe kommen Werkstoffe wie Keramik, Metall, Kohlenstoffe, auch kunstharzgebundene Kohlenstoffe, zum Einsatz.

Auf der Basis von Entwicklung und Produktion hochwertiger  Gleitringdichtungen, teils nach Goetze-Technologie gefertigt, sowie statischer und dynamischer Dichtungen namhafter Hersteller werden kundenspezifische Lösungen entwickelt. [...]

ADITEC GmbH

Die patentierte PS-ProSet, eine technische Weiterentwicklung der jahrelang erfolgreichen PS-Patrone, ist eine Alternative zur Gleitringdichtung und zu Packungen. Gerade die anfallenden Kosten durch Stillstandzeiten im Produktionsprozess, wie z.B. von Rühr- und Mischwerken, können reduziert werden.

Die patentierte PS-ProSet ist einsetzbar im Lebensmittel- und Pharmabereich. [...]

Garlock GmbH

In der industriellen Wärmeübertragung ist Wasser der am weitesten verbreitete Wärmeträger. Wasser ist problemlos verfügbar, billig und vor allem ungiftig. Bis 100 °C kann es problemlos mit jeder Pumpe und Wellenabdichtung gefördert werden. Bei höheren Temperaturen muss das Wärmeträgersystem unter Druck gesetzt werden, um ein Verdampfen zu verhindern. Der Dampfdruck steigt rasant – bei 200 °C sind es ca. 16 bar, aber bei 250 °C sind es bereits über 40 bar. Solch hohe Betriebstemperaturen belasten Umwälzpumpen und deren Abdichtungssysteme enorm.

Es steht ein breites Spektrum von Heißwasserpumpen für Temperaturen bis 280 °C und Auslegungsdrücke bis 80 bar mit den entsprechenden Dichtungskonzepten zur Verfügung. [...]

Dickow Pumpen

Drucksplitter optimieren den Einsatz von Hochdruckgleitringdichtungen, die zur Abdichtung von Wellendurchführungen in verfahrenstechnischen Maschinen eingesetzt werden.

Gleitringdichtungen mit Drucksplitter eignen sich besonders für den Einsatz in toxischen oder explosionsgefährdeten Prozessen mit Temperaturen bis zu 400 °C und einem Druck bis zu 200 bar. [...]

ESD GmbH EKATO Sicherheits- und Dichtungstechnik
Statische Dichtungen:

Immer höhere Temperaturen sowie der gleichzeitige Kontakt mit Kühlwasser und Öl sind die steigenden Anforderungen, die sich z.B. bei der Abdichtung von nassen Zylinderlaufbuchsen oder im Umfeld von Turboladern ergeben.

Dieser Dichtungswerkstoff wird völlig ohne Bleianteile hergestellt. Damit ist er besondersumweltverträglich – von der Compoundierung über die Verarbeitung bis zum Produkt und letztendlich bis zum problemlosen Recycling. [...]

Freudenberg Simrit

Die Miniaturisierung von Systemen und Baugruppen erfordert auch immer wieder neue Dichtungslösungen. So liefert Hoffmann jetzt an einen dänischen Kunden eine Dichtung als Mikroverbundteil mit einem Außendurchmesser von nur 5,8 mm für ein neu entwickeltes Sicherheitsventil zur Steuerung des Ammoniakdurchflusses in einer Automotive-Anwendung.

Dichtungen lassen sich als Mikroverbundteile in sehr engen Toleranzen für die unterschiedlichsten Anforderungen fertigen. [...]

Hoffmann GmbH

Die Entwicklung von Wasserstoff- Brennstoffzellen begann bereits 1838, aber einer Massenproduktion standen Größe, Kosten, Infrastruktur und Verpackung im Weg. Die patentierte LEM-Technologie von Federal Mogul kann einige Probleme der Brennstoffzellenhersteller lösen.

Die LEM-Technologie bietet im Vergleich zu herkömmlichen Dichtungen eine bessere Dichtleistung bei geringerer Dichtungsdicke. [...]

Federal Mogul

Mit ihrem zum Patent angemeldeten Design erfüllen die neu entwickelten 2K-Flanschdichtungen HD von Parker die hohen qualitativen und technischen Anforderungen beim Einsatz in hygienisch kritischen Prozessanlagen und Rohrleitungssystemen in besonderem Maße. So verhindert die nahezu 100%ige (± 0,2 mm) Bündigkeit der Dichtung an der Anschlussstelle Toträume mit der Gefahr eines Medieneinschlusses, der das Wachstum von Mikroorganismen und die daraus resultierende Kontaminierung des Systems begünstigen würde.

Höhere Betriebssicherheit durch verbessertes Design. Konstruktionsprinzip mit ASME-BPE-Zertifizierung. Langlebigkeit und einfache Handhabung sparen Kosten. Lückenlose Rückverfolgbarkeit der Dichtungen. [...]

Parker Hannifin GmbH
Dichtungstechnik Allgemein:

Dichtungen sind wichtige Bauteile aller technischen Systeme – von Autos genauso wie von Küchenmaschinen, Raumfähren, Fahrradventilen, Kern- und Windkraftwerken, Wasserhähnen, Werkzeugmaschinen oder verfahrenstechnischen Anlagen. trotzdem werden sie in der Forschung, der lehre und allzu oft auch in der Praxis sträflich vernachlässigt. Ob dies aus Nachlässigkeit oder fehlendem Wissen geschieht, sei dahingestellt. Fakt ist – gleichgültig ob Entwickler, Konstrukteur, Fertiger, Monteur, Betreiber, Instandhalter, Einkäufer oder Qualitätssicherer – ohne fundiertes dichtungstechnisches Grundwissen geht es nicht. [...]

>> Übersicht der Teile 1 bis 12

Professor Dr. Werner Haas (Institut für Maschinenelemente der Universität Stuttgart)
© ISGATEC GmbH 2018
» Datenschutz
» Impressum