15.03.2017, 09:00 bis 17:00 Uhr

Forum FLACHDICHTUNGEN: Berechnen - Selektieren - Montieren

Im Gespräch mit Experten - Chancen und Grenzen ausloten, Erfahrungen austauschen
ISGATEC Forum

Nutzen Sie das ISGATEC Forum „Flachdichtungen: Berechnen – Selektieren - Montieren“ für Ihren Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer über den Stand der Technik und die Grenzen der Machbarkeit!

Es gibt keine Null-Leckage. Aber wieviel Leckage ist prozessbedingt vertretbar? Wie kann der Aggregatzustand überwacht werden? Um die Grenzen des Machbaren zu erreichen, sind viele Rahmenbedingungen zu klären. Steigende Anforderungen an die Betriebssicherheit, die Verlängerung der Wartungsintervalle und die Einhaltung der zahlreichen Vorgaben erfordern umfangreiche Fachkenntnisse auf dem Gebiet.

Unser Forum zeigt das Spektrum, die Möglichkeiten und Grenzen dieser Technologien auf. Die Teilnehmer und Referenten haben im Rahmen des Forums Zeit und Raum für den Erfahrungsaustausch.

Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz und damit die Möglichkeit, interessante Lösungswege zu erkennen.

VORTRÄGE UND ORGANISATION

Einführend wird gezeigt wie mit den heutigen Möglichkeiten des Finite-Elemente-Tools (FE) ANSYS Workbench mit geringem Aufwand die Dichtheit von Flachdichtungen durch Simulation nachgewiesen werden kann - solange das Dichtungsmaterial kein ausgeprägtes zeitliches Kriechverhalten zeigt. Wird dennoch der Einsatz eines Dichtungsmaterials mit Kriechverhalten erforderlich, kann mit den aktuell verfügbaren FE-Materialbeschreibungen für Flachdichtungen der Grad der Relaxation und somit die Zeitdichtheit nicht mehr sicher vorhergesagt werden. Es wird hier jedoch ein Verfahren vorgestellt, welches durch Kombination von Material-Messdaten aus Wechseldruck- und Druckstandversuchen die Abbildung von Kriecheffekten auf die verfügbaren FE-Materialmodelle ermöglicht. Am  Beispiel eines Aerospace Housing wird gezeigt, dass damit die Kriecheffekte simulierbar werden, welche nach Deckelmontage, mehrmaligem Nachziehen der Verschraubungen, Drucklastwechseln und Temperaturgang die Dichtheit negativ beeinflussen können. Als Ergebnis wird die verbleibende Dichtungsdruckverteilung nach Ablauf einer Betriebsdauer von 300 h ausgewiesen, die Dichtheit bestätigt und auch auf kritische Stellen hingewiesen.

Referent: Dipl.-Ing. Ulrich Barthold - Cadfem GmbH

Wenn es darum geht, die perfekte Lösung zur Abdichtung eines Flanschsystems zu finden, stehen Anlagenbetreiber vor der Herausforderung, das optimale Gleichgewicht zwischenUmweltschutz (minimale Emissionen, BImSchG, TA-Luft, VDI2400, VDI2200, VDI2290), Sicherheit (Schutz von Leben und Gesundheit, BetrSichV) und sinkenden Kosten (Gesamtkosten) zu finden.

Die Anforderungen hinsichtlich Umweltschutz und Sicherheit werden meist durch gesetzliche Auflagen geregelt. Die Gesamtkosten für Abdichtungssysteme sind im Hinblick auf die interne Kostenoptimierung oftmals eine Anforderung der Unternehmen selbst. Auch die Kostenoptimierung wird immer wichtiger. Bei der Auswahl der richtigen Abdichtung im Kontext der Gesamtkostensituation sind Produktpreis, Logistik, Lagerung, Montage und Langlebigkeit wichtige Faktoren. So sind beispielsweise der Einsatz von Dichtungsbändern für größere Durchmesser oder die Standardisierung von Dichtungstypen zwei geeignete Lösungen, auf die wir in unserer Präsentation ausführlicher eingehen werden. Bei den oben genannten Anforderungen wird PTFE als Dichtungsmaterial in Betracht gezogen. Aufgrund seiner Beständigkeit kann PTFE für unterschiedliche Anwendungen eingesetzt werden und ist insbesondere in der chemischen Industrie häufig anzutreffen. Expandiertes PTFE (ePTFE) kann Anlagenbetreibern im Vergleich zu herkömmlichem PTFE mehr Vorteile in puncto Emissionen, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Kosten bieten.

Referentin: Dipl.-Ing. (FH) Gabriella Mokos - W. L. Gore & Associates GmbH

Der Vortrag liefert Details zu dem Aufbau von modernen und qualitativ hochwertigen Gummi-/Stahldichtungen. Es werden die wichtigsten elastomeren Werkstoffe beschrieben sowie deren Prüf- und Zertifizierungskriterien skizziert. Die Dichtungskennwerte gemäß EN 13555 werden erläutert und ebenso die korrekte Interpretation der DIN 30690-1 (04-2016) sowie DVGW Information Gas Nr. 19 (04-2016) in Bezug auf Gummi-/Stahldichtungen gegeben. Des weiteren werden Erkenntnisse über die besonderen Eigenschaften von Elastomeren bezüglich Leckagerate und Elastizitätsmodulen diskutiert. Im abschließenden Fokus stehen der wirtschaftlich sinnvolle Einsatz, die Einsatzgrenzen und die sichere Montage von Gummi-/Stahldichtungen.

Referent: Dipl.-Ing.(FH) Robert Steffens - Klinger GmbH

Sie kennen Ihren Elastomerteilelieferant, Dichtungshersteller und haben seine Qualitätsfähigkeit beurteilt? Gut, aber kennen Sie auch den Mischungslieferant der wesentlichen Einfluss auf die Systemsicherheit hat? Sie sollten ihn genau unter die Lupe nehmen. Unter anderem durch REACH, ROHS, PAK steigen die Risiken in zunehmenden Maße, dass Mischungen Ursache für das Versagen von Dichtsystemen sind. Mehrkosten von 500.000 € und mehr pro Jahr, Produktionsausfälle und Rückrufe sind leider kein Einzelfall mehr. In dem Vortrag sollen Anwender für die Ursachen und Risiken sensibilisiert werden. Zudem erhalten Sie wertvolle Handlungsimpulse für die fachgerechte Vorsorge.

Referent: Dipl. Kfm. Karl-Friedrich Berger - ISGATEC GmbH

Wenn’s wirklich heiß wird – welcher Dichtungswerkstoff ist der Aufgabe gewachsen? Es bieten sich Dichtungen aus Graphit und Glimmer an, zwei Kandidaten für hohe Temperaturen mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Jeder Werkstoff hat seine Vor- und Nachteile, die wir kennenlernen. So können wir uns in der Anwendung darauf einstellen und erleben keine ungewollten Überraschungen. Zur besseren Beurteilung von Dichtungswerkstoffen sehen wir uns die wichtigsten technischen Daten von Flachdichtungen an. Kurzum: Wir lernen, die richtigen Fragen zu stellen, damit die Dichtungsauswahl gelingt.

Referent: Dipl.-Ing. Marco Schildknecht - Frenzelit Werke GmbH

Herkömmliche Weichstoff-Metalldichtungen nutzen die Weichstoffauflage (oder Wicklungen) - meist Graphit oder PTFE - als primär dichtendes Element. Dies reduziert die Einsatzmöglichkeiten auf die Temperatur, Druck und Mediengrenzen des Weichstoffs. Revoseal Dichtungen dichten alle primär auf metallischer Basis mit den Vorteilen einer extrem hohen Dichtheit, einer universellen Medienbeständigkeit und einer Temperaturbeständigkeit (abhängig vom eingesetzten Typ) bis max. 1.000 °C. Der Weichstoff dient in erster Linie als Limiter und reguliert die maximal aufzubringende Flächenpressung zum dauerhaften Erhalt der Rückfederung der metallischen Dichtzähne.

Referent: Dipl.-Ing. Friedrich Güldenberg - revoseal Europe GmbH

Die VDI Richtlinie 2290 schreibt für hochwertige Dichtverbindungen eine rechnerische Auslegung hinsichtlich Festigkeit und Dichtheit vor. Für die Auslegung sind eigentlich nur noch die DIN EN 1591-1 und die FE-Methode zulässig, weil bei praktisch allen anderen Berechnungsvorschriften wesentliche Aspekte wie z.B. die unterschiedliche Temperaturausdehnung oder die Dichtheit unberücksichtigt bleiben. Für Berechnungen nach DIN EN 1591-1 werden spezielle Kennwerte benötigt. Das Vorgehen und die Voraussetzungen für die Kennwertermittlung sind in der DIN EN 13555 festgelegt. In diesem Vortrag wird eine Universaldichtungsprüfmaschine gezeigt und die Definition sowie die Prüfprozeduren für die o.g. Kennwerte werden beschrieben

Referent: Dipl.-Ing. Rolf Hahn - Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart

Exakt vorgespannte Schraubverbindungen in Flanschverbindungen sind entscheidend für die Dichtheit. Je gleichmäßiger die Vorspannkraft über den Flanschumfang erreicht wird, umso niedriger sind die Diffusionen. Die Flanschmontage selbst sollten mit zwei oder 4 Werkzeugen gleichzeitig erfolgen. Über die neue Hydraulikeinheit VECTOR FA4 werden mehrere Werkzeuge gleichzeitig gesteuert und einzeln überwacht, um eine genaue Flanschparallelität zu gewährleisten. Dabei erfolgt das Verschrauben axial und querkraftfrei über neue, verdrehsichere Unterlegscheiben, die gemäß zahlreichen Normen und Richtlinen vorzusehen sind. Dadurch wird die Auflageflächenreibung kontrolliert und gleichmäßig – das Verreiben der Flanschauflage wird komplett vermieden. Die Dichtkraft kann so deutlich einfacher und schneller erreicht werden. Und der bisher bekannte Gegenhalteschlüssel auf der anderen Flanschseite entfällt. Die Arbeitssicherheit erreicht somit einen völlig neuen Standard. Und mit dem FlangeFIX Kennzeichnungssystem sind Zeiteinsparungen bei der Montagereihenfolge der Verschraubungen von bis zu 70% möglich.

Referent: Jörg Lindemann - devotec GmbH

  • Berechnungsingenieure
  • Betriebsleitung und -planung
  • Einkauf
  • Fertigung
  • Konstruktion / Entwicklung
  • Qualitätsmanagement
  • Wartung und Instandsetzung

€ 590,00 zzgl. Mehrwertsteuer.

 

Anreise mit dem Auto:

Die Veranstaltung findet im Best Western Hotel Lanz Carré statt: Heinz-Haber-Straße 2 in 68163 Mannheim. Bitte geben Sie jedoch für die Einfahrt in die Tiefgarage die Straße „Lindenhofstraße 90“ ein, die Einfahrt befindet sich direkt gegenüber. Sie kommen von der Tiefgarage direkt in das Hotel.

Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

Innerhalb von max. 15 Minuten sind Sie vom Hauptbahnhof Mannheim zu unserem Veranstaltungsort gelaufen. Sie nehmen dafür bitte den Ausgang Rückseite Bahnhof/Lindenhof. Sie können das Hotel bereits sehen.

Oder Sie fahren mit der Straßenbahn Nr. 3 in Richtung Rheingoldhalle und steigen direkt an der Haltestelle "Lindenhofplatz" aus. Von nun sind es nur noch wenige Meter bis zum Hotel.

Gerne können Sie in unserem Veranstaltungshotel Best Western Hotel Lanz Carré Mannheim übernachten. Die Reservierung und Zahlung des Hotelzimmers läuft unabhängig von unserer Veranstaltung.

Bitte buchen Sie Ihre Übernachtung dort unter der Rufnummer +49 621  860840.

Ihr Kontakt

Sefanie Wüst

Stefanie Wüst
Projektmanagement AKADEMIE

Tel.: +49 (0)621 7176888-2
E-Mail: swuest@isgatec.com

» Details & Vita

Seminarnummer IFO 03
Termin
15.03.2017, 09:00 bis 17:00 Uhr
Teilnahmegebühr
€ 590,00 (zzgl. MwSt.)

Medienpartner:

10Jahre_DICHT!

Sie möchten uns als Marketing- oder Medienpartner unterstützen? Bitte rufen Sie uns an: +49 621 7176 888-0. Gerne senden wir Ihnen unsere Marketingpakete zu.

 

Unsere Experten auf einen Blick:

  • Cadfem GmbH: Dipl.-Ing. Ulrich Barthold
  • W. L. Gore & Associates GmbH: Dipl.-Ing. (FH) Gabriella Mokos
  • Klinger GmbH: Dipl.-Ing. (FH) Robert Steffens
  • ISGATEC GmbH: Dipl. Kfm. Karl-Friedrich Berger
  • Frenzelit Werke GmbH: Dipl.-Ing. Marco Schildknecht  
  • revoseal Europe GmbH: Dipl.-Ing. Friedrich Güldenberg
  • Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart: Dipl.-Ing. Rolf Hahn
  • devotec GmbH: Jörg Lindemann

Veranstaltungsort

Best Western Plus Hotel LanzCarré

Heinz Haber Str. 2
68163 Mannheim

Telefon: +49 621 860840

» http://www.hotel-lanzcarre.de
» lanzcarre@ariva-hotel.de

 

Sie benötigen eine Übernachtung im Tagungshotel?

Gerne übernehmen wir für Sie die Buchung. Der Übernachtungspreis im Tagungshotel beträgt pro Nacht inkl. Frühstück € 135,00.

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