Dichten und Denken. Herausforderungen an das tribologische System von dynamischen Dichtungen bei schwer entflammbaren Druckfluiden vom Typ HFC

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Holger Best

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Bärbel Schäfer

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Weitere Fachartikel aus DICHT! Ausgabe 1.2016:

Kommentar:

In zunehmenden Maß ist die 3D-Drucktechnologie in aller Munde. Welche Einflüsse wird dieser Trend auf unsere zukünftige Entwicklung haben? Welche Chancen und Risiken sind damit verbunden? Einige Presse-Headlines lassen Großes erwarten: Allein der US-Fertigungsmarkt soll (laut Wohlers, UBS, Bain) von 3,1 Mrd. $ 2013 bis 2016 auf ca. 7 Mrd. $ und bis 2018 auf 12,5 Mrd. $ wachsen. Opel reduziert – laut K-Zeitung vom 4.12.15 – mit 3D-Druck Herstellkosten von Montagewerkzeugen um 90%. Und in der derselben Ausgabe wird getitelt: „Kombination von Simulation und 3D-Druck steigert Leistungsfähigkeit von Bauteilen“. Derzeit begrenzt zwar die Werkstoffauswahl verglichen mit den denkbaren Möglichkeiten das Einsatzspektrum, doch es gibt fast monatlich Meldungen über neue Werkstoffe, die sich mit dieser Technologie verarbeiten lassen. Stand der Technik ist, dass mit dem 3D-Druck derzeit überwiegend Teile aus Keramik, aus 6 bis 8 Thermoplasten und Silikon produzierbar sind. Ein Silikonspezialist will im Verlauf des Jahres die Produktion von 2K-Silikonteilen mittels 3D-Druck aufnehmen. Auch ein Dosiertechnikspezialist hat eine Dosiereinheit entwickelt, mit der recht universelle Drucker für die Produktion von Teilen ausgerüstet werden können. [...]

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Karl-Friedrich Berger (ISGATEC GmbH)
Statische Dichtungen:

Auf Windrädern basiert ein guter Teil unserer Energiewende, ein Blick in unsere Landschaften macht das deutlich. Mit dem breiten Einsatz machen die Betreiber immer neue Praxiserfahrungen, die u.a. zu angepassten Dichtungskonzepten führten – ein Praxisbeispiel.

Unbestreitbar ist der Turm ein wichtiges Teil einer Windkraftanlage, denn er trägt Gondel und Rotor und sorgt mit seiner Höhe dafür, dass die höheren und energiereicheren Luftschichten erreicht werden. Gleichzeitig hat der Turm mit 15 bis 25% der Anlagenkosten, die auf ihn entfallen, eine große wirtschaftliche Bedeutung. Doch nicht nur seine Investitionskosten, sondern auch seine Lebensdauer ist für den Betreiber relevant. Und hier nimmt der Korrosionsschutz – gerade bei den weitverbreiteten Stahlrohrtürmen – einen immer höheren Stellenwert ein. Die Stahlrohrtürme werden aus Stahlplatten hergestellt: Das jeweilige Segment wird geschnitten, gerollt und in Längsrichtung verschweißt. Je nach Hersteller und Turmhöhe werden Turmsektionen von 15 bis 35 m Länge hergestellt, die auf beiden Seiten mit einem Flansch versehen sind. Am Aufstellort werden die Segmente zusammengefügt und die Flansche verschraubt. [...]

Dipl.-Ing.(FH) Wolfgang Abt (KLINGER GmbH), Dipl.-Kfm. Jörn Jacobs, Fachjournalist (bdfj)

Mit dem neuen fünfteiligen O-Ring-Werkzeugsatz aus Edelstahl gelingt die Montage oder Demontage von O-Ringen deutlich leichter, schneller und sicherer.

Der Anwender in der Technik kennt das Problem: O-Ringe ohne Beschädigungen in die engen Einbauräume zu installieren oder die festsitzenden O-Ringe ohne Beschädigung an der Maschine aus den Nuten zu demontieren, ist häufig eine langwierige und vor allem schwierige Aufgabe. [...]

C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG

Versagende Dichtverbindungen sind die häufigste Ursache für Anlagenausfälle, die meist zu hohen berechenbaren aber auch nicht berechenbaren Kosten führen können. Die Fehleranalyse ist oft komplex, aber auch kein Hexenwerk, wenn man das nötige Know-how hat und methodisch vorgeht.

Leckagen an Dichtverbindungen können viele Ursachen haben. Flanschverbindungen sind ein komplexes System aus mehreren Bauteilen, die untereinander in einer Wechselwirkung stehen. Sollte ein solches System einmal nicht funktionieren, ist es wichtig, die tatsächliche Ursache für die Leckage zu finden, um diese gezielt abzustellen. Dabei ist es ebenso wichtig, dass der Instandhalter an ein Feedback an die Hersteller – und hier insbesondere an die Konstruktion – denkt, denn manchmal ist eine Leckage auch konstruktionsbedingt. [...]

Peter Thomsen (Lannewehr + Thomsen GmbH & Co. KG)

Korrosion, ungeeignete Materialien und Dichtungsversagen sind wiederkehrende Probleme in der chemischen Industrie. Dichtungsbänder aus ePTFE bieten sich für Instandhalter als vielfältiger Problemlöser an.

Für den Einsatz in der chemischen Industrie besitzt Polytetrafluorethylen (PTFE) verschiedene Vorteile: Es ist chemisch inert in einem Bereich von pH 0 bis 14, sodass es in fast allen Anwendungen als Dichtungsmaterial genutzt werden kann. Es weist eine hohe Temperaturbeständigkeit von -268 °C bis +315 °C auf. Es altert nicht, ist wetter- und UV-beständig sowie physiologisch unbedenklich. PTFE hat aber auch einen Nachteil: Es ist mechanisch instabil. Das bedeutet, es „fließt“ oder „kriecht“ unter Belastung. Dies führt zu einer nachlassenden Dichtigkeit der Flanschverbindung über die Betriebszeit. Insbesondere die Herstellung von Vinyl-, Ethyl- und Methylchlorid, aber auch von Chlor, HCI und PVC ist eine große Herausforderung für PTFE. [...]

Christian Wimmer (W.L. Gore & Associates GmbH)
Werkstoffe:

Der 3D-Druck ist ein Zukunftstrend. Unternehmen, Produktentwickler und Designer fertigen damit Ersatzteile, Prototypen, Kleinserien etc. Doch die Palette der Materialien ist begrenzt. Bisher lassen sich vor allem Kunststoffe und Metalle drucken. Nun wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem sich auch Objekte aus Silicon im 3D-Druck fertigen lassen. Damit steigt auch die Attraktivität für die Dichtungstechnik.

Individuell gefertigte Siliconteile werden schon bald verfügbar sein. Die Lösung hierfür entwickelten Wacker Silicones und die enders ingenieure GmbH mit dem dreidimensionalen Druck von Silicon. Das ist ein Durchbruch in der Welt der „additiven Fertigung“, denn Elastomere, also gummiartige Substanzen, konnte man bisher nicht drucken. Es gab einfach kein geeignetes Verfahren dafür. Formteile aus Silicon konnten bisher nur im kostspieligen Spritzgussverfahren gefertigt werden. Dazu bedarf es allerdings eines eigenen Werkzeugs, dessen Herstellung sich nur für größere Stückzahlen lohnt. [...]

Dr. Bernd Pachaly (Wacker Chemie AG), Florian Ganz (enders Ingenieure GmbH)

Betriebssicherheit, lange Lebensdauer und damit die Wirtschaftlichkeit von Komponenten stehen auf der Wunschliste von Anwendern ganz oben. Ein neuer Werkstoff ermöglicht robuste Dichtungslösungen und die Konstruktion anderer technischer Bauteile, die diese Wünsche erfüllen und dabei potenziell weniger hohe Anforderungen an die umgebenden Komponenten stellen als Lösungen aus anderen Werkstoffen.

Das thermoplastische Material eignet sich für Dichtungs-, Führungs- und Antiextrusionselemente in der Hydraulik und vielen anderen dichtungstechnischen Anwendungen sowie für Konstruktionsteile ohne Dichtfunktion in unterschiedlichsten Industrieanlagen und Konsumgütern, von der Automobiltechnik bis hin zur Lebensmittel- und Pharmaproduktion. Die Kombination der Eigenschaften ist dabei der Schlüssel zum Erfolg: extreme Verschleißfestigkeit, breite chemische Beständigkeit, hohe elastische Rückstellung („Schnappigkeit“), Robustheit gegen abrasive Partikel, gepaart mit Wirtschaftlichkeit. [...]

Thomas Braun (Parker Hannifin GmbH)

Weitere Eigenschaften dieser Mischung sind, dass während der Vulkanisation keine krebserzeugenden Nitrosamine gebildet werden und dass gleichzeitig ein niedriger Druckverformungsrest eingehalten wird.

Die NBR-Mischung von Polycomp erfüllt gleichermaßen die Anforderungen der Normen EN 549 (Indoor) und EN 682 (Outdoor). [...]

Polycomp B.V
Dynamische Dichtungen:

Speziell bei Offshore-Anwendungen geht es häufig um Einsatzbedingungen, die eine erhöhte Dynamik aufweisen (Kompensationszylinder). Durch lange Hübe wird in der Folge das verwendete Dichtsystem in Bezug auf einen möglichen Verschleiß stärker beansprucht. Hier als Druckflüssigkeit eingesetzte HFC-Fluide bringen bewährte Dichtsysteme hinsichtlich des Designs und der Werkstoffe an Belastungsgrenzen, die in der Öl-Hydraulik deutlich höher liegen, vgl. Eine Versuchsreihe zeigte neue Optionen auf.

Um die Einflüsse und ihre Auswirkungen auf Dichtsysteme zu untersuchen, wurde eine Versuchsreihe durchgeführt, die die Unterschiede im Verhalten der Dichtungswerkstoffe bei Einsatz mit unterschiedlichen Druckmedien nach gleicher Spezifikation in Bezug auf Reib- und Verschleißverhalten aufzeigt und auch mögliche Leckagen berücksichtigt. Dabei wurden sowohl Stangendichtungen als auch Kolbendichtungen betrachtet. [...]

Dr.-Ing. Mandy Wilke, Holger Jordan (Trelleborg Sealing Solutions Germany GmbH)

Reibungs- und Emissionsreduzierung sind seit geraumer Zeit Begriffe, die im Kontext mit dynamischen Dichtungen fallen. Daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Allerdings ist bei diesen Dichtungen immer das gesamte Dichtungssystem mit seinen vielen Einflussfaktoren zu beachten und aus vielen Weiterentwicklungen in diesem Umfeld, z.B. bei den Schmierölen, entstehen umfangreiche neue Anforderungen und Trends. Experten geben einen Überblick, wohin die Reise unter verschiedenen Aspekten geht.

„Der Trend zu neuen Ölen, weg von Mineralölen hin zu Polyglykolen, stellt Dichtungen vor eine große Herausforderung. Die enge Zusammenarbeit zwischen Gleitflächen-, Fluid- und Dichtungsherstellern ist dabei essenziell.“ – Jens Trabert, Direktor Zukunftstechnologien bei Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG

„Ganz klar, ohne eine intime, verständnis- und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Gleitflächen-, Fluid-, Dichtringund Aggregatherstellern sind optimale Dichtstellen nicht zu erreichen. Dazu sind die Zusammenhänge und Abhängigkeiten einfach viel zu komplex. An dieser essenziellen Zusammenarbeit hakt es noch gewaltig. Deshalb ist dies die wichtigste Aufgabenstellung, an der aktuell intensivst gearbeitet werden muss.“ – Professor Dr.-Ing. habil. Werner Haas, Institut für Maschinenelemente, Universität Stuttgart

„Ein Trend ist der Einsatz berührungsfreier Dichtungen, der von unterschiedlichen Branchen, wie etwa der Werkzeugmaschinenindustrie, vorangetrieben wird.“ – Klaus Wagner, Entwicklungsleiter, Herbert Hänchen GmbH & Co. KG

„Unsere Packungsmaterialien lösen viele Dichtungsprobleme und sind gleichzeitig sehr wirtschaftlich.“ – Carl H. Jones, Global Product Specialist Packing Fibers, Gore Sealant Technologies, W. L. Gore & Associates GmbH [...]

Jens Trabert (Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG), Professor Dr.-Ing. habil. Werner Haas (Institut für Maschinenelemente, Universität Stuttgart), Klaus Wagner (Herbert Hänchen GmbH & Co. KG), Carl H. Jones (W. L. Gore & Associates GmbH)

Im Tieftemperatureinsatz zeigt sie eine ausgezeichnete Beweglichkeit der speziell dafür entwickelten dynamischen Nebendichtungen. Sie erfüllen alle Anforderungen wie Nachsetzverhalten, Extrusionsbeständigkeit, Temperatur- und chemische Beständigkeit. Eigenschaften, die der Kompressordichtung eine hohe Betriebssicherheit verleihen.

Die bewährte elastomerfreie, gasgeschmierte EagleBurgmann Gleitringdichtung wurde speziell für extreme Anforderungen mit niedrigen und hohen Temperaturen – von -170 °C bis 230 °C – sowie Hochdruckanwendungen entwickelt. [...]

EagleBurgmann Germany GmbH & Co. KG
Flüssigdichtungen:

Wenn über Flüssigdichtungen gesprochen wird, liegt der Fokus werkstoffseitig selten auf FKM. Für die Abdichtung einer HT-PEM-Brennstoffzelle erwies sich dieser Werkstoff flüssig aufgetragen aber als Lösung – ein Projektbericht.

Bei vielen technischen Konstruktionen spielen Dichtungen als Fügeelemente für die Funktionsfähigkeit eine entscheidende Rolle. Neben dem Toleranzausgleich von Komponenten verhindern sie unerwünschte Wechselwirkungen zwischen Bauteilinnenräumen und der Umgebung. Bei näherer Betrachtung erkennt man meist, dass die Anforderungen an eine optimale Dichtung allerdings sehr komplex sind. Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz, Verhinderung von Medienaustritt oder -eindringen sind nicht nur für die Funktion eines Bauteiles oder Gerätes unabdingbare Voraussetzung, sie sind auch sicherheits- und umweltrelevant. Und natürlich müssen die konstruktive Auslegung der Dichtung und das Material optimal auf die Einsatzbedingungen abgestimmt werden. Das trifft insbesondere für Flüssigdichtungen (FIPG) zu, die i.d.R. auf geometrisch komplexe Konstruktionen aufgebracht werden. Komplexer wird es auch dadurch, dass die Anforderungen an Dichtungen seit Jahren stetig zunehmen. Neben erhöhter thermischer Belastung, insbesondere thermischer Wechsellast, stellen neue Betriebsmedien wie Kühlschmiermittel, Treibstoffe, Schmier- und Reinigungsmittel erhöhte Anforderungen an Material und praxisgerechte Konstruktion. So ist z.B. eine Dichtung, die über Jahre einem rein mineralölbasierten Dieseltreibstoff standgehalten hätte, nach kurzer Zeit im Kontakt mit Biodiesel aufgequollen. Ganz besonders sind wasserbasierende Kühlschmiermittel zum „sealing engineers nightmare“ geworden. Neue Einsatzgebiete im Bereich von Verfahrenstechnik und Energieerzeugung bringen weitere Herausforderungen. [...]

Hermann Block (Polyprocess Kunstharzverarbeitung GmbH)

Unternehmen beschäftigen sich regelmäßig mit der Frage nach Ihren Kernkompetenzen. Oft wird in diesem Zusammenhang fokussiert. Im Falle der CeraCon GmbH, die bisher ihren Fokus auf dem Maschinenbau hatte, wurde sie im letzten Jahr erweitert. Über die Hintergründe unterhielt sich DICHT! mit Roland Borst, Produktmanagement Polymere, Andreas S. Kreissl, Geschäftsführender Gesellschafter Vertrieb und Dr. Frank Kukla, Geschäftsführender Gesellschafter Sealing Systems.

„Wir können heute wirtschaftlichere Gesamtlösungen bieten – und das stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit.“ – Roland Borst

„Mit unserer neuen Ausrichtung können wir die „Time-to-Market“ verkürzen. In den dynamischen Wirtschaftszweigen, in denen wir uns bewegen, ist das ein absolutes Muss.“ – Dr. Frank Kukla

„Auch mit der Ausweitung unserer Kernkompetenzen bewegen wir uns weiter in der Nische von 1K-High-EndPUR-Anwendungen – nur eben effektiver.“ – Andreas S. Kreissl [...]

Roland Borst, Andreas S. Kreissl, Dr. Frank Kukla (CeraCon GmbH)

Die Anforderungen seitens des Automobilherstellers waren, einen geeigneten Dichtwerkstoff zu finden und diesen mit einem kosteneffizienten Dosiersystem prozesssicher zu applizieren. Der Prozess musste auch ein QS-System beinhalten, um eine sofortige 100%-Prüfung der gefertigten Dichtungen in dem Bauteil sicherzustellen.

Zur Abdichtung des Wasserraums eines Turbomotors war eine temperaturstabile Dichtung in einem gesicherten Prozess als CIPG-Lösung (Cured-in-Place-Gasket) zu realisieren. [...]

DoBoTech AG
Mess- und Prüftechnik:

Um die Funktion einer Dichtung sicherzustellen, werden diese und die jeweiligen Dichtungswerkstoffe verschiedenen Mess- und Prüfverfahren unterzogen. Doch was leisten die einzelnen Verfahren, wo sind die Grenzen? Diese Serie gibt Konstrukteuren, Einkäufern und Qualitätsmanagern einen Überblick über die üblichen Verfahren und Praxistipps zur Einordnung der Ergebnisse.

Beim Zugversuch werden genormte Prüfkörper (in den meisten Fällen „Schulterstäbe“) in eine Zugprüfmaschine eingespannt und mit konstanter Vorschubgeschwindigkeit bis zum Zerreißen gedehnt. Bei diesem Vorgang wird der Verlauf der benötigten Kraft und der Dehnung aufgezeichnet und daraus ein Zugdehnungsdiagramm erstellt. Wichtige Einzelkennwerte sind die Reißfestigkeit und -dehnung. [...]

>> Teil 1

>> Teil 2

>> Teil 3

>> Teil 4

>> Teil 5b

>> Teil 6

>> Teil 7

>> Teil 8

>> Teil 9

Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Blobner, Dipl.-Ing. Bernhard Richter (O-Ring Prüflabor Richter GmbH)

Elastomere, insbesondere in Plattenform, gehören zu den wesentlichen Bestandteilen technischer Anwendungen. Von ihnen hängen Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Produkten und Aggregaten entscheidend ab.

So werden die, in der Vergangenheit mühsam aus vielerlei unterschiedlichen Daten-Loggern zusammengetragenen Messwerte aus Härte, Umgebungstemperatur, Luftfeuchte, Prüflingstemperatur, Datum und Uhrzeit in einem Gerät erfasst und dokumentiert. [...]

Heinrich Bareiss Prüfgerätebau GmbH
Be- und Verarbeitung:

Die Anforderungen des Dichtungsmarktes werden Jahr für Jahr anspruchsvoller. Der Materialmix wird vielfältiger, die Produktlebenszyklen verkürzen sich kontinuierlich und die Geometrien werden diffiziler. Diese Tatsache ist der Grund für die dynamische Entwicklung des Werkzeuges Wasserstrahl in der Dichtungsindustrie. Denn mithilfe der Wasserstrahlschneid-Technologie können selbst komplizierteste Dichtungsformen von der Zeichnung weg so gut wie vollautomatisch umgesetzt werden.

Die Vielseitigkeit der Wasserstrahl-Technologie zeigt sich in den verschiedenen Ausprägungen der Anlagen. Vom 2D-AbrasivPremium-System für metallische Dichtungen über die Anlage mit zehn Reinwasser-Schneidköpfen für besonders hohes Produktionsvolumen bis hin zur 3D-Lösung mit multiplen 3D-Schneidköpfen für Fasenschnitte. STM Wasserstrahlsysteme lassen sich bis ins Detail an die Anforderungen der Dichtungsindustrie anpassen und bieten eine wirtschaftliche Fertigung auf hohem Qualitätsniveau. Mit Wasser lassen sich verschiedenste Materialien bis zu einer Stärke von 200 mm ohne zusätzliche Werkzeuge rückstandsfrei trennen. Das Schneidverfahren eignet sich für Dichtungen aus Gummi, aus den gängigsten Elastomeren, wie EPDM, CR, NBR, Silikon, FPM/FKM (Viton®), aus technischen Kunststoffen wie PA, PE, POM, organischen Werkstoffen wie Leder, Filz und Kork sowie vor allem aus Schaumstoffen und Verbundwerkstoffen. Insbesondere dicke porige Materialien können deformationsfrei geschnitten werden. Selbst bei sehr weichen Werkstoffen sind parallele Schnitte möglich, egal ob es sich um Flach-, Flansch-, Präzisions- oder Rahmendichtungen handelt. Komplizierteste Dichtungsformen können mithilfe des Wasserstrahls von der Zeichnung direkt zum Endprodukt umgesetzt werden. [...]

Benjamin Weißhaupt (STM Stein Moser GmbH)

Immer komplexere und anspruchsvollere Dichtungsanwendungen setzen heute flexible und effiziente Auftragsprozesse voraus. Eine neue Breitstrahldüse mit variablem Auslass trägt dieser Entwicklung Rechnung.

Die Praxis hat es immer wieder gezeigt: Größere Strecken von Kohle- oder Glasfasermatten in gleichmäßiger Qualität zu benetzen, macht immer wieder Probleme. Daher war es ein Ziel bei der Entwicklung der neuen Auftragsdüsen, diese und weitere Anforderungen der Anwender zu berücksichtigen und letztendlich den gesamten Prozess der Kunstharz-Beschichtung wirtschaftlicher zu gestalten. [...]

Andreas Kraft (Tartler GmbH)

Erst die Flexibilität der Heizelemente, insbesondere der Heizschläuche, macht es möglich, den Klebstoffauftrag zusammen mit Robotern kostengünstig zu gestalten.

Klebstoffe sind aus der Kunststoffindustrie und Automobilbau seit Jahren nicht mehr wegzudenken, im Gegenteil: ständige Verbesserungen bei den Klebereigenschaften erweitern kontinuierlich die Anwendungsgebiete. Dabei kommt es nicht allein auf die Eigenschaften der Kleber an. Eine schlechte oder ungenaue Temperierung der Kleber bei dem Transport von den Vorratsbehältern zur Applikationsdüse beeinflusst die Auftrags- bzw. Klebeleistung immens. So gehö- ren verstopfte Schläuche oder Auftragsdüsen, Ablagerungen am Tankboden beim unsachgemäßen Umgang mit Klebstoffen zum Alltag der Anwender, wobei es keinen Unterschied macht, ob Hotmelts oder 2K-Kleber eingesetzt werden. [...]

Hillesheim GmbH
Klebetechnik:

Immer wieder müssen Bauteile im Maschinenbau, z.B. zum Korrosionsschutz, galvanisch behandelt werden, was allerdings nicht immer für das ganze Bauteil gilt. Für die temporäre Abdichtung dieser Stellen hat sich selbstklebende Bleifolie bewährt – ein Praxisbeispiel.

Die selbstklebende Folie Vitoblei 610 wird in diesem Fall zum Abdecken einer nicht zu beschichtenden Stelle an einem Flansch eingesetzt. Dieser dient zum Anbau an ein Fahrzeuggetriebe und zur Befestigung einer Gleichlaufgelenkwelle. Zum Getriebe hin weist er einen Zapfen von 25 mm Durchmesser und 9 mm Länge auf. Der Zapfen dreht sich in einem im Getriebegehäuse eingepressten Radial-Wellendichtring, um gegen Ölaustritt abzudichten. Der Flansch aus Stahl C 45 wird durch galvanisches Verzinken und Schwarzchromatieren vor Korrosion geschützt. Dabei muss der Zapfen frei von Zink bleiben, damit die Elastomer Dichtlippe des Wellendichtrings, die mit Vorspannung auf dem geschliffenen Außendurchmesser des Zapfens abdichtet, nicht beschädigt wird. Der Außendurchmesser des 25 mm-Zapfens muss also sicher vor sämtlichen Einwirkungen der Galvanikbäder geschützt werden. Dies realisierte man durch Bekleben des Zapfens mit einem 10 mm breiten und ca. 100 mm langen Streifen der einseitig selbstklebenden Bleifolie. [...]

Dipl.-Ing. Ralf Heiligtag (VITO Irmen GmbH & Co. KG)
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